Beiträge von Ebun

    Wir wohnen auch in Niedersachsen und ich kenne auch keine Basisstufe. Oder ist damit eine offene Eingangsstufe (also 1./2. Klasse zusammen) gemeint?

    Basisstufe sind die Klassen 5 und 6 in der KGS, da werden alle ungefähr nach Empfehlung vorsortiert unterrichtet, wobei aber auf vorher erfragte Freundschaftsgruppen Rücksicht genommen wird. In Englisch und Mathe findet differenzierter Unterricht statt in G-Gruppen (Grundwissen) und Z-Gruppen (Zusatzqualifikation für besonders begabte Kinder).


    In der 6. Klasse wird dann per Konferenz festgelegt, welchen Schulzweig das Kind ab der 7. schlussendlich besuchen wird, die Eltern haben dann keinen Einfluss mehr auf die Entscheidung. Immerhin soll G9 ab nächstem Jahr wieder gelten. Bei G8 müssen Kinder, die aus dem Realschulzweig in den Gymnasialzweig wechseln wollten die 10. Klasse noch einmal wiederholen, um auf den gleichen Anforderungsstand zu kommen, dadurch war man auch 13 Jahre in der Schule bis zum Abi. Bei G9 wird das wieder abgeschafft und man fruckelt sich in der 11. Klasse wieder ein. Bei uns war das damals auch so die Orientierungsphase, in der man noch mal Kurse hin und her schob und sich dann erst auf die festen Prüfungsfächer festlegte.


    Ich ging auch noch auf die OS (Orientierungsstufe) und fand das sehr gut. Dieses alle Kinder in einen Topf werfen jetzt mit den KGS finde ich genauso problematisch, wie als wenn es nur spezifische weiterführende Schulen gäbe. Ich wäre sehr dafür, dass Schulbezirke aufgelöst werden und die Eltern/Schüler die freie Wahl bekämen, welche Schule sie besuchen wollen. Das würde den Wettbewerb beleben und mMn an einigen Schulen für eine enorme Leistungsverbesserung sorgen, was die Unterrichtsqualität angeht.


    In der 1./2. Klasse wird an unserer Grundschule die Eingangsstufe gepflegt, da werden ca. 10 I-Dötzchen und 10 Kinder der 2. Lernstufe gemeinsam unterrichtet. Beide profitieren sehr davon, aber hier auch nur, weil das System schon seit vielen Jahren läuft und die Binnendifferenzierung wirklich klappt. Ansonsten wäre Hasi zum Beispiel gnadenlos in der 1. Lernstufe versackt. So wechselte er Leistungsgemäß schon nach 1 Woche in die 2. Lernstufe. Wer mehr Zeit braucht, hat 3 Jahre Gelegenheit das Klassenziel zu erreichen. Das gibt es auch immer mal wieder. Dieses Lernprinzip und sein guter Ruf waren Grund genug unsere Haussuche nicht nur auf Preis und Größe der Immobilie auszurichten :D


    Der Spruch ist geklaut, den las ich neulich schon bei facebook. Und ich finde, dass er der Wahrnehmung der Kinder nicht gerecht wird.

    Moin :)


    hier 2015 Einschulung zum 3. Mal. Wir sind also schon sowas wie alte Hasen :D


    Sprachstandserhebung war schon, Schuleingangsuntersuchung wird irgendwann Richtung Ostern sein. Der Knödel hat Glück und ist ein Kann-Kind, da hab ich also überhaupt keinen Blutdruck. Bei Hasi war es gefühlt schwierig, weil er mit Ende August ein Muss-Kind war und emotional noch ein Jahr KiGa gut gewesen wäre, kognitiv wäre er da aber versumpft. Er hat stattdessen nach ner knappen Woche von den I-Dötzchen zur 2. Lernstufe gewechselt und ist zusammen mit seiner 2 Jahre älteren Schwester, die Kann-Kind war, in der 4. Klasse. Wenn der Knödel zur Grundschule kommt, tritt er also mit ihr zusammen auf die weiterführende Schule über.


