Beiträge von Daroan

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Danke und guten Austausch im Rabendorf!

Rabeneltern.org-Team

    Ich habe den Eindruck, dass Frauen aus Osteuropa (z.B. Russland oder Ukraine) da tatsächlich anders sozialisiert sind.

    Da sind die Klischees anders. Es heisst zum Beispiel, dass Frauen gut rechnen können und das z.B. Ingenieurin ein guter Frauenberuf sei.


    Es heisst nicht, dass Frauen gleichgestellt sind oder alle Berufe ausüben können.


    Die Sowjetunion hatte eine List mit ca. 450 Berufen, die für Frauen verboten sind. Russland hat die nach dem Zerfall der SU weitgehend übernommen und hat die erst in jüngster Zeit wesentlich abgebaut. 2020 werden erstmals Frauen in Moskau als Metrofahrerinnen ausgebildet.

    Verboten waren Berufe wie Lastwagenfahrer, Kapitän, Feuerwehrmann, U-Bahn-Fahrer, usw.


    Link:

    https://deutsch.rt.com/russlan…nen-berufe-wird-gekuerzt/


    (Ja, ist RT Deutsch, aber der Text ist kurz und gut)


    (Nachtrag: ich habe bei meinen Besuchen in Russland noch nie weibliche Bauarbeiter gesehen und ich achte auf so was)

    Außerdem finde ich, manche Arbeit lässt sich eben nicht mit Zeit messen, denken z.b.

    Ich kenne es bisher nur so, dass ich im Arbeitsvertrag auch eine Stundenzahlvorgabe hatte, zb, 43,5 Wochenstunden. Und dann auch für im Monatsgehalt auch für diese Arbeitszeit bezahlt wurde. Als ich 80 % gearbeitet habe, dann waren das 80% der regulären 43,5 Wochenstunden und eben auch 80% des Monatsgehaltes.


    Ich denke, dein Satz oben passt, wenn der Arbeitgeber das auch so sieht und dann die Bezahlung auf anderen Massstäben basiert.

    Eben auf geleisteten Projekten oder so.


    Aber sonst macht es wenig Sinn. Also wenn man für eine gewisse Stundenanzahl angestellt wird und auf dieser auch der Lohn basiert.

    Ich kenne es gar nicht anders.

    Wir hatten noch Papierbögen, die wir ausfüllten und die unser Vorgesetzter Ende Woche unterschreiben musste.


    Ich arbeitete ja relativ selbständig, das heisst, ich telefonierte mit den Kunden, machte Uhrzeiten aus und flitzte mit den Auto durch die Stadt. Wenn es länger dauerte, dann habe ich das eingetragen, wenn ich früher fertig war, dann habe ich kurz in der Firma Bescheid gegeben, dass ich jetzt heimfahre.


    Natürlich war Material richten, Fahrzeug einräumen, tanken, ausräumen, usw. auch Arbeitszeit. Entweder wurde das aufs Projekt dann geschrieben oder auf "Werkstatt".


    Der AG musste mir vertrauen, dass ich das, was ich notierte auch gearbeitet habe. Schlussendlich musste ja auch seine Offerte und meine Arbeitstsunden irgendwie zusammenkommen.


    Was schlecht war, ist wenn ich angab, ich war den ganzen Tag von 7:00-18:00 an der Bahnhofsstrasse 12 und er mein Fahrzeug um 16:00 bei mir Zuhause stehen sah. Dann hätte ich sehr gute Argumente gebaucht.

    Ich finde es auch kein Problem, wenn ich mal Zeiten wie "Ich nehm mir Abends von den Stadtplan und sehe nach wo die Adresse der Baustelle am nächsten Tag liegt". Nicht erfasst wird. Ich erfasse dafür ja auch Arbeitszeiten, wo ich mal privat telefoniere oder so.

    mir können sie dafür, wenn es mal zur Debatte stünde, alles an Organen und Sonstigem entnehmen, was sie brauchen können.

    Ich schlage ihr vor, dass wir zusammen einen Organspendeausweis beantragen, evtl. wäre das ein Ersatz für ihre Bucket list.

    OK, dann werde ich das nochmals mit meiner Tochter besprechen.

