Beiträge von martita

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    Ach ja, und ich würde das auf jeden Fall vorher auch besprechen. Manchmal wenn ich nachts merke, dass dieses ewige Dauergenuckel unangenehm wird und auch nicht schlaffördernd ist, kündige ich auch an, dass die Milch bald alle ist und biete den Schnuller an. Manchmal klappt das sogar!

    Das ist ein super Hinweis! Ich habe sowas auch immer den Kindern vorher klar gesagt, auch als sie noch ganz klein waren. Das war mir immer wichtig und irgendwie verstehen sie es doch.

    Als meine Tochter 6 Monate alt war und noch voll gestillt wurde, musste ich einen ganzen Tag auf eine Konferenz mit mehr als 12 Stunden Abwesenheit. Sogar da habe ich ihr das direkt erklärt: "Heute mittag kann ich nicht in der Mittagspause kommen, sondern muss den ganzen Tag bei der Arbeit bleiben, bis du heute abend schon im Bett bist. Papa ist die ganze Zeit bei Dir und gibt Dir die Milch in der Flasche. Wenn ich wiederkomme, kuscheln wir zusammen und du kannst wieder Mimi trinken".


    Wir haben oft die Erfahrung gemacht, dass unsere Kinder gut darauf reagieren oder damit umgehen konnten, wenn wir ihnen die Situation ganz klar und sachlich erklärt haben - so wie man es auch einem älteren Kind oder Erwachsenen sagen würde.


    Ich wünsche Euch alles Gute! das wird sicher problemlos klappen.

    Hier auch nochmal eine sehr gelassene Stimme.


    Ich habe beide Kinder jeweils ca 3 Jahre gestillt und in dem Zeitraum viele Dienstreisen machen müssen - zwischen 2 Tagen und 2 Wochen.

    Dass mich die Kinder (und der Papa) während meiner Abwesenheiten vermisst haben, und auch mal nachts mehr geweint haben, hat meiner Einschätzung nach kaum was damit zu tun, ob sie noch Stillkinder waren oder nicht. Die etwas größere, längst abgestillte Tochter hat oft viel mehr gelitten, als das kleinere Stillkind.

    Das einfach weiter stillen nach der Rückkehr war uns sehr wichtig - Mama ist wieder da, alles ist gut, die Milch schmeckt auch gut, dann sind die Tränen auch bald vergessen.


    Ich hatte eine Avent Handpumpe mit, die passt in jedes Handgepäck, kann auch auf Flugzeugtoiletten benutzt werden und macht auch keine Geräusche.

    Bei mir war das auch nötig - der Kleine hat noch mit 2-3 Jahren soviel gestillt (obwohl er auch große Portionen normales Essen aß), dass ich auf den Reisen oft mehr als 1 Liter zwischendrin abpumpen musste, um klar zu kommen.

    Ich habe die ganze Zeit das Gefühl, die Zeit sei stehengeblieben und wir stecken quasi noch im homeschooling fest. Nur mit dem Unterschied, dass sie morgens zur Schule gehen.

    Aber wenn ich nicht massiv unterstütze und fordere, versackt der Kleine (7. Klasse) komplett im Nirgendwo und verliert den Anschluss. Selbsterkenntnis oder eigenständiges Rückstände-Aufholen? - Das gibt es doch wohl nur in Bilderbüchern, oder?


    Die Zehntklässlerin gibt sich Mühe, aber auch da sehe ich das Abschlusszeugnis bzw. den Übergang in die Oberstufe gefährdet. Entweder sie haben in den Naturwissenschaften bisher wirklich erbärmlich wenig Stoff gemacht, oder sie hat das alles in Seelenruhe verschlafen - wahrscheinlich ein Mix aus Beidem.

    Nein, du bist nicht komisch. Ich kenne das auch. Ich fühlte mich innerlich verkloppt. Von innen grün und blau. Den Fuß unter den Rippen habe ich vorsichtig weggeschoben.

    Beim gemeinsamen Singen haben immer alle auf meinen Bauch geguckt, weil da Wanderbeulen unterwegs waren. Häufiger waren die Mitsänger dann auch unkonzentriert.


    Also: volles Mitleid von mir. Es geht vorbei! (Es muss ja auch einen Grund geben sich auf die Geburt zu freuen.) #rose

    Wanderbeulen - genau! Das hat meine Studis in einer Vorlesung auch ein bisschen die Konzentration gekostet - erst Wanderbeulen, dann Schluck-Auf.

    wir sind auch in Niedersachsen.

