Beiträge von Elektra

    Danke für Eure Erfahrungen soweit. Es wäre bläsertechnisch möglicherweise kein absolutes No-Go, lt. Lehrer muss man aber bei jeder Veränderung (Weisheitszähne ziehen, Brackets einlegen, enger stellen, ...) mit zwei Wochen Anpassungszeit rechnen. Im Orchester stehen im kommenen Jahr einige wichtige Termine an, und ich bin unsicher, ob man die Behandlungstermine ordentlich drumherum geplant bekommt. Wir haben eine Emfpehlung für eine Zweitmeinung, da werde ich mich nächste Woche um einen Termin kümmern.


    Noch eine abrechnungstechnische Frage: Wenn wir die Behandlung beim Zweitmeinungsarzt machen lassen, zahlen wir dann die Diagnosestellung beim ersten KFO privat? Wir sind GKV.

    Darf ich mich mal mit einer Frage einklinken?


    Sohn soll auf Vorschlag des KFO Brackets und einen Malu-Apparatur bekommen. Jetzt spielt er aber ein Blasinstrument und sein Lehrer empfiehlt, wenn irgend möglich, auf eine lose Spange auszuweichen. Mir ist nicht klar, ob es überhaupt lose Alternativen gäbe. KFO scheint keine Erfahrung mit Bläsern zu haben und war einigermaßen erstaunt, dass wir nach zu erwartenden Problemen fragten.


    Wie oft müssen die Apparaturen denn verstellt werden?


    Kieferhaltung ist - zumindest habe ich das als Sängerin gelernt - auch eine Muskel- bzw. Trainingssache. Wäre ggf. Logopädie ein alternativer Ansatz?

    Die Deutschlehrerin meines Großen hat ähnliches empfohlen. Aus einem längeren Text eigener Wahl (Buch o. ä.) jeden Tag ein Stück abschreiben. Das war 5. Klasse an einem Gym, das Rechtschreibmäßig alles andere als auf "Kuschelkurs" unterwegs war.


    Bei den Wörterlisten sehe ich das Problem, dass es im Verhältnis zum tatsächlich gebrauchten Wortschatz immer noch sehr viele Fehlermöglichkeiten gibt und - zumindest war es hier so - die Wahrnehmung bzw. Sensibilisierung für Fehler erstmal hergestellt werden musste.

    Bei den Schiebepinguinen fällt mir immer wieder auf, dass die Kinder diese als Stütze verwenden anstatt sich vor sich her zu schieben.


    Meine haben es in unendlich vielen Runden an der Bande entlang gelernt. Mit der Zeit verlängern sich die Gleitphasen und auch der Mut zum loslassen kommt mit wachsender Sicherheit.

    Hier wird die IGS in RLP erläutert.


    Im Vergleich zum Gymnasium lese ich daraus folgende Unterschiede:

    - Klassenverband über alle Schulformen bis einschließlich Klasse 6

    - ab Klasse 7 äußere Differenzierung in den Fächern Mathematik und 1. Fremdsprache

    - weitere Fächer mit äußerer Differenzierung in späteren Jahrgängen in Deutsch und Naturwissenschaften

    - eine 2. Fremdsprache ist nicht verpflichtend


    --> das kann schon "weniger Druck" im Vergleich zum Gymnasium bedeuten.


    G8 gibt es in RLP m. W. nur in Verbindung mit verpflichtendem Ganztag.

    In welchem Bundesland seid ihr denn?

    - In Ba-Wü würde Gesamtschule automatisch verbindlicher Ganztag bis 16 Uhr bedeuten. Da ist lediglich der Mittwochnachmittag (u. a. wegen des Konfirmandenunterrichts) frei. Wäre das wirklich eine Erleichterung?

    - In Hessen kenne ich Gesamtschulen in als normale Halbtagsschule, dort habe ich aber keinen Vergleich zur Stundentafel am Gym und kann nicht einschätzen, ob sich die Anforderungen unterscheiden. Bei der integrierten Form musst du auch damit rechnen, dass bei der Niveauzuweisung kein Elternwille existiert, die Einsortierung erfolgt rein nach Noten.

    - In RLP weiß ich gar nicht, ob es Gesamtschulen gibt.


    Hast du schon mit einer der in Frage kommenden Schulen gesprochen? Normalerweise sind die Klassen ja auch voll und man reißt sich nicht um Gymnasisasten, die es "bequemer" haben wollen.


