Beiträge von Daroan

    Da wo wir in die Skiferien gehen, wäre ohne Tourismus gar kein eigentliches Dorf. Früher hiess es Mayens-de-Ridde, also Maiensäss von Riddes, das diente früher eigentlich nur der Alpsömmerung des Viehs. Erst mit dem Tourismus wurde dort oben ausgebaut und schlussendlich der Ort unbenannt in La Tzoumaz. Mein Onkel und meine Tante wohnen beinahe das ganze Jahr oben, aber ehrlich, das ist nicht sehr attraktiv. #zwinker


    Wenn man Indische Reisegruppen sehen will, dann ist auch der Rheinfall interessant. Ich finde diese Reisegruppen eigentlich interessanter als der Rheinfall :D


    Bei Hochsommer nicht wirklich zum empfehlen ist der Cauma-See bei Flims. Dank Instagramhype ist der völlig überlaufen, wenn man mit dem Auto anreist, ist es beinahe unmöglich einen Parkplatz zu finden. Die Preise haben sich dementsprechend angepasst: Erwachsene (ab 16 Jahren) 15.-, Kinder 7,50, ich habe also für mich und die drei Kinder gleich mal 45.- hingelatzt, dazu kommt eben noch Parkplatzgebühr und ein Eis, das man den Kindern ja kaum verwehren kann. Aber schön ist er wirklich, meine Kinder lieben diesen See.

    Dazu muss man sich aber auch vor Augen halten, dass es heute verbreiterer ist, dass man Englisch lernt an der Schule.

    Ich hatte ausschliesslich französisch während der Schulzeit und ich kenne auch viele, die gleichalt/ älter sind als ich, die deshalb kein Englisch sprechen.


    Heutzutage geht man teilweise sehr schnell davon aus, dass ja "alle" englisch können.

    Manchmal beschleicht mich der Eindruck, dass solche Gefahren einfach ignoriert werden, einfach weil "man ja schliesslich einen Urlaub an der See bezahlt hat und das muss auch erlebbar sein".

    Ja und oft ist es auch quasi der Zeitdruck. "Aber ich habe doch _jetzt_ eine Woche Urlaub und ich wollte doch in diesem Urlaub -am Meer schwimmen/ auf diesen Berg steigen/ diese Wanderung machen- das geht jetzt einfach nicht, dass es heisst, dass Wetter ist nicht gut. Das muss jetzt einfach gehen, denn sonst kann ich es ja in diesem Urlaub gar nicht machen."


    Auf Facebook gibt es die interessanten Gruppe "Stupid things tourists do in Iceland" :D

    Mein persönlicher Eindruck ist, dass es heute in der Gesamtzahl mehr Touristen gibt.

    Das ist so. Nur ein Link zur Untermauerung

    https://www.welt.de/regionales…Boom-setzt-sich-fort.html


    Vor allem in Asien ist es mehr Menschen möglich zu reisen und das wird dem entsprechend auch genutzt. So "muss" halt herkömmliche Tourist seine Hotspots mit zusätzlichen Touristen teilen. Dazu kommt, dass zb. Asiaten gerne in Gruppen reisen.


    Da gab es im Luzern kürzlich eine skurille Situation:

    Ein chinesisches Kosmetiknuternehmen belohnt gute Verkäufer mit Reisen. Etwas unerwartet haben mehr Verkäufer als geplant dieses Ziel erreicht (man rechnete mit 3000) und so reiste eine chinesische Reisegruppe mit knapp 12`000 Personen in die Schweiz. Das war die bisher grösste Reisegruppe, die jemals die Schweiz besucht hat. Natürlich teilte man die Menschen auf verscheidene Standorte auf, anders wäre das gar nicht gegangen.

    Aber alleine in Luzern waren dann an einem Tag 95 Reisebusse dieser Reisegruppe im Einsatz, mehrere Schiffe gebucht auf dem Vierwaldstättersee, es wurden mehr ÖV eingesetzt, es wurden zusätzliche mobile Toiletten aufgestellt und man riet den Einheimischen an dem Tag davon ab, die Hotspots der Stadt beuschen zu wollen. Es war fest in chinesischer Hand.

    Strom, Wasser und Abwasser und Müllentsorgung bezahlt man doch über die Unterkunft, oder verstehe ich dich falsch?

    Ja, das verstehst du mich falsch. Was ich meine ist, das es überhaupt eine Infrastruktur hat. Gerade bei Touristenorten müssen die Abwasserrohre, Kläranlagen, usw. ja so dimensioniert werden, dass es ausreicht wenn alle Hotels/ FeWos belegt sind. Aber wenn keine Saison ist, sind zb. die Abwasserrohre überdimsioniert und müssen extra gespült werden, damit es nicht stinkt.

