Beiträge von asreileeth

    Sie ist ja in Therapie. In den letzten Monaten haben wir die ein oder andere Baustelle beackert. Manches davon ist besser geworden, manches wird sich vermutlich nie ändern.

    Wir haben es eigenverantwortlich versucht, klappt nicht. Ansage - es findet sich halt fast immer etwas, was in dem Moment ne höhere Priorität hat (dieses Kind, dass dann dringendst aufs Klo muss, das ist meins, immer). Aber in unserem Fall ist dieser Punkt halt nur einer von mehreren und hatte keine ganz hohe Priorität, gab dringenderes

    elena , ja, das ist j. Die kleine ist, wie gesagt, völlig anders. J. Hat keine Diagnose in dem Sinne, also definiv nix ausm Autismus Bereich, im Gegenteil, einfühlsam ist sie durchaus, manchmal zu sehr, das ist eins ihrer Probleme, aber ihre Prioritätensetzung ist eine völlig andere. Sie blendet gefühlt alles aus, was sie nicht interessiert und hat ein anderes Zeitgefühl. Wenn sie sich gezielt auf Ordnung konzentriert, bekomme ich hinterher eine ziemlich aufgeräumte Küche. Oder einen tollen Kuchen. Oder etwas gebasteltes. Leider kommt das halt seltener vor, als es nötig wäre, in Sachen Ordnung.

    Ansonsten weiß ich, wäre ich ne Woche im Krankenhaus, hätte s. Jeden Tag was zu essen und eine gepackte Schultasche und saubere Klamotten. Aber das wäre eben der Notfall. Im Normalfall kommt J nur von ihrer persönlichen Wolke runter, wenn es gar nicht anders geht

    Es gibt halt kinder, die da irgendwie anders ticken. J. Lebt ein bisschen in ihrer eigenen welt. Im notfall könnte sie, das weiß ich, kam schon vor. Aber im Normalfall - wozu? Es stört sie nicht, wenn man sich halb die Beine bricht beim Versuch, über ihren Kram zu steigen. Es stört sie auch nicht, wenn ich die 20ste Kiste mit ihren Sachen ausm Wohnzimmer in ihr zimmer stelle. Ihr Sitzplatz am Tisch ist zugemüllt? Kein Problem, sie stellt den Teller drauf oder wischt alles kurz zur Seite, stapelt etwas anders oder setzt sich einfach woanders hin. Saubere Wäsche? Unnötig, dreckig ist auch okay. Sie findet ihren Krempel nicht? Wutanfall. Die Aufgaben werden grundsätzlich an die kleine Schwester weitergegeben (selbst so was wie, sich ein Glas aus der Küche zu holen, dazu müsste man ja aufstehen - die kleine ist übrigens ordentlich und hilfsbereit, also das genaue Gegenteil) und es wird kaum irgendetwas getan, ohne dass ich zig mal dran erinnere. Mir wäre es egal, wenn es nur ihr Krempel in ihrem Bereich wäre. Aber diese chaoswelle schwappt halt tagtäglich in alle Richtungen über und ich möchte schlicht nicht jeden einzelnen Tag mehrmals eine Diskussion über den Zustand des Esstischs führen.

    Was sie selbst dazu sagt, ist übrigens einfach. Ihr ist es egal, das Chaos findet sie okay, wenn es sein müsste, könnte sie ja. Sie will nur nicht. Wenn es uns stört, brauchen wir ja nicht hingucken.

    Vielleicht einfach mal schnuppern lassen und dazu paar Alternativen anbieten? Meine haben beide paar Jahre Jazztanz gemacht, das ist auch mehr Freiheit als im Ballett, viel choreo, auch kostüme und Auftritte. Ich hab da auch schon richtig gute Gruppen gesehen. Die kleine macht inzwischen Hiphop und gymnastik und Tanz, gefällt ihr beides, auch hier - hier und dort ein Auftritt, aber wenig Karneval (ich bin da auch eher kein Fan von, grad die Musik macht mich einfach nur fertig, so viel kann ich gar nicht trinken, dass mir das gefallen würde - trotzdem sitze ich den ein oder anderen Auftritt an Karneval aus, aber wenigstens nicht jedes Wochenende mehrere...)

    Meine Eltern fliegen grundsätzlich jenseits der Ferien, also jetzt z. B. Im Juni zwischen Pfingstferien in Bayern Sommerferien sonst wo. Eine Woche Türkei keine 1000 Euro AI 2 Personen. Das gleiche für Ägypten ausserhalb der Hochsaison.

    Es gibt schon einiges an Angeboten, nur mit Schulkindern halt nicht 🙄

    Hier ist Wochenende auch ungünstig, weil ja, familienzeit. Das geht halt nur am Wochenende. Ausnahme ist schon seit langem die beste Freundin, die gehört hier quasi zur Familie, die kids leben eh halb hier, halb dort. Alle anderen sind mir hier Sonntags zu stressig.

