Beiträge von Daroan

    Ich denke, man unterschätzt wieviele der heutigen Erwachsenen noch Mühe haben mit der Digitalisierung und dass die es deshalb ihren Kindern auch nicht beibringen können.


    Es gibt einfach gewisse Dienste, die praktisch nur noch digital angeboten werden.


    Es gibt immer weniger Kataole zum Bestellen, es gibt bald (bei uns) keine gedruckten Fahrpläne mehr, immer öfter gibt es nur Bezahlmöglichkeiten, die Kreditkarten oder zumindest Onlinebanking vorraussetzen.

    Unterlagen gibt es oft nur noch zum Download, am besten über ein QR Code.


    Nichts kompliziertes, ganz alltägliches und doch nicht selbstverständlich.


    Wisst ihr, wir haben zum Beispiel mehr Probleme mit doppelt bezahlten Rechnungen als mit unbezahlten Rechnung. Weil die Leute da keine Übersicht haben. Wir haben jeden Monat bestimmt 5 Doppelzahlungen.

    Es ist immer noch gang und gäbe, dass Kunden keine Rechnungsnummer angeben, sondern gar nichts oder sowas wie "Hühnertränke". Oder dann den Betrag noch grosszügig aufrunden. Das ist nett gemeint, aber finde dann mal die passende Rechnung dazu, besonders wenn auf den Namen der Lebenspartnerin bestellt wurde.


    Erst letzte Woche hatte ich ein Mail mit "Ich habe zwei weisse Hühner und möchte gutes Futter für die beiden. Das habe ich bei ihnen im Onlineshop gefunden. Ich habe es in den Warenkorb gelegt, bitte schicken sie es mir bald zu."

    Oder ich bekomme die Warenkorbübersicht ausgedruckt per Post zugeschickt. Oder dann gemailt, das ist auch beliebt. das Bild des Warenkorbs als Mail mit "Bitte schicken sie mir das."


    Oder die Kunden schreiben eine e-mail und schreiben ihr Anliegen in die Betreffzeile.


    Also gewisse Grundfähigkeiten sollten in der Schule schon vermittelt werden und Datein abspeichern, Ordner anlegen, korrekte Bezeichnungen geben, usw. gehört für mich tatsächlich zu den Basics.

    Was nach meiner Ansicht auch zu kurz kommt, sind akademische, universitäre Bildungswege. Damit meine ich eben nicht Fachoberschule und dergleichen, die thematisch eng auf einer Lehre aufsatteln.

    Dazu kann ich nichts sagen, da kenne ich mich gar nicht aus. Ich weiss, dass die aus meiner Familie, die an der ETH waren das auf dem ersten Bildungsweg machten.

    Wieviele da den Weg über die Passarelle machen, habe ich keine Ahnung.

    Was ich auch nicht so genau sagen kann, ist ob es soviele ausländische Ärztinnen, usw. hat, weil wir zu wenige haben, oder weil der Standort Schweiz halt auch einfach viel anzieht.


    Es ist ja nicht so, dass wir da einen wirklich spürbaren Mangel hätten und zuwenige Dienstleister (gerade im medizinischem Bereich) oder einfach eine übergrosse Nachfrage, die auch kaum mehr finanziert werden kann.


    Also nur als Beispiel: ich habe am Montagnachmittag wegen psycholgischer Unterstützung meiner Tochter genau 2 Telefonate geführt und habe für Freitagnachmittag nun einen Termin für ein Erstgespräch und dann in der folgenden Woche Beginn Therapie.

    Und dann wird es immer und immer wieder über den grünen Klee gelobt und ich verstehs einfach nicht.

    Das kommt immer darauf, auf was man sich fokussiert. Nimmt man die Fähigkeiten der jungen Berufsabgänger, dann ist die Schweiz Weltspitze.

    In den Berufsmeisterschaften schneiden wir stets an der Spitze ab, das letzte Mal auf Rang drei nach China und Korea und das obwohl unsere Teilnehmer die Vorbereitungen meist nebenberuflich in der Freizeit machen und nicht in gesonderten Kaderschmieden.


    Grundsätzlich ist das Berufssystem auch recht offen. Mit der Berufsmaturität hat man eine wesentliche Lücke geschlossen und so den 2. Bildungsweg über Lehre in ein Studium ausgeebnet, was auch wirklich sehr beliebt ist.


    Das ist alles super.


    Was völlig quer kommt ist meist, der weibliche Bildungsgang.

    Also mit Unterbrüchen, mit Teilzeit, mit Finanzierungsmöglichkeiten.


    Ich denke, dass da einfach auch zu spüren ist, dass wir a) Emanzipatorisch immer noch absolut hinterher hinken b) konservativ sind c) wirtschafsfreundlich

    Das ist mir schon bewusst, aber bleiben die dann in den Jobs?

    Das Berufsfeld komplett zu wechseln ist schwer, weil dir dann Grundsteine fehlen.

    So hat zb. jeder in der Berufsbildung Berufsschule und auch allgemeinbildende Fächer, aber eben auf den Berufszweig ausgerichtet.

    Das heisst, dass zb. Schreinerinnen nicht 4 Jahre lange anspruchsvolle Mathematik haben, Friseuren, in ihrer drei Jährigen Ausbildung aber nur ein Jahr quasi Grundlagen Mathematik haben.

    Also, ist es praktisch nicht möglich, einen Schwenker zu einem technischen Hochschulberuf zu machen, weil dir dann die Grundlagen fehlen.

    In der Regel machen Friseure dann noch sowas wie Naildesign, Kosmetikerin, oder halt selbständig mit eigenen Geschäft.


    Ich kenne auch niemanden, der zB. aus der Pflege kommt und dann was ganz anderes macht. Eher noch so, dass sie hören wegen Familienphase und danach in Kurswesen einsteigen. Wickel-Kurse, TT-Kurse, Säuglingspflegekurse, Aquafit, Pilates...

    Ich möchte nochmals zurück zu den Schulen ohne Genderkacke.

    Ein Stück weit sind wohl Schule auch immer ein Abbild der Gesellschaft, die sie finanziert, die die Spielregeln vorgeben und der Eltern, die ihre Kinder dorthin geben.


    Bei uns in der 9. gibt es zb. ganz viele Freifächer. Der normale Stundenplan wird ausgedünnt, und die SuS können sich ihre Stundentafel recht frei aus einer Fülle von Angeboten zusammenstellen.

    Da gibt es Sprachkurse, die zu Diplomen führen, Sprachkursen, zu Sprachen, die bisher nicht geboten wurden, verschiedene Sportarten, kreatives wie Fotografie, Metallarbeiten, Werken, aber auch Zeitgeschichte, technisches Zeichnen, usw.

    Die ganzen Kurse kommen auf einer schnöden Liste daher. Keine Bilder, keine Grafik. Keine Aufzählung von Zielgruppen, da sie grundsätzlich für alle offen stehen.


    Trotzdem wählen die Jugendlichen meist streng nach Geschlecht sortiert aus. Floristik für Mädchen, Elektrotechnik für Jungs.

    Also, wenn sie Schule nichts vorgibt, die Kurse offen für alle sind, es auch keine blöden Kommentare gibt, wieso dann diese Einschränkung?


    Und da kommt meiner Meinung nach die Gesellschaft ins Spiel.


    Die Jugendlichen haben da doch längst verinnerlicht was geschlechterkonformes Verhalten ist. Und sie werden auch vom Elternhaus an dieses Verhalten herangezogen.

    Wie gesagt, die Gegend hier ist christlich-konservativ geprägt, da sind auch die Vorstellungen wie Männer und wie Frauen sind, recht konkret.


    Ich denke, daran würde auch eine reine Mädchenschule nichts ändern. Weil wahrscheinlich da auch die meisten Mädchen Floristik, Sprachkurs Italienisch und Hip Hop tanzen auswählen würden und später sich Berufe der Sparten, soziales, pädagogisches oder Dienstleistungen ansehen würden.


    Ich bin mir nicht sicher, ob eine Schule, die ihre Schüler nicht selber aussuchen kann, da überhaupt die Möglichkeit hat gegenzusteuern, gegen die Medien, die Kosumwelt und das gesellschafltiche Denken.

    Beispielsweise gab es damals, als bei T Stiko-Impfungen anstanden und ich mich mehr mit dem Thema beschäftigt habe, relativ neu die 6fach-Impfung, ich glaube die hieß Hexavac. Es gab dann über einen relativ kurzen Zeitraum 5 Fälle von "plötzlichem Kindstod" innerhalb von einem Tag nach der Impfung. In der Autopsie wurden jeweils Hirnödeme gefunden, die der Gerichtsmediziner so (zumindest bei SIDS-Fällen) noch nicht gesehen hatt

    Ich habe mich schon länger nicht mit dem Thema befasst, aber ich weiss, dass in Deutschland SIDS-Babys nicht generell autopsiert wurden.

    Aus Kostengründen.

    Mein Sohn hatte auch ein massives Lungen- und Hirnödem, aber er hatte weder eine 6fach Impfung, noch eine gerade erfolgte Impfung.


    Gerade erst kürzlich habe ich gelesen, dass sie SIDS Rate auch dadurch abnimmt, in dem man dieses Etikett, dass ja nur das Fehlen einer Todesursache ist, nicht mehr so oft verwendet.

    Nur auf die schnelle:

    https://nationalpost.com/news/…t-over-baby-deaths-doctor


    Von dem her, finde ich es ganz schwierig, wenn in der Impfdebatte mit SIDS argumentiert wird.

    Da da oft einfach Grundlagen fehlen.

    20 km weiter mag das schon wieder ganz anders aussehen.

    Und das ist schon wieder logisch, wenn man ansieht wie regional, kantonal unterschiedlich es mit Schule und Kinderbetreuung aussieht, bzw. auch finanziert wird.



    Das spricht eigentlich für einen umfassenden Generationen Wechsel.

    Müsste man näher aufdröseln, teilweise ja. teilweise nein, denn die "Hausfrauen-Pensen", die ich vorhin erwähnte, sie auch die, die man nicht erhöht, damit der Arbeitgeber nicht in die Pensionskasse einzahlen muss und es sind die Stellen, die gerne bei Einsparungen gekürzt werden.

    Es sind auch die Art von Arbeitsstellen, in die man ab einem gewissen Alter kaum mehr reinkommt.

    Meiner Mutter wurde mit 50 auch gekündigt (genau da, wo es für den AG wegen den Sozialleistungen teurer geworden wäre, der gleichaltrigen Sekretärin haben sie auch gekündigt, ein Schelm wer dabei böses denkt) Meine Mutter war noch auf dem RAV, dann meldete sie sich ab, weil sie a) absolut keine Chance hatte mit ihren Bewerbungen, b) es erniedrigend fand c) mein Vater gut verdiente d) sie mein Kind betreuen konnte und so einen "Grund" hatte der sie legitimierte nicht mehr zu arbeiten.


    Ich habe jetzt auch eine Freundin die ungewollt mit 54 "nur" Hausfrau ist, sie findet auch nichts mehr.

    Echt? Der Grossteil der Frauen in der Schweiz arbeitet nicht oder 20%, um mal noch rauszukommen.

    Kleine, aber ganz wichtige Korrektur: du meinst Mütter, nicht Frauen.


    Und deine Zahlen mögen gefühlt so sein, stimmen aber auch nicht.


    "Während die Anwesenheit von Kindern im Haushalt kaum Einfluss auf die Erwerbstätigkeit der Männer hat, bedeutet sie für Frauen oft eine Unterbrechung oder eine signifikante Verringerung des Pensums. 2018 betrug die Erwerbsquote der Frauen, die in einem Haushalt mit mindestens einem Kind unter 7 Jahren lebten, in Vollzeitäquivalenten ausgedrückt durchschnittlich 43,4%. In Haushalten, in denen das jüngste Kind zwischen 7 und 14 Jahre alt war, lag dieser Anteil bei 55,5%."

    https://www.bfs.admin.ch/bfs/d…/erwerbsquote-frauen.html


    Du vergisst nämlich in deiner Überlegung all die Frauen, die zwingend zum Familienbudget beitragen müssen und das "irgendwie" auf die Reihe kriegen trotz mangelnder externer Kinderbetreuung. Das sind die, die ausschliesslich Nachtschicht arbeiten, die, die Abends und am Wochenende im Tankstellenshop arbeiten. Die, die abends/ nachts/ am Wochenende Büros reinigen. Die, die so tolle Arbeitsverträge "auf Abruf", als "Flexible Aushilfe", etc haben. Die, die für einen Scheisslohn arbeiten gehen, froh um eine Stelle sind, die sich "irgendwie" mit den Schulzeiten der Kinder kombinieren lässt.


    UNd das sind die, die dann Kinder gross gezogen haben, immer gearbeitet haben und bei den Renten gleich nochmals verarscht werden.

    Als ich meine Kinder bekommen habe, war ich sehr jung.

    Damals gab es bei uns keine Mutterschaftsversicherung. Wollte ich nicht wieder nach dem Arbeitsverbot/ Mutterschutz von 8 Wochen wieder arbeiten und zwar die normale 43 Stunden-Woche, musste ich meine Arbeitsstelle künden.

    Keine Mutterschaftsversicherung, keinen Mutterschaftsurlaub, kein Recht auf Teilzeit.


    Naja und dann kündet man halt. Wer will denn schon ein 8 Wochen altes Baby in Betreuung geben und 43 Stunden arbeiten gehen ohne Not?


    Naja und dann war ich Zuhause und mir wurde klar, dass ich ja auch bei einem Wiedereinstieg keine Krippe finde, die zu meinen Arbeitszeiten passt. Ich musste bis dahin um 6:00 in Zürich sein und spätestens 5:30 losfahren. Die Krippen öffneten damals bei uns um 7:00, damals gab es auch erst wenige, der Krippenausbau fand erst später statt.


    Dann nahm meine Erwerbsbiographie den Knick vieler Mütter meiner Generation, man suchte sich eine bezahlte Tätigkeit in einem geringen Umfang, nicht im erlernten Beruf, damit man irgendwie den Spagat schafft.


    Ich dachte dann, dass es ja besser wird mit Kindergarten/ Schule.


    Irgendwie war mir nicht ganz klar, dass wenn meine Grosse 2001 geboren wurde und mein Jüngster 2005, es bis zum Sommer 2010 gehen würde, bis er in den Kindergarten geht und auch dieser keine vollen Tage abdeckt.


    Man unterschätzt auch, was sich alles einschleift in diesen Jahren. Auch wenn wir jetzt beide arbeiten, so bleibe ich die Hauptverantwortliche für Kinder, Küche, Haushalt. Es gab und gibt ja auch viel Schönes, das ich so gerne gemacht habe. Die Zeit, die ich mit meinen Kindern verbringen durfte war wunderbar. Das würde ich so auch nicht missen wollen.


    Ich vermisse einfach, dass ich grundsätzlich nicht viel Wahl hatte. Ich habe für mich das Beste daraus gemacht. Aber ich hätte gerne gewählt.

    Ich hoffe, dass es meine Kinder mal anders leben dürfen.


    UNd damit meine ich nicht, dass sie möglichst viel Arbeiten sollen. Aber das sie mehr Wahlfreiheit haben. Auch die Väter.

    Deshalb hoffe ich auch fest, dass die Schweiz es fertig bringt auch einen Vaterschaftsurlaub einzuführen.

    sie bekommt jetzt immerhin das halbtax, das 100 chf statt mehrere tausend kostet.

    Das ist ziemlich toll in Kombi mit dem Gleis 7. Damit können sie zumindest ab 19:00 alles benutzen. Meine Grosse war so auch mal in Lausanne, Abends runter, eine Nacht JuHe und dann am nächsten Abend wieder hoch.


    Aber das GA Junior ist schon eine ziemliche Luxus-Variante. Ohne das Stipendiengeld wäre es nicht gegangen und jetzt ist sie darauf stolz wie nur was (und flitzt dauernd in der Gegend herum)

    Ich möchte einfach auch nochmals aufgreifen, dass es eben auch mit dem Budget der Familien übereinstimmen muss.


    Wenn meine Tochter Ende Monat zu mir käme und meinte, dass sie (um ein oben genannten Beispiel aufzugreifen) Geld für Wochenende und Zugfahrt braucht, dann könnte es passieren, dass ich es ihr nicht geben kann, weil einfach kein Geld mehr da ist, bzw. der Rest noch für Lebensmittel benötigt wird.


    Bei einem engen Budget kann man unmöglich mit "spontanen" Wochenenden, Kinoabendenen etc. umgehen.


    Deshalb ist es für uns einfacher, wenn Anfangs Monat fixe Beträge eingeteilt werden.

    Summe XY für Essen auswärts, Summe XZ Taschengeld einfach so und Summe XX, noch für Schulmaterialien etc.


    Trotzdem gibt es natürlich viele Gespräche über das Geld.

    Zb. hat sie ihr Jugendkonto bei einer Bank, mit deren Karte man die meisten Museen kostenlos besuchen kann. Von ihrem Stipendiengeld haben wir ihr ein ZugfahrtAbo für die ganze Schweiz gekauft, weil die Bahntickets ihr Taschengeld regelmössig aufgefressen haben. Sie kann Geld fürs Essen einsparen / anderweitig verbrauchen, wenn sie Essen von Zuhause mitnimmt.

    Usw.


    Eben, das hat jetzt nichts pädagogischen oder so im Sinn. Es ist einfach zwangsläufig eine Planungssicherheit bei engen Budget mit 2 Teenagern, die kein eigenes Einkommen haben.

    Bei uns ist es üblich, dass man sich ins Wartezimmer setzt und die Türe dort geschlossen ist.

    Man hört nichts und sieht auch keine Patientenakten, die sind überall auch digitalisiert.


    Das heisst im Behandlungszimmer ruft der Arzt/ die Ärztin meine Daten auf und gut ist,

    Ausser bei Kieferorthopäden, da legen sie vor dem Termin immer Röntgenbilder und Gipsabdruck raus.

    Bei uns habe ich das Gefühl, dass ganz vieles auch sehr unterschwellig von Aussen normiert wird.


    Also, schon in der Babyzeit, das übermässige Lob, das viele Väter bekommen, wenn sie mal wickeln, mal den Kinderwagen schieben, einen Baby-Bade-Kurs besuchen, etwas im Haushalt machen.

    Die kleinen Kommentare, die Mütter oft bekommen. "Tja, man kann halt nicht alles haben." "Wofür hat die den Kinder bekommen?" "Du hast Kinder gewollt, jetzt musst du klar kommen."


    Und dann später auch, ich habe es in der Schule ,bei Ärzten, bei Hobbys immer wieder, tausend Mal erlebt, dass man sich an mich gewandt hat, mir die Aufträge erteilt hat, mir die gut gemeinten Ratschläge erteilt hat, ich die Kommentare bekommen habe, wie ich mein Kinder unterstützen sollte, inkl. Hausaufgaben wie "Mami wäscht dir dann jeden Freitag die Turnsachen."


    Natürlich meint mein Mann schon bei sehr geringen Einsatz, dass er ein ganz toller Vater ist. Findet er es teilweise unverständlich, was ich für einen "Aufwand" betreibe und hält mir vor, ich sei ein Glucke.


    Das wurde ihm doch tausend Mal bestätigt. Einfach sich zwischendurch blicken lassen, mal ein bisschen plaudern und evtl. einmal etwas unternehmen *zack* schon ist man der perfekte Vater.

    Bei uns war Taschengeld lange nicht unbedingt nötig, da die Kinder nicht dir Möglichkeit hatten es selbständig auszugeben. Einzig, das Bäckerauto, dass damals noch wöchentlich im Dorf gehalten hatte, bot die Möglichkeit sich einigen Süsskram zu kaufen (da reichte auch ein kleines Budget, das Angebot war überschaubar) und wenn wir zusammen unterwegs sind, dann bezahlte ich in der Regel.

    Spannend wurde es als sie grösser wurden und sich der Radius vergrösserte.

    Da hatte mein Junior ja dann auch mal von seinem Geld seine Freundinnen ins Restaurant zu Pommes eingeladen. (Danach war er pleite, aber das war es ihm wert)


    Ich denke, die Abmachung, man bekommt Summe x immer dann und dann, gibt manchen Kindern, wie meinen verpeilten Zuckerschnecken einfach etwas "planungssicherheit".


    Sie überlegen dann schon, was ihnen wichtig ist und was doch nciht so wichtig ist, was noch warten kann.


    Das wurde ja dann verschäft mit der Pubertät. Würde ich einfach immer Geld nach Bedarf/ Wunsch rausrücken, dann würde meine Mittlere kein Halten kennen.

    Aber das ist mir ja schon finanziell nicht möglich. Es ist auch für unser Haushaltsbudet gut, dass ein fixer Betrag festgelegt ist. Der ist eingeplant. Den nehmen wir ernst, der ist genauso wichtig wie die Hausraten, die Krankenkasse und die Telefonrechnung.

    Ich weiss, das sie nicht über alle Ausgaben mit mir diskutieren möchte.

    gestern auf einer Feier der 9 jährige Junge dort: wild und hörte nicht so recht. Da sagte 2x eine Besucherin zu ihm: du bist eben ein richtiger Junge....

