Beiträge von Anaba

    Hatten nicht die Schweden ein neutrales Geschlecht eingeführt? Wie hat sich das Sprachgefühl denn dort entwickelt? Und wurden diese Formen gesellschaftlich angenommen oder blieben sie in einer Filterblase hängen?

    Ich kann mir vorstellen, dass es vielen, die bisher mit Gender* und _ und Binnen-I Probleme/Unbehagen oder Sperrigkeitsgefühl hatten so geht wie mir. Ich habe das genutzt, weil ich es wichtig fand, aber der : fühlt sich total stimmig und gut und richtig an. Total toll umzusetzen und drückt aus, was ich will: Sichtbarwerdung!

    Dass er dazu noch Barrierefreiheit unterstützt ist doppelt gut! Ich bin gespannt, ob sich im Laufe der Zeit sinnvolle kritische Stimmen melden (wie ja z.B. auch beim von mir lange genutzen Binnen-I, weshalb ich zum _ gewechselt war). Mir fällt momenten keine sinnvolle ein.

    Spannende Thesen, die ich auch mehr und mehr vertrete Ist es radikal, alle Care-Arbeit selbst zu erledigen?


    "Viele Frauen können nur deshalb Karriere machen, weil sie Haushalt und Fürsorge auslagern – an weniger privilegierte Frauen. Gleichberechtigung erreicht man so nicht. Was könnte ein Umdenken bewirken?"

    Sprich: Nicht die Männer übernehmen 50% der Verantwortung, also wird diese schlicht ausgelagert (tadaaa, an andere Frauen). Was braucht es, damit die Verantwortung dort gelebt wird, wo sie hingehört? Bei den Männern.

    Hier eine Seite, die generell gut gefüllt ist mit Kindergartenpädagogik. Speziell gefunden habe ich einmal über Gendermainstreaming / Erziehungsauftrag im KiGa im allgemeinen , sowie über Geschlechtsbezogene Erziehung im Speziellen. Falls das Personal interessiert ist, könnten sie dort etwas finden. Alternativ sehe ich grundsätzlich, wie eben schon in der Kürze geschrieben, pinkstinks.de als hervorragende Seite um grundsätzlich für dieses Thema zu sensibiliseren.

    Edit: Man kann ja auch nicht für alle Bereiche sensibilisiert sein. Und gerade in der Pädagogik habe ich es erlebt, dass viel von den "alten Hasen" an die nachwachsenden weiter gegeben und trotz Ausbildung dann auch übernommen wird. Wenn man also nicht selbst für ein Thema brennt kann man durchaus in ungute Mechanismen rutschen. Dazu braucht man also kein schlechter Mensch zu sein und kann es grundsätzlich sehr gut mit den Kindern meinen (was eine Auflösung solcher Mechanismen absolut erschwert).

    Könnte das darin liegen, dass Jungs und Jungssachen immer noch als gesellschaftlich wertvoller erlebt werden als Mädchensachen, bzw. Mädchen?

    Jungs die Mädchendinge tun "setzen sich also herab", während Mädchen, die Jungsdinge machen sich aufwerten. Auch deshalb ist es für die meisten Menschen weiterhin weniger Problematisch wenn Mädchen mit Autos/Technik oder wild spielen, während ruhige Jungs oder Jungs die Glitzer (teils immerhin erst über ein bestimmtes Alter hinaus) oder häusliche Dinge mögen als "falsch" wahrgenommen werden. Auch wenn sich natürlich immer über "die wilden Jungen - die aber halt so sind, da kann man nichts machen" beschwert wird.


    Zeigt sich später auch im Gehalt ("Männerberufe" vs. "Frauenberufe")


    Von daher spiegelt das "Leseproblem" nur einen gesellschaftlichen immer noch vorhandenen Ist-Zustand wider und gehört dringend im Kernproblem thematisiert und verbalisiert.

    Falls Du hier nicht fündig wirst, habe ich das hier auf die Schnelle gefunden. Da kriegst Du eine für 1,00 Euro. Alternativ fiele mir noch anfragen in einem der Playmobil-Foren ein oder Ebay. Dort dann "Playmobil Matratze".


    Edit: Die Matratze sieht mir auch nicht wie ein Spezialteil aus. Könnte es auch in anderen Sets gegeben haben und unter anderer Nummer (evtl. in einer anderen Farbe) weiter geben. Vielleicht rufst Du morgen mal bei Playmobil an oder schreibst eine Mail hin. Die sind dort in der Regel sehr bemüht zu helfen.

    Intelligenztest wäre auch meine Frage. Und was er selbst sagt, warum er in der Schule so agiert, wie er es tut. Kommt er tatsächlich mit dem Stoff mit und es ist die pure Langeweile? Gibt es sonstiges, sozial auffälliges Verhalten außerhalb der Lernsituation?

