Beiträge von Vukodlacri

    Ich würd in dem Fall einfach ne Entschuldigung fürs Kind schreiben, fertig #angst. Kind hat wichtigen Termin und fertig.

    Boah, und ich wünschte, meine Kinder würden sich mehr für FFF interessieren und auch mal streiken wollen. Missys Schule hat per Elternbrief ja auch ausdrücklich mit unentschuldigten Fehltagen gedroht, wenn ein Kind es wagen würde, an einer Demo teilzunehmen #rolleyes. Und Missy ist natürlich so angepasst, regeltreu und will überhaupt nich auffallen und geht dann auch selbstverständlich lieber zur Schule als zur Demo.

    Also mein Augenarzt macht das neuerdings auch nich mehr.

    Und ich find das total bescheuert, weil ich meine gesamten Arztrechnungen plus Rezepte ja auch immer per Post an die Beihilfestelle verschicken muss. Ich mein, da schert sich doch auch keiner um Datenschutz.

    Gibt es schöne Städte, die nicht so überlaufen sind?

    Dazu wollte ich nochmal was sagen.

    Und zwar hängt es ja immer wieder davon ab, was man selber als "schöne Stadt" definiert.

    Ich z.B. steh auf historische Städte, in denen mein Kopfkino genug Futter bekommt. Da sind die ganzen Harzstädtchen hier in der Umgebung ideal. Goslar und QUedlinburg und Wernigerode wurden ja schon genannt. Unfassbar schöne Städtchen, massig Fachwerk, man kann sich ins Leben damals reinträumen...ach, das ist einfach toll da.

    Als überlaufen habe ich Thale empfunden, Hexentanzplatz und so. Fand ich irre touristisch, aber das sind dann auch andere Touris als ich, die anderes Zeugs wollen.

    Ich war vor einigen jahren zum Kaiserfrühling in Quedlinburg, und das war einfach toll. Klar, voll auch, aber das waren Leute, die getickt haben wie ich und auf den historischen Kram stehen. Die stressen mich dann auch nich.

    Naja, also so unterscheiden sich eben die Geschmäcker, deswegen find ich die Frage eigentlich auch nich wirklich gut zu beantworten :D.

    Hm, die wichtigen Sachen hast du ja schon genannt. Händewaschen ist bei sowas immer mein Mittel der Wahl. Also richtiges Händewaschen, mindestens 30 Sekunden und so.

    Desinfektionssprays hab ich noch nie benutzt (nichtmal auf Festivals), weil ich alle Jahre wieder irgendwo lese, wie sinnbefreit sowas ist. ALso die Sicherheit, die sowas gibt, ist nur trügerisch.

    Ich würde an deiner Stelle (obs was bringt oder nicht, sei mal dahingestellt, aber fürs Gefühl würd ichs tun) vielleicht noch einen Mundschutz tragen bis zum Wochenende.

    Ach, und Handtücher wechseln. Bzw dem Muk sowieso ein eigenes Handtuch geben und das auch nach jedem Benutzen wechseln.

    Viel Erfolg!

    Ich wünsch dir ganz viel Spaß!

    Ich hab sie mir letztens in Berlin im Olympiastadion angeguckt und war zumindest ob des Aufwandes, der da betrieben wurde, echt beeindruckt. Also die Show war extrem professionell, das muss man Rammstein lassen.

    Das Feeling fehlte mir aber irgendwie trotzdem, aber ich bin auch eher auf Festivals und kleineren Konzerten zuhause. Halt das, was nich so perfekt ist, nich so durchgecastet und was vor allem authentisches Publikum hat.

    Nichtsdestotrotz war das Rammsteinkonzert zumindest ein Erlebnis, was mich nachhaltig beeindruckt hat.

    Doch, stört die Berliner schon

    Na gut, ok :D.

    Ich kann da leider nich mitreden, meine Stadt hier ist zwar auch touristisch angehaucht, aber nicht DIE typische Touri-Stadt. Klar, die laufen hier auch rum, aber von denen merkt man kaum was, weils nicht die Massen sind, die da durch Berlin schieben. Die nerven da ja selbst mich, wenn ich als Gast in Berlin bin und versehentlich mal aufm Ku'damm unterwegs bin. Oder im Mauerpark. Gruselig, echt. Aber ich dachte immer, an den Ecken gäbs auch keine normalen Berliner mehr, sondern echt nur noch Touris. Und ich hab die Berliner eigentlich auch immer als relaxt in Bezug auf die Touris erlebt.

    Ich bin ja F'Hain-Fan, da nehm ich auch die Touristen in Kauf :D. ALso wenn da mal ne Wohnung vakant ist, bitte Bescheidgeben, die nehm ich #cool. Hach, oder Kreuzberg. Am liebsten direkt am Kotti in sonem verranzten Altbau #love.

    Manchmal habe ich den Eindruck, dass die Wertschätzung eines Urlaubs verloren geht, wenn stets und ständig preiswerte Unterkunft verfügbar ist. Das hat sowas Beliebiges: mal eben ein Wochenende Air BnB nach St.Peter-Ording, übern Feiertag nach Berlin usw.

    Ich fang jetzt mal von unten an, weil mir die Aussage sofort ins Auge gesprungen ist.

    Die erweiter ich jetzt glatt nochmal :D: Mein persönliches Gefühl sagt mir nämlich auch, dass die Wertschätzung nicht nur durch stets verfügbare Unterkünfte flötengegangen ist, sondern auch durch die nahezu uneingeschränkte Reisefreiheit.

    Ich komm aus der ehemaligen DDR, und da war Urlaub was andres als es heute ist. Also nix mit ständig verfügbaren Unterkünften, und von den überhaupt verfügbaren Urlaubsländern red ich gar nicht erst.

    Also ja, auch ich bin der Meinung, dass Urlaub heutzutage eine komplett andere Wertschätzung erfährt, das hat sich irgendwie total geändert. Weil, ist ja alles da. Und alles permanent verfügbar.

    (Das find ich übrigens nicht nur beim Urlaub so, sondern eigentlich so komplett aufs ganze Leben bezogen. Zumindest aufs Konsumleben, Wohnraum klammer ich mal aus, der ist nich da.)



    Ich hab mir über Overtourism echt noch nie Gedanken gemacht und danke dir für diesen Thread. Den nutz ich jetzt mal ans Anstoß, um über unsere Urlaube nachzudenken.

    Wir sind keine typischen Urlauber, die ein- zweimal jährlich in einen Touristenort fliegen/fahren müssen. Kein Stück. Deswegen bin ich vermutlich auch überhaupt nich drin in dem Thema, das ist bisher so völlig fern meiner Gedankenwelt gewesen. Ich hab eigentlich immer gedacht, dass Tourismus was tolles ist, von dem die Touristenorte profitieren. Vor allem, wenn sie außer Tourismus nix haben. Über die Kehrseite der Medaille hab ich nie nachgedacht.

    Unsere Urlaube bestehen darin, dass wir mit unserem Bus irgendwohin fahren, wos schön ist. Also wir gondeln semi-ziellos durch die Botanik. Und zwar zur Saison, weil wir schulpflichtige Kinder haben und es somit anders gar nicht möglich ist.

    Amsterdam (weil das hier zufällig grad als Beispiel kam :D) steht für die Herbstferien auf der Liste, weil wir da sowieso grad Richtung Ruhrpott müssen und ich immer schonmal Amsterdam sehen wollte. Und natürlich unterstützen wir da auch die einheimische Wirtschaft, weil wir immer Selbstversorger sind. Also wir leben in unseren Urlaubstrips immer genauso normal wie auch zuhause, deswegen hab ich nie drüber nachgedacht, ob das irgendwie Overtourism ist oder nich.

    Vor 2 Jahren sind wir durch Schweden und Dänemark gegondelt (zur Saison), und in Stockholm haben wir auch die typischen Touristendinger besucht (ich wollt unbedingt das Wasaschiff sehn, deswegen hab ich das ganze überhaupt angeleiert). Ich hatte aber nich das Gefühl, dass die Bevölkerung drunter leidet, dass da Touristen sind.

    Für nächstes Jahr steht St. Petersburg aufm Plan, da will ich hin. Geht leider nur zur Saison (aus o.g. Gründen), aber wird wieder genau so eine Expeditionsfahrt wie immer. Also Winterpalast gucken, und ansonsten normal leben da. In normalen Läden einkaufen und so. Und auffer Rückfahrt dann eben noch Riga angucken. Und ansonsten durchs Land gondeln. Ich weiß nich, ich fühl mich da immer gar nich so touristisch. Hm. Vielleicht sollte ich mir da echt mal Gedanken drum machen.

    In Berlin bin ich ja nu auch öfter, da fallen selbst MIR die Touristenmassen auf. Also ich merk, dass es ein "echtes" Berlin und ein Touristenberlin gibt, das ist schon krass. Ich glaub aber nich, dass die Berliner das stört.

    Ach stimmt, da fällt mir ein, aber das Problem mit den AirBnB hat mir mein Berliner Freund schonmal geschildert. Dass da ganze Wohnfluchten aufgekauft und vermietet werden (nachdem z.T. die Mieter da rausgeekelt werden), um das über AirBnB zu vermieten. Fand ich schon krass, dass das gesetzlich einfach so geht.