Beiträge von kiddo

    Talpa und derFabian

    Da stand tatsächlich „das nennt man Erziehung“ nachdem Du, Fabian, berichtest hast, Du würdest Deinem Kind keine PanzerPulli kaufen. Über die Gleichsetzung von Glubschies und Panzern, garniert mit diesem bissigem Kommentar habe ich mich nämlich auch geärgert. Und jetzt komme ich mir noch verarscht vor, weil es da nicht mehr steht und Du behauptest es hätte sich nichts geändert.

    Kitia, das ist auch etwas, was ja ganz tief wurzelt (bei mir selber auch!) „Jungssachen“ für Mädchen gehen ja noch, das wird zum Teil sogar anerkannt als cool, „Räubertochter“ usw. halt ein Tomboy.

    Aber die Rolle des Glitzerfeenjungens ist viel schwieriger einzunehmen und löst kaum Bewunderung aus. Da könnte man jetzt denken, Mädchen haben es leichter (und bei der Kleiderwahl z.B. ist das auch sicher so), aber die Krux ist ja, dass der Grund darin liegt, das männlich Attribute Frauen aufwerten können, weiblich Attribute einem Mann aber nicht zustehen. Also des Pudels Kern führt zu einer Abwertung des weiblichen Geschlechts.

    Kann sich ja jede(r) mal selber fragen: würde man dem großen Sohn ein rosa Rad kaufen, damit die Tochter es später auch nutzen kann?

    Aber Panzer sind schon eine andere Kategorie als Glubschies, oder?

    Meine eine Tochter hat auch einen sehr „geschlechtstypischen“ Geschmack. Das finde ich völlig in Ordnung, ich will nur nicht, dass die Dinge dann mit (nur für) Mädchen gelabelt sind! Alle Farben, Designs, Spielzeuge.... stehen allen offen.

    Mein Thema, dass mich immer wieder ärgert sind ja Klamotten.

    Ich verstehe nicht, warum diese so stark einem Geschlecht zugeordnet werden.

    Meiner Tochter habe ich jetzt bei C und A einen Pulli aus der Jungsabteilung gekauft: dunkelblauer Strick, Schlichter Schnitt mit eingestickten Dinos. Dass die Kleidung nach Jungs und Mädchen geordnet im Laden liegt- meinetwegen. Aber im Schild dieses Pullis steht dann noch: „for awesome boys“

    Das ist doch kacke! Warum?


    Überhaupt rege ich mich darüber auf, dass Tiere gefühlt in Mädchen- und Jungendesigns eingeteilt werden, das ist doch bekloppt und entspricht ja noch nichtmals angeblichen geschlechtstypischen Interessen, da die meisten Kinder ja viele verschieden Tiere mögen.

    Aber die von mir beobachtete Zuordnung ist u.a. Tierbabies, Schmetterlinge, Kaninchen, Vögel, Meerschweinchen: Mädchen

    Dinosaurier, Löwen, Tiger: Jungen.

    Grade dass alles niedliche nicht für Jungs sein soll, finde ich so absurd. Als würden Jungen (im Gros) Tierkinder nicht süß finden!

    Das wiederum erinnert mich an entzückende Eishörnchen-, Einhörnchen-, und Eichhörnchen-Verkuddelungen und der Kleinkinderzeit 😍


    Gestern habe es Sushi mit Wasabi, wir erklären was das ist, es fällt das Wort „Meerrettich“. Die siebenjährige erklärt uns top informiert: „es gibt ja eine Meerrettichsteuer!“

    im zoo, die erbse flippt fast aus vor Verzückung, als sie "nasenhörchen" sieht-ein Nashornbaby

    Ich frage sie "die magst du echt gern, ne?"

    "jaa. super lecker!"

    Das erinnert mich an einen Wildpark-Spaziergang mit meinem damaligen Kleinkind. Wir sind am Mufflongehege und sie kommentiert die Tiere und meine Erklärungen immer wieder mit „mmmhhh“ und Schmatzgeräuschen. Ich fand das ziemlich irritierend und brutal bis ich verstand, dass sie in Gedanken wohl eher bei Muffins ist. 😄

    Vielleicht sind die Nashörnchen ja auch Eishörnchen?

    Mein Kind hat gestern 6 Scheiben Gurke in der Schule gegessen!

    Und am Wochenende bei Oma Blätterteig mit Fischkäse und Tomatenscheiben. Die beiden letzten Komponenten waren eine große Überraschung. Ich glaube ganz langsam tut sich was. Sie ist jetzt 10.


    apropos Knabbereulen: meine mag gerne Zootiere aus Laugengebäck von Lorenz.

    Es geht um die Uhrzeit der Geburt.

    Große Tochter: „wisst ihr, dass es Zwillinge gibt, die an verschiedenen Tagen Geburtstag haben?“

    Kleine Tochter: „Einäugige?!“

    Bei uns gipfelte ein Gespräch, darüber, dass alles (auch Menschen) zu Erde wird und eine Erklärung zum Lebenskreislauf in der Erkenntnis: „ Tote Menschen sind aus Apfelbäumen gemacht!“

    Meine fast 10jährige is(s)t auch picky. Und ja, dazu insgesamt super sensibel und willensstark.

    Interessant finde ich, dass sie unheimlich gerne backt und inzwischen auch kocht.

    Da macht sie neuerdings sogar Sachen für andere, die sie selber gar nicht mag. Das ist, finde ich, ein Riesenschritt, sich den Lebensmitteln zu nähern.

    Wirklich schwierig und schade finde ich, dass sie nicht einfach so bei anderen mitessen kann. Es ist ihr dann auch peinlich um etwas anderes zu bitten und sie möchte nicht unhöflich sein und nichts essen. Das bringt sie dann in unangenehme Situationen.