Beiträge von Ohnezahn

    Wie kommt man denn an eine Reitbeteiligung und was sind die Bedingungen?

    Über Mund-zu-Mund, Aushänge oder Nachfragen in Ställen oder klassisch: Kleinanzeigen auf Ebay, Facebook oder in Stall-frei.de.

    Die Voraussetzungen sind immer ganz unterschiedlich. Die meisten suchen für eine RB jemanden, der dann auch in der Lage ist, das Pferd eigenverantwortlich zu pflegen und zu reiten, eine gewisse Erfahrung wird also oft vorausgesetzt.

    Andere haben Lust und Zeit, der RB zu helfen, weil sie z.B. selbst im Stall sind und ein Pferd zu viel haben. Da muss man immer schauen.

    Preislich ist von nichts bis sehr viel alles möglich. Manche setzen voraus, dass die RB Unterricht nimmt, andere nicht. Es gibt alles.

    Das ist tatsächlich für "nicht am Pferdevirus erkrankte" recht schwer zu verstehen. Aber uns Pferdeleute erfüllt und entspannt tatsächlich so ein Kram wie Stall ausmisten, Pferde trockenführen, Hufschlag harken oder Kacke von einer Weide sammeln. ^^

    Das tun viele Leute nicht für Geld. Wir tun das und nennen das Erholung, Entspannung, "besser als Yoga".

    Wir haben das Thema übrigens gerade im Kinderzimmer. #hammer

    Der Cousin (fast 8 ) ist von der Christkind-Fraktion und fragte gerade so in Gedanken versunken: Das Christkind soll Jesus sein, oder? Aber Jesus war ein Mann. Und das Christkind ist doch eine Frau. Versteh ich nicht.

    Bobby (Fraktion Weihnachtsmann) erinnert sich an eine Erklärung zu Transpeople: Manche Leute werden im falschen Körper geboren und wollen halt später in ihrem richtigen leben.

    Ach so.

    (Ich weiß nicht, ob ich das aufklären möchte.)



    Lüge vers. Wahrheit:
    Zur Lüge wird es für mich erst dann, wenn klare Fragen falsch beantwortet werden. Wenn das Kind also seinen Verdacht äußert, und man das wegwischt oder sogar das Nachfragen verbietet oder irgendwie mit Druck belädt. Meine Tante hat meinem Cousin damals immer gesagt, das Christkind käme nicht mehr, wenn er solche Fragen stellt - dann würde es traurig werden und keine Geschenke mehr bringen.

    Ich musste ihm dann sehr heldenhaft beweisen, dass es sogar noch Geschenke gibt, wenn man laut in den Nachthimmel brüllt, dass es kein Christkind gäbe, alles nur blöder Schwindel. (Was tatsächlich sehr aufregend war, obwohl ich da längst wusste, wer die Geschenke kauft.)

    Ich weiß nicht mehr ganz genau, wie es bei den Großen war. Aber der Kleine hat im Kindergarten begonnen, die richtigen Fragen zu stellen: "Warum packen wir Geschenke für ärmere Kinder? Bringt der Weihnachtsmann nichts, weil die Eltern kann Geld haben? Muss man den Weihnachtsmann bezahlen?"

    Da haben wir dann aufgedeckt, dass der Weihnachtsmann nur eine schöne Geschichte ist. Er spielt diese Geschichte aber dennoch weiter, nur ganz selten kommt mal ein verschmitztes: "Hihi, das macht ja ihr!"

    So ähnlich war es bei den Großen auch. Sobald die entsprechenden kritischen Fragen kamen, haben wir nicht gelogen, das Spiel mit Keksen und Milch und Fußspuren im Flur aber durchaus weitergespielt - und die Kinder haben begeistert mitgespielt.


    Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich sehr, sehr früh wusste, dass es keinen Weihnachtsmann gibt. Meine Eltern haben das allerdings nie erfahren, die hätten vermutlich noch als ich 10 war, behauptet, ich würde dran glauben.

    Meiner Erfahrung nach ist da nach oben alles offen, das hängt einfach ganz stark davon ab, wie "teenagerfreundlich" Pferdebesitzer:in und Stall sind und wie viel Aufwand die Reitbeteiligung macht, d.h. welche Arbeiten anfallen. Manche erlauben pflegen, reiten, misten - und dann bitte auch zeitnah wieder gehen. In anderen Ställen können die Jugendlichen quasi wohnen - und nicht wenige tun das :) Wenn sie Glück haben und auch noch Freundschaften am Stall schließen - was sollen sie dann noch zu Hause.

