Beiträge von Elektra

    AnneL

    Stimmt, an diesen Aspekt erinnere ich mich auch noch. Deshalb nochmal: Zentrale Prüfungsaufgaben schaffen nur scheinbare Vergleichbarkeit. So mancher mit bayerischem Abitur hat an der Uni erstaunt feststellen dürfen, dass diejnigen mit dem vermeintlich geschenkten Abi aus Hessen nicht auch denken und nicht nur reproduzieren gelernt hatten.

    Das mit der Länderhoheit in Sachen Bildung ist eine ziemlich heilige Kuh, da wird man auch langfristig auf keinen gemeinsamen Nenner kommen, fürchte ich.


    Zu den aktuellen Matheaufgaben: Letztes Jahr war ja eine ähnliche Diskussion um die Englischprüfungen in Ba-Wü. Aus den diversen Darstellungen ist mir vor allem klar geworden, dass zentrale Prüfungen das Problem nicht lösen. Dafür müssten erst einmal die Stundentafeln angeglichen werden. Manche Bundesländer haben Grund- und Leistungskurse mit 3 bzw. 5 Stunden. Andere Bundesländer kennen nur Vertiefungskurse, die dann vier- statt fünfstündig sind. Die Zahl der zu belegenden Leistungskurse schwankt(e) - zu meiner Zeit musste man in Ba-Wü drei haben während es in vielen anderen Bundesländern nur zwei waren. Außerdem sind die Prüfungsbedingungen nicht harmonisiert. Bei ein- und denselben Noten kann das je nach Bundesland "bestanden" oder "nicht zur Prüfung zugelassen" bedeuten. Ich meine, die TAZ hatte vor etwa zwei Jahren einen Artikel dazu. Muss ich gleich mal suchen gehen.

    Ich würde es davon abhängig machen, was die Klasse singen kann. Etwas neues einzustudieren dürfte zu viel Zeit kosten. Funktionieren wird das auch nur, wenn Fachlehrer mitziehen. Die standesamtliche Trauung dürfte doch vormittags sein. Haben die Kinder dann überhaupt schulfrei?

    Ich könnte auch Ba-Wü, G8 anbieten, allerdings nur die alte Ausgabe. Auf dem Einband ist ein runder Tisch mit sechs roten Stühlen abgebildet, Perspektive von oben. Seit dem neuen Lehrplan gibt es eine Neuausgabe mit einem anderen Cover, diese haben wir allerdings nicht.


    Das Thema in unserem Buch ist auf S. 53 "Runden und Überschlagen bei Dezimalzahlen". Es gibt eine Grafik, in der das Ergebnis der Bundestagswahl 2002 als Tortendiagramm dargestellt wird.

    Drahtesel

    Das ist ja gerade das perfide bei Pertussis: Wie könnte man zuverlässig einen milden Verlauf von "etwas Husten" unterscheiden? Sich hustend von jeglichem Säugling fernhalten erscheint mir da die wirksamere Strategie.


    Zur Frage der Herdenimmunität gibt es hier einen interessanten Artikel: Link

    Drahtesel schrieb "Wo genau ist die Info der stillen Übertragung bei Keuchhusten denn her?"


    Das habe ich schon auf verschiedenen Seiten gelesen. Z. B. Bei Infektionsschutz.de, im Deutschen Ärzteblatt, bei Kinderaerzte-im-Netz.de um mal ein paar für Pro-Impfen bekannte Quellen zu nennen.


    Die Immunität bei Keuchhusten hält nur ca. 6 bis 10 Jahre an, zudem haben gerade Erwachsene sehr häufig untypische Verläufe.


    Lt. RKI steigt der Immunschutz nach zweiten Impfung auf 60 bis 70%, nach der dritten Impfung auf etwas über 80%. (RKI).


    Andersherum formuliert: Knapp 20% aller vollständig gegen Pertussis Geimpften haben nie einen Impfschutz aufgebaut, bei den restlichen 80% verschwindet der Schutz nach 6-10 Jahren. Auch immune Personen können Überträger sein.

