Beiträge von Freda

    Ein Grundproblem an der Sache ist doch schon, dass diese 10-stündigen "Seepferdchenkurse" angeboten werden und dadurch der Eindruck entsteht, Kinder könnten in 10 Stunden schwimmen lernen.

    Das können die allerwenigsten. Höchstens, wenn die Kinder schon vorher gern und viel im Wasser waren und den Kurs nur dafür machen, noch das Abzeichen zu bekommen.


    Meine Kinder sind alle ab ca. 5 Jahre wöchentlich in einem Verein geschwommen und haben 1-2 Jahre gebraucht, um ein "ordentliches" Seepferdchen zu machen.

    Ich kann den Kopf beim Brustschwimmen gar nicht über Wasser halten #pfeif. Nur wenn ich ins Wasser ausatme, komme ich in den „Flow“ des richtigen Schwimmens mit Gleiten. Es ist so schön, eine Bahn mit wenigen Schwimmzügen zu gleiten und zu genießen, dass Wasser trägt. Ich glaube, diese Erfahrung der Sicherheit ist sehr wichtig, funktioniert aber eben nur, wenn man ganz flach auf dem Wasser liegt.

    Das wäre schön, Sonja37 , wenn das überall so wäre. Aber hier werden die Lehrkräfte und Erzieher:innen oft allein gelassen. Sie sehen dann das "wir schaffen das" auf ihrem Rücken eskalieren und gehen persönlich daran kaputt. Es ist viel zu wenig sichtbar, wie problematisch diese Belastung an vielen Schulen mittlerweile ist. Und da kommt man eben nicht mit "einfachen" Maßnahmen, wie Belohnungssystemen klar, sondern braucht wirklich strukturelle Änderungen, wie von Dir beschrieben, um Unterstützung im sozialpädagogischen Bereich zu stärken. Aber das kostet ja #pfeif.


    Und ich finde, man sieht das schon am Ausgangspost sehr gut, dass die mausehaken82 sich für die Situation sehr verantwortlich fühlt. Ich denke, aus dieser Situation muss man rauskommen und bei solchen Problemen schnell eine klare Unterstützungsmaschinerie in Gang setzen, die konkret hilft, um die Überlastung von Beginn an aufzufangen. Dann kann man die Unterstützung ggf. nach einer Weile ausschleichen, wenn ein geregelter Weg gefunden ist.

    Ich finde es ganz schlimm, dass hier Erzieher:innen und Lehrkräfte mit Problemen überhäuft werden, die eigentlich in die Sozialarbeit gehören.

    Es ist nicht leistbar und sowohl für die Erwachsenen, als auch die Mitschüler:innen eine auf Dauer unzumutbare psychische Belastung.

    Ich rate hier dringend dazu, das Problem nach oben zu eskalieren. Nur wenn es immer wieder sichtbar gemacht wird, dass es massive Probleme mit der vorhandenen Strukturen gibt, wird sich auch was ändern. Oder die Erzieher:innen und Lehrkräfte gehen daran gesundheitlich kaputt und die Verrohung der Kinder nimmt zu.


    Also hier ganz konkret beim Träger/der Stadt Probleme aufzeigen, Unterstützung anfordern, Programme identifizieren.

    Gleichzeitig Sanktionsmöglichkeiten prüfen. Inwieweit gibt es Strukturen für eine stufenweise Eskalation von Vorfällen. Das ist in der Schule wahrscheinlich einfacher, als in der Nachmittagsbetreuung. Z.B. Herausnahme aus der Gruppe(nsituation), Isolation in andere Gruppen, Ausschluss von der Betreuung und konsequente Umsetzung des Eskalationsweges. Ich glaube, die Kinder brauchen klare "Perspektiven", was ihr Verhalten für Konsequenzen hat. Gibt es keine, werden sie weiter machen, was sie wollen, weil es ja keine Auswirkungen hat.


    Sichtbarmachen und klare Kriterien in Form von Plakaten z.B. von Gruppenregeln, möglichst bildlich, kurz und knapp. Solche einfachen Dinge wie ein "Stoppwort", um aus Situationen herauszukommen. Vielleicht auch eine zusätzliche "Vertrauensperson", an die sich die Kinder wenden können.

    Hier bei uns gibt es einen Schulwegeplan der Stadt die für das Einzugsgebiet jeder Schule den sicheren Schulweg aufzeigt. Und dieser muss zur Berechnung herangezogen werden. Der sichere Schulweg lt. Schulwegeplan ist natürlich nicht unbedingt der kürzeste Weg, den z.B. ein auf Autoverkehr optimiertes Google-Maps berechnet.

    Hier bekommen Eltern, die gegen problematische Entscheidungen bezüglich der Schulwegberechnung klagen meist recht, wenn sie sich auf den offiziellen Schulwegeplan beziehen.

    Gibt es so etwas bei Euh evtl. auch?

    Es sind, finde ich, die kleinen Sachen, die beim Arbeiten im Homeoffice fehlen. Wenn ich über ein Thema nachgrüble, dann spreche ich meine Teammitglieder viel schneller an, um gemeinsam eine Lösung zu finden, wenn wir physisch zusammensitzen, als ich eine Telko dafür aufmachen würde. Man kann auch leichter Dinge "mal eben" zeigen und fragen. Wenn ich alleine im Homeoffice bin, ist da die Hemmschwelle deutlich höher.

