Beiträge von Daroan

    Siehst du denn dieser Person beim ersten Begrüßen oder Blickkontakt an, dass sie dir ihre Lebensgeschichte erzählen wird? Dass sie ein Redebedürfnis hat? Ich rede von wildfremden Menschen, denen ich in der U-Bahn gegenüber sitze und mit denen noch nie ein Wort gewechselt habe, nur kurz angesehen.

    Ja, wenn sie versuchen mit mir Blickkontakt herzustellen oder mich dann so anlächeln. Dann ahne ich, dass sie "etwas von mir wollen". :)


    Aber das hat wirklich viel mit meiner "Ausstrahlung" zu tun. Ich sass mal am Zürich HB und der Zug meines Jüngsten hatte Verspätung. Ich habe in dieser Zeit einigen Deutschen Jugendlichen die Self Checkout automaten im Coop erklärt, jemanden einen EURO Schein gewechselt, etwas Kleingeld für ein Ticket verschenkt, mein Handy ausgeliehen für einen dringenden Anruf an eine Touristin, ein Obdachlosenmagazin gekauft und noch den Weg zum unterirdischen Zugperron erklärt. Zum Glück kam dann der Zug meines Jüngsten, sonst hätte ich noch gleich die Welt gerettet.

    Und kürzlich war ich joggen, also das war mein Plan, aber dann habe ich eine Katze von einem Baum gerettet und bin jetzt zum Kaffee bei zwei netten serbischen Frauen eingeladen.


    #freu


    Also, nein, es liegt nicht an meiner Menschenkenntnis, eher an der der anderen, die mir an der Nasenspitze ansehen, dass ich so jemand bin die mit einer 5m Leiter auf eine Linde klettert und sich eine fremde Katze wie einen Rugbyball unter den Arm klemmt und wieder runterklettert ohne sich das Genick zu brechen #zwinker

    Daroan Ich glaube nicht, dass es etwas mit dir zu tun hatte. Wahrscheinlich hast du bei einer Person etwas angetriggert, was mit ihr selbst zu tun hatte. Und wenn diese Person auch noch diejenige ist die unterschwellig das "Sagen" hat, dann ist das ganz schnell rum und man kommt da auch nicht gegen an.

    Ja, da es ein Erlebnis ganz auss der Reihe war, konnte ich das gut für mich abtun. Ich habe in meinem Leben ja schon oft Rückmeldungen zu meiner Person erhalten und glaube, dass ich doch ein recht gutes Bild meiner "Aussenwirkung" habe :)

    Mich hat eher erschreckt, dass jemand so vorschnell urteilen kann. Es gab ja keinen Konflikt, nicht mal ein Gespräch im Vorfeld. Und dass das dann auch gleich so als objektive Wahrheit übernommen wurde. Es hat ja auch nie jemand nachgefragt, sonst wüsste ich ja, was das die Runde gemacht hat.


    Mir erzählt man auch gerne Dinge, aber ich glaube eher, weil ich einfach nett wirke :D und gut zuhören kann. Einmal die Woche kommt meine 78jährige Nachbarin und erzählt mir alles, was sie so bewegt. Von ihren Enkeln, dem Gesundheitszustand ihrer Bekannten, bis hin zu ihrem Stuhlgang. Ich werde überalles informiert. ^^


    Aber ich glaube, in Zeite wie diesen und in unserer Gesellschaft fehlt es oft an Menschen, die zuhören können. :)

    Umgekehrt habe ich eben erlebt, wie schnell man in Schubladen steckt, aus denen Mann nicht mehr rauskommt, weil der andere eine Gefühl hat, und denkt, er oder sie habe ja verlässliche Menschenkenntnis.

    Ich wohne seit 2008 hier im Dorf. Da muss ganz am Anfang irgendwas über mich die Runde gemacht haben, ich habe keine Ahnung was das sein könnte, wirklich nicht. Ich wurde von einem Teil der Nachbarinnen konsequent geschnitten. Nicht gegrüsst, nicht angeguckt, ich weiss, dass manchen Nachbarskindern verboten wurde bei uns zu spielen.

