Ich habe mittlerweile einige Kilometer in den Beinen und einige schöne Tagestouren im Speicher. Und festgestellt, wie unterschiedlich anstrengend Touren sein können!
Einmal war ich talabwärts unterwegs entlang eines kleinen Flusses, ca. 60 km, danach war ich platt, auch das Suchen der Route hat mich manchmal angestrengt.
Einmal bin ich zu einem Festival gefahren, nur ca 15 km hin und eine andere Strecke wieder zurück, aber sehr sehr hügelig hoch und runter, sonniger heißer Tag, auch das fand ich mega-anstrengend, aber auch sehr lohnend.
Und einmal bin ich deutlich über 100 gefahren mit früh aufstehen und einfach nur strampeln, ohne nennenswerte Höhenmeter. Die Navigation mit Komoot hatte ich bis dahin halbwegs im Griff, nur der Handy-Akku reicht nicht den ganzen Tag, da brauche ich noch eine Lösung, die besser taugt als eine lange "Zwangspause" im Café mit Steckdose. Powerbank? Oder gibt es einen anderen Trick? Ab 100 wurde es echt zäh und ab dann habe ich auch schnellstmöglich den nächsten Bahnhof gesucht. Deutlich mehr muss für mich echt nicht sein, das weiß ich jetzt. Vor allem nicht mehrere Tage hintereinander!
Andererseits kommt man da schon in einen Flow, den ich bei den anderen Touren nicht hatte. Das hat sich halt angefühlt wie Radreise, nicht nur wie Radtour, und das fand ich schön. Mich parallel aber auch noch um Unterkunft und Essen jenseits von Picknick und Eiskaffee kümmern wäre wahrscheinlich schon wieder überfordernd. Oder zumindest herausfordernd! Aber vielleicht meistere ich das auch noch, irgendwann.
Außerdem habe ich festgehalten: Ortschaften nerven und Städte nerven unfassbar! Kleine Dörfchen sind manchmal eine ganz hübsche Abwechslung, aber am liebsten waren mir die Strecken durch die Natur. Der nächste Bahnhof war trotzdem selten mehr als 10 km entfernt... also wenn was gewesen wäre. Das war eigentlich optimal so.