    Meine Reitbeteiligung kommt zwei mal pro Woche je ca 3 Stunden - und ich wundere mich manchmal, wie wenig das ist und wie wenig "Pferdemädchen" sie ist. Sie kümmert sich gut ums Pferd, reitet, ist dann aber auch zeitnah wieder weg. (Was okay ist.)


    Meine Tochter fährt an schulfreien Tagen morgens hin und kommt abends nach Hause. Weil sie muss.

    Die Große hatte mit 12/13 noch eine Reitbeteiligung in einem ganz familiären Stall, da war sie auch immer stundenlang, weil die dann da noch mit den Hunden und den kleineren Kindern gespielt, Lagerfeuer gemacht oder sonst was zusammen gemacht haben.

    Bei uns ist es immer so, dass wir tagsüber den Baum schmücken und Essen kochen - Heiligabend gibt es immer etwas, das STUNDEN dauert und wobei alle mithelfen.

    Normalerweise besuchen wir dann noch meinen Vater, wo es Kuchen gibt - der hat Heiligabend Geburtstag.

    Abends gehen die Kinder dann in ein Zimmer, während im Wohnzimmer geheimnisvolle Dinge passieren. Dann kommen alle runter und die Geschenke sind da 8o

    Und dann essen wir. Machen wir echt. Da sind wir knochentrocken und es ist ein großer Spaß der Älteren, dann immer noch einmal nachzunehmen und das Essen richtig lange hinauszuzögern. Auch wenn das gemein klingt, es war bisher wirklich für kein Kind blöd, die machen das astrein alle mit, stieren zwar neugierig zum Baum, genießen das Abwarten und die Spannung aber auch.

    Wenn dann alle satt sind, werden die Geschenke ausgepackt und ausprobiert/ aufgebaut.

    Wir hätten uns auch ohne Häuschen schlicht nicht leisten können, dass mein Mann in Elternzeit ging. #weissnicht

    Mein Mann ist ein klein wenig älter als ich, hatte aber schon die erste Gehaltsstufe geschafft, ich habe schwanger gerade erst meine Ausbildung fertiggemacht. Wir hätten in der Konstellation "er Elternzeit, ich Vollzeit" schlicht nach Miete nichts mehr übrig gehabt; es war so schon verdammt knapp.

    Mal davon abgesehen, dass Kinderbetreuung jenseits von 9-12:30 Uhr zu der Zeit noch unbezahlbar für normale Menschen war, sodass Teilzeit für beide auch der direkte Weg in die wirtschaftliche Selbstzerstörung geworden wäre.


    Ich halte mich jetzt nicht für eine schlechtere Feministin, weil ich nicht bereits war, mich für ein moderneres Rollenbild in einen Schuldenberg zu stürzen, sondern hab die Zeit eher genutzt, um ehrenamtlich etwas zu machen, was mir zu der Zeit viel bedeutet hat, sowie um mir klar zu werden, was ich beruflich langfristig machen will. Und das zu lernen, was ein paar Jahre "Hausfrau" bedeutete.

    Hier hat sich das irgendwie krass gewandelt.

    Als mein Drittling in die Grundschule kam, gab es dort eigentlich nur Mütter, die nicht oder nur wenig gearbeitet haben. Auf Berufstätigkeit der Eltern wurde null Rücksicht genommen, ich kam mir da schon oft sehr schäbig vor. (Dabei arbeite ich immer von zu Hause aus.)

    Viertling jetzt ein paar Jahre später und eine Grundschule 5 Kilometer weiter: ALLE Eltern der Klasse arbeiten beide (oder sind aleinerziehend), die Klasse geht geschlossen in die Nachmittagsbetreuung. (Wer wie viel arbeitet weiß ich aber nicht, allerdings kenne ich (vom Sehen) von sicher 1/3 der Kinder nur die Väter.

    Der ist vor allem so dumm, der Nuhr.

    Wie kann man sich so hemmungslos dumm hinstellen und palavern, wovon man keine Ahnung hat? Anhand eines Buchtitels, der da lautet "Was Weiße nicht über Rassismus wissen möchten", schlussfolgert er, dass die Autorin ihn für einen Rassisten hält. Gelesen hat er es aber nicht.

    Dafür erklärt er das Buch zum Bestseller in den USA. Die Autorin ist allerdings Deutsche, das Buch gibt es gar nicht auf Englisch #lol


    Und jetzt kommt der Plottwist, meine lieben #rabe - kannste dir nicht ausdenken:

    Das geflügelte Wort: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten!" stammt von ... ja. Echt. Ist kein Witz.

