Beiträge von Lillian

    So eine Art Religionsunterricht klingt für mich besser, als das was es mir in der Kindheit gab (also evangelische oder katholische Religion oder in der Parallelklasse mit im Unterricht sitzen), wie das konkret umgesetzt wird weiß ich aber nicht.

    In meiner Kindheit gab es gar keinen Religionsunterricht an Schulen. ;)

    In meiner auch nicht. Ethik hatten wir ziemlich spät, ich weiß es gar nicht mehr, auf jeden Fall nicht gleich nach der Wende, ich glaube nur in der 11. und 12. Klasse. Und ich fand es immer das überflüssigste Fach überhaupt. Es ging fast nur um Philosophen, Sokrates usw.

    VivaLaVida Wie so ein überkonfessioneller Religionsunterricht dann genau aussieht, weiss ich wie gesagt noch nicht, unsere Große wird dieses Jahr erst eingeschult (nicht Hamburg, aber ähnliches System) und ich hatte mich gewundert, als mein Mann sagte, es gäbe in Klasse 1 schon Religion aber nie die Frage aufgetaucht war, ob sie da hin gehen soll (sie ist nicht getauft). Wenn solcher Unterricht gut gemacht ist, finde ich das nicht schlecht, aber ich habe auch Bedenken, dass da nur der alte (evangelische, weil das hatten in der Gegend vorher sicher die meisten SuS belegt) Religionsunterreicht unter neuem Label verkauft wird (vermutlich auch von den selben Lehrer:innen).
    Ob Unterricht über Religionen wichtiger ist als andere Fächer finde ich schwierig zu beurteilen, es spielt ja für die Kinder schon eine Rolle, unsere Tochter frag z.B. schon, warum Ostern/Weihnachten gefeiert werden und warum ein vermutlich moslemisches Kind in der Kita kein Fleisch essen darf.

    Sorry, weil jetzt schon ziemlich OT.

    Und hier sehe ich, warum vielleicht Ethik doch nicht ganz so sinnlos ist. Das Muslime kein Schweinefleisch essen, erfuhr ich erst mit 28 Jahren, mehr als 20 Jahre nach der Wende, als ich zum Ende meiner Schwangerschaft im Krankenhaus war und muslimische Bettnachbarinnen hatte #schäm

    Es steht die Überlegung an, für die Kinder mal in einen Freizeitpark mit "richtigen" Fahrgeschäften zu fahren (konkret geht es um Bel*an*tis). Keiner der Erwachsenen kann (aus verschiedenen Gründen) eines dieser Fahrgeschäfte ausprobieren bzw. mitfahren, die Kinder müssten es alleine fahren. Ist das irgendwie sicherheitstechnisch bedenklich (also realistisch, für mich sieht das alles viel zu gefährlich aus um die für mich wichtigsten Menschen da mitfahren zu lassen ... ;)) . Also aufgrund ihrer Statur (rausrutschen weil zu klein/dünn) oder der Kraft sich festzuhalten, das ist ja bei Kindern doch noch etwas anders als bei Erwachsenen. Sie sind 11 J und 13 J und um die 150 cm groß und jetzt nicht so sportlich. Von der Körperhöhe her dürften sie ja fast alles mitmachen.

    Ich bin ungetest. 2 meiner Kinder hatten diese Woche ihren ersten Test (Selbsttest(oder Schnelltest?) in der Schule). Die anderen beiden sind noch ungetest, das größere der beiden Kinder wird aber nächste Woche in der Schule getestet werden mit den Schultests.

    In meinem Buch "Buratino und das goldene Schlüsselchen" ist ein Kapitel, wo ein Mädchen dem Buratino (eine Holzpuppe ähnlich Pinocchio) abgelegte Kleider gibt. Das habe ich als ich erste/zweite Klasse war oft selbst gelesen. Und ich konnte das nicht verstehen, wieso sie dem armen Buratino abgeleckte Kleider gibt. Oder überhaupt jemand Kleidung ableckt.

    Bei unserem ersten Besuch in Westberlin nach der Wende war ich

    - irritiert von den Ampelmännchen

    - hatte ich Angst vor den Graffiti (schwarzes Gekritzel an vielen Wänden). Ich kannte das ja überhaupt nicht und dachte das hat jemand irgendwie mit Feuer gemacht.

    (- begeistert von der Spielzeugabteilung im Kaufhaus)

    Den Kommissar Liedtext hatte ich auch grad mal eben gegoogelt ...


    Ich dachte seeehr lange, die Mauer ging durch ganz Deutschland.


    Und ich war sehr überrascht, als ich als junge Erwachsene mal schnallte, das Dänemark und Deutschland über das Festland verbunden sind, ich dachte immer, Norddeutschland endet am Meer, da gehts dann nur noch per Schiff weiter. Das kommt glaube ich daher, dass ich im Ostseeurlaub immer die Werbung für Schiffahrten nach Dänemark gesehen habe und zwischen Ostdeutschland und Dänemark nur Meer ist. Ich hatte mich immer gewundert, wenn Leute erzählten, sie sind mit dem Auto nach Dänemark gefahren, also ohne Schiff.

    Für mich gibt es keine Vereinbarkeit von Familie und Beruf, weil in allen Varianten bleibt was auf der Strecke. Bei Vollzeit gibt es weniger Familienzeit, bei Hausfrau gibt es kein eigenes Einkommen und bei Teilzeit hängt man den Vollzeitlern hinterher.

    Ich sehe aber auch, dass die Ausweitung der Kinderbetreuung ganz stark verbunden ist mit dem Anspruch an die Familien, möglichst schnell möglichst umfangreich in die Erwerbsarbeit zu gehen, wenn Kinder da sind. Und ich unterstelle, dass die Motive nicht sind, die Frau an sich zu fördern, sondern dem Arbeitsmarkt Arbeitskräfte zuzuführen - und das wird m.E. in der DDR ähnlich gewesen sein. Und viele Familien brauchen ja beide Löhne / Gehälter, da ist es mit der Selbstverwirklichung nicht weit her.

    Sehe ich ganz genauso, es geht um die Arbeitskräfte, das sieht man ja auch am Elterngeld, das es nur ein Jahr gibt (damit man eben schnell wieder in den Beruf zurückkehrt).

    Ja, kam heute irgendwo im Internet vor.


    Was mich als Frau in der DDR glaube ich geärgert hätte wäre gewesen, dass man sich offenbar irgendwie eben nicht entscheiden konnte, wie lange man mit Baby daheim bleiben wollte, sondern die meisten eben doch den Weg gingen, dass ihre Kinder sehr früh in die Krippen gegangen sind oder sogar in wochenkrippen. Auch blöd. Nachdem ich nicht in der DDR gelebt habe weiß ich auch nicht, warum das so war. Ob es finanzielle, gesellschaftliche Zwänge gab?


    Ich könnte mir aber auch gut vorstellen, dass es einfach so war, weil "man" es machte, weil vor 30 Jahren dieses "man" einfach unglaublich viel Macht über die alltäglichen Abläufe hatte. Unabhängig davon, in welchem Land man lebte

    Man konnte sich das schon auch aussuchen. Aber es war - wie heute auch - vor allem eine finanzielle Frage, wie lange die Mama zu Hause blieb. Als ich geboren wurde, gabs es ein halbes Jahr bezahlten Babyurlaub für meine Mama. Danach musste sie wieder arbeiten gehen, sie wäre gern länger mit mir zu Hause geblieben, es war aber finanziell nicht möglich.