Beiträge von Freda

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    Falls die Blutwerte in Richtung Zöliakie deuten bzw. die Beschwerden anhalten, würde ich Euch raten, einen Termin bei einem Kindergastroenterologen auszumachen.

    Hier gibt es eine Übersicht über Spezialisten dafür: https://www.gpge.eu/

    Vielleicht kann man ja auch als Thema den aktuellen Medizin-Nobelpreis anschauen, also die Bedeutung des Berührungssinns, die Historie der Forschung dazu und warum die Forscher für ihre neuen Erkenntnisse ausgezeichnet wurden.

    Wie traumhaft #love.

    Da ist man mal 2 Tage nicht da und dann das #hmpf.


    Ich denke an alle, die mit diesen Auseinandersetzungen überhaupt nichts zu tun haben und für aktuell schwierige Situationen hier einen virtuellen Hafen haben, um ihre Sorgen teilen zu können, der nun für eine Woche fehlt.

    Das kann dann sehr lang und schmerzhaft sein #knuddel.

    Ich finde die Entscheidung sehr schade!

    Betje : 6 Jahre ist tatsächlich relativ früh, aber mit einem mutigen, kletterbegeisterten Kind gehen sehr einfache Steige durchaus schon, da sollte man aber wirklich mit Schwierigkeit max. B anfangen.

    Kinder brauchen auch ein entsprechendes Kinder-Klettersteigset, das auch bei geringem Gewicht auslöst und ggf. sollte man ein Sicherungsseil dabei haben.

    Es gibt teilweise extra Übungsklettersteige, die für Kinder/Einsteiger gemacht sind. Ich habe das z.B. am Erlebnisberg Golm (Vorarlberg) gesehen, dass da eine Einsteigerroute ist.

    Ganz gut gehen mit Kindern auch Klettersteige am Wasserfall, also wo es nicht so sichtbar steil hinuntergeht. Da sind wir dieses Jahr z.B. diesen hier geklettert (meine Jüngste war 9): https://www.montafon.at/de/Mei…g-Roebischlucht_bba_71616 . Den hier habe ich mit meiner Mittleren mit 8 Jahren gemacht: https://www.oetztal.at/freizei…ersteige/stuibenfall.html .

    Aber wie gesagt, das geht schon in Richtung C.

    In Papier einschlagen ist zumindest ist den unteren Klassen verboten. "Weil die Kinder sonst nicht wissen welches Buch sie brauchen, wir zeigen vorne ja immer die Bücher welche sie rausholen sollen".

    Was für mich eigentlich nur für Erst- und Zweitklässler ein Argument ist. Wenn ich bei meinem Drittklässler draufschreib "Mathebuch" und in Deutsch "Lesebuch" , Deutschbuch und "Wörterbuch" (oder "Mimi", "Lesefreude" und "Rechtschreiben" o.ä.), dann kapiert der das genauso.

    Wir haben dieses Jahr ne komplett neue Lehrkraft, mal schauen ob man mit der verhandeln kann. An unsrer SChule gibts zumindest eine Lehrkraft, die extrem öko ist, bei der käme man mit so nem Wunsch bestimmt durch. Beim Rest eher nicht. Schauen wir mal wie der oder die neue ist.


    So ein Quatsch. Die meisten Kinder sind durchaus in der Lage ihre Bücher zu unterscheiden #hammer.Wir schlagen seit Jahren in Papier ein und es gab noch nie Beschwerden.

    Wir schlagen unsere Bücher nach dieser Anleitung ein, seit Jahren aus Kalenderblättern, die wir übers Jahr sammeln. Meine Kinder lieben ihre individuellen Umschläge. Die nutzen sie teilweise auch mehrere Jahre, denn die Bücher sind im Format ja meist gleich.


    Hier bekommen die Kinder alle Schulbücher von der Schule ausgeliehen, teilweise sind die seit 10 Jahren im Umlauf. Das ist sehr praktisch.

    Ich hoffe allerdings, dass sich irgendwann digitale Schulbücher durchsetzen und dann das Schulbuchgeschleppe aufhört und endlich auch aktuellste Inhalte in den Schulbüchern präsent sind.

    Im Title steht "Was würdet Ihr Euren Kindern unbedingt beibringen?" - also UNBEDINGT - ohne Bedingung.


