Beiträge von Indian Summer

    Bin ich o.T. wenn ich berichte, dass ich vor einigen Tagen einen Ergo Carrier gesehen habe, in dem ein Kind vor dem Bauch mit Blick nach vorn transportiert wurde? Wie die Beinchen in der Hüfte nach hinten geknickt wurden, tat mir wirklich schon beim Zusehen weh. Das Kind wirkte aber ganz zufrieden.

    So einen Anblick finde ich auch immer heftig. Das habe ich auch schon oft gesehen.


    Aber ich würde nie etwas sagen.

    Meine Kinder mochten Tragetücher und den Ergocarrier überhaupt nicht. Sie waren total glücklich im Kinderwagen. Bei unserem 2. Kind haben mein Mann und ich immer gewitzelt, dass es tragen mit Blick nach vorn bestimmt super fände. Wir haben es aber nie ausprobiert. Im Kinderwagen hat sich dieses Kind ab einem Alter von 9 Monaten immer über den Rand gelehnt und nach vorn in die Fahrtrichtung geguckt und war sehr sauer wenn wir sie zurück gesetzt haben. Da haben wir dann relativ bald den Sitz umgedreht.

    Das ältere Kind sass bis sie 2 Jahre alt war fast immer mit Blick zu uns, als wir einmal im Urlaub nur den Buggy dabei hatten, fand sie das total blöd: neue Umgebung und dann noch nichtmal Mama und Papa im Blick.

    So unterschiedlich kann es sein.

    Ich habe nicht so viel USA-/Kanada-Erfahrung wie andere hier.

    Aber immerhin war ich, ebenfalls im Frühjahr, vor Ewigkeiten in diesen beiden Städten. Es war echt noch sehr kalt. Aber Toronto hat mir so unglaublich gut gefallen. Da würde ich so gerne nochmal hin!

    Was mich an Oktoberfesten an anderen Orten stört ist die Frage, warum die Gegenden nicht ihre Traditionen wieder aufleben lassen. Ich habe oft den Eindruck, dass in Bayern die Traditionen noch gelebt werden, während sie an anderen Orten einfach untergegangen sind. Trachten gab es ja überall.


    Hier gibt es die Oktoberfeste meist zusätzlich zu den regionalen Festen. In Hannover gibt es im Juli zum Beispiel das Schützenfest (eins der größten überhaupt) und zur Zeit auch ein Oktoberfest.

    Sonst habe ich hier in der Gegend eher von kleineren Oktoberfesten (nur an einem Wochenende, oder an einem Abend) gehört, aber meist in Orten, die im Frühsommer auch ein, eher kleineres, Schützenfest veranstalten. Wie es in anderen Orten ist, weiß ich natürlich nicht.

    Mich bringen keine 10 Pferde zu so einem Fest, egal wie es heißt.

    Die Schule meiner Kinder hat heute eine Information verteilt.

    Die Klassenlehrer*innen dürfen die Kinder auf Antrag der Eltern beurlauben, ich glaube, nach der 4. Unterrichtsstunde. Wenn in der Zeit keine Klassenarbeiten geschrieben werden. Der versäumte Stoff muss dann nachgeholt werden.

    Ich überlege noch, ob ich allein in die nächstgrößere Stadt fahren oder ob die Kinder mitkommen. In ihren Klassen macht das wohl sonst eher keiner und es wäre ihnen ein wenig peinlich.

    Auf der Karte, die hier mal verlinkt war, war sogar eine Aktion hier in der Kleinstadt. Aber es gab keine näheren Angaben. Das fände ich ja mal super, wenn hier auch etwas geplant ist.

    Die Deichtorhallen wurden als Bahnhof gebaut, jetzt sind dort Ausstellungen für zeitgenössische Kunst und Fotografie.


    Ich finde den Hafen ja immer wieder beeindruckend und würde auch ohne Kinder eine Hafenrundfahrt machen. Und ist nicht der alte Elbtunnel auch gerade wieder restauriert?

    Am Gymnasium von meinen Kindern wird auch in den ersten 2 Schulwochen ein Rechtschreibtest mit allen Fünftklässlern gemacht. Dabei geht aber, so wie ich das verstanden habe, nur darum, dass es in der 5. Klasse Rechtschreib-Förderunterricht gibt.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie (an unserer Schule) wirklich einen Test auf LRS bzw. nur Rechtschreibschwäche machen.

