Beiträge von krebbel

    Eigentlich so, wie ich es aus meiner Kindheit auch noch kenne, nur gab´s bei mir kein "Wie-Wort" oder "Tun-Wort oder "Begleiter", das hieß von Anfang an Adjektiv, Verb, Artikel, aber das ist glaub ich ziemlich egal.

    Bei uns hieß es früher bis Klasse 4 Tuwort, Wie-Wort und dann bekamen die Schüler, die aufs Gym gehen sollten, in der 4. die lateinischen Begriffe nachgereicht. Hat auch funktioniert.


    Ich glaube, es wird auch oft von den Eltern nicht wahrgenommen, wenn Grammatik gemacht wird. Mir ist eingefallen, dass meine Kinder doch in Klasse 1 schon Grammatik hatten. Da wurden die Satzteile irgendwie personalisiert. Ich meine mich an eine schwarze Dame und sowas zu erinnern...


    Wichtig ist, dass erst die Fähigkeiten da sind und dann der Name dazu kommt. Mir scheint, dass erstens nicht mehr viel gelesen und vorgelesen wird, mag auch sein dass die Kommunikation weniger oder anders geworden ist. Jedenfalls ist der Sprachumsatz mit korrekter Sprache einfach teilweise zu gering, um daraus dann guten, nachhaltigen Sprachunterricht machen zu können. Das fängt beim Nicht-Kennen des Präteritums an und hört beim Nicht-Kennen des Akkusativ-Ns (Wen möchtest du sprechen? HerrN Müller?) immer noch nicht auf.#rolleyes

    in Frankreich gibt es ab der 1.Klasse Grammatik, und dann schnell mehr.

    In Deutschland gibt es das spätestens ab der 2. Klasse. Und meine Kinder haben tatsächlich im Kindergarten auch schon Grammatikvorübungen gemacht. Ist nur die Frage, wie und ob die Eltern das als Grammatik wahrnehmen. Die Kinder sicher noch nicht.


    Man kann sicher vieles früh anfangen, je nachdem, eben didaktisch reduziert. Man muss aber auch nicht. Ich hab z.B. festgestellt, dass Musiktheorie bei Schülern ab Klasse 9 viel besser funktioniert als vorher (ausgenommen Schüler mit Erfahrungen am Instrument oder Kinder, die schnell Systeme erfassen können). Deswegen unterrichte ich es trotzdem auch schon in Klasse 5, allerdings backe ich da eben sehr kleine Brötchen. In der Grundschule fände ich es ob der schlechten fachlichen Qualifikation der Musiklehrer dort echt nicht angebracht.

    Das ist so wie der Satz der Deutschlehrern neulich, dass Kinder bevor sie 10 sind Grammatik nicht verstehen können. In anderen Ländern halt schon. Und diese Einstellung passt ja dann auch irgendwie zur Gymnasiallehrerin m, die meinte, dass die meisten Kinder heutzutage nicht mehr zuverlässig Vergangenheitsformen, gerade 1.vergangenheit und Fälle identifizieren oder gar bilden können.

    Das war ich. Das mit den Vergangenheitsformen. Aber das liegt nicht an der Schule. Jedenfalls nicht nur. In der Kinderliteratur kommt das kaum vor, Märchen werden nicht mehr vorgelesen, im mündlichen Sprachgebrauch wird es nicht mehr benutzt...

    Der Deutschlehrerin würde ich nicht widersprechen wollen, es kommt eben auf die Tiefe des Verständnisses an. Natürlich sollten sie Zeiten unterscheiden und richtig benutzen können. Vielleicht meinte sie, dass das inzwischen häufiger vorkommt, dass sie es nicht verstehen. Das würde ich unterschreiben. In vielerlei Hinsicht kann man Kindern heute kognitiv weniger abverlangen.

    Ich glaube nicht, dass das in anderen Ländern anders ist.


    In Geschichte ist es einfach so: Losgelöst von einem Zeitgerüst kann man natürlich schon einiges an Geschichte lernen in der Grundschule oder vorher. Man kann natürlich auch Zahlen und Ereignisse auswendig lernen lassen (so ist es teilweise in den USA). Aber ein Verständnis für zeitliche Abläufe (Zahlenstrahl, Entwicklungen, was folgte auf was und warum), das wird man im Grundschulalter und auch in der 5./6. Klasse nicht hinbekommen. In der 7. ist es ja oft noch schwer.