    Zu Kindergartenzeiten gab es auch oft Situationen, wo die Kinder sich nicht so recht einigen konnten. Manchmal hats geholfen, wenn ich Vorschläge gemacht habe. So in etwa, spielt mal ne halbe Stunde draussen, malt mit strassenkreide, geht aufs Trampolin. Oder - jetzt eine halbe Stunde das, was besuchskind machen will und danach ne halbe Stunde das, was mein Kind machen will. Oder tatsächlich gleich auf den Spielplatz gehen oder in den Wald oder sonstwohin, wo die Situation gar nicht erst entsteht. Und nach dem Kindergarten Pause zum runterkommen (ich weiss, schwierig, wenn alle nicht um die Ecke wohnen und Besuch besser gleich mit abgeholt wird).

    Mit steigendem Alter wirds normalerweise besser, halte durch...

    Martina, das kommt jetzt vermutlich doof, aber aus meinen Erfahrungen mit meiner großen, die auch eher anders drauf ist - hier in unserem ziemlich großen Umfeld ist bei Mädels alles, was abseits von Mainstream (und dieser ist klar definiert, ein Blick auf die Kids nach Schulschluß reicht) ist, von vorn herein auffällig. Fällt man noch aus dem Größenschema, fällt das erst recht auf.

    Man kann natürlich mit aller Gewalt versuchen, möglichst unauffällig zu sein (dann würd ich wohl zu H&M gehen und gucken, was da die Übergrößenabteilung in "tragen alle anderen so ähnlich" hergibt und dann kaufen, nachnähen, woanders ähnliches suchen) oder man versucht, nen eigenen Stil zu finden und das konsequent durchzuziehen. Das geht aber nur, wenn man selbst möchte. Geht von außen aufgezwungen nicht (die Phase kenn ich auch, ich bin vor 2-3Jahren fast verzweifelt daran, dass Kind nix kaufen gehen wollte, aber gleichzeitig nix mehr paßte und alles, was ich anschleppe, doof war), muß Kind schon selbst ran. Meine Große hat schon länger als Markenzeichen High-Waist-Röcke (in kurz, aber nie ohne was drunter), gern mit Boots kombiniert und ausgefallenen Schulter-/Ärmellösungen. Passt ziemlich gut zu ihr, sie ist sehr kurvig mit ausgeprägter Taille und kurzem Oberkörper. Vorher hat sie ne Weile die "ich bin gar nicht da"-Verhüllungsmethode praktiziert (bestehend aus langen Hoodies, auch im Sommer und Jeansleggings dazu), das war unauffälliger, aber auch sehr figurunfreundlich...

    Je nach Figurtyp ist es halt echt unterschiedlich, was einem steht, die reine Größe sagt da noch wenig aus...

    Wurschtel, das Grundproblem ist der geringe Stundenlohn. Und vielleicht kann jemand kompetentes was dazu sagen, wie Deine Steuerklasse aussieht, wenn Du getrennt bist. Ich hätte spontan vermutet, Du bist dann viel besser raus, weil Du dann nicht mehr die 5 hast.

    Vielleicht kannst Du dann nochmal rumrechnen und Dich entweder woanders bewerben oder der AG müßte mit dem Lohn hoch - wenn er für das Geld keine Mitarbeiter findet, wäre das eigentlich eine logische Schlußfolgerung.

    ich bin grad mal 160cm groß und mein Mann eigentlich auch völliger Durchschnitt. Die Sitze waren nicht nur zu kurz, sondern blöderweise auch zu knapp im Schulterbereich. Hinterher nach mehreren Kindern achtet man vielleicht eher drauf, aber damals haben wir einfach einen passenden mit guten Testergebnissen gekauft.

    Hm. Was sind denn die "üblichen Plastikdinger"?

    Wir haben entweder welche von Graco genutzt oder den unteren Teil vom Römer Kid (darf man laut Anleitung). Die nehmen sich imho in der Polsterung nix und der Kid ist ja ein ganz normaler Sitz, der haben meine Kinder jahrelang genutzt, auch auf 1000km-Fahrten.

    Styropor fand ich zu unsicher und ohne Hörnchen ebenfalls.

    Allerdings (zum Einwand von rosarot) - J. sass so ab 1,40m oder sogar schon etwas früher nur noch auf der Sitzerhöhung, da sie beim besten Willen von der Länge und Breite nimmer in das Rückenteil reingepaßt hat. Und mit nicht ganz 1,50m haben wir auch die Sitzerhöhung abgeschafft, der Gurtverlauf war gut und die Sitzerhöhung im Verhältnis zum Kinderpopo ziemlich eng. Kind war halt eher Sorte Sitzriese.