    Ich habe aber das aufgeschrieben, was mir so eingefallen ist, was ich für meine Kinder wissens- bzw. könnenswert fände. Ich denke, bei den meisten, die sich hier beteiligt haben an der Ideensammlung, war das ähnlich. Die Vielzahl und Breite der genannten Themen, die wirklich viele gute Ansätze bieten, zeigt ja auch, dass es überhaupt nicht möglich ist, sich mit allem eingehend zu beschäftigen.


    Deswegen verwundert mich auch, warum ich wieder so angegangen wurde beim Thema Bewegung. In jeder Familie sieht die Prioritätenliste, mit welchen Schwerpunkten man in der Familie das gemeinsame Leben gestaltet anders. Bei uns hat das Thema Bewegung schon immer einen recht hohen Stellenwert. Dafür gibt es sicher andere Themen, bei denen wir wenig konsequent und "vorbildlich" sind. Das ist ja auch gar nicht schlimm, wäre ja langweilig, wenn alle das gleiche könnten oder die Interessen sehr einseitig wären.

    Aber natürlich bin ich - sind sicher alle Eltern - in gewisser Weise voreingenommen und vermitteln Werte, Wissen und Können v.a. in den Bereichen, die sie selbst aus irgendeinem Grund verinnerlicht haben. Und manchmal ist es nicht leicht, über den eigenen Schatten zu springen und für die Kinder den Angebotsfächer viel breiter zu gestalten und eigene Vorstellungen darüber, was das Kind doch interessieren/können sollte, über Bord zu werfen.

    Da sind Kinder, die einen sehr starken Willen haben ein guter Lehrmeister. Je älter sie werden, desto besser kann man sich mit ihnen auch darüber austauschen, was dahinter steht und damit auch den eigenen Horizont erweitern.


    Mein Mann und ich haben unsere Kindheit/Jugend auch mit einem speziellen Hobby verbracht (übrigens ein eher "unbewegtes") und verbinden damit sehr viele gute Erinnerungen und haben immer noch viele Freundschaften, die daher rühren. Keines unserer Kinder interessiert sich auch nur im Geringsten für diese Sache. Und das ist auch gut so. So können sie ganz unbelastet eigene Hobbies entwickeln und haben nicht die Eltern dahinter, die an dieser Stelle mit "Expertenwissen" glänzen könnten. Im Gegenteil, da lernen wir von ihnen. Und es sieht auch so aus, als ob sie sich beruflich für ganz andere Bereiche interessieren werden, als wir Eltern. Ich finde das schön zu beobachten.

    Das hast Du sehr schön geschrieben, Daroan #love. Es ist schon beeindruckend, wie viel Persönlichkeit so ein kleines Wesen mitbringt. So richtig einschätzen kann man das v.a. wenn man charakterlich sehr verschiedene Kinder hat, die trotzdem sie im gleichen Haushalt mit ähnlichen Voraussetzungen aufwachsen, sich ganz unterschiedlich entwickeln.


    Um hier wieder den Bogen zur Ausgangsfrage zu schlagen: daher ist diese Frage "Was würdet Ihr Euren Kindern unbedingt beibringen?" ja schon "falsch" gestellt. Denn wenn wir festgestellt haben, dass Kinder oft genau wissen was sie wollen und was nicht, dann kann ich nur ein Angebot machen und das mehr oder weniger intensiv dem Kind offerieren. Und muss auch akzeptieren, wenn es sagt: Nein, interessiert mich nicht, will ich nicht.


    Ich habe das Problem auch bei meiner Kleinen (kommt jetzt in die 4. Klasse), die nicht gut liest, also immer noch sehr oberflächlich und oft einfach falsch. Ich habe da echt Sorge, dass sich das negativ in den verschiedensten Bereichen auswirkt.

    Hier kam ja auch der Punkt "anstrengungsfreies Lesen" - ja, das wüsste ich gerne und würde es ihr gerne ermöglichen. Aber es ist schon oft eher in Kampf/Krampf ausgeartet, wenn wir z.B. mit regelmäßigen Lesezeiten da versucht haben, mehr Routine zu bekommen #weissnicht. Im Moment habe ich das erstmal auf Eis gelegt und versuche zumindest, ihr regelmäßig vorzulesen.

    Mein Sohn überragt mich um einen Kopf und wenn er, der Leistungssport macht, mich umarmt und festhält, muss ich betteln, dass er mich bitte wieder loslässt.

    Ich bin ihm körperlich weit unterlegen, schon seit mind. 2 Jahren. Wenn er etwas nicht will, was ich ihm sage, dann macht er das auch nicht.

