Beiträge von Daroan

    Viva: und dann ausgerechnet noch in die Ostschweiz ziehen #haare;) Das ist schon hammerthart. Als ich klein war, da existierte ausser ganz wenigen städtischen Krippen vor allem italienischen Krippen mit Nonnen als Erzieherinnen. Für die armen Ausländerkinder.


    Ich weiss, dass es hart für dich ist, aber weisst du, ohne die Deutschen Einwanderer, wäre der Krippenausbau bestimmt nicht so vorangetrieben worden.

    (und ich hoffe ja, ganz stark, dass uns unsere südosteuropäischen Einwanderer eine Packung von "Nehmt doch nicht immer alles so genau, seid doch einfach mal etwas grosszügiger" verabreichen können #freu)

    Ganz ehrlich. Ich hab ja auch Zeit überall hinzugehen.

    Trotzdem komme ich nicht auf die Idee irgendeinen Kurs zu kapern.

    Das Problem liegt oft in der mangelnden sozialen Durchmischung.

    Der Ort, in dem ich gearbeitet habe, gehört zum sogenannten "Speckgürtel". Hohe Bodenpreise, tiefer Steuerfuss, nahe Stadt und gute Verkehrsanbindung nach Zürich.


    Also hast du sehr viele Einfamilienhausbesitzer, wenig Alleinerziehende, wenn Migrationshintergrund, dann meist westlich, bzw. nördlich, aber ganz selten süd-östlich.


    Die Mehrheit hat sehr gutverdienende Ehemänner, denn in der Schweiz ist die Lohnschere zwischen den Geschlechtern recht ausgeprägt, da Frau ja traditionell in Pflege-, Dienstleistungs-, Sozialberufe gehen.

    Also bleiben die dann mit Kindern zu Hause, pflegen das schöne Einfamilienhaus, den grossen Garten, den Familienhund, die beiden Familienautos und die 3 Kinder.


    Natürlich trifft das nicht auf alle zu. Aber in so grosser Zahl, dass es die Arbeit mit Kindern/ Familien in dem Ort eben prägt.


    Diese Mütter würde ich nicht als Latte Macciato Mütter bezeichnen. Es sind Mütter, die meist gut gebildet sind, super nett, engagiert, toll vernetzt.

    Es war und ist nie ein Problem, diese Mütter nicht zu erreichen. Die kommen an Elternabende, an Elternbildungsveranstaltungen, bei Freizeitprojekten.

    Schwierig wird es erst, wenn man versucht, nebst dieser dominierenden Gruppe an andere Gruppen zu kommen. zb. an die wenigen Eltern mit Migrationshintergrund, die eben doch eher aus dem südöstlichen Europa kommen. Oder an Väter.

    Das gelang eben nicht, wenn man die dominierende Gruppe, da nicht ein wenig einschränkte.


    In meinem jetzigen Dorf ist es so, dass viele Väter "Gewerbler" sind, also Selbständige mit KMUs. Das wiederum bewirkt, dass enorm viele Väter sich immer in Kindergarten und Schule beteiligten. Weil die sich die Zeit mehr einteilen konnten. Da gingen Väter mit zum Skitag, zum Kochen auf die Fahrradtour, als Augsichtsperson zum Schwimmen. Naja, aber weil das Umfeld sehr konservativ ist, ist es auch hier so, dass die Sachen recht geschlechtsspezifisch aufgeteilt werden *seufz*


    Das ist wirklich interessant, wie sich das Umfeld da bemerkbar macht.


    Aber grundsätzlich: Väterförderung finde ich schon wichtig. (ey, wir haben hier immer noch 1 (!!!!) freien Tag für frischgebackene Väter, mehr gibts nicht....)

    Die coolen Dinge sind oft extra für Väter.

    Die Frage ist, wo man dann mit der Kritik ansetzen will. Also:


    "Ich will, das die coolen Väter angeboten allen geöffnet werden!"


    oder


    "Ich will ein ausgewogenes Programm, dass coole Sachen für alle vorsieht, nicht nur speziell für eine Gruppe."


    Ich persönlich würde zum zweiteren tendieren. Aber das ist meine ganz persönliche Meinung, die halt auch mit dem Umfeld zu tun hat, wo ich wohne.

    Da sind es nicht nur Väter, die sich rausziehen, sondern auch Mütter, die stark ihr Gebiet "Kindererziehung" verteidigen und besetzen.


