Beiträge von Freda

Liebe interessierte Neu-Rabeneltern,

wenn Ihr Euch für das Forum registrieren möchtet, schickt uns bitte eine Mail an kontakt@rabeneltern.org mit eurem Wunschnickname.
Auch bei Fragen erreicht ihr uns unter der obigen Mail-Adresse.

Herzliche Grüße
das Team von Rabeneltern.org

    NanaBaby : Diesen Vergleich mit dem was andere haben und bekommen hat man ja immer wieder, zu jeder Feierlichkeit oder auch zwischendurch, dass das in den Familien ganz unterschiedlich gehandhabt wird und auch die finanziellen Möglichkeiten in den Familien ganz verschieden sind. Das sehe ich ganz unabhängig von der Zeugnisfrage für ein Thema, dass man mit dem Kind besprechen und erklären muss, warum man wie diesbezüglich handelt.

    Ich sehe einen Unterschied zwischen "Leistung" (im Sinne des reinen Ergebnisses) belohnen oder Anstrengung/Aufwand der in so einem Zeugnis drinsteckt.


    Klar lernen sie für sich selbst und nicht für uns. Trotzdem ist es oft eine anstrengende, teilweise auch frustrierende Sache, Schule in der Form, wie sie an deutschen Regelschulen stattfindet, durchzuhalten und dranzubleiben. Die Kinder investieren wirklich sehr viel Zeit und Nerven in dieses "Projekt" und ich persönlich möchte ihnen schon vermitteln, dass ich es würdige und mich freue, wenn sie wieder einen Schritt Richtung Schulabschluss geschafft haben. Das muss ja nicht in teuren, materiellen Werten erfolgen. Aber dem Schritt Aufmerksamkeit schenken, darüber reden, gemeinsam zurückschauen, was gut und was nicht so gut lief und dem Kind das Gefühl geben, dass es etwas erreicht hat, das sehe ich durchaus positiv. So oft gibt es ja nun nicht Zeugnisse und ich finde das einen passenden Anlass.

    Wir schenken eigentlich nichts zum Zeugnis. Gehen aber durchaus zu Feier des Tages/Ferienanfang mal ein "zusätzliches" Eis essen oder suchen gemeinsam ein Buch aus.

    Die Kinder bekommen aber von den Großeltern fürs Zeugnis oft eine kleine finanzielle Zuwendung (5-10 €), völlig unabhängig von den Noten. Das finde ich auch nett, denn die Großeltern schenken nun mal gerne.

    Ich finde es durchaus nicht schlecht, wenn die Kinder eine "Sonderzahlung" für den Abschluss eines "Projekts" bekommen, darüber freuen wir Arbeitnehmer uns doch auch. Und Schule ist ja teilweise wirklich Schwerstarbeit für die Kinder.


    Weiß nicht, was ich ankreuzen soll.

    Wir hatten damals nicht einen Gedanken an die Schlüssel verschwendet, weil wir sie nie genutzt haben, sie waren halt beim Einzug da und damit "vergessen" #angst. Seitdem gibt es in unserer Wohnung keine Schlüssel mehr.

    Balkontüren kann man hier von außen nicht schließen, nur von innen.

    Man darf 2,5jährige nicht unterschätzen. Die können einen nämlich locker auf dem Balkon aussperren. Idealerweise ist es Winter und Manhattan nur ein T-Shirt an. Besonders beunruhigend ist es, wenn das Kind dann für längere Zeit aus dem Blickfeld verschwindet und es nicht die eigene Wohnung ist. Es war die meiner Schwester.


    Mit ganz viel Geduld und Gesäusel kann man es aber schaffen, das Kind zu motivieren, die Tür wieder zu entriegeln. Bestenfalls bevor man sich den Tod holt. Oder eine Lungenentzündung.

