Beiträge von Sarsaparille

    Nein, es ist schlichtweg selten möglich solche Tage frei zu halten!


    Denn, wenn man dann Dienstag und Mittwoch ne Schulaufgabe schreibt, ist das Mimimi auch groß. Also geht's nicht (nicht mal in 10. Klassen, die einige Wochen später 3 Tage in Folge AP schreiben müssen) . Hat sich einer am Dienstag eingetragen, weil dort Doppelstunde, dann war es das.

    Wie soll man bitte das alles noch unter einen Hut bringen?

    Nicht mehr als 2 angesagte, große LNW pro Woche, kein Brückentag, kein Tag vor den Ferien, keiner direkt danach, nicht an darauffolgenden Tagen, Woche vor Weihnachten bitte nicht...


    Wer meint, dass das alles nur von Lehrerseite gemein ist, kann sich gerne mal nächstes Schuljahr mit an der Planung meiner Leistungsnachweise beteiligen.

    Ich kann auch nicht alle LNW in einer Woche abhslten, weil ich 6 Klassensätze nicht in 2 Wochen korrigiert bekommen.




    Ehrlich, manche reden sich hier schon leicht.

    Wer unentschuldigt fehlt, bekommt halt die 6. Isso.

    Kann man drüber diskutieren. Allerdings ist dies halt einfach die Folge der vielen fehlenden Schüler exakt am Tag der Arbeit, in der Hoffnung sich einen Vorteil verschaffen zu können.


    1/3 der Zeit benötige ich für das Etstellen, Durchrechnen und dem Erstellen eines Bepunktungsschemas.

    Bei 17 angesagten großen Leistungsnachweisen... Nicht witzig.

    Man kann sich einfach auch mal fragwn, warum die Regelungen mittlerweile so streng sind bei Leistungsnachweisen.


    Die Büchse der Pandora wurde damit geschlossen.


    Mein Privatleben litt enorm unter den vielen Nachterminen und ICH musste Familientreffen etc absagen.



    Es geht nicht darum, ob Schule wichtig ist oder nicht, sondern die Einstellung dahinter und NULL Verständnis für die Lehrkraft. Wir - man mag es kaum glauben - sind auch Menschen, die das dann ausbaden müssen.

    Eine Befreiung für eine Hochzeit (so für nächste Woche) war trotz Leistungsnachweis hier kein Problem;

    auch Befreiungen für mehrere Tage, wenn diese zB im Ausland ist (runde Geburtstage, Beerdigungen) . Da erwischte es mich kurz vor Notenschluss. Und große Arzttermine etc. sind kein Problem.


    Blutabnahmen und alles, was keinen triftigen Grund haben, werden verwehrt. Einfach ein Familientreffen (gerade am Brückentag) genehmigt man grundsätzlich nicht mehr.

    Es wurde halt zu sehr ausgenutzt.

    Bei uns gäbe es auch keine Freistellung "für nur so".


    Ebenso gilt bei uns das zweite Jahr in Folge die Pflicht einer ärtlichen Bescheinigung für Tage mit angesagten Leistungsnachweisen.

    Es wurde Zeit, denn man bringt die Nachholtermine dann kaum noch unter. Denn es gilt trotzdem: nur 2 pro Woche. Vom zusätzlichen Aufwand, wenn man wirklich jede Schulaufgabe doppelt erstellen muss...



    Und ehrlich, wie unheimlich doof ist das eigentlich nicht gleich, wenn man davon weiß, die Befreiung zu beantragen.

    Nachträglich zurück ziehen macht man nämlich auch nicht.

    Ich glaube, dass unsere Generation ganz andere Kontaktpunkte hatte.


    Meinen Opa habe ich natürlich gefragt, warum er nur ein Bein hat. Dass der andere Opa zwei Jahre lang in Russland in Gefangenschaft war, auch.

    In meiner Kindheit kamen "die Amis" einmal pro Jahr zum Biwak für 4 Wochen. Das war für mich normal.


    Auf dem Schulweg kam ich immer an den Militärunterkünften der US Streitkräfte vorbei. Die Dauerstationierung ist in dem einen Ort noch nicht so lange vorbei.

    Beim anderen Ort traf ich sogar noch mit meinen Kindern im Schwimmbad hier stationierte Familien.


    Ich finde Ortsgeschichte in der Grundschule wichtiger als den 2. Weltkrieg.

    Ist für mich dann wieder die Frage : warum tut man das seinem Kind an?

    Ernsthaft!

    Ich hatte ein Kind am Gym, das kam mit der Schulart null klar. Ich hab sie runtergenommen.


    Nur so und nicht anders wird sich was ändern. Schimpfen, aber trotzdem mitmachen.

    Und es geht auch anders zum Abi. Absolut gleichwertig, halt in 13 Jahren. So what!

    Ach so und bei einer Schwemme von 1,0 Abiturschnitten wachsen die Studienplätze in genau den Fächern dann ausm Boden?


    Wie viele sind es denn überhaupt, die so begrenzt sind (in ganz Deutschland)?

    Salido. Nicht unbedingt. Es wird nicht stressiger, man macht sich mehr Stress.


    Man könnte doch auch einfach den Stress nicht erhöhen und eine etwas schlechtere Note haben.

