Beiträge von Ohnezahn

    Ah, also doch Bauernhof ^^


    Meine Tante war für die meisten immer die Bäuerin, mein Onkel hatte einen ganz anderen Beruf.

    Das "Problem", dass Leute oft den Mann und damit den Chef des Hofes sprechen wollten, hatte sie auch, inklusive herzlichem Beileid, wenn sie sagte "Hier gibt es keinen Bauern". Aber das geht in die Richtung, dass Leute, die dir eine neue Außenfassade oder ein Auto verkaufen wollen, immer nach dem Mann fragen, oder?


    Inzwischen ist meine Tante von den Begriffen Bäuerin und Bauer aber eher pikiert. Sie ist Landwirtin. (Nein, gelernt hat die das nicht, nur gelebt.)

    Auch die gesamte Familie auf dem Hof, wo mein Pferd steht, nutzt "Bauer" eigentlich nur für jene Landwirte, die in ihren Augen "hinterher" sind und sich dem Fortschritt und der Forschung verschließen.

    Ich habe den Begriff "Bauer" noch nie als etwas anderes gehört als im Sinne von "Landwirt", dabei hab ich auf dem Bau gearbeitet.

    Ist das was Regionales?


    Auf dem Bau kenne ich das nur spezifischer: Hoch- oder Tiefbaufacharbeiter:in, Maurer:in, Bauarbeiter:in, Baugeräteführer:in usw oder eben - passt das für dich? - Bauleiter:in.

    Ansonsten würde ich auch Betriebsleiterin auf dem Bau/ im Baugewerbe sagen.

    Eine tolle, engagierte und interessante Frau.

    Ihr letztes Buch, hat meine Ravensburger-Lektorin erzählt, hat sie vor fünf Jahren noch auf der Schreibmaschine geschrieben und das Manuskript mit der Post eingeschickt; etwas, das im Verlag längst kein Mensch mehr kannte, weil da alles über eMails ging. "Aber doch keine Buchmanuskripte!" soll sie empört geantwortet haben :)

    Ehrlich, die Argumentation, er hätte das schon irgendwie verdient, denn es gäbe ja weitere Vorwürfe, die aber nie angezeigt und damit nie geprüft wurden, ist nicht mehr weit weg von: Egal, ob er es getan hat, er hätte es tun können.


    Wenn nicht nachgewiesene Vorwürfe ausreichen, um Menschenrechte auszuhebeln, dann gute Nacht.

    Ich klicke diesen Strang immer wieder auf, will was schreiben und klicke dann wieder zu.

    Mir fehlen da einfach die Worte. Sowas kann eigentlich nicht sein. Nicht in Europa, nicht in der heutigen Zeit, nicht wegen Veröffentlichungen.


    Is aber so. #kreischen

    Meiner isst auch so.
    Kindergarten ist super, da gibt es alle 2-3 Stunden eine kleine Mahlzeit. Zu hause macht er dann so weiter, möchte (oder macht sich) dann Toast, belegtes Brot, Haferbrei, Müsli oder Joghurt. Mit Rohkost muss ich nicht kommen, das isst er zwar auch, macht sich dann aber kommentarlos noch ein Käsetoast dazu.

    Unterwegs muss ich entsprechend etwas mitnehmen oder außer Haus kaufen, sonst geht die Laune in den Keller.

    Wenn wir gemeinsam zu Abend essen, nabbelt er allerdings nur dran rum.


    Vielleicht ist er eher ein Tagesser, das kollidiert halt mit dem abendlichen Hunger der restlichen Familie.

    Ich habe in meiner Schulzeit nie eine Mädchen gegen Jungs Parteienbildung bei der Klassensprecherwahl bemerkt. Es gab immer zwei Jungs als Klassensprecher. Auch bei den Klassen mit mehr Mädchen als Jungs.


    Ich finde eine Quote gut, denn dann hat wenigstens eines der 19 Mädchen eine Chance Klassensprecherin zu werden.

    Das kann halt vollkommen unterschiedlich sein.
    In der Klasse meiner Tochter haben die Mädchen kaum eine Chance, NICHT die Klassensprecherinnen stellen zu müssen - die Jungs boykottieren das Amt geschlossen und die Mädchen "dürfen" das ständig allein unter sich ausmachen ausbaden.

    Bei uns werden grundsätzlich Jungs neben Mädchen gesetzt in der Grundschule, "weil es dann leiser ist". Neben einer Freundin darf man nur in seltenen Ausnahmefällen sitzen.

    Es wird auch oft umgesetzt, weil das Mobbing vorbeugen soll.

    hier auch so, und ich fand das jetzt nicht toll...

    sagt mal, was haltet ihr davon, wenn bei der klassensprecherwahl von seitens der klassenleitung darauf bestanden wird, dass es einen männlichen und eine weibliche klassensprecherin gibt, obwohl das verhältnis in der klasse 7: 19 ist?


    Ich finde beides gut!