    Am Gymnasium der Großen geht es jetzt so halbwegs. Da sind auch schon Fächer ganze Halbjahre weggefallen. In der 5. und 6. gab es überhaupt niemals auch nur 2 Wochen am Stück ohne mindestens 2 bis 4 Stunden Ausfall, also eigentlich nie kompletter Stundenplan unterrichtet.

    An der Gesamtschule des Kleinen ist gerade die nominelle Stundenabdeckung durch Lehrkräfte bei gut 90 %. Man kann ja leicht ausrechnen, wie das wird, wenn mal jemand krank wird, auf Klassenfahrt geht usw.

    Eigentlich bräuchte eine Schule ja deutlich mehr als 100 % der Stundenabdeckung, um für sowas Kapazitäten zu haben. Und für das Drumherum ja auch noch!


    Corona-Lernstandslücken werden hier damit verringert, dass die Lernpläne "angepasst" werden, nicht durch zusätzliche oder auch nur reguläre Unterrichtsstunden.

    Kleinkram, aber neulich ein Gespräch zwischen zwei Kollegen, einer davon frisch Papa geworden: "wenn der Vater zwei Monate elternzeit macht, lohnt sich das finanziell, dann bekommt man 14 Monate. Wenn nur die Mutter Elternzeit nimmt, bekommt man nur 12 Monate. Da, wo ich vorher gearbeitet habe, war es schwierig, das zu beantragen, das war nicht gerne gesehen für die Väter."

    Nein, du Senkel. Das sind nicht mutter- und vatermonate, ihr könnt das aufteilen, wie ihr wollt. Und das musst du nicht beantragen, das kann dir der ag nicht verwehren. Und das mit dem "gerne gesehen" - willkommen in der Realität der meisten Frauen, uns beklatscht auch keiner dafür, wir sind dann halt oft komplett raus aus der Karriere.

    Der letzte Satz stimmt ja übrigens sogar noch für viele Frauen ohne Kinder oder ohne jegliche Elternzeit - quasi eine vorausschauende Planung der AG.

    Deswegen schadet ein Vater, der nur die "Vätermonate" bzw. nichtmal die nimmt, gleichzeitig auch noch allen Kolleginnen, die nur aufgrund der Vermutung, dass sie Kinder bekommen könnten, weniger Verantwortung im Job zugetraut bekommen.

    Das kann man ruhig hin und wieder in so ein Gespräch als Spaßbremse mit einfließen lassen.

    krass. Wir haben noch nie Schulbücher eingeschlagen.

    Wir zahlen für die Schulbuchausleihe jedes Jahr jeweils 20 % vom Neupreis - es wird von einer 5 jährigen Nutzung der Leihbücher ausgegangen.

    Meistens bleiben die Bücher sowieso in der Schule und werden nicht täglich hin- und her geschleppt.

    Meine Kinder scheinen ansonsten halbwegs pfleglich damit umzugehen, in der inzwischen 10 jährigen Schullaufbahn habe ich genau 1 mal 5 Euro nachzahlen müssen für einen Bleistift-Eintrag in einem Französischbuch, (der aber gar nicht von meinem Kind kam, aber egal).

    Außerden arbeiten die Lehrkräfte unserer Kinder insgesamt anscheinend nicht gerne mit den Büchern sondern teilen lieber tonnenweise Arbeitsblätter aus.

    Die von uns gekauften Arbeitsbücher Workbook, Cahier d'etudes, Grammatik-Übungsbuch, Mathe-Übungsbuch, Erdkunde-Übungsbuch etc, könnte man im Schreibwarenladen einbinden lassen, halte ich aber für unnötig, denn sie werden sowieso kaum genutzt, da bleibt keine Zeit neben den tausend Arbeitsblättern.

    Duden, Wörterbücher, Formelsammlungen usw. müssen zwingend als dicke Bücher angeschafft werden, da wurde aber bisher in den 5 Jahren, die meine Große diese schon besitzt, noch nie reingeschaut. Eingeschlagen haben wir die (Hardcover) auch nicht extra, sie sehen auch noch aus wie neu.

    AAber bei den männlichen Privilegien fehlt mir genau das, ich seh das nicht. Und das obwohl ich ja eigentlich zu jenen gehören, die sie entbehren).


    Es ist kompliziert.

    ich denke, dass das viel mit der persönlichen Umgebung zu tun hat. Mir begegnen männliche Privilegien sehr präsent im Beruf. Werdende Mütter bekommen mit Glück einen befristeten Teilzeitvertrag und werdende Väter eine Beförderung auf eine unbefristete Stelle - bei gleicher oder sogar trotz besserer Qualifikation und im gleichen Bewerbungsverfahren. Das ist jetzt bei meinem Arbeitgeber mehrfach vorgekommen.

