Beiträge von martita

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    Naru : ich denke, es kommt sehr auf das direkte Umfeld an. Verwandte von mir (er kommt aus Zentralafrike, sie aus ländlicher Gegend Deutschland) sind irgendwann aus der Großstadt im Ruhrgebiet weggezogen und fanden es in ihrem Herkunftsdorf - tiefkonservatives, katholisches Münsterland - dann doch einfacher und angenehmer zu leben. Ganz ohne Erfahrungen mit Rassismus sind ihre Kinder sicher auch nicht durch ihre Jugend gekommen, aber es gab (und gibt) schon einen allgemeinen Konsens darüber, was sich gehört und was nicht. Und sie sind halt einfach ins Dorfleben eingebunden. Das älteste Kind hat eine ungewöhnliche Sportart auf olympischen Level ausgeübt und hat eine breite Unterstützung und Sponsoren aus den ortsansässigen Unternehmen bekommen.

    Meine Kinder machen an der Uni in einer mittleren Großstadt (beide an der gleichen Uni) sehr unterschiedliche Erfahrungen: als weibliche PoC in einem klassischen Maschinenbaustudium ist es nicht einfach (Klischees über solche Studiengänge scheinen durchaus noch gelebt zu werden, 90 % Männer, die gebügelte karierte Hemden tragen und fast ausschließlich untereinander Kontakt pflegen). Das andere Kind ist in einem sehr international besetzten Studiengang mit künstlerisch-kreativem Schwerpunkt und macht ganz andere Erfahrungen.

    Ich hänge die zusammengehörenden Socken mit gleichfarbigen Wäscheklammern auf - so wie auch bei allen anderen Kleidungsstücken jeweils die gleichen Klammern (gleich Farbe, gleiche Form) verwendet werden. #nägel

    Hier kann ich mich anschließen. Manchmal ist es gar nicht so einfach, noch Klammerpaare zu finden, wenn die Klammern zur Neige gehen. Und natürlich nutze ich Wäscheklammern, weil die Sachen dann schneller trocknen, wenn sie ganz runter hängen und nicht doppelt über der Leine hängen.

    ich musste jetzt echt ein bisschen überlegen - haben die Wäscheklammern die gleiche Farbe wie die Socken?

    Ich hänge die Socken immer paarweise, aber zusammen mit nur einer Wäscheklammer auf (also oben am Bündchen zusammen).

    Wäscheklammern braucht man auch, wenn man den Wäscheständer zwischen draußen und drinnen oder verschiedenen Räumen hin und her trägt - wo es grad am wenigsten stört. Haben aber auch keinen Trockner und keinen "Hausarbeitsraum".

    Ich mag mich wirklich gern, und finde mich auch hübsch. Dabei geht es mir so wie mit eigentlich allen Menschen, die ich gern mag: Wir haben alle auch Schwächen, die für andere manchmal anstrengend sind, die uns aber doch nicht weniger liebenswert machen! - wie heisst es doch so schön kitschig aber wahr: wir lieben uns selbst und andere nicht "wegen ihrer Stärken", sondern immer "mit ihren Schwächen"!

    Also: ich halte mich für sehr "durchschnittlich" - also für klug, sympathisch, liebenswert, mit dem Bestreben Gutes zu tun, - so wie ich auch die allermeisten meiner Mitmenschen einschätze. Mir fällt auch gerade von allen Personen, denen ich begegne, keine einzige Person ein, die ich nicht auch als schön empfinden würde. Also nicht alle im Sinne von "Werbe-Plakat-Attraktiv", sondern jede*r auf ihre eigene Weise.

    Ich habe letztens im Krankenhaus mitbekommen, dass eine gestresste Krankenschwester dem Praktikanten Geld in die Hand drückte und ihn losschickte um eine bunte Dose Haribos zu kaufen.

    Beim nächsten Besuch habe ich dann eine große bunte Dose Haribos und eine Schachtel "Celebrations" - Schoko-Konfekt-Mix fürs Stationspersonal mitgebracht, einfach nur als "ein bisschen schnelle Energie zwischendurch". Ich hatte den Eindruck, dass das sehr gut ankam. Und es gab eine Pinwand mit Danke-Schön-Karten von Patienten und Angehörigen - zumindest auf der Station schienen sich also die Pflegekräfte auch einfach über eine nette Rückmeldung zu freuen.

