Beiträge von buechertrine

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    Na, unverzichtbar finde ich sie wahrlich auch nicht:), unverzichtbar oder durch nichts anderes zu ersetzen gibt es wahrscheinlich nur wenige Basics im Kinderleben. Aber es gibt für mich halt keinen Grund, für die komplette Abschaffung zu plädieren, von mir aus kann das so weiterlaufen.

    Sie brauchen ja auch nicht komplett abgeschafft, sondern nur ordentlich reformiert werden.

    Ich war nicht stolz auf diese Urkunde, sie bedeutete mir nichts. Hab ich doch (Turn- und Schwimmverein-erfahren) sofort gemerkt, daß hier keine Gleichgesinnten einen Wettkampf betreiben. Ich spürte die Unlust bei allen, war in keinster Weise motiviert, hatte folglich auch keine ernst zu nehmenden "Wettkämpfer", denn wir absolvierten halt unter Zwang was man von uns verlangte.

    Jepp. Ich habe keine meiner Siegerurkunden noch, aber einen dicken Ordner mit und bis vor kurzem sogar noch den Karton mit allen Auszeichnungen und Schleifen meiner früheren Sportart.

    Da habe ich auch gelernt mit Misserfolg umzugehen. Und zwar echt. Das war auch lehrreich. Bei den BJS sehe ich, wie viele hier tatsächlich auch überhaupt keinen Nutzen.
    Ich frage nochmal, was lernt ein Kind, dass schon verloren hat, bevor es überhaupt angefangen hat?
    Und wo ist der sinnvolle Nutzen bei pädagogischem Zwang? Außer das ich lerne, dass es sich Schei... anfühlt?

    Im Verein hatten wir alle das Ziel, wir wollen gewinnen. Und da hat man sich auch echt fies angestrengt. Und da bin ich bei Erfolgen total ausgeflippt mit dem gesamten Team. Und bei Misserfolgen habe wir zusammen geweint, ohne uns abgewertet zu fühlen. Wir haben uns zusammengesetzt und gerätselt, was falsch gelaufen ist.

    Bei den BJS habe ich mein Soll abgeleistet, habe ein oder zweimal versucht eine Ehrenurkunde zu bekommen, da mir aber diese Sportart schlicht so gar keinen Spaß gemacht hat, habe ich es nicht geschafft, und "nur" eine Siegerurkunde bekommen, die Sache für mich abgehakt und mich nur noch irgendwie durchgetüddelt. War damit soweit zufrieden und habe das Ding dann irgendwann weggeschmissen. Bedeutet hat es mir nichts. Ich hatte aber auch nicht den Ehrgeiz, wie bei meinem anderen Sport, denn es war ja nichts, wo ich mir ein Ziel gesteckt habe, sondern dass mir auferlegt wurde.

    Und so wie ich das allein schon hier sehe, sind die BJS eben nicht sonderlich beliebt. Was ist daran so absolut toll und wichtig, was die meisten hier nicht sehen?

    Und jetzt kommt mir nicht wieder mit Erfolg und Misserfolg in geschütztem Rahmen. Da gibt es deutlich bessere Möglichkeiten. Oder was macht den vorprogrammierten Misserfolg so erfahrenswert?

    Mmh, einerseits soll man seine Schultraumata therapeutisch begleiten lassen und andererseits soll alles so bleiben wie es ist. Sämtliche Argumente die dafür sprechen, die BJS als ein Schulsportfest zu modernisieren und vielfältiger zu gestalten, werden hier abgebügelt.

    Ich finde es auch erstaunlich, wie hier persönliche schlimme Erinnerungen oder Erlebnisse von den Befürwortern (von denen einige selbst sagte, dass sie die Veranstaltung nur vom Hörensagen kennen) heruntergespielt werden. Ist nich mit dem Prinzip: "Wer leidet mehr."

    Ja, das wundert ich auch. Gerade wo hier doch die Bedürfnisorientiertheit so hoch gehalten wird. Und wenn das alles gar nicht so schlimm ist, warum dann nicht freiwillig? Weil dann fast keiner mehr hinginge? Tja, dann sollte man das wohl mal hinterfragen.
    Und wenn es tatsächlich für einige traumatisch war, dann sollte man erst recht noch mehr hinterfragen.


