Beiträge von Nostra

    Ich vermute mal, dass auch bei euch die Offenheit Grenzen hat oder hätte, aber ich bin meinen Eltern rückblickend dankbar, dass sie das Ausmaß des Geldmangels in meiner Kindheit so gut es ging von mir/uns ferngehalten haben.


    Natürlich wussten wir immer, dass das Geld knapp war und manche Sachen wie regelmäßig in Urlaub fahren oder manche Geschenke nicht drin sind. Aber Details wie dass mein Vater öfters mal bei der Bank am Monatsende um noch ein bisschen Bargeld von seinem leeren Konto betteln gegangen ist, damit wir noch etwas zu Essen auf dem Tisch hatten - das hätte ich als Kind beängstigend gefunden und war sehr froh, dass meine Mutter mir das erst zu Studienzeiten irgendwann mal erzählt hat. Sonst hätte ich dauernd Angst um das Dach überm Kopf und das Essen auf dem Tisch gehabt.

    Sorry, deine Beitrag hatte ich irgendwie übersehen und daher nicht drauf geantwortet.

    Klar hätte die Offenheit hier auch Grenzen, ich würde echte Existenzängste immer von den Kindern fernhalten, aber so schlimm war es bei uns zum Glück nie.

    Wir hatten immer sehr ausreichend zu essen, keine Probleme, Miete, Heizung u.ä. zu bezahlen, auch für z.B. Weihnachtsgeschenke hat es immer gereicht - aber wir konnten halt nicht drei Wochen Sommerurlaub in Spanien machen, hatten kein Auto u.ä..

    Wenn man kein Taschengeld gibt muss man sich in aller Regel dafür rechtfertigen.

    Wem gegenüber?

    Wer weiss denn überhaupt, ob meine Kinder TG bekommen oder nicht?

    Und wenn meine Kinder mit der Regelung so zufrieden sind, dann können sie das doch sicher auch selbst anderen Kindern gegenüber erklären.

    Ich persönlich finde Taschengeld ne gute Sache, hatte ich ja weiter vorn im Thread auch schon geschrieben, aber wenn andere Familien das anders handhaben und alle damit glücklich sind, ist das gut so! Und niemand muss sich da rechtfertigen, finde ich.

    Und genau diese Willkür hat mich als Kind wahnsinnig verletzt. Mutter entscheidet, das das Schrott ist und basta.


    Jetzt bekommen sie Taschengeld und können dafür auch "Schrott" kaufen

    Ganz genau!


    Ich hab als Kind auch Taschengeld bekommen, aber zum einen sehr knapp und zum anderen an Bedingungen geknüpft und auch als Strafmittel eingesetzt (Stubenarrest und Taschengeldentzug gab es, wenn Prügel nichts mehr half...).

    Das ist etwas vollkommen anderes als das Taschengeld, welches unsere Kinder bekommen haben!

    auf Nachfragen wollen sie auch kein Taschengeld,

    Das finde ich sehr entscheidend!

    Solche Diskussionen laufen bei uns in der Familie ab, und ich finde das wertvoller als 1Euro Taschengeld/Woche.

    Solche Diskussionen laufen hier auch in der Familie ab.

    Mein Kind weiss recht genau, wieviel Einkommen wir pro Monat haben, wie viel Miete wir zahlen etc. - und dass schon immer sozusagen. Wir haben da nie ein Geheimnis draus gemacht, oder es von den Kindern ferngehalten oder sowas.

    Wir haben mal ne Zeitlang von ALG II leben müssen, auch das wussten die Kids, und dass wir uns deswegen eben vieles, was bei anderen Familien normal war, nicht leisten konnten.

    Hat aber meiner Meinung nach bzw. so, wie wir es handhaben, nichts mit Taschengeld zu tun.

    Aber meine Frage war ja, was waere wenn du halt einfach 5 Zeitschriften kaufen würdest ohne den Umweg uebers Taschengeld zu gehen? Du denkst, deine Kinder wuerde dann nie aufhören Zeitschriften zu wollen?