    Ab einem gewissen Alter hilft wirklich nur, dass ich versuche, ihn verbal zu erreichen. Ansonsten muss er eben mit den Konsequenzen seiner Entscheidungen zurecht kommen. Und ich muss für mich einen Weg finden, damit umzugehen.


    Dass Vorleben nicht unbedingt den gewünschten Effekt hat und auch zur Anti-Haltung führen kann, haben wir bei ihm in gewissen Bereichen auch. Ein Beispiel ist das Lesen/Bücher. Ich habe ihm lange regelmäßig vorgelesen und da hat er auch immer gerne zugehört. Aber mittlerweile hasst er alles, was mit Büchern zu tun hat #weissnicht. Joa, mit Faust ist er trotzdem irgendwie zurecht gekommen letztes Jahr. Und ansonsten ist er eben eher der audiovisuelle Lerntyp.

    Ich weiß, dass es Themen gibt, bei denen man einem unkooperativen Kind nicht beikommt. Wenn ein großes Kind zu bestimmten Dingen einfach "Nein" sagt und da ganz sicher in seiner Haltung ist, dann machst Du als Eltern nix. Wir haben das bei unserem großen Sohn in anderen Themen. Da könnte man noch so viel belohnen oder drohen oder strafen oder mit Engelszungen reden oder ... bringt alles nix.


    Ich glaube es gibt nur zwei Wege, wie man da gegensteuern kann:

    - vorbeugend, indem schon in jungen Jahren bestimmte Routinen/Rituale/Interessen konsequent etabliert werden, so dass sie einfach selbstverständlich sind, wenn es in Richtung Pubertät geht. Dabei konsequent selbst vorleben, was man auch vom Kind gerne erwarten würde. Ist natürlich auch kein Garant, aber zumindest einen Versuch wert.

    - später dann die eigenen Grenzen zu wahren suchen bei strittigen Themen und darauf warten, dass irgendwann die Argumente in Einsicht münden und das Kind seinen eigenen gesunden/verträglichen Weg findet, sodass man hoffentlich einigermaßen versöhnt damit sein kann oder einen Kompromiss findet. Das ist schon teilweise echt schwer auszuhalten.

    Bei kleinen Kindern, die nicht mitkommen, rede und erkläre ich, warum es eben jetzt so sein muss. Wenn es trotzdem nicht mitkommt, nehme ich es an die Hand oder auf den Arm oder biete ein Spiel an oder ... warte.

    Wenn die Kinder einigermaßen gerne in der Schule sind, dann werden sie sich auch dorthin bewegen, ansonsten liegt das Problem woanders. Dann muss ich die entsprechende Baustelle klären.

    Wenn es draußen nicht mit den anderen Kindern spielen will und sitzen bleibt und zuschaut, ist es auch in Ordnung. Wenn die Kinder sich einigermaßen leiden können, dann spielen sie auch irgendwann mit.


    Insgesamt denke ich, dass da viel Gewohnheit dabei ist. Wenn das Kind von klein auf bestimmte Abläufe gewöhnt sind.

    Wenn ein Kind immer zur Schule gefahren wird und ich erkläre ihm dann plötzlich: Ab heute gehst Du zu Fuß, weil das gesund ist! - Dann wird das Kind nicht begeistert sein.

    Geht ein Kind immer zu Fuß zur Schule, ist es relativ unwahrscheinlich, dass es sich eines Tages hinstellt und sagt: Ab heute will ich gefahren werden, ich habe keine Lust mehr zu laufen.

    Ich persönlich verknüpfe mittlerweile auch sehr oft das Angenehme mit dem Nützlichen, indem ich beim Spazierengehen/Walken Podcasts höre. Also z.B. "Eine Stunde History" = eine Stunde Spaziergang im Wald (na gut, nicht ganz, nur eine Dreiviertelstunde).

    Da kann ich derweil meinen Blick schweifen lassen und meinen Gliedern Bewegung verschaffen und lernen dabei auch noch eine Menge interessante Sachen.

    Wenn ich mit dem Kindergartenkind in den Kindergarten gehen wollte, bin ich aus der Haustür gegangen und losgelaufen/gefahren. Und ja, dann ist es mitgekommen.

    Ich habe meine Kinder nie zur Schule gefahren. Den Weg müssen sie selbst zurücklegen. Das haben sie ehrlich gesagt nie infrage gestellt, dass sie sich dahin bewegen müssen, wie auch immer.