    Zur KGS hier im Ort gab es Mittwoch einen Infoabend. Selbstbeweihräucherung vom Feinsten, aber naja. Klappern gehört zum Handwerk ;) Die Schülerzahlen lassen mich mächtig schaudern, deshalb erwäge ich ggf. den Kampf um Besuch einer Schule im Nachbarbezirk aufzunehmen. Ob ich das dann für seine Schwester auch durch bekäme ist allerdings fraglich, weil sie nicht diagnostiziert ist, von seiner Unterstützung durch die Schulbegleitung aber auch profitiert. Ich grüble noch.


    Die Schultüte sieht traumhaft schön aus. Aber 67€? 8I Lohnt sich das echt? Die Schultüten bastelte ich selbst und sie waren am Einschulungstag kurz auf dem Arm, dann wurden sie in einem Ständer in der Aula aufbewahrt bis zum Ende der Feierlichkeiten, dann kam sie mit heim, wurde aufgemacht und geplündert und am 2. richtigen Schultag kam sie noch mal kurz aufs Foto. Ende.


    Macht ihr eigentlich für die übertretenden Kinder auch ein kleines Schultütchen? Ich glaub, ich mach das einfach. Ist ja schon ein besonderer Schritt noch mal. Wenngleich hier die Basisstufe wieder eingeführt wurde und sie erst zur 7. Klasse endgültig in die verschiedenen Schulzweige sortiert werden.


    Dann gehen ab nächstem Jahr alle meine Mäuse in die Schule *schnief* Wo ist nur die Zeit geblieben?

    Hallo Elchkuh


    Meine Freundin hat das versucht und wurde bitter enttäuscht. Du musst so eine richtige "Klinkenputzernatur" haben, sonst wird das nichts. Und einen rieeeesigen Bekanntenkreis, denn sonst bekommst du nicht genug Leute für die Vorführungen zusammen. Natürlich sollten es recht solvente Bekannte sein, damit du genug davon umsetzt und nicht nur viele Leute nett bekochst.


    Mit etwas Glück kannst du aber von einer Beraterin ein erarbeitetes Modell günstiger abkaufen. So hat das eine andere liebe Freundin dann gemacht. Zu Ihrem Glück kam noch geschenktes Geld von ihren Eltern dazu (zu Weihnachten). Im Endeffekt hat sie nur einen Drittel des Preises selbst zahlen müssen.

    Wer Kinder hat, die gern Jürgen von der Lippe hören, hat immer was zu lachen :D Da gibt es so eine tolle Story mit Aggressionsabfuhr im Supermarkt. Harzer Roller von unten in einen Nikolaus einarbeiten. Oder Tampons in die Tiefkühltruhe legen. Derart inspiriert findet man hier dann so etwas:



    #lol

    Also als unsere langjährigen Nachbarn wegzogen, haben die nicht UNS etwas geschenkt, sondern WIR haben eine Abschiedsüberraschung organisiert. Wir haben alle zusammengelegt und für den neuen Garten einen Pflanzgutschein beim örtlichen Gartencenter geholt. So denken sie immer an uns, wenn sie es grünen und blühen sehen :)


    Ich würde an eurer Stelle vielleicht ein paar hübsche flache Kiesel sammeln, schön farbenfroh grundieren, mit schwarz "Danke" draufschreiben und mit Klarlack übersprühen. Dazu eine einzelne Rose, oder ein Kärtchen mit einem kleinen Abschiedsgruß.