    Gerade weil hier noch ein starkes Geschlechterklischee-Denken herrscht, würde ich persönlich eben dann eher ein "Mutter-Kind Vogelhäuschen bauen" anbieten, damit die Kinder auch die Mutter erleben beim Werken mit Holz oder auch Müttern, die sich sonst das Werken mit Holz nicht so zutrauen ("Bei uns macht sowas ja immer mein Mann") da etwas mitnehmen können.


    Und dann gibt es Kursangebote, bei denen es reicht, die Zielgruppe offen zu lassen.

    Mein Mann war mal an einem Generationen-Messerschmiede-Kurs, da kamen dann Mütter, Väter, Paten, Grosseltern....mit den Kindern. Irgendwie war die Ausschreibung "Generationen-Kurs" wie auch das Thema, schon so ansprechend, dass sich da viele angesprochen fühlten.

    Als ich noch Spielgruppe gegeben habe, haben wir die Mütter von der einen Vater-Kind-Veranstaltung ausgegerenzt, weil bei allen -zig Anlässen Mütter die Default-Einstellung waren und wenn wir gesagt hätten "Natürlich können auch Mütter an den Vater-Kind-Anlass" kommen, dann wäre der Ruckzuck von den Mütter gekapert worden.


    Nicht von den Alleinerziehenden oder Witwen, oder so. Nein, von den Stay-at-home-Moms, deren Männer ganz wichtige Karriere machen. Die aber, wenn es ein ausschliesslicher Väter-Anlass war, dann es trotzdem hinbekommen haben, freizunehmen.


    Anderswo sind die Geschlechter evtl. schon weiter. Aber da war es noch nicht der Fall.


    Wichtig finde ich auch ein ausgewogenes Programm mit vielfältigen Aktivitäten. Aber ich finde es nicht per se falsch auch mal auf den Punkt zu versuchen Zielgruppen anzusprechen.


    Ich habe mal an einem Mutter-Tochter-Wald-Wochenende mitgemacht. Ich hatte auch Glück, nicht nur dass ich eine Mutter bin, sondern dass ich auch zwei Töchter habe, die ich mitnehmen konnte (die sogar im richtigen Alter waren)

    War ein ganz toller Anlass und hat mir grossen Spass gemacht.

    Furrina : der unterschied ist wohl, dass einer unserer grössten supeemarktketten gar kein alkohol verkauft und die andere freiwillig erst an 18 jahren. Und ja, die lassen sich die ausweise zeigen :)

    Bei uns im dorf können als auch 16-jährige keinen alkohol kaufen.

    Als sie kleiner waren, da haben wir den Film "Juno" gesehen und da konnten wir gut über Verhütung und ungewollte Schwangerschaften sprechen. Das zum einen.


    Zum anderen, meine eine Tochter will dieses Thema nicht mit mir diskutieren. Sie verhütet einfach mit Kondomen. Solange das für sie und ihren Partner OK ist, ist es das für mich auch.


    Und falls der Gummi mal reisst oder sonst was ist, da hoffe ich, dass wir im Vorfeld genug besprochen haben, das sie weiss, dass ich sie unterstütze. Ob mit Pille danach, mit Abtreibung oder mit einem Baby. Ihr Körper, ihre Entscheidung, ich werde ihr helfen, so oder so.

    Also grundsätzlich ist meine Erfahrung, dass alle Eltern sehr gerne über ihre Kinder sprechen, egal in welcher Sprache.

    Und das die meisten Eltern auch Hemmungen haben jemanden anzusprechen, vorallem, wenn sie unsicher sind ob sie sich mit dem gegenüber verständigen können.


    Aber ich denke, wenn man nicht mit der Erwartung losgeht, eine beste neue Freundin zu finden, sondern einfach nett plaudern will, dann geht das besser mit dem sich "ein Herz fassen und loslegen".


    Ich habe oft Menschen am Telefon, mit denen ich mich sprachlich nur schlecht verständigen kann, obwohl es durchaus Landsleute sind. Nicht selten bin ich dann am Telefon und nutze gleichzeitig den Googleübersetzer. Und meist lachen wir zusammen, denn mein Gesprächspartner müht sich auch gerade ab mit seinm verstaubten Schul-Deutsch.


    Schlussendlich sitzen wir alle im selben Boot.


    Bei fremdsprachigen Kunden habe ich es oft so, dass wenn sie in Kleingruppe auftauchen oft einer (der der am besten Deutsch spricht) der "Sprecher" der Gruppe ist und sie untereinander sich dann zb. auf mazedonisch oder albanisch absprechen. War aber noch nie ein Problem. Es sind in der Regel sehr angenehme Kunden.

