Beiträge von Ohnezahn


    Arbeitstitel ist vermutlich: Die Zerstörung der CDU 2.0 ^^

    Ich denke, dass die Lehrerin nichts dafür kann, wenn sie kurz etwas holt oder so und Kinder an den Laptop gehen. Da muss man sich in dem Alter drauf verlassen können, dass das funktioniert.

    Ich denke ja eher, wenn man Drittklässler mit einem vollkommen offenen INternetzugang allein lässt, kann man sich darauf verlassen, dass sie Experimente starten. In der Beschreibung klingt es nun auch nicht so, als sei die Klasse mal drei Minuten allein gewesen.

    Ich würde das in jedem Fall ansprechen, einfach als Rückmeldung und Info, dass es nicht funktioniert hat.

    Bei der Gelegenheit würde ich auch gleich nachhaken, was es mit den Musik-Videos auf sich hat. Ich kenne den Rapper nicht, aber mir fielen da gleich einige ein, die man mMn in einer dritten Klasse noch lange nicht besprechen kann, auch nicht kritisch. Aber das ist schwer zu sagen, ohne den konkreten Text zu kennen. Wenn er verstörend ist, würde ich davon ausgehen, dass die Lehrerin selbst nicht damit gerechnet hatte?


    Wegen einer besorgten Nachfrage müsst ihr aber sicher keine Nachteile erwarten. In aller Regel begrüßen Eltern es, wenn man Interesse signalisiert.

    Das Wahlrecht ans Alter zu koppeln - oder vielleicht an die Arbeitsleistung? - ist hoffentlich nur ein Gag.

    Aber beunruhigend ist es schon, dass diese Masse an Leuten entscheidet, die mit den Konsequenzen nicht mehr (lange) leben muss. Und man muss es wohl so sagen: Viele alte Menschen schauen nur zurück. Man hört bis heute von alten Leuten: "Ich wähl die CDU, weil der Kohl ..."


    Wie denkt ihr über den Gedanken, jedem Kind eine Wahlstimme zu geben, über die bis zu einem gewissen Alter die Eltern entscheiden - bestenfalls im Sinne des Kindes?

    Ihr könntet auch mal mit der Reitlehrerin absprechen, ob sie unterschiedliche Pferde testen kann. Manche wirken einfach allergener als andere, das wäre einen Versuch wert, wenn es ihr so wichtig ist. (Was ich SO gut verstehen kann.)
    En Curly-Horse ist da optimal. Das haben die wenigsten Reitschulen, aber es gibt Ferienhöfe, die welche haben.

    Hat deine Tochter bei der Stallarbeit geholfen? Konkret: War sie am Heu?

    Ich bekommt sowas vom Heu, bei manchen Ballen schlimmer, bei anderen schwächer, selten mal gar nicht. Aber nie so dramatisch, dass ich mal konsequent Handschuhe und Langarm trage ;)

    Ich ergänze bei Jette zum Mathebuch: (5) Es entfällt eine ganze Menge Vorbereitungszeit, weil nicht erst Arbeitsblätter aus etlichen Quellen zusammengesucht werden müssen. Die Zeit hat die Lehrkraft dann für anderes zur Verfügung.
    (6) Die Kinder werden mit weniger Fehlern konfrontiert. Die Bücher sind idR sorgfältig(er) lektoriert, die Arbeitblätter kommen oft fehlerhaft daher, sei es in der Rechtschreibung oder inhaltlich. Als Beispiel hatten wir da z.B. mal ein Kreuzworträtsel, bei dem bei richtiger Bearbeitung als Lösungswort " T I E G E R " rauskam.
    Meine 6.Klässlerin kam die Woche erst wieder nach einer halben Stunde Frust total entnervt an, sie bekäme eine Aufgabe nicht richtig gelöst. Nach einer weiteren Viertelstunde zusammen knobeln hatte ich dann die Lösung: Ein Tippfehler in der Aufgabe, Satzzeichen vertauscht.