    Ich möchte hier mal Maja Göpel nennen: Wikipedia stellt sie so vor:

    Maja Göpel (* 27. Juni 1976 in Bielefeld)[1] ist eine deutsche Politökonomin, Transformationsforscherin, Nachhaltigkeitsexpertin und Gesellschaftswissenschaftlerin mit Schwerpunkt auf transdisziplinärem Denken. Seit 2019 hat sie sich zunehmend auf Wissenschaftskommunikation spezialisiert.[2] Göpel ist Honorarprofessorin an der Leuphana Universität Lüneburg.[3][4][5]

    Prof. Dr. Maja Göpel | Transformations- und Nachhaltigkeitsexpertin
    Politökonomin, Expertin für Nachhaltigkeitspolitik & Transformationsforschung, Autorin, Beirätin, Hochschullehrerin & Rednerin.
    www.maja-goepel.de

    Sie hat mehrere Bücher veröffentlicht, jedes ist sehr empfehlenswert, besonders das folgende hat mir viel Mut gemacht!

    Wir können auch anders (2022)

    Hauptartikel: Wir können auch anders. Aufbruch in die Welt von morgen

    In dem Buch Wir können auch anders geht es Göpel hauptsächlich darum, unter dem Druck gegenwärtiger Veränderungen angemessene Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen und zum Handeln anzuregen. Sie rät von einem Flickwerk an „ausgedienten Strukturen“ ab und spricht sich für Umbauten aus, die zwar kurzfristig anstrengend würden, dafür aber besser in die Zukunft tragen könnten. Die ausdrücklich als Ergänzung ihres ersten Sachbucherfolgs wiederum unter Mitwirkung von Marcus Jauer entstandene Publikation wurde ebenfalls zum Bestseller.

    Ich hatte auch schonmal bei Konferenzen oder Seminaren mein gestilltes Baby dabei und habe auch mit schlafendem Baby vorm Bauch mal nen Vortrag gehalten. Wenn es halt kurz vorher beim Stillen eingeschlafen ist, ist das die am wenigsten störende Variante #weissnicht.

    Klar ist das in den meisten Berufen nicht möglich. Aber in den Berufen, wo es manchmal geht, wird frau ja meist nicht strikt nach Stunden Anwesenheit bezahlt, sondern muss sich halt so organisieren, dass die Arbeit fertig wird (z. B. in der Wissenschaft)

    Meine Stimme hat es im Sommer komplett zerlegt. Spoiler: bis ich wieder im Gottesdienst oder im Chor mitsingen konnte, hat es gute 2 Monate gedauert.

    Wichtig noch: auf keinen Fall flüstern! Sprechen mit heiserer Stimme vermeiden. Kannst du mit den Kindern ein Spiel draus machen? Diese Woche müssen sie halt deine Kommunikation vom Gesicht und Händen ablesen? an die Tafel malen, Zettelchen schreiben? - ich arbeite nicht mit Kindern, bin aber auch gewohnt "es zu sagen zu haben". Das war auch mal eine spannende Erfahrung, nichts zu sagen, mehr zuzuhören und eben mit anderen Mitteln zu kommunizieren.

    Lax Vox ist dann gut, wenn die Stimme schon nicht mehr ganz heiser und kaputt ist.

    Und ja, ich hab mich früher (bald 20 Jahre) auch als Architekt und Diplom-Ingenieur bezeichnet, weil ich nicht als weiblicher Abklatsch des Titels gesehen werden wollte, sondern als gleich. Damals war Friseuse noch durch aus üblich und ich fand das Ingenieurin eher nach Ingenieuse klingt.

    Das habe ich auch schon öfter gehört. Wenn ich genau hinhöre, ist es aber wiederum eine krasse Abwertung des weiblich gedachten Berufes der Frisörin (franz. korrekt abgeleitet Friseuse).

    Insgesamt ist das Argument: wenn es nach Frau klingt, ist es weniger wert. - ich bin auch so aufgewachsen und das Gefühl steckt nach wie vor in mir drin.

    Jette beim DWD Klimaatlas gibt es diese Daten sehr gut aufbereitet zu finden.

    Bei uns denken die meisten Menschen, dass der Sommer total verregnet war. Ja, in den Sommerferien gab es zwei Wochen mit wechselhaftem Wetter, aber mehr Wolken und Nieselregen, als dass wirklich nennenswert Wasser angekommen wäre.

    Es herrscht Dürre! Die riesigen alten Eichen und Linden im Dorf sind sichtbar geschädigt. Aber eine ausgefallene Grillparty und der Klimawandel ist nicht mehr relevant.

    Frisch : ich denke halt, für Männer, die keine Vollhonks sind, ist ein Status als "Krone der Schöpfung" in freudlosen Umständen eben kein prima Gefühl. Und diese Nicht-Vollhonk-Männer, die in meiner (vielleicht naiven) Lebenswelt immer noch die große Mehrheit stellen, müssen einfach kapieren, dass das, was Frauen verlieren, ein ebensogroßer Verlust für alle ist!