    Das gemischte Setzen, weil es neue Kontakte erschließen kann und diesen Extremgruppenbildungen - auf der einen Seite die Jungs, auf der anderen die Mädchen - entgegenwirken kann. Dass es leiser wird, halte ich für ein Gerücht ;)

    Ich bin allerdings auch ein Fan von geplanter Sitzordnung (vermutlich auch, weil ich immer zu den "Resten" zählte, die man bei Sitzanordnung vermeidet).

    Auch ein Team aus mehreren Geschlechtern für die Klassensprecherschaft finde ich nicht schlecht, damit möglichst viele KInder vertreten werden. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass einige Lehrer aus I-Klassen auch von den Förderkindern jemanden ins Klassensprecherteam wählen lassen, damit auch deren Interessen vertreten sind.

    Zur allgemeinen Schnappatmung empfehle ich ... nein, das Buch nicht. Nur einen Blogeintrag.

    https://bibliofiglia.com/2018/…t-from-hell-mami-fee-ich/


    Das Buch erscheint in dem Verlag, der mir kommentarlos die Widmung "Für Bobby" rausgestrichen hat*, denn die Hauptfigur im Buch ist ein Mädchen und man muss es deshalb zwingend rosa einbinden, da passt kein Bobby. Klar, oder?
    Sowas ist maßlos ärgerlich - mich kostet das ja bares Geld. Ihr könnt raten, wie viele Schullesungen man mit einem schweinchenrosa-farbenem Kinderbuch bekommt.


    *) Die Widmung ist dabei besonders ärgerlich, weil alles IM Buch Autor:innenentscheidung ist und eigentlich unserer Zustimmung bedarf, während Buchaußengestaltung (Cover, Titel, Klappentext) Verlagsentscheidung ist.


    Haha, ja.

    Bei unserem geht "Mama" zum Yoga, "Papa" zum Sport, Luisa ist hobbylos (schreibt aber Mathe) und Julian geht zum Fußball.

    Das ist halt zweischneidig.

    Ich kann verstehen, dass man im ersten Moment perplex ist, wenn jemand so reagiert, wie man überhaupt nicht erwartet.

    Ich kann aber auch sehr gut verstehen, wie nervtötend das für jemanden sein muss, der ja nicht ein oder zweimal im Leben mit dieser Perplexität und den schlimmstenfalls daraus resultierenden Übersprungshandlungen (Lachen) konfrontiert wird, sondern immer und immer wieder und jeden Tag aufs Neue. Mich würde es wahnsinnig machen.

    Grundschullehrer/innen unterscheiden ohnehin sehr stark zwischen den Geschlechtern. Möglicherweise ja auch zurecht. Da ich keine Arbeitserfahrung in dem Bereich habe, will ich keine großen Töne spucken.

    Ganz klar, bei uns ist es zuviel des guten. Das war an unserer französischen Schule und ecole Maternelle klar anders und es war deutlich zu spüren. Das was jetzt hier an unserem Kindergarten in Deutschland und Grundschule abgeht an Genderkacke ist unglaublich. Und das liegt nicht an den Kindern, das wird ganz klar gefördert von den Lehrpersonen.


    Irgendeiner muss es ja auch Schuld sein!

    Die AutorInnen wollen das so nicht - müssen aber wegen der Verlage. Die Verlage sagen, sie wollen das nicht, müssen aber, wegen der BuchhändlerInnen. Die BuchhändlerInnen sagen, sie wollen das nicht, müssen aber, wegen der Eltern. Die Eltern ... na, seien wir mal ehrlich. Raben sind nicht wirklich representativ.

    Wobei wir schon auf hohem Niveau jammern. Letztlich finden sich doch etliche Bücher, die Kinder ansprechen, nicht nur Jungs oder nur Mädchen. Es gibt verträumte, ruhige Bücher mit Jungs in der Hauptrolle und wilde Abenteuer mit Mädchen. Es wird also durchaus (wieder).


    Extreme Beispiele gibt es aber natürlich immer. ich lese gerade mit Bobby die Reihe "Das geheime Dinoversum". Könnte echt eine süße Serie sein. Aber bisher (Band 4 oder 5) ist noch keine weibliche Figur aufgetaucht oder nur erwähnt worden. Es gibt den Protagonisten, seinen Freund, Protas Vater und Freunds Opa. That's it.

    Auf den Frust erst mal eine entspannende Staffel "Dino-Dana" #love

    Und wie ist es mit „Sie sprechen aber gut Deutsch“? Das habe ich sicherlich auch schon gesagt - allerdings nur, wenn bereits vorher klar war, dass die betreffende Person erst seit sehr kurzer Zeit in Deutschland lebt. Das hat dann aber nichts damit zu tun, dass ich es der Personengruppe nicht zutraue, eine Fremdsprache zu erlernen, sondern dass es mich wirklich beeindruckt, wenn sich jemand innerhalb weniger Monate einen sehr umfassenden Wortschatz samt fast perfekter Grammatik aneignet.

    Dann hat das natürlich auch kein Geschmäckle, sondern ist ... ganz normal eben.
    Aber sowas müssen sich Leute anhören, deren Muttersprache ganz klar und eindeutig Deutsch ist und das zeigt dann eben den unterschwelligen, oft unbewussten Rassismus: "Sieht irgendwie anders aus - kann nicht Deutsch sein." Doch, klar.