    Gibt es irgendetwas, was ihn besonders interessiert? Wo er sich vorstellen könnte, das mal als Berufsausbildung zu machen? Dann würde evtl. auch ein Wechsel auf eine Realschule Sinn machen. Dort wird in meiner Wahrnehmung mehr Wert auf Berufsorientierung in diesem Alter gelegt.


    Ansonsten finde ich die Noten jetzt nicht dramatisch, er scheint ja nicht versetzungsgefährdet. Mancher hat die Einstellung "warum mehr tun, wenn es doch gereicht hat".

    welche Schulart, die ihr nicht freiwillig gewählt habt, hat nur private Träger?

    Im Bereich der Sonder- und Heilpädagogik kann das durchaus vorkommen, siehe auch Jaelles Beispiel. Da sind die Kommunen manchmal froh, wenn die spezielle Fachrichtung von einem privaten Träger angeboten wird und übernehmen lieber das Schulgeld als bei niedrigen Fallzahlen eine eigene Schule zu betreiben.


    Salamander Unter diesen Voraussetzungen höflich nach einer Elternvertretung zu fragen, dürfte kaum das Risiko bergen, es selbst machen zu müssen. Es scheint nicht im Interesse der Schule und somit nicht gewünscht zu sein, aber du weißt, woran du bist.


    Das Problem bei Privatschulen ist immer, dass sie bei Unstimmigkeiten notfalls den Schulvertrag mit den Eltern kündigen können. Das Schulgesetz gilt nicht und auch die Schulaufsicht ist nur für die Genehmigung an sich zuständig.

    Elternbeirat wird hier gewählt. Für die ganze Schule.

    Klassenelternsprecher wurden die letzten beiden Jahre in der weiterführenden Schule nicht gewählt, weil wir Eltern beschlossen haben, dass wir das nicht brauchen. Und weil es niemand machen will.

    Wenn es keine Klassenelternvertreter gibt: Wer wählt dann den Schulelternbeirat. Hier wählen die Elternvertreter der jeweiligen Klasse aus ihrer Mitte den für die Schule.

    Und wie gestaltet sich das praktisch mit dem "Festhalten" der Eltern bis gewählt ist?

    Mit den Sachthemen / Informationen seitens der Schule wird erst begonnen, wenn die Elternvertreter gewählt sind. Die wollen die Eltern nämlich durchaus haben. An unserer ehemeligen Grundschule war das gängige Praxis.


    Ausnahmen könnte es m. E. nur für Privatschulen geben. Hier hat man ja noch einen privatrechtlichen Vertrag mit dem Schulträger, der notfalls halt vom Träger gekündigt werden kann. Da ist dann auch die Schulaufsicht nur ein zahnloser Tiger.


    Formell ist es so, dass zur Klassenpflegschaft die Elternvertreter einladen und auch die Sitzung leiten. In der Grundschule wird das gerne mal anders gehandhabt, auf dem Gym habe ich aber schon den Eindruck, dass die KL darauf achten, dass das so gehandhabt wird, auch wenn sie evtl. den größten Redeanteil haben.


    Salamander Waren den einigermaßen viele Elternteile anwesend? Wenn - wie andere Userinnen berichten - nur fünf von 25 Familien vertreten sind, ist das natürlich auch ziemlich traurig.

    Hier ist das in der Geschäftsordnung des Elternbeirats (auf Schulebene) geregelt. Habe vorhin nochmal nachgelesen. In der Oberstufe wird bspw. auch nur in der J1 gewählt - muss aber, das weiß ich zuverlässig von einer betroffenen Mutter - die Amtszeit geht dann ausdrücklich bis zum Ende der Schulzeit.


    Der Schulelternbeitrat amtiert wird lt. unserer Wahlordnung auch für 2 Jahre gewählt, aber das ist dann für die gesamte Schule.


    Dass bei euch niemand bekannt ist, finde ich merkwürdig. Seid ihr neu an der Schule? In Städten gibt es i. d. R. auch einen Stadt- bzw. Gesamtelternbeirat, da muss die Elternschaft doch jemanden hinschicken?

    Meines Wissens sind Elternvertreter ein Muss, wobei "Wahl" oft bedeutet, es findet sich jemand, der das Amt übernimmt und keiner hat Gegenvorschläge.


    In der Grundschule war es i. d. R. so, dass die Klassenlehrkraft mit den Berichten und Informationen erst begonnen hat, wenn dieser Punkt abgehakt war. Das schafft einen gewissen Entscheidungsdruck.


