Beiträge von mizu

    Ihr Lieben,


    Habt ihr Ideen, womit sich 6 Kinder im Alter von 5-10 Jahren relativ selbstständig beschäftigen können?


    Wir haben eine Babysitterin, die die Kinder betreut, wollen aber gerne noch ein paar kleine Aktivitäten vorplanen, falls doch mal Langeweile aufkommt.


    Ein großer Garten ist da mit Wasserbassin und Sandkasten etc.


    Ich dachte an Speckstein, tolle Stifte und großes Papier, Zauberschlamm...

    Habt ihr noch mehr Ideen?


    Lieben Dank.

    Meine Kinder sind 5,7 und10 Jahre alt. In jeden Ferien dürfen sie einen Film schauen, der dann als Kinoabend mit leckerem Essen, knabbereien etc. gefeiert wird. Unter der Woche gibt es maximal ein Hörspiel pro Tag. Am Wochenende hören sie morgens und mittags ein Hörspiel.

    Bei Großeltern-Übernachtungen dürfen sie mit Opa Fußball gucken und zur WM schauen wir gemeinsam wenn es passt.


    Ich bin da total streng, weiß ich. Hat verschiedenste Gründe. Passt aber hier für alle gut.

    Wir haben Babysitter. Schon seit der Jüngste 1 Jahr alt ist. Zuerst tagsüber, weil ich in der Uni war, stundenweise.

    Mittlerweile auch abends. Wir haben aber auch wahres Glück und finden immer solche tollen Menschen, die sich zu den Kindern ins Bett legen, kuscheln, Singen, lesen und hinterher die Küche aufräumen.

    Also ich schwöre auf Babysitter. ich gehe aber auch schrecklich gerne aus. Konzert, Oper, Theater, Kino, Lesung, tanzen, essen. Das mag ich auch mal mit meinem Mann machen. Und die Kinder kennen das so. Wir sind eine große Familie, es gibt viele Erwachsene als Bezugspersonen. Onkel, Tanten, Omas, Freunde von mir... sie alle gehen hier ein und aus und bereichern unser Leben. Und genau so ist es mit Babysittern.


    Ach so, wir "finden" sie an unterschiedlichen Orten. Über die Schule, über eBay Kleinanzeigen, über persönliche Empfehlungen, menschen, auf die ich aufgepasst habe als sie klein waren.

    Ich finde auch das Stichwort Schule enorm wichtig. Meine Schulkinder haben selten bis nie Hausaufgaben auf. Das erleichtert hier das Leben. Kann man das vielleicht auslagern in den Hort oder ähnliches?

    Dann eine Reinigungshilfe - da muss man dann einmal wöchentlich aufräumen, kann aber den Rest der Woche Krümel in die Ecke schieben.

    Und Lieferdienste für Essen. Allgemein gutes Essen, gemütliche Mahlzeiten. Ein Relikt aus schrecklichen Zeiten ist das "Abendbrot auf der Fensterbank". Jedes Kind bekommt einen Platz auf der Fensterbank, eine gekaufte Brezel und ein Stück Gurke in die Hand. Danach sind alle satt, die Küche ist nicht verwüstet und wir sind schon im Kinderzimmer zum Umziehen und Vorlesen. Solche Inseln können helfen.

    Viel Freundinnen mit Kindern treffen. Nachmittags auf den großen Spielplatz, Kinder rennen, Mamas schnattern, große Tüte mit Brötchen und Möhrchen. Abends fallen alle um. Wunderbar. Ich hab einige Freundinnen, die auch so viel alleine sind und waren, das hat uns immer gerettet, selbst im Winter.


    Meine Kinder sind jetzt 5,7 und 9. Das Leben ist deutlich leichter, selbst mit 2 Vollzeit-Jobs. Das wird, ehrlich. Schlaf hilft da auch so viel. Lieber mal abends früher ins Bett gehen und den Elternabend nummero 210 verpassen. Das macht NIX! Versprochen.


    Im Winter Vitamin D supplementieren ist hier auch wichtig.


    Viel Kraft!

    Joara, du bist doch Kirchenmusikerin oder? Eine Bekannte hat grad ihre A-Stelle geschmissen, ich meine in Reinickendorf. Schau doch mal, ob das was für dich wäre? Welchen Abschluss hast du denn?


    Zum Thema Waldorflehrerin: das ist schon eine ziemlich große Entscheidung, nicht vergleichbar mit einem "normalen" Lehrer-Job, weil einfach eine ganze Weltanschauung hinter dieser Pädagogik steckt, die man sich ebenfalls erschließen und erarbeiten muss. Und das ist ja ein lebenslanger Prozess, wenn man das wirklich tiefgründig machen möchte. Wahrscheinlich ist das alles schon in deine Überlegungen mit eingeflossen, dann überlies mich, aber ich bin immer etwas skeptisch wenn der Beruf des Waldorflehrers als Notnagel gewählt wird, weil es "nix besseres" gibt.

    Wäre der Einstieg ins Grundschullehramt denn auch eine Option? Da musst du auch nebenbei noch das Studium in Teilen absolvieren, bist dann aber schlussendlich Grundschullehrerin mit dem Extrafach Musik, was ja extrem gefragt ist.

