Beiträge von Gundula

    Schweift ein bisschen ab... Ich hab meine Kinder, die ja schon größer sind, inzwischen so weit, dass sie automatisch beide Formen benutzen und auch sehr gerne verbessern, wenn es mir oder anderen mal durchgeht. Und da musste ich sehr schmunzeln, dass es meiner Tochter in der letzten Philosophieklausur durchgegegangen ist und sie nur von "Verbrauchern" geschrieben hat - und prompt von ihrem Philosophielehrer die Randbemerkung kassierte "Und was ist mit den Verbraucherinnen?" Wenn ich ihn das nächste Mal sehe, werde ich das mal positiv verstärkend loben!


    Zurück zu den Büchern... :)

    Mein Sohn - oder war es meine Tochter? - musste Teile des Struwwelpeters in der Grundschule als "Gedicht" auswendig lernen... Aber die Lehrerin stand auch sehr auf schwarze Pädagogik... ich fand das damals unfassbar. Und noch unfassbarer, dass kein anderes Elternteil in der Klasse das irgendwie unfassbar fand.

    Früher bin ich oft beim Sternsingen mitgegangen, dieses Jahr aus diversen Gründen nicht. Finde das aber eigentlich sehr schade und habe ein bisschen lamentiert in den letzten Tagen.


    Meine Mutter in völlig anderem Zusammenhang: Wie ist es denn nun, gehst du jetzt bei dieser Sternwanderung mit?


    Mein ratloser Blick irritierte sie sichtlich.

    Dein Mann klingt original so wie meiner, Ohnezahn . Wir schenken uns auch nix zu Weihnachten sondern wichteln (und ich habe zum Glück nicht meinen Mann gezogen!!!), aber er hat direkt nach Weihnachten Geburtstag und ich habe immer noch keine Ahnung, was ich schenken könnte. Letztes Jahr hab ich ihm so Brotbackdingse aus Ton? Keramik? oder so geschenkt, das ist gut angekommen, haben wir aber nun mal jetzt. Und der Rest der (erweiterten) Familie hat, weil meine Tochter es so gerne schenken wollte, so ein "wir machen kleine Pizzen am Wohnzimmertisch"-Gerät geschenkt. ich glaub von schenk. Das war überflüssig aber wir haben es im letzten Jahr oft genutzt. Nimmt aber alles auch Platz weg. Wobei das Brot / die Brötchen aus dem ersteren Dings echt ziemlich gut werden.


    Krimidinner haben wir mal einer Freundin geschenkt, das war genial. Und ich konnte ihn mitschleifen, normalerweise muss ich sowas immer alleine machen.


    Im Grunde tendiere ich zu "nix". Aber das fühlt sich auch blöd an.

    Ich war neulich in einem Vortrag eines bekannten Pädagogen. Der hat wirklich viel Schlaues erzählt aber die Klappe ging bei mir runter als er allen Ernstes erklärt hat, Männer (!) würden in unserer Gesellschaft leider immer noch sehr benachteiligt. Meine Tochter hat mich davon abgehalten auf die Bühne zu springen und ihm das Mikro zu klauen und ihm damit eins überzuziehen. Nee, ist klar. Die armen Männer.

    Ich weiß noch, dass mir mein Ausbilder als ich gerade 14 Tage in der Lehre war, die nackte Frau in der Blödzeitung gezeigt hat und mich gefragt hat, ob ich mich nicht auch mal so anziehen könne, haha. Aber das war im letzten Jahrtausend. Trotzdem war es prägend.

    Meine Kinder haben beide in der 6. Klasse einen Bohrerführerschein gemacht. Gesamtschule NRW. Genützt hat es nur bei meiner Tochter, mein Sohn ist - nun ja - eher nicht ganz so talentiert wenn es ums Handwerken geht. Informatik und Co hatten sie zwischendurch auch immer mal wieder, aber das war lächerlich, museumsreif oder so. Und was bei Schulveranstaltungen von LehrerInnenseite an PowerPointpräsentationen abgeliefert wird - da klappen sich mir regelmäßig die Fußnägel hoch, nee, so sollen meine Kinder das nicht lernen.