    S. ist eher klein (1,30m und kompakt, aber normalgewichtig), aber auch bei ihr wird das Rückenteil in absehbarer Zeit nimmer ausreichen. Bei ihrer,140m großen sehr schlanken Freundin reicht die Höhe des Rückenteils inzwischen auch nicht. Keine Ahnung, wer diese Sitze konzipiert, aber der 08/15-Sitz von vor ein paar Jahren taugt irgendwie nicht so recht für die Nutzung bis 1,50m.

    ich schleppe wesentlich weniger mit. Wobei ich auch schon lange keine kleinen Kinder mehr habe, deswegen fällt wohl einiges weg.

    Meine Handtasche ist kleiner als Din A4, ich mag es schlicht nimmer, den halben Hausstand mitzuschleppen, das hab ich durch die Kids lang genug getan. Und weniger ist mehr funktioniert im Grunde so gut wie immer, wenn man nicht gerade 3h lang irgendwo mitten in den Bergen oder aufm Feld unterwegs ist, wo weit und breit rein gar nix ist...

    Da ist immer drin - Geldbeutel, Einkaufstüte, Tempos. Bei längeren Ausflügen manchmal ne 0,5l Wasserfalsche, sonst nehme ich schlicht keine mit. Nix zu futtern, brauch ich nicht. Auch meist kein Stift/Block, was auch immer, dafür hab ich immer das Handy dabei.

    Handy mitsamt Powerbank steckt eher in der Jeanstasche und der Schlüssel mal so, mal so. Sonnenbrille hab ich auf der Nase, wenn ich eine auf habe. Ah, früher hatte ich immer Novalgin dabei, muß ich inzwischen auch nimmer.

    Bei Ganztagsausflügen hab ich statt Handtasche einen kleinen Rucksack und zwing den Rest der Familie, auch was ähnliches mitzunehmen, da ich keine Lust hab, den Packesel für alle zu spielen.

    Si Penidur, ja, das Kind hat hier und dort nen Hauch Ehrgeiz. In Mathe stand sie Klasse 5-7. auf einer 4, hat sich in der 8. jetzt auf eine stabile 3 verbessert. Sie mag das Fach an sich, kommt mit Geometrie gut klar und hat für die Vergleichsarbeit im letzten Halbjahr mehr gelernt als in den ganzen 3 Jahren vorher zusammen. Darauf war sie dann schon auch stolz, weil es sich ausgezahlt hat.

    Dafür ist Deutsch zur Zeit Sorte "das brauch ich nicht, juckt mich nicht, ich kann Grammatik, wenn ich muß".

    Naturwissenschaften sind wichtiger als Reli. Einiges hängt eindeutig vom Lehrer ab, anderes eher vom Fach als solches.

    Das kommt vermutlich sehr aufs Kind und die Schule an. Das große Kind hier ist getestet ziemlich intelligent, aber nicht hochbegabt. Begreift halt schnell, hasst routineaufgaben, hat leider ne recht niedrige Verarbeitungsgeschwindigkeit, was sich gern mal in Klausuren äußert. Sie prüft gern fünfmal nach, ob ihre intuitiv richtige erste Antwort auch wirklich richtig ist und schafft deswegen nicht alles. Kann inzwischen mündlich ganz gut diskutieren, dem war in der Grundschule und in der 5.-6. Klasse nicht so. Mag Naturwissenschaften, hasst zur Zeit Latein (französisch war allerdings so gar keine Option), kann gut Englisch (Youtube sei dank...), aber nicht unbedingt den Teil, der im Unterricht gefordert wird.

    Dieses Kind kommt seit 3,5 Jahren mit minimalaufwand durchs Gymnasium.

    Schreibt mal ne 2, selten mal ne 5, meist ne 3-4. Versetzungsgefährdet war sie aber nie. Bringt hier und dort mal ne Glanzleistung bei Klausuren, wo der grossteil der Klasse schlecht abschneidet. Versagt gern mal in vokabeltests, da muss man ja was tun. Lernt allerdings wirklich gelegentlich für richtig wichtige Arbeiten und da ist das Ergebnis dann auch gut. Schule hat in ihrem Leben einfach keine große Priorität. Für mich war es wirklich sehr schwer, da tatenlos zuzugucken und auch heute frag ich mich immer wieder, ob wir sie mehr schubsen sollen, aber im Grunde bringt es gar nichts, da macht sie dicht. Aber ich hab mich dran gewöhnt, mich da größtenteils rauszuhalten. Und sollte sie nach der 10. Klasse abgehen wollen, dann ist es eben so.

    Fazit - auch mit so einer Einstellung und einem absoluten minimum an Arbeitsaufwand kommt man durchs gym. Das gibt dann halt kein 2er Zeugnis, aber viel Zeit für alles mögliche jenseits der Schule.