    Wobei in Deutschland auch an Privatschulen Kinder aufgenommen werden müssen, deren Eltern sich den Elternbeitrag nicht leisten können. Das muss dann anders (z. B. über höhere Elternbeiträge für die anderen) finanziert werden. Kann natürlich sein, dass das in eurem Fall nichts nützt, weil ihr zu viel verdient, aber den Beitrag trotzdem nicht zahlen könnt, ich wollte nur erwähnen, dass diese alternativen Schulen nicht nur was für Gutverdiener sind. Allerdings kann ich mir auch gut vorstellen, dass in der Praxis dann bei vielen Schulen die zahlenden Eltern trotzdem bevorzugt genommen werden. Es darf halt nur nicht der offizielle Ablehnungsgrund sein, dass man den Beitrag nicht zahlen kann.

    Oh nein, wir wurden auch gar nicht abgelehnt. Im Gegenteil, wir hätten den Platz bekommen, nur hat sich dann so viel in unserem privaten Umfeld geändert, dass es zu dem Zeitpunkt nicht (mehr) machbar war.
    Außerdem geht meine Große bislang gerne auf ihre jetzige Schule und möchte auch gar nicht wechseln. Wie das wird, wenn sie dann Noten bekommt, werden wir sehen.
    Ganz gestorben ist das Thema für mich noch nicht, aber solange meine Tochter sich wohlfühlt, sehe ich keinen Handlungsbedarf. Ihr muss es gefallen.
    Schön wäre es halt, wenn es auch bei Regelschulen so etwas gäbe. Wenn da mehr passieren, sich ändern würde und man den Kindern ein bisschen mehr Vertrauen entgegen brächte.


    Na, dann fangen wir doch klein und mit unserer Zukunft an, und schaffen verpflichtende Teilnahme an den BJS und die derzeitige Form der Notenvergabe in der Schule als nahezu allgültige Form (der Alternativen sind wenige) ab und machen unseren Kindern buntere Angebote.

    Gerne. Wir habe hier auch eine tolle Schule in der Nähe, die ich gerne für meine Kinder gehabt hätte. Aber leider ist die eben Privat und das können wir im Moment nicht stemmen.

    Das sind meine Erfahrungen und die haben ebenso zu gelten wie die negativen Erfahrungen, von denen hier berichtet wird.

    Richtig, aber eben auch nicht mehr. Und so ist im Moment. Die, die Spaß haben gelten mehr, als die, die leiden.

    Es ist schön, dass deine Kinder daran Spaß haben, darum muss man sich aber eben auch nicht besonders darum kümmern und wäre das ganze freiwillig, dann könnten deine Kinder ja auch immer wieder daran teilnehmen.

    Aber was gelten die nicht wenigen, die eben so überhaupt keinen Spaß daran haben? Nichts, denn die müssen sich da irgendwie durchwurschteln.

    Na ja, wie soll es auch vermittelt werden? Es gibt bei den BJS keinen Gruppensport, außer die haben das geändert.

    Tja, und bei uns gab es die, die sich mit ihrer Ehrenurkunde vor allen gebrüstet haben. Die haben dann Angeberei gelernt. Es gab aber auch welche, denen war die Ehrenurkunde schon eher peinlich, wollten vielleicht kein Streber sein?

    Die Siegerurkundler, so wie ich es war, hatten es da, würde ich sagen am besten. Wir waren Durchschnitt, Mittelfeld, normal und dadurch alles gut.

    Und dann gab es die rebellischen Verlierer. Verlierer aus Protest. Die waren schon irgendwie mutig und cool. Hm, das wäre vielleicht was sinnvoll gelerntes. Kein Mitläufer zu sein und sich nicht zwingen lassen, nicht mit der breiten Masse schwimmen. Dazu hat mir der Mut gefehlt.

    Und zu guter letzt gab es die echten Verlierer, die lieber gar nicht darüber gesprochen haben und das nächste Mal dafür gesorgt haben, sofern sie konnten, nicht mehr teilzunehmen.

    Pauschalisierungen sehe ich da auch nicht, sondern es passiert ja. Wie vermittel ich denn mit einem Einzelsport Teamarbeit und Gruppengefühl?

    Und wie vermittel ich das positiv, an etwas teilnehmen zu müssen, von dem ich weiß, dass ich das nicht mit Erfolg abschließen kann und das mir keinen Spaß macht? Wo ist das pauschalisiert?

    Um die, die daran mit Freude teilnehmen und Erfolge oder mal vereinzelt persönliche Misserfolge haben, muss sich keiner Gedanken machen. Da ist doch alles Tutti. Aber was ist mit den anderen. Einfach wegleugnen. Es hat allen Spaß zu machen und alle habe was positives draus mitzunehmen.

    Warum werden hier die, die wirklich darunter gelitten haben einfach so übergangen und nicht bedacht? Aber sind das nicht genau die, um die man sich Gedanken machen sollte? Oder einfach mal wieder unter Kollateralschaden verbuchen? Hauptsache mein Kind hat Spaß?