    Wenn Väter früh losmüssen um Kinder vom Kindergarten abzuholen, ist das ein Lob der Chefin wert, Versäumnisse bei der Arbeit werden großzügig mit "engagierter Vater" entschuldigt. Mütter bekommen hochgezogene Augenbrauen und den Spruch, dass sie es halt nicht bringen.

    Während Frauen vielleicht in manchen gesellschaftlichen Debatten als Leidtragende des Patriarchats anerkannt werden und Männer eher nicht und deshalb bestimmt auch leiden, so erlebe ich die männlichen Privilegien oft so, dass sie Frauen in der Lebensgrundlage bedrohen. Ich bin in der Situation als Familienernährerin direkt damit konfrontiert. Entweder ich bin, inklusive meines "mental load" besser als die männlichen Kollegen, von denen die meisten in der Lage sind, dass selbstverständlich die Frauen ihnen den Rücken frei halten und den Hintern abwischen (jaja, mein Mann ist ja soooo wichtig, in dessen Job ist es unmöglich, auch nur an einem einzigen Tag pünktlich nach Hause zu gehen, oder wegen sowas unwichtigem wie die eigenen Kinder einen Termin abzusagen. Dann verliert er sofort den Job), oder ich und meine Familie haben das Nachsehen.


    Aus meiner Sicht leiden viele Männer noch in einer sehr bequemen Form unter dem Patriarchat. Und ich sehe insbesondere diejenigen, die in der Liga spielen - meine Frau hat so hohe finanzielle Ansprüche - in der Pflicht, ihr Gehirn und ihr Durchsetzungsvermögen, dass sie ja im Job offensichtlich brauchen - aus diesem absurden Hamsterrad auszusteigen.

    Die krassen Nachteile mit der kürzeren Lebenserwartung und den riskanteren Jobs haben doch eher die Männer, die kein 6stelliges Gehalt mit nach Hause bringen. Und dass die unter hohem Druck stehen, ist eher ein Problem der ökonomischen Unterdrückung und nicht ein gender Problem.

    wo bekommen die denn ihre finanziellen Ressourcen her? und welches sind international ihre Netzwerke?

    I

    @casa das ist wirklich fies.

    und ich bin immer wieder baff, dass es heutzutage Menschen gibt, die IM FREIBAD fremde Kinder auf ihre Kleidung ansprechen!

    Dafür gibt es in meinen Augen überhaupt keine Rechtfertigung oder vernünftige Erklärung!


    wegen gendergerechter Sprache: in Texten und Vorträgen versuche ich, wo immer möglich, neutrale Formulierungen zu finden (Fachkraft, Betriebsleitung, Kundschaft) und sage ansonsten Patientinnen und Patienten oder Schülerinnen und Schüler. Das entspricht am ehesten meinem Sprachgefühl und dadurch vermeide ich inhaltliche Verständnisprobleme oder Irritationen. Was ich gar nicht mag ist "Mitglieder:innen", das ist mir in letzter Zeit häufiger aufgefallen und finde es tatsächlich eine sinnlose Wortschöpfung, ähnlich wäre "Kinder:innen"


    lg martita

    So eine Art Religionsunterricht klingt für mich besser, als das was es mir in der Kindheit gab (also evangelische oder katholische Religion oder in der Parallelklasse mit im Unterricht sitzen), wie das konkret umgesetzt wird weiß ich aber nicht.

    In meiner Kindheit gab es gar keinen Religionsunterricht an Schulen. ;)

    äh, wahrscheinlich keinen Religionsunterricht, aber durchaus eine deutliche Vermittlung weltanschaulicher Vorstellungen. Und je nach eigener Identifizierung mit den dort vertretenen Werten, war die Wahrnehmung, wieviel Kritik man gefahrlos anbringen konnte, durchaus nicht bei Allen gleich positiv.

    Ich muss einschränken, dass ich das nur vom Hörensagen verschieden stark Betroffener berichten kann.

    Enaira


    Und ich bin soooo froh, daß meine Kinder nie gemobbt wurden, weil sie in der GS in den "Deutschförderkurs" (ander Bezeichnung für Sammelbecken anders bzw nichtgläubige Kinder) gingen.

    wtf???

    wo wohnt Ihr? sowas habe ich ja noch nie gehört? Deutschförderkurs nicht nach Sprachkenntnissen, sondern nach Religionszugehörigkeit?

    und könnte mir auch grad nicht vorstellen, wieso die muttersprachlich polnischen oder spanischen katholischen Kinder NICHT in den Deutschförderkurs gehen sollten, aber die (hier recht üblich) zugezogenen sachsen-anhaltinischen ungetauften Kinder schon? und die in dritter Generation ein-Großelternteil-kam-aus-der-Türkei Kinder sollen auch in den Deutschförderkurs

    Findet der Reli-Unterricht parallel zum Förderkurs statt?

    ist hier etwas OT, aber ich bin grad echt überrascht.

    achso, ich kann übrigens da auch kaum inhaltlich argumentieren - auch wenn mir die Argumente natürlich bekannt sind.

