Beiträge von Fürchel

    Hier mal ein Gegenbeispiel, damit sich keiner schlecht fühlt, bei dem es länger dauert. ;) Meine beiden wollten nicht Laufrad fahren und haben beide erst in den Sommerferien vor der Einschulung das Radfahren gelernt, obwohl wir jeweils ab ca. 4 mit dem Üben angefangen haben. War ein harter Prozess voller Frust und mit vielen Enttäuschungen, und die Freude am Radfahren ist beim Großen auch nie gekommen. #weissnicht Aber gelernt haben sie es doch.

    Manchmal finde ich das in sehr respektvollen ElternKindZusammenhängen die persönlichen Grenzen nicht gesetzt werden. Das heißt Erwachsene lassen den Kindern Sachen durchgehen, die eigentlich ihre persönlichen Grenzen verletzen, um die Kinder nicht einzuschränken.

    Ja, das ist oft ein falsches Verständnis von Bedürfnisorientierung.

    Es wird verpasst, sich nach der Babyzeit (wenn das Kind eh nichts anderes als seinen eigenen Bedürfnisse versteht) an den Bedürfnissen aller zu orientieren, statt stets nur an denen des Kindes.

    Wenn "Ich nehme mein Kind ernst" und "Mein Kind ist gut so wie es ist" missverstanden wird als "es darf machen, was es will" und "was es macht ist alles richtig".

    Oh ja! Das ist aber auch wirklich schwierig, da den Übergang hinzukriegen, finde ich. #ja Genau wie beim "Essen nach Bedarf" - irgendwann während der Kiga-Zeit ging mir dann auf, dass die Zeit des "Stillens (bzw. dann Essens), wann immer das Kind sich meldet" auch mal vorbei sein darf und ich nicht zu jeder Tageszeit Brote schmieren und Rohkost schnibbeln muss. #rolleyes

    Es gibt Kinder, bei denen das mit der Empathie eben länger dauert. Ich glaube mich zu erinnern, dass die sich ab 4 überhaupt erst ausbildet. Von daher ist dein Beispiel noch völlig im Rahmen.

    Manche Kinder müssen auch (aus welchen Gründen auch immer) im Grundschulalter noch ganz oft ausprobieren, welche Reaktionen sie erzeugen, oder was passiert, wenn man diesunddas macht. Das sind teils richtige Wissenschaftler, die immer wieder ganz genau beobachten, wie das Gegenüber reagiert. Irgendwann lernen sie dann vermutlich, dass sie bei den Spielkameraden damit nicht gut ankommen oder dass der Ärger durch die Erwachsenen es nicht wert ist, und unterlassen es.

    Bei uns sind solche "Wochenkäse" irgendwie mit der Zeit von selbst gewachsen. Am letzten Ferienabend gibt's immer Pancakes mit Ahornsirup, das war glaub ich der erste "Käse", der sich eingebürgert hat. Freitags außerhalb der Ferien gibt's entweder Pfannkuchen oder Pizza - seit vielen Jahren kommt nämlich ein Schulfreund des Kleinen freitags zu uns, und anfangs waren das die gemeinsamen Schittmengen der Kindervorlieben. Auch am Freitag ist Familien-Kinoabend - jetzt bei Corona haben wir auch noch den Dienstag zum Filmabend erklärt, einfach weil Zeit dafür ist und wir alle gern Filme gucken. :D

    Ich finde, mit einem sechsjährigen Kind kann man schon reden. Einfach mal erklären, dass es schön wäre, wenn es versucht, im eigenen Bett zu bleiben. ODer z.B. nur jeden zweiten Tag / am Wochenende zu kommen. Wenn das Kind das noch nciht schafft oder zu große Ängste hat, um allein im Zimmer zu bleiben, dann darf es natürlich kommen! Und schimpfen oder enttäuscht sein, wenn es trotz Abmachung kommt, natürlich auch nicht. Aber ausprobieren würd ich es schon. :)

    Ich fand Muttertag als Kind immer toll, weil meine Mama sich so schön gefreut hat über den Frühstückstisch und unsere Muttertagsbilder und -gedichte. Für heute hab ich mir von den Kindern einen Erdbeerkuchen gewünscht und ihn auch bekommen (die hätten es sonst auch verpeilt oder mir nur wieder in den letzten 10 Minuten hingekrakelte Bilder geschenkt). Ich teile mir meinen Geburtstag schon mit dem Jüngsten und deshalb genieße ich den Muttertag mit Absicht so gut ich kann, und wenn ich selbst dafür Regie führen muss. :D