    Gruppensituationen, gibt es bei BJS nicht, außer die Wartenden. Denn der gesamte Leichtathletik- und Schwimmbereich ist auf Einzelsport ausgerichtet. Turnen genauso. Jeder ist Einzelkämpfer.

    Erfolge oder Misserfolge gibt es z.T. vorhersehbar, dadurch lerne ich aber nicht den Umgang damit. Was nützt mir der Misserfolg, den ich schon habe, bevor ich überhaupt angefangen habe? Das ist nicht negativ bewertet, sondern das geschieht ja so. Wenn ich schon auf dem Pausenhof zu den Langsamsten gehöre, werde ich wohl kaum bei Sprint alle hinter mir lassen. Ich weiß also schon bevor ich überhaupt begonnen habe, dass ich schon verloren habe. Und das kann keinen Spaß machen und da lerne ich auch nichts sinnvolles.

    Sport, ja, aber warum muss es Leichtathletik und Schwimmen sein? Warum nicht Judo, Fußball, Hockey, Basketball, Einradfahren, Trampolinspringen, Turmspringen, Wasserballett, Inline Skaten, Parcour, oder, oder, oder. Schwimmen würde sich mir noch erschließen, da ja ein großer Teil unserer heutigen Kinder nicht schwimmen kann.

    Aber warum muss es Konkurrenzkampf, Wettbewerb, Gegeneinander sein? Warum muss ich mich mit anderen messen, mich vergleichen, besser oder schlechter als mein Nachbar sein? Warum darf ich nicht einfach so gut sein, wie ich bin?

    Das ist doch wie mit der gesamten Schulsituation. Frag doch mal ein Kind, warum es Hausaufgaben macht. 9 von 10, wenn ich sogar mehr werden sagen, weil es der Lehrer/die Lehrerin will und nicht, damit ich das besser kann.

    Auf der einen Seite, wird den Kindern soviel Kompetenz in vielen Bereichen attestiert, aber hier sind sie einfach zu blöd, um zu sehen, was gut für sie ist.

    In der Schule lernen die Kinder für die Schule, die Lehrer und vielleicht noch ein bisschen für die Eltern, aber selten für sich selber. Sie lernen xy, weil ihnen gesagt wird, dass sie das lernen müssen und nicht, weil sie erkennen, dass sie es brauchen.

    Leider gibt es noch nicht genug Schulen, die genau das beachten, bzw. die, die es gibt und die z.B. für uns erreichbar wären, sind eben privat und somit für uns im Moment nicht leistbar.

    So, das war genug OT.

    Naja, Büchertrine, die "Befürworter" empfinden die BJS halt als gut geeignetes, geschütztes Feld, um wichtige Lernerfahrungen zu machen (Gruppensituationen, Sport, Leistung punktuell abrufen können oder auch mal nicht, Erfahrungen mit Erfolgen und auch damit, dass die Welt nicht untergeht, wenn man nicht so gut abschneidet). Das ist ja nicht unbedingt böse gemeint und auch nicht unbedingt eine wahlweise neoliberale oder nationalsozialistisch geprägte "Was uns nicht umbringt macht uns hart" -Haltung. Sondern einfach Ausdruck davon, dass es in ihren (also der Befürworter, bzw. sollte ich hier vielleicht nur von mir sprechen) Augen eine gut geeignete Situation ist, um diese Erfahrungen zu machen. Ich sehe darin eben keine "künstliche Situation" um zusätzliche Demütigungen zu schaffen, sondern einen Platz und Raum zum Wachsen. Das muss doch nicht so ironisiert werden?
    Mir ist schon klar, dass es dabei sehr auf die Umsetzung ankommt, aber die empfinde ich soweit ich es hier mitbekomme als in Ordnung. Sonst würde ich das wohl sicher auch anders sehen.

    Ein gut geeignetes, geschütztes Feld, um wichtige Lebenserfahrungen zu machen, kann super durch Vereine hergestellt werden, in denen Kinder, der Sportart nachgehen, die ihnen Spaß macht und die sie sich selbst ausgesucht haben. Wo sie dahinter stehen und deshalb auch motiviert sind und Wettkämpfe durchaus erstrebenswert finden, ja sogar wollen.

    Bei einer Zwangsveranstaltung, deren Sinn sich vielen Schülern nicht erschließt, deren Motivation gegen Null tendiert, weil sie weder die Art des Sports noch die erzwungene Wettkampfatmosphäre nachvollziehen können, bzw. überhaupt wollen, denn sie wollen das ja gar nicht, sehe ich da wenig sinnvolles Lernen.