    Ist halt doof, weil sie wirklich schon sehr lange davon spricht, dass sie Blut spenden möchte.


    Sie ist ja nun im 4. Lehrjahr zur Schreinerin, "zierlich" ist nun nicht unbedingt das Adjektiv das mir auf der Zunge liegt um sie zu beschreiben. :D Von daher war mir wirklich nciht klar, dass das überhaupt kritisch sein könnte.

    Man lernt echt nie aus..:)

    Meine grosse Tochter hat auf ihrer "Bucket list", dass sie Blutspenden will. und zwar mit mir zusammen.


    Ich war bisher nie, weil ich quasi immer Eisenmangel hatte und erst seit der Gebärmutterentfernung sich das gebessert hat.

    Nun wollten wir das gemeinsam im Februar in Angriff nehmen, nur hat sie auf der Webseite vom roten Kreuz nun entdeckt, dass man 50kg Mindestgewicht haben muss.

    Hat sie aber knapp nicht (47kg), aber da sie ja nur 1,53 gross ist, ist sie ja nicht untergewichtig. Sie ist genau perfekt, ist stark wie nur was und niemals krank.


    Stellt man da die Leute echt auf die Waage? Würde man sie wegen den fehlenden 3kg wirklich ablehnen? Sie ist nun etwas unsicher, und überlegt sich, das Gewicht noch anzufuttern, was ich aber auch blöd finde, sie ist ja nicht zu dünn, nur etwas kurz.


    Hat da jemand Erfahrung?

    Ich glaube, das war/ ist bei uns nicht so üblich. Ich habe es auf jedenfall nie gemacht und bekam keine negativen Rückmeldungen.


    Entweder es war schon etwas im Programm eingebaut (Schatz, Bastelaktion) oder halt nicht.

    Ich meine, ich war mit bei einem Geburtstag mit den Kindern in einem Kletterpark, da habe ich nur für den Eintritt schon etwa 140.- hingelatzt, dann noch Verpflegung und ein Eis. Da muss ich echt nicht noch Sticker oder Dinos kaufen.


    Aber ich kann mich nicht erinnern,d ass meine Kinder häufig sowas heimgebracht haben, scheint hier evtl. wirklich nciht so üblich zu sein.

    Witzig ist dafür auch, wie Hilfesuchende sich meist an Personen wie mich wenden.

    Ich musste mal am Zürcher Hauptbahnhof länger warten, da mein Jüngster mit seiner Reisegruppe den Zug verpasst haben.

    Ich habe dann einigen Deutschen Jugendlichen auf der Durchreise den Self Check Out im Lebensmittelgeschäft erklärt, einer Dame aus Australien mein Handy ausgeliehen, die ebenfalls den Zug verpasst hatte und ihre Nichte über Whatsapp über ihre Verspätung informieren wollte, aber keine Mobilen Daten in der Schweiz nutzen konnte, dann habe ich einem jungen Herrn einen EURO Schein in Schweizerkleingeld gewechselt und ein einem Typen etwas Geld gegeben für ein Zugticket *zwinkerzwinker*


    Als ich dann meinen Sohn eingesammelt habe, sind wir weiter und mussten am nächsten Bahnhof etwas warten, wo wir dann einem Randständigen eine Zeitschrift abkauften und Geld für Essen gaben.


    Also, ich bin irgendwie die Person, die man anquatscht, wenn man Hilfe braucht. Ich glaube, ich machen den Menschen einfach keine Angst. Also es kann weder an meinem nichtvorhandenen Reichtum, noch an meinen mangelhaften Fremdsprachenkentnissen liegen.

    Ich denke, man sieht mir "die Mutti" irgendwie an. Ob das nun ein Kompliment ist

    umindest ich habe in meinen (männerdominierten) Jobs bisher immer das Gleiche bezahlt bekommen wie männliche Kollegen auf derselben Erfahrungsstufe.

    Was ich noch sagen muss, in den meisten männerdominierten Branchen gibt es recht gute GAVs, also Gesamtarbeitsverträge, die Löhne, Lohnstufen, 13. Gehalt usw. recht genau regeln.