    Ich bezahle bei unserer FeWo auch nur den Abfallsack. Aber ich zahle doch nicht die Abfallanlagen, die Recyclingstellen, die Arbeiter, die den Abfall abholen, die Abfallsammelstellen reinigen, usw. Auch mit dem Stromnetz ist es so, dass es ausreichend geplant werden muss, wenn -zig Touristen da sind. Oder ausreichend Wasser, damit jeder Touri 2 mal Duschen kann pro Tag. Du bezahlst bei der FeWo höchstens die Wasserverbrauch, aber nicht deren Bereitstellung und Klärung.


    Auch braucht es in einem Ferien mehr als die paar Parkplätze die man bei mietet. Da mietet wer eine FeWo mit einem PP , teil es sich aber mit einer anderen Familie, das andere Auto wird auf einen öffentlichen PP gestellt. Dazu kommen in einem Skiort, auch alle, die etwas günstiger ausserhalb mieten und dann mit dem Auto zur Bahnstation fahren, da hat es in der Regel sehr, sehr grosse PPs.


    Die Kurtaxe geht meist an den Tourismusverband. Nicht an die Gemeinden selber (also bei uns)


    Deshalb muss man schauen, wer verdient? Wer bezahlt?

    Außerdem werden sie auch gebraucht.

    Das ist eben nicht immer so klar. Ich habe für Luzern zb. diese Angaben gefunden:

    "Vielerorts profitiert aber nur eine Minderheit. Der Tourismus in der Stadt Luzern hat volkswirtschaftlich eine Bedeutung von unter 10 Prozent. Der direkte Wertschöpfungsanteil liegt bei 5 Prozent und der Anteil an der Beschäftigung bei 7 Prozent."


    Ich war am 31.07. in Luzern, ich glaube, ich war da weit und breit die einzige, die Schweizerdeutsch sprach. Asiatische Reisegruppen weit und breit. Stört mich nicht, aber ich wohne da ja auch nicht, oder muss da täglich durch zum Arbeiten.


    Aber auch bei anderen Destinationen muss man schon gucken, wo und bei wem bleibt denn der Profit? Wem gehören die Hotels, die Unterkünfte, usw.

    An dem Schweizer Skiort, an dem wir Skifahren, da gehört zb. die Bergbahn einem französischen Konzern und die Ferienwohnung, die wir mieten einem Belgier.

    Aber die Infrastruktur, also Strassen, Parkplätze, Strom, Abwasser, Müllentsorgung, die läuft grösstenteils über die Gemeinde und muss das mit Steuern finanzieren. Aber wer bezahlt diese Steuern am Ende?






    Ichhabe jemanden auf "geblockt". Aber grundsätzlich mag ich diese Userin. Ich vertrage nur ihre Beiträge nicht immer. Ich finde es gut, dass ich, wenn ich mag, diese bewusst anklicken und lesen kann, oder drüberscrollen, wenn ich denke, dass ich es jetzt gerade nicht vertrage.


    Deshalb fände ich es auch nicht nett, wenn diese Userin jetzt eine Mail bekäme, dass ich sie ignoriere. Weil ich das auch nciht mache, ich dosiere sie mir nur. :)

    Ich denke, man muss das so sehen, dass viele Schweizer Hochdeutsch oder Schriftdeutsch wie es hier auch genannt wird (was ja sehr viel aussagt) als Zweitsprache verstehen.


    Sie erleben das Schweizerdeutsch nicht als Dialektvariente des Hochdeutschen, sondern als Muttersprache, die sich wiederum in verschiedene Dialekte aufzweigt.


    Der Alltag ist in der Deutschschweiz dementsprechend auch Schweizerdeutsch. Im Radio wird ausser Nachrichten mehrheitlich schweizerdeutsch gesprochen. Auch Politdiskussionen im Fernsehen finden auf Schweizerdeutsch statt (als Beispiel)


    Wenn die Kinder noch klein sind, dann haben wir Fingerverse, Abzählreime, Kinderlieder auf Schweizerdeutsch. Die meisten Eltern übersetzen beim Vorlesen von Bilderbüchern und kleinen Geschichten ins Schweizerdeutsche.


    Es ist ein grosse Politikum, ob im Kindergarten (also in der Vorschule) Mundart oder Hochdeutsch gesprochen werden soll.

    Aber grundsätzlich wird allgemein dann in der Schule das Hochdeutsch eingeführt, dh. ab da sprechen auch die Lehrpersonen Hochdeutsch, zumindest in den Hauptfächern, bei den anderen wie Werken, Singen, Hauswirtschaft gleiten auch die oft in die Mundart über.