    Fiawin: Leider letztens erst wieder in einer Impfdiskussion das unsägliche Argument "Autismus" gehabt. Damit habe ich mich aufgrund familiären Hintergrundes auseinandergesetzt und werde mittlerweile stellvertretendwütend (wie die Betroffenen in der angeheirateten Familie ebenfalls).


    Die "konkreten" Gründe waren neben dem Autismusargument eher naja und für mich als Impfkritikerin, die ich diese Dreifachzwangsimpfung aus den von Dir genannten Gründen und noch ein paar mehr seeeehr falsch finde, nicht wirklich griffig und nachvollziehbar.

    Mit (innerer) Übersetzung, weil ich mich mit den Argumenten auseinandergesetzt habe konnte ich verstehen was hinter den Naja-Gründen wahrscheinlich steckte. Aber ein konkretes Argument würde ich "Gift ins Kind pumpen" nun nicht nennen. Das war jedoch das, was hängen geblieben ist. Es war auch neben diesen zwei Sachen eine Diskussion, die mir keine neuen Erkenntnisse brachte. Und was blieb war, dass diese Eltern für ihre Kinder Masern völlig OK fanden (weil sie selbst es relativ easy durchgemacht haben), aber was das für das eventuell nicht impfen könnende Umfeld bedeutet war tatsächlich kein Thema. Und das ist ja das, was Schoko gerade ansprach.

    Es bleibt da auch tatsächlich ein Dilemma, wie sehr bin ich meinem Umfeld gegenüber verantwortlich, dass ich mein Kind etwas aussetze, was ich als potentiell gefährlicher, als die Krankheit sehe?


    Edit: Ich meine damit ausdrücklich NICHT bereits entstandene Impfreaktionen, die über das Maß hinaus gehen oder gar Impfschäden! Vor allem bei letzterem ist man ja auch bei Impfpflicht befreit. Schwierig bleibt natürlich, wenn der Impfschaden nicht anerkannt ist UND man keinen Arzt hat, der einen beim Nicht-Weiter-Impfen unterstützt.
    Das waren alles Leute (u.a. kam das Autismusargument von einer Hebamme #hmpf), die ihre Kinder gar nicht erst geimpft hatten.

    Ich wünschte wir wären in einer Gesellschaft in der das Versorgen von Kindern, alten und kranken Menschen nicht mehr als originäre Aufgabe der Frauen betrachtet würde, ich wahr zu behaupten, dass das auch Auswirkung auf die Bezahlung des Selben hätte.

    man könnte das aber auch anders sehen....

    Die Frau wählt das zu Hause bleiben wegen der Kinder, die werden groß also ist die Kapazität da um beide Elternpaare zu versorgen.

    Frau könnte ja auch nein sagen.

    Oder jemanden bezahlen. Sprich mehr Nachfrage, d.h. höhere Löhne.

    Nun ja, dann holen wir uns die Leute eben aus dem Ausland. Passiert doch gerade. Wir haben massiven Pfleger/innenmangel und, was passiert: Lasst uns die (häufig Frauen) billig aus Bulgarien, Polen, usw. oder aktuell wie Herr Spahn möchte, das Personal aus dem Mexico (oder wo war das?) holen.
    Wir haben zu wenige Erzieher_innen? Kein Problem, lasst uns Schlecker-Frauen in wenigen Monaten umschulen (hat ja keinen Grund, dass die Erzieher_innen-Ausbildung 4 bis 5 Jahre(!) dauert!

    Niemals, nie, nicht kommt man bei sozialen Berufen auf die Idee die Löhne zu erhöhen, die Arbeitsbedingungen angemessen zu gestalten (siehe Hebammen), damit die überwiegend Frauen sich vielleicht doch entscheiden können weiter in ihrem erlernten Beruf zu bleiben. Immer wird mit Angebot und Nachfrage argumentiert, aber bei Frauenberufen gilt das noch weniger, als sonst schon im Kapitalismus #motz#motz#motz

    Aber wehe das Automobilherstellungslaufband steht still. Ist ja viel wichtiger, als ein verschmutzter Hintern #sauer

    Immerhin mal thematisiert, dass Frauenhass ein Thema des rechten Spektrums ist. Irgendwie geht das sonst in den Mainstream-Medien erschreckend unter. Auch nach Halle war der Täter in den Nachrichten auf einmal nur noch Antisemit und Rassist aufgrund der Opfer, obwohl im Satz vorher der Antifeminismus thematisiert war UND auch eine Frau umgebracht worden war.


    Rechtsextremismus - Feminismus als Feindbild


    Zitat:

    Frauen, Ausländer, Juden als Sündenböcke

    Der Berliner Rechtsextremismusforscher und Experte für Gender Studies Andreas Hechler sieht in diesen abgeschotteten Räumen eine große Gefahr. "In einem nennenswerten Ausmaß gibt es junge, heterosexuelle Männer, die der Ansicht sind, ihnen stünde etwas zu - etwa eine Freundin -, und die sich benachteiligt fühlen."