    In Diskussionen steige ich manchmal damit ein: Wo Schwangerschaftsabbrüche verboten sind, wird JEDE Schwangerschaft zu einer Hochrisiko-Schwangerschaft.

    Genauso ist es in anderen Bereichen: Frauenrechte sind Menschenrechte - da gibt es keine Trennung. Wenn es Frauen schlecht geht, kann es niemandem wirklich gut gehen.

    Ja, ich denke der gewünschte Weg wäre ein absolutes Verbot.

    Es geht auch nicht um das Kind, es geht um die Kontrolle von Frauen. Sex nur wenn Kinderwunsch, dann am besten noch ohne jede Freude daran. Also nur in einer Ehe. Da sind wir dann wieder bei dem Thema was in den USA hochkocht, modesty. Wie heißt das hier? Sittsam, züchtig, usw. Also Folge Mutter, zu Hause, sich um die ( vielen) Kinder kümmernd. Abhängigkeit vom Mann, also bleibt frau. Usw. usf.

    Vermutlich steckt das dahinter. Allerdings frag ich mich, für welchen Mann wäre das denn ein erstrebenswertes Leben, zu Hause freudlosen Sex zum pflichtgemäßen Kinderzeugen, und eine Frau und Kinderschar, die Ansprüche an die Versorgung stellen? Frau wartet mit dem Essen zu Hause und Mann hängt mit Männern zum Biertrinken ab und lästert über die ewig unzufriedenen Frauen, nervige Kinder und das Gestreite über das Haushaltsgeld? - Ehrlich gesagt, wäre das auch für die konservativsten, radikal-katholischen Männer, die ich kenne, überhaupt kein erstrebenswertes Leben! Soviel "Unsere-Kleine-Farm"- oder "Ekel-Alfred" - Gehirnwäsche kriegt man doch heutzutage nicht mehrhin.

    Kalliope das stimmt schon, die innereuropäischen Flüge werden im Gesamt-Emissionshandel erfasst und angerechnet/kompensiert.

    Und asoziale Zerstörer sind die Superreichen, nicht die Menschen, die Billigflieger zu Billighotels nutzen, und da - sicher auch sozial und ökologisch fragwürdig - versuchen, günstig Urlaub zu machen.

    Aber wie bekommt man die Politik dazu, die Zerstörung unserer Lebensgrundlage durch Superreiche zu stoppen? Dazu muss eine Mehrheit der Bevölkerung Klimaschutz als wichtigsten Grund für die Wahlentscheidung haben. Und auch als wesentliche Motivation für die eigene Lebensführung. Und nicht es entweder cool finden, was tolle reiche Leute alles konsumieren, oder entspannt mit dem Finger auf "die da oben" zeigen und selbst aus dem Thema aussteigen.

    So wie Frisch das schreibt.

    Meine Teenager-Kinder sind resigniert und nehmen nur wahr, dass Umweltschutz und Klimawandel "out" sind. "Das ist abgewählt, Mama, das war früher mal cool, jetzt ist das den meisten egal".

    Hier geht beides in einem Atemzug:

    Beschweren über die krasse Hitze und den Klimawandel und das Verkünden von Urlaubsplänen, erst eine Woche Griechenland mit der Familie, dann noch mit Freunden ein paar Tage nach Mallorca, da ist es zwar auch heiß, aber am Meer ist das ja einigermaßen erträglich.

    Im Winter habe ich in einer der schwimmhallen in denen ich schwimmen war sehr viele Familien gesehen, die versuchen ihren Kindern das Schwimmen selber bei zu bringen. Die Schwimmmeister versuchen zu unterstützen aber die Eltern nehmen kaum Hilfestellung und Tipps an. Und wenn ich sehe wie sie versuchen dem Kind das beizubringen, verstehe ich warum das nicht gut klappt.

    So habe ich das auch gemacht - selber im Winter. Da oft lange Arbeitsnachmittage, waren wir dann abends im Schwimmbad oft allein und haben dann netterweise die Unterstützung der Schwimmmeister*innen bekommen, die dann auch nicht mehr mit sonstiger Aufsicht beschäftigt waren. Das fand ich super nett und effizient (auf einen Profi hören die Kinder ja viel besser als auf mich).

    Mich macht das so so so wütend !!!!!!!!! Und gleichzeitig fühle ich mich so hilflos.

    Mich ärgert meine Berufswahl, dass ich da so wenig Einfluss nehmen kann.

    ich weiss ja nicht, was das für ein Beruf ist, aber Einfluss kann doch jede*r nehmen. Nicht konkret auf die Wahl der Richterinnen und die Rechtsprechung, aber wütend sein und andere damit anstecken ist schon auch Einfluss.