    Alles Gute im neuen Zuhause, wenn ihr dann umgezogen seid ^^

    Auch von mir einen mitfühlenden Knuddler #knuddel Kaum zu glauben, daß aus der süßen Maus solche Kraftausdrücke kommen... 8o


    Ich habe auch so ein "Sehr"-Kind und schon bald war eine klare Ansage nötig. Hier gilt:
    - es wird NIEMAND persönlich beleidigt. Man kann gern eine Sache doof finden, aber Personen werden nicht so betitelt. Kräftiger und unter der Gürtellinie schon gleich gar nicht.
    - es wird im Ärger nichts absichtlich beschädigt/zerstört
    - es wird niemand geschlagen/verletzt


    Inzwischen habe ich Fransen am Mund vom immerwiederkehrenden Wiederholen dieser Regeln im Ärger. Aber es ist deutlich besser geworden und mittlerweile kann er sich auch oft schon selbst besser regulieren. Wenn die Gelegenheit günstig war, habe ich auch immer versucht ihn gedanklich in die Position des anderen zu bringen, das hat für mehr Verständnis gesorgt. Er selbst möchte so ja auch nicht behandelt werden.


    Das klingt so nett und klöterisch, geht aber oft genug in recht hoher Lautstärke mit einem schlichten "RAUS!", einfach weil man sonst nicht zu ihm durchdringt. Wenn er sich dann abgeregt hat und das attakierte Kind inzwischen von mir getröstet wurde, können wir besser drüber reden.


    Laut zählen kommt hier auch immer mal vor. Aber gar nicht, um mit einer fürchterlichen Sanktion zu drohen (wie ich das aus meiner Kinderzeit kenne), sondern mehr für mich, um mein Tempo an die Reaktionszeit der Kinder anzupassen. Ich zähle dann 1, 2, letzte Chance, vorbei! Wenn dann das angesagte Irgendwas nicht passiert ist, nehme ich noch mal auch körperlichen Kontakt auf (an der Schulter berühren, am Oberarm anfassen, etc) und wiederhole auf Augenhöhe, was ich jetzt erwarte.


    Ich habe auch schon mal bei fiesen und anhaltenden körperlichen Atacken gegen mich gesagt, daß ich das nicht länger dulde und ich mich beim nächsten absichtlichen Schlag wehren werde. Dem voraus gingen mehrere Ansagen die Schläge/Tritte zu lassen und weg zu gehen, wenn´s ihm nicht passt, und das Angebot einer Alternative (Kissen schmeißen, auf dem Sofa aushüpfen, im eigenen Zimmer Schimpfworte brüllen). Es ist ein einziges Mal so weit gekommen, daß ich den Fuß auf dem Weg zu meinem Schienbein dann fest gehalten habe, so daß er überraschend auf den Po plumpste. Seitdem ist das nicht wieder vorgekommen.


    Die Aussicht auf andere Kinder, die sich das nicht so gefallen lassen würden und womöglich empfindlich zurückschlagen könnten, hat bisher auch noch immer genügend abgeschreckt.


    In so einer Situation gehe ich als Attakierte übrigens nicht aus dem Zimmer. Da bin ich stur, denn das ist mein Haus und hier gelten gewisse Familienregeln, um das Zusammenleben für alle angenehm zu machen. Wem das nicht passt, der kann gern raus gehen. Aber ich lasse mich nicht durch schlechtes Benehmen vertreiben.


    Ich habe gute Hoffnung, daß das hier so friedlich bleibt, wie es in den letzten 2 Jahren wurde. Klar, gibt es immer mal kleine Ausreißer. Aber die Kinder erinnern sich nun auch gegenseitig an die Regeln. Besonders "keine Beleidigungen!" hört man dann gleich.


    Ich wünsche dir gute Nerven. Und Gelegenheit Ruhe und Kraft zu tanken, um diese Phase besser aushalten zu können. #liebdrück

    Ich arbeite seit fast genau 10 Jahren so und bin damit sehr glücklich.