    Diese kämen dort in bestimmte Kreise, die ihnen sagten: "Ja genau, Schuld daran ist der Feminismus", sagt Hechler. Zugleich beobachtet er in diesen Foren auch einen sehr starken Rassismus. "Da wird geschrieben: Ja, du hast nicht nur keine Freundin, dein Leben sieht auch sonst nicht so gut aus. Schuld daran sind die Ausländer, Schuld daran sind Juden, die das alles irgendwie orchestrieren und managen." Nach und nach bilde sich so ein geschlossenes rechtsextremes Weltbild heraus

    Die Logik der "unzufriedenen weißen Männer"

    Der Hass auf Frauen wirkt demnach also wie eine Einstiegsdroge in den Rechtsextremismus, in diese Welt der Verschwörungen. Der Frust, keine Freundin zu haben, hat auch den Täter von Halle geprägt - und offenbar radikalisiert.

    Bei seiner Vernehmung beklagte er, dass Männer wie er auch deshalb keine Frau abbekämen, weil Ausländer sie ihm wegnehmen. Er sei ein "unzufriedener weißer Mann", gab er zu Protokoll. Er war sozial isoliert, oft tagelang im Netz abgetaucht. "Man sollte auch von antifeministischem Terror sprechen", sagt Hechler. Das werde in der Öffentlichkeit zu wenig wahrgenommen.


    (unterstrichen und fettdruck von mir)

    Mal ganz blöd.....wie wäre es denn, wenn wir die Zeit einfach einmalig 30 Minuten verschieben?

    Ich bin allerdings gerade unsicher, ob das gerade ein saudämlicher Gedanke ist oder ein think-outside-the-Box-Moment. Uhrzeit für mich sowieso ein von Menschen irgendwann mal festgelegtes Konstrukt und damit nichts endgültig Fixes, so dass eine einmalige Verschiebung um 30 Minuten für Europa eben so wäre. Wobei das natürlich für weltweite Terminabsprachen eventuell schwierig ist, aber im Zeitalter der Digitalisierung zumindest überdenkenswert?

    Nicht Genderkacke, aber ein weiteres Puzzlesteinchen, was deutlich macht, warum wir Frauen heute noch stehen wo wir stehen (nämlich weit ab der Gleichberechtigung).

    Die Frauen hinter dem Periodensystem


    Zitat

    Lang ist die Liste der Frauen, die das Periodensystem vervollständigt und wichtige Eigenschaften über chemische Elemente entdeckt haben, nicht. „Das hat natürlich damit zu tun, dass Frauen in Europa erst sehr spät zum Studium der Chemie und Physik zugelassen wurden. In Österreich ganz besonders“, erklärte der Wiener Chemiker und Historiker Rudolf Werner Soukup.


    Nach dem Studium wurden viele, wenn überhaupt, nur als wissenschaftliche Hilfskräfte angestellt, oftmals ohne Bezahlung. „Die normale wissenschaftliche Karriere war für Frauen nicht zugänglich. Wollte sich eine habilitieren, ist das sofort unterbunden worden. Ein Argument war, dass sie die Bedingungen für eine Habilitation nicht erfüllen würden. Die Arbeiten, die ich gelesen habe, entsprachen aber etwa dem, was damals üblicher Standard war“, erklärte der Chemiker. Trotz dieser Hindernisse gelang es einigen Frauen, neue Elemente zu entdecken und elementare Gesetzmäßigkeiten zu entschlüsseln. Ein paar seien hier nun kurz anlässlich des Jahres des Periodensystems vorgestellt.

    Sollte er nicht die nächste Einladung knicken können müssen? #flop

    Ich hoffe mal, dass das nur der Sprachlosigkeit Deiner Familie zu verdanken ist, sie aber insgeheim froh waren, dass jemand sich dagegen gestellt hat.

    Das/Ein Problem ist, dass rechte Netzwerke so häufig behaupten sie, aka FfF würde vorschreiben und verbieten und dies fleißig verbreiten, weil sie so gut vernetzt sind. Das wird so intensiv geteilt, dass es total schwer ist das zu trennen von dem, was FfF wirklich fordert (=Abkehr vom "weiter so" und hören auf die Wissenschaftler=Fachmenschen)

    Spannend dazu auch der Zusammenhang zwischen rechtem Frauenhass und Klimawandelleugnern

    Als Frau muss man theoretisch, egal wie uneinverstanden man mit der Politik ist, AfD und co meiden wie der Teufel das Weihwasser. Denn mit Rechten an der Macht kann es für uns Frauen nur wieder noch schlimmer werden. Als Objekt benutzt, gerne ("unsere" Frauen werden von "denen" angetatscht"), aber nur so lange es nutzt.....