    Anders sieht es dann oft in frauendominierten Dienstleistungsjobs aus. Und da wird oft ausgenutzt, das es auf manche Teilzeitstellen einen rechten Run gibt und die Frauen dann wegen Ortsbindung/ Zeitmanagement der Kinder wegen sich relativ klaglos mit einem unterdurchschnittlichen Lohn zufrieden geben und auch nicht den Mut haben, da aufzubegehren.


    Meine Vater ( in der Maschinenbrnache tätig bis zur Pensionerung) konnte das auch nie recht nachvollziehen. Also, die Lohndiskriminierungen. Aber er hat immer in grossen Weltkonzernen gearbeitet, unterstand immer einem GAV, es hab immer eine Arbeitnehmervertretung im Unternehmen und das Unternehmen selber hatte kein Interesse an einem Rechtsstreit oder Imageschaden.


    Das ist nicht zu vergleichen mit einem kleinen KMU in der Pampa, wo der Chef sich selber hochgearbeitet hat und die Angestelltem keinem GAV unterstehen.


    Ich hatte eine Kundin hier, die erzählte recht freimütig, dass sie nur Mütter anstellt, da die froh sind Teilzeit arbeiten zu könne, sie achte drauf, dass keine über 8 STunden in der WOche kommt, somit fallen weder Unfallversicherung noch Pensionkassenzahlungen an und die arbeiten bereitwillig für einen kleinen Lohn, da sie so froh sind über einen Teilzeitjob in Wohnortnähe. Kann man machen. Finde ich kacke, aber ist legal.

    Beim Lohn ist es oft so, dass es einen sehr grosser Verhandlungsspielraum gibt und daher sehr schwer nachzuweisen, wenn jemand aufgrund des Geschlechts oder der Herkunft diskriminiert wird. Weil ja dann auch oft mit "Verhandlungsgeschick" argumntiert wird. was aber tatsächlich einen grossen Einfluss hat.


    Ein Freund von mir wollte unbedingt eine junge Frau mit Migrationshintergrund in seiner Firma anstellen, weil die einfach super ist, toll arbeitet, eine coole Persönlichkeit. Er hat ihr am Ende 8 Wochen bezahlte Ferien und ein "Geschäfts"-Motorrad angeboten, zusätzlich zum Lohn, damit sie ja gesagt hat.


    Die hat wirklich super verhandelt :D

    Ich habe den Eindruck so kurz vor Weihnachten spinnt alles.


    Ich bekomme hier Mail von Kunden rein, da brauche ich manchmal auch ein Beissholz.

    Der Tonfall, unglaublich...


    Der Knaller war, als ich ein mega unfreundliches Mail bekommen habe, mit tausend Ausrufezeichen durchsetzt, wo sein Paket bleibe, er habe schliesslich schon bezahlt, er erwarte es bis Freitag und ich solle es vor die Haustür stellen, wenn er nicht da sein sollte.


    Das Tolle daran war, dass er dieses schreiben als Antwort auf meine Mail geschickt hat mit der Versendebestätigung, der Sendungsnummer und dem Direktlink zum versender, und wenn er denn auch angeklickt hätte, dann hätte er gesehen, das es nach einem vergeblichen Zustellversuch nun in seiner Postfiliale zu Abholung wartet.#rolleyes


    Ich konnte es mir nicht verkneifen noch zu schreiben, dass ich leider persönlich keine Pakete ausfahre und er Zustellwünsche doch mit der Post klären solle. #pfeif


    Aber echt und das häuft sich extrem vor Weihnachten, sind alles etwas meschugge.

    Ich habe gestern meine Tochter abgeholt in der Firma, die hatten Adventsfenster und "Aufrichtung" (Richtfest?) des neuen Anbaus.

    Als sie hinten durchs Plattenlager ging, kamen ihr dann zwei alte Männer entgegen, wobei der eine dann begeistert meinte "Ah, hier haben wir die Büromaus!" Er meinte, dann, dass sie so traurig gucke und nahm sie in den Arm (sie ist ja ein Winzling und hat immer einen etwas ernsten Gesichtsausdruck) Er knuddelte sie dann und meinte, dass sie ja zusammen telefoniert haben, worauf sie verdattert meinte, dass er wohl mit S. telefoniert habe, worauf er meinte, dass die Firma ja anscheinend zwei Bürokatzen habe.

