Beiträge von martita

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    Ich hätte vieles davon weder als Kind gewollt, noch für meine Kinder gewollt.

    Freiheit hatte ich auch ohne Ende, obwohl meine Mutter, so wie die meisten anderen Mütter in meinem Umfeld, Hausfrau war.

    Selbstverständlich hatte meine Mutter, so wie die meisten anderen Mütter in meinem Umfeld, ihr eigenes Leben und das war ziemlich cool mit Treffen untereinander z.B.

    Ich weiß gar nicht was das immer für ein Bild sein soll, was da versucht wird aufzubauen von Hausfrauen, die von ihrem Mann beherrscht werden zu Kindern, die nicht wissen wie sie ohne Mami klar kommen sollen usw. Als hätte meine Mutter 24 Stunden um ihre Kinder geschwebt. Oder um meinen Vater. Lustige Vorstellung...

    Mein Vater hat übrigens selbstverständlich auch gekocht, geputzt, Wäsche gemacht usw. Ja nicht so viel wie meine Mutter, aber er war ja zusätzlich noch außer Haus arbeiten.

    ja genau, ich glaube auch, dass das der Punkt ist, den Kajak meint: die Frage nach dem, was eigentlich in der Zwischenzeit zusammen mit dem Hausfrauenmodell verloren gegangen ist. Einerseits an Absicherung bei Trennung durch die Gesetzesänderungen, andererseits auch an Zeit für ein Leben, das nicht so sehr vom Hamsterrad zwischen Erwerbsarbeit und überzogenen gesellschaftlichen Ansprüchen an Kindererziehung, Konsum, Schule..... geprägt ist.

    Ich habe in meiner Kindheit es so erlebt, dass die viele Frauen nicht oder nur sehr geringfügig außer Haus erwerbstätig waren, wohl aber ein eigenes Leben und eigene Verantwortlichkeiten hatten - eigene Arbeitsbereiche im landwirtschaftlichen Betrieb, die Bewirtschaftung des Gemüsegartens, Vorratshaltung etc, oft auch die Verantwortlichkeit für die Finanzen. Und vor allem eben auch Zeit und Raum für Solidarität unter den Frauen. Wo ich herkomme - eine Nachbarschaft von landwirtschaftlichen Familienbetrieben - hatten auch die Frauen ihre eigenen Gemeinschaftsstrukturen, gegenseitige Unterstützung mit Rechten und Pflichten, regelmäßige Feste, und das war keinesfalls den Männer-Zuständigkeiten unter- oder nachgeordnet.

    Mit der größeren individuellen Freiheit und der Berufstätigkeit hat meine Generation viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten und finanzielle Unabhängigkeit gewonnen, die ich nicht mehr eintauschen wollen würde. Aber es ist nur fair, auch mal wahrzunehmen, was an Gemeinschaftsstrukturen und Solidarität von Frauen untereinander dabei verloren gegangen ist.

    Die größere Freiheit oder Selbstsständigkeit von Kindern lag meiner Meinung nach nicht so sehr an Erwerbstätigkeit von Frauen in der DDR, sondern an der Zeit, 1970er-1980er Jahre. Das habe ich nämlich ganz am westlichen Rand der BRD genauso erlebt.

    Da werden übrigens die Kinderrechte gleich mit ein kassiert. Deckentraining ist das erste. Wenn das Baby die Decke verlassen will gibt's einen klaps. Da wird nicht von Erziehung gesprochen sondern von Training. Und Disziplin. Harte Disziplin, damit die Jungs Soldaten werden oder harte Arbeiter. Und die Mädels schickliche Hausfrauen. Die übrigens auf den Vater hören bis sie heiraten und für immer wenn sie nicht heiraten.

    Deckentraining #blink????

    Für Babies?

    Das mache ich mit dem Hund, allerdings nicht mit Klaps, sondern Geduld und Belohnung. Weil er sonst Besucher bedroht.

    Wenn nun andere darauf anspringen = diesen Lebensstil meinen leben zu müssen, kann man das ja nicht diesen Frauen zum Vorwurf machen #weissnicht .

    Ich finde durchaus, dass frau jemandem vorwerfen darf, rechte Propaganda zu verbreiten. Oder religiösen Fanatismus. Oder homophobe Kackscheisse. Oder...

    Nur weil das reaktionäre Gedankengut aus süssen blonden Köpfchen mit Babystimmchen kommt, wird es nicht weniger gefährlich. Genau dieses "aber das ist doch nicht gefährlich" ist beabsichtigt und verfängt ja offenbar sehr gut.

    Es geht nicht um " ist nicht gefährlich", es geht um eigenständiges Denken, sich eine eigene Meinung bilden und eben nicht einem vermeintlichen Ideal hinterher zu laufen, nur weil es "Hip" ist.

