Beiträge von Miamaria

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    Ah danke für die Erklärung. Und ja, es kam zu Aushandlungen. Ich hoffe sehr, dass an den Grundwerten nicht mehr grundlegend gerüttelt wird.

    @ Spinosa: Ich bin ehrlich gesagt sehr überrascht, was du aus meinem einfachen Satz alles machst. Mein Post bezog sich auf Shevek - konkretisierte ihren sozusagen nur noch etwas.


    Wertesysteme bestehen aus verschiedenen Werten, die sich ein Mensch im Laufe seiner Entwicklung individuell aneignet. Diese Entwicklung einer moralischen Handlungskompetenz ist relativ universell und natürlich unterscheiden sich die Werte bei Menschen zum Teil ganz erheblich voneinander. Anfangs lernen Kindern viel in ihrem direkten Umfeld, später erweitert sich dies - klar, wie bei Sachwissen auch.


    Wie du jetzt auf Abstimmung über Werte kommst, erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht. Manche Werte sind auch relativ universell und relativ unabhängig davon, wo und in welchem Umfeld ein Kind groß wird. Ein Beispiel ist Gerechtigkeit. Die Frage ist jetzt nur welche Normen aus diesem Wert abgeleitet werden. Wie wird er konkret verstanden? Was folgt daraus, dass mir Gerechtigkeit wichtig ist? Dies beantwortet Menschen sehr verschieden, auch wenn sie alle Gerechtigkeit als einen wichtigen Wert empfinden. Selbst sowas wir Naturschutz kann ja über verschiedene Normen (also Handlungsanweisungen) sehr unterschiedlich erreicht werden wollen.


    Für unser Land wurden im Grundgesetz Grundwerte ausgewiesen, die für alle gelten - übergreifend über die verschiedenen Religionen/Weltanschauungen. Diese freiheitlich-demokratische Grundordnung bildet das Basiswertesystem und ist demnach nicht verhandelbar (die von Shevek benannten Menschenrechte z.B.). Wobei ich verhandelbar sowieso merkwürdig finde. Eine Werthaltung muss sich eine Person von sich aus aneignen. Sie kann natürlich Impulse bekommen, aber ich kann nicht für einen anderen bestimmen: diesen Wert musst du jetzt annehmen. Was aber geht: die abgeleiteten Regeln gelten für alle (daher auch in der Verfasung festgeschrieben). Für Deutschland bedeutet das, dass ich bestimmt Dinge einfordern kann: Gleichheit vor dem Gesetz, Rechtstaatlichkeit, Freizügigkeit. Um die Ableitung der Normen wird dann im konkreten Fall wieder gestitten - und letztendlich von Gerichten entschieden.

    Noch etwas, was ich im Homeschooling gern dabei hätte: eine Weltkarte, die nicht Europa vergrößert und Asien verkleinert, den größten Teil des Pazifiks ausblendet und Afrika ausschließlich als Kontinent mit Staatsgenzen darstellt. Es müssten Globen der Topographie, Sprachräume, Wirtschaftsräume, Verkehrsströme, Kulturen sein, frei drehbar aufgehangen, so dