Beiträge von Georg

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    Jazzyi,

    du hast Recht, die Formulierung ist gemein, das tut mir leid. Ursprünglich war sie in einen längeren Absatz eingebettet, dann habe ich mein Posting gekürzt und hätte noch mal drüber lesen müssen. Entschuldigung.

    Zum Rest schreibe ich später etwas, bin gerade nur mit dem Handy im Netz.


    Interessant finde ich, dass ich in meinem Umfeld von Eltern oft höre, wie anstrengend es ist, die Kindern den ganzen Tag zu haben. Dabei geht es gar nicht m die reine Organisationsfrage, sondern wirklich um das "die Kinder um sich haben", sie zu beschäftigen, die HA mit ihnen zu machen, bei Geschwistern oft um die Lautstärke... usw. (Dabei geht es bei uns "nur" um Einzeltage, keinen durchgängigen Streik).

    Das habe ich noch nie gehört. Die meisten Kinder sind ja nicht 12h an 365 Tagen betreut. Hier haben die Kitas 6 Wochen Schließzeiten, und die meisten Eltern verbringen die (späten) Nachmittage mit ihren Kindern. Mit den Kindern die HA zu machen und dabei Geschwister um sich herumwuseln/jammern/zanken/laut spielen zu haben, ist bei allen Eltern, die ich kenne, Alltagsrealität. #weissnicht

    Ich vermute, das ist sehr abhängig davon, wie umfassend die angebotenen Betreuungskonzepte sind. 8-16 Uhr-Plätze ab 3 J. sind in unserer Stadt schon sowas wie ein 6-er im Lotto ;)

    Freda,

    für alle betroffenen Eltern, Kinder und Erzieherinnen ist diese Situation anstrengend. Aber das Streikrecht gehört eben zum Grundrecht, daran gibt es einfach nichts zu rütteln. Das Recht von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auf faire Verhandlungen ist schlichtweg höher zu werten als private Unannehmlichkeiten. Wenn man damit partout nicht kann, muss man sich eine private oder kirchliche Kita suchen, von der es in eurer Gegend ja sehr viele gibt, wenn nur so wenige Kinder betroffen sind.

    Ihr werdet nicht weiter kommen, wenn ihr nur mit den Füßen stampft und "Bäh, das ist so doof" sagt. Du schreibst, der Kindergarten ist für dein Kind wie eine zweite Familie- und du kennst niemanden aus der Gruppe? Dann wäre doch jetzt die richtige Gelegenheit, die Telefonliste zur Hand zu nehmen und Kontakte zur "Zweitfamilie" deiner Tochter zu knüpfen. Ich weiß nicht, in welcher Großstadt ihr wohnt, aber mittlerweile haben viele größere Städte ein Notbetreuungsprogramm für Angestellte im Öffentlichen Dienst, da dürfte dein Mann als Lehrer dazugehören. Ich weiß von einer größeren Schule, wo die Lehrerinnen und Lehrer zusammengelegt haben und eine Art "spontane Betriebskita" auf die Beine gestellt haben, die können jetzt ihre Kinder mitnehmen und die werden von einer Erzieherin (die eigentlich gerade in Elternzeit ist) und der Bundesfreiwilligen der Schule in einem Klassenraum betreut. Eine andere Freundin von mir hat mit anderen Eltern die Möglichkeit, wechselseitig die Kinder in der Kita zu betreuen. Normalerweise hat die Kita vier Gruppen, jetzt nur eine Notgruppe und durch die Elternhilfe haben sie zwei Gruppen offen. Vielleicht ist das bei euch auch möglich.

    Das ist alles nicht toll und reicht nicht. Aber es ist besser als nix.

    Ich würde mir jetzt ehrlich gesagt einfach gar keine Gedanken machen und erstmal abwarten. Im Vorschulalter wachsen viele Kinder nochmal ordentlich, der Körper verändert sich, persönliche Vorlieben auch. Jetzt einen Ranzen zu kaufen kann ordentlich nach hinten losgehen. Und wenn deine Tochter dann ein "richtiges Vorschulkind" ist (bei uns war das gefühlt seit Winter der Fall, bei der Großen damals auch), dann kann man mal verschiedene Firmen durchprobieren und von den zwei oder drei, die vielleicht gut passen, sucht man dann halt ein günstiges Auslaufmodell.

    Falls ihr wegen des Preises ein bisschen knapsen müsst, kannst du ja bei Weihnachts- und Geburtstagsgeschenken schon mal an die Verwandtschaft streuen, dass ihr euch über einen kleinen Ranzenzuschuss und ein etwas kleineres Geschenk als üblich freuen würdet. Dann hast du einen kleinen Puffer.

    Also ich sitze auch rätselnd über der Materialliste.
    -2 dicke Bleistifte: was ist "dick"????
    -Sitzkissen: Größe? Dicke?
    #confused

    Das sind diese Bleistifte, die halt etwas dicker als normale Bunt- oder Bleistifte sind. Die meisten Schulanfänger können die besser greifen als die normal-dünnen. Und ein Sitzkissen ist vermutlich einfach ein Kissen, wie man es auf Stühle legt. Vermutlich für einen Sitzkreis, um es auf den Boden zu legen.

    Sei doch froh, dass es nicht so genau vorgegeben ist. Solche Materiallisten gibt es nämlich auch und dann rennst du dir die Hacken ab nach irgendwelchen exotischen (und sündhaft teuren) Super-Pinseln #pfeif

    Frag doch mal Guinan oder Margali, in welcher Woche ihre Drillinge kamen und wie das dann in den ersten Monaten war. Oder Georg, deren Zwillinge viel zu früh kamen.

    völlig off topic:

    Meine Zwillinge kamen in der 39. SSW zur Welt- und obwohl es am Ende echt anstrengend war, war habe ich zwischen der 24. und 34. SSW quasi täglich gehofft, dass die beiden sich nicht früher auf den Weg machen.

    Vierlinge aus der 26.SSW sind schon eine Aufgabe ;(

    J a e l :)
    So heißt eine meiner Töchter mit Zweitnamen (als Rufnamen haben wir ganz langweilige Sachen vergeben)
    Wahrscheinlich braucht es einen geschlechtseindeutigen Zweinamen dazu, je nach Strenge des Standesbeamten.

    Wenn ihr finanziell mit seinem VZ-Job plus einem halben Gehalt von dir (du hattest ja geschrieben, das wäre eure Wunschlösung gewesen) gut auskommt, würde ich die gesamte Differenz zwischen deinem (fiktiven) halben und deinem 30-Stunden-Gehalt in dein/euer Wohlergehen investieren :)

    Unsere Fee kostet für 3 Stunden 35 Euro und kommt alle zwei Wochen. Dann macht sie alle ekligen Sachen, zu denen ich keine Lust habe- und wenn sie mal nicht kann, ist es nicht so schlimm, weil es egal ist, ob das Kellerregal heute oder in zwei Wochen aufgeräumt wird oder wann die Fenster geputzt werden. Weil sie ja nicht durch Kinder/Internetforen/Anrufe/Unlust abgelenkt wird, schafft sie in drei Stunden viel mehr als ich schaffen würde.

    Unsere Babysitterin kommt alle zwei bis drei Wochen für einen Abend, das kostet ca. 25 Euro. Bestimmt kann man auch jemanden für nachmittags finden, dann hast du mal ein bisschen Luft.

    Eine Massage kostet hier 22 Euro, danach fühlt man sich zwar nicht wie ein neuer Mensch, aber immerhin nicht mehr wie ein Wrack.

    Ich glaube, daran, dass die Tage einfach fürchterlich anstrengend sind, kann man bei zwei kleinen Kindern und so viel elterlicher Berufstätigkeit einfach nicht groß ändern. Man kann sich entscheiden, ob man eher Frühschicht oder Spätschicht mag (also lieber früh morgens noch was schaffen oder abends wenn die Kinder im Bett sind)- aber so richtig easy wird es einfach nicht.

    Outsourcing ist ja oft eine Frage von Geld und sozialem Netzwerk, hier fiele mir ein:
    - ein kinderfreier Nachmittag zum Einkaufen und Relaxen
    - bestimmte Einkäufe liefern lassen (Obstkiste/Getränkelieferant)
    - Haushaltshilfe einmal im Monat

    Ich bin so jemand, der im Haushalt nicht so viele Abstriche machen mag (wobei es hier nicht perfekt aussieht, hier wohnen halt fünf Personen, das darf man auch merken ;) ). Ganz viel Haushalt mache ich morgens früh (nach dem Duschen putz ich immer schnell was im Bad und bevor wir in die Kita fahren, hänge ich eine Maschine Wäsche auf) und dann gibt es nach dem Abendessen immer noch eine halbe Stunde Kinderspielzeit, in der ich das Erdgeschoss auf Vordermann bringe (durchsaugen, Tisch abwischen, Spülmaschine, Arbeitsplatte, Vesper-Boxen für den nächsten Tag rausstellen, 2. Maschine Wäsche reinschmeißen, 1. Maschine aufhängen, fertig). Dann bleibt für die Nachmittage eigentlich nicht mehr so viel. Bestimmte Sachen drille ich auch den Kindern an- wer raus geht, nimmt Müll mit/Geschirr wird in die Küche getragen/ Wäsche in die Wäschetonne/ was auf der Treppe liegt, wird mitgenommen (meine Mutter hat immer gesagt "Nur blöde und faule Leute laufen mit leeren Händen in den Keller", das hab ich irgendwie verinnerlicht :D)/abends wird das Kinderzimmer durchgehbar gemacht. Bis vor kurzem hat das mehr Mühe gemacht als es Erleichterung gebracht hat, aber langsam merke ich, dass es eine Entlastung ist, wenn die Kinder mitdenken.
    Wenn die Kinder im Bett sind, mache ich Feierabend, das klappt fast immer. Da bin ich egoistisch.

    Ich bin auch so eine Muttermal-Kandidatin, ich habe viele Muttermale und sehr helle Haut, und einige wurden auch schon entfernt. Ich hatte das auch schon, dass die Ärztin sich ein Muttermal, was mir eh ungeheuer war, drei oder vier Kontrollen lang angeguckt hat ("ist auf der Beobachtungsliste, aber sieht okay aus.") und irgendwann sagte "Machen wir raus." und dann aber noch eine mehrwöchige Wartezeit war. Das war dann immer ein komisches Gefühl. Aber irgendwann habe ich mal einen Freund dort zufällig im Wartezimmer getroffen und bei ihm guckte sie sich ein Muttermal an und sagte "Machen wir raus, übermorgen." und das war dann so eins, was gerade dabei war, zu entarten. Das hat mich irgendwie beruhigt, weil ich dann einordnen konnte, dass ihr das Entfernen meiner Muttermale nie irgendwie dringend war. Bisher waren auch all meine entfernten Muttermale in der histologischen Untersuchung unauffällig.


    Esist ja bekannt, dass Mädchen, die auf einem Mädchengymnaium waren, zu einem höheren Anteil technische, ingenieur- oder naturwissenschaftliche Berufe ergreifen. Da ist im Physikunterricht eben kein Lehrer, der das den Mädchen sowieso nicht zutraut odre ein Junge, der seiner Baknachbarin die Utensilien für den versuchsaufbau glaich aus der Hand nimmt nach dem Motto: "ist kein Mädchenkram."

    Gibt es diesen Effekt umgekehrt auch?
    Wählen Jungs, die eine Jungen-Schule besuchen, häufiger Berufe wie Kosmetiker und Erzieher?

