Beiträge von Aylani

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    Letztens war meine 13jährige krank und ich habe mich einfach mit in ihr Bett gelegt :D. Sie ist dann wie früher in meinem Arm eingeschlafen #love, definitiv einer der schönsten Momente in letzter Zeit. Ich denke sehr gerne an die Familienbett-Zeit zurück. Insbesondere die kleinen Momente beim Stillbaby, wenn man nachts wachgeschmatzt wurde( die Geräusche bevor sie anfangen vor Hunger zu schreien), T-Shirt hoch, Kind anlegen und nach wenigen Minuten sind beide wieder weggedämmert. Diese kurzen Minuten, wenn der Rest der Familie daneben friedlich schlummert, waren für mich große Glücksmomente#herz

    Und der Rückblick an die "gute alte Zeit" in den 80er und 90er Jahren, als noch nicht all die bösen privaten Dienstleister in Pflege und Gesundheit unterwegs waren, ist doch auch völlig verklärt. Damals lag man im Pflegeheim im 3-Bett-Zimmer.

    Absolut! Ich habe in den 80er Jahren als Nebenjob in einem Altenheim gearbeitet und es war der absolute Horror! Leider war ich zu jung und habe erst später so richtig realisiert, was dort abgelaufen ist, ganz schrecklich. Deshalb kann ich auch die früheren Zeiten überhaupt nicht gutheißen, es gibt Pflegenotstand seitdem ich denken kann und ich habe mehrmals den Job gewechselt, um bessere Bedingungen zu finden, Abstriche muss man immer machen.

    Was ich gut finde ist, dass immer mehr junge Kollegen ein Pflegestudium absolvieren. Die Akademisierung der Pflege wird den Beruf dauerhaft aufwerten und muss ein Trend werden. Die Zusammenlegung der Ausbildungsberufe Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege bedeutet zumindest für den Altenpflegeberuf eine Aufwertung. Ich befürworte die neue Einrichtung der Pflegekammer in NRW, auch wenn es leider eine Zwangsmitgliedschaft gibt. Das alles löst jedoch die derzeit akuten Probleme nicht und wird auch später nicht ausreichen.

    Ich denke auch, dass eine alternde Gesellschaft und der medizinische (teure) Fortschritt der hauptsächliche Kostentreiber sind,

    Ja, das glaube ich auch. Wenn ich daran denke, welche unnütze Intensiv-Therapien am Lebensende noch gemacht werden, der Anstieg der Beatmungs-WGs in den letzten 20 Jahren, das allein sind schon so unglaubliche Kosten. Aber immerhin erlebe ich inzwischen (im Gegensatz zu der Zeit vor über 20 Jahren), dass es tatsächlich mal Therapiebegrenzungen gibt, dass der Wunsch nicht mehr reanimiert zu werden, nicht mehr beatmet zu werden, berücksichtigt wird und dass auf eine palliative Therapie umgestellt wird. Das Thema muss noch viel mehr ausgebaut werden, die Menschen viel besser aufgeklärt werden, Patientenverfügungen müssen für alle ein ganz großes Thema sein. Für solche Aufklärungsgespräche muss auch unbedingt im Arztalltag viel mehr Zeit eingeplant sein.

    Leider befürchte ich auch wie Frisby , dass es eine Zeit geben wird, in der einfach nicht mehr jeder alles bekommen kann.

    Und wenn man erlebt, dass bestimmte Eingriffe und Therapien oft aus finanziellen Gründen stattfinden, dann braucht man sich nicht wundern, dass so viele Menschen im Gesundheitssystem im Burnout landen, denn auch das macht neben dem ganzen anderen Stress krank.

    Wenn ich drüber nachdenke, wie die Versorgung alter, kranker Menschen in 20-30 Jahren aussehen soll, bekomme ich echt Angst.

    vor allem - warum hat sich das so massiv in den letzten Jahre verschlechtert?

    Die Bekannte, die seit über 20 Jahren auf der Intensiv arbeitet, meint, das Personal wäre massiv reduziert worden. Sie hätten früher mit mehr Leuten gearbeitet.

    Kommt darauf an, wo man schaut, da gibt es tatsächlich Unterschiede. Aber es gibt je nach Lage auch Kündingungwellen vom Personal. Die Arbeit hat sich auf jeden Fall extrem verdichtet, die Patienten sind multimorbider und viel aufwändiger zu versorgen. Corona setzt dem ganzen eine Krone auf.

    Und man findet einfach nicht mehr genug Personal, es gibt sehr viele unbesetzte Stellen. Die eingeführten Pflegepersonaluntergrenzen waren schon mal theoretisch eine gute Idee, aber gelten nicht für alle Bereiche und bringen gar nichts, wenn sie pandemiebedingt ausgesetzt werden, es zu verfrühten Verlegungen von Intensiv kommt, Betten geschlossen werden oder es zu Personalverschiebungen innerhalb eines Krankenhauses kommt, wovon auch niemand profitiert. Und eingehalten werden sie auch nicht immer #weissnicht Wie auch, wenn morgens zum Frühdienst mal eben zwei Krankmeldungen kommen, dann muss die Arbeit auch so geschafft werden...