    Unfair ist es auch noch, denn ich muss mich möglicherweise auf einem Gebiet messen, wo ich schon im Vorhinein weiß, dass ich nur verlieren kann, weil ich bei Wettrennen auf dem Pausenhof schon immer zu den Langsameren gehöre, weil ich nicht gut schwimmen kann, weil ich nicht gut Springen kann, etc. Was soll ich denn da sinnvolles Lernen? Augen zu und durch, anschließend durchatmen und schon mit Horror daran denken, dass es nächstes Jahr wiederkommt? Ohnmacht, lerne ich da. Das kommt noch früh und oft genug im Leben. Das muss ich nicht kreieren.

    Was ich dort lerne ist, mich Zwängen zu unterwerfen, in eine Wettkampfsituation gepresst zu werden, die ich gar nicht haben möchte.

    Konkurrenzkampf, künstlich herbeigeführt, den lerne ich dort. Teamgeist lernt man bei den BJS nicht, denn jeder ist auf sich allein gestellt und wird durch Gruppendruck (Klasse, Schüler, Lehrer) dazu genötigt, zu versuchen irgendwie eine Urkunde zusammenzutüdeln, damit ich nicht als Volllooser dastehe. Hauptsache dabei und hauptsache es hat Spaß gemacht, gibt es hier auch nicht, denn ich mache nicht mit, weil es Spaß macht, sondern, weil andere meinen, dass ich das muss.

    Teamsport, gemeinsam sind wir stark, sich aufeinander verlassen können, der Stärkere hilft dem Schwächeren, das wäre mal was. Konkurrenz und Egokämpfe lernt man im heutigen Umfeld zu genüge.

    Ich habe mich auch bei anderen Dingen gedemütigt gefühlt. Da reicht schon eine falsche Bemerkung im Unterricht, einen Handstand vormachen (mit Benotung), eine 5 in Mathe, oder einfach ne blöde Situation auf dem Pausenhof etc. pp. Dumm gelaufen. Aber man lernt, damit umzugehen.

    Und weil das so ist, kommt es auf ein paar weitere Demütigungen nicht an... Dann kann man auch noch ein paar künstlich zusätzlich dazu fummeln.

    Gesunde Einstellung (vorsicht; Ironie)

    Und "man" mag ja lernen damit umzugehen, ich kenne aber auch genügend, die das nicht so gut schaffen. Z.B. Menschen, die sehr schüchtern sind. Obwohl, stimmt gar nicht, die haben auch gelernt damit umzugehen. Waren dann halt krank. Gut gelernt würde ich sagen.

    Hier wird man in der Schule auch "gezwungen" zum Wandertag zu gehen, ins Konzert, ins Museum, ins Theater. Außerdem müssen alle bei der Matheolympiade mitmachen, ein bestimmtes Buch lesen, ein Lied vorsingen, ein Tanz aufführen, bei einem Theaterstück mitmachen, einen Vortrag halten, ein Plakat gestalten und präsentieren ...
    Eine Regelschule funktioniert nun mal so, dass es in der Schule bestimmte Pflichtveranstaltungen gibt. Und ganz sicher findet jedes Kind bestimmte Pflichtveranstaltungen mega-blöd. Und wahrscheinlich hat sich auch jedes Kind bei der einen oder anderen Sache nicht gut gefühlt. Keiner schüttelt das alles aus dem Ärmel.
    Ich bin immer noch der Meinung, das auch ein Sportfest ein normaler Bestandteil des Schullebens sein kann. Und wenn Kinder sich schlecht fühlen (egal bei welcher der genannten Aktivitäten), dann liegt es nicht an der Sache selbst, sondern an dem, was die Lehrer (und Mitschüler) daraus machen.

    Macht es das besser? Schlimm genug.

    Höchste Zeit, dass sich da was ändert! Nicht umsonst, schreien immer mehr nach Reformen und nicht umsonst entstehen immer mehr alternative Schulen.

    Lied vorsingen, hätte ich als Kind als ganz, ganz schlimm empfunden und mich da auch vollkommen verweigert. Genau diese Erlebnisse schaffen es nämlich, dass Schule dann plötzlich keinen Spaß mehr macht und man nur noch versucht Methoden zu entwickeln, wie man diese Situation vermeiden kann. Klar man lernt eine Menge Vermeidungsstrategien, aber das kann wohl kaum das Ziel sein.

