Beiträge von guerkchen

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    Ja, ich meine Dich.... Wenn Du implizierst, dass er das Geld sammelt, obwohl er vielleicht nicht wirklich beabsichtigt, das Geld an Kinderheimen zu spenden, liest sich für mich, als würdest Du Unterschlagung unterstellen. Sich hinzustellen und zu spenden aufzurufen und sie nicht dem ausgerufenen Zweck zuzuführen ist echt kein Kavaliersdelikt.

    Was wolltest Du denn mit deinem Post ausdrücken? Vielleicht tue ich dir ja Unrecht.

    Ja, da tust du mir definitiv Unrecht.

    Ich hab doch nirgends geschrieben, dass er das Geld unterschlagen will?!


    Ich meinte: Kinderheim "zieht" einfach mehr. Da gehen bei vielen Menschen die Mitleidslämpchen an, man kann dann sagen "Boah, der tut was Gutes für diese armen Kinder, die keine Eltern mehr haben." (Die Realität in Kinderheimen ist eine andere bzw. ist der Ausdruck ja schon etwas überholt. Wer im pädagogischen/sozialen Bereich arbeitet, weiß das. Der Durchschnittsmensch aber vermutlich nicht). Mit Kinderheim wird eher Mangel verbunden.

    Wohingegen, wie du sagst, Grundschulbetreuung etwas sperriger, evtl. unklarer und definitiv mit weniger Mitleid verbunden ist.


    Meine Aussage lautet also: Der Bausteinmensch will was für einen guten Zweck sammeln (und nebenbei will der sicher noch anderes, aber das ist gar nicht mein Punkt). Das glaube ich ihm auch, dass er dann tatsächlich spendet. Aber: Er hat sehr geschickt Kinderheime gewählt, weil das mehr Menschen ansprechenund die Reichweite seiner Kampagne (oder wie man es nennen mag) erhöhen wird.

    Und: Es ist für mich deutlich, dass da nichts an gedanklicher Vorbereitung, Recherche, erster Kontaktaufnahme usw. vorher gelaufen ist, dann wär ihm nämlich klargeworden, dass andere soziale Einrichtungen besser passen würden.

    Für mich ein Fall von "gut gemeint statt gut gemacht"

    Zur Spendenaktion....

    Sollte er nicht genug Einrichtungen der stationären Kinder und Jugendhilfe finden, die mit Klemmbausteinen ausgestattet werden wollen, finden sich bestimmt andere Empfänger... Mit Klemmbausteinen spielen vor allem Grundschulkinder....


    Mal eben jemanden beabsichtigung von Unterschlagung und Verleumdung zu unterstellen, finde ich echt krass.

    Also, da mir nicht klar ist, ob du mit dem letzten Satz mich meinst, ignorier ich den mal. Falls ja, sag doch Bescheid, dann antworte ich gern darauf


    zum Rest: Klar, gibt sicher andere Einrichtungen, die das gern nehmen. Ich finde halt es hat schon was merkwürdiges, bei nem Projekt dieser Größe (und dass da nicht nur 200 Euro bei rumkommen, wird ihm klar gewesen sein) nicht vorab schon mal Kontakt aufzunehmen.

    (Und ja, ich glaube auch, "Kinderheim" zieht einfach soo viel mehr als "Grundschulbetreuung")

    Hat denn bei dieser Aktion überhaupt mal jemand vorher mit Kinderheimen gesprochen?


    Kinderheim klingt halt immer gleich so gut. Aber ich wette, die meisten hätten mit dem Geld lieber was anderes angefangen -vor allem da in Heimen ja tendenziell eher ältere Kinder und Jugendliche sind, von denen die breite Masse vielleicht nicht mehr so an Lego Klemmbausteinen interessiert ist

    Jente: Ich habe auch schon mal gemeldet (ohne Hörensagen) und man kann anonym bleiben. Ich hatte drum gebeten, gegenüber der Familie anonym zu bleiben, dem Jugendamt habe ich aber meine Kontaktdaten gegeben. Haben sich aber nie wieder gemeldet.

    Es ist ja einfach so, dass sie bei Hinweisen die Familie aufsuchen und besprechen, ob es Unterstützungsbedarf gibt. Und dann ist so eine Familie auch einfach erstmal mehr auf dem Schirm, sollte sich der Verdacht bestätigen oder weitere Meldungen dazukommen.

    Da hoffe ich jetzt mal sehr dass das nicht so ist.

    Würde im umkehrschlUss heißen, irgendwelche Nachbarn oder wer auch immer rufen beim Jugendamt an und JugendamT kommt vorbei?...

    Wir leben immer noch in einem Rechtsstaat und nicht im Denunziantenstaat

    Klar, Rechtsstaat. Kinder haben auch Rechte...


    Das Jugendamt muss Hinweisen natürlich nachgehen... Wie sonst sollten denn Fälle ans Licht kommen, wenn die Kinder nichts in der Kita oder Schule erzählen?

    Das Jugendamt kommt vorbei und spricht mit den Eltern. Dann haben sie einen Eindruck, wie es ist. Und oft bringt einfach nur der Besuch auch was ins Rollen. Die Eltern merken, dass sie Hilfe brauchen oder Elternteil 1 realisiert, dass es kein guter Ort fürs Kind ist, wo sie gerade sind...

    Und wenn bei der Familie, bei der ich gemeldet habe, nichts gewesen wäre, dann wäre ja auch sonst nichts weiter passiert.