    Zu einer Phase, als die Angsterkrankung meiner Tochter richjtig heftig war, und sie kaum einen Schritt ohne mich machte, besuchten wir einer Freundin zu liebe einen Schamanischen Trommelanlass. Wie auch immer. A. sprach auf jedenfall kein Wort, blickte immer zu Boden und wich keine 5cm von meiner Seite.


    Dieses Verhalten wurde sehr lobend erwähnt und als meine gute Erziehungsleistung anerkannt. So ein liebes Mädchen! #haare

    Naja, es gibt z.B. beim sachlichen Brief/ Geschäftsbrief eben diese, wenn auch altmodische, Floskel in jedem Deutschbuch...

    Ich habe auch gerade ein bisschen gegoogelt und es kommt für mein Empfinden halt schon auch auf die Branche drauf an.

    Wir sind in einer Branche, in der man sich schnell duzt. Deshalb wirkt für mich, wenn ich ein Schreiben bekommen mit "Sehr geehrten Damen und Herren.." das eher gestelzt und ungewollt komisch.


    Ich habe nachgesehen, im E-Mail Verkehr bekommen wir auch Sachen wie


    "Sehr geehrtes XY-Team"

    "Liebes XY AG-Team"

    "Grüezi mitenand"


    Aber sehr oft nur "Guten Tag".


    Aber eben, wie sind eher im landwirtschaftlichen Bereich tätig. Das ist jetzt nicht besonders förmlich.

    Das kmmt doch auf den Zusammenhang drauf an.

    Bei einer Begrüssung kann man ja auch "Sehr geehrte Anwesende" sagen.


    In einem Geschäftsbrief empfinde ich "Sehr geehrte Damen und Herren" als altmodisch und verwende es nicht.

    In den meisten Fälen kenne ich ja meine Ansprechsperson und falls ich die wirklich nicht kenne, dann benutze ich ein kurzes "Guten Tag, ..." oder auch mal ein etwas salopperes "Grüezi, ..."

    Ich hatte mit meinem Vater gestern diese Diskussion auch.

    Er behauptete erst, dass in der männlichen Form Frauen schon immer mitgemeint gewesen sein.


    Was ich dann aber verneinte, da früher in vielen Fällen bei männlichen Formen auch nur Männer gemeint warem.

    Studenten. Wähler. Politiker. usw. In vielen Fällen "kämpften" sich die Frauen ja dazu und wurden dann "gnädig" mitgemeint in der männlichen Form.

    Deshalb hört sich diese Form ja auch vertraut an, stört nicht besonders.

    Aber nein, es waren nicht "schon immer" Frauen mitgemeinte.


    Ich fragte meinen Vater, ob er wenn ich "Bauer" sage, dann an eine Frau denke? Oder bei "König"?

    Ich fragte ihn, ob er denke, wenn ich Kindern sage, sie sollen einen Schmied zeichnen, ob sie dann eine Frau malen?


    Und wieso er dann denkt, dass es ja offensichtlich ist, dass bei Kunde, Wähler, Bombenleger auch Frauen "natürlich" mitgemeint sind?

    Er lamentierte dann noch etwas das "LIebe Studenten, liebe Studentinnen", so furchtbar umständlich klinge, worauf ich meinte, dass man deswegen ja auch ganz einfach "LIebe Studierende sagen kann".


    Er versuchte sich dann noch über den Gender Pay gap an mir abzuarbeiten, aber das funktionierte auch nicht. Ich "befürchte" er wird die nächsten paar Wochen nicht mehr mit mir über feministische Themen diskutieren wollen...:D

    wirklich? ich habe noch kein kind erlebt das tiere plagt, wirklich nicht

    Oh doch, alles schon erlebt. Kinder, die mit Steinen nach dem Hund im Garten werfen, Kinder, die Frösche, Mölche und kaulquappen fangen und dann irgendwo verrecken lassen, Kinder die Tauben, Hühner, usw. jagen. Kinder haben mal unsere jungen Enten derart herumgescheucht, dass die panisch flüchteten, wir konnten die nicht mehr einfangen, beim Eindunkeln war der Marder dann findiger als wir, Kinder, die versuchen unsere Gänse zu attakieren....und immer dasselbe, wenn man dann was sagt, dann sind die Eltern empört, weil "Sind ja Kinder", "Meinten es doch nicht böse" "nur wegen einem Tier muss man ja nicht gleich so ein Fass aufmachen..." #rolleyes