    Mein Punkt ist immer - "schau, als Angela Merkel Kandidatin war, wurde sie von allen Seiten total lächerlich gemacht und es war völlig undenkbar, dass sie geeignet wäre als Kanzlerin, und wie krass haben sich alle darin geirrt?"


    Und der Hinweis für die Landwirtschaft und ländliche Räume, dass es doch eine krasse Unzufriedenheit mit der aktuellen Situation gibt, dass die CDU niemals irgendwas gegen das Höfesterben unternommen hat, und wie sehr insbesondere die kleinen Betriebe von Bauernverband und CDU verarscht worden sind.

    Ich werde oft angesprochen mit dem Argument, dass die Grünen die Landwirtschaft kaputt machen wollen, und dass es den Landwirten ja schon so schlecht geht - dann antworte ich in der Regel, dass meines Wissens seit vielen Jahren die CDU bzw. CSU für das entsprechende Ministerium verantwortlich ist, und dass Kritik doch bitte an diejenigen zu richten sei, die aktiv die derzeitige Politik verursacht haben. - Das ist dann meist das Ende der Diskussion.

    Ich kann der Argumentation gegen das Wählen von Kleinst-Parteien zu 100 % folgen. Und ich finde den Hinweis super wichtig, dass die "großen" Parteien, inklusive der Grünen natürlich kein perfektes Programm haben. Ich glaube auch, dass das das grundsätzliche Problem aller "eher links" Parteien ist, dass deren Wähler*innen genauer auf Inhalte achten, und daher viel stärker kritisieren und sich auf Spezialparteien aufteilen, als das bei den CDU Wähler*innen der Fall ist.

    In meinem Umfeld ist es allerdings super schwierig, gegen die CDU zu argumentieren. In meiner Familie glauben alle tatsächlich, dass es mit Deutschland sofort und unwiederbringlich den Bach runtergehen wird, sobald die Grünen stärkste Kraft sind. Da kommt man schwer gegen an. Die sind 100 % überzeugt, dass es nur eine gute Wahlmöglichkeit gibt.

    Mal sehen, was raus kommt.

    Die praktische Vorbereitung und Prüfung machen bestimmt Spass!

    Allerdings finde ich es hier im Dorf immer ein bisschen schräg - es wird eine kurze Strecke geübt und geprüft - genau bei uns ums Haus rum.

    Da sehe ich dann immer die Eltern mit den Kindern üben, die ansonsten für 500 Meter Weg ihre Kinder mit dem Auto zum Kinderchor oder Fussballplatz fahren.

    Ich frag mich schon, was das dann an Sicherheit bringt, wenn man genau diese drei Strassen abfährt und einmal rechts und einmal links abbiegen übt.

    Es sind alles keine Familien, wo es an einem ordentlichen Fahrrad mangelt, wir wohnen in einem kleinen Dörfchen ohne stark befahrene Durchgangsstrasse, es ist total flach hier, also alles ideal zum Radfahren.


    Aber insgesamt ist es wahrscheinlich sinnvoll, mit der Klasse Theorie UND Praxis zu lernen. Hier ist es übrigens nicht wegen Corona ausgefallen - es wundert mich auch sehr, warum ausgerechnet draußen Fahrrad fahren wegen Corona abgesagt werden sollte - wo kann man den besser Abstand wahren, als draußen auf dem Fahrrad??

    lg martita

    Captain Janeway ist genial!

    Meine Tochter und ich schauen gerade die Voyager Serie komplett durch und lieben es!

    Kluge Ingenieurinnen und Wissenschaftlerinnen,

    eine Mutter mit Kleinkind voll im Dienst und kompetent

    Respekt vor anderen Lebensformen ist oberstes Starfleet Principle, Klingonen, Vulkanier, Menschen, Betazoide, Talaxier, Ocampa - sind alle gleichberechtigt, thematisieren Bedürfnisse und werden respektiert.

    Ich finde es ist eine tolle Utopie! - Nicht perfekt, aber schon ziemlich visionär.

    naja, es gibt schon eine Lösung, zumindest für das Kleidungs-Problem:

    Ich sammle die Sachen mit ein. Ich betrete ja durchaus öfter mal das Kinderzimmer, um das Kind zu wecken, oder abends einzukuscheln usw.

