Beiträge von Jette

    Kissix Bist Du auch in Bayern? Wenn ja - eigentlich steht nach meinem Kenntnisstand im Lehrplan, dass nicht die reine VA unterrichtet werden soll sondern Abweichungen bei problematischen Buchstaben (z.B. dem e) explizit anders unterrichtet werden dürfen / sollen(?). Bei uns wurde das Schleifen-e wohl mal ganz kurz erwähnt. Mein Sohn hat das nicht mal mitbekommen die Lehrerin hat aber im Gespräch darauf beharrt, dass sie den Kindern sehr wohl gesagt hätte, dass sie das e auch wie bei der LA oder SAS als Schleifen-e schreiben dürfen. Hilft halt nur auch wenig, wenn die Schreibhefte das Köpfchen-e drin haben und die Kinder das Schleifen-e nicht mal im Unterricht üben....

    Meine bescheidene Meinung ist ja immer noch, dass man von einer gut gelernten Schreibschrift problemlos zu einer schnellen und lesbaren Druckschrift kommt, bei der die Verbindungslinien quasi in der Luft geschrieben werden und nicht mehr auf dem Papier landen. Andersherum funktioniert das aber nicht und genau deswegen finde ich den ganzen heutigen Ansatz, erst Druckschrift zu unterrichten und dann erst Schreibschrift für totalen Blödsinn und mit einer der Grundübel, warum heute so viele Kinder keine vernünftige Schrift mehr haben. (Ich kann mich überhaupt nicht erinnern wann wir Druckschrift schreiben gelernt haben - ich weiss nur, dass wir irgendwann mal Formulare in Druckschrift ausfüllen geübt haben und das überhaupt kein Problem war)


    Dazu ist auch interessant, was Frau Schulze Brüning in ihrem Buch schreibt, dass ich auch sehr empfehlen kann und meiner Meinung nach Pflichtlektüre für jede Grundschulerin sein sollte...

    ich denke eigentlich, dass sie froh ist wenn das Kind einigermaßen sauber und vor allem gerne schreibt, und ihr dann das genaue Schriftbild nicht so wichtig ist.

    So war das bei uns.


    Habt ihr die Petition gesehen auf der oben verlinkten Seite von Frau Schulze Brüning? Ich habe da gerade unterschrieben.


    Die Hefte von Frau Schulze Brüning kann ich auch wirklich empfehlen. Ich finde die sehr gut gemacht. Es gibt für einige Hefte und Schriftarten sogar Linkshänderhefte.

    Miriam Genau das wäre wäre für mich auch ein Grund eher sie SAS zu Hause zu üben. Sie sieht optisch ziemlich ähnlich aus wie die VAS (wer da wohl von wem abgekupfert hat...), ist nur runder und die Verbindungen funktionieren ganz anders.

    Die Vereinfachte Ausgangsschrift ist aus meiner Sicht ein völliger Schmarrn - und zwar nicht wegen ihres Aussehens sondern wegen den Regeln die dahinter stecken. Es ist eigentlich nicht mal eine Schreibschrift, weil die Buchstaben nicht wirklich in einem Zug verbunden werden. Die Buchstaben hängen an der Wäscheleine anstelle auf der Grundlinie zu stehen etc... Es ist inzwischen nachgewiesen dass viele Kinder damit nicht vernünftig schreiben lernen, trotzdem hält das Schulsystem daran fest. #haare


    Allerdings finde ich persönlich die Schulausgangsschrift (= die in der DDR verwendete Ausgangsschrift) deutlich besser als die Lateinische Ausgangsschrift - und sie sieht optisch gar nicht so viel anders aus als die Vereindachte Ausgangsschrift, funktioniert aber komplett anders. Von daher würde ich nochmal gut überlegen, mit welcher Schrift du alternativ arbeiten willst. In Bayern dürfen sogar beide Schriftarten unterrichtet werden, so dass es die in der Schule verwendeten Schreiblernhefte sogar in SAS gäbe (bei uns wird aber garantiert auch bei Nr 2 wieder die VA kommen..