    Wir haben hier einen Innenhof mit vielen Kindern, da habe ich gesagt, dass jetzt rausgegangen wird und ihnen beim Anziehen geholfen und dann waren sie draußen und haben normalerweise mit den anderen Kindern gespielt.


    Mit mir wollen meine Kinder sich übrigens schon lange nicht mehr bewegen, das ist ihnen zu langweilig. Aber ich fordere sie immer noch täglich auf, mal nach draußen zu gehen (wobei sie das nicht mehr immer machen, aber zumeist).

    Man muss das nicht nutzen, um "tolle Eltern" zu sein. Man kann auch die Kinder einfach so mit raus nehmen aufs Feld/in den Wald, an den See, auf den Spielplatz etc. oder eben Standard-Wege (z.B. zum Kindergarten, zum Einkaufen) entsprechend erledigen. Das hatte dann nichts mit "aufschwatzen" zu tun, sondern mit notwendigem Alltag (aber ja, ich habe durchaus auch oft Diskussionen geführt, warum wir jetzt nicht Auto/ÖPNV fahren).


    Und bei 16-jährigen würde ich wirklich das Thema Zusammenhang von Körper und Geist aufgreifen und dazu recherchieren, was es mit dem Körper macht, wenn er zu wenig/zu einseitig genutzt wird.

    Gerade gestern habe ich gelesen, dass seit Corona immer mehr Kinder Probleme mit den Augen bekommen. Auch das ist ein Thema, was eindeutig damit zusammenhängt, dass die Belastung der Augen zu einseitig ist.

    Da würde ich dann darauf hoffen, dass irgendwann die Selbsterkenntnis kommt, dass es eine gute Idee ist, den Körper auch regelmäßig in irgendeiner Art zu bewegen.

    Schulsport finde ich dämlich. Immernoch. Ich schwärme immernoch von dem Sportunterricht an unserer GS in der Bretagne: es gab Yoga, Judo, schwimmen, reiten, segeln, kayaken, mittelalterlicher Tanz, Jonglieren/ Teller drehen. Alles unbenotet. Viele Vereine boten da Unterricht an und die Kinder absolvierten dann 8-12 Wochen eine Einheit. Es war so vielfältig, dass es für jeden etwas gab.

    Das klingt traumhaft, so sollte es sein.

    Sport ist kein Muss, aber Bewegung. Und gerade wenn Kinder keinen extra Schulweg haben und auch sonst bewegungsmuffelig sind, dann sollte man da schon den Blick drauf lenken. Das gehört für mich auch in den Bereich Selbstwahrnehmung und Selbstfürsorge. Es ist dann eine Aufgabe zu überlegen, welche Art von Bewegung passt für mich in meinen Tagesablauf und macht mir Spaß. Kann ich mich allein motivieren oder brauche ich andere? Ist ein Spaziergang im Wald für Körper und Geist erholsam oder lieber eine Runde Fahrrad- oder Inlinerfahren? Oder doch eher vor dem Bildschirm? Ein Workout oder Yoga? etc. Auch in der Gruppe gibt es ja total unterschiedliche Angebote, auch Dinge wie Parcours, Orientierungslauf, Selbstverteidigung etc.

    Der Vorteil den Schulsport bringen sollte, is, dass die Kinder und Jugendlichen verschiedene Sportarten unter Anleitung kennenlernen können. Gerade für jüngere Kinder gibt es an manchen Orten ähnlich wie beim Musikinstrumentenkarussell auch das Sportartenkarussell.


    Die wissenschaftlich belegten Zusammenhänge zwischen körperlicher und mentaler Leistungsfähigkeit wären auch ein interessantes Recherchegebiet, das da vielleicht Motivation bringen könnte.

    Das Thema Selbstwahrnehmung und Verstehen des eigenen Ichs finde ich auch sehr zentral. Dazu Themen wie Selbstfürsorge und das Ziehen von Grenzen.

    Das geht los mit der Betrachtung und des Kennenlernens des eigenen Körpers, wie er funktioniert, welche Stärken und welche Einschränkungen er hat. Was bekommt mir gut, was nicht so gut? Wie funktioniert der Zyklus (bei der Frau)? Wo sind meine Grenzen? Wie lerne ich? Wie viel Schlaf tut mir gut? Welche Lebensmittel/Ernährungsform ist gut für mich? Wie merke ich, wenn mir etwas zu viel wird? Kann ich "Nein" sagen? Wie kommuniziere ich? Kann ich mich anderen Menschen verständlich machen? Wie gehe ich Freundschaften ein, was ist mir da wichtig? ....