Beiträge von Elektra

    Meine Radfahr-Campingurlaube sind eine Weile her und waren ohne Kinder, aber da wir immer sehr gepäckoptimiert unterwegs waren, lasse ich auch noch ein paar Tipps da.


    - Nudeln sind eher ungünstig, besser Reis, oder noch besser Couscous. Letzteres muss man nur mit kochender Brühe aufgießen und quellen lassen.

    - Mittags wird Picknick eingekauft, was der Markt, Bäcker, Supermarkt hergibt. Frisches Brot / Baguette, dazu Wurst, Käse, Joghurt. Gerne auch einen ordentlichen Becher Trinkjoghurt. Da alle Hunger haben, wird meist auch verputzt, was eingekauft wurde. Dauerwurst und Hartkäse halten sich auch ohne Kühlung ein paar Tage. Auf Butter haben wir verzichtet.

    - Abends wird gekocht, s. o.

    - Bei fünf Personen würde ich über die Anschaffung einer Faltschüssel nachdenken. Eigentlich sind die zum Spülen gedacht, aber man kann prima auch eine große Portion Salat darin zubereiten

    - Frühstück mit Brötchen vom Campingplatzbäcker (muss man oft abends vorbestellen), gerne auch mal Croissants oder süße Hefebrötchen, da braucht man nichts drauf. Oder am vorabend Hefezopf einkaufen.

    - Gegen abend eingekaufte Milch hält sich bis zum nächsten Tag auch ohne Kühlung.

    - Wichtig für mich: Der Kaffeefilter aus LKW-Plane. Wird mit zwei Heringen über dem Topf gehalten. Filtertüten nicht vergessen.

    Meine Beobachtung ist, daß gerade im preiswerten Segment (billige) Federgabeln verbaut sind, die das Fahrrad wertiger erscheinen lassen sollen. Keine Ahnung, ob man eine abgerockte Federgabel durch eine Starrgabel ersetzen könnte.


    Ein 26'' Rad kann durchaus erwachsenentauglich sein, es kommt auf die Rahmengröße und -geometrie an.


    Hier fährt der Große ein CAMPUS Rad, 26'' Reifen und Trapez-Rahmen in der allerkleinsten Größe (38cm). Passte hier bei Körpergröße 145 bis 170cm. Jetzt sieht es wirklich klein aus und wird nun nach drei Jahren Nutzung an die kleine Schwester vererbt. Der Große bekommt dasselbe Modell in größer mit 28'' Reifen und einem 56cm Diamantrahmen. Unser Händler konfiguriert nach Wunsch, allerdings ist das keine Billiglösung.


    Hast du mal bei der Fahrradmanufaktur geschaut? Das Einsteigermodell T-50 kommt neu auf ca. 600EUR incl. StVO-Ausstattung. Ggf. kannst du da gezielt nach gebrauchten suchen. Das ist auch eine Marke, die ein ordenlicher Fachbetrieb repariert

    FFM hat weite Stecken zu überwinden - je nach Konstellation (Terminal, Fern- oder Regionalbahnhof) sind 30min Transfer allein auf dem Flughafengelände nichts. Ich würde versuchen, schon am Vorabend anzureisen.

    wie ist das mit Haftpflichtversicherung?

    Kinder sind meist während der Ausbildung mit versichert, evtl. gibt es noch ein Höchstalter, das man beachten müsste.


    Die Kommunen haben ein großes Interesse an der Anmeldung als Erstwohnsitz. Dieser steuert die offizielle Einwohnerzahl und jeder Erstwohnsitz ist bares Geld wert im kommunalen Finanzausgleich, sprich bei den Zuweisungen aus Steuermitteln. Meine Unistadt wirbt massiv um Erstwohnsitze unter den Studenten. Einige Kommunen erheben auch Zweitwohnungssteuer.

    ... Das kommt darauf an ...


    Bei manchen Häusern hatte ich schon den Eindruck, dass der Buchungskalender erst um den Jahreswechsel herum freigeschaltet wird. Dann wärst du zu früh. Ferienzeiten in Urlaubsregionen sind aber gerne auch sehr langfristig im Voraus schon ausgebucht. Ich würde auf jeden Fall anrufen, denn ich hatte telefonisch auch schon Glück obwohl das Haus lt. Reservierungskalender ausgebucht war. Manchmal ergibt sich auch etwas, wenn man um 1-2 Tage flexibel ist oder bereit ist, das Zimmer zu wechseln. Das lässt sich telefonisch leichter abklären.