    Ich finde ja schon, dass 10jährige auch eine erste Vorstellung von der Geschichte der letzten 100 Jahre haben dürfen, also z.B. so Dinge wie dass es in Europa 2 ganz schlimme Weltkriege gab und dass Deutschland 40 Jahre lang geteilt war. Ich finde es wirklich erschreckend dass mein Sohn da nach wie vor so gar kein Gefühl für Jahreszahlen hat. Ich bin z.B. ziemlich sicher, dass ich Ende 4. Klasse gewusst habe, in welchen Jahren der 2. Weltkrieg war.

    Das ist aber einfach in der Entwicklung so. Die meisten Kinder haben damit noch Probleme, Zeiten einzuschätzen. Ich war sehr geschichtsinteressiert und wusste schon früh etwas über den 2. Weltkrieg und Hitler, weil es in unserer Familie oft Thema war. Aber ich würde nicht sagen, dass das typisch ist für das Alter.

    Man kann natürlich episodenhaft auch über Geschichte sprechen in der Grundschule. Wurde hier auch gemacht (leider aber nicht gut). Aber ich glaube nicht, dass Kinder zu systematischem Geschichtsunterricht in Klasse 4 oder 5 genötigt werden müssen.


    Gerade die letzten 100 Jahre sind sehr komplex. und wenn man nicht nur an der Oberfläche kratzen möchte, sollte man da vorsichtig sein.

    Föderale Strukturen ermöglichen es beispielsweise in den Bildungsplänen auf regionale Aspekte der Geschichte, Literatur, Wirtschaft, Ökologie einzugehen. Und damit konkretes Lernen vor Ort zu begünstigen. Sie ermöglichen "schlankere" Lösungen für Bedingungen vor Ort.


    Wird es so verständlicher?

    Ich halte das für vorgeschoben. Dafür könnte man einfach mit generellen Themenstellungen Rücksicht nehmen.

    Schlanker könnte es werden, wenn es eben nicht ein komplettes Ministerium in jedem Bundesland geben müsste... und letztlich glaube ich, das ist mit ein Grund dafür, dass das noch nicht geändert wurde.


    Ich möchte nicht missverstanden werden, ich möchte eigentlich keine große Umwälzung, denn nach meiner Erfahrung wird es immer nur schlechter, wenn was umgestellt wird.

    dass die Anforderungen in englisch im Abi gestiegen sind glaube ich auch. Vor 30 Jahren reichte teilweise "englisch for runaways " zumindest wenn ich mir die englischkenntnisse mancher Kommilitonen damals in Erinnerung rufe.

    Das Problem ist tatsächlich die mangelnde Vergleichbarkeit und der Run aufdie unis als ich studierte konnte man in den nicht zvs fächern ja auf unis mit gefälligerem NC oder ohne NC ausweichen.

    Damit konnte man immerhinsein fach studieren und gegebenenfalls später die Uni wechseln.

    Heute braucht es für ganz viele Fächer einen NC. Da ist doch klar dass um Noten gekämpft wird.

    Schoko

    Englisch ist glaube ich eines der wenigen Fächer, in denen das durchschnittliche Niveau in den letzten Jahren merkbar gestiegen ist.

    In meinen ersten Jahren gab es immer wieder Schüler, die wirklich keinen einzigen geraden Satz formulieren konnten.

    Heute ist auch ein schlechtes Abitur halbwegs verständlich geschrieben, wenn auch in sehr einfachem Englisch (und meist taugt halt der Inhalt nicht...)

    Daran sind sicherlich das Internet und Netflix und Co schuld... und Computerspiele, bei denen v.a. die Jungs in internationalen Gilden o.ä. sich nächtelang im Teamspeak verausgaben.

    Inhaltlich hat Englisch aber deutlich nachgelassen, waren die Schwerpunktthemen in der Vergangenheit wenigstens halbwegs literarisch, gibt es jetzt nur noch Belletristik und Filmanalyse.

    Dem kann ich als Englischlehrerin so nicht zustimmen. Es ist eher wie in den anderen Fächern auch: Die Aufgaben sind anders geworden.