    Marina79 Danke für deinen Bericht. Wir haben das mit unserem Sohn (11j) gerade auch angefangen. Er hat jetzt die 2. Übungen bekommen. Der erste Block waren auch diese Passivübungen, bei denen wir ihn durchschütteln mussten. Bei der 2. Runde geht es wohl um Moro Reflex. Wir sind sehr gespannt, ob es bei ihm etwas bringt.


    Unser Sohn hat sehr grosse Probleme mit dem Schreiben (Feinmotorik und Rechtschreibung) und hat seit 2 Schuljahren eine Ergotherapeutin, die ihn begleitet. Diese hat jetzt vor einiger Zeit die Ausbildung für RIT gemacht und hat uns gefragt, ob wir das proboeren wollten - sie würde da bei ihm deutliche Anzeichen für nicht integrierte Reflexe sehen. Sie macht es im Rahmen des Ergorezeptes so dass wir nur einen kleinen Teil selbst zahlen (PKV)

    Ich habe diesen Kräuterblut-Saft in den Schwangerschaften genommen und fand den durchaus lecker. Meine Ärztin meinte damals, dass der Saft oft deutlich besser vertragen wird als Tabletten-

    Ich versteh das nicht. Ich muss einmal jährlich den Steuerbescheid vorlegen, zweimal jährlich Bescheinigungen ausfüllen. Kommt eine Gehaltserhöhung muss ich zwischendurch Gehaltsbescheinigungen hinschicken. Alle Einnahmen werden berücksichtigt, theoretisch müsste ich sogar Geldprämien durch das Bonus Programm der Kasse angeben, wenn ich teilnehmen würde. Alle Einnahmen die wir haben müssen der Kasse bekannt sein.

    Übersteigt das Gesamteinkommen eine bestimmte Grenze, werden die Kinder automatisch einzeln freiwillig versichert und ich müsste die Beiträge dann nachzahlen. Und das ist nicht wenig.

    Das fett makierte dürfte der Knackpunkt sein. Die Gehaltsprüfung muss nach meinem Verständnis immer dann gemacht werden wenn die Frage ist ob entweder (1) weiter kostenfrei in der Familienversicherung der GKV oder (2) PKV oder freiwillig GKV mit Einzelbeiträgen für die Kinder.

    Ich bin freiwillig versichert, die Kinder bei mir. Ich muss jedes Jahr Angaben zu meinem Einkommen machen. Wegen Familienversicherung und Beitragshöhe.

    Nein, pauschal werden diese Nachweise nicht verlangt, denke nur für freiwillig Versicherte und wenn sie Kinder mitversichert haben.

    Die Kinder sind über meinen Mann versichert und er seit Ewigkeiten freiwillig in der GKV. Und nach Einkommen wurde er noch nie gefragt.....


    Vielleicht ist das der Fall, wenn der Partner in der PKV ist? Denn bei uns spielt die Einkommenshöhe ja auch gar keine Rolle, da ich auch gesetzlich versichert bin. Selbst, wenn mein Mann wahnsinnig viel verdienen würde, würde sich an der Mitversicherung der Kinder ja nichts ändern.

    Mein Kenntnisstand: Die Kinder müssen in die PKV wenn der PKV Versicherte das höhere Einkommen hat. Bei uns konnten die Kinder nicht mehr in der GKV bleiben als mein Mann in die PKV gewechselt ist und das höhere Einkommen hatte.


    Ansonsten zu dem ganzen Thema ob man als GKV schlechter an Termine herankommt: Nach meinem Eindruck ist das regional höchst unterschiedlich. Wir leben hier in einer Gegend wo ich naherzu bei jedem Arzt problemlos innerhalb der nächsten 4 Wochen einen Termin bekomme wenn ich ein Problem habe. Bei ganz akuten Sachen oft auch sehr kurzfristig. Auch Physiotherapie, Osteopathie etc habe ich immer recht kurzfristig bekommen wenn was war. Nur fpr die Ergotherapie für meinen PKV versicherten Sohn mussten wir man mehrere Monate warten, was aber auch mit daran lag dass wir zeitlich recht eingeschränkt sind. Ich weiss, dass das in meiner Zeit in MV ganz anders war und auch heute dort für meine Mutter ganz anders aussieht. Ich kann mir vorstellen, dass es in solch schwierigen Gegenden wirklich öfter mal von Vorteil ist in der PKV zu sein - da ist vermutlich auch die Dichte an PKV Versicherten deutlich geringer.


