Beiträge von Daroan

    Ich lebe in einem konservativen Umfeld, in dem es die Norm ist, dass der Ehepartner die "wirtschafltiche Macht" hat in der Beziehung und die Frauen die Care-Arbeit übernehmen.

    Das führt dazu, dass ich einige Frauen in meinem Alter (45) kenne, die zb. keine Kreditkarte haben, kein eigenes e-mail-Konto, teilweise nicht mal ein eigenes Bankkonto.

    Das führte teilweise dazu, dass man zig Tausende in die Weiterbildung des Mannes investierte und die Frau stattdessen Pilates machte.


    Das führt, so meine Beobachtung, teilweise in eine Unsicherheit. Fremdsprachen? Uh, lieber nicht. Alleine fliegen? Uh, lieber nicht. Alleine esssen gehen? Uh, lieber nicht.

    Alleine eine weite Autoreise? Und wenn ich dann eine Panne habe? Uh, lieber nicht. mit den Kindern campen und das Zelt alleine aufstellen? Uh, lieber nicht.

    Geld für sich alleine ausgeben? Schwierig...für die Kinder sofort, für die Familien auch, aber so für sich selber, einfach so? Uh, lieber nicht.


    So erlebe ich dann die Reaktion, wenn ich erzähle, dass ich alleine dies und das machte.

    "Alleine?" "und dein Mann?" "Kannst du denn englisch?" "Konntest du einfach so fort? Und die Kinder?" "Ja, du arbeitest auch viel, gell?" "Ich könnte das nicht, das wäre nichts für mich?"


    Ist ja auch OK. Müssen nicht alle gleich sein. :)

    wenn man mit anderen menschen gemeinsam lebt, dann scheint es fuer viele leute unvorstellbar, dass man alleine ohne diese menschen auf urlaub faehrt.

    Ich erlebe, dass sich da viele selber beschränken. "Ich würde ja so gerne mal nach....aber mein Mann will nicht."


    Ich habe da wirklich nur gute Erfahrungen gemacht mit dem alleine verreisen. Ob mit alleine mit den Kindern oder ganz alleine. Meist lerne ich viel schneller andere Menschen kennen als in der klassichen "Päärchenstruktur".

    Mein Mann mag zb. kein Camping, ich und die Kinder lieben es. Also sind wir ohne ihn gefahren. Mein Mann fährt auch nicht Ski, also muss er nciht mit in den Skiurlaub.


    Ich mag mit Gruppenreisen, mein Mann nicht. Also habe ich an Lauf- oder Trekkingreisen teilgenommen.


    Er macht dafür anderes. Er wollte zb. nach Dagestan für einen Ultratrail, nur ist ihm Corona dazwischengegrätscht. :)

    Meine Mittelmaus war etwa 4 Monate alt, als ich auf eine Weiterbildung gefahren bin für 4 Tage. Nichts wirklich berufliches, eher einfach für mich.

    Sie war noch vollegstillt, ich gab sie mit einem Korb voll Muttermilch bei meinen Eltern ab und pumpte dann ab. Das ging sehr gut.

    Aber ich wusste auch, dass sie es bei meinen Eltern sehr gut hat und soviel geknuddelt und gehalten und getragen wird, wie sie das möchte.


    Auch später war ich immer mal wieder weg ohne Kinder. Manchmal mit Mann, manchmal alleine.

    Ich denke, wichtig ist, dass man ein gutes Gefühl dabei hat. Wenn mein Mann oder meine Eltern meine Kinder betreuen, dann weiss ich, dass sie genauso gut versorgt sind, wie bei mir.


    Nur einmal mussten wir improvisieren als ins KH musste wegen einer Operation. Die Grosse war schon in der Schule und ging zu einer Schulfreundin für die paar Tage, Junior war 3 Jahre alt und ging zu einem Freund. Mittelmaus war 5 und sie kann man nicht einfach für einige Tage zu einer Freundin geben, das wäre nicht gegangen.

    Deshalb nahm ich sie mit ins KH nach Luzern, dort nahm sie meine Cousine in Empfang und brachte sie zu ihren Eltern und meine Tante und mein Onkel brauchten sie dann zu meinen Eltern, die den Ferien im Wallis waren. Ein Staffellauf mit Kind und Autositz :D

    Bei uns es ist so, dass Dinge, die aus den Augen sind, auch nicht mehr verlangt werden. Deshalb haben bei uns "rotierende Kisten" keinen Sinn gemacht.

    War mal etwas auf dem Dachboden, dann blieb es auch da.


    Ich will einfach Mut machen, genau hinzusehen, was passt wirklich zu uns und unserer Familie.


    Manchmal hört sich etwas bei anderen Familien so toll an. Manchmal lieben andere Kinder gewissen Spielsachen heiss und innig. Manchmal gefällt einem als Erwachsener manche Spielsachen total, oder man hat selber schöne Kindheitserinnerungen an diese Art von Spielsachen.


    Rückblickend denke ich, dass meine Kinder teilweise völlig überfordert waren, von der "Fülle" die ich ihnen bieten wollte. Und weil sie überfodert waren, war ich es schlussendlich auch.


    Sie sind, so denke ich heute, eher so die "Basic" Kinder. Wahrscheinlich hätte ihnen, ein eher leerer, strukturierte Raum mit wenigen Basic-Spielsachen besser getan als der ganze gutgemeinte Fitzelkram von Lego über Playmobil, Schleichtiere, Spielzeugautos, Puppenstube, Verkaufsladen, Kinderkochherd, Fillys, Barbies, usw.


    :)

    Meine Kinder sind ja offiziell chaotisch AD(H)S und haben alle drei aus ausgeprägtes Strukturierungsdefizit.


    Als sie klein waren, war mir das noch nicht so bewusst und ich wurde beinahe wahnisinnig, weil ich doch eine gute Mutter sein wollte, ihnen vielfältige Spiel- und Bastelangebote anbieten, vielseitige Sinneserfahrungen, natürlich auch Musikinstrumente, viel Bücher, usw.

    Das ganze war nur chaotisch und ich frustriert und am Limit. Ich erzähle jetzt nicht en detail vom Indoor-Sandkasten, aber es war keine gute Erfahrung.


    Bei uns wurde es besser, wenn sie weniger hatten. Eindeutig. Weil sie sich selbst im Chaos verloren haben und im dem Kuddelmuddel auch gar nicht kreativ sein konnten und ich gegen die drei Chaoten mit Sortieren und aufräumen auf völlig verlorenem Posten stand.


    Sie waren auch gar keine ausgeprägten Rollenspieler. Also das ganze Playmobilzeug und die Puppenstube, usw. konnte schmerzlos weggeräumt werden. Sie vermissten es kein Stück.


    Wäre ich heute nochmal am Anfang, ich würde es anders machen. Ich würde viel mehr darauf achten, was wirklich zu uns, bzw. den Kindern passt und weniger von dem ich dann was "sein müsste".


    Ich habe mal riesige Schaumstoffwürfel gekauft, die waren ruckzuck versorgt, man konnte nicht drauf treten und die werden heute noch benutzt zum "chillen". LIeber mehr sowas als dieses fitzlige Kleinteile-Martyrium.

    Also für uns. Ich weiss, das andere anders sind. :)

    Videounterricht: ich muss mich noch daran gewöhnen, dass da ein Kind mit Tablet durchs Haus spaziert und quasi die ganze Schulklasse dabei hat. Auch als sie mich etwas fragte und aus dem Tablet neben ihr dann ein mehrstimmigs "Hallo Daroan" erklang, war noch so ein bissch weird.


    Der Schulleiter hat uns eine Email geschickt und darin geschrieben:


    "Bitte denken Sie an meine Worte an den Elternabenden: "Schimpfed Sie bitte mit üs, nöd über üs“. So können wir uns auch in dieser Unterrichtsform stetig verbessern."


    Übersetzt: "Schimpfen Sie mit uns, nicht über uns". :)

    Hörgeräten und dem Telefon

    Das verstehe ich, hatte ich als ich noch Hörgeräte hatte auch immer Probleme.

    Videos/DVD von alten Stars wie Heinz Erhard und so?

    Ich habe nicht mal eine Ahnung, ob die noch ein Videogerät haben #schäm


    Eine Pflanzkiste fürs Hochbeet?

    Ich müsste mal gucken, was man da online an Pflanzen bekommt, ist ja sonst alles geschlossen.