    Sie konnte sich dann aus der Umknuddelung wieder befreien und dann wohl sich verdünnisieren. Sie ging dann zu S. um sie vorzuwarnen, dass da ein schräger Vogel auf der Suche nach der "Büromaus" war, mit der er telefoniert habe.

    War anscheinend ein Kunde.


    meine Tochter meinte, jedenfalls, dass das eines der schrägsten Momente waren, die sie erlebt hatte.


    Aber echt jetzt. wir haben bald 2020. Büromaus? Bürokatze? Einfach losknuddeln? Der hat sie wohl nciht alle. Schade hat sie ihm nicht eine geballert.

    Aber wo wird sich denn im Umckaloabo-Spot lustig gemacht, und über wen?? Da tanzen doch keine "baströckigen Wilden" rum, deren Heilpflanze dann mildtätig von den klugen Weißen zu einem "echten" Medikament gemacht wird. (ja, ich weiß, das ist ein Holzhammer-Beispiel)

    Das finde ich gerade so schwierig und den bedeutenden Unterschied zwischen Rassismus und Klischee.

    Mir ging es weniger ums lustig machen, sondern darum, dass man eine Werbung eines Deutschen Pharma-Unternehmes, das schon mit Patenten usw. im Clinch lag, das es da einfach ein sensibler Umgang bei Werbungen braucht mit "Afrikanisch" angehauchten Elementen und dass man das nicht einfach vergleichen kann mit "Aber die Ricola Werbung, die geht ja auch.." Weil der Hintergrund komplett unterschiedlich ist.


    Mein Punkt war einfach, man kann die Werbung für Ricola da nicht als Gradmesser zum Vergleich herbei ziehen, das es da schlichtwegs keine sensible Vorgeschichte gibt.

    Hier habe ich noch einen Artikel gefunden, der mehr auf die Kläger eingeht. Die Stiftung wurde anscheinend auch erst 2010 resultierend aus dieser Klage gegründet

    https://www.fr.de/wirtschaft/u…enwirkungen-11677920.html


    ...Schwabe stellt Umckaloabo aus zwei nur in der östlichen Kap-Provinz von Südafrika vorkommenden Pelargonien-Arten her. Die Wirkung der Wurzeln ist der einheimischen Bevölkerung seit Jahrhunderten bekannt. In der Ortschaft Alice stellen die Bewohner aus Pelargonien seit Generationen Tinkturen zur Behandlung von Erkrankungen der Atemwege und Tuberkulose her.......Basierend auf diesem Wissen produziert Schwabe aus den südafrikanischen Wurzeln den Sirup Umckaloabo. Das Medikament rangiert in der deutschen Liste der beliebtesten Medikamente auf Rang 20. Schwabe vermarktet den Gewinnbringer als einzigartiges afrikanisches Naturheilmittel mittlerweile in 40 Ländern. Das Extraktionsverfahren zur Herstellung ließ Schwabe sich 2007 vom EPA patentieren.

    Für Michael Frein, Experte für Handelspolitik des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED) ein "klarer von Biopiraterie". Das Karlsruher Unternehmen habe genetische Ressourcen aus dem südlichen Afrika und das traditionelle Wissen der Menschen in der östlichen Kap-Provinz monopolisiert.

    Unterstützt vom EED und dem African Center for Biosafety klagten die Bewohner von Alice gegen das Patent. Mit Erfolg. Ende Januar widerrief das EPA das Patent auf das Extraktionsverfahren von Schwabe. Die jetzt veröffentlichte schriftliche Urteilsbegründung führt aus: Das Schwabe-Patent beruht nicht auf einem "erfinderischen Schritt", da das beschriebene Verfahren bereits zuvor ausreichend bekannt gewesen sei...


    Deshalb denke ich, dass der Vergleich zur Ricola Werbung unpassend ist, da es sich um ganz andere Hintergründe dabei handelt.

    Ich denke, dass die Schwabe AG bereits auf Rassismusvorwürfe reagiert, diese Sicherung von Arbeitsplätzen in Südafrika, Projektunterstützung klingt nach Rechtfertigung.