    Da wir inzwischen im schriftlichen Abitur in derselben Arbeitszeit noch Hör-/Sehverstehen zusätzlich machen müssen, ist es natürlich irgendwie schwerer geworden. Die zu bearbeitenden Texte müssen aber kürzer sein und die Zeit für die schriftliche Aufgabe ist ja auch kürzer, so dass viel weniger in die Tiefe gearbeitet werden kann. Also da gibt es schon einen deutlichen Abfall des Niveaus, einfach wegen der Bedingungen. Sprachlich waren meine Lehrer im Leistungskurs damals sehr kritisch. Es gab noch den Fehlerindex, der ja inzwischen im Großen und Ganzen abgeschafft ist. Früher hatte man bei 0 Punkten in der Sprache maximal 3 Punkte insgesamt in der Kursarbeit. Das ist heute auch anders möglich. Ich finde das auch nicht soooo schlimm, weil es mir früher oft leid tat, einem Schüler, der zwar inhaltlich gut gearbeitet hatte und es auch vermitteln konnte (wenn auch sprachlich schlecht), dann keine 4 Punkte mehr geben konnte...

    Hatten sich die Länder nicht in den 70ern mal einigermaßen geeinigt auf Kurssystem etc?#warte


    Ich finde es ja gruselig, dass immer alle da mitdiskutieren und rumkritteln und deshalb dauernd alles geändert wird. Man könnte es auch einfach mal gut sein lassen und die Lehrer in Ruhe ihrer Arbeit machen lassen... Ehrlich, das geht mir so auf den Keks.

    Und wenn jetzt im Internet jedesmal ein Sturm losgeht nach dem schriftlichen Abi, dann hoffe ich, dass die entsprechenden Minister/Kommissionen nicht gleich wieder was ändern, damit es allen recht gemacht wird (was ja eh nicht geht, weil ja gleich wieder jemand schreit, dass so das Abi verschenkt wird...).

    Ich würde mit der MSS-Leitung sprechen.

    Ich bin bisher nur an G9 Gymnasien gewesen, da ist es ja eindeutig, dass die Versetzung reicht. Meine Vermutung ist, dass sie auch beim G8 reicht, denn er muss ja für das Abitur keine 2. Fremdsprache einbringen, das läuft ja jetzt quasi noch als Zusatzkurs.

    Bei uns in der Schulordnung steht, dass die Zeugnisnote aus einer Vielzahl von Einzelnoten gebildet werden soll. Da reichen also theoretisch 2 Noten. Aber praktisch wäre das natürlich beim Jahreszeugnis/Nichtversetzung anfechtbar.

    Ich weiß jetzt nicht, ob du dich auch auf mich beziehst, Trin. Ich hab ja dazu geschrieben, dass es sein mag, dass es für die Kleineren wichtig ist, dass alle zusammen essen.

    Aber insgesamt denke ich, sollte Machbarkeit und Preis schon bedacht werden, sonst werden die Kinder vom Essen abgemeldet ohne Alternative (geht bei uns an der Schule, Zwang wäre ja auch heftig, wenn das Essen die finanziellen Möglichkeiten sprengt).

    Und wie gesagt, man kann ja abends noch ein gemeinsames Familienessen haben, so ist es hier bei vielen üblich, wo die Kinder in der GTS sind. Die bekommen dann "sogar" zweimal warm...

    Letztlich ist es eine Frage der Prioritäten.


    Aber ich bin jetzt auch wieder weg, die Diskussion beginnt, unübersichtlich zu werden und ich sollte wieder ins Bett krabbeln mit meinen Bazillen...

    Es geht doch auch darum dass die Kinder am gemeinsamen Essen teilnehmen können mit ihren Freunden. Und es muss doch auch jemand die Mikrowelle putzen, das funktioniert in Gemeinschaftsräumen nicht so gut.

    Die essen nicht oder seltenst alleine. Die sprechen sich schon ab, was sie lieber wollen. Sind ja auch keine Grundschüler mehr. Ich glaube, bei uns müssen die GTS-Kinder in Klasse 5-6 auch mit in die Mensa. Die Größeren nicht mehr. Und die Kinder, die nur 1x die Woche nachmittags haben, gehen da meist eh nicht hin.