    Früher zur Welt kommen nützt m. W. für den Mutterschutz nach der Geburt nichts. Die Tage, die das Kind vor dem errechneten Termin geboren wird, werden angehängt. Nach der Geburt sind also immer mindestens acht Wochen, es können auch mehr sein.


    Das Beschäftigungsverbot nach der Geburt ist auch nicht verhandelbar.

    dochdoch. Deswegen ja mein Verweis auf das SGB VIII weiter vorne in diesem Thread.


    Zu den "anerkannten Trägern der freien Jugendhilfe" zählen übrigens nicht nur die Kirchen, sondern auch die Wohlfahrtsverbände. DRK, AWO beispielsweise. Die Anerkennung bekommen auch freie bzw. private Träger. Das entscheidet die jeweilige Kommune.

    Während man in Elternzeit ist ist man bei der Krankenversicherung beitragsfrei, egal ob man Elterngeld bekommt oder nicht.

    Ist man nur, wenn man zuvor Pflichtmitglied in der GKV war. Wer vorher freiwilliges Mitglied war, muss in Elternzeit Beiträge zahlen, wenn er/sie nicht beim Ehepartner in die Familienversicherung kann.

    Dass für den Träger KEINERLEI Kosten entstehen, kann ich aus Laties Beitrag nicht ersehen, im Gegenteil. Es werden Immobilien zur Verfügung gestellt, Baulasten getragen, Trägerschaft übernommen. Die Stadt scheint gerne das Geld beizusteuern, wenn sie sich Verantwortung / Trägerschaft ersparen kann und muss es in D lt. Subsidaritätsprinzip / SGB auch, wenn sich ein freier Träger findet.


    Zumindest die evangelische Kirche veröffentlicht Informationen zu Einnahmen und Ausgaben. Auf dieser Seite gibt es eine gute Übersicht und es werden zu allen Aufgabenbereichen Rechtsgrundlage, Verantwortlichkeiten und Finanzierung beschrieben (links im Kasten.

    Kirchenfinanzen


    Ob es vergleichbare Informationen auch von der katholischen Organisation gibt, weiß ich nicht.


    Unterscheiden muss man meiner Meinung nach auch flüssige von immobilen Mitteln. Gehälter kann ich seriös nur aus aktuellen Einnahmen bestreiten. Die Immobilien, wenn es sich nicht um "weltliche" Gebäude handelt, dürften kaum liquidierbar sein, ebensowenig die Kunstgegenstände.


    Tatsache ist auch, dass die Zahl der Kirchenmitglieder seit Jahren sinkt. Zwischen 1990 und 2013 ging die Zahl der Katholiken in Gesamtdeutschland um 16,1 Prozent und die der Protestanten um 22,6 Prozent zurück. Die Zahl der konfessionslosen stieg von 3,9% im Jahr 1970 auf mittlerweile 35% der Bevölkerung.

    Der Staat will das - zumindest im Bereich der Jugendhilfe, unter die auch die Kindergärten fallen - ausdrücklich so. Rechtsgrundlage ist das SGB VIII. Demnach sollen zuerst freie Träger der Jugendhilfe Einrichtungen betreiben. Nur wenn sich kein freier Träger findet soll der Staat / die Kommune überhaupt ein Angebot bereitstellen.

    Für die katholischen Privatschulen in HH wurde meiner Kenntnis nach ein Kompromiss gefunden, dass die Schulen erhalten werden können. Letztlich wird die öffentliche Hand mehr Geld beisteuern. Das kenne ich aus meinem Umfeld ähnlich. Hier übernimmt die Kommune in erheblichem Umfang Investitionskosten der freien Kindergartenträger. Gerade die kirchlichen Träger stellen im Westen etwa ein drittel der Plätze zur Verfügung, die wegfallen würden. Das kann sich keine Kommune leisten und gewährt dann lieber außerordentliche Zuschüsse als in großem Umfang Plätze selbst anzubieten.


