Beiträge von Freda

    Ich finde es gar nicht das Problem, etwas zu finden, was ICH mit meinen Kindern machen könnte.

    Das Problem ist, dass ICH arbeiten muss und daher gar nicht die Zeit dafür habe und auch einfach nicht dafür gemacht bin, wochenlang mit den Kindern zu Hause zu sitzen.

    Bei uns hier (Sachsen) sind die Weihnachtsferien immer kurz, weil es 2 Wochen Winterferien im Feburar gibt. DIeses Jahr hätten wir tatsächlich nur vom 23.12. - 03.01. Ferien. Da wäre eine Verlängerung auf 19.12. - 10.01. tatsächlich 7 Schultage mehr Ferien.

    Ich finde, mit der (noch stärkeren) Verlängerung der Ferien wird wieder alle Verantwortung auf die Eltern abgeschoben, sich um die Betreuung der Kinder gefälligst selbst zu kümmern. Und die Lehrkräfte müssen sehen, wie sie die Zeitverluste auffangen. Wenn man solche Pläne zur Gewährleistung häuslicher Isolation macht, dann muss in meinen Augen trotzdem für Betreuung (nicht nur bei "systemrelevanten" Berufen - schließlich sind wir alle ein "System") und Bildung (dann halt auf Distanz) sichergestellt werden. Alles andere empfinde ich wieder als Zumutung für die Familien und Kinder. Denn letztlich, die Ferien "nutzen" können die allerwenigsten. Ist ja nichts erlaubt und nichts offen, was wieder damit enden wird, dass ein Großteil der Kinder und Jugendlichen vor den Bildschirmen "abhängt".

    Ich habe übrigens eine neue Nutzung für einen unserer Tripp-Trapps, den mein Sohn (der inzwischen nicht mehr 1,60 m, sondern 1,85 m groß ist 8o) nicht mehr nutzt: er ist jetzt mein Nähstuhl an meinem Nähtisch. Und wenn meine Töchter mal nähen, können sie da auch prima sitzen und das Pedal auf dem unteren Brett aufstellen.

    Hier ist Sachsen.

    In der Schule meiner Mittleren gibt es z.B. einen Tag in der Woche eine Zeit (vor Unterrichtsbeginn), an dem sich die Lehrkräfte direkt in der Schule testen lassen können. Das finde ich super.

    Bei meinem Mann gibt es das nicht, da bekommen die LuL zwar Bescheinigungen, müssen damit aber zum Hausarzt oder dem Testzentrum tingeln, was natürlich ob des Aufwands viel weniger genutzt wird.


    Reihentestung von in Quarantäne befindlichen SuS gibt es leider nicht.

    Ich denke, ein großes Problem ist, dass es leider keine verbindlichen Regelungen gibt, auch nicht innerhalb der Bundesländer und die Gesundheitsämter (mit den Schulen) immer wieder "Einzelfallentscheidungen" treffen. Ich würde mir wünschen, dass es da sinnvolle einheitliche Richtlinien für ganz Deutschland gibt.

    Hier bei uns habe ich das Gefühl, dass immer ganze Klassen (und ggf. auch die Kinder, die in einer Gruppe waren) in Quarantäne geschickt werden (14 Tage). Hier gibt es allerdings keine Maksenpflicht im Unterricht (außer in der Abiturstufe). Bei Lehrkräften wird genau geschaut, wie eng der Kontakt zum infizierten SuS war.

    Ich finde das so sinnvoll und konsequent (würde mir aber bei Symptomfreiheit eine kürzere Quarantänedauer von max. 10 Tagen wünschen). Eine (Alltags-)Maskenpflicht im Unterricht mit dem Ziel, die Quarantäne zu umgehen, finde ich nicht so sinnvoll.

    Heute Abend übernachten tatsächlich mal alle 3 Kinder nicht zu Hause (das gab es hier bisher extrem selten). Die Kleine: "Da könnt Ihr endlich mal einen Elternabend machen!"

    Da bin ich grundsätzlich anderer Meinung Arnoli74 . Kinder brauchen auch in Pandemiezeiten grundlegende soziale Interaktion. Sie müssen sozialen Umgang lernen und können nicht längerfristig so strenge Maßnahmen durchhalten, ohne Schaden zu nehmen. Je jünger, desto wichtiger ist das. Zumal ihr Risiko schwer zu erkranken sehr klein ist.

    Ich finde es sehr beruhigend, dass Kinder in ihrer gewohnten Umgebung Kinder sein dürfen, auch in der Pandemie und die Maßnahmen nach Alter gestaffelt werden.

    Ich denke, hier geht es ja nicht um die Weihnachtsfeier ansich, sondern um normales Sozialverhalten von Kindern.

    Wenn wir Schulbildung priorisieren, dann müssen wir die Umsetzung so planen, dass die sozialen Einschränkungen nicht so extrem sind, dass sie für die Kinder zu Qual werden. Entweder wir erlauben einen altersentsprechenden sozialen Umgang in der Schule oder es müssen Einschränkungen im Regelbetrieb vorgenommen werden.

    Dazu gehört für mich natürlich, dass die Kinder während der Schulzeit essen dürfen. Dazu gehört, dass sie sich unterhalten können. Dazu gehört, dass sie miteinander interagieren können. Je nach Alter gehört da auch das freie Spiel dazu etc.