    Ein freundliches "komm ich helf Dir tragen, dann ist der Boden hier wieder frei" geht ja auch!

    Und wenn ich dem Kind in dem Augenblick nicht beibringen kann, dass es seine Pflichten selbstständig zu erledigen hat, lernt es halt, Hilfsbereitschaft zu schätzen und kann inzwischen auch umgekehrt hilfsbereit meine Wäsche mit zusammenlegen und mir ins Zimmer tragen.


    Schul-Dinge sind für uns schwieriger, weil man das eben nicht so nebenbei lösen kann, sondern eben noch intensivere Arbeit seitens des Kindes erfordert.

    lg martita

    Bei meinem Kleinen fing es auch ungefähr mit 8 Jahren an, dass es da ein PRoblem gibt. er ist jetzt 12 und es läuft immer ncoh nicht rund.

    Du siehst, dass es hier verschieden Ansätze gibt.

    Das entspannte "ihr Zimmer, ihre Ordnung" und "wenn die Wäsche nicht runter zum Waschen gebracht wird, hat Kind halt nix zum Anziehen" oder auch "lass das Kind doch malden Stress wegen der unerledigten Hausaufgaben doch mit den Lehrkräften ausdiskutieren" ist bei uns eher in Kindesvernachlässigung geendet, bzw. habe ich es nicht dahin kommen lassen.

    Kommt nämlich alles drauf an. Wenn die Lehrkräfte nämlich nicht Stress machen, sondern ohne weitere Kommentare halt schlechte Noten verteilen, und das Kind sich aufgrund schlechter Noten für dumm hält, dann wars das schon in der 3. Klasse mit einer erfolgreichen Schullaufbahn. So schnell wie das Chaos in den Schulsachen fürs Kind zu riesig wird, so schnell wie das Kind gefrustet ist und sich abgehängt fühlt, konnte man in unserem Fall nämlich kaum hinterherkommen. Auf die Einsicht, dass Schuldinge halbwegs geordnet aufbewahrt werden müssen und Hausaufgaben gemacht werden müssen, warten wir immer noch. Rabig heisst in dem Fall für mich, das Kind soweit - immer freundlich und mit möglichst viel Geduld, aber nicht immer sehr weichgespült - zu unterstützen bzw. auch darauf zu bestehen, dass das gemacht wird. Zwang heisst in dem Fall notfalls auch, dass alle anderen Freizeitaktivitäten gestoppt werden, insbesondere jegliche Bildschirmzeit, bis das läuft.


    Es dem Kind zu überlassen ob und wann es Kleidung in die Wäsche gibt, würde in unserem Fall bedeuten, dass das Kind halt eher in stinkenden und dreckigen Klamotten in die Schule geht. Auch da gibt es einfach mehrmals die Woche die Ansage "bevor nicht ALLE getragenen Kleidungsstücke nach unten gebracht wurden, geht das Leben hier nicht weiter". (Neben den häufigen Gelegenheiten, wo ich das natürlich auch fürs Kind übernehme. Ist ja nicht schwer, die Sachen liegen ja mitten im Zimmer auf dem Boden).


    Schön, wenn die meisten Rabenkinder das alles gechillt und mit viel Nachsicht der Eltern und aus Erfahrung lernen. Bei uns ging das nicht.

    Und nach einer Zeit mit heftigen Kämpfen darum ist es auch deutlich besser geworden. Die Ansagen braucht es immer noch, aber es gibt nicht jedes Mal ein Riesentheater darum.

    Also für uns kann ich sagen:

    Ja, es ist den Ärger wirklich wert bzw. es war einfach notwendig, den Ärger auszuhalten.

    lg martita

    Ich fände auch gut: einen Akkubohrer benutzen, die richtigen Dübel für Schrauben auswählen, Papierkram sortieren, Essensreste verwerten, einen Einkauf planen, die Waschmaschine bedienen...

    willkommen in der Arbeitslehre.


    aber natürlich nicht für Gymnasien. #haare

    ja, das finde ich an der Gesamtschule super. Mein Sohn hat AW - HW (Arbeit-Wirtschaft - Hauswirtschaft) bzw. AWT (Arbeit-Wirtschaft-Technik) . Da machen sie genau solche Dinge, Kochen, Lebensmittel-Ettiketten verstehen, Mahlzeiten planen, Werken, aber auch ein paar grundsätzliche Techniken zu Archivierung von Dokumenten am Computer, usw. Waschmaschine lernen sie nicht in der Schule, aber bereits zu Grundschulzeiten von mir zu Hause