    Nach der Schule kommt es auf die Berufswahl darauf an, ob man das Hochdeutsche benötigt. Ich habe eine Ausbildung auf dem Bau gemacht, ich brauchte kein Hochdeutsch, eher noch Portugisisch oder Albanisch.


    Ich brauche Hochdeutsch, wenn ich zb nach Deutschland fahre. Oder wenn ich mit jemandem Spreche, der eine andere Sprache hat und nur wenig "Standarddeutsch" gelernt hat.


    Also wirklich selten.


    Wir haben einen Versandhandel. Viele telefonieren uns um ihre Ware zu bestellen. Ich musste bei einem Deutschschweizer noch nie ins Hochdeutsche wechseln :D Obwohl die teilweise aus den hintersten Bergtälern stammen (das liegt an unserem Produktesortiment)


    Von den meisten Deutschen, die hier leben kenne ich es so, dass sie nach einiger Zeit recht gut das Schweizerdeutsch verstehen konnten. Manche wie mein Mann, sprechen es aber nie, bzw. nutzen nur vereinzelte Begriffe, wie eben Znüni, Grüezi, Chüngel, Finke, ....

    Das hat aber auch damit zu tun, dass Erwachsene die Lautbildung oft nicht mehr so hinbekommen. Wir sprechen ja recht "kehlig", kratzen das "ch" ganz hinten beim Halszäpfchen, mein Mann würgt es immer etwas, wenn er das nachmacht #zwinker:D

    Ich bin mir teilweise bei Begriffen etwas unsicher, zb. hatte ich mit einem Kunden aus Bern telefoniert, der uns etwas "reichen" wollte. Also ausgesprochen ree-ichen. Ich musste nachfragen ob er uns nun etwas bringen will oder wir etwas abholen sollen, ich war kurz überfordert. Aber sonst geht das gut.


    Interessant ist ja, dass man eigentlich gar nicht alles Wort für Wort verstehen muss um jemanden zu verstehen. Wie man ja auch Lückentexte gut lesen kann, bei dem Buchstaben fehlen, weil gedanklich die Buchstaben ergänzt werden.


    Franz Hohler schrieb eine Kurzgeschichte auf Berndeutsch mit erfundenen, berndeutsch klingenen Wörtern, das "Totemügerli". Obwohl es ja teilweise aus einer Phantasiesprache besteht, versteht man beim Zuhören die erzählte Geschichte.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Totem%C3%BCgerli

    Bei mir denken ja viele, dass auch wenn ich mich um gepflegtes Standarddeutsch bemühe, dass ich Schweizerdeutsch spreche #angst


    Also so sprachbegabt bin ich nicht. ich habe einen grauenhaften Akzent. Ein Engländer meinte einmal liebevoll zu mir, ich sollte evtl. eher russisch lernen als Englisch.


    Aber dafür bin ich sehr sprach- und dialekttolerant. Ob nun ein Tessiner am Telefon mit mir Italienisch babbeln will, ein Genfer Französisch, ein Serbe mit sehr rudimentären Deutschkenntnissen bei mit einkaufen will oder mein Schwager aus der Pfalz anruft #zwinker. Irgendwie geht das immer.


    Eigentlich ist das das erstaunlichste an der ganzen Sache. Das man durchaus Geschäfte machen kann, ohne eine gemeinsame Sprache zu sprechen. Das man ein Land regieren kann, ohne eine "Hauptsprache" die alle sprechen.


    Was ich an Deutschen Dialekten noch interessant finde: man merkt, welche in den Medien eher vertreten sind. So gibt es immer wieder Krimiserien oder Filme, die in Hamburg, Berlin, Köln oder so spielen und deshalb manche Ausdrücke durchaus vielen Menschen bekannt sind. Oder Bayrische Heimatfilme, wer kennt sie nicht?


    Aber zB. mit dem Pfälzer Dialekt meines Mannes sind viele überfordert. Woher stammt der? Den verstehe ich kaum? Tja, das Pirmasenser Umland ist auch nicht gerade in vielen Filmen/ Serien vertreten :)

    Wie macht ihr das denn, wenn ihr ins Nachbarbundesland wechselt?

    Bei uns ist es halt so, dass grundsätzlich alle Deutschschweizer Schweizerdeutsch sprechen und sich das dann halt nochmals in Dialekte aufteilt. Aber dazu kommt, dass wir ja sowieso ein mehrsprachiges Land sind.


    Als ich in diesen Wohnkanton gezogen bin, sagten die Nachbarn, dass ich wenigstens nicht so hässlich zürchere (ich habe von meinen Eltern eine Schaffhauser Dialekt übernommen) aber mittlerweile hört man den Thurgau recht gut raus.