    Ich war so ein klassisches MINT-Kind und fand die Geschlechtertrennung, die mein Gymnasium ab der 8.Klasse in Sport angeordnet hat, eine ganz extreme Diskriminierung. Da wurde das Volleyballnetz ein Stück tiefer gehängt (weil Mädels ja kleiner und schwächer sind, klar) und "kurzes Motzen und maximal Anrempeln" (die mir bis dahin bekannte Art, wenn man sich im Sport mal nicht einig war) wurde durch "Mobben und Zickenkrieg" ersetzt (sowas hält deutlich länger vor als bis zum nächsten Ballwechsel...)- kurzum: Was als Fairness- und Pubertätsding gut gemeint war, war für mich ganz grausam und ich kam mir richtig minderwertig und abgestraft vor.

    Für die Statistik vermelde ich mal:

    In NRW ist mir an Grundschulen kein Werkunterricht begegnet (weder mir vor 30 Jahren noch meiner Tochter), hier in NDS gab es in der 4. Klasse jeweils ein halbes Jahr Textilgestaltung bzw. Werken. Aus Geld- und Personalmangel gab es aber nicht besonders viel Werkzeug, es wurde nur ein bisschen gefeilt und geleimt. Ob man das schon Werkunterricht nennen darf, weiß ich gar nicht, war ja eher "Bastelarbeit mit Holzstückchen" ;)

    Ich habe damals (NRW) die Entwicklungsprotokolle meiner großen Tochter nach Abschluss der Kita-Zeit bekommen und dann gab es noch einen Dokumentationsbogen der- mit meinem Einverständnis- an die Schule ging. Die Bögen, auf denen die Erzieherinnen im Gruppenbuch oder sonstwo Dinge eingetragen haben, sind in der Kita geblieben und werden von dort auch nicht rausgegeben.

    Bei den Zwillingen (Nds.) werden die Elterngespräche noch nicht standardisiert geführt, es gibt auch erst seit kurzem richtige Beobachtungsbögen. Die Schulärztin hat einen Vordruck für die Kita, diesen Bogen (Betreuungsdauer, Sprachkenntnisse ankreuzen, besondere Stärken des Kindes, Förderungswünsche seitens der Kita) hat die Gruppenleiterin mit mir ausgefüllt, ich bin aber nicht verpflichtet, ihn der Schulärztin zu übergeben.

    Zum Thema Rechtschreibung wären Kiga-Beobachtungen übrigens sehr hilfreich, v.a. wenn die Erzieherinnen entsprechend geschult sind, Vorboten von Rechtschreibschwierigkeiten zu erkennen und zu thematisieren. Meiner Erfahrung nach ist das oft personall in vielen Kindergärten gar nicht möglich und ich kenne auch viele Erzieherinnen, die das schlichtweg nicht gelernt haben, weil es noch nicht Teil ihrer Ausbildung war (zumindest in den westlichen Bundesländern gibt es da ganz deutlich Generationenunterschiede).

    Diesen Effekt gibt es hier auch, dass sich mit der Suche nach einem Zukunftstag-Platz das Rollenbild erst festigt. Meine Tochter wurde in beiden Jahren in Kindergärten, Bibliotheken, Hotels und Tierarztpraxen mit dem Argument abgelehnt, dass man nur Jungs nehme, weil es sich ja um typische Frauenbranchen handele.

    Bis dahin waren Berufe für sie völlig geschlechtsneutral, obwohl sie in ihrem nahen (Vater Maschinenbau-Ingenieur, Mutter Krankengymnastin ist ja schonmal Klischee pur ;)) und weiteren (nur Erzieherinnen und Grundschullehrerinnen, viele Freundinnen-Mütter nicht berufstätig aber alle Freundinnen-Väter schon...) Umfeld ständig mit den typischen Verteilungen konfrontiert ist- es hat schlichtweg keine Rolle gespielt. Und das Argument, sie solle motiviert werden, sich in Branchen umzusehen, die männlich dominiert sind, ist ihr völlig unverständlich.

    Mit Fitness-Studio und Gummibärchenladen hat sie auch zwei in der öffentlichen Wahrnehmung "geschlechtsneutrale" :D Bereiche rausgesucht.

    Trin:
    Das ist m.W. eine Kette, die gibt es vielleicht bei euch auch.