    Ich kenne dieses drauf herumdenken. Mein Sohn hatte zur U4 mit 3 1/2 Monaten 69cm - im Forum sind irgendwo Fotos, ich kram mal.

    Die 64 liegen doch fast noch auf der 97% Kurve, was ja auch nicht heißt, dass alle darüber "zu groß" sind, sondern dass 3% aller Kinder größer sind. Alles gut.

    Damals habe ich mir auch noch gar keinen Kopf gemacht - alle meine Kinder haben diese Kurven immer mal gesprengt, die einen nach unten, die anderen nach oben. Wir hatten: klein und fett - groß und dürr - klein und dürr - groß und kräftig.

    Babys zu messen ist ohnehin immer auch ein bisschen Ratespiel.


    Nervös bin ich auch mal geworden, da war der Bobby der Kinderärztin mit 2 Jahren deutlich zu groß - sie wollte ihn dann alle 3 Monate zum Messen einbestellen, das schien mir aber irgendwie seltsam unnötig. Ich habe dann stattdessen einen Basketball gekauft. (Es gibt noch einen Thread aus der Zeit.)


    Groß ist er mit 6, fast 7 immer noch, aber er überragt die Kinder in der Klasse allenfalls ein Stück, keinen ganzen Kopf oder so. Wird schon passen.

    #ja

    DER SPIEGEL setzt seinen weg zum misogynen Schmierblatt weiter fort. Nach Prof. Sandra Ciesak ist jetzt Ex-FDP-Chefin Silvana Koch-Mehrin dran. Ein paar Leckerchen aus dem Interview:

    „Sie haben das Klischee der Blondine perfekt bedient. Was haben Glatze und Perücke mit Ihnen gemacht?“

    „Nun ist aber gut. Sie haben das Blondinen-Spiel schon sehr gut beherrscht. Sie wussten genau, dass sich in einer Männerpartei die Aufmerksamkeit auf Sie richtet, dass Sie als Mann nicht so fix an die Spitze der FDP marschiert wären.“

    „Was hat der Brustkrebs mit Ihrem Gefühl von Weiblichkeit gemacht?“

    „Haben Sie während dieser Phase wirklich nie über Ihre Wirkung auf Männer nachgedacht?“


    <X

    Ich persönlich würde mein Kind wohl auch (mit Hilfe der Fachleute) festhalten, wenn es für die Untersuchung schlicht keine Alternative gibt. Einmal erklären, dass es sei muss und ich als Elternteil jetzt entscheide, dass es gemacht wird, festhalten, kein Drama draus machen, aber natürlich trösten.

    Aber um das durchzuziehen, ohne dass es dem Kind noch zusätzliche Angst macht, muss man halt selbst voll dahinterstehen und ruhig bleiben, egal wie sehr das Kind sich wehrt und wie verzweifelt es ist. Unsicherheit oder Mitleid ist an der Stelle vermutlich schwierig und ein Abbruch mittendrin fatal.

    Ich habe für sowas irgendwo einen "Schalter" - ich kann mir auch anschauen, wie mein Kind in Vollnarose operiert wird und das spannend finden, was da passiert. (Mein Mann findet das krank. :stupid:#gruebel)

    Daher würde ich das vermutlich nicht weiterempfehlen, es sei denn, ich kann die Eltern gut einschätzen.

    Unsere Grundschule hat auch heute gewarnt und darum gebeten, die Kinder an diesem Tag besser bis auf den Hof zu bringen.

    Die Große und die Freundin nimmt Alufolie mit. Und beschriftet Masken mit "Kein Virenschutz - gegen Gesichtserkennung! Wacht auf und schützt euch!"


    Vermutlich kommt dann gar keiner.

    Aber ganz ehrlich, ich glaube, sie brauchte das eigentlich nie, sich die Aufgaben aufzuschreiben. WEnn die will, weiß sie genau, was sie aufhat.

    Das kann gut sein, dass sie das bisher nie brauchte.

    Aber es werden ja mehr Fächer, mehr Anforderungen und auch im Kopf ist in dem Alter doch viel mehr los, als bei kleineren Kindern. In Richtung "Jugendliche" machen sie sich viel mehr Gedanken um sich selbst, ihr Umfeld, um die Welt ... natürlich vergisst man da schneller mal Hausaufgaben.


    Dass das Gedächtnis nachlässt, ist vermutlich eine Nebenwirkung vom Erwachsenwerden. (Im Memory lässt man nach dem Grundschulalter auch schlagartig nach.) Vielleicht hilft ihr diese Überlegung beim Akzeptieren, dass sie nun doch aufschreiben muss.