    Ich würde nicht eine kaufen - einfach, weil ich dafür kein Geld ausgeben will!

    Wenn Taschengeld als "pädagogisches Mittel" eingesetzt wird, ggf. auch mal gekürzt oder ganz einbehalten, wenn das Kind sich nicht entsprechend verhält, klar, dann ist Taschengeld eher nicht so toll.

    Aber hier gibt es Taschengeld eben einfach so (bzw. inzwischen ein gewisses Budget), ganz egal, wie das Kind sich verhält.


    Es ist wirklich sehr individuell und von so vielen Faktoren abhängig, angefangen bei der Wohnform (wohne ich in nem Dorf, wo die Kids eh nichts kaufen können, oder mitten in einer Großstadt, wo an jeder Ecke Verlockungen warten in Form von Spielzeug, Süßkram, Heftchen, Sammelkarten etc.pp.), der gesamten Familienkonstellation, dem Familieneinkommen bis hin zu eigenen Erfahrungen aus der Kindheit.


    Weswegen es hier Taschengeld gibt: Das Kind hat es von sich aus eingefordert, da war sie 5, es war das letzte Kiga-Jahr, und ihre beste Freundin bekam Taschengeld, also wollte sie auch#super

    Da bekam sie dann 50 Cent die Woche, aber erster Klasse dann einen Euro, in der zweiten Klasse dann 2 Euro u.s.w. .

    Trotzdem haben wir ganz viel weiterhin bezahlt. Das Taschengeld war zum "sinnlos verpulvern".

    Das Kind wurde älter, die Taschengeldfrage immer mal wieder aktuell: Was muss vom TG bezahlt werden, was zahlen wir... da gab es dann schon auch mal Streit, weil ich nicht bereit war, 150 Euro für ein Paar Sneakers zu bezahlen oder die zehnte schwarze Jeans... wir haben verschiedenes probiert, inzwischen bekommt sie halt ein monatliche Budget auf ihr Konto, von dem sie u.a. auch Kleidung bezahlen muss, und ihren extrem teuren Kosmetikkram, aber klar darf sie trotzdem weiterhin alles nutzen, was hier im Haus so vorhanden ist, egal ob jetzt die Zahnpasta oder die Lebensmittel.


    Wichtig finde ich grundsätzlich, dass Taschengeld "eigenes" Geld ist.

    Also das Kind bekommt eine gewisse, vereinbarte Summe pro Woche/Monat, mit der es fest rechnen und evtl. auch planen kann. Und dieses Geld gibt es, immer, egal, ob es gerade Stress mit den Eltern hat, seinen Haushaltspflichten nicht nachgekommen ist o.ä. - das sind andere Bereiche, haben mit dem TG nichts zu tun!

    Bei ihm besteht der Verdacht auf eine Laktoseunverträglichkeit, daher vermieden wir testweise Milchprodukte.

    Danke! Ich hatte die Situation falsch verstanden. Was an der eigentlich einzig möglichen Antwort deines Kindes ja nichts ändert!#freu


    Mein Kind soll eine kleine Tüte Müll rausbringen und in die schwarze Restmülltonne schmeißen.

    Der Dialog findet dann über mehrere Meter Luftlinie und offene Türen statt, so dass auch alle geneigten Nachbarn was davon haben...:D

    K :"Hier ist aber keine schwarze Tonne!"

    E(lter): "Doch, klar! Guck mal richtig!"

    K: "Hier ist ne grüne Tonne, und ne gelbe, und ne blaue..."

    E: "Nicht die Farbe des Deckels, die Tonne an sich!"

    ---

    K: " Ach, du meintest dunkelgrau - dann sag das doch gleich!"

    Es ist immer so nett, hier zu lesen!#freu



    Da gibt's doch viele Gründe.

    Ja, klar! Ich hatte es nur so verstanden, dass das Kind sehrwohl einen Nachtisch, also wohl ggf. auch Zucker u.ä. durfte, nur eben explitzit kein Eis und auch nicht grundsätzlich, sondern an dem Tag.