    Und zum Methodenmix: Man kann ja nicht einerseits voraussetzen, dass die Eltern den schwächeren Schülern zu Hause helfen, und gleichzeitig eben aus x Quellen y Methoden zusammensuchen, sodass die Eltern im Grunde erst mal eine Woche lang hospitieren müssten, um dann in der Lage zu sein, dem Kind den aktuellen Stoff nochmal zu erklären. Dieses "Aber Frau Blümchen hat gesagt, wir sollen das anders machen!"* ist so etwa das Ätzendste, was man sich vorstellen kann, wenn man gefordert ist, dem Kind den Kram zu erklären. Ja, woher soll ich wissen, wie Frau Blümchen das haben will. Ich kann mich doch nur am Buch orientieren #yoga



    *) Isch krisch Plack und Albträume von dem Satz, echt wahr, jetzt. #stumm

    Ich entwickle gerade Programme für Eltern zur Selbsthilfe. (Keine Sorge, das wird keine Werbung. Ich verrate euch nicht, wer ich bin :) )


    Meine Tochter wünscht sich zum Üben der Rechtschreibung eine App. Das fänd ich tatsächlich gut, da sie es eher machen würde, als alles andere. Im Idealfall kann man dann übers Elternhandy nachprüfen, ob die App auch genutzt wurde #ja
    Das hab ich jetzt bewusst nicht per PN geschrieben, bestimmt gibt es das schon und jemand kann eine empfehlen?

    Wie gesagt, dass es gewisse Fenster gibt, in denen sich Dinge ganz besonders gut lernen lassen, kann ich mir vorstellen. Das widerspricht sich auch nicht mit meinen Erfahrungen.

    Nur dass meine mit 10 bereits innerlich festgefahren waren auf: "Das kann ich einfach nicht."

    Ich habe sie vor ein paar Jahren mal auf einem - sehr schönen - Vortrag in der Fragerunde gefragt, was sie zum Wandel ihrer Einstellung bewegt hat.
    Sie hat da sehr offen geantwortet, dass es vor allem mit der Kritik am Format zu tun hatte. Sie sah sich einerseits zu Anfang völlig zu Unrecht angegriffen, weil sie in den Familien, die in den ersten Folgen gezeigt wurde, ganz klar Misshandlungen und körperliche und seelische Gewalt nachhaltig verhindern konnte, indem sie den Eltern diese klaren, strikten Anordnungen vorgelegt hat. Dazu stand sie auch weiterhin, weil das Familien waren, in denen es darum ging, irgendeine Verbesserung zu erreichen, die für diese emotional stark eingeschränkten Eltern überhaupt machbar waren. Andererseits hat es ihr aber keine Ruhe gelassen und sie hat sich intensiver mit den Argumenten ihrer Kritiker beschäftigt. Und erkannt, dass das alles für sie mehr Hand und Fuß hat. So hat sie nach und nach Konzepte kennengelernt, die sie zuvor gar nicht kannte, und dann umgelernt.

    Dass sie Stillen Stuhl und Co "gesellschaftsfähig" gemacht hat, stimmt übrigens nicht. Solche Maßnahmen waren schon vor der Sendung vollkommener Alltag, die "Jedes Kind kann ..."-Reihe war da das meistverkaufte Ratgeberwerk und Artikel wie "Mit Auszeit in drei Tagen ein liebes Kind" in der Eltern vollkommen normal. Unser Kindergarten hatte noch eine "Strafecke" mit Pranger, wo die Namen der "Sünder" aufgeschrieben standen. :stupid:

    Ja, genau, das fällt auch als großer Unterschied auf. Meine Rechtschreibung war auch nach Fibel-Methode immer schlecht. Ich hatte gewisse Worte, die einfach immer falsch waren.
    Bei meinen Kindern sind aber jede Menge Worte immer auf unterschiedliche Weise falsch - und zwischendurch zufällig auch mal richtig. Als Bananenbeispiel: Mal Farrad, mal Fahrrad, mal fahrrad, mal Farad, mal Fahrad.
    Es wird einfach eine Vielzahl an Möglichkeiten als "potentiell richtig" eingespeichert. Das löscht man später nicht einfach wieder raus.


