Beiträge von Maude

Registrierunganfragen bitte kontakt(@)rabeneltern.org senden. Die automatische Registrierung ist aufgrund vermehrten Anmeldungen von merkwürdigen UserInnen bis auf weiteres abgeschaltet.

Danke und guten Austausch im Rabendorf!

Rabeneltern.org-Team

    Ich finde die Theorie mit der Verspannung nicht schlecht. Ich habe mich jahrelang mit fiesem Drehschwindel Attacken gequält, manchmal konnte ich nicht einmal aufstehen.
    Mein Nacken fühlte sich nicht verspannt an. Trotzdem begann ich, ihn beim kleinsten "Drehen" zu dehnen. Seit dem ist es deutlich besser geworden. Richtig ausgeknockt war ich nicht mehr.

    Meine Jüngste gerade: "Das erste Kapitel der Bibel ist die Erschöpfung der Welt."


    (Ich fürchte ja eher, das wird das letzte sein...)

    Ich finde es toll, dass du hingegangen bist, Anaba!


    Mich treibt das Thema auch gerade um, allerdings mit etwas anderem Hintergrund.
    Wir sind schon seit einem Jahr dabei, uns um Flüchtlinge zu kümmern. Mein Mann noch mehr als ich, der koordiniert sehr sehr viel ehrenamtlich für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge. Unsere Familie hat sich aber einen mittlerweile 18jährigen jungen Mannes angenommen, dem wir ein bisschen Familienanschluss bieten. Wir sind auch mit seiner Familie, die sich in Jordanien befindet, in sehr engem Austausch.
    Außerdem habe ich mal mehrere Wochen beim Sprachunterricht in der Unterkunft im Nachbardorf ausgeholfen und mich ein wenig um zwei schwangere Frauen gekümmert.


    Nun bin ich von Natur aus ein Mensch, der in jedem Menschen erstmal das Gute sieht. Für mich ist klar: Wenn Menschen gut behandelt werden, wahrgenommen und respektiert in all ihren Facetten, dann werden sie nichts Böses tun. Und JEDER Mensch hat das Recht, in Frieden und frei zu leben. Dazu dürfen sie gerne auch hierher kommen, wenn das in ihrer Heimat nicht möglich ist.


    Und jetzt kommt doch ein Aber: Durch den engen Kontakt erlebe ich immer wieder Dinge, die mir doch Angst machen. Unser junger Syrer ist ein ganz lieber Kerl, wirklich meilenweit davon entfernt, ein Terrorist zu sein ;) Aber er ist sehr sehr streng gläubig, genau wie seine ganze Familie, insbesondere die Mutter. Wir merken, dass ihm viele Dinge die für uns selbstverständlich sind völlig fremd sind. Und durch seine kulturelle Prägung kann und will er sie teilweise auch nicht verstehen.
    Beispielsweise ist für ihn völlig klar, dass Jüngere den Älteren Respekt entgegen bringen und ihnen gehorchen sollen. Andersherum ist es aber eine tiefe Beleidigung, wenn ein Jüngerer einen Älteren zurecht weist, und da ist es dann selbstverständlich auch mit körperlicher Gewalt zu reagieren. Und ich rede nicht unbedingt von Erwachsenen und Kindern, sondern von 15 und 18jährigen.
    Es ist für ihn auch undenkbar, dass Frauen und Männer alles zusammen tun. Er hat da ganz klare Rollenvorstellungen. Freizeitgestaltung gibt es nur für Männer ODER Frauen, nicht gemeinsam. Er passt sich hier zwar an, man merkt aber, dass er es nicht versteht.
    Seine Mutter erzählt mir, dass natürlich in Syrien alle Religionen friedlich miteinander gelebt hätten. Im selben Atemzug sagt sie aber, dass man als Frau doch einfach weiß, dass Männer aggressiv und brutal sind und man, besonders wenn man nicht verschleiert ist, Situationen in denen viele Männer sind selbstverständlich meiden sollte.


    Dann erlebe ich, dass meine damaligen Deutschschüler, die ich allesamt als sehr höfliche, freundliche Männer kennengelernt habe, mit Messern und abgebrochenen Flaschen aufeinander losgehen, sodass einer letztens schwer verletzt in der Klinik landete.


    Und dann komme ich ins Grübeln. Klar kann ich die Mechanismen sehr gut verstehen, die zu all dem führen: Kulturelle Prägung, traumatische Erfahrungen, Isolation, Heimweh, Perspektivlosigkeit. Nur: Das macht es ja nicht weniger gefährlich, denn all das trifft ja auch Hunderttausende zu. Und wenn dass nicht gut aufgefangen wird.... dann hab ich wirklich Angst!


    Da ich ja immer das Gute im Menschen sehe, gehe ich davon aus, dass es mit viel Engagement zu schaffen ist, die hier angekommenen Menschen aufzunehmen, ihnen eine neue Heimat (teilweise auf Zeit) und eine Perspektive zu bieten und ihnen zu helfen, sich zurecht zu finden ohne ihre Identität verleugnen zu müssen. Nur: Da hab ich dann noch mehr Angst, denn ich sehe, das von Deutscher Seite genau da Gegenteil geschieht: Hass, Ausgrenzung, Schaffen eines neuen Feindbildes.


    Ich sehe Gefahren durch starke kulturelle Unterschiede und durch Fremdenfeindlichkeit. Beides kann sich gefährlich gegeneinander hochschrauben.
    Und ich bin erschrocken über mich selbst, dass ich mittlerweile manches nicht mehr nur als "kulturelle Eigenart", sondern als wirkliche Bedrohung unserer Freiheit ansehe.


    Bisher ist meine Konsequenz daraus aber immernoch: Man muss sich zu den geflohenen Menschen hinwenden, nicht von ihnen weg!
    Ich hoffe, dass ich das so immer sehen und danach handeln können werde!

    Meine Achtjährige war in ihrem Leben schon sehr viel. Sie ist seit sie ein Kleinkind war ein Rollenspielfan.


    Seit gut einer Woche ist sie aber nur noch eins: Winnetou!


    Sie war mit Oma bei den Karl-May-Festspielen und seitdem gibt es nichts anderes mehr. Ich glaube, sie ist ein bisschen verliebt in Winnetou ;)

    Ich verstehe dich! Ich hab vor zwei Jahren unsere komplette Ikea-Küche alleine zusammengeschraubt. Aufgehängt haben sie mein Vater und mein Mann. Ich hab genau gesehen, dass ein Schrank schief hängt, aber sie glaubten mir nicht, schließlich waren sie ja die Herren Handwerker.
    Nun ärgere ich mich jeden Tag über den für alle offensichtlich schief hängenden Schrank


    Lass dich nicht kleinmachen. Bau das Teil und zeig es allen!

    Ich trinke 4-6 Tassen Kaffee mit Milch am Tag. Ich liebe den Geschmack und das Ritual. Eine Wirkung hab ich noch nie gespürt. Kann ihn auch spät abends trinken und Koffeinfreier macht keinen Unterschied.

    Mein Patenkind (knapp 3) bekam letztens als wir zusammen Kaffee tranken einen Kakao. Nach kurzer Zeit fragte er mich dann:"Hast du auch Mikrowelle? "
    Nächstes Mal vergesse ich nicht, den Kakao warm zu machen :)

    Ich an deiner Stelle würde dort nachfragen, statt drauf zu hoffen, dass sie einen Fehler nicht bemerken. Vielleicht darfst du sie behalten, vielleicht musst du tauschen. Auf jeden Fall weißt du es aber VOR dem Geburtstag deines Sohnes.
    Für mich ist das der einzig mögliche Weg. Käme nie auf die Idee, sowas einfach zu behalten.

    Meine Jüngste war genauso. Sie traf keinen Ton, kein Tempo und keinen Rhythmus. Mit Knapp 6 wollte sie aber Klavier spielen lernen. In den ersten Wochen /Monaten dachte ich nur, das wird niemals was! Aber irgendwann machte es klick und sie hat Rhythmusgefühl entwickelt und kann auch halbwegs passabel singen.


    Sie spielt seit 2 Jahren Klavier. Begabt ist sie, im Gegensatz zu ihrem Bruder der autodidaktisch Klavier spielen lernt, nicht. Aber sie spielt sehr gerne und geht fest davon aus, dass sie einmal Sängerin wird. ;)


    Bei ihr hat Übung sehr viel gebracht, auch wenn deutlich bleibt, dass sie nicht wahnsinnig talentiert ist.

    Bei Umwegen fährt man bei uns über Bous, Berus, Bagdad.


    Hier auch. Klar


    Wo ich aufgewachsen bin war es "Reelse-Rom"
    Dafür ist hier alles jenseits der Bundeslandsgrenze (das nicht Frankreich ist) "Das Reich".


    Der Dialekt- Test stimmt bei mir exakt im ersten Treffer und die folgenden zeigen genau, wo ich gewohnt und gearbeitet habe.
    Meine Kinder sind allerdings bundesweit verstreut, weil Hochdeutsch aufgewachsen und Mutter, Vater, Stiefvater aus völlig verschiedenen Teilen Deutschlands.

    Ich hab nicht alles genau gelesen, aber ich mag doch mal etwas Positives schreiben, denn das gibt es zum Glück auch.


    Hier im Saarland sind 2000-3000 Menschen im Landesaufnahmelager untergebracht. In einer Stadt, die 19.000 Einwohner hat. Gemacht ist das Lager für deutlich weniger, sodass in den letzten Wochen sehr viele Menschen in Zelten untergebracht sind.


    Nun haben sich seit 4 Wochen zwei Facebook-Gruppen gegründet, die Hilfe organisieren. Seit 4 Wochen läuft die Turnhalle fast über vor Spenden und jede Menge Freiwillige sortieren jeden Tag, manche sogar volle 8-Stunden-Schichten. Weil die Schule demnächst wieder beginnt haben sie in einem wahnsinnigen Kraftakt innerhalb weniger Tage ALLES in eine Lagerhalle einen Ort weiter geschafft.
    Seit 4 Wochen veranstalten Ehrenamtliche jeden Tag ein Unterhaltungsprogramm für die Kinder vor Ort. Mittlerweile gibt es auch immer wieder Handarbeitsangebote für die Mütter, die das dankbar annehmen.
    Seit Kurzem gibt es eine Mutter-Kind-Station mit Hebammen, Ärzten, Kinderkrankenschwestern. Alle ehrenamtlich.


    Gestern veranstaltete der Innenminister des Saarlandes ein Fest für die Flüchtlinge und alle HelferInnen. Er stand selbst am Grill für alle.


    Ich war zweimal für das Spieleangebot dort (und werde noch häufiger hinfahren) Die Menschen leben in sehr, sehr bescheidenen Umständen. Aber die Stimmung ist überraschend gut. Bei den Flüchtlingen genau wie bei den Helfern.


    SOWAS möchte ich in den Zeitungen lesen und in den Nachrichten sehen. Ich bin sicher, das ist keine Ausnahme, das gibt es anderswo auch.
    Ich wünsche mir, dass die Menschen die ein Herz haben wachgerüttelt werden und sehen, wie gewinnbringend es für ihr eigenes Leben ist, zu helfen. Dann gibt es die rassistischen Idioten zwar immernoch, aber vielleicht hören ihnen dann irgendwann nicht mehr so viele zu und sie verziehen sich wieder in die Löcher zurück, aus denen sie gekrochen sind.