    Unser hiesiges evangelisches Dekanat muss erheblich sparen. Die Zahl der Kirchensteuerzahler sinkt kontinuierlich, dementsprechend werden Planstellen abgebaut und Gemeinden fusioniert. Immobilien eher verkauft als saniert. Diese Sparprogramme werden aber nur punktuell öffentlichkeitswirksam. Wenn aus einer ganzen Pfarrstelle eine halbe wird, oder der Küster nun noch geringfügig beschäftigt ist, merkt das erstmal niemand. Genauso wenn die Kirchenmusikerstelle niedriger eingruppiert und zudem noch zeitlich reduziert wird.


    Bei Krankenhäusern, Kindergärten und Schulen ist eine breitere Öffentlichkeit betroffen und interessiert. Allerdings sind das auch Bereiche, die ohnehin zu einem Großteil aus nicht-Kirchensteuermitteln finanziert werden.

    @Sarsaparille

    Danke für den Hinweis. Die BaySchO ist dann Landesrecht? Da steht ja eindeutig drin, dass Versäumnisse an Tagen mit angekündigten Leistungsnachweisen ein Attest erforderlich ist. In vielen anderen BL ist das im Schulgesetz nicht festgehalten.


    Die entsprechenden Gesetze / Erlasse heißen in jedem Bundesland etwas anders, hier in Ba-Wü wäre es die Schulbesuchsverordnung. Den Begriff Schulordnung kenne ich persönlich für ein Regelwerk, das die jeweilige Schule / Schulkonferenz verabschiedet. Darauf bezog ich mich mit der Schlechterstellung ggü. Landesrecht.

    Wird jetzt evtl. offtopic, passt aber meiner Meinung nach zu den unmittelbar vorausgehenden Beiträgen.


    Ich hatte neulich Gelegenheit einen Vortragsabend unserer Schule zum Thema Schulerfolg zu besuchen. Referentinnen waren die Schulsozialarbeiterin und die Beratungslehrerin. Dabei wurden - vermutlich nichts neues - sechs Faktoren benannt, die den Bildungserfolg beeinflussen:

    - Selbsteinschätzung

    - Überzeugung, dass Anstrenung lohnt

    - Offenheit / Neugier

    - Gewissenhaftigkeit, Ausdauer, Fleiß

    - Selbstkonzept i. S. v. was will ich erreichen, welche Ziele habe ich?

    - Begabung / Intelligenz


    Interessant fand ich diese Liste in Kombination mit der Aussage, dass Begabung / Intelligenz von allen genannten Punkten zwar den größen Raum in Forschung und Publikationen einnimmt, aber gleichzeitig den geringsten Anteil am Bildungserfolgt im Vergleich mit den anderen genannten Punkten hat.

    Ich kenne mehrere Kinder, die ewig an ihren Hausaufgaben sitzen, aber eigentlich nichts zu Papier bringen aus verschiedensten Gründen. Solange das nur bei den HA ist, könnte man als Eltern noch daneben sitzen. Meiner Meinung nach müssen die Kinder in der Schule aber auch eine ordentliche Portion Selbstorganisation mitbringen. Zu überblicken, wann welcher Unterricht und wo (Fachraum!) stattfindet, was aufzuschreiben ist, was gelernt werden muss, welche Materialien mitgebracht werden sollen ... das ist alles keine Frage der Begabung und ist nicht unbegrenzt kompensierbar.

    Ich habe jetzt schon mehrfach, auch in Rechtsforen, gelesen, dass eine generelle Attestpflicht in pratisch keinem Bundesland durch das jeweilige Schulgesetz gedeckt ist und eigentlich nur in begründeten Fällen verlangt werden darf. Schulen schreiben das gerne mal in die Schulordnung rein und hoffen, dass Eltern das glauben. Es darf aber per Schulordnung keine Schlechterstellung geregelt werden.


    Selber hatte ich den Fall noch nicht. Zwar kranke Kinder am letzten Schultag, aber noch nie wurde auch eine Bescheinigung verlangt. Als betroffener könnte man aber evtl. mal schriftlich (!) anfragen, auf welcher Rechtsgrundlage das Attest verlangt wird. Wenn Geschwister am selben Tag die Schule besuchen, dürfte es mit der Begründung eng werden.


    Manchmal gibt es ja noch Regelungen, dass bei versäumten Klassenarbeiten oder Klausuren ein Attest vorgelegt werden muss. Da bin ich auch nicht sicher, ob das wirklich haltbar ist oder ob die Schulleitung nicht auch eine begründete Einzelfallentscheidung treffen muss.