    Mittlerweile ist der "harte Kern" dieser Frauen nicht mehr da, zwei sind weggezogen und mit dem Rest hat es sich in sofern normalisiert, dass sie mich wenigstens grüssen und da die Kinder nciht mehr im Dorf zur Schule gehen, bzw. erwachsen sind, spielt das auch keine Rolle mehr für mich.


    Manchmal würde es mich schon interessieren, was da gelaufen ist. Ich bin nämlich jemand, der eigentlich gut ankommt bei den Menschen, die in jedem Verein sofort ein Ehrenamt angeboten bekommt, die unauffällig überall mitläuft. Aber da müssen welche auch mehr über mich gewusst haben als ich selber #zwinker und irgendwie hat das kaum jemand hinterfragt.

    ich bin da eher sensibel

    und das ist auch gut so. Sensibilität ist etwas Gutes. Ganz grundsätzlich,

    Ich habe mir überlegt, dass jemand wie meine Cousine evtl. nur gegen Innen sensibel ist, also auf ihre innere Stimme, auf ihre Gefühle, ihre Wahrnehmungen, aber ihr es schwerfällt gegen "Aussen" sensibel zu sein.


    Das ihre innere Sensibilität so stark ist, dass es wie "zu laut ist" und sie anderes von Aussen nicht mehr wahrnehmen kann.


    Ich vermute, was du meinst, wäre dann mehr eine Ausgwogenheit zwischen beidem, also dass man sehr aufmerksam sich selber, wie auch sein Gegenüber wahrnehmen kann.


    Ich bin nicht sicher, ob ich das mit "Menschenkenntnis" übersetzen würde, aber ich denke, es ist auf jedenfall eine Gabe.

    Es wird niemand abgekanzelt, weil er schlechte Laune hat nach einem stressigen Tag.

    Ja, das verstehe ich bei dir schon, ich habe nur versucht zu erklären, dass das zb. meine Cousine eben nicht kann, aber völlig überzeugt ist, sehr sensibel zu sein und eine äusserst gute Wahrnehmung, bzw. Einschätzung anderer Menschen zu haben. #zwinker Das sind dann halt so meine Bilder, die da so aufploppen. Aber die will ich dir gar nicht überstülpen. Keineswegs. :)

    Für mich hat Menschenkenntnis etwas mit dem Lesen des Menschen zu tun. Ich lese ihn anhand seiner Körpersprache, seiner Gestik, seiner Mimik, seiner Augen. Augen sind für mich die Spiegel der Seele.

    Damit stimme ich überein. Ich war vorhin arbeiten und habe darüber nachgedacht. Ich habe eine Person im Kopf (aus meiner Familie), die eben so behauptet, sie sei völlig gut im Menschen einschätze auf den ersten Blick weil sie so sensibel sei, usw.


    Ich denke, sie insofern sehr sensibel, dass sie sehr genau ihr Bauchgefühl wahrnimmt. Sie ist meiner Ansicht nach sehr sensibel auf ihre eigenen Empfindungen. Das ist auch OK.


    Was mich oft daran stört ist, dass sie diese Wahrnehmungen einerseits als objektive Wahrheit verkauft und nicht eben als persönlicher Eindruck und dass es ihr oft nicht gelingt über ihren Tellerrand hinauszuschauen und diese Wahrnehmungen dementsprechend auch differenzierter einzuordnen.


    Persönlich lerne ich gerade einige Menschen zum ersten Mal kennen. Ich habe nämlich einen Nebenjob angetreten. Die mündliche Jobzusage hatte ich Ende Februar und dann kam im März der Lockdown, begonnen habe ich Ende Juli. Ich reinige Reisebusse. Also eine Branche die sehr schwer getroffen ist von der Coronapandemie. Ich sitze also in der Carhalle und warte auf "meine" Busse und dann kommt da nicht nur ein Bus, sondern auch ein Mensch hinter dem Steuer. Die sind oft hundemüde, grau im Gesicht vor Erschöpfung, teilweise genervt, sind seit März im Ausnahmezustand, teilweise fahren die jetzt im September das erste Mal wieder und haben brutale Lohneinbussen. Die fahren nämlich meist auf Stundenlohnbasis und ein wesentlicher Teil des Lohnes machen die Trinkgelder aus, die vom Kurzarbeitsgeld natürlich nicht abgedeckt waren. Und wann und ob es wieder besser wird, weiss keiner.