    Am Telefon spreche ich mit Kunden halt Schweizerdeutsch. Manchmal wenn ich einen Walliser oder Berne am Telefon habe, dann muss ich schon gut hinhören oder nachfragen, damit ich alles verstehe. Aber eindeutig anspruchsvoller ist, wenn jemand anruft der französisch spricht oder italienisch.

    Aber grundsätzlich funktioniert es immer irgendwie.


    Italienisch kann ich kaum. Da habe ich dann immer den Googleübersetzer offen, bzw. hoffe, dass wir auf Englisch oder Französisch ausweichen können.

    Ein Znüni ist sowohl die 9-Uhr Pause an sich, als auch die Verpflegung, die man dann zu sich nimmt.

    "Ich gang in Znüni-Ich gehe in den Znüni"- Ich gehe in die 9-Uhr Pause

    "Ich han en Znüni- Ich habe einen Znüni" "Ich habe mein Pausensnack für die 9-Uhr Pause dabei"


    Auf dem Bau ist die 9:00 Uhr Pause meist als bezahlte Pause im Gesamtarbeitsvertrag festgeschrieben und heilig. Um 9:00 steht die Baustelle still.

    Aber auch jedes Schulkind sollte einen Znüni im Thek dabeihaben.


    Der Zvieri (also den Nachmittagssnack, den man aber nicht zwinged um Vier einnehmen muss, das geht auch schon um drei, da sind wir grosszügigier, gibt es auf dem Bau nicht, aber in der Schule ist er verbreitet, besondern bei Nachmittäglichen Ausflügen, bei denen dann auf dem Mitteilungszettel eben steht, dass man einen Zvieri mitnehmen muss, weil man gemeinsam Zvieri macht. :D

    Bei uns gibt es auch so Dialektwörter, die sind so stark, dass man oft überlegen muss, wie es denn im Hochdeutschen, bzw. Standarddeutschen heisst.


    Arbeitskleidung im Sinne von Arbeitshosen, wie man sie auf dem Bau trägt sind "Übergwändli". Aber ein Ärztekittel ist zb. auch Arbeitskleidung, aber kein Übergwändli. Der "Blaumann" eins Mechanikers hingegen schon. Da muss ich dann schon grübeln, wenn ich jemanden, der nicht Mundart spricht erklären will was ich meine. Dann überlege ich zb. an einer Wortwörtlichen Übersetzung rum "Hmm, Überbekleidung? Klingt komisch.." und versuchen dann den Begriff zu umschiffen.


    Ich komme auch bei "Znüni" ins Stocken. Da weiss ich auch nie recht, was ich nehmen soll.


    Für mich ist es eine gute Übung im Rabenforum zu schreiben. Ich nutze sonst kaum Standarddeutsch. Also sonst nur wenn ich Medien konsumiere, also passiv. Aber im Alltag spreche ich es kaum und beim privaten Whatsappkram und so schreibe ich auch Mundart.

    Nun ja, wie gesagt, ich kenne im RL niemanden und habe von niemanden gehört, der nach einem Kindergeburtstag eine Anzeige an der Backe hatte. (Im Gegensatz zu Hundehaltern, ich denke, da wäre es prävetiv besser sich keinen Hund anzuschaffen)


    Aber wenn du meinst, dass das ein sehr reales Szenario ist, dann wäre das ja keineswegs auf Geburtstagsfeier beschränkt. Dann wäre es ja notwendig, bei jedem Kinderbesuch einen Haftungssauschluss unterschreiben zu lassen. Bei jeder Familienfeier mit Kinderm. Hochzeitsfeiern mit Kindern nur noch mit Haftungssauschluss oder halt ohne Kinder.


    Und am besten nur Kinder, die vertraglich garantiert keine Allergien oder andere Hadicaps haben.


    Unter dieser Sichtweise war es doch gerade zu fahrlässig, dass mein Sohn mit einem mir bislang unbekannten Freunde auf dem Trampolin hoppste.


    UNd was man auch unterscheiden muss, ist doch die Anzeige einer Drohung, die wirkliche Anzeige und eine Verurteilung.


    Mir wurde schon wegen lächerlichen Sachen Anzeigen angedroht (das Zusammenfalten einer dünnen Plastikfolie im Garten), ich wurde schon angezeigt (Umweltverschmutzung als ich einige Äste im Hof verbrannte - folgenlos, wegen dem motorlosen Piaggion Ape im Garten - folgenlos)


    Also nur weil jemand wütend erklärt, er zeigen einem an, heisst das nicht, das er es tut oder das er auch recht bekommt. Hingegen entlässt einem auch so einen Haftungsauschluss auch nicht aus jeglicher Verantwortung. Das ist auch eine Fehleinschätzung.