    Und ja, das kann Leute echt fuchsen und verletzen. Gerade Menschen, die in D aufgewachsen sind, die keine andere Zugehörigkeit haben. Das ist so ein mieses "Du gehörtst hier eigentlich ncht zu" - ud dann beißt freundlich gemeint viel fieser, als wenn da deutlich zu erkennen ein Arschloch vor einem steht.


    Ich finde es vollkommen legitim zu fragen, wo jemand herkommt. Aber wenn jemand dann erzählt, dass er oder sie aus Bielefeld kommt und weiter nichts dazu sagt, muss man ja auch im Smalltalk mit Fremden nicht zehnmal nachbohren, wie dass denn sein kann und dass doch sicher wenigstens die Eltern oder irgendein Vorfahr doch mal von einem anderen Kontinent kam. Die Leute erzählen ja idR von allein, was sie erzählen wollen.

    Ich kenne ein paar (vor allem ältere) PoC, die diesen ... ich nenne es mal "kleinen Rassismus" abtun, negieren oder sogar selbst mitgehen. Damit meine ich alles, was in die Sparte "Aber das ist doch nicht bös gemeint!" fällt, also auch solche Sachen wie "Und von wo kommen Sie wirklich?" oder "Sie sprechen aber toll Deutsch!" und "Die können immer so toll tanzen!"

    Vielleicht findet man sowas einfach aus Selbstschutz okay. Könnte mir vorstellen, dass der aggressive Rassismus schlimm genug ist. Man will sich ja auch nicht jeden Tag wieder und wieder darum Gedanken machen müssen, also verbrüdert man sich damit. Für ältere gehört das Hinnehmen oft quasi zur Integration - anders hätte man als PoC vermutlich lange Zeit in D nicht leben können.

    Vielleicht mag er auch einfach nicht in den Mittelpunkt geholt werden.

    Ja, es fuchst mich ja selbst auch.

    Aber gleichzeitig weiß ich, dass der Großteil der LeserInnen über dieses Kriegerinnen stocken wird, weil es unüblich ist. Selbst wenn es positiv auffällt, stockt man an der Stelle und denkt "Ach, toll, sehr feministisch!"

    Dieses Stocken kannst du dir in der gehobenen Literatur leisten, aber in der Genreliteratur bricht es dir den Hals, weil es die LeserInnen aus der Geschichte rausholt. Und genau das soll ja so selten wie irgendwie möglich passieren.

    Ein Beispiel, wo ich es total schade finde, ist "Alea Aquarius". Das ist so eine tolle Buchreihe mit Themen, die für alle Kinder ansprechend und spannend sind. Die Alpha-Cru, um die es geht, besteht sogar aus 3 Jungen und 2 Mädchen. Trotzdem wird kaum ein Junge zu diesen Büchern greifen.

    Ja, das habe ich letztens nämlich auch gedacht, weil ich aktuell meinem Sohn die Reihe vorlese. Und dann noch das Glitzer-Cover dazu;) Echt doof...


    Ja, das ist total zielgruppengerecht vermarktet - und die Zielgruppe ist die beliebte und große (weil viel lesende) Gruppe der Mädchen ab 10 (meine ich), weil das bei Liliane Susewind ja auch gut geklappt hat.
    Ich bin mir sehr sicher, dass Tanja die Reihe "Die Alpha-Crew" genannt hätte, aber die Verlage wollen einen klaren Fokus auf die Zielgruppe - und behaupten dann sehr gerne, die Buchhändler würden das so wollen: einen Tisch für die Mädchen, einen Tisch für die Jungs.
    Nur ganz wenige schaffen es aus dieser Einteilung heraus - und die haben idR durch Erfolge im Ausland ein riesen Werbebudget oder aber Jahre lang Zeit bekommen, sich eine organische Zielgruppe aufzubauen. (Katja Brandis z.B.) Diese Zeit bekommt man heute gar nicht mehr, da muss ein Buch sofort ziehen oder die Reihe wird einfach unvollendet eingestampft.

    Bei mir hilft gegen die Reiseübelkeit im Auto - oder im Zug, ich bekomme es auch im Zug ganz schnell - übrigens nur essen. Ständiges Essen, gern besonders salzig und fettig.

    Lesen geht allerdings nur ganz selten im Zug, ich muss dann gut satt sein, darf absolut nicht müde sein und die Strecke muss stimmen.

    Am liebsten fahre ich selbst, da habe ich keine Probleme.

    Es gibt Kaugummi gegen Reiseübelkeit, die haben bei uns leider gar nichts gebracht.

    Grundsätzlich fürchte ich, dass es ziemlich normal ist, im Auto nicht lesen zu können und ich glaube nicht, dass man da etwas machen kann. Der Körper bekommt eben total widersprüchliche Information: Die Augen sagen Stillstand, die Gleichgewichtsorgane im Ohr sagen Bewegung. Das Gehirn ist überfordert.

    Leider bekomme ich die Erklärung nicht mehr zusammen, warum Kinder das oft noch können und bei vielen erst im Laufe der Pubertät dann die Übelkeit einsetzt.