    Also ihr Lieben mit Scheiß-Muttertagen, falls ihr nach den Pilsken an der Ruhr noch fahrtüchtig seid, dürft ihr gern nach Bayern runterrauschen und kriegt ein Stück Erdbeerkuchen! #herzen

    Jaelle hatte damals eine tolle Lösung, offene Regale kindersicher zu machen. Vielleicht hat sie noch Fotos? (Sie hatte Holzrahmen angefertigt und mit Stoff bespannt, um sie vor die offenen Regale zu hängen/schrauben. An den Befestigungsmechanismus erinnere ich mich nicht mehr - aber das sah toll aus und war sehr praktisch! :) )

    Meiner Erinnerung nach war die Hitze für meine Babys weniger ein Problem als für mich. :P Die lagen monatelang in 37°C warmem Fruchtwasser und freuen sich vielleicht über die Rückkehr der tropischen Wärme. ;) Sogar das Tragen im Tragetuch fanden sie nicht schlimm, obwohl wir uns gegenseitig nassgeschwitzt haben und ich das ziemlich unschön fand.

    Unangenehm waren Hitzepickelchen nach langen Autofahrten ohne Klimaanlage, deshalb haben wir für die Babyschale so einen Frotteebezug besorgt, der weniger schwitzig war. :)

    Ich habe eine (damals noch ganz frische) Freundin auch durch die Chemo begleitet und diese Zeit hat uns unglaublich zusammengeschweißt. Die Angst gehört leider dazu... aber so ein Tal, durch das man marschieren muss, ist auch immer eine Chance, neue wertvolle Schätze zu finden. #knuddel Meine Freundin ist seit 5 Jahren gesund und selbstverständlich wirst auch du das alles hinter dir lassen und dein Leben wieder ganz für dich haben, ohne Chemo und Krebs und all das. #rose

    Ich wurde auch aus einer eigentlich völlig unpolitischen Whatsappgruppe geworfen (kommentarlos 8o), als ich nach dem 4. Anti-linksversiffte-Gutmenschen-Video darum gebeten hab, solche politischen Statements aus der Gruppe rauszuhalten, weil ich anderer Meinung bin und mich in dieser Gruppe nicht streiten mag. Ich mag sowas einfach nicht mehr kommentarlos stehenlassen. Wenn ich nichts dazu sage, fühle ich mich, als würde ich demjenigen recht geben.

    Zum Thema Selbstdisziplin und Vereinsamen kann ich als seit 16 Jahren (8o) Freiberuflerin auch was sagen. :) Also das mit der Selbstdisziplin klappt gut, wenn man engmaschige Deadlines hat oder sie sich selbst steckt. Schaff ich nicht wirklich. #rolleyes Aber der Tipp wäre gut, wenn man sich dran hielte. :P

    Das mit der Veineinsamung ist schon ein Thema. Ich hab mir eine Menge Ehrenämter gesucht, um den sozialen Kontakt zu haben und mir auch Erfolgserlebnisse und soziales Feedback zu holen, die man sonst im Kollegenkreis hätte. Das klappt ganz gut, trotzdem sehne ich mich manchmal nach einem Kollegenkreis wie damals während des Studiums oder bei Praktika ... #hmpf Dafür beneidet mein Mann mich, dass ich eben KEINE nervigen Kollegen um mich rum hab. :D

    Jetzt hab ich nochmal drüber nachgedacht. Ich glaube, was vielen von uns trotz allem so positiv an deiner Geschichte vorkommt, ist die Tatsache, dass es solche Tage bei euch so selten gibt, dass sie als außergewöhnlich schlimm gelten. #ja Als ich noch Kleinkinder hatte, gab es oft Phasen, wo es mehrfach täglich zu solchen "Eskalationen" kam. Wirklich schlimme Sachen sind da nie passiert, und dass Mama wütend wird und lauter und unfreundlicher redet als sonst, finde ich auch nicht schädlich - so lange es nicht der immer vorherrschende Tonfall im Haus ist. Und das halte ich bei euch für ausgeschlossen, nach allem, was du von euch so erzählst! #knuddel