    Daran erkennt man nach Js Therapeutin auch eindeutig, dass keine klassische LRS das Problem ist, sondern das im Gehirn abgespeicherte Überangebot an Möglichkeiten.

    Nee, früher wurde gleich ab der ersten Klasse auf Rechtschreibung geachtet und der Sprachschatz (geschrieben) wurde eben nach und nach erweitert.

    Und dann kam dieser kreative Versuch mit "Schreibt mal alles, wie ihr es hört, das ist dann erst mal richtig und prima - und ab Klasse 4 dann plötzlich falsch und eine Katastrophe."

    Mag es nicht sein, dass es da auch gewisse Zeitfenster gibt, in denen das Lernen leichter fällt?
    Man sagt ja, dass eine Fremdsprache oder bestimmte Instrumente leichter fallen, wenn man vor dem 7. Geburtstag mit dem Lernen beginnt - wer später anfängt, hat es ungleich schwerer.
    Ich kann mir vorstellen, dass das bei der Rechtschreibung ähnlich ist.

    Das ist total normal, allerdings haben die wenigsten Eltern ständig Lust darauf, sodass sich Fahrgemeinschaften ergeben und man nicht ständig mit muss.
    Ich war trotzdem froh, als meine Kinder keine Lust mehr auf Fußball hatten, auch wenn ich supergern Fußball gucke. Aber nicht zwingend KInderfußball. Und nicht mit anderen Eltern zusammen. #pfeif#kreischen#angst#pfeif

    Die Tochter hat dann erst später, als sie mobiler wurde, wieder angefangen.

    Ich sehe das wie du.
    Die Jungs wollen sich da sehr wichtig machen, haben aber mal rein gar nichts zu melden.
    In der hiesigen Moschee tragen jede Menge muslimische Frauen kein Kopftuch; das hängt immer mit am Hintergrund der jeweiligen Moschee und am den Leuten, die dort hingehen.

    Als Besucherin habe ich noch nie eines getragen.

    (Ausnahme war eine Beerdigung, weil die Familie des Verstorbenen es teilweise gewünscht hat.)

    Ich meine nicht schicker oder weniger schick.

    Ich meine so ein aufmachen, das darauf ausgerichtet ist, Männern zu gefallen.

    Aber ist es nicht müßig, 30 Jahre später zu überlegen, ob es den Frauen damals (mehr oder weniger als heute) darum ging, ausgerechnet Männern zu gefallen?

    Der einen Frau geht es vielleicht darum, Männern (oder einem bestimmten Mann) zu gefallen, die nächste will anderen Frauen gefallen, wieder eine vor allem der besten Freundin (oder Feindin), manche eine ihren Kindern, den Eltern, grundsätzlich anderen Leuten und einige ganz wahrhaftig vor allem sich selbst.
    Und anderen ist das Äußere unwichtig.

    Und bei Männern ist es - überraschung - nicht anders. Auch bei denen entwickeln sich Moden und selbst VoKuHiLa, Hawaihemd und Schnauzbart setzten sich ja durch, weil Leute dachten, das wäre "schick".


    Als meine Großen klein waren, war es gerade "Trend", als stillende Mutter quasi gar nichts mehr zu essen, aus Angst, es könnte an den Blähungen schuld sein. Die Babys hatten trotzdem welche #weissnicht Es gibt ja auch keine Hinweise darauf, dass Babys in unterschiedlichen Ländern mehr oder weniger Bauchbeschwerden haben - obwohl die "richtige Ernährung für Stillende" jahrzehntelang überall ganz anders eingesschätzt wurde. Von "bloß keine Hülsenfrüchte!" bis zu "Iss viele, viele Hülsenfrüchte!" und vergleichbarem. Und warum sollte das Kind die Milch tagsüber vertragen und abends dann nicht mehr?

    Manche Mütter berichten, dass es helfen *kann*, Milchprodukte wegzulassen, aber ich nehme an, das sind Ausnahmen.

    Vermutlich ist es einfach nur ein Anpassungsproblem. Es trifft viele Babys, bei nahezu alle geht es irgendwann weg.