    Anscheined gab es da tatsächlich Vorwürfe:



    "Mit dem Verzicht auf verschiedene Herstellungspatente will Schwabe sich vor allem vom Vorwurf der Biopiraterie befreien. So hatte die Firma vor einigen Jahren ein Patent zum Extraktionsverfahren der Kapland-Pelargonie eingereicht. Dagegen hatten eine südafrikanische Gemeinde und mehrere Hilfsorganisationen vor dem Europäischen Patentamt geklagt. Das Patent verstoße gegen die guten Sitten, indem es traditionelles Wissen südafrikanischer Gemeinden monopolisiere. Diesem Vorwurf stimmte das Patentamt nicht zu, sah jedoch keine wesentliche erfinderische Leistung im Extraktionsverfahren, wie es vergangene Woche in einer schriftlichen Stellungnahme noch einmal mitteilte.

    Schwabe hatte zu jeder Zeit betont, dass das Patent ethisch und patent­rechtlich korrekt sei. »Wir haben uns an nationales und internationales Recht gehalten«, sagte Dr. Traugott Ullrich, Geschäftsführer des Tochterunter­nehmens Spitzner. Die Firma befinde sich jedoch im Spannungsfeld zwischen internationalem Patentrecht und dem Übereinkommen über die biologische Vielfalt der Vereinten Nationen (CBD), die sich teilweise widersprechen.


    Schwabe hat sich nun entschlossen, keinen Widerspruch beim europäischen Patentamt einzulegen und auf vier weitere bestehende oder beantragte Patente zu verzichten. »Wir nehmen die Diskussion um unser Produkt sehr ernst«, sagte Ullrich. »In Zukunft werden wir uns noch mehr an der Biodiversitätskonvention orientieren.« Diese sieht unter anderem die Beteiligung der lokalen Gemeinden Südafrikas am Gewinn vor, auf deren traditionellen Wissen die Nutzung der Pelargonie fußt."


    Quelle: https://www.pharmazeutische-ze…e-verzichtet-auf-patente/

    Ich möchte nochmals was zur Ricola Werbung nachwerfen: Ricola AG ist ein Schweizer Unternehmen und wenn sich ein Schweizer Unternehmen über Schweizer Klischees lustig macht, dann ist das für mich völlig OK. Da gibt es einige, zB. auch die Werbung für Appenzeller Käse.


    Umckaloabo® ist ein Produkt der Schwabe Pharma AG. Das ist vieles, aber kein südafrikanisches Unternehmen.

    Die Frage ist dann doch, wer verdient an diesem Produkt, wieviel der Wertschöpfung erfolgt überhaupt in Südafrika?


    Da habe ich nun weiter gegoogelt. Tatsächlich schreibt Schwabe Pharma das:

    "Um die Wildbestände der Kapland-Geranie zu schonen, werden die Pflanzen zur Gewinnung des Spezialextraktes EPs®7630 (Umckaloabo®) auf biologisch kontrollierten Umckaloabo®-Plantagen in Südafrika angebaut. Viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung sind nötig, um die Pflanzen zu ernten, zu verlesen und zu waschen. Die aufwändige Hand arbeit sichert viele Arbeitsplätze in Südafrika."

    und das:

    "Die enge Verbundenheit mit Südafrika hat im Unternehmen Schwabe Pharma AG das Bewusst-sein für die grossen Probleme des Landes geschärft. Durch die Unterstützung der Umckaloabo-Stiftung will das Unternehmen einen Beitrag dazu leisten, die Situation zu verbessern. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.umckaloabo-stiftung.de."


    Ich denke, man darf also durchaus hoffen, dass Schwabe Pharma, nicht nur einfach ein bisschen Afrikanische Klänge und Löwen zur Vermarktung ihres Produktes "ausleiht" um Gewinn und Vermarktung hierzulande zu optimieren, sondern wirklich sich auch der Konzernverantwortung gegenüber Afrika bewusst wird.


    Das ist ja das, was oft kritisiert wurde. Den Medizinmännern, oder Heilerinnen, war ja die Pflanze bekannt und sie wurde auch eingesetzt. Aber erst ein "Europäer" hat sie dann natürlich "entdeckt", hat sich dann später die Rechte gesichert und den Profit daran gemacht.

    Man nutzte halt die Überlegenheit aus.