    Handarbeitskram?

    Macht meine Mutter schon länger nicht mehr, höchstens Wäsche von uns flicken, aber die bekommt sie jetzt auch nicht #finger Man Vater ist da noch alte Schule, der kann das gar nciht. Aber heute hat er einen Kuchen gebacken #applaus

    Ah, das war auch mal eine Idee von mir, sie sollen für uns backen und rausstellen :D Denn die Möglichkeit dass sie uns anstecken ist minim. Ich würde jetzt gerade nichts für sie backen...

    "Können" sie WA?

    Wir haben das gestern zum ersten Mal ausprobiert mit Videoanruf....es ging echt lange bis er herausfand wie er den Anruf entgegennehmen musste.


    Aber es war echt süss "Könnt ihr mich denn jetzt auch sehen???"


    Aber stimmt, man kann so auch spielen. #idee1


    Ich habe mir gedacht, dass ich auch ein Fotobuch machen könnte mit witzigen Fotos von uns und dann an ihre Adresse schicken lassen.

    Ich weiss, ich weiss, noch ein Corona-Thread, als gäbe es nicht schon genug...aber ein Thema hätte ich noch gerne :D


    Meine Eltern, wie die ganzen anderen Familienmitglieder und Freunde ihrer Generation, sitzen nun mehr oder weniger im Hausarrest.

    Der Bundesrat hat deutlich gesagt, dass er die Rentner maximal noch alleine beim spazieren sehen will, aber nicht mehr beim Einkaufen, einkaufen sollen nun andere, die Renter sollen zu Hause bleiben.


    Was sie nun auch brav machen.


    Aber wir sprechen hier nun von Personen, die nicht eben mal sich eine spassige App runter laden können oder mit ihren Freunden in einem Forum chatten.


    Mein Vater hat seit etwa 2 Monaten ein Smartphone und..naja...seine Skills sind *räusper* noch ausbaufähig.


    OK, ich rufe ein bis zweimal täglich an, und ich bin ihr Einkaufsdienst, dh. ich stelle ihnen das Zeug vor die Haustür.


    Naja, immerhin sitzen meine Eltern zu zweit in der Bude, aber wenn nun jemand alleine ist....nichts so schön.


    Habt ihr Ideen, wie man so Oldies bei Laune halten kann?


    #sonne

    Ja, ich freue mich sehr. Ich reise alleine, bzw. ich laufe auch alleine.

    Muss nur noch im Youth hostel ein Bett buchen. Aber das ist ja ziemlich riesig, da muss ich jetzt nicht stressen.


    Bin noch am überlegen, was ich als "Rahmenprogramm" machen möchte.

    Das stimmt so glaube ich nicht. Hier um die Ecke gibt es auf jeden Fall noch alte Straßenschilder mit ß drin. Ich finde die schweizer Regelung mit nur Doppel-S sehr unlogisch und verstehe echt nicht, warum die Schweizer hier ein Extrasüppchen kochen.

    Es wurde seit 1938 in der Schule nicht mehr gelehrt, und verschwand 1974 auch aus der NZZ der letzten Bastion des Scharfes S in der Schweiz. Ganz offiziell abgeschafft wurde es 2006 im Zuge der Rechtschreibreform.

    Wieso es genau ausgestorben ist weiss man gar nicht, aber man munkelt, es sei wegen dem Aufkommen der Schreibmaschinen und dass man den Platz für die fanzösischen Umlaute benötigte, die man hier halt mehr benötigt als das scharf S.

    Ich habe mir auch gedacht Bauherrschaft ist wahrscheinlich eher Schweizerisch. Ist bei uns noch gebräuchlich.

    Bauleute geht für mich gar nicht, das wär für mich klar die Handwerker.


    Ich denke, man muss schon aufpassen, dass man hier nicht Begriffe nimmt, die die Rollen verwechselt.


    Man hat ja die Auftraggeber, die Bauherrschaft.

    Die Planenden, Organisierenden, die Bauleitung

    Die Ausführenden, die Bauenden.


    Ich denke, man muss es ein wenig davon abhängig machen, welche Bauherrschaften man ansprechen will.


    Wenn man also vor allem Private, die planen ein Eigenheim zu bauen ansprechen will, dann müsste man evtl. den Bogen zu rum schlagen.