    Meine Tochter hat irgendwann in der 6. Klasse oder so die Kurve gekriegt (auch mit Kalligraphie) und hat inzwischen eine sehr schöne und ordentliche Schrift, mein Sohn ist in der 10. Klasse und hat bis vor einigen Monaten nun ja, ich sag immer, "sieht aus wie tote Hühnerfüße aufs Papier geklatscht" hingelegt. Fürchterlich. Was genau passiert ist, weiß ich nicht, aber seit einiger Zeit übt er regelrecht schön zu schreiben. Allerdings ist es an unserer Schule tatsächlich so, dass spätestens in der 10. Klasse das Schriftbild Einfluss auf die Note hat - negativen, versteht sich, alles andere würde ja motivieren...


    Es fällt ihm aber sichtlich ganz schön schwer. Und ich versuch, die Klappe zu halten.

    Ich werde nie den Spruch des Chefs meines Mannes vergessen - als er (also mein Mann) nach der Geburt unserer Tochter 4 Wochen Urlaub nehmen wollte, weil ich in der Diss steckte und alles etwas chaotisch war (und ich auch nicht gedacht hatte, dass so ein Winzling SO anstrengend sein könne): "Wer hier vier Wochen Urlaub nehmen kann, ist überflüssig, dann können Sie gleich gehen."


    Der Fairness halber muss ich dazu sagen, dass er den Spruch ein paar Jahre später bitter bereut hat, als sein Kind mit einer schweren Erkrankung auf die Welt kam und er recht plötzlich - überflüssig wurde.


    Das ist doch alles bescheuert.

    Hihi... bei uns liefern sich das Tochterkind und ihr Vater einen erbitterten Kampf um das Auto - der sieht so aus, dass beide der Meinung sind:


    MEINE Bonbons im Seitenfach = Das. ist. MEIN. Auto. Die Bonbons des/der jeweils anderen werden zur Sicherheit irgendwohin gestopft, wo man während der Fahrt als FahrerIn nicht rankommt. Mein Sohn und ich verfolgen diesen kleinen innerfamiliären Machtkampf sehr belustigt.

    Na, sie meinte Groß A-Tuin. Irgendwie ist da in ihrem Kopf ein Ninja-Turtle draus geworden. Und in irgendeinem Buch bekommt die ja Mini-Ninjas. Nun ja. Ich fand es auch schnuffig, dass sie das als Klassiker bezeichnete.

    Definitiv streng genommen kein Kindermund mehr, meine Große ist ja schon groß... aber gestern hat sie noch mal was rausgehauen:


    "Mama, ich brauch ein Buch. Haben wir noch welche mit diesen Turtle-Ninjas?"

    "Hä?"

    "Na diese Turtle-Ninjas."

    "Welche - was???"

    "Na die mit den Elefanten und der Scheibe. Was ich neulich gelesen habe. Ich will nämlich noch mal was Klassisches (!) lesen."


    Ach so. Ja. Klar. Haben wir, Kind. Alle Bände. Ich weiß nur blöderweise nicht, wo. #lol

    Meiner guckt - neben dem obligatorischen und von der Schule vorgegebenen Karteikartenlernen - Filme auf englisch bzw. hört Hörbücher auf englisch. Phase 6 ist hier bei beiden Kindern grandios gescheitert, dabei fand ich das System echt nicht schlecht. Meine Tochter plant, demnächst (sie ist in der Abivorbereitung... #kreischen ) auch mal ;) Filme auf englisch / französisch zu gucken. Fremdsprachen sind nicht so ihr Ding... Gut klappt auch, wenn die beiden sich gegenseitig abhören - Tochter hat Englisch und Französisch, Sohn Englisch und Latein. Das klappt wesentlich stressfreier und ist lustiger als wenn ich mich einmische. Obwohl ich auch kein Latein kann - es wirkt besser, wenn die Schwester es macht. Und umgekehrt.

    Hier auch Kopfkarussell - Sorgen um kranke Angehörige und die - nicht risikofreie, verlockende aber gleichzeitig beängstigende - Option einer beruflichen Veränderung. Ich glaub, die Nacht kann ich knicken. Aber Schlaf wird sowieso überbewertet...