    Oder Einstieg ins Lehramt an einer Privatschule? Evangelisch, Montessori etc.? Das geht bei einigen ja auch komplett ohne Lehramtsstudium.

    Eine Weiterbildung an der Landemusikakademie und dann Musikalische Grundausbildung an Musikschulen und in Kindergärten?


    Wenn du magst, denk ich gerne weiter mit dir herum - komme grundsätzlich auch aus der KiMu und bin jetzt etwas anders gelandet.


    Alles Gute!

    Ich hab bei der Frage auf die Kinderbetreuung ziemlich knapp geantwortet, dass das bisher nie ein Problem war, meine Familie zu organisieren und dann "erklärend" hinzugefügt, dass ich an dieser Stelle ziemlich empfindlich bin, weil mein Mann noch nie in seinem Leben danach gefragt wurde, wie er bitte 3 Kinder und eine 60-Stunden-Woche organisiert. Das mit angemessenem Crescendo und der Drops war gelutscht... :D Ich hatte keinen blassen Schimmer, wie ich meine Kinder betreuen lassen würde und war sehr sicher, dass ich nie im Leben genommen werde nach meiner Ansage. Klappte dann aber doch und ich fand eine Lösung für die Kinderbetreuung.


    Ich drück dir die Daumen, mir schwebt irgendwie vor, dass wir in der gleichen Branche unterwegs sind. Daher bin ich gespannt, was du weiter berichtest. Viel Erfolg.

    Und wenn du euch ein Limit setzt, so nach dem Motto: wenn es bis September nicht besser ist, muss sie ohne stillen einschlafen?


    Das wäre meine Option. So konnte ich ne weile durchhalten, weil ich immer dachte nur noch so und so lange. Und dann war das Kindlein auch groß genug, dass es das gut verpacken konnte. Was sagt denn dein Gefühl, ab welchem Alter das gehen könnte? Ab 9 Monaten? Könnte hinhauen oder?


    Ich drücke dich solidarisch. Das schlafen ist echt ein Grund gegen Nummer 4 bei uns.

    Aufruf zur Mithilfe beim Umzug von einem Klassenzimmer ins nächste: "... Und bitte vor allem die starken Männer..."
    Noch mit zwinker-Smileys hinterher, aber ach du kacke!
    Und das von einer Frau geschrieben...

    Danke Latie für dein ausführliches Update. Das klingt echt intensiv und herausfordernd. Hut ab!!!
    Ich spiele auch mit dem Gedanken, nach meinem Master-Abschluss quer einzusteigen und bin deshalb immer auf Erfahrungsberichte von Menschen mit mehreren Kindern gespannt.

    Wir haben ein Tandem, auf dem das Kind vorne sitzt. Das ist traumhaft. Und wir nutzen unser. Hänger kaum noch. Der fünfjährige sitzt noch gern vorne drauf, der kle Ne hinten im Kindersitz und los geht's. Wenn der fünfjährige selber radelt, sitzt der dreijährige vorne. Perfekt.

    Ich meine Baumstämme, die einzeln im Wald liegen. Abgeknickt oder entwurzelt. Die sollten kein Kind überrollen, denke ich.
    Diese vielen gestapelten Stämme sind Tabu, das halte ich für selbstverständlich. Und auch einzelne Stämme müssen auf ihre Sicherheitüberprüft werden. Klaro.

    Wir backen dann gerne Michaeli-Gebäck. Ich glaube, ursprünglich sollten das Michaeli-Schwerter sein, aber da steh ich nicht so drauf und deshalb gibts hier Hefegebäck, das einfach schön geformt wird.


    Mutproben im Wald kenn ich auch, das kann sehr schön sein. Einfach in den den Wald gehen und "Aufgaben" geben: über einen Baumstamm klettern, balancieren, ein Stück alleine vorgehen. Je nach Alter der Kinder und je nach Ausgangslage.
    Dabei kann man auch Schätze sammeln und mit nach Hause nehmen. Lauter Kleinigkeiten.
    Wenn ihr einen Garten habt, ein Feuer machen und kokeln? Und eine Geschichte über Mut erzählen?

    Ach ja, genau mein Thema!!! Hab nur das Eingangsposting gelesen. #schäm


    Wahrscheinlich ist man aus der Musik-Ecke kommend einfach gebranntes Kind, was Bewerbungen, Vergleiche und Sich-Selber-Größer-Machen-als-man-ist anbelangt? Ich weiß es nicht. Habe aber irgendwo gespeichert, dass du auch musikalisch unterwegs bist Safira, oder?


    Mir gehts grad mal wieder so. Beworben an DER Musikhochschule in B für den Traum-Master. Leider hab ich den "falschen" Bachelor-Abschluss. Motivationsschreiben beigelegt, worin ich erklärt habe, warum ich trotzdem perfekt geeignet für eben diesen Master bin. Tja, jetzt haben die mich eingeladen zur Eignungsprüfung #haare und ich denke mir, dass das sicher "auffliegt". Dabei HABE ich ja alle diese Dinge, die ich angegeben habe, wirklich vorzuweisen. Nix geschwindelt oder dazu gedichtet. Aber trotzdem... hach manno.


    ALso, du bist nicht allein.


    Und jetzt geh ich alle nachlesen, was die andern hilfreiches geschrieben haben... #blume