Beiträge von annielu

Registrierungsanfragen bitte an kontakt[at]rabeneltern.org

    Ich konnte gar nicht mehr schlafen und hab dann den Sexpodcast auf Zeit Online gehört, den ich sehr interessant fand. Haach, ich hatte schon ganz vergessen, wie gerne ich mich mit solchen Themen beschäftige und mich darüber unterhalte. Dann war die schlaflose Nacht auf jeden Fall für irgendwas gut.:)

    Ich liege auch schon wieder wach, nachdem ich schon so lange zum einschlafen gebraucht hab. Mist, dabei hatte ich das Gefühl, meine Schlafprobleme mit ganz entspannendem Yoga am Abend langsam in den Griff bekommen zu haben, und nun isses seit 3 Nächten wieder doof. Mein Liebster fehlt mir, bei dem ist es jetzt schon später Vormittag...und mein Rücken schmerzt, obwohl ich schon Ibu genommen hab*jammerjammer*.

    Hier in Berlin gibt es so eine Kinderschutzhotline " Wenn Sie sich Sorgen um ein Kind machen", die würde ich wahrscheinlich anrufen. Der Familie wird ggf. ein Hilfsangebot gemacht, das wäre mir am Wichtigsten, und dass es irgendwo erfasst ist, falls wieder mal was ist. Das ginge sogar anonym, wobei ich meinen Namen ruhig nennen würde. Dieses hintenrum weiter erzählen ist natürlich schwierig und für Dich belastend, aber nun hast Du nunmal davon gehört und hälst den geschilderten Vorfall aufgrund eigener Erfahrungen mit dem Menschen für glaubwürdig und machst Dir deshalb Sorgen um das Kind. Insofern infomiere ruhig den Kinderschutz, dann hast Du getan was man von außen tun kann und bist für Deine Werte eingetreten.

    Danke! Genau so ist es.:)

    Hm, ich glaube, das ist einfach was passiert, wenn man Kinder bekommt. Die eigene Kindheit wird quasi mit aktiviert, und je bewusster man ist, desto mehr spürt man das. Und daraus ergibt sich eine Heilungschance. Das ist keine Erwartung ans Kind, das Kind ist ja nicht der Heiler, sonder ich selbst, wenn ich Glück habe und mir das bewusst mache. Ich meine ausdrücklich nicht (was Dir Parasol vielleicht Bauchschmerzen macht, dass ich meine alten Verletzungen dann versuche, mit Hilfe des Kindes zu heilen, z.B. in dem ich meine aus meiner Kindheit stammende Bedürftigkeit dann an mein Kind richte, meinen Wunsch, dass da immer jemand für mich da ist usw. Wenn ich so etwas mitbekomme kriege ich auch Bauchweh.

    Hm, ich glaube bei mir war es eher auf unbewusster Ebene die Sehnsucht nach Entwicklung, das Leben weitertragen, auch Aspekte meiner eigenen Kindheit heilen.

    Ich hab das Gefühl, meine Kinder bringt das Beste und Schrecklichste in mir ans Licht und ich erkenne mich durch sie viel besser, das ist eine große Chance. Eigentlich ist eine eigene Familie eine Lern- und Entwicklungschance, neben Partnerschaft vielleicht die andere Königsdisziplin. Und eine ganz große Chance immer wieder in Liebe zu kommen. Gleich nach der Geburt, wenn frau Glück hat, aber auch später immer wieder, ein Leben lang.

    Ach das liest sich traurig, dass Deinem Sohn so viel Druck gemacht wurde, dass er den jetzt so verinnerlicht hat, dass er ihn sich nun selbst macht. Und klar, beim Computerspielen kann er diesen Druck gut verdrängen, weil man sich selbst gar nicht mehr wahrnimmt. Das blöde ist bloß, er bleibt ja im Nervensystem und fließt nicht ab, es entsteht also dauerhaft unphysiologischer Stress und der ist ein Risikofaktor für so ziemlich alles. Vermutlich wäre es gut Bewegung und alles, was die Körperwahrnehmung fördert. Wenn er such selbst wahrzunehmen lernt, kann er auch besser entspannen und wenn er merkt, dass sich selbst Druck machen sich total doof anfühlt, kann er lernen das wieder zu verlernen. Du kennst ja Deinen Sohn, vielleicht gibt es da etwas, was ihm liegt und ihn in den Körper bringen könnte und was auch jetzt unter Coronabedingungen ausbaufähig ist.

