Beiträge von Miamaria

    Ich empfinde diese Überheblichkeit (so kommen Sätze wie "... Zum 28. Mal..." bei mir an) als richtig Fehl am Platz und immer noch diskriminierend!


    Wenn sie es nicht benutzen, dann brauchen sie es grade nicht (außer in der Schule). Punkt. Da hilft auch 28 mal wiederholen nichts.

    Wenn sie es da doch brauchen werden, werden sie fragen. Und DANN zu sagen, "hättest mal besser inna 7 ten besser zugehört" anstatt Fragen (also vom Prinzip her, jede einzelne ist nicht leistbar, I know) dann zu begleiten, wenn sie auftreten/ wichtig werden, wäre/ ist einfach nur gemein.

    Ich weiß, du kannst nichts für den Lehrplan, aber an deiner Einstellung kannst du noch arbeiten.

    Das fandest du überheblich? Ich finde es eher überheblich, wie hier die Erfahrungen der anderen nicht für voll genommen werden.


    @ Schule: Wer soll denn die Homepage aktuell halten, wer die Technik betreuen, die die Kinder benutzen. Wer läd gegebenenfalls möbile Endgeräte, updaten sie zu günstigen Zeitpunkten (nicht im Unterricht). Sachen die zu Hause für eine Famailie gehen, haben in der Schule ganz andere Dimensionen. Die allermeisten Schulen sind unterbesetzt, einen IT Kraft dürfte fast keine haben.

    @ Happy Spider: Ich "lächle" nicht darüber und ich bin auch nicht die Frau von wem auch immer. Ich wollte lediglich bemerken, dass es (je nach Branche) sehr verschiedene Sichtweisen auf das Thema geben kann.


    @ Möwe: Ja, gut ausgedrückt. Grundlegende Kompetenzen sind wichtig. Auch verstehen, was z.B. digital überhaupt bedeutet usw.

    Ich denke, es gibt sehr viele Realitäten nebeneinander. Für viele Jugendliche, die sich direkt nach dem Haupt- oder Realschulabschluss um eine Lehrstelle bewerben, ist die klassische Bewerbung z.B. im Handwerksbetrieb die immer noch gültige Realität. Wie sich die künftigen Studierenden nach ihrem Studium bewerben, ist wieder eine ganz andere. Die können das dann aber auch ganz gut ohne das Bewerbungstraining in der 9. Klasse noch mal hervorzuholen. ;)


    Die hier genannten Programme sind ja Markennamen, die auf bestimmten Plattformen laufen. Das ist eben nicht universell einsetzbar. Wenn ich solche Begriffe nenne, bekommt der hier im Haushalt lebende Informatiker jedesmal die Krise. Er verabscheut diese Teile, weil sicherheitstechnisch (in seinen Augen) der Supergau.


    Ich sehe das etwas gelassener. Zum zusammen arbeiten gibt es nette Formate, die ich schon ausprobiert habe (z.B. Etherpad), diese setzen aber auch Vertrauen voraus. Und da ich auf der anderen Seite auch schon mit viel Inkompetenz zu tun hatte, hält sich mein Vertrauen in Grenzen. Ich erarbeite das meiste auch eher allein. Und bei Grafiksachen finde ich ein paar Stichpunkte als Rückmeldung (in welchem Format die dann auch immer verschickt werden) hilfreicher, als Sprechblasen im pdf Dokument. Zusammen an einem Designer oder Photoshop Dokument arbeiten ist mir noch nicht begegnet und stelle ich mir auch schwierig vor.


    Ich bin jedenfalls froh, dass es die E-Mail Kommunikation gibt. Ich erreiche damit sowohl die Leute mit iPhone, also auch die alten PCs an der Schule oder das Linuxsystem.

    Da habe ich mich wohl mißverständlich ausgedrückt. Ich habe nicht gegen das Konzept argumentiert. Ich wollte meine Beobachtung aus Schulen und Universitäten berichten, dass trotz vielfältiger Angebote und Möglichkeiten, viele lange scheuen, sich dieses Wissen anzueignen. Sie "winden sich so durch" (Minimalerfüllung, andere machen lassen, in Gruppenaufgaben dann eine Aufgabe übernehmen, die keinen direkten Umgang mit der Technik erfordert usw.). Das geht dann immer so weiter.


    Beispiel: Ich bin jetzt am Ende meines Zweitstudiums und als ich letztens gefragt wurde, wurde mir nur kurz zu gehört und sich dann an die Freundin daneben gewandt, ob sie das für sie machen könne... #confused Wir werden Lehrerinnen. Unterrichtsmaterial zu erstellen, vorhandenes abzuändern ist elementar. Wann wenn nicht jetzt, will sie es mal selber versuchen?


    Und ja, ich habe hier zwei Kinder mit eigenem Rechner und halbswegs durchgängigem ITG/Informatik Unterricht. Sie können mit dem PC umgehen und auch die halbwegs programmieren. Aber das ist eben nicht bei allen in der Klasse der Fall, obwohl sie alle ja den gleichen Unterricht genossen haben.