    Uns wurde jetzt das Mitarbeiterfest abgesagt, es könnten zu viele danach ausfallen... .Schade, hätte mich echt drauf gefreut, die Kollegen mal in einem stressfreien Setting zu erleben.

    Zum Glück hast du die OP jetzt hinter dir. Gute Heilung!

    Und mir ist die Geschichte eine Warnung, denn ich probiere übermütigerweise auch immer mal freihändig. Mit meinem Rad von früher konnte ich den ganzen Schulweg freihändig fahren, aber jetzt klappt es nicht mehr gut. Ich lass es in Zukunft einfach, ist vernünftiger.

    Das fände ich auch empfehlenswert, die Krankenpflegeausbildung als Wartezeitüberbrückung. Ich glaube, das ist sehr hilfreich, sowohl für das Studium, als auch für die Arbeit als Ärztin.

    Einerseits ja, hilft definitiv. Andererseits nimmt ein guter Abiturient jemand anderen einen Ausbildungsplatz weg, der möglicherweise ein paar Jahre länger in der Pflege arbeitet. Bei derzeitigem Personalmangel tut man dem System nichts gutes, wenn man Menschen ausbildet, die definitiv nicht in der Pflege arbeiten wollen. Muss man mit seinem Gewissen ausmachen. Deshalb schlug ich eher die Rett.-San Ausbildung vor, die nicht so lang ist und bei der man auch viel Erfahrung sammelt oder Pflegepraktika, die auch für das Studium angerechnet werden können.

    Das kommt darauf an, ob die infrage kommende Krankenpflegeschule überhaupt alle ihre Ausbildungsplätze besetzt bekommt. Nach meinem Kenntnisstand ist es derzeit eher kein Problem, an einen Ausbildungsplatz in der Pflege zu kommen. Jeder und jede, die das machen möchte, bekommt einen Platz. Ich hätte da eher keine Sorge, jemandem den Platz wegzunehmen. Aber das mag regional unterschiedlich sein.

    Hier im Umkreis ist es wohl kein Problem, die Klassen voll zu kriegen, ich weiß jedoch nicht, wie es woanders aussieht(das Problem zur Zeit ist ja eher, dass viele nach 6-7 Jahren im Beruf aufhören). Aber ist es sinnvoll, die Klassen mit Menschen aufzufüllen, die vorher schon wissen, dass sie nicht nicht in der Pflege bleiben? Und wenn es nicht mehr genug Auszubildende gibt, dann sollte man überlegen, wie man den Beruf attraktiver macht.

    Natürlich sind immer Leute dabei, die die Ausbildung zur Überbrückung machen(hatte ich damals auch so geplant, u.a. die Realität an der Uniklinik hat mich dann abgehalten...) Ich habe auch mehr oder weniger frisch examinierte Kollegen, die auf einen Studienplatz warten und die werden bestimmt sehr tolle Ärzte, eben weil sie auch noch eine wichtige andere Seite kennen (man erkennt diese Ärzte oft daran, dass sie kein Problem haben in der Pflege mit anzupacken)

    Aber eigentlich stimmt irgendetwas im System nicht, wenn es üblich wird, dass ein Teil der 3 Jahre ausgebildeten Fachkräfte bewusst nicht in dem Job landen. Vielleicht bin ich auch zu kleinkariert, aber im Hinblick auf das, was uns in der Pflege in den nächsten Jahren bevorsteht fände ich es schade, wenn dass eine empfohlene Praxis wird. Sorry für das OT, das ist hier eigentlich nicht Thema.

    Das fände ich auch empfehlenswert, die Krankenpflegeausbildung als Wartezeitüberbrückung. Ich glaube, das ist sehr hilfreich, sowohl für das Studium, als auch für die Arbeit als Ärztin.

    Einerseits ja, hilft definitiv. Andererseits nimmt ein guter Abiturient jemand anderen einen Ausbildungsplatz weg, der möglicherweise ein paar Jahre länger in der Pflege arbeitet. Bei derzeitigem Personalmangel tut man dem System nichts gutes, wenn man Menschen ausbildet, die definitiv nicht in der Pflege arbeiten wollen. Muss man mit seinem Gewissen ausmachen. Deshalb schlug ich eher die Rett.-San Ausbildung vor, die nicht so lang ist und bei der man auch viel Erfahrung sammelt oder Pflegepraktika, die auch für das Studium angerechnet werden können.

    Ich weiß von einer ehemaligen Pflegepraktikantin, die deshalb in einem baltischen Staat(ich glaub Riga in Lettland) ihr Studium begonnen hat. Ich habe einen Kollegen(Pflege), der extra seine Stunden reduziert hat, um für den Medizinertest zu lernen. Das war mir auch noch nicht bekannt, dass manche sich da so intensiv drauf vorbereiten, damals vor 30 Jahren machte ich wie sehr viele den Test, aber an eine große Vorbereitung kann ich mich nicht erinnern.