    Ich finde die Mischung aus jeden Tag einen zügigen Spaziergang machen und einmal täglich wirklich nur ganz KURZ Sport gut. Ich mache täglich nur einige wenige Übungen (Sonnengrüße, Unterarmstand, ein paar Rückenübungen, Ausgallschritte usw. mit dem eigenen Körpergewicht um mich zu kräftigen und einmal durchzudehnen ( da mache ich ein paar Übungen von Liebscher& Bracht). Vielleicht wäre eine kurze Fitness App wie die 7 Minuten App was für Dich? Zu so einem Kurzsportprogramm kann ich mich selbst jetzt, gesundheitlich angeschlagen und dauermüde und immer irgendwie aufrappeln und zusammen mit dem Spaziergang und meiner leckeren Gemüsepfanne Abends hab ich das Gefühl, damit genug für meine Fitness und Gesundheitsfürsorge getan zu haben.

    Wenn Deine Vaginalschleimhaut schon atrophiert würde ich auf jeden Fall lokal die Östrogensalbe nehmen.

    Ich fühle mich von dem genannten Buch - und ich habe es tatsächlich gelesen 🙂- sehr in meiner weiblichen Selbstfürsorge unterstützt und gut aufgeklärt und dadurch handlungs- und entscheidungsfähiger als vorher mit irgendwelchen Horror-Storys über die Hormonersatztherapien von früher im Hinterkopf. Natürlich muss man nichts unternehmen wenn man sich gesund fühlt und es auch tatsächlich ist, manche Sachen kann man durch Vorsorgeuntersuchungen ja im Auge behalten (Knochenabbau kriegt man z.B. im Zweifel erst mit, wenn es einem so geht wie meiner Stiefmutter, die mit Mitte 50 nachts zur Toilette will und sich beide Beine bricht, einfach so unter ihr weggeknackt- und die Frau ist leicht).

    Vielleicht ist es gut das Üben deutlicher in die Verantwortung der Kinder zu übergeben und dann mal zu schauen, ob sich der eigene Antrieb dann entfaltet oder sie eben zwar theoretisch wollen, es aber aus irgendeinem Grund gerade nicht können. Vielleicht ist es gerade in diesen schwierigen Zeiten okay Hobbies ohne große energetische Investition auch mal dahin plätschern zu lassen. Oder halt klar ansagen, es geht nur mit üben und wenn ihr gerade nicht üben könnt dann melden wie Euch (vielleicht auch vorübergehend) ab.

    Meine Girls sind in einem ähnlichen Alter/ Zustand (13 und 11). Was hier die Stimmung einigermaßen stabilisiert ist Bewegung.

    Zum Beispiel nicht zu lange Wandertouren, da machen sie mit wenn Gleichaltrige dabei sind. Seit ich eine Wanderapp (Komoot) nutze, sind die auch sehr easy geplant.

    Außerdem sind meine Töchter gerade begeistert dabei, sich mit irgendwelchen Sportapps für ein Sixpack oder Spagat zu trainieren und ich mache da mit, einen Teil der Übungen ersetze ich mit meinen Rückenübungen.

    Puzzles wäre vielleicht auch mal wieder ne gute Idee, oder auch Spiele und Escape Games, da werde ich mal stöbern.

    Für die Große ist zur emotionalen Stabilität immens wichtig, dass sie reiten/ zu ihrem Pflegepferd kann, ich hoffe das geht über die Weihnachtsferien. Und die Kleine kriege ich mit irgendwelchen Tanzchallanges: ich spiele irgend einen Song und frage, kannst Du darauf tanzen, da springt sie eigentlich immer an und tanzt so schön, dass mir das Herz aufgeht und ich mit ihrer frühpubertären Stacheligkeit versöhnt bin.

    Dann haben wir drei uns vorgenommen, bis Heiligabend mein Lieblingsweihnachtslied dreistimmig singen zu können und dann mit mit dem Papa der Mädchen zusammen singen, wenn die Kerzen am Weihnachtsbaum angezündet sind.


    Bei uns besteht Weihnachten die Spezialherausforderung darin, dass es mein Freund hoffentlich von den Philippinen hierher schafft, er dann bei uns wohnt und die ganzen Eifersüchteleien und Spannungen die das bei meinen Mädels manchmal aufwirft, mit von der Partie sind. Ich hoffe wir finden einen guten Umgang damit.

    Nessaja, oje, alles gute für Deine Nichte!


