Beiträge von AnneL

    LemonySnicket,
    du schreibst es doch selbst: die Kommunalwahl von Göttingen im Jahr 1981!


    Und am Sonntag ist Bundestagswahl im Jahr 2013. Da geht es um die Energiewende, um Fracking (das Schwarz-Gelb nach einer gewonnenen Wahl aber so was von plötzlich durchdrücken wird, dass es einem schlecht werden kann ...), um ... Aber jedenfalls nicht um die Legalisierung von Sex mit Kindern.


    Das ist doch eine inszenierte Gespensterdebatte!

    Locke, in den Links von Voodoo weiter oben findest du drei Texte, die sich sehr differenziert mit der Sache auseinandersetzen. Besser bekomme ich das bestimmt nicht hin.


    Cohn-Bendits "Bericht" hat viel mit dem Wunsch, damals bestehende Tabus zu zerschlagen, der Enge, der Prüderie der sechziger Jahre zu tun, mit sexueller Revolution, Provokation, mit dem Austesten von Grenzen und dem Ausleuchten von Tabuzonen. Und eher wenig mit der primären sexuellen Prägung eines Erwachsenen auf Kinder. Also mit dem was man (also zum Beispiel auch ich) als Pädophilie bezeichnen würde.

    Ich war wild entschlossen, diesmal nicht Grün zu wählen. (Wer es wissen will: weil sie diesen Wahlkampf vom Ende her geführt haben, ur-grüne Themen aus der Energie- und Verkehrspolitik nicht kämpferisch vertreten und in den Mittelpunkt gestellt haben, aus dem Kalkül heraus, dass ihnen das nachher bei Koalitionsverhandlungen mit wem auch immer auf die Füße fallen könnte. Darüber bin ich ziemlich sauer.)


    Aber diese miese, doch völlig durchsichtige Dreckskampagne gegen Trittin lässt mich gerade umdenken. Ich kann es nicht fassen, dass Leute darauf reinfallen. Womöglich wähle ich jetzt am Sonntag doch wieder Grün ...

    Aber auch in Berlin gelten die Gesetze der Schwerkraft! ;)


    Solch zugespitzte Situationen mag niemand. Aber wenn die Eltern derart uneinsichtig sind, dann finde ich es richtig, dass der Staat hier die Rechte der Kinder verteidigt. Das Recht auf Bildung. Auf Teilhabe an einer freiheitlichen Gesellschaft. Notfalls eben auch gegen den Willen ihrer Eltern. Kinder sind nicht das Eigentum ihrer Eltern.


    Ein Grund, warum wir z.B. im Moment nicht daß tun, was wohl für unser Kind das Beste wäre. Angst, schlichte Angst.

    Trin, es tut mir sehr leid, dass ihr eine schwierige Schulsituation habt. Ich kann dazu nicht viel sagen, weil ich ja nicht weiß, um was es da akut bei euch geht. Aber ich glaube nicht, dass es in irgendeiner Form Ähnlichkeit mit der Familie aus dem Artikel hat.
    Ich kenne übrigens mehrere Kinder, die wegen schulischer Probleme - vorübergehend - keine Schule besucht haben. Wenn der Kinderarzt mitspielt ist es eigentlich kein Problem.

    mira76


    Tausend Dank! Für deine Tipps, Hinweise und Links dazu, was für den Radfahrer auch noch wichtig oder vielleicht sogar noch wichtiger ist als der Helm! Das kommt in diesen Diskussionen oft viel zu kurz.


    Abstand halten auch zu Autos, die am rechten Rand parken, wegen der Autotüren, die mal ebenso aufgemacht werden.


    Und was vielen auch nicht klar ist: wenn man als Radfahrer rechts neben einem LKW (ein langer Sprinter tut es auch) an der Ampel steht oder fährt, und der Fahrer sieht einen beim Rechtsabbiegen nicht, erfasst er einen mit den Hinterrädern. Auch wenn zwischen Vorderrädern und Radfahrer noch genug Platz ist, wird er Radius weiter hinten enger.



    mira76 schrieb:


    Was den Helm angeht, so gibt es leider viele Unfälle, wo der Helm nicht helfen kann. Ich bin trotzdem der Meinung, dass es alles in allem trotzdem Vorteile hat, einen zu tragen. Wieso sollte er auch schaden?

    Der Helm schadet bestimmt nicht, die Helmpflicht könnte es schon. Weil sie Radfahren "komplizierter" und damit unattraktiver macht. Und der wichtigste Schutz für den Radfahrer sind nunmal möglichst viele andere Radfahrer und viel Präsenz von Radfahrern im Straßenverkehr.

    ABER irgendwann fahren sie um die Ecke und hängen ihren Helm an den Lenker. Warum? Weil sie "keinen Helm tragen" mit "Erwachsen sein" verbinden.


    Ich glaube nicht, dass das der Grund ist. Wenn Teenies anfangen, Helme "uncool" zu finden, dann ist der Mangel an erwachsenen Vorbildern bestimmt der aller-allerletzte Auslöser dafür. Im Gegenteil. Das ist ja gerade die Zeit, in der die Erwachsenen als Vorbilder nur eine geringe Rolle spielen. Da muss man woanders ansetzen.