    Man sollte auch nicht vergessen, alle Zimmerschlüssel, die in der Wohnung stecken (und die man nie benutzt) wegzuräumen, bevor die Kinder auf die Idee kommen, sie zu benutzen. Als mein Großer 3 Jahre alt war, hat er sich selbst damit in unserem Schlafzimmer eingeschlossen und dabei den Schlüssel so verkantet, dass er ihn nicht mehr drehen oder rausziehen konnte. Letztendlich haben ihn nette Feuerwehrmänner befreit, die durch das zum Glück gekippte Fenster eingestiegen sind. Der kleine Kerl hat sich unter dem Bett versteckt, als die "schwarzen Männer" kamen. Aber spannend war es irgendwie schon #pfeif.

    Denn: Lernen macht Spaß. Etwas verstanden zu haben und neue Fähigkeiten erworben zu haben oder neue Welten zu entdecken. Das ist einfach ein geiles Gefühl. Und das wünsche ich jeden Kind. Das ist so viel Wert. Dieses Vertrauen, wenn ich mich anstrenge, kann ich Dinge lernen, die ich vorher noch nicht konnte. Handstand, Jonglieren, Blockflöte spielen oder den Satz des Pythagoras beweisen. Und auch: Dinge, die auf den ersten Blick langweilig sind, sind manchmal auf den zweiten oder dritten Blick richtig interessant.

    Genauso ist es!

    Das passt auch zu dem, was Magorma schreibt, dass Schule eigentlich neu gedacht werden muss. Gerade in der heutigen Zeit, wo die Möglichkeiten verschiedene Themen in ihrer Vielfalt und Wissen so unglaublich divers ist, könnte man sich viel mehr an den Stärken der Kinder orientieren und sie individueller fördern. Um ihnen den Spaß am Lernen und an der eigenen Weiterentwicklung zu zeigen.

    Aber unser Schulsystem verharrt in vielen Bereichen auf dem Stand von vor 50 Jahren und es wird einfach allen alles eingetrichtert, was in teilweise extrem veralteten Lehrplänen steht.

    Ich würde mir spätestens in der weiterführenden Schule viel intensivere Profil-/Kursauswahlmöglichkeiten wünschen und weniger Überfrachtung in den Bereichen des "Grundwissens", das teilweise viel zu spezialisiert unterrichtet wird. Und wenn ein Kind halt Stärken in Musik/Kunst/Sport hat, dann kann es sich da verstärkt weiterbilden uns muss nicht unbedingt in abstrakte mathematische Kurvendiskussionen einsteigen z.B.

    Mathematik und Musik und auch Kunst und Mathmatik haben teilweise richtig viel miteinander zu tun. Da gibt es faszinierende Zusammenhänge, wenn man sich da mal näher damit beschäftigt. Das kann richtig Spaß machen, da die Zusammenhänge kennenzulernen!

    Ein Kind, dass Bruchrechnung nicht versteht, wird aber z.B. auch Probleme mit Notenwerten haben.


    Für Mathe und Deutsch gibt es halt anerkannte Diagnosen wie Dyskalkulie oder LRS, das gibt es für Kinder mit musikalischen oder sportlichen Einschränkungen eher nicht.

    Ich habe gerade wieder gelesen, dass ca. jedes 10. Kind nach der Grundschule nicht richtig lesen kann, trotzdem Deutsch ja nun ein Fach ist, dem in der Grundschule viel Zeit gewidmet wird. Ich nehme mal an, mit dem Grundrechnen sieht es nicht viel anders aus. Das Schlimme für diese Kinder ist, dass sie die Folgen in fast allen anderen Fächern spüren und somit es in der Schule insgesamt oft sehr schwer haben.


    Selbstverständlich kann man in Sport und Musik mit der richtigen Übung ganz viel lernen und "trainieren". Ich dachte früher auch, ich hätte überhaupt kein Rhythmusgefühl und könne nicht tanzen. Mittlerweile kann ich das wunderbar. Und auch viele andere Dinge in dem Bereich habe ich durch Üben gelernt. Das dauert halt auch.


    Was war mein großes Kind froh, als es nach der 10. Klasse die 2. Fremdsprache abwählen konnte. Die hat ihm so richtig die Lust am Fremdsprachenlernen vergält, was eine Quälerei ... Und bei Bio war er auch heilfroh, das interessiert ihn nicht die Bohne. Dafür ist es sportlich #weissnicht.