    Corvidae , in unserem Ferienhaus in Frankreich waren Hand- und Geschirrtücher inklusive, glaube ich.

    In den dänischen Ferienhäusern hatten wir das bisher nicht, da buchen wir immer das Bettwäsche- und Handtuchpaket dazu. Wir buchen da immer über so eine übergeordnete Ferienhaus-Seite, ich habe bisher immer Haus-Angebote gesehen, bei denen man Bettwäsche und Handtücher mitbringen oder dazu buchen musste.

    Das heisst aber nicht, dass es das nicht auch inklusive gibt, haben wir nur bisher nicht gesehen.


    edit: Putzlappen und Spülschwämme waren immer da, aber das ist das einzige, bei dem ich pingelig bin. Da benutze ich lieber meine eigenen Lappen, nicht, dass ich für die Küche den Lappen erwische, mit dem der Mieter voher das Klo geputzt hat.

    Wir nehmen auch immer ein paar Alltagsdinge mit ins Ferien, bei uns war es bisher Dänemark und Frankreich.

    Wir buchen immer Hand- und Geschirrtücher mit, ich nehme meist noch ein Handtuch mit, um es vor die Dusche zu legen. Dieses Jahr habe ich nicht daran gedacht und weil die Dusche ebenerdig und ohne irgendeine Begrenzung war, habe ich noch ein Handtuch gekauft.

    Gewürze nehme ich auch mit und Essig und Öl, da habe ich keine Lust, große Flaschen vor Ort zu kaufen. Ich nehme auch meistens noch einen Tuch/Schwamm zum abwaschen oder Spüle reinigen mit, und Tüten für den Mülleimer.

    Für mich haben Leute aus Hamburg, bzw. Leute weiter aus dem Norden, auch eine etwas andere Aussprache. Woher das jetzt so genau kommt, weiß ich nicht. Vielleicht sind da noch kleine Reste von der ehemaligen plattdeutschen Sprache, aber das sind echt nicht mehr viele. Vielleicht auch eher die Sprachmelodie.


    Auf der Webseite, die ich vor einigen Seiten verlinkt habe, fand ich es aber ganz interessant. Nämlich, dass das Plattdeutsch (bzw. Niederdeutsch) eine andere Sprache ist. Zur Standardsprache wurden die hochdeutschen Dialekte aus Mittel- und Süddeutschland. Da die Menschen in Norddeutschland bisher eine andere Sprache gesprochen haben, haben sie die neue Standardsprache wie eine Fremdsprache gelernt und so ausgesprochen, wie sie geschrieben wird. Weil in der Standardsprache die Dialekte schriftlich nicht dargestellt sind, entwickelte sich in Norddeutschland die Standardsprache ohne "extreme" Dialekte wie im südlichen Sprachraum.


    Hier, wo ich herkomme, wurde in den dörflichen Gebieten westlich und nördlich noch vor 50-100 Jahren viel Plattdeutsch gesprochen. Wie es jetzt dort ist, weiß ich nicht. Meine Oma hat früher in der Familie und auf dem Dorf so geredet. Da meine Oma (sie war Jahrgang 1914) auf Gymnasium gehen durfte, trotz Kind vom Dorf, hat sie im Gymnasium mit dem Plattdeutsch sprechen aufgehört. Sie hat es auch ihren Kindern nicht beigebracht. Meine Mutter und ihre Geschwister können das zwar verstehen, aber nicht sprechen. Ich habe meine Oma als Kind nicht verstanden wenn sie mit ihren Geschwistern geredet hat. Ich habe sie besser verstanden, je mehr Englisch ich in der Schule gelernt habe. Meine Oma konnte übrigens auch sehr gut Englisch.

    Meine andere Oma ist in Hannover aufgewachsen (Jahrgang 1899) und konnte kein Plattdeutsch. Sie hat einfach normales Standarddeutsch gesprochen.

    In Hannover direkt gibt es eine Mundart "Hannöversch", die wurde aber wohl eher in den Arbeitervierteln gesprochen.