    Und warum im Urlaub eine Ausnahme? Wird sich im Urlaub im Auto auch nicht angeschnallt?
    Verstehe ich nicht, das sind doch einfach Basics, die eine Konstante haben sollten.


    Meine Kinder fahren im Alltag und bei Radtouren mit Helm, auch mein Teenie findet das selbstverständlich. Das finde ich wiederum prima (und keineswegs selbstverständlich, siehe ein Satz weiter oben). Und daher werde ich ganz bestimmt kein Fass aufmachen, wenn sie auf der autofreien Nordseeinsel auf dem Weg von der Ferienwohnung zum Strand keinen Helm aufsetzen. Irgendwo fängt halt Prinzipienreiterei an und bringt völlig unnötig Stress in eine Geschichte, die eigentlich gut funktioniert.



    Ich sehe uns Eltern als Vorbilder, also müssen wir auch vorleben, was wir von den Kindern verlangen.


    Vorbilder sind wichtig, keine Frage. Ich möchte es lediglich nicht in der Unbedingtheit stehen lassen, dass man alles das, was man von den Kindern verlangt oder ihnen verbietet auch selber tun oder unterlassen muss. Wir trinken Alkohol, unsere Kinder dürfen das nicht. Auch nicht rauchen, Auto fahren oder wählen. Sie müssen in die Schule, wir nicht, wir schaffen das Geld heran, sie nicht. Ich nehme mir Freiheiten heraus, die meine Kinder nicht haben und ich habe unzählige Erwachsenen-Pflichten, die sie nicht haben.





    Und sie fragt durchaus nach, warum jemand keinen Helm trägt, wo er doch Rad fährt.

    Und was antwortest du dann?


    Ich würde antworten, dass das eine (erwachsene) Person ist, die sich eben so entschieden hat.

    Hier auch grundsätzlich Helm. Wie sonst sollte ich es meiner Tochter gegenüber durchsetzen, dass sie einen tragen muss.


    Echt jetzt? Wieso sollte das so sein?


    Ich trage keinen Helm, der Papa auch nicht. Die Kinder tragen beide beim Radfahren Helme. Schon immer. Und Diskussionen gab es darüber auch nicht. Hier tragen schließlich alle Kinder Helme beim Radfahren, aber längst nicht alle Erwachsenen.


    Ausnahmen gibt es höchstens im Urlaub auf der Nordseeinsel. Früher haben wir die Kinderhelme mitgenommen, aber spätestens ab der zweiten Woche wurde dann doch ohne gefahren ... Na ja, jetzt nehmen wir sie nicht mehr mit ... ;)

    Und keiner gratuliert zu diesem durchschlagenden Erfolg!
    Dann mache ich es halt. :D


    Was mich eigentlich interessiert: Hast du die Kinder dazu gebracht, ihr Stockbrot selbst und geduldig fertig zu, äh, grillen? Hier endet das nämlich immer damit, dass die Erwachsenen die Stocke halten müssen ...


    Bzw. beim letzten Mal habe ich aus dem Teig einfach Stücke geformt und auf den Grill gelegt. Das kam auch gut an!

    Tigerauge schrieb:

    Welche "Möglichkeiten" habe ich denn?


    Wie alt ist dein Kind? Was genau ist aktuell das Problem? Ist in deinem Bundesland die Grundschulempfehlung verbindlich?


    Ich meine, du wirst nur etwas wirklich Sinnvolles über eure "Möglichkeiten" hören, wenn du etwas konkreter wirst.


    So ganz im Allgemeinen kann ich dir nur sagen, dass wir gute Erfahrungen gemacht haben mit einer Kombi aus: außerschulischen Herausforderungen (Sport und Musik) und einer Lehrerin, zu der das Kind einen guten Draht hat. Wir haben dem Kind von vorherein vermittelt, dass es in vielen Dingen in der Schule nix wirklich Neues lernen wird, aber dass es dort trotzdem "nett" sein kann. Ich schreibe gern mehr darüber, wenn ich weiß, ob das irgendwie in eine Richtung geht, die dir weiterhilft.

    ich muss mein Kind für die Grundschule passend machen, damit es aufs Gymnasium darf. Es muss nämlich in der Grundschule bei völlig unpassenden, weil zu niedrigen Anforderungen trotzdem Leistung bringen, um den entsprechenden Notendurchschnitt zu erhalten.

    Verstanden. Aber trotzdem wird dein Kind auch auf dem Gymnasium immer wieder damit konfrontiert sein, dass es Leistung bringen muss, obwohl der Stoff langweilig und der Unterricht lahm ist. Und jetzt ist die Frage, ob einem (deinem) Kind kurz- und langfristig damit gedient ist, hier medikamentös einzugreifen oder ob es nicht andere Möglichkeiten gibt, Herausforderungen für dein Kind zu schaffen, an denen es sich abarbeiten kann.