    - Über einen VPN-Client wähle ich mich auf den Server ein, so kann ich auf alle arbeitsrelevanten Programme zugreifen, ohne die lokal speichern und installieren zu müssen.
    - Datenschutz ist gewährleistet, weil ich alles auf dem Server speichere und nicht lokal, und der Zugang passwortgeschützt ist.
    - Ich bin über ein Diensthandy erreichbar, die Nummer wird auch in der Signatur bei Emails geführt.
    - Ich führe einen genauen Zeitnachweis und es finden alle 2-3 Wochen Telefonkonferenzen statt, an denen ich teilnehme.
    - Ich bin grundsätzlich erreichbar in der Zeit, in der alle Kinder außer Haus sind, habe aber die Freiheit wichtige Termine für mich privat auch in die Zeit zu legen, das ist sehr angenehm. (Es gibt aber auch sehr wenig "Kundentelefonate" und es lässt sich fast alles tageszeitunabhängig per Mail klären)
    - Ich kann mir meine Zeit frei einteilen und auch in den ruhigen Abendstunden noch ordentlich was wegschaffen, hauptsache, ich halte die Deadlines ein.
    - Ich habe keine langen Anfahrtswege und spare Unmengen an Benzin.
    - Es gibt keine störenden Umgebungsgeräusche.
    - Es gibt keine Kleidervorschriften. Wenn mir danach ist, kann ich auch frisch geduscht im Bademantel arbeiten und mich erst später aufhübschen ;)


    Nachteil: die Arbeit ist einem ständig vor Augen und an schlechten Tagen braucht es einen Haufen Disziplin und Selbstbeherrschung nicht zu prokrastinieren.


    Mein absolutes Plus ist: mein Chef. Er hat großes Vertrauen in mich und schätzt meine Arbeit sehr. Ich hoffe, wir werden noch laaaaange so toll zusammenarbeiten.

    Hallo Dane,


    ich kenne dieses Problem von Hasi auch. Du hast mein vollstes Mitgefühl #knuddel


    ich machs weg (oder jeder andere ders sieht) und mache sie vorsichtig drauf aufmerksam das narchste mal gruendlicher zu schauen


    Und meinem 8 jaehrigen staendig zu vermitteln du stinkst, du machsz es falsch, mach es anders, putz es weg..


    ja das finde ich erniedrigend

    Äh, 'tschuldigung, aber was genau ist erniedrigend daran jemandem den kausalen Zusammenhang zwischen urinbeschmutzter Wäsche und dadurch verursachtem Geruch zu erklären? Wo hast du gelesen, daß Dane ihren Sohn mit "du stinkst!" oder ähnlichem beleidigen würde?


    Du solltest eher mal auf die Suche nach dem Problem gehen.


    Versuche rauszufinden woran es genau scheitert und versucht gemeinsam daran zu "arbeiten".

    Das hat sie doch? #gruebel


    Also mal ehrlich: wenn hin und wieder etwas daneben geht - jaaaa, da wischt man das weg, wenn auch mit wenig Begeisterung. Aber Dane hat doch beschrieben, daß alles nach möglichen Ursachen fragen, erklären und sogar zeigen rein garnichts geholfen hat. Und sie hat diesen Thread doch gestartet, weil ihr nichts weiter eingefallen ist. Ist es ihr da zu verdenken, daß ihr beim xten Mal in Folge schlicht die Hutschnur platzte? Soweit ich weiß ist sie alleinerziehend und hat nicht allzu viel Unterstützung, da ist das Nervenkostüm vielleicht auch mal nicht so gut, wie es wünschenswert wäre. Den Menschen möcht ich erleben, der quasi Buddha, den Dalai Lama und Mutter Thereza in sich vereint und nie ausflippt...



    Laß dich mal drücken, Dane. Und was das vor dem Klo stehen und pieseln angeht kann ich von Hasi berichten, daß das dann erst recht Ekelkram gab. Am besten hilft hier mit dem Po möglichst weit nach hinten rutschen, notfalls mit Hilfe eines kleinen Hockers. Aber den habt ihr ja auch schon in Gebrauch.