    Am Gym hier ist es so, dass in der 6. Klasse für zwei Jahre gewählt wird, das ist dann aber in der Wahl- bzw. Geschäftsordnung der Schule so festgehalten.


    Hier werden Sie auch geholfen.

    Hier gab es ab der dritten Klasse auch immer eine Transferaufgabe für die Einserkandidaten. Meine Tochter konnte sie nicht immer lösen, andere in der Klasse durchaus. Ich habe ihr dann erklärt, dass sie aufschreiben soll, wie man zu einer Lösung kommen könnte, wenn sie eine Idee hat, dann hat sie zumindest eine Chance auf Teilpunkte.


    18 von 20 möglichen Punkten ist mit Sicherheit noch ein "gut", insofern passt es ja. Dass es immer Grenzfälle gibt, die dann eine Note schlecher rutschen, wird man mit keinem System vermeiden können. Dann sind aber auch andere Aufgaben nicht richtig gelöst worden und die Diskussion ob befriedigend oder ausreichend nun genau auf diese Aufgabe zurückzuführen ist, ist müßig.

    Bei Lektüren habe ich persönlich auch die geringsten Bauchchmerzen, sofern es sich um ordentliche Bücher handelt. Reclam geht für mich noch gerade so durch, Hamburger Lesehefte finde ich einfach nur hässlich. Kein Wunder, dass Schüler die nicht mögen. Warum in Lektüren unbedingt hineingeschrieben werden muss, erschließt sich mir im Zeitalter von Post-its nicht wirklich.


    Hier scheint es zumindest mal einen Themenabend auf Ebene des Stadtelternbeirats gegeben zu haben. Im aktuellen Haushaltsjahr gab es eine Erhöhung der pro Kopf Pauschale auf 135EUR pro Schüler und Jahr am Gymnasium. Andere Schulformen haben andere Sätze. Der Betrag relativiert sich meiner Meinung allerdings wenn man sieht, dass Lehrwerke z. T. zehn Jahre lang genutzt werden und Schulbuchaufträge aus der öffentlichen Hand mit 12% Nachlass auf den Ladenpreis (in Ba-Wü) auf den Ladenpreis ausgeliefert werden müssen.

    aber die Schule hat doch eure Krankenkasse auch nicht?

    Nein, aber die Schule lädt Unternehmen für solche Praxistrainings ein.


    Ich war auch einigermaßen erstaunt, als Sohni erzählte jemand von der örtlichen Volksbank war da und hat ihnen erklärt, worauf man bei Bewerbungen achten muss. Gut gemeint und die Person hat sicher nicht den ganzen Jahrgang animiert Volkswirtschaft zu studieren oder Bankkaufmann zu werden. Aber alle brauchen ein Konto oder eben eine Krankenversicherung, spätestens mit Beginn der Berufsausbildung.

    Ich fand die Artikel insofern interessant, weil ich noch nie Diskussionen um LMF auf Elternabenden erlebt habe und der Kauf durch die Eltern eher als Selbstverständlichkeit dargestellt wird. Dem ist offenbar nicht so und wenn ein Workbook für den Unterricht erforderlich ist, muss es - dem verlinkten Papier zufolge - auch als Verbrauchsmaterial zum Hineinschreiben zur Verfügung gestellt werden.

    Es darf dann aber nicht hinein geschrieben werden, sondern z.B. nur immer auf Folien, zum Wegwischen.

    Das stimmt so nicht, wenn das Material zum Verbrauch bestimmt ist, darf auch hineingeschrieben werden. So wie Elfchen geht es mir allerdings auch - will ich mich wegen sowas mit der Lehrerschaft anlegen?


    Auf der anderen Seite: Wenn die Schule gegenüber dem Träger nicht klarmacht, dass der Etat nicht ausreicht und auf eine Erhöhung hinwirkt, wird sich auf Dauer nichts ändern.

    Der Landeselternbeirat hat zusammen mit dem Baden-Württembergischen Kultusministerium eine Handreichung zur Lernmittelfreiheit herausgegeben, die ich sehr interessant fand.


    Information des LEB

    Handreichung des KuMi


    Ich war sehr erstaunt, was tatsächlich alles dazugehört: Auch Workbooks / Arbeitshefte, Lektüren und Taschenrechner fallen in unserem BL unter LMF und sind den Schülern kostenfrei zur Verfügung zu stellen.


    Noch hat das Schuljahr nicht begonnen, bin gespannt, wie das in diesem Schuljahr gehandhabt werden wird.