    Was um Himmels willen hat dazu geführt, dass die einen (wie gerade eben erwähnt) nicht mal mehr ausbildungsfähig sind und/oder ganz miese Abschlüsse haben, die anderen schon vorm Abi ein Burnout haben.


    Woher kommt der Druck auf einmal?


    Es muss doch keine 1 sein, eine zwei reicht doch völlig aus. Das ist GUT!


    Und von Elternseite wird ja auch gerne davon gesprochen, dass das alles nicht schaffbar und machbar ist. Wäre es das, müssten dann nicht die Schnitte eher schlechter als besser werden?

    Bei uns gab es im Jahrgang keinen einzigen mit einer 1,0 und auch nicht an meiner Schule, die ich bis zur 11. Klasse besucht hatte.
    Schnitte mit 1,x waren auch eher dünn gesät.
    Notendurchschnitt war für das Medizinstudium auch nicht so entscheidend wie der "Medizinertest".

    Und gefühlt gibt es in unserem Jahrgang 1/4 Mediziner, 1/4 Anwälte, 1/4 Lehrer und "der Rest" (Opernsängerin, Immobilienmaklerin, Prokurist, Historikerin am NS-Dokumentationszentrum etc. pp.).


    Dass die Kinder heute alle um soviel pfiffiger/fleißiger sind (ich zähle mich ja auch zu den absolut faulen Säcken in der Schule und hab's trotzdem zum Bayr. Abi geschafft - 2,9 reichte und ich hatte in 13/1 das Lernen bis kurz vor den Prüfungen eingestellt), glaubt doch wohl keiner - oder?


    Also wie kann es sein, dass alle rufen, dass es immer stressiger wird und im Gegenzug von Jahr zu Jahr die Abschlüsse besser werden.

    Das passt doch irgendwie nicht zusammen.

    yummymummy Ich verstehe halt nicht, wie man nach 3 Jahren bei einer Lehrkraft und max in 10% der Arbeiten mit 2, sonst 1, sich selber so einen Stress macht und die Selbsteinschätzung so dermaßen daneben ist.


    Ja, warum ist das so ein Stress? Ich versteh es nicht! An der RS in der 8. Klasse ... was machen da ein oder zwei versiebte Arbeiten aus?

    Nichts. Und das kann man einigen so oft sagen wie man will. Sie drehen trotzdem am Rad und lehnen psychologische Hilfe hab.


    Ich hab selber nach dem Examen geheult, weil mich der Prüfer einfach fertig gemacht hat und ich hab auch gehört, dass sich die Prüfer nicht einig waren und sich anbrüllten.


    Du fragst, warum sie mit dem Druck einhergehen müssen. Ich sage: Tun sie das wirklich?

    Wer macht wirklich den Druck? Die Prüfung an sich? Ich denke nicht.
    Die Kinder sich selber - warum denn? Das Leben hat so viele Möglichkeiten.

    Die Eltern? Auch da: warum?

    Die Gesellschaft? Besteht auch hauptsächlich aus den Schülern und deren Eltern.

    Das Leben besteht doch nicht aus einer Abi-Note.


    Und du sagst es doch selber. Kein Mensch ist besser oder schlechter, egal wie er in der Prüfung abschneidet. Also warum ist das dann alles so dramatisch?

    Wie viele werden wirklich deswegen keinen, also gar keinen Studienplatz bekommen? Man hat doch im Normalfall einen Plan B. Die Schnitte der Zulassung hängen ja immer vom Gesamtergebnis des Jahrgangs ab.

    Ich kann das einfach überhaupt nicht nachvollziehen!

    Das Rennen nach dem 1,0 Abi und vorallem die Anzahl derer, die sich jedes Jahr noch erhöht.

    Das ist doch ein Teufelskreis. Die Schüler wollen ein gutes Abi, die Anzahl der Studienplätze ist begrenzt. Dann wird (und das brauchen wir nicht leugnen) das Niveau gesenkt und die Schnitte werden besser. Die Anzahl der Studienplätze aber nicht und so wird der Schnitt, den man braucht, noch besser. Deswegen wollen die Schüler wieder ein besseres Abi und so fort.


    Ich kenne das Geheule im übrigen auch von einem Abschlussschüler, der bei jeder Note schlechter als 1 absolut durch dreht. Weil er ja auf die FOS will. Jo, aber da reicht ein Schnitt von 3,33 aus Mathe-Deutsch-Englisch.


    Meine Tochter studiert mit einem 3,5 Fach-Abi Maschinenbau.

    Ich hätte auch mit 2,9 noch Wirtschaftspädagogik studieren können (im zweiten Nachrückverfahren).


    Irgendwas passt da doch überhaupt nicht zusammen.


    Und ich glaub schon, bei der fülle an 1,0-Abis, da kommt man sich mit 2,0 vielleicht doof vor. Aber wer ist denn mit schuld?


    Nein, ich kann weder das "Grundschulabi" nachvollziehen (hört doch bitte auf den Kindern Druck zu machen), noch dieses wetteifern um 1,0-Abi und dann so zu tun als wäre das Leben in Bayern (gerade in Bayern!) schon aus und vorbei.


    Wie wäre es mal mit "Scheiße gelaufen, ging aber halt allen so" - und diese all bewerben sich alle zeitgleich um den Studienplatz. Somit ist doch die Gleichheit auch wieder gegeben.