    Auf dem Summerbreeze war ich noch nicht. aber auf anderen Festivals.


    Hast du auf der HP gelesen:

    "Das Festivalgelände liegt rund 5 km außerhalb von Dinkelsbühl. Daher werden wir wieder einen Busshuttle nach Dinkelsbühl und zurück einsetzen. Dinkelsbühl selbst bietet unzählige Freizeitmöglichkeiten. Hier habt ihr unter anderem die Möglichkeit, durch die Altstadt zu bummeln, eine der unzähligen Kneipen, Cafes, Restaurants etc. zu testen oder das Hallenbad bzw. eines der letzten Flussfreibäder in Bayern, das Wörnitzstrandbad, zu besuchen. Ebenfalls gibt es dort eine Post und mehrere Apotheken."


    Du kannst also mit dem Shuttle in den Ort und etwas einkaufen. Du kannst dort auch ins Hallenbad, falls du in Ruhe duschen willst (wir gehen meist in nahegelegene Schwimmbäder, find ich netter als die Duschmöglichkeiten auf dem Festivalgelände.


    Wichtig ist, du musst genügend Zeit einplanen. "Mal schnell" geht meist nicht.


    Wichtig ist auch, teilweise sind Sachen wie zb. Sonnencreme/ Regensachen ausverkauft wenn da eine Horde Festivalbesucher gleichzeitig auf die Idee kommt, dass es eben doch schöner/ nasser ist als angenommen. Bring solche Sachen unbedingt mit und verlasse dich nicht darauf, dass du es "zur Not" noch schnell kaufen kannst.


    Nimm genügend zum Trinken mit.


    Viel Spass


    Ich schrieb ganz früher im Schweizer WirEltern-Forum und da hatte es eine andere Userin, die das Forum empfohlen hat. Da ich damals frisch Tandemstillte, war ich dann hier genau richtig. Das war also wahrscheinlich Ende 2003, denn mein Tandendemstillkind kam ja Jan.03 zur Welt.

    Rennen kann ich derzeit leider gar nicht mehr. Dann ächzen meine Knie (man kann es hören). Ich bin wirklich eingeschränkt. Ich fange mal niederschwellig mit Dehnübungen an. Viel Bewegung traue ich mich bei meinen Beinbeschwerden ohne Diagnose eh nicht. Tut ja auch weh.

    Mein eines Knie knirscht ganz extrem. Ich bin dann zum Arzt und so weiter und es hiess, dann dass ich irgendwelche Ablagerungen im Knie habe und ein Loch im Meniskus. Ich hatte nach dem Laufen auch oft Probleme, dass mein Knie schmerzte.


    Sie haben mir Physio verschrieben um das Knie zu stärken, das hat viel gebracht, und die Physio hat mir auch gezeigt wie ich es tapen kann. Bei vorhersehbaren Belastungen wie Wanderungen, Läufe, etc. tape ich es zur Unterstützung. Das hilft mir sehr.

    Dazu mache ich nebst dem Laufen viel mehr Yoga, Functional Training als früher. Mein Knie knirscht immer noch grauenhaft, aber ich habe kaum noch Schmerzen.

    Also gerade das tapen möchte ich gerne weiter empfehlen (nebst Muskeltraining des Knies)

    Bei uns funktionierte das alles irgendwie nicht.

    Als ich Kinder bekommen habe, gab es noch einen Mutterschaftsurlaub, noch einen Ausbau der Kinderkrippen.

    Ich bin vor 18 Jahren aus meinen Beruf ausgestiegen.

    Dann kamen die Probleme bei den Kindern, insbesondere die Angsterkrankung der Mittleren, ich legte einen Burnout hin, mein Mann verlor auf üble Weise seine Stelle.


    Da haben wir uns selbständig gemacht. Wir arbeiten von Zuhause aus. Wir sind hier, wenn die Kinder hier sind. Wir sind da, wenn sie anrufen weil es Probleme gibt. Wir haben keinen Chef mehr, wir teilen uns die Zeit selber ein.


    Mein Mann war im März 3 Wochen in Russland am Reisen. Einfach so. Und ich schmiss den Laden hier.

    Wir beschäftigen oft Kollegen im Stundenlohn, die auch "anders" sind, unser aktueller Helfer ist aus dem klassischen Erwerbsleben ausgestiegen, hält es nicht mehr aus, lebt von Ersparnissen und so Jobs wie bei uns. Bekommt dafür auch Essen am Familientisch und Freundschaft.