    Was ist dann mein icsi-Kind erst? 8o


    Jaja, meine Kosmetikerin hat auch erst behauptet, dass meine Tochter - das würde sie auf den ersten Blick erkennen - ein Kristallkind ist. Aufgrund der künstlichen Befruchtung würde sie zum ersten mal auf der Welt sein, kein Karma zu erfüllen haben - und ihren Lebensabend auf einem fernen Planeten verbringen. Das ist übrigens kein Witz, das hat sie wirklich so von sich gegeben....

    Ha! Das ist ja dann sogar irgendwie positiv für meine Tochter (die auch ein ICSI-Baby war). Karma stelle ich mir ja so ähnlich wie eine Leinwand vor. Sie wurde im Laufe des Lebens bemalt. Und mit jedem neuen Lebenszyklus soll versucht werden, das entstandene Bild zu vervollkommnen. Sie hätte dann also eine völlig weiße Leinwand vor sich. Das ist doch toll!


    Der ferne Planet ist dann ja womöglich der, auf dem ich lebe. Wird doch immer wieder behauptet, Autisten lebten in ihrer eigenen Welt. Vielleicht kommt sie mich da mal besuchen ;)

    Bei uns im Ort gibt es seit einem Dreivierteljahr einen Generationenverein, der Hilfe in allen möglichen Lebenslagen anbietet. Das läuft ehrenamtlich, die Mitwirkenden sind über den e.V. versichert und finanzieren tut er sich aus Spenden und freiwilligen Mitgliedsbeiträgen.


    Wir waren hier sozusagen die Aufhänger-Familie. Hasi muß jeden Dienstag zur Therapie etwa 1 Stunde Fahrzeit von hier. Der Termin dauert 2 Stunden, dann 1 Stunde zurück juckeln. Das Wartezimmer dort ist sehr klein, spartanisch eingerichtet und es gibt keinen Spielplatz/Park oder sonstwas alternativ, um die Zeit dort zu überbrücken. Mausi und Knödel hätten also 4 extrem langweilige Stunden begleitend verbringen müssen.


    1x im Monat fährt nun jemand vom Generationenverein kostenlos mit einem Bulli das Hasi dort hin. Und an den übrigen Dienstagen, wenn ich ihn selbst fahre, kommt eine liebe Omi und beschäftigt sich mit Mausi und Knödel.


    Anfangs war das sehr komisch für mich. Ich hatte ein gefühltes Problem damit, daß ich nichts dafür zurück geben konnte, obwohl diese Unterstützung mich sehr, sehr entlastet. Aber diese Bedenken wurden bald zerstreut. Die Omi sagt, sie hatte zuvor oft schon mal das Gefühl echt einzurosten, weil sie hauptsächlich von alten Menschen umgeben war (als Podologin in einem Altersheim). Und daß sie jetzt sehr dankbar ist zumindest tageweise wieder "das pralle Leben" genießen zu dürfen. Sie wünscht sich viel mehr alte Menschen, die statt nem Gehwägelchen vielleicht lieber einen Kinderwagen ne Runde durch die Siedlung schieben, oder ihr Wissen weiter geben. Die mit den Kindern Vogelhäuschen bauen oder zeigen, wie man schnitzt. All sowas eben. Und sie sagt, daß sie jetzt den still mit der Zeitung auf der Couch sitzenden Mann daheim mit ganz anderen Augen sehen kann, wenn sie einen trubeligen Nachmittag mit meinen Mäusen verbracht hat (und die sind wirklich friedlich und "lieb", aber wenn man das nicht gewohnt ist, ist es eben auch eine Herausforderung).


    Auch fand ich zu Beginn, daß sie sich fast schon zu viel versucht einzubringen, aber die Kinder haben sie von Anfang an ins Herz geschlossen, so wartete ich erst mal ab. Und nun mögen wir uns wirklich sehr und ich kann ihre Energie schätzen und nicht mehr als latente Bedrohung sehen (mein Beschützerinstinkt und das Gefühl immer alles im Griff haben zu müssen waren vorher arg groß).


    Sie hat auch schon außer der Reihe mal abends hier eingehütet, ebenfalls kostenlos. Ich habe immer mal wieder das Bedürfnis mich trotzdem auch anders bei ihr zu bedanken, aber etwas anderes als einen lieben Drücker und ein "Danke!" läßt sie kaum gelten. Selbst gemachtes Müsli, oder ein Glas eingekochte Marmelade waren da schon das höchste der Gefühle ;)


    Und so genieße ich es immer mehr und nehme dankbar an, was uns da geschenkt wird. Sie hat selbst zwar 2 erwachsene Söhne, aber keine eigenen Enkelkinder. Ich glaube ihr, daß sie die Zeit mit den Mäusen tatsächlich als Lohn genug für ihre Hilfe sieht. Für uns ist dieses Arrangement auf beiden Seiten ein großer Gewinn.

    Ich habe eine halbe Stelle und arbeite im Homeoffice. Dadurch hänge ich gefühlt ständig vor der Arbeit rum. Dabei würde es mir mit nem Minijob reichen, um etwas Geld für Luxusausgaben zu haben und mich ansonsten voll dem Garten, den Kindern und meinen Hobbies zu widmen.


    Die Betreuungszeiten sind hier im eher ländlichen Bereich so mies, daß ich nicht Teilzeit in meine alte Arbeitsstelle von vor den Schwangerschaften zurückkehren konnte. Ich wäre täglich 7 Stunden Hetze und hohen Extrakosten ausgesetzt gewesen und hätte am Ende abzüglich aller damit verbundenen Kosten nur 120€ am Monatsende davon übrig gehabt. Dann schone ich doch lieber meine Nerven...


    Mit einem Lottogewinn würde ich auf einen Schlag das Haus abbezahlen, in Teilen noch modernisieren und dann die Selbstversorgung aus dem Gemüsegarten weiter ausbauen. Vielleicht noch ein paar Hühner anschaffen, oder so. Das wäre schön #blume

    Frankmann hat verstanden, wie ich es meinte.


    Frauen und Männer können jeweils bestimmte Dinge auffallend besser, als das jeweils andere Geschlecht. Und ich sehe in etlichen Familien große Unzufriedenheit und Streitereien wegen läppischer Dinge, weil z.B. vom praktisch denkenden Ehemann verlangt wird sich genauso in die Dinge einzufühlen und zu handeln, wie seine Frau es tut. Und wo von der Frau verlangt wird nicht alles so zu verkomplizieren durch zig in Gedanken durchgespielte Szenarien, sondern einfach mal zu machen und die Dinge auf sich zu kommen zu lassen. Nur mal so als Beispiel genannt.


    Sicher gibt es immer Ausnahmen von der Regel. Solange jeder seinen Platz (jetzt mal abgesehen von Sachzwängen) freiwillig in der Familie einnimmt, ist doch alles tutti. Und wenn der Mann sich wohl und sicher damit fühlt für die Familie die Kohle ranzuschaffen, und die Frau es liebt in die Kinderbetreuung, Garten, whatever einzutauchen und sich auf dem Gebiet "breitzumachen", dann verurteile ich das nicht als überholtes Rollenmodell, sondern es paßt in dem Moment einfach. Wer sagt denn, daß das bis zum Auszug der Kinder so bleiben muß? Das sich da nichts verändert?


    Es wird immer wieder von Achtsamkeit im Alltag leben geredet. Warum wird bei solchen Themen wie wer verdient das Geld und wer kümmert sich um die Familienorganisation ständig mit der "aber wenn..."-Keule geschwungen und irgendwelche Horrorszenarien ausgemalt, die in der Zukunft liegen, anstatt den Augenblick zu leben, nachzuspüren, ob er sich noch stimmig anfühlt, und wenn nicht DANN etwas zu verändern, aber nicht im vorauseilenden Gehorsam?


    Jeder soll doch bitte mit seinem Lebenspartner ausdiskutieren, was ihm wichtig ist, und womit er sich wohlfühlt. Leben, und leben lassen. Keiner kennt doch alle Lebensumstände der anderen. Meine Einstellung ist z.B.: die Kinder aktiv ins Leben zu begleiten ist MIR so wichtig, daß ich dafür derzeit gut auf aushäusige Arbeit verzichten kann. Mit einem Minijob (in dem ich übrigens immer auf die Rentenversicherungsfreiheit verzichtete und so zumindest einen Winzbeitrag in die Rentenkasse einzahlte), der sich auf Teilzeit im Homeoffice ausbaute, schaffe ich mir so viel finanzielle Sicherheit, daß ich für meine Verhältnisse gut über die Runden komme. Viel wichtiger als eine Rente, die eh in den Sternen steht, war mir Wohneigentum zu haben, daß bitte vor der Rente abbezahlt sein möge, damit ich mir dann mit dem, was dann noch bleibt, einen friedlichen Lebensabend machen kann.


    Was ich also ausdrücken wollte mit dem Abklatsch war, daß nicht jeder alles tun MUSS, was möglich wäre. Sondern daß jeder schauen muß, daß er JETZT mit dem was er tut glücklich und zufrieden sein sollte, um keine Lebenszeit zu verschwenden.


    Jedes Wort kann auf die Goldwaage gelegt werden. Jeder Satz kann auseinander gepflückt und eingefärbt duch seine eigenen Erfahrungen und Befindlichkeiten anders gedeutet werden. Aber wozu? Ich will niemanden angreifen. Aber ich möchte auch nicht durch Gleichberechtigungs-Schlachtrufe in einen Aktionismus gedrängt werden, der mir persönlich nicht behagt.


    Und wenn Frankmann schreibt, daß er schlucken muß, wenn das Kind zwischendurch die Mama bevorzugt und ihn offen zurückweist, dann ist das einfach nur eine total menschliche Regung, die wohl jeder von uns kennt. Ich hatte nicht den Eindruck, daß er damit dazu aufrufen wollte sein Lebensmodell zu rechtfertigen.

    Ich sitze bei den ewigen "warum arbeitet der Mann nicht einfach weniger, um seiner Frau ebenfalls Karriere zu ermöglichen"-Diskussionen schon ewig auf meinen Fingern, aber heute bin ich (PMS sei Dank) auf Krawall und muß doch mal was loswerden. Ist also alles mit einem kleinen Zwinkerer zu lesen, bitte ;)


    Also zuerst einmal sehe ich das so: tatsächlich Karriere kann in Deutschland nicht in Teilzeit gemacht werden. Wenn beide also auf der Karriereleiter empor wollen, ist eine 3. verlässliche Bezugsperson nötig, z.B. die Oma. Mehrgenerationenhäuser gibt es aber meines Wissens nicht allzu viele und wenn ich meine Eltern und Schwiegers anschaue, die selbst noch voll berufstätig sind, fällt das eh weg. "Eingekaufte" Betreuung außerhalb der Familie ist vielfach sehr teuer und ich persönlich bin nicht allein auf Selbstverwirklichung im Berufsleben aus, um quasi kostenloses arbeiten in Kauf zu nehmen.


    Warum kann man Deine Arbeit nicht anders aufteilen / Dich von Routinearbeiten entlasten usw.?

    Das ist in vielen Jobs schlicht nicht möglich. Mein Mann ist einer von 2 Grafikern in einem kleinen Unternehmen (insgesamt nur 15 Personen), da sind die Kundenaufträge so gut es geht verteilt. Selbst normalen Urlaub nehmen ist schon mit viel Planung verbunden und nicht zu allen Zeiten des Jahres problemlos möglich (wegen anstehender Hausmessen der Kunden z.B., für die bestimmte Projekte abgeschlossen sein müssen).


    Man würde aber doch eine normale Leitungsposition dann eben nicht mit einer, sondern mit zwei Personen besetzen. Das ist doch vor allem eine Frage der Kommunikationsorganisation.

    Es ist aber wohl nicht jeder Firma zuzumuten einen nicht unerheblichen finanziellen Mehrbetrag für die Bezahlung einer weiteren Führungskraft aufzuwenden. Auch wieder eine Frage, ob das überhaupt im Rahmen des möglichen ist. Meinem Mann wurde bei Ankündigung unseres 1. Kindes eine Gehaltserhöhung versprochen gegen die Zusicherung KEINE Elternzeit in Anspruch zu nehmen, weil das extrem schädigend für das Unternehmen gewesen wäre. Der grafische Bereich ist sehr speziell, es wäre kaum möglich gewesen da Ersatz zu bekommen.



    Der Wiedereinstieg deiner Frau wird an den Kindergartenzeiten hängen.
    Bei der derzeitigen Situation auf dem Arbeitsmarkt kann das auch schwierig werden.


    Ich hatte Bewerbungsgespräche, bei denen sich die Leute mehr Gedanken um die Versorgung meiner Kinder, als um meine Qualifikation als Arbeitnehmerin gemacht haben.

    Und Tadaaaa! es hängt doch also wieder nicht am Willen des AN, sondern an den Bedingungen in den Unternehmen.


    Hier ähnlich. Mein Mann hat daher jetzt Elternzeit genommen und wird sich nach dieser neu orientieren, da die Firma ganz Familienfreundlich -hüstel- auf seinen Antrag mit einem Aufhebungsvertragangebot reagierte.

    Nech? Was hatte ich gerade geschrieben?


    Ich finde es oberfies zu lästern und mit dem Finger auf Familien zu zeigen, die sich für das klassische Modell mit einem Hauptverdiener entschieden haben. Es ist eh schwer mit den vielen Selbstzweifeln im Bezug auf Erziehung usw. klarzukommen. Wenn dann noch Verurteilungen dazu kommen, weil man nicht direkt den Kampf mit dem AG aufnimmt um ein Teilzeitmodell auszufechten, hilft das nicht wirklich.



    Außerdem (holt schon mal die Tupperschüsseln raus) finde ich, daß Männer kein Abklatsch der Frauen sein müssen und umgekehrt. Jeder hat seine ganz eigenen Stärken und Schwächen. Und im Namen der Gleichberechtigung von jedem zu fordern auch all die Dinge zu tun, die der Partner tut, halte ich für falsch und oft genug für Gift in der Beziehung.


    So, habe fertig. *legtPlastikfolieausundsetztsichdarauf* #tuppern

    Oh, na das ist mal eine süße Idee, so ein Lobethread ^^


    Ich habe es am Samstag endlich geschafft das leck geschlagene Aquarium im Flur leerzuräumen und nach oben zu schaffen. Auf den Dachboden muß es noch, das mach ich gleich. Es stand seit deutlich über einem Jahr ( #schäm ) ohne Fische und nennenswerte Wassermengen rum. Die Hauptpflanze hat sich so schön vermehrt und oberhalb der Wasserlinie so hübsche kleine violette Blüten gebildet, da mochte ich es nicht gleich wegtun. Aber da es immer nur beleuchtet und nicht weiter Wasser nachgefüllt wurde, ist der klägliche Rest irgendwann verdunstet und die Pflanze eingetrocknet. Sah echt nicht mehr schön aus.

    *kicher* Also Mädels, ihr wollt mich auf den Arm nehmen, oder?


    Ganz im Ernst: das ist eine über 2.000 Jahre altes überlieferte Geschichte. Ihr wollt die jetzt echt in die aktuelle Zeit heben? Tut das Not?


    Ich finde ja, daß man es auch übertreiben kann. Die Bibel wird ja auch nicht umgeschrieben deswegen. Na kommt schon, sagt, daß das scherzhaft gemeint war :D