    Und ich war einfach nur neugierig.

    Aber tut ja auch gar nichts zur Sache und die Antwort des Kindes, gerade nach der Nachdenkpause, finde ich klasse!

    Ich habe die Sache dann aber aufgeklärt und dem Kellner erklärt, dass es in dem speziellen Fall irrelevant ist, was das Kind möchte.

    Klärst du mich auch auf?

    Ich hab überlegt, aber irgendwie fällt mir nichts ein, weswegen das Kind so absolut kein Eis darf.

    Für mich vermischen sich da zwei Sachen.

    Wenn das Kind wütet, weil irgendwas nicht so läuft, wie vorgestellt, ist das klar vollkommen okay - aber was hat das mit untröstlich sein zu tun? Klar ist es untröstlich, es ist ja nicht traurig, sondern wütend!

    Klar kann der eine Zustand in den anderen übergehen, aber erstmal sind das doch zwei verschiedene Gefühlszustände.

    Und wenn ich mir vorstelle, ich bin wütend, warum auch immer, und dann kommt jemand und will mich in den Arm nehmen und trösten, würde mich das noch viel viel wütender machen!

    Daher würde ich auch eher wie dein Mann reagieren: Im gleichen Raum bleiben, signalisieren, dass ich jederzeit da bin, das Kind im Auge behalten, aber mit dem, was ich gerade tue, weitermachen.

    Viele Kinder kommen dann von sich aus, wenn die Wut vorbei ist und von Traurigkeit abgewechselt wird, meist bekommt man aber auch mit, wann der Punkt beim Kind erreicht ist und kann dann aktiv Trost anbieten.

    Die ganze Zeit direkt neben dem Kind bleiben, ihm die ganze Aufmerksamkeit schenken, immer wieder Trost anbieten hat hier die Wut nur größer gemacht und die Wutanfälle länger.

    Die Wut muss erstmal raus, bevor man Trost/Hilfe annehmen kann.

    Im US wird man das ja i.d.R. noch nicht feststellen, wenn du jetzt von sowas wie Transgender, Non-binary oder so ausgehst und Intersex wird doch meistens auch erst nach der Geburt festgestellt.

    Ich hatte jetzt in erster Linie an intersex gedacht, aber auch an alles andere.

    Und ich frage mich halt, wie das dann für Eltern ist, denen das Geschlecht so wichtig ist, und die sich ein bestimmtes Geschlecht wünschen.

    Babyparties, gerade diese, wo eben auch das Geschlecht eine mehr oder weniger große Rolle spielt und z.B. als Überraschung innerhalb der Party geplant ist, wären nichts für mich. Aber wer daran Gefallen hat, bitteschön.

    Genauso, wie es mir egal ist, ob andere Eltern das Geschlecht vor der Geburt wissen wollen oder nicht. Für uns spielte es absolut keine Rolle, aber wenn das für andere Leute, egal aus welchen Gründen, wichtig ist, klar, deren Sache.

    Was ich hier in der Diskussion aber vermisse ist die Tatsache, dass es nun mal mehr als zwei Geschlechter gibt.

    Und was ist dann?

    Wenn du denkst "die Nudeln müssten fertig sein", den Topf öffnest und - oh Wunder - nur kochendes Wasser vorfindest. Und auch erstmal überlegen musst, was da jetzt falsch ist und wo die Nudelpackung ist.


    Wenn du ein Polohemd auf links anhast, also Knöpfe nach innen, Nähte nach außen. Und das nicht merkst, bis du nach Hause kommst und deine Partnerin dich darauf aufmerksam macht, denn auf der Arbeit ist es auch niemanden aufgefallen - Kolleg*innen wohl auch alle übermüdet.

    Mit der richtigen Kleidung kann man doch bei fast jedem Wetter radeln oder auch im Garten was machen.