    Kinder wollen lernen, aber Menschen, und das sind Kinder auch, sind unterschiedlich. Und Kinder, die nicht singen können, schüchtern sind, oder anderes zu zwingen dies dann zu tun und sich vor der Klasse zum Affen machen zu müssen, denn nichts anderes ist es ja, wenn jemand, der nicht singen kann, dies vor der Klasse tun muss, finde ich eine Katastrophe. Das passt dann super zu unserer Real-Doku-RTL-DSDS Gesellschaft.

    Und wenn ein Kind, eher ein Kopfmensch ist, dann macht ihn der Sportzwang auch nicht zum Sportliebhaber. Im Gegenteil, dieser Mensch wird, sobald er die Möglichkeiten hat soviel Abstand zu Sport suchen wie es geht, weil er über Jahre nur Negativerfahrungen gemacht hat.

    @Fia

    Ich bin ganz bei dir!

    Und es muss nicht mal die halbe Schule zuschauen, um sich als Letzter gedemütigt zu fühlen. Es reicht, wenn "der Erzfeind/die Erzfeindin" es sieht oder jemand, den man bewundert oder für den man schwärmt.

    Mir persönlich haben die BJS nicht so viel ausgemacht. Zum Ende ging mir das Ganze schlicht auf die Nerven und ich hatte keinen Bock drauf. Ich bin weder die begeisterte Schwimmerin, noch mag/mochte ich Leichtathletik. Turnen gab es nicht. Und wenn es um das Sport treiben geht. Ich habe früher Leistungssport gemacht. Aber auch hier, meine ich, muss ich niemanden zwingen.

    Aber ich weiß, dass viele Kinder und Jugendliche Methoden entwickelt haben, um sich eben davor zu drücken. Das finde ich schon Aussage genug.
    Zuletzt war es bei mir ähnlich, bzw. ich habe mich dann auch nicht mehr angestrengt, weil es mir irgendwann schlicht egal war. Das einzig wirklich positive war, dass eben kein Unterricht war.


    Die am leichtesten zu verbessernde Maßnahme wäre, das Ding einfach auf Freiwilligkeit basieren zu lassen.

    Ich fände es logischer, einen tollen Sporttag anzubieten, an dem ganz viele verschiedene Sachen ausprobiert werden können, ohne direkten Vergleich und Wettkampf, aber auch Wettbewerbe (freiwillig) gemacht werden können usw.
    OHNE Zwang, OHNE öffentliche Bewertung und an dem mein Kinder sich SEINEN Leitungen gemäß auspowern (und z.b. mit seinen Werten im Vorjahr vergleichen) kann.

    Bin da ganz bei dir!

    @ Kris

    Es ist Zwang. Verbindlichkeit kommt von der Person selber und wird nicht von außen aufgepresst. Die BJS kommen von außen. Es geht nicht um eine verbindliche Anmeldung, sondern um ein "Muss" bei der Teilnahme, ob man nu will oder nicht. Das hat nichts mit Verbindlichkeit zu tun.
    Und wenn ich keine Alternative habe, mich auch dagegen entscheiden zu können, ist es Zwang.

    Und dagegen entscheiden geht nur mit Schummelei. Das ist traurig.

    Die Bundesjugendspiele können entweder in Leichtathletik, Turnen oder Schwimmen durchgeführt werden, ich kenne nur absolut niemanden, der da jemals was anderes als Leichtathletik machen musste.

    Turnen, das hätte ich gerne gehabt, gab es aber bei uns nicht. Nur Schwimmen und Leichtathletik. Ich glaube zum Ende der Schulzeit, habe ich das auch gemacht, mit dem Schwimmen wählen und dann ganz unverhergesehen die Periode bekommen.

    Ich brauche solche Zwangsveranstaltungen nicht. Wer sich freiwillig messen möchte, bitte. Wer nicht, dann eben nicht. Ich halte aber auch nichts von Noten in der Schule und überhaupt von diesen ganzen Zwangsmaßnahmen. Aber das würde jetzt den Rahmen sprengen.

    Ich hatte früher immer just an diesem Tag Erkältungen, wurde von alten Sportverletzungen gequält oder war noch von einer Magen-Darm-Grippe geschwächt. Schon kurios

    Ich fand sie immer ganz okay, obwohl ich diesen langen Lauf gehasst habe. Hat aber immer nur zur Siegerurkunde gereicht, was mich später schon irgendwie gewurmt hat.
    Man konnte damals aber auch anstatt Leichtathletik Schwimmen nehmen. Das haben immer ganz viele Mädchen auf der weiterführenden Schule gemacht und prompt hatten sie ihre Tage an dem Datum. #pfeif