    Ansonsten wird hier in der Gegend, das bezieht sich auf den Großraum Hannover-Celle-Braunschweig, wirklich einfach so gesprochen, wie geschrieben wird. Wie schon auch von mir erwähnt, waren einige österreichische Musikerkolleg*innen sehr überrascht, dass wir hier so ziemlich wie in der Tagesschau sprechen.

    Oh, okay, in Bayern würde ich das auch eher erwarten.

    Weiter im Norden laufen einem diese Begriffe nicht wirklich über den Weg.

    Als ich mal in einem österreichischen Studentenorchester gespielt habe, haben sich alle immer gewundert darüber wie wir beiden Musiker aus Norddeutschland so sprechen und dass sich das eigentlich wirklich wie in der Tagesschau anhört. Sie wollten immer unseren Dialekt hören. Damit konnten wie leider nicht dienen.

    Ich weiß jetzt nicht, wo Preschoolmum wohnt. Aber hier in Niedersachsen zum Beispiel, hört man diese Begriffe nicht. Ich kenne hier auch keinen, der Skirennen im ORF guckt.

    Ich persönlich habe den Ausdruck "Das geht sich noch aus" und das "eh" kennen (und lieben gerlernt) als ich bei einer tollen Professorin aus Wien studiert habe. Zuerst hat sie noch in Berlin gelebt, dann bin ich zum privaten Unterricht ziemlich oft nach Wien gefahren und habe dort auch mal in einem Orchester mitgespielt. Da habe ich echt viel gelernt, nicht nur auf meiner Bratsche.

    Mit den Beispielen nun und den regionalen Verschiedenheiten habe ich überhaupt kein Problem.


    Ich finde es eben befremdlich, wenn die deutschsprachigen Kinder/Jugendlichen hier in meinem Umfeld (in dem dialektfrei gesprochen wird) eben zum Beispiel sehr lange Fälle nicht richtig anwenden (Herrn Schmidt hat gesagt; Vertretung bei Herr Schmidt, ich war in Kino; usw). Da gebe ich meinen Kindern Rückmeldungen, bei meinen ist es zum Glück nur die Sache mit "Herr/Herrn".


    Bei "Kann ich mal die Butter" ist mir klar, dass das schon ziemlich normal. Das habe ich früher auch gesagt. Trotzdem möchte ich bei meinen Kindern das Bewusstsein wecken, dass es eben keine vollständiger Satz ist.


    Süddeutsche/Österreichische/Schweizerische/regionale Dialekt- Ausdrücke, die hier nicht normalerweise nicht verwendet werden mag ich sehr. Ich finde es gerade gut, dass es da Unterschiede gibt und man daran merkt, dass die Sprache eben nicht ein festgenageltes Konstrukt ist.

    Ich war im letzten Jahr ein paar Mal mit meinen Kindern in Berlin und habe diese Info vor unserem ersten Besuch sofort online gefunden.

    Ich war sehr begeistert, bei uns ist es viel teurer mit den Kinder Bus&Bahn zu fahren.

    Das finde ich krass, dass Euch das beim Kaufen am Schalter nicht gesagt wird.

    Bei uns sagen sie (ich auch #freu):"Gibst Du mir bitte DAS rot."


    Die Sätze mit "Kann ich ein Eis" nerven mich eben, deshalb verbessere ich sie.

    Und auch weil ich Aufsätze gesehen habe, in denen die Kinder so etwas dann auch schreiben. Wenn sie dann in der Schriftsprache richtig benutzen, ist es ja okay.

    Aber das geht dann ja auch weiter, dann fragen die Kinder am Telefon: "Kann ich mal Maria?". Und das mag ich einfach nicht.

    Ich kann nicht viel anderes machen, als mit auf den Verkehr zu achten. Theoretisch kann ich gut Karten lesen, aber im Auto wird mir davon sofort schlecht, deshalb bin ich sehr froh, dass es Navis gibt.

    Hörbücher mag ich nicht so gerne, ich schalte da immer so schnell ab und dann lasse ich meinen Gedanken freien Lauf. Wir hören trotzdem ab und zu welche. Ich frage danneben öfter mal nach, was zwischendurch passiert ist.

    Wir unterhalten uns und ganz selten mache ich auch mal ein Nickerchen.