    Das "Schöne" an Bauherrschaft ist ja, dass es alles sein kann, von einer Privatperson, zur öffentlichen Hand bis zu einer Firma. Man hat mit einem Begriff alles abgedeckt.

    Ich habe den Eindruck, dass Frauen aus Osteuropa (z.B. Russland oder Ukraine) da tatsächlich anders sozialisiert sind.

    Da sind die Klischees anders. Es heisst zum Beispiel, dass Frauen gut rechnen können und das z.B. Ingenieurin ein guter Frauenberuf sei.


    Es heisst nicht, dass Frauen gleichgestellt sind oder alle Berufe ausüben können.


    Die Sowjetunion hatte eine List mit ca. 450 Berufen, die für Frauen verboten sind. Russland hat die nach dem Zerfall der SU weitgehend übernommen und hat die erst in jüngster Zeit wesentlich abgebaut. 2020 werden erstmals Frauen in Moskau als Metrofahrerinnen ausgebildet.

    Verboten waren Berufe wie Lastwagenfahrer, Kapitän, Feuerwehrmann, U-Bahn-Fahrer, usw.


    Link:

    https://deutsch.rt.com/russlan…nen-berufe-wird-gekuerzt/


    (Ja, ist RT Deutsch, aber der Text ist kurz und gut)


    (Nachtrag: ich habe bei meinen Besuchen in Russland noch nie weibliche Bauarbeiter gesehen und ich achte auf so was)

    Außerdem finde ich, manche Arbeit lässt sich eben nicht mit Zeit messen, denken z.b.

    Ich kenne es bisher nur so, dass ich im Arbeitsvertrag auch eine Stundenzahlvorgabe hatte, zb, 43,5 Wochenstunden. Und dann auch für im Monatsgehalt auch für diese Arbeitszeit bezahlt wurde. Als ich 80 % gearbeitet habe, dann waren das 80% der regulären 43,5 Wochenstunden und eben auch 80% des Monatsgehaltes.


    Ich denke, dein Satz oben passt, wenn der Arbeitgeber das auch so sieht und dann die Bezahlung auf anderen Massstäben basiert.

    Eben auf geleisteten Projekten oder so.


    Aber sonst macht es wenig Sinn. Also wenn man für eine gewisse Stundenanzahl angestellt wird und auf dieser auch der Lohn basiert.

    Ich kenne es gar nicht anders.

    Wir hatten noch Papierbögen, die wir ausfüllten und die unser Vorgesetzter Ende Woche unterschreiben musste.


    Ich arbeitete ja relativ selbständig, das heisst, ich telefonierte mit den Kunden, machte Uhrzeiten aus und flitzte mit den Auto durch die Stadt. Wenn es länger dauerte, dann habe ich das eingetragen, wenn ich früher fertig war, dann habe ich kurz in der Firma Bescheid gegeben, dass ich jetzt heimfahre.


    Natürlich war Material richten, Fahrzeug einräumen, tanken, ausräumen, usw. auch Arbeitszeit. Entweder wurde das aufs Projekt dann geschrieben oder auf "Werkstatt".


    Der AG musste mir vertrauen, dass ich das, was ich notierte auch gearbeitet habe. Schlussendlich musste ja auch seine Offerte und meine Arbeitstsunden irgendwie zusammenkommen.


    Was schlecht war, ist wenn ich angab, ich war den ganzen Tag von 7:00-18:00 an der Bahnhofsstrasse 12 und er mein Fahrzeug um 16:00 bei mir Zuhause stehen sah. Dann hätte ich sehr gute Argumente gebaucht.

    Ich finde es auch kein Problem, wenn ich mal Zeiten wie "Ich nehm mir Abends von den Stadtplan und sehe nach wo die Adresse der Baustelle am nächsten Tag liegt". Nicht erfasst wird. Ich erfasse dafür ja auch Arbeitszeiten, wo ich mal privat telefoniere oder so.

    mir können sie dafür, wenn es mal zur Debatte stünde, alles an Organen und Sonstigem entnehmen, was sie brauchen können.

    Ich schlage ihr vor, dass wir zusammen einen Organspendeausweis beantragen, evtl. wäre das ein Ersatz für ihre Bucket list.