    Also nehme ich die in Empfang, stell mich vor und aufgrund meiner Lebenserfahrung kann ich vieles von dem ersten Eindruck einordnen. Ja, es sind Chauffeure, die fluchen und sagen"Arschloch". Die sind erschöpft, standen 34km im Stau mit einer grölenden, saufenden Rugbymannschaft, die dann noch in den Bus kotzte. Das alles kann ich einordnen.


    Die Person, die ich meinte, die könnte das eben nicht. Die würde den oberflächlichen ersten Eindruck nehmen und diese Menschen als primitiv , unfreundlich, mit negativer Einstellung usw. abkanzeln.


    Der erste Eindruck ist doch immer auch geprägt von den Umständen, wie wir diese Person kennen lernen.


    Also, wie stehen wir zueinander, in welcher Funktion, Hierarchie lernen wir uns kennen, in welchem Setting, in welchem Globe. All das prägt doch ein erster Eindruck wesentlich. Weil es doch Einfluss nimmt auf die Körperhaltung, auf die Ausstrahlung, auch auf die Augen.


    Für mich gehört es eben dann zur persönlichen Reife, dass ich all diese Umstände miteinfliessen lassen kann in das erste Bild, dass ich mir von einem Menschen mache.

    Ich mag deshalb auch keine Sonnenbrillen, weil ich sonst die Leute nicht lesen kann.

    Nein, tut mir leid, ich kann damit überhaupt nichts anfangen.


    Das ist für mich eine Vorstellung, die Tür und Tor öffnet für oberflächliche Vorurteile und Vorbehalte.


    Das hat für mich rein gar nichts mit "Kenntnis" zu tun.

    Wenn ich Menschen vom ersten Augenblick an ablehne, dann kann es sein, dass ich richtig liege und die mir unsympathisch sind oder dann lerne ich die halt nie richtig kennen und bleibe bei meiner Ansicht, dass die Person unsympathisch ist und wir deshalb uns nie näher gekommen sind oder die Person merkt, dass ich Vorbehalte habe und benimmt sich dann auch doof, so dass mich das in meinem Vorurteil bestätigt.


    Menschen kennt man teilweise auch noch nach vielen Jahren Ehe noch nicht wirklich. Oder man kennt sie nicht mehr.


    Für mich ist es ein zu einfaches Weltbild, dass man Menschen aufteilen kann in "ehrlich-unehrlich" "vertrauenswürdig- nichtvertrauenswürdig" "gut-böse".


    Wir haben ja alle ein bisschen von allem in uns. Ich bin nicht immer ehrlich, auch nicht zu mir. Grundsätzlich kann man mir Vertrauen, ausser es geht um Süssigkeiten, da kann es sein, dass ich die nachts aufesse. Ich bemühe mich ein guter Menschen zu sein, aber manchmal sage, denke, tue ich schlechte Dinge.


    Aber ich kann den Menschen zuhören. Ich kann zuhören wie es ist, wenn man eine einfache Tätigkeit im Stundenlohn verrichtet und seit März auf Kurzarbeit ist und 20% vom Einkommen fehlen. Ich kann zuhören wie es ist, krank zu sein, alt zu sein, einsam zu sein. Ich kann zuhören, wie es ist unvermittelt seinen Job zu verlieren, vom Partner verlassen zu werden, ein Kind in den Tod zu begleiten, auszuwandern, Träume zu verwirklichen, zu scheitern, Ziele zu erreichen, Angst zu haben, usw.


    Und das hilft mir widerum andere Menschen zu verstehen. Wieso jemand in so einer Situation XY macht, denkt, handelt. Ich lerne, dass Menschen es schätzen, wenn man so oder anders reagiert, dass sie dieses oder jenes als hilfreich empfinden.


    Für mich ist das Menschen-Kenntnis.

    Aber bei Menschenkenntnis muss ich nicht empathisch sein.

    Das hat für mich eher was mit hinter die Fassade gucken zu tun.

    Sowohl positiv, als auch negativ.

    Davon halte ich persönlich wenig.

    Weil es sich oft um Vorurteile und selbstprophezeieende Abläufe handelt.

    In meinem Umfeld erlebe ich auch oft, dass gerade Menschen, die so laut für sich proklamieren, sofort Menschen "durchschauen" können, oft unglaublich daneben liegen, das aber selber nicht merken.


    Es gibt ja auch kein Menschen der so oder so ist. Ein Mensch, der immer ehrlich ist oder ein Mensch der immer unehrlich ist.

    Was soll das schon heissen, Ehrlich sein? Ehrlich zu anderen? Ehrlich zu sich selber? Und heisst denn "nicht ehrlich sein", dass man absichtlich lügt, oder dass man sich selber belügt weil man die Wahrheit nicht verträgt, dass man gelegentlich flunkert, dass man in einer Sache einfach nicht ehrlich sein kann, möchte, ja, heisst dass, das die Person überhaupt selber merkt dass sie lügt?


    Menschenkenntnis, kommt ja von Kennen und nicht von "intuitiv ahnen" oder mit dem dritten Auge durchschauen, oder sowas.


    Menschen verändern sich ja auch im Laufe des Lebens, es passieren Dinge, die Spuren hinterlassen, die die ganze Biographie durcheinanderwirbeln, die Grundsätze erschüttern.


    So scheint mir die Vorstellung, man könne bei einem oberflächlichen Gespräch "hinter die Fassade gucken" ein wahnsinniger Anspruch. Eigentlich unmöglich.

    Mein Flug steht noch. Ich habe ja am Wochenende des 4. Oktobers nach Inverness gebucht und Hotelunterkunft.

    Eigentlich für den Marathon, aber der ist auf 2021 gecancelt.


    Ich nehme es vorzu.

    :)


    Wenn ich fliegen kann, dann nehme ich die Laufschuhe mit und laufe ein bisschen.

    Ich lebe in einem konservativen Umfeld, in dem es die Norm ist, dass der Ehepartner die "wirtschafltiche Macht" hat in der Beziehung und die Frauen die Care-Arbeit übernehmen.

    Das führt dazu, dass ich einige Frauen in meinem Alter (45) kenne, die zb. keine Kreditkarte haben, kein eigenes e-mail-Konto, teilweise nicht mal ein eigenes Bankkonto.

    Das führte teilweise dazu, dass man zig Tausende in die Weiterbildung des Mannes investierte und die Frau stattdessen Pilates machte.


    Das führt, so meine Beobachtung, teilweise in eine Unsicherheit. Fremdsprachen? Uh, lieber nicht. Alleine fliegen? Uh, lieber nicht. Alleine esssen gehen? Uh, lieber nicht.

    Alleine eine weite Autoreise? Und wenn ich dann eine Panne habe? Uh, lieber nicht. mit den Kindern campen und das Zelt alleine aufstellen? Uh, lieber nicht.

    Geld für sich alleine ausgeben? Schwierig...für die Kinder sofort, für die Familien auch, aber so für sich selber, einfach so? Uh, lieber nicht.


    So erlebe ich dann die Reaktion, wenn ich erzähle, dass ich alleine dies und das machte.

    "Alleine?" "und dein Mann?" "Kannst du denn englisch?" "Konntest du einfach so fort? Und die Kinder?" "Ja, du arbeitest auch viel, gell?" "Ich könnte das nicht, das wäre nichts für mich?"


    Ist ja auch OK. Müssen nicht alle gleich sein. :)

    wenn man mit anderen menschen gemeinsam lebt, dann scheint es fuer viele leute unvorstellbar, dass man alleine ohne diese menschen auf urlaub faehrt.

    Ich erlebe, dass sich da viele selber beschränken. "Ich würde ja so gerne mal nach....aber mein Mann will nicht."


    Ich habe da wirklich nur gute Erfahrungen gemacht mit dem alleine verreisen. Ob mit alleine mit den Kindern oder ganz alleine. Meist lerne ich viel schneller andere Menschen kennen als in der klassichen "Päärchenstruktur".

    Mein Mann mag zb. kein Camping, ich und die Kinder lieben es. Also sind wir ohne ihn gefahren. Mein Mann fährt auch nicht Ski, also muss er nciht mit in den Skiurlaub.


