Als der Lockdown kam, war S. In der 5. Klasse. Da war noch nicht viel mit Onlineunterricht. Ab der 6. Klasse wurde dann von der Schule zumindest gesagt, dass es die Möglichkeit gibt, sich bei Bedarf Geräte aiszuleihen, wenn gar nichts vorhanden (wie das aussah, keine Ahnung). Onlineunterricht klappte dann gut, ich denke, einige Kinder haben nur ein Handy genutzt. Generell nutzt die Schule Teams ziemlich aktiv, die Kids sind also seit 5 Jahren gewöhnt, dort regelmäßig nachgucken, ob es irgendwelche Infos oder Aufgaben gibt. Ab der 9. Klasse hatte ihre Klasse Tablets, da war das Thema Gerät eh durch.
Man braucht keinen PC, es reicht irgendein Gerät, mit dem man ins Internet kommt und die jeweilige App (Teams, BBB, Zoom, whatever) nutzen kann. Edit: die Aufgaben kann man auf Papier bearbeiten, das muss nicht am Handy sein. Macht man beim Schulbuch ja auch so.
Thema Internetanschluss - ich kenne persönlich inzwischen niemanden mehr, der so gar keinen Zugang zuhause hat. Die einzige war meine Schwiegermutter, aber da lag es am Alter und Sehkraft, Alter trifft auf die Familien mit Kindern ja nicht zu. Manche haben nur Mobilfunk, da kann es mit dem Datenvolumen wahrscheinlich knapp werden, aber der Zugang als solcher ist vorhanden. Auch in den Flüchtlingsunterkünften im Ort, so mein Stand. Alles in allem halte ich "gar kein Zugang zum Internet/kein Gerät vorhanden" ab der 5. Klasse heutzutage für ein eher sehr theoretisches Problem.
Edit 2: hier ist ganz normal Schule und das Wetter trotz Warnung nicht der Rede wert. Prinzipiell fände ich ich einen freien Tag bei dementsprechendem Wetter aber völlig okay, man muss bei einem Tag nicht gleich Onlineunterricht organisieren.