    Die Impfpflicht gegen Pocken wurde u. a. deshalb als verfassungsgemäß beurteilt, weil rund 30% der Infektionen tödlich ausgingen. Zum Vergleich: Bei Mastern liegt die Letalitätsquote bei 0,1%.


    Die Ausrottung einer Krankheit ist medizingeschichtlich nur 1x gelungen, auch bei den Pocken. Diese wiesen (Zitat der von mir weiter vorne verlinkten Seite) "eine ganze Reihe mikrobiologischer und epidemiologischer Alleinstellungsmerkmale auf, die sich so bei keiner der anderen, derzeit zur "Ausrottung" anstehenden Erkrankungen finden. Eines der damals entscheidenden Kriterien war das Fehlen untypischer und subklinischer (also (fast) unbemerkter) Verläufe."


    Inwieweit durch Impfungen eine Herdenimmunität entsteht, ist unterschiedlich und hängt von der Krankheit ab. Aufpassen muss man auch bei Impfungen, die zwar die geimpfte Person schützen, aber nicht vor Übertragung durch diese. Keuchhusten ist so ein Kandidat.

    Eine Impfung ist, wie auch eine simple Blutabnahme ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit und bedarf der Zustimmung der betroffenen Person. Eine Impf-Pflicht schein nur schwer durchsetzbar und müsste außerdem für jede Impfung einzeln erfolgen. In D gab es das historisch nur für die Pocken und ist seit vielen Jahren aufgehoben. 2016 muss es hierzu ein Gutachten vom wissenschaftlichen Dienst des Bundestages gegeben haben. Auf den Seiten von Dr. Steffen Rabe kann man mehr dazu lesen: Link

    Jorinde oh ja, stimmt.



    Mathe fällt mir noch ein. Ich bin in den siebzigern in Hessen eingeschult worden und da galt Mengenlehre als das Non-plus-Ultra, mit dem man die Erstklässler beglückte. Anschaulich mit Material natürlich. Da musste man dann so Aussagen formulieren wie "Das kleine rote Dreieck ist Element der Menge der Dreiecke" und "es ist Element der roten Teilchen". Fand ich damals pillepalle, aber die Mutter meiner Freundin ist schier daran verzweifelt.


    Ob unsere Kinder sich mal über ihre ersten Lehrbücher amüsieren werden? Beim jüngeren Kind darf ich noch auf Französisch ab der achten Klasse hoffen, die Tendenz schwindet aber, kein Bock auf eine dritte Fremdsprache, wenn sie vermeidbar ist.


    A propos: War nicht heute Abgabetermin für den Wahlzettel? #angst

    Jetzt will ich auch noch mitsenfen.


    Im Deutschbuch der ersten Klasse kann ich mich noch an Tapp, einen Bären erinnern. Tante Google sagt mir, dass es sich wohl um die Fibel "Fangt fröhlich an" gehandelt haben muss. Ich hatte die Druckschriftausgabe, das weiß ich ganz sicher noch.


    Mein erstes Englischbuch war das mit Colin und Linda und den Scotts --> Learning English von Klett?


    Mein erstes Französischbuch hieß "Etudes Francaises", glaube ich zumindest. Dort dominierte die Familie Leroc. Hieß der Sohn Pascal?

    Meine Tendenz geht auch in Richtung Wechsel nach Französisch in Erwägung ziehen und vorab ein paar Eckpunkte abklären:


    - Wie lange müsste er französisch dann machen?

    - Hatten alle Fanzösischanfänger vorher Latein? Dann könnte das Lerntempo sehr schnell anziehen.

    - Andererseits: Es ist eine lebende Sprache und evtl. kann er mit der Aussicht auf Austausch / Urlaub ein bisschen Motivation aktivieren?

    - Latein ist eine sehr exakte Sprache, wer das Wort incl. Deklinaktion / Konjugation nicht genau kennt, ist verloren. Bei lebenden Sprachen hat man eher die Möglichkeit Umschreibungen zu finden oder sich die Bedeutung fehlender Wörter aus dem Zusammenhang zu erschließen. Damit kann man manche Lücken kaschieren.


    - Legt er Wert auf Latinum? Dann evtl. durchhalten.

    - Gibt es Einschränkungen bei Kurswahl bzw. Prüfungsfächern?