    Ich könnte nicht mehr zurück. Ich arbeite gerne, wirklich, mir macht es Spass, wenn es so richtig brummt. Aber nach unseren Bedingungen.

    Naja, ich denke, zb. hier in der Schweiz musste einiges auch in der Sprache "geöffnet" werden, damit auch andere als herkömmliche Rollen-und Lebensentwürfe anerkannt wurden.


    Es war ja nicht nur so, dass der Handwerker per se männlich war, sondern auch das aus nur ein Mütterzentrum gab, nur Mutter-Kind-Turnen, es gibt auch immer noch nur "Mutterschaftsurlaub".


    Und um das zu öffnen muss es ja einem erst bewusst werden.

    Natürlich ist das nicht bei jedem gleich nötig, keine Frage, dass jemand der halt anders aufgwachsen ist, das als Rückständig empfindet. Trotzdem ist die Diskussion hier immer noch wichtig.

    aber spricht man über die auch so? Sagt man da "Hat jemand die Fachperson für Betreuung gesehen?"

    Das sind tatsächlich FaBes und FaGes geworden. So bezeichnenden sich die Auszubildenden auch selber.


    Meine Tochter hat von ihrem Chef Visitenkärtchen bekommen, die sie als "Lernender Möbelschreinerin" ausweisen *gnihihi*

    Ich kenne diese Friedenspflicht nicht. Aber so wird es wohl sein.

    Friedenspflicht:

    "GAV beinhalten in der Regel eine Friedenspflicht das heisst während der Vertragslaufzeit und während den Verhandlungen darf nicht gestreikt werden."

    Das heisst wenn du in einer Branche arbeitest, in der es einen Gesamtarbeitsvertrag gibt, dann darfst du nicht streiken.


    https://www.watson.ch/schweiz/…cher-droht-mit-kuendigung



    Aus dem Link:

    "Die Äusserungen der beiden prominenten Unternehmer zeigen: Die Gewerkschaften befinden sich in einem Dilemma. Zwar rufen sie am 14. Juni eigentlich zum Streik auf. Doch auch sie wissen nur zu gut, dass ein richtiger Streik in Branchen mit GAV viel zu riskant wäre. «Bei einer Firma mit Friedenspflicht können wir nicht zu einem Streik aufrufen», sagt Kathrin Ackermann, Zentralsekretärin der Gewerkschaft Syna.

    Mit Bezug auf Martullo-Blochers Ems-Gruppe betont Ackermann, die Gewerkschaft habe keine Mitarbeitenden aufgefordert, die Arbeit niederzulegen. «Wir sagen ihnen, dass sie freinehmen müssen, wenn sie am Streiktag teilnehmen wollen.»

    Wenn der AG durch die Ankündigung Zeit hat, sich darauf vorzubereiten und Ersatzkräfte bereitzustellen, dann tut ihm der Streik doch nicht mehr weh

    Habt ihr in Deutschland auch den nationalen Frauenstreiktag? Oder bezieht es sich hier auf den Schweiz. Nationalen Frauenstreiktag?


    Das Problem ist, dass viele Betriebe einem Gesamtarbeitsvertrag unterstehen und dieser eine "Friedenspflicht" vorsieht. Das heisst, eigentlich dürfen die ArbeitnehmerInnen nicht streiken oder der Betrieb dürfte ihnen künden.

    Aber es gibt Betriebe, die versuchen Lösungen zu finden, für Frauen die trotzdem am Streik teilnehmen möchten. Dh. sie signalisieren Gesprächsbereitschaft. Das finde ich OK.


    Es geht ja nicht darum einem einzelnen Betrieb "weh zu tun". Sondern sich solidarisch zeigen, Frauenanliegen sichtbar machen

    https://frauen-streiken.ch/


    Es geht auch nciht nur um Arbeitnehmerinnen, es geht um alle Frauen, ob Studentin, Arbeitnehmerin, Selbständige, Erwerbslose, Rentnerin, was auch immer.

    das mit dem das „brauche ich doch nie wieder“ höre ich übrigens ganz oft von meinen kindern.

    Die Schwierigkeit ist einfach, dass man nicht wissen kann was man später mal brauchen wird, ausser man hat eine Kristallkugel. :)


    (oder ich bin die allereinzige hier, die keinen schnurgeraden Lebenslauf hat....(ach ja, ohne Abi #zwinker)