    All diese Sachen wie Ordnerstrukturen, Benennung, Anhänge bei Emails, Erstellung von PPT - Folien etc. wurden hier in der 6. in Informatik gelernt, genauso wie objektorientiert zu denken. Ich bin vom Informatikunterricht im neuen G9 in Bayern wirklich angetan. Praktisch, lebensnah und erklärt Funktionshintergründe.

    Einmal lernen reicht nicht. Wenn dann die Sachen nicht angewendet werden, geht es wieder verloren.

    Die haben alle einen Schulaccount mit dem sie arbeiten müssen, der existiert nicht nur in der 6. Das hält im Training. :) Ich finde es wirklich ďurchdacht. Die lernen das alle, egal wie weit soe sind. Es wird nicht von automatischem Können ausgegangen. Und danach müssen die SuS mit dem Wissen weiterarbeiten.

    Bei praktisch nichts, wird davon ausgegangen, dass Sachen autimatisch gekonnt werden. Also jedenfalls nicht in den Schulen, mit denen ich Erfahrung habe.


    Ich habe aber eben sehr oft gemerkt, dass sich solche Aufgaben sich gern abgenommen werden. Aber so wird es dann erst recht nicht besser.

    All diese Sachen wie Ordnerstrukturen, Benennung, Anhänge bei Emails, Erstellung von PPT - Folien etc. wurden hier in der 6. in Informatik gelernt, genauso wie objektorientiert zu denken. Ich bin vom Informatikunterricht im neuen G9 in Bayern wirklich angetan. Praktisch, lebensnah und erklärt Funktionshintergründe.

    Einmal lernen reicht nicht. Wenn dann die Sachen nicht angewendet werden, geht es wieder verloren.

    Sich wundern ist aber nicht gleichzusetzen mit drüber herziehen. Ich habe schon viel Zeit investiert, Dinge immer und immer wieder zu zeigen und zu erklären. Viele haben aber kein Interesse daran und scheuen zurück. Das liebste war immer, dass ich es dann halt gemacht habe. Dadurch wuchsen zwar meine Kompetenzen in dem Bereich, die der anderen aber nicht und so ändert sich nichts. Sie bleiben davon abhängig, das es ihnen jemand abnimmt. Das finde ich schade, aber ich ziehe nicht darüber her.


    PS: Ich schrieb PC/Laptop. Handys/Tablets haben zwar ihre Stärken, aber zum wirklich Arbeiten sind sie eher ungeeignet.

    Ich bin auch sehr erstaunt. Sowohl an der Schule (Kommunikatiion aller Beteiligten), als auch an der Uni ist die E-Mail die zentrale Austauschform und ja natürlich auch mit Anhängen. Mich nerven Mobilgeräte zum Arbeiten ohne Ende. Alle, die ich kenne, arbeiten am PC/Laptop: programmieren, Graphik programme, Texte schreiben, Tabellenkalkulation, GIS usw..


    Ich kann Rattenkinds Erfahrungen bestätigen. In der Uni hatten wir einen Kurs, bei dem wir mit Handys zwar im Gelände Kartiert haben (also Punkte getrackt haben dank GPS und Fotos aufgenommen haben), aber die dann am Rechner weiter zu verarbeiten war für viele echt schwer. Schon allein die Fotos in das richtige Verzeichnis zu bekommen. In Exel die Datentabelle modifizieren, common licence Fotos finden, Links einfügen, alles optisch ansprechend zu gestalten... Es gibt junge Leute, die mich völlig entgeistert anschauen, wenn ich verschlage, eine Vorlage einfach anzupassen, nach den eigenen Bedürfnissen. Ich erwarte keine höheren Phtoshopkenntnisse, aber ein Rechteck und neuen Text einzufügen (auf ein vorhandenes Dokument) scheint jenseits der Vorstellung von sehr vielen zu liegen.

    Der Sportunterricht hier ist übrigens bis zur Oberstufe gemischt.


    Ich selber hatte schon sehr früh getrennten Sportunterricht. Ein Junge hatte den Mut, es durch zu setzen, bei uns Mädchen mitmachen zu dürfen...

    Ohnezahn : Klar gibt es einen Rahmenlehrplan. Aber wenn die jeweiligen Lehrkräfte nicht gut sind, haben sie zwei Jahre länger Zeit es zu verbocken. Das ist aber längst nicht der Regelfall. Ich kenne viele Kinder, die notentechnisch am Gymnasium nicht wirklich abgerutscht sind. Mein Mittlerer zum Beispiel. Der Große hatte schon an der Grundschule schlechte (Sprachen) und sehr gute Fächer (Naturwissenschaften), da ist die Tendenz geblieben.


    @Leslie: Sagst du mal, was deine Tochter schon versucht? Eine App wurde hier ja oft empfohlen. Was sagt sie dazu?