    Was uns am besten geholfen hat: Das Baby VOR Beginn der Schreistunden ins Tragetuch zu packen und einen Spaziergang zu machen: Behaglichkeit, gute Gefühle, Wärme, Bauchmassage durch Bewegung.

    Ich hab mal irgendwo gehört, dass eine Mutter zu ihrem Kind rief "Dich werd ich Moritz lehren", eigentlich heißt es "dich werde ich mores lehren" von lateinischen für Sitten uns Gebräuche. Menschen wandeln Worte einfach um, in etwas was ihnen geläufig ist, so eben auch die Hechtsuppe zum Beispiel.

    Im Sauerland sagt man "Kriegst am Mors!", was bedeutet "du kriegst was auf den Hintern", was aber auch vom mores kommt. Mors wurde dann zum Hinterteil.
    So wurden die Sitten zum Arsch, kann man sagen. 8o


    Lautverschiebungen sind was tolles, da hat man mir neulich so ein wunderbares Video verlinkt. Ich suche mal, das war zauberhaft anzuhören.

    Ich finde es einerseits unglaublich wichtig, dass solche Bauten bestehen bleiben und nach Katastrophen gerettet werden. Davor zu stehen zeigt uns, was Menschen möglich machen können. Was WIR können, wenn wir Träume und Visionen haben. Wir würden geistig allesamt verarmen ohne diese Beweise der menschlichen Kunst im Denken und Schaffen.

    Andererseits zucke ich bei den bereitwilligen Spenden auch bis ins Mark zusammen, wenn man im Gegensatz dazu mal anschaut, was einzelne Hilfsorganisationen teilweise bekommen, um welche Kleckerbeträge (vergleichsweise!) es teilweise geht, wenn es heißt: Wir müssen Flüchtlingslager XY die Hilfen reduzieren, die Leute kriegen jetzt pro Tag nur noch zwei Kartoffeln pro Person statt drei. usw.


    Andererseits: Jeder entscheidet selbst, was er mit seinem Geld macht, und die Annahme "würde Familie ABC das Geld nicht für Notre Dame spenden, könnten sie damit 3 Flüchtlingslager mit Essen und Bildung absichern" ist eben eine Milchmädchenrechnung, denn seien wir ehrlich: Würden sie es nicht für Notre Dame spenden, blieben sie einfach auf ihren Kohlen sitzen. AUßER, sie wollen humanitär spenden. Dann tun sie es ohnehin.


    Es ist prestigeträchtig, für so ein kulturell wichtiges Bauwerk zu spenden. Prestigeträchtig und politisch unverbildlich - niemand kann ihnen etwas vorwerfen, keiner wird deshalb die Geschäftsbeziehungen einstellen.

    Dazu finanziert man sehr viel mehr Positives als nur ein Bauwerk: Da werden nun für viele Jahre viele Menschen Arbeit finden, vom Professor in Kunstgeschichte bis zum Maurerlehrling.

    Und es ist nicht das Fass ohne Boden, das man zu spüren bekommt, wenn man für humanitäre Zwecke spendet. Selbst wenn man mit seiner Spende einem Menschen oder einem Dorf das Leben rettet (!), passiert gefühlt überhaupt nichts, weil Million andere Menschen und Dörfer genau so verrecken, als hättest du exakt nichts getan. Dazu kommt die Frage: Kommt meine Spende überhaupt an? Oder greift das der Diktator auf dem Weg ab, holen es sich die Extremisten, überstütze ich womöglich den Terror, wenn ich gutgläubig gebe?
    Die Kathedrale dagegen ist ein definiertes Ziel, das Geld wird ankommen, sie wird in absehbarer Zeit fertig sein. Man bekommt ein Ergebnis, kann sich freuen, das Ding angucken und sagen "meine 5 Euro haben das mit möglich gemacht". Für humanitäre Zwecke zu spenden oder zu arbeiten bedeutet, jeden Tag damit klarzukommen, dass man nur Tropfen auf heiße Steine sprenkelt.