    (und ich geh mal stark davon aus, dass jemand, der "denunzieren" will, dem JA nicht unbedingt die Kontaktdaten gibt)

    Jente: Ich habe auch schon mal gemeldet (ohne Hörensagen) und man kann anonym bleiben. Ich hatte drum gebeten, gegenüber der Familie anonym zu bleiben, dem Jugendamt habe ich aber meine Kontaktdaten gegeben. Haben sich aber nie wieder gemeldet.

    Es ist ja einfach so, dass sie bei Hinweisen die Familie aufsuchen und besprechen, ob es Unterstützungsbedarf gibt. Und dann ist so eine Familie auch einfach erstmal mehr auf dem Schirm, sollte sich der Verdacht bestätigen oder weitere Meldungen dazukommen.

    Wenn jemand diese Bilder im Unterricht zeigen würde (selbst wenn sie besprochen werden), wär das für mich ein deutlicher Hinweis, dass schwarze und jüdische Schülerinnen und Schüler wohl nicht mitgedacht werden. Also abgesehen davon, dass solche Rassismen besprochen werden können, ohne sie durch Bilder zu reproduzieren, entsteht für mich da der Eindruck, dass eben nur an weiße, nicht-jüdische Schüler*innen gedacht wurde. Und nicht daran, dass Menschen in der Klasse sitzen, die mit diesen Rassismen schon im Alltag oft genug konfrontiert werden. Die brauchen nämlich in der Regel nicht, dass andere nochmal gezeigt bekommen "Ah, so hat man sich früher Schwarze vorgestellt"...

    Bei jeder blöden Situation das dann aber auf Rassismus zu beziehen - finde ich auf 2 Ebenen problematisch

    1.) hilft Dir das selbst nicht - Du fühlst dich ständig ungerecht behandelt

    2.) bist Du ungerecht der Person gegenüber, die das vielleicht gar nicht so meint


    zu dem 2. Punkt wollte ich gern was schreiben: Man kann durchaus rassistisch reden und handeln, ohne das explizit so gemeint zu haben. Darum geht es ja bei den ganzen Diskussionen zu Alltagsrassismus/strukturellem Rasismus. Er ist bei uns tief verankert.

    Ich lese und informiere mich seit Jahren zu diesen Dingen und arbeite an mir. Und würde trotzdem niemals behaupten, dass ich nie rassistisch agiere.

    Und deshalb ist es auch wichtig, Menschen auf rassistisches Verhalten anzusprechen: Es bietet ihnen die Chance, etwas zu verändern. Es gibt aber leider diesen Reflex, sich beim Wort Rassismus schnell wegzuducken und das immer auf die Hardcorefälle zu schieben. Nach dem Motto: Ich kann nicht rassistisch sein, die Rassisten sind solche wie die Nazis in Dorstfeld.

    Aber was bleibt, wenn man die Menschen nicht auf rassistisches Verhalten anspricht? Sie sehen es bei sich nicht, sie sprechen Betroffenen ihre Erfahrungen ab und der Alltagsrassismus nimmt ungehindert seinen Lauf.

    Und dann sollte man unbedingt Geld in die Hand nehmen. Aber für Antirassismustrainings!


    Kürzlich war ein Artikel in der Zeit (?) wo es um die Kriterien für Clankriminalität ging. Ist im Grunde so gewesen: 2 Kids klauen was im Kiosk, Kind 1 hat einen "unauffälligen Nachnamen", Kind 2 einen einer "Calnfamilie". Kind 2 geht mit seinem Delikt direkt in die Statistik für Clankriminalität ein. Es hat de facto nicht mehr getan als Kind 1. (und muss im Übrigen auch gar nicht verwandt mit einer "Clanfamilie" sein...)

    sind ja mittlerweile anerkannte no gos. Ist schon ein anderes Kaliber als max und moritz.

    Schoko

    so anerkannt, dass ich es nett gefunden hätte, wenn sie nicht ausgeschrieben worden wären



    es gibt das tolle Buch von Alice Hasters "Was weisse Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten" übrigens jetzt als Hörbuch bei vielen Streamingdiensten.

    Sehr hörenswert


    (darin kommt ziemlich zu Anfang auch eine rassistische Spardose vor, wie sie eine Forine hier einmal in ihrer Kirchengemeinde kritisiert hat.)

    Ich habe einen Wert von 13 ng/ml. Gestern war ich eh bei meiner Hausärztin und habe das angesprochen. Sie sagte, das sei noch kein Mangel, sondern "nur" eine Unterversorgung. Verordnen könne sie deshalb nur mit grünem Rezept. Sie schrieb mir dann eine Dosis von 2000 I.E. auf. Und meinte auf meine Nachfrage, eine erneute Blutabnahme wäre dann erst Mitte Februar sinnvoll


    Jetzt kommt mir das so wenig vor, vor allem da ich mit dem Wert aus dem Sommer komme (Blutabnahme war im Oktober) und ja die schwierige Zeit erst noch kommt.

    ist ja auch denkbar, dass er das bewusst so gesagt und auch gemeint hat, aber eben schon im Hinterkopf hatte, dass er sich so vielleicht rausreden kann


    selbst wenn die Abkürzung für Sonderschule gängig gewesen sein sollte (heute heißen die ja eh Förderschulen), weiß ein Erwachsener in Deutschland trotzdem, dass S_S völlig andere Assoziationen hervorruft.

    die haben ne große Schnittmenge zu den Maskulisten... gruselig.


    aber wirklich spannend, dass die in S-H gegensätzlich zum eigenen Programm zur Bundestagswahl argumentieren. Da war ja zu lesen, dass Förderung Alleinerziehender ohne Ansicht der Gründe (wie es die übrigen Parteien angeblich täten) fürs alleinleben nicht richtig sei..