    Also gerade, wenn man an einer kreativen Sache zusammenarbeitet, die sich dynamisch entwickelt, finde ich es vor Ort effizienter. Wenn ich dann meinen Teil umsetze, dann habe ich zu Hause dafür mehr Ruhe.

    Meine Chefin hat mir schon vor Corona eine ausrangierten Bildschirm zukommen lassen. Der ist echt ein Segen. Ich habe mir schon im Februar einen richtig großen Schreibtisch gekauft, auf den jetzt alles Wichtige draufpasst, den liebe ich sehr. Aber ja, er steht hier auch im Wohnzimmer. Gut dass das so groß ist. Wer eine kleine Wohnung hat, hat da echt ein Problem auf Dauer.

    Ich arbeite seit 16 Jahren im Homeoffice.

    Den Großteil meiner Aufgaben kann ich problemlos da erledigen, aber ein ausschließliches Arbeiten zu Hause macht trotzdem "einsam". Oft war der Rest des Teams irgendwo vor Ort und nur ich außen vor. Da ist es nicht einfach, als vollwertiges Mitglied eines Teams/einer Abteilung wahrgenommen zu werden - aus den Augen, aus dem Sinn. Auch ist die Auswahl an möglichen Tätigkeiten oft beschränkt und wurde nicht so anerkannt, wie die von Kolleg:inn:en vor Ort.

    Vor 2 Jahren habe ich in einem Projekt angefangen, in dem ich durchschnittlich einen Tag pro Woche vor Ort mit den Kollegen zusammen war. Das hat mich sehr glücklich gemacht und ich habe so viel gelernt und in mich aufgesogen, wie in den 10 Jahren davor nicht. Das hat mir wirklich super gefallen, trotz 2,5 h Anfahrtsweg.

    Nun durch Corona waren plötzlich alle zu Hause. Viele fanden das am Beginn wirklich cool. Und - ganz wichtig - es hat gut funktioniert. Wir haben trotzdem unsere Projektziele pünktlich erreicht. Es gibt jeden Morgen ein kurzes 15-minütiges Online-Meeting, wo jeder kurz die Aufgaben für den Tag vorstellt und Fragen gestellt werden können. Und auch im kleineren Teamkreis stimmen wir uns häufiger ab, als vorher, wo der größere Teil des Teams vor Ort und nur ich zu Hause war. Also für mich hat sich dadurch die Integration ins Team sogar verbessert.

    Trotzdem wünsche ich mir die vorherige Lösung zurück mit 1-2 Tage vor Ort, den Rest Homeoffice. Das wird aber wohl dieses Kalenderjahr eher noch nichts, da vor Ort nicht so viele Plätze vorhanden sind.


    Das mit dem fehlenden "Frischluftweg" finde ich auch eine wichtige Beobachtung. Bis vor 2 Jahren habe ich immer mind. ein Kind früh in den Kindergarten gebracht. Seit das wegfiel und alle Kinder allein zur Schule gingen, fehlt es mir sehr. Ich kann mich da leider auch nicht motivieren, "einfach so" früh rauszugehen. Im Moment versuche ich mich möglichst jeden Tag am Nachmittag eine Stunde zu bewegen, aber das klappt nicht immer und ist mit morgentlicher Bewegung nicht zu vergleichen. Da bin ich noch am Überlegen, ob ich das im Winter jetzt schaffe, doch morgens eine Walkingrunde z.B. einzulegen. Aber dafür früher aufstehen ...?

    Meine Kinder waren alle ab ca. 5 Jahre in einem Schwimmverein, wo sie wöchentlich unter Anleitung schwimmen konnten und ganz in Ruhe schwimmen lernten. Die beiden Großen haben nach ca. 1 Jahr das Seepferdchen gemacht, bei der Kleinen hat es länger gedauert. Sie waren noch eine ganze Weile länger im Verein (der aber wirklich nur Freizeitschwimmen gemacht hat, keine Wettbewerbe). Vorteile waren zum Einen, dass jedes Kind im eigenen Tempo lernen konnte und immer Kinder verschiedensten Könnens zusammen geschwommen sind und zum Anderen, dass wir dort "nur" Vereinsbeitrag bezahlt haben, also deutlich günstiger, als Schwimmkurse.

    Mich hat diese Woche eine Wespe im Schlaf an der Stirn gestochen #blink. Wahrscheinlich ist sie auf meinem Kopf rumgekrabbelt und ich habe im Schlaf versucht, sie wegzuscheuchen #hmpf. Glücklicherweise ist nichts angeschwollen, aber er juckt auch Tage später noch.

    Mein Großer M. regt sich mal wieder über die Mittlere auf, dass sie irgendwas nicht so gut kann, wie er. Mein Mann sagt zu ihm: "Du kannst aber nicht Äpfel mit Birnen vergleichen." Kommt von der Kleinen der Kommentar: "Da musst Du, M., die Birne sein!"

    Meine Kleine liest das Zutatenverzeichnis vom Multi-Saft: Orangensaft, Apfelsaft, Traubensaft, Mangobrühe, Pfirsichbrühe, ...

    Lecker!

    Meine Kinder spielen im Auto Arzt mit ihren Kuscheltieren. Ein Kuscheltier hat Zahnschmerzen und geht zum Zahnarzt. Dann hat die Blaumeise Probleme mit ihren Schwanzfedern und geht auch zum Arzt. Der ganz entsetzt "Ich bin aber Zahnarzt, kein Schwanzarzt!"