    Ansonsten finde ich die Idee mit dem Zimmer umgestalten gut. Er kann sich ja mal überlegen, ob und was ihr machen könnt, damit er sich dort wohler fühlt, und dass dann gemeinsam in die Tat umsetzen. Manchmal helfen ja schon Kleinigkeiten (neue Wandfarbe, andere Vorhänge, ein paar bunte Kissen...).

    Hat er Hobbys? Vielleicht wäre es jetzt genau die richtige Zeit, ein neues Hobby anzufangen/auszuprobieren, welches man gut drinnen ausüben kann (Zeichnen, Stricken, Basteln, Nähen...)?

    Ist vermutlich zu weit weg, aber ganz spontan fällt mir Büsum ein, und da das Hotel Morgensonne .

    Die Betreiber sind sehr nett, aber nicht aufdringlich, das Hotel hat eine "familiäre" Atmosphäre, es gibt ein unglaublich leckeres Frühstücksbuffet und nachmittags Kaffee und Kuchen (im Zimmerpreis inbegriffen), es gibt überall im Haus verteilt kleine Regale mit Büchern und Spielen. Allerdings ist es recht verwinkelt (was ich persönlich sehr mag) und es gibt viele Treppen.

    Ganz in der Nähe sind der Hafen und die Fußgängerzone, mit vielen kleinen, netten Geschäften und Lokalen.

    Wir sind jedes Jahr im November für 2, 3 Tage dort und ich liebe es!

    kann man also mit öffentlichen eine hafenrundtour machen? von wo nach wo denn am besten?

    Die Hafenrundfahrten muss man schon extra zahlen, aber mit dem normalen HVV-Ticket kann man die Hadag-Fähre nutzen.

    Die fährt ein Stück die Elbe lang, fährt dann quer rüber nach Finkenwerder (liegt südlich der Elbe) und dann wieder zurück an nördliche Elbufer - je nach Wetter und was man machen möchte kann man eigentlich von den Landungsbrücken aus einfach losfahren und evtl. auch bis dahin zurück oder halt aussteigen, wo es einem hübsch erscheint.

    Außer Finkenwerder, da würde ich auf keinen Fall aussteigen, es sei denn, ich will da was bestimmtes (wohnen kann man da gut, aber für Touris ist es einfach langweilig).

    Ziemlich OT: bei meinem ersten Besuch in Hamburg kurz nach der Wende war für mich Pupertier das Spannendste an Hamburg "Harrys Hafenbasar". Ich war ewig nicht mehr da, musste bei dem Thread daran denken und Tante Google sagt, dass es den immer noch gibt. Ich würde da gerne noch mal hin...

    Leider nicht mehr so, wie er damals war (und kurz nach der Wende auch schon nicht mehr so, wie ich ihn ursprünglich kannte) - aber ja, ist einen Besuch wert!

    Nostra Völlig OT, aber laut deren Internetseite gibt es das Studio seit Anfang der 90er Jahre.

    ups - dann hab ich das wohl falsch verstanden, dann war das vermutlich die Zeit, seitdem die Person da arbeitet. Aber egal, ich denke, das ist ein gutes Studio.

    Und du hast recht, wir sind inzwischen vollkommen o.t. - es sei denn yummymummy möchte sich beim HH-Aufenthalt auch gleich piercen oder tätowieren lassen:D

    Nostra Ich würde das auch machen, aber man muss eben dennoch mit Partyvolk rechnen.

    Bestimmt, vor allem am WE , aber ich denke, wenn man in einer Großstadt recht zentral ne FeWo mietet, ist einem schon klar, dass es nicht unbedingt so leise ist und dass man ggf. auch feiernde Menschen auf der Straße trifft.

    In dem Piercingstudio wurde vor 23 Jahren mein Bauchnabelpiercing gestochen .

    Witzig, aber das ist dann ein anderes oder die Eigentümer haben gewechselt oder so - das, wo Töchterchen ist, gibt es in der Form seit 9 (?) Jahren, glaub ich.

    Ist jedenfalls Erichstr. 1.