    Propaganda wirkt. Werbung wirkt. Weswegen verdienen denn Menschen soviel Geld mit diesen ganzen Filmchen? Der erforderliche individuelle Aufwand, "eigenständig zu denken" wird halt extrem gesteigert, wenn frau immer erst einen riesigen stinkenden Haufen rechte Propaganda wegschaufeln muss, um vernünftige Infos zu finden, um sich eine informierte eigene Meinung zu bilden.

    Wenn du Erfahrungsberichte willst, wie Kraft zehrend es ist, wenn das eigene Ideal und Lebensmodell eben nicht der vorherrschenden, noch immer sehr patriarchal geprägten gesellschaftlichen Vorstellung entspricht, kannst du in diesem Forum in tausenden Threads nachlesen.

    Also, ich schlafe erst wieder "durch", seit mein jüngstes Kind so 12/13 ist.

    Ich hatte mich schon damit abgefunden, dass ich für immer nachts so mit mindestens einem halben Ohr lausche, ob in der Wohnung auch alle friedlich schlafen :)

    Oh Gott, und danach kommt dann direkt die Zeit, in der die "Kinder" nachts spät unterwegs sind und man deshalb nicht schlafen kann?! #hammer

    So isses. (Aber das ist trotzdem viiiel besser als die Klindkind-Mutter-Unruhe.)

    ehrlich gesagt, finde ich das schlimmer - Kleinkinder konnte ich mit Handauflegen beruhigen, meine Phantasie bezüglich, was auf nächstlichen Strassen so passieren kann, ist in Kombination mit der Wechsel-Jahre-Grübel-Wachliege-Phase wirklich schlimm.

    Ein Tipp, den ich heute ausprobiert habe:

    bei Frostwetter liebe ich ja heißen Kakao mit Amaretto. - zu süßem finde ich den bitteren Geschmack eine sehr köstliche Ergänzung.

    Heute habe ich in meinen schokoladigen heißen Kakao zwei Tropfen Bittermandel-Aroma gegeben - das war wirklich sehr gut!

    Kakao mit einer Prise Kardamom ist auch sehr köstlich.

    Alles allerdings keine kalorien-armen Genuss-Momente.

    Ich fühle mich an Silvester immer irgendwie alleine, weil wir keinen richtigen Freundeskreis haben. Irgendwie denke ich immer, alle anderen feiern groß oder zumindest schön mit ein bis zwei befreundeten Familien.

    Du bist nicht alleine - ich mag es sogar recht gerne ruhiger, und es passt oft für mich besser zur Jahreszeit, die Zeit des Insichkehrens und des Inneren Wachstums. Auch die Erde ruht, und dennoch passiert ganz viel im Verdeckten, im Dunklen.

    Ich erinnere mich auch an Sylvester Parties in meiner Jugend, wo ich eigentlich das Bedürfnis nach Stille und allein sein hatte. Ich mag es jetzt sehr.

    Ich gönne allen die es mögen, ihre glänzenden Parties, ich selbst tanze an anderen Tagen gerne wieder.

    Ich werde zum Jahresabschluss Gottesdienst gehen, der ist um 17 Uhr, das ist mein wichtiger Moment.

    Sohn und Mann ist Sylvester egal.

    Um Mitternacht nehme ich meine Trompete, öffne die Fenster und spiele mehrere Male "Dona nobis pacem". Frieden ist mein sehnlichster Wunsch für das neue Jahr.

    Naru : ich denke, es kommt sehr auf das direkte Umfeld an. Verwandte von mir (er kommt aus Zentralafrike, sie aus ländlicher Gegend Deutschland) sind irgendwann aus der Großstadt im Ruhrgebiet weggezogen und fanden es in ihrem Herkunftsdorf - tiefkonservatives, katholisches Münsterland - dann doch einfacher und angenehmer zu leben. Ganz ohne Erfahrungen mit Rassismus sind ihre Kinder sicher auch nicht durch ihre Jugend gekommen, aber es gab (und gibt) schon einen allgemeinen Konsens darüber, was sich gehört und was nicht. Und sie sind halt einfach ins Dorfleben eingebunden. Das älteste Kind hat eine ungewöhnliche Sportart auf olympischen Level ausgeübt und hat eine breite Unterstützung und Sponsoren aus den ortsansässigen Unternehmen bekommen.

    Meine Kinder machen an der Uni in einer mittleren Großstadt (beide an der gleichen Uni) sehr unterschiedliche Erfahrungen: als weibliche PoC in einem klassischen Maschinenbaustudium ist es nicht einfach (Klischees über solche Studiengänge scheinen durchaus noch gelebt zu werden, 90 % Männer, die gebügelte karierte Hemden tragen und fast ausschließlich untereinander Kontakt pflegen). Das andere Kind ist in einem sehr international besetzten Studiengang mit künstlerisch-kreativem Schwerpunkt und macht ganz andere Erfahrungen.