    Ich verstehe ehrlich gesagt absolut nicht, warum das regional so unterschiedlich ist. Ich habe nicht den Eindruck, dass es nur daran liegen kann dass in bestimmten Gegenden keiner mehr als niedergelassener Arzt praktizieren will.

    Einfach treiben lassen durch die Altstadt fand ich in Prag immer super. Burg fand ich spannend aber sehr langwierig. Wir mussten auch ziemlich anstehen bis wir überhaupt drin waren. Zum Essen gehen raus aus dem ganz dollen Tourigewimmel und wenige Schritte weiter sind tolle Restaurants zu deutlich besseren Preisen. Das jüdische Prag ist auch sehr spannend, aber auch recht teuer und lange dauernd, weil es nach meiner Erinnerung nur Kombitickets für mehrere Sachen gab.

    Zuletzt empfinde ich es als großen Vorteil, die Versichertenkarte vorzulegen und nichts weiter mit der Bezahlung der Ärzte zu tun zu haben. Keine Beihilfe, dran denken, drauf warten etc. Und wenn es mich interessiert, kann ich mir auch eine Patientenquittung geben lassen.

    Ja - es ist deutlich bequemer. Auf der anderen Seite finde ich es ein Unding, dass die Ärzte abrechnen ohne dass man als Behandelter in irgendeiner Form gegenzeichnen muss was passiert ist. Das bietet meiner Meinung nach Möglichkeiten zum Abrechnungsbetrug den man in keinem anderen Bereich gibt. Ich bin manchmal auch sehr erstaunt was in dieser Patientenquittung für Diagnosen drin stehen die nie mit mir besprochen wurden. Man hat als GKV-Versicherter halt auch so gar keine Vorstellung davon, wie das Kostengefüge hinter den Behandlungen eigentlich aussieht,

    Außerdem bin ich ein Fan des Prinzips der Solidargemeinschaft. Daher lehne ich alle Pläne, wie man im jungen Alter die Vorteile der pkv, insbesondere die finanziellen, nutzen will und die Solidargemeinschaft verlässt. Um dann im Alter über irgendwelche Schlupflöcher wieder unter den Schutzschild der Gkv zu gelangen...

    Ich finde es ein Unding, dass ausgerechnet die Gutverdienenden sich aus der Solidargemeinschaft rausziehen können. Das konterkariert die Idee der Solidargemeinschaft doch völlig. Ich habe mich auch schon einmal gegen PKV entschieden - wobei ich aufgrund meiner geringeren Arbeitszeit mit Kindern auch wieder rausgeflogen wäre. Aber wie hier jetzt auch schon einige andere schrieben, mir widerstrebt das ganze Prinzip der PKV auch sehr. Mein Mann sieht das anders und ist auch immer noch der Meinung, dadurch sehr viel Geld zu sparen. Ich bin gespannt ob er das auch noch so sieht wenn die Kinder mit 20+ weiter in der PKV versichern muss oder wenn er alt oder ernsthaft krank wird.

    Ich bin nicht sicher, ob nicht gerade als Frau mit so Themen wie Mutterschutz, Elternzeit, Kind krank etc. Privatversicherung nicht u.U. auch Fallstricke enthalten kann an die man erst mal nicht denkt.


    Bei mir sind die Kinder privat versichert, ich selbst gesetzlich. Ich bekomme deswegen keinen einzigen Tag bei krankem Kind bezahlt von der Krankenkasse , mein AG zahlt inzwischen auch nicht mehr. Bei krankem Kind darf ich also unbezahlt frei nehmen.