    Ich mag mit Gruppenreisen, mein Mann nicht. Also habe ich an Lauf- oder Trekkingreisen teilgenommen.


    Er macht dafür anderes. Er wollte zb. nach Dagestan für einen Ultratrail, nur ist ihm Corona dazwischengegrätscht. :)

    Meine Mittelmaus war etwa 4 Monate alt, als ich auf eine Weiterbildung gefahren bin für 4 Tage. Nichts wirklich berufliches, eher einfach für mich.

    Sie war noch vollegstillt, ich gab sie mit einem Korb voll Muttermilch bei meinen Eltern ab und pumpte dann ab. Das ging sehr gut.

    Aber ich wusste auch, dass sie es bei meinen Eltern sehr gut hat und soviel geknuddelt und gehalten und getragen wird, wie sie das möchte.


    Auch später war ich immer mal wieder weg ohne Kinder. Manchmal mit Mann, manchmal alleine.

    Ich denke, wichtig ist, dass man ein gutes Gefühl dabei hat. Wenn mein Mann oder meine Eltern meine Kinder betreuen, dann weiss ich, dass sie genauso gut versorgt sind, wie bei mir.


    Nur einmal mussten wir improvisieren als ins KH musste wegen einer Operation. Die Grosse war schon in der Schule und ging zu einer Schulfreundin für die paar Tage, Junior war 3 Jahre alt und ging zu einem Freund. Mittelmaus war 5 und sie kann man nicht einfach für einige Tage zu einer Freundin geben, das wäre nicht gegangen.

    Deshalb nahm ich sie mit ins KH nach Luzern, dort nahm sie meine Cousine in Empfang und brachte sie zu ihren Eltern und meine Tante und mein Onkel brauchten sie dann zu meinen Eltern, die den Ferien im Wallis waren. Ein Staffellauf mit Kind und Autositz :D

    Bei uns es ist so, dass Dinge, die aus den Augen sind, auch nicht mehr verlangt werden. Deshalb haben bei uns "rotierende Kisten" keinen Sinn gemacht.

    War mal etwas auf dem Dachboden, dann blieb es auch da.


    Ich will einfach Mut machen, genau hinzusehen, was passt wirklich zu uns und unserer Familie.


    Manchmal hört sich etwas bei anderen Familien so toll an. Manchmal lieben andere Kinder gewissen Spielsachen heiss und innig. Manchmal gefällt einem als Erwachsener manche Spielsachen total, oder man hat selber schöne Kindheitserinnerungen an diese Art von Spielsachen.


    Rückblickend denke ich, dass meine Kinder teilweise völlig überfordert waren, von der "Fülle" die ich ihnen bieten wollte. Und weil sie überfodert waren, war ich es schlussendlich auch.


    Sie sind, so denke ich heute, eher so die "Basic" Kinder. Wahrscheinlich hätte ihnen, ein eher leerer, strukturierte Raum mit wenigen Basic-Spielsachen besser getan als der ganze gutgemeinte Fitzelkram von Lego über Playmobil, Schleichtiere, Spielzeugautos, Puppenstube, Verkaufsladen, Kinderkochherd, Fillys, Barbies, usw.


    :)

    Meine Kinder sind ja offiziell chaotisch AD(H)S und haben alle drei aus ausgeprägtes Strukturierungsdefizit.


    Als sie klein waren, war mir das noch nicht so bewusst und ich wurde beinahe wahnisinnig, weil ich doch eine gute Mutter sein wollte, ihnen vielfältige Spiel- und Bastelangebote anbieten, vielseitige Sinneserfahrungen, natürlich auch Musikinstrumente, viel Bücher, usw.

    Das ganze war nur chaotisch und ich frustriert und am Limit. Ich erzähle jetzt nicht en detail vom Indoor-Sandkasten, aber es war keine gute Erfahrung.


    Bei uns wurde es besser, wenn sie weniger hatten. Eindeutig. Weil sie sich selbst im Chaos verloren haben und im dem Kuddelmuddel auch gar nicht kreativ sein konnten und ich gegen die drei Chaoten mit Sortieren und aufräumen auf völlig verlorenem Posten stand.