    Regelungen, die grundlegendes Sozialverhalten zu stark einschränken, sind meines Erachtens nicht haltbar.

    Kommt auf Oma und Opa an, würde ich sagen..... aber das Frühstück an Heilig abend bei IKEA mit dem Nähtreff, dem Kegelverein oder der Fußballmannschaft muss vielleicht nicht sein. Ich gebe zu, das haben wir schon gerne gemacht, und mit Freunden getroffen vor, an und nach Weihnachten - da haben nämlich die meisten endlich mal Zeit...

    Genau. Natürlich sind Oma und Opa Kernkontakte. Mir ging es genau darum, dass es viel mehr braucht, als ein paar schulfreie Tage, um Oma und Opa sicher zu treffen. Nämlich sich insgesamt auf die Kernkontakte zu konzentrieren.

    Ich halte es für eine trügerische Sicherheit.

    Menschen sind soziale Wesen und sie nutzen die Tage dann anderweitig für soziale Aktivitäten.

    Wenn es darum geht, andere zu schützen, könnte man persönlich das Treffen mit der Familie auch Richtung Silvester/Neujahr legen.


    Ich bin immer noch der Meinung, wir brauchen eine Strategie, die kontinuierlich durchhaltbare Maßnahmen stützt und nicht mal Hü, mal Hot. Insofern halte ich von der ganzen "Werbung" für Weihnachten in der (Groß-)Familie für falsch. Weil dann wieder viele Menschen reisen werden und eben Leute treffen, die sie im Alltag nicht sehen, was für das Virus echt cool ist. Damit provoziert man einen Jojo-Effekt. Hier ist es ganz deutlich, dass die Zahlen gerade stark steigen, weil die Menschen vor dem Lockdown light nochmal alle Möglichkeiten genutzt haben, die nun eingeschränkt sind. Wenn es in den Kontaktbeschränkungen deutliche Lockerungen wegen Weihnachten gibt, werden die Menschen diese bis an die Grenzen ausnutzen und gerade wenn Ferien sind, eben eher mit nicht alltäglichen Kontakten.


    Statt jetzt die Kinder 2 Tage vorher nach Hause zu schicken und damit vorzutäuschen, damit ist Weihnachten mit Oma und Opa dann sicher, sollte man dafür werben, auch an Weihnachten (inkl. Vorbereitungen/Einkäufe/Weihnachtsfeiern ...) sich wirklich auf die sozial wichtigen Kernkontakte zu konzentrieren.

    Die beweglichen Ferientage sind hier per Schulkonferenz schon längst festgelegt. Auch danach haben sich die Eltern doch jetzt schon gerichtet (z.B. Himmelfahrt oder Pfingsten verlängert) bzw. haben manche Schulen die beweglichen Ferientage schon nächste Woche (um den Buß- und Bettag hier nicht unüblich).

    Das Problem ist doch letztlich: Egal, wann die Ferien anfangen, wird immer ein paar Tage vorher nicht mehr viel gemacht. Wenn man die Ferien nach vorne schiebt, wird eben noch eher "nicht mehr viel gemacht".

    Hier an der Grundschule werden solche Tage z.B. für fächerverbindenden Unterricht genutzt.

    Deshalb schrieb ich ja, dass für alle, die eine Betreuungsoption brauchen, diese auch inkl. Aufgabenbetreuung angeboten wird. Also im Prinzip für diesen Zeitraum eine Wahlfreiheit -> Kind in die Schule oder mit Arbeitsaufträgen zu Hause behalten.

    Ich halte nichts von zusätzlichen "Ferien", es ist so schon genug Chaos und Zeitverlust für die Inhalte. Aber man könnte überlegen, diese Tage zu Homeschooling-Tagen zu machen, für die man dann Arbeitsaufträge mitgibt und eine Betreuungsoption (mit Unterstützung für die Aufgaben) anbietet.

    Ich finde das eine schwierige Frage, die sicher recht individuell ist. Da ich im Homeoffice arbeite und unsere Kinder kurze Schulwege haben, die sie schnell und zu Fuß/mit dem Rad zurücklegen können, sind wir insgesamt sehr flexibel.

    Für die Grundschüler fände ich durchaus täglich 2-3 Stunden gut, um eine enge Begleitung sicherzustellen.

    Meine Mittlere, die gut und gerne zu Hause lernt, kommt mit wöchentlichem Wechsel gut zurecht. Problematisch ist da, dass sie schon normal durch Blockunterricht in A- und B-Wochen die Einstunden-Fächer nur 14-tägig haben. Die haben sie dann nur aller 4 Wochen.

    Mein Großer kann sich alleine nur sehr schwer motivieren und sich Aufgaben auch nicht gut einteilen. Für ihn wäre täglicher Wechsel besser.

    Das kommt darauf an ... Wir haben noch eine Inzidenz weit unter 100, insofern soll es so bleiben, wie es ist.


    Sollte die Inzidenz über 100 steigen:

    In der Grundschule möchte ich, dass es bleibt, wie es ist mit vollem Präsenzunterricht.

    In der weiterführenden Schule könnte ich mir ab Klasse 7 einen Wechsel aus Präsenz- und Onlinebeschulung vorstellen. Allerdings müsste man dann klare Abstriche machen, weil die Lehrkräfte dann eine Doppelbelastung haben, die auf Dauer nicht durchzuhalten ist.