    Ich habe mich mal für Privatversicherung interessiert und da hätte man nach der Geburt nach einer gewissen Zeit, die deutlich unter 3 Jahren lag, wieder über der Beitragsbemessungsgrenze verdienen müssen um dabeibleiben zu können.


    Haushaltshilfe gibt es nach meinem Kenntnisstand bei PKV auch gar nicht.


    Unser Grosser bekommt ja schon lange Ergotherapie - die bekommt er ziemlich problemlos bezahlt, auch mehr Stunden als mit der GKV, aber wir zahlen immer 25% selbst.


    Kinder müssen wohl immer zu dem Ehepartner, der besser verdient - u.U. ist mit der Entscheidung für PKV da also auch gleich mit die Entscheidung gefallen wie die Kinder versichert sind.

    Ich bin hier von unserer Realschule mal wieder sehr begeistert. Bei uns gab es ja an der Grundschule gar keinen Schwimmunterricht, weil kein Schwimmbad im Ort und alles andere nicht möglich. Im Nachbarort, wo A jetzt zur Realschule geht, gibt es ein Hallenbad und ein Freibad. Sie hatten im Winterhalbjahr 6x Schwimmunterricht in der Halle. Für Nichtschwimmer wurden Extrakurse angeboten. Und sie waren jetzt in den letzten Wochen fast jede Woche statt der Doppelstunde Sport im Freibad - angekündigt jeweils 1 Tag vorher, dass sie bitte Schwimmsachen statt Sportsachen mitbringen sollten. Das finde ich wirklich super.

    Wie gesagt, ich bin bei Masern auch absolut Pro Impfung (sehe andere Impfungen aber kritisch). Ich finde aber immer noch den gerade eingeschlagenen Weg absolut daneben, z.B. aus folgenden Gründen:


    (1) Es ist ja noch nicht mal versucht worden die Impfquote der Gesamtbevölkerung mit anderen Maßnahmen als der Impfpflicht zu erhöhen. Bei Kindern ist sie ziemlich nah an den Sollwerten dran.


    (2) Aktuell gibt es keinen Einzelimpfstoff gegen Masern. D.h. de facto bekommen wie eine Impfpflicht für Masern - Mumps - Röteln.


    (3) Eigentlich dürfte es in D Pflichtimpfungen nach meinem Gesetzesverständnis nur in ziemlichen Krisenfällen geben. Die hat es früher bei anderen Erkrankungen gegeben - die sehe ich aktuell bei Masern aber weit und breit nicht. Wir reden über ein paar Hundert Erkrankungen pro Jahr, wobei ich mich nicht erinnern kann, in den letzten Monaten mal die Zahlen zu den dadurch verursachten Komplikationen gelesen zu haben. Die Zahlen sind seit Jahren im Prinzip stabil, aber halt schwankend.

    janos polio wurde nie locker gesehen. Laut den Erzählungen meiner Eltern und Großeltern war es ein Schreckgespenst und in vielen Köpfen mit der eisernen Lunge verknüpft .

    Schoko

    Ich kenn das nur aus Erzählungen von Patienten - für die war es damals ein "Ist nun mal so". Nachkriegszeit, kein entkommen, "gibt schlimmeres". Ist vielleicht auch Resignation. Blödes Schicksal.

    Wir haben in der entfernten Verwandschaft einen Poliofall in der Generation meiner Mutter. Das muss wirklich schlimm gewesen sein und er hat in irgendeiner Form wohl sein Leben lang darunter gelitten (obwohl mir bei den wenigen Malen wo ich ihn erlebt habe, nicht aufgefallen ist). Seine Mutter hat sich ein Leben lang für ihn aufgeopfert - was soweit ging, dass sie am Lebensende gehofft hat, den nächsten Monatsersten noch zu erleben damit er noch einen Monat länger ihre Rente bekommen könnte.


    Polio bzw. Kinderlähmung ist bei mir seit Kindertagen mit wesentlich schlimmeren Vorstellungen behaftet als Masern - wobei ich die Impfung gegen Masern auch absolut wichtig finde, den aktuellen Weg dazu aber als ziemliche Katastrophe...