    Sie waren auch gar keine ausgeprägten Rollenspieler. Also das ganze Playmobilzeug und die Puppenstube, usw. konnte schmerzlos weggeräumt werden. Sie vermissten es kein Stück.


    Wäre ich heute nochmal am Anfang, ich würde es anders machen. Ich würde viel mehr darauf achten, was wirklich zu uns, bzw. den Kindern passt und weniger von dem ich dann was "sein müsste".


    Ich habe mal riesige Schaumstoffwürfel gekauft, die waren ruckzuck versorgt, man konnte nicht drauf treten und die werden heute noch benutzt zum "chillen". LIeber mehr sowas als dieses fitzlige Kleinteile-Martyrium.

    Also für uns. Ich weiss, das andere anders sind. :)

    Videounterricht: ich muss mich noch daran gewöhnen, dass da ein Kind mit Tablet durchs Haus spaziert und quasi die ganze Schulklasse dabei hat. Auch als sie mich etwas fragte und aus dem Tablet neben ihr dann ein mehrstimmigs "Hallo Daroan" erklang, war noch so ein bissch weird.


    Der Schulleiter hat uns eine Email geschickt und darin geschrieben:


    "Bitte denken Sie an meine Worte an den Elternabenden: "Schimpfed Sie bitte mit üs, nöd über üs“. So können wir uns auch in dieser Unterrichtsform stetig verbessern."


    Übersetzt: "Schimpfen Sie mit uns, nicht über uns". :)

    Hörgeräten und dem Telefon

    Das verstehe ich, hatte ich als ich noch Hörgeräte hatte auch immer Probleme.

    Videos/DVD von alten Stars wie Heinz Erhard und so?

    Ich habe nicht mal eine Ahnung, ob die noch ein Videogerät haben #schäm


    Eine Pflanzkiste fürs Hochbeet?

    Ich müsste mal gucken, was man da online an Pflanzen bekommt, ist ja sonst alles geschlossen.

    Handarbeitskram?

    Macht meine Mutter schon länger nicht mehr, höchstens Wäsche von uns flicken, aber die bekommt sie jetzt auch nicht #finger Man Vater ist da noch alte Schule, der kann das gar nciht. Aber heute hat er einen Kuchen gebacken #applaus

    Ah, das war auch mal eine Idee von mir, sie sollen für uns backen und rausstellen :D Denn die Möglichkeit dass sie uns anstecken ist minim. Ich würde jetzt gerade nichts für sie backen...

    "Können" sie WA?

    Wir haben das gestern zum ersten Mal ausprobiert mit Videoanruf....es ging echt lange bis er herausfand wie er den Anruf entgegennehmen musste.


    Aber es war echt süss "Könnt ihr mich denn jetzt auch sehen???"


    Aber stimmt, man kann so auch spielen. #idee1


    Ich habe mir gedacht, dass ich auch ein Fotobuch machen könnte mit witzigen Fotos von uns und dann an ihre Adresse schicken lassen.

    Ich weiss, ich weiss, noch ein Corona-Thread, als gäbe es nicht schon genug...aber ein Thema hätte ich noch gerne :D


    Meine Eltern, wie die ganzen anderen Familienmitglieder und Freunde ihrer Generation, sitzen nun mehr oder weniger im Hausarrest.

    Der Bundesrat hat deutlich gesagt, dass er die Rentner maximal noch alleine beim spazieren sehen will, aber nicht mehr beim Einkaufen, einkaufen sollen nun andere, die Renter sollen zu Hause bleiben.


    Was sie nun auch brav machen.


    Aber wir sprechen hier nun von Personen, die nicht eben mal sich eine spassige App runter laden können oder mit ihren Freunden in einem Forum chatten.


    Mein Vater hat seit etwa 2 Monaten ein Smartphone und..naja...seine Skills sind *räusper* noch ausbaufähig.


    OK, ich rufe ein bis zweimal täglich an, und ich bin ihr Einkaufsdienst, dh. ich stelle ihnen das Zeug vor die Haustür.


    Naja, immerhin sitzen meine Eltern zu zweit in der Bude, aber wenn nun jemand alleine ist....nichts so schön.


    Habt ihr Ideen, wie man so Oldies bei Laune halten kann?


    #sonne