    Ich hänge die zusammengehörenden Socken mit gleichfarbigen Wäscheklammern auf - so wie auch bei allen anderen Kleidungsstücken jeweils die gleichen Klammern (gleich Farbe, gleiche Form) verwendet werden. #nägel

    Hier kann ich mich anschließen. Manchmal ist es gar nicht so einfach, noch Klammerpaare zu finden, wenn die Klammern zur Neige gehen. Und natürlich nutze ich Wäscheklammern, weil die Sachen dann schneller trocknen, wenn sie ganz runter hängen und nicht doppelt über der Leine hängen.

    ich musste jetzt echt ein bisschen überlegen - haben die Wäscheklammern die gleiche Farbe wie die Socken?

    Ich hänge die Socken immer paarweise, aber zusammen mit nur einer Wäscheklammer auf (also oben am Bündchen zusammen).

    Wäscheklammern braucht man auch, wenn man den Wäscheständer zwischen draußen und drinnen oder verschiedenen Räumen hin und her trägt - wo es grad am wenigsten stört. Haben aber auch keinen Trockner und keinen "Hausarbeitsraum".

    Ich mag mich wirklich gern, und finde mich auch hübsch. Dabei geht es mir so wie mit eigentlich allen Menschen, die ich gern mag: Wir haben alle auch Schwächen, die für andere manchmal anstrengend sind, die uns aber doch nicht weniger liebenswert machen! - wie heisst es doch so schön kitschig aber wahr: wir lieben uns selbst und andere nicht "wegen ihrer Stärken", sondern immer "mit ihren Schwächen"!

    Also: ich halte mich für sehr "durchschnittlich" - also für klug, sympathisch, liebenswert, mit dem Bestreben Gutes zu tun, - so wie ich auch die allermeisten meiner Mitmenschen einschätze. Mir fällt auch gerade von allen Personen, denen ich begegne, keine einzige Person ein, die ich nicht auch als schön empfinden würde. Also nicht alle im Sinne von "Werbe-Plakat-Attraktiv", sondern jede*r auf ihre eigene Weise.

    Ich habe letztens im Krankenhaus mitbekommen, dass eine gestresste Krankenschwester dem Praktikanten Geld in die Hand drückte und ihn losschickte um eine bunte Dose Haribos zu kaufen.

    Beim nächsten Besuch habe ich dann eine große bunte Dose Haribos und eine Schachtel "Celebrations" - Schoko-Konfekt-Mix fürs Stationspersonal mitgebracht, einfach nur als "ein bisschen schnelle Energie zwischendurch". Ich hatte den Eindruck, dass das sehr gut ankam. Und es gab eine Pinwand mit Danke-Schön-Karten von Patienten und Angehörigen - zumindest auf der Station schienen sich also die Pflegekräfte auch einfach über eine nette Rückmeldung zu freuen.

    Ich möchte hier mal Maja Göpel nennen: Wikipedia stellt sie so vor:

    Maja Göpel (* 27. Juni 1976 in Bielefeld)[1] ist eine deutsche Politökonomin, Transformationsforscherin, Nachhaltigkeitsexpertin und Gesellschaftswissenschaftlerin mit Schwerpunkt auf transdisziplinärem Denken. Seit 2019 hat sie sich zunehmend auf Wissenschaftskommunikation spezialisiert.[2] Göpel ist Honorarprofessorin an der Leuphana Universität Lüneburg.[3][4][5]

    Prof. Dr. Maja Göpel | Transformations- und Nachhaltigkeitsexpertin
    Politökonomin, Expertin für Nachhaltigkeitspolitik & Transformationsforschung, Autorin, Beirätin, Hochschullehrerin & Rednerin.
    www.maja-goepel.de

    Sie hat mehrere Bücher veröffentlicht, jedes ist sehr empfehlenswert, besonders das folgende hat mir viel Mut gemacht!

    Wir können auch anders (2022)

    Hauptartikel: Wir können auch anders. Aufbruch in die Welt von morgen

    In dem Buch Wir können auch anders geht es Göpel hauptsächlich darum, unter dem Druck gegenwärtiger Veränderungen angemessene Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen und zum Handeln anzuregen. Sie rät von einem Flickwerk an „ausgedienten Strukturen“ ab und spricht sich für Umbauten aus, die zwar kurzfristig anstrengend würden, dafür aber besser in die Zukunft tragen könnten. Die ausdrücklich als Ergänzung ihres ersten Sachbucherfolgs wiederum unter Mitwirkung von Marcus Jauer entstandene Publikation wurde ebenfalls zum Bestseller.

    Ich hatte auch schonmal bei Konferenzen oder Seminaren mein gestilltes Baby dabei und habe auch mit schlafendem Baby vorm Bauch mal nen Vortrag gehalten. Wenn es halt kurz vorher beim Stillen eingeschlafen ist, ist das die am wenigsten störende Variante #weissnicht.

    Klar ist das in den meisten Berufen nicht möglich. Aber in den Berufen, wo es manchmal geht, wird frau ja meist nicht strikt nach Stunden Anwesenheit bezahlt, sondern muss sich halt so organisieren, dass die Arbeit fertig wird (z. B. in der Wissenschaft)