    Hat sie denn schon ein Praktikum in dem Bereich gemacht, um wirklich sicher zu sein? Die Wartezeit (wenn sie nicht gerade mehrere Jahre beträgt) lässt sich bestimmt gut überbrücken z.B. mit eine Rett.-San Ausbildung.

    Viele Erfolg! Gerade im Arztberuf finde ich andere Qualifikationen so viel wichtiger als allerbeste Noten, echt schade, dass die, die wirklich wollen dann so wenig Chancen haben.

    Hier gibt es jährliche Sponsorenläufe seit der Grundschule... Meine Kinder würden niemals bei irgendwelchen Nachbarn klingeln, um zu fragen, ob sie Sponsor werden. Verwandte sind bei uns auch nicht greifbar. Also habe ich jedesmal uns Eltern einzeln und die jeweilige Schwester als Sponsor eingesetzt. Die Kinder finden es blöd, ich auch. Ich würde das Geld lieber so spenden, ohne dass die Kinder dafür laufen müssten. Lose verkaufen hatten wir auch mal, da bekamen sie einen großen Packen, hab ich dann auch alle selbst abgekauft, bevor sie sich blöd fühlen, wenn sie die wieder zurückgeben müssen. Immerhin kommt meist die Hälfte des Geldes der Schule zugute und die andere Hälfte wird einem guten Zweck gespendet.

    Ich drücke dir die Daumen! Genau das habe ich letztes Jahr gemacht, Stelle gewechselt, weil ich mit dem Rad fahren wollte und weil ich nochmal eine neue Herausforderung brauchte. Für mich war es sehr schwierig, ich habe mehrere Monate ziemlich gelitten, u. a. weil ich vorher in einem absolut traumhaften Team war

    und meine Kollegen sehr vermisst habe #heul . Zum Glück konnte ich Kontakt zu einigen Kollegen halten #herz

    Ich genieße das Radfahren zur Arbeit sehr, verdiene mehr, spare Benzin +Fahrtzeit und etwas andere Arbeitszeiten passen viel besser ins Filienleben, so dass ich Stunden aufstocken konnte. Auch wenn es fachlich nicht ganz einfach war, bereue ich es nicht.

    Wir waren über das lange Wochenende Zelten… und wollten baden und Boot fahren 🥶

    Wir waren auch zelten im Hunsrück. Wir sind schon Samstag Abend statt Sonntag zurück, weil die Nacht noch kälter angekündigt war. Dafür habe ich immer noch Lagerfeuer-Geruch in der Nase, da war es schön warm

    Ich habe mir heute morgen beim Fahrradfahren auch wieder eine Jacke und Handschuhe übergezogen. #motz Aber immerhin kein Regen ...

    Ja, Handschuhe und Buff habe ich heute früh auch rausgekramt zum Radfahren

    Hier auch noch ein Erfahrungsbericht: mein Mann hat gerade den Linsentausch wegen grauen Star hinter sich. Zwischen den OP's lagen vier Wochen, drei Wochen wollte die Praxis mindestens. Vor der OP war er fehlsichtig(ich glaube weitsichtig) plus Hornhautverkrümmung an einem Auge sehr stark, weshalb er dort eine torische Linse bekommen hat. Er kann in der Ferne jetzt sehr gut sehen, braucht aber zum Lesen und für die Computerarbeit immer eine Brille(vorher ging es noch hin und wieder ohne). Die Augenklinik(mit sehr gutem Ruf hier in der Gegend) setzt keine Linse ein, die gleichzeitig auch die Altersichtigkeit behebt, da sie damit zu wenig Erfahrungen haben und noch nicht überzeugt davon sind. Für meinen Mann war es ein großer Erfolg, da die Einschränkungen vorher groß waren + jede neue Brille gefühlt nach wenigen Wochen nicht mehr richtig passte. Er hatte bis jetzt noch keine Enduntersuchung, weil sich seine Nachsorge- Augenärztin den Arm gebrochen hat. Solange kommt er gut mit einer Billiglesebrille hin und freut sich über scharfes Sehen mit deutlichen Farben. Als erstes fragte er, ob der Himmel wirklich so blau sei :D. Die Zuzahlung für beide Linsen( beide nicht das Kassenmodell) ist vierstellig, aber es soll ja hoffentlich ein Leben lang reichen. Er war jeweils eine Woche nach OP krank geschrieben, aber hatte keine großen Probleme. Schwieriger war eher, alle Termine+Kontrollen so zu legen, dass ich Zeit hatte, ihn fahren zu können, da dann oft auch nochmal getropft wurde und er in den ersten Tagen nicht fahren konnte.

    In Rötgen/Eifel, nicht weit von Aachen gibt es eine Therme mit Hotelanbindung. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich das weiterempfehlen kann. Ist mindestens 20 Jahre her, dass ich dort war. Eine Freundin sagte, dass es etwas runtergerockt wirkt #weissnicht Das ist direkt am Eifelsteig, also schöne Gegend.