    Ich finde, Länder mit keiner oder schlechter Schulverpflegung sollten nicht wirklich Vorbilder sein

    ich weiß nicht, ich hätte tausend andere Dinge an Schulen, die ich zu ändern wichtiger fände. Jedenfalls solange es möglich ist, sich selbst etwas mitzubringen zum Essen.

    Ich frage mich, wie das Kinder in Ländern überleben, die mittags gar nix Warmes kriegen...


    Leider merkt man doch insgesamt, dass das Thema Essen doch sehr divers ist. Aber wenn man in einer Gemeinschaftsküche verpflegen lässt, muss man leider immer Abstriche machen. Wir hatten das GsD nur im KiGa. Leider durfte man dort irgendwann auch nichts selbst mitbringen. Aber bei älteren Kindern (weiterführende Schule) sollte das eigentlich kein Thema sein. Ist es jedenfalls an unseren Schulen nicht.


    Wenn die o.g. Richtlinien eingehalten würden, wäre ich ja schon froh. Aber ich denke nicht, dass das immer der Fall ist...

    Also, so richtig halal, mit entsprechender Herkunft von Halal Metzger mit Gebet sprechen etc.?

    Meist hat es unseren muslimischen Kindern gereicht, vegetarisch oder vegan (falls angeboten) mitzuessen, bzw. die meisten eben kein Schweinefleisch (diese Option gibt es inzwischen denke ich in jeder Kantine).

    Ich weiß nicht, ich bin da zwiegespalten. Irgendwie müsste man es eben so ummodeln, dass es "ökonomisch" ist.

    Meiner Erfahrung nach betrifft das wirklich nur wenige Familien, und wenn es, wie gesagt, die Möglichkeit eines vegetarischen oder veganen Essens gibt und man sich auch selbst was mitbringen kann, finde ich das eigentlich ausreichend. Aber ich hab das Problem ja auch nicht. Also müsste man wohl einfach mal eine Umfrage bei den Betroffenen machen, wer das in Anspruch nehmen würde.

    Aber dann melde das doch so zurück? Dass es mit der Anleitung nicht funktioniert. Die müssen da doch einen Kollegen haben, der sich mit den Geräten und der Software auskennt - soll er es austüfteln. Zumal wenn es etwas ist, was sich nicht absolut im Bereich der Legalität bewegt (soviel ich weiß, stellt Apple spezielle (günstige) Programme für educational use zur Verfügung - ich weiß nicht, ob das mit einer "normalen" ID kombinierbar ist).

    Das hat sie und ich auch schon rückgemeldet. Dann kam nur der Hinweis auf den Elternbrief. Und heute von der Mathelehrerin, die meinte, das wir uns ein Video dazu anschauen sollten.


    Die eigentlichen Apps sind ja über eine Schul-ID drauf. Aber scheinbar wollen die Lehrer noch andere Apps, und da das dann schneller geht privat als mit Antrag beim Träger, sollen sie eine Privat-ID haben.


    Ich hab jetzt gesagt, sie soll ein Video machen, wo sie zeigt, wie es bei ihr aussieht, wenn sie diese Schritte macht. (Sowas machen die im Moment sowieso sehr gern, Erklärvideos, hihi, nur mal anders) Das soll sie dann den Lehrern zeigen... *-

    Meine Tochter ist in einer Tabletklasse. Eigentlich läuft das alles über den Schulträger. Aber jetzt sollen sie doch noch eine private Apple ID erstellen, weil sie Apps runterladen sollen, die scheinbar nicht über diese Verwaltung laufen. Erst hieß es, sie erstellen die ID in der Schule. Dann gab es auf Nachfrage nur einen Elternbrief mit "Anleitung". Diese funktioniert aber nicht.


    Da wir keine Apple User Familie sind, kennt sich hier keiner aus. Ich vermute, die Wege, die "man" so findet, funktionieren eventuell nicht, weil der Support der offiziellen ID über die Verwaltung des Schulträgers läuft? Mann, ich bin genervt. Hätte ich geahnt, dass ICH irgendwas in der Art hier machen muss, hätte ich mich gegen diese KLasse (ist eigentlich eine bilinguale Klasse, das mit dem Tablet kam dann so "dazu") entschieden... Es hieß ja, sie müssen nix machen zuhause, außer sich interessieren...