    Ich habe mich für meine Töchter ( 13 und 11) erst einmal gegen die HPV- Impfung entschieden. Ich selbst lebe schon mein ganzes Erwachsenenleben ziemlich entspannt mit High Risk HPV. Ich hatte vor vielen Jahren mal einen schlechten PAP, der aber von allein besser wurde und ich bin mittlerweile recht entspannt.

    Meine Gynäkologin riet aufgrund der Nebenwirkungen davon ab, junge Mädchen in der sensiblen pubertären Phase zu impfen und sagte zudem, Gebärmutterhalskrebs habe sie ausschließlich und in wenigen Fällen bei Frauen erlebt, die über Jahre nicht zur Vorsorge gegangen wären. Ich finde zur Vorsorge gehen gar kein Problem und glaube auch nicht, dass meine Töchter sich damit schwer tun werden. Insofern scheint mir das Verhältnis von Nutzen und Risiken in unserem Fall in keinem überzeugendem Verhältnis zu stehen.

    Ich bin gestern glaube ich einfach zu früh eingeschlafen (fix und fertig, nachdem ich das Sportabzeichen im Schwimmen gemacht habe😊) und nun seit ner Stunde wach. Nachdem ich aufgegeben hab nochmal schlafen zu wollen und mir einen schönen Kaffee gemacht hab, isses eigentlich richtig nett, so ein ruhiger Sonntagmorgen.

    Ich bin sehr froh dass das Gesetzt gekippt ist.

    Für mich war schon immer klar, ich wünsche mir mein Sterben so selbstbestimmt und mit soviel Würde (und das bedeutet auch schmerzarm und zu dem Zeitpunkt der mir angemessen erscheint) wie möglich, genau wie ich mir das für den Eintritt in das Leben wünsche, also fürs Gebären und Geboren werden. Und ich liebe mein Leben und würde es nicht voreilig aufgeben, solange ich noch Mut und Kraft und Hoffnung verspüre. Aber wenn da nur noch unerträglicher Schmerz und Angst und Qual in mir sind und alle medizinischen Mittel ausgereizt, mir die zu nehmen, so dass ich eigentlich nicht mehr ich bin (oder ich nur die Wahl zwischen unerträglichen Schmerzen und so starker Sedierung habe, dass ich auch nicht mehr ich bin), dann möchte ich, dass meine Ärztin mich erlösen darf, wenn ich sie darum bitte. Ich würde gern in meinem Bett sterben nachdem ich Abschied nehmen konnte und jemand den ich liebe und der mich liebt und sich das zutraut hält meine Hand.

    Und meine Ärztin sollte nicht mit einem Bein im Knast stehen, weil sie mir das Mittel dafür gegeben hat und um ihre Approbation fürchten müssen. Ich finde nicht ein einziges vernünftiges Argument was dagegen spricht, sondern nur Ängste, die auf keiner irgendwie gesicherten Datenlage beruhen. Ich verstehe das grundsätzlich, finde aber man sollte Entscheidungen nie aus Angst treffen ohne eine entsprechende Problemlage oder die anhand von Fakten begründete Wahrscheinlich, dass sie eintritt.


    Und wenn ich mich in der oben vorgestellen Situation entscheide um Hilfe beim Suizid zu bitten, warum wäre das dann nicht meine freie Wahl@ patrick? Du schreibst sinngemäß, wir hätten die ja eigentlich nie.


    Wenn wir uns auf Fakten statt auf Ängste berufen steht m.E. nicht zu erwarten, dass pflegeunwillige Angehörige alte, kranke oder Demente zuhauf in den Suizid treiben oder diese in vorauseilendem Gehorsam scharenweise freiwillig in den Tod gehen würden, obwohl sie gerne weiterleben wollen. Soweit ich weiß gibt es keine Datenlage dazu aus Ländern die assistierten Suizid erlauben. Ich bekomme sehr viel öfter das umgekehrte Phänomen mit. Das Angehörige nicht loslassen wollen, obwohl der alte sterbenskranke Mensch sich quält und nicht mehr will. Und ich sehe dass es in unserem Gesundheitssystem keine großen Anreize dafür gibt, Menschen nicht auf Gedeih und Verderb am Leben zu erhalten.

    Ich würde mir weniger Angst vor dem Tod und mehr Mitgefühl mit denen wünschen, die sich aus guten Gründen Hilfe wünschen, um gut sterben zu können.