    In der Klasse meiner Mittleren beschweren sich viele Eltern über den Mathe-, Bio- und Chemieunterricht, weil die Lehrkräfte die Inhalte so schlecht erklären und so hohe Anforderungen stellen. Über Musik oder Kunst habe ich da noch keine Beschwerden gehört.

    So unterschiedlich ist das.

    Natürlich muss Schulstoff aufeinander aufbauend vermittelt werden, in allen Fächern. Das ist meiner Meinung eben auch ein schulpolitisches Problem, dass in diesen Fächern gern gespart wird und später trotzdem Voraussetzungen angenommen werden.


    Ohnezahn : Für mich sind Zahlen extrem wichtig. Sogar in der Musik, da zähle ich auch alles. Ich würde schon sagen, dass Zahlen für mich das sind, was für andere Kunst ist.

    gerbera : Ich finde, man sollte die Frage auch andersherum stellen dürfen: Warum müssen gerade Sport, Musik und Kunst Spaß machen, alle anderen Fächer aber nicht? Warum setzt man die Erwartungen da so unterschiedlich? Es ist doch total cool, wenn Mathe Spaß macht oder Chemie. Aber da akzeptiert man "sinnloses Ausweniglernen" viel eher, als wenn es um Noten geht. Warum muss ich chemische Formeln lernen, aber Noten sind unzumutbar?


    In meinen Augen ist das so, weil wir die Fächer Sport, Kunst, Musik nicht als ebenso "wertvoll" ansehen im Rahmen der Allgemeinbildung, wie die anderen, "richtigen" Unterrichtsfächer. In diesen "Lückenfüllern" sollen die Kinder sich ausruhen können, nicht anstrengen müssen. Deswegen fallen sie auch viel schneller unter den Tisch. Sehr frustrierend für Kinder, die kein Mathe können, aber musisch begabt sind, z.B.

    Die neuen technischen Möglichkeiten ermöglichen ja durchaus einfach, z.B. mit einer Piano-App, Tonfolgen zu spielen oder mit einer Metronom-App, Rhythmusübungen zu unterstützen etc.

    Da braucht man ja noch nicht mal mehr ein "echtes" Instrument.


    Ohnezahn : Dann ist es doch gerade gut, in Musik sowas wie Noten-/Rhythmuslehre zu machen, denn das ist wie Mathematik richtig oder falsch :).

    Und ein Deutschaufsatz zu einem bestimmten Thema kann genauso breit interpretiert werden, wie ein Kunstwerk zu einem Thema #weissnicht.

    Möwe : Volle Zustimmung. Genauso wie die Begründung, dass Sport und Musik Spaß machen müssen, während diese Anforderung für andere Fächer nicht gestellt wird #weissnicht. Jede Lehrkraft sollte versuchen, die Kinder für die Inhalte des eigenen Fachs zu begeistern und das Fach möglichst praktisch, abwechslungsreich und lebensnah zu gestalten und flexibel auf die Interessen der Kinder im Rahmen des Lehrplans einzugehen. Das gilt in meinen Augen aber genauso z.B. für Naturwissenschaften oder den Deutschunterricht. Ist doch mindestens genauso häufig so, dass Kinder meinen, sie "können kein Mathe", weil es so trocken vermittelt wird oder die Lehrkraft die Inhalte nicht erklären kann.

    Und in vielen anderen Fächern fragt am Ende auch keiner, warum man bestimmte Dinge lernen muss, die man nie wieder im Leben braucht.

    Das ist einfach auch sehr unterschiedlich, wer was nochmal braucht und was nicht

    Ich bin so wahnsinnig froh, in einem Land zu einer Zeit zu leben, in dem ich so viel gelernt habe, was ich nie wieder brauchte.

    Das ermöglicht doch erst die Meinungsbildung, was man mag und machen will. Man könnte ja auch die Kinder in einen Beruf stecken und dann mit Learning by doing genau die relevanten fähigkeiten vermitteln.

    Ja, eben. Klar kann man über ganz viele Inhalte diskutieren und sicher ist auch vieles veraltet in den Lehrplänen und müsste durch aktuellere Themen. Aber warum nun gerade die genannten Musikthemen weniger wichtig sein sollen, als solche in anderen Fächern, erschließt sich mir auch nicht.

    Ich denke schon, dass man auch solche Themen, wie Notenlehre ansprechend aufbereitet gut vermitteln kann. Meine Kleine hat z.B. für den Musiktheorie-Unterricht in der Musikschule ein Heft "Musikdetektive", wo solche Themen sehr schön spielerisch vermittelt werden.

    Auch wer kein Instrument spielt - Musik ist doch Teil fast jeden Alltags, insofern finde ich Notenlesen oder Rhythmuslehre durchaus als Teil von Allgemeinbildung.


    Mein Sohn stöhnt übrigens momentan auch, weil er was über Gregorianische Choräle lernen muss und das völlig unnütz findet. Ich gebe ihm Recht, das ist auch nicht gerade geeignet, um Kindern Freude an der Musik zu vermitteln, genauso wie viele Kinder es hassen, vor anderen zu singen #weissnicht. Ich denke, es ist da einfach schwierig, es allen Recht zu machen.

    Und in vielen anderen Fächern fragt am Ende auch keiner, warum man bestimmte Dinge lernen muss, die man nie wieder im Leben braucht. Ich verstehe immer nicht, warum gerade in Musik und Sport da oft anderes erwartet wird, als in den anderen Fächern. Es gibt ja auch Kinder, die gerade da ihre Stärken haben und damit Misserfolge in anderen Fächern ausgleichen können.


    Ich glaube, da muss man eben auch dazu kommen, dass man nicht in allen Fächern gleich gut sein kann und das vieles auch abhängig davon ist, wie die Lehrkraft die Inhalte vermittelt, denn das entscheidet oft viel mehr, ob ein Thema "Spaß" macht, als die konkrete Aufgabenstellung.

    Ich denke, es ist sinnvoll mit dem Kind wirklich mal in Ruhe zu sprechen und seine "pain points" herauszufinden. Ist das Lesen wirklich plötzlich "schwierig" oder ist es eher "langweilig", weil die neuen Freunde viel coolere Sachen machen? Bei ersterem ist natürlich eine Augendiagnostik sinnvoll (ggf. auch erstmal unverbindlich beim Optiker einen groben Eindruck holen, falls Augenarzttermine zu lange hin sind).

    Und gemeinsam nochmal zu hinterfragen, woher der Leistungsabfall kommt. Einen Zusammenhang mit der ganz neuen Schulart wäre ja durchaus möglich, vielleicht passt die einfach vom Lernen her nicht zum Kind.

    Ja, eben. Deswegen macht es nicht viel Sinn, Kinder "früh" ins Bett zu schicken, damit sie ausreichend Schlaf bekommen, wenn sie noch gar nicht müde sind. Das erhöht nicht die Schlafenszeit.

    Wenn ich merke, der (lange) praktizierte Rhythmus funktioniert für mein Kind nicht mehr, es schläft nicht mehr ein, quengelt, ist unruhig etc. und ich genervt davon bin, dann ist es an der Zeit, diesen anzupassen, ggf. auch die Abendroutine für die Familie insgesamt. Das heißt ja nicht, dass das Kind plötzlich so lange aufbleiben sollte, wie es will. Aber statt z.B. 19:30 Uhr mit der Einschlafbegleitung zu beginnen, die sich dann meist bis 21:00 Uhr oder länger hinzieht, könnte man eben versuchen, das Kind noch bis 20:00 Uhr ruhig spielen zu lassen und dann z.B. noch 1/2 h im Bett vorlesen, bevor das Licht ausgeht. Dann schläft es vielleicht auch erst 21:00 Uhr, es war aber deutlich entspannter für alle.


    Gerade im Vorschulalter, wenn die Kinder evtl. noch früh länger schlafen können, aber der Schlafbedarf abnimmt, ist das nicht so selten. Manchmal muss man dann aber auch zu Schulbeginn wieder auf früheres ins-Bett-gehen wechseln, weil der Schulalltag wesentlich fordernder für die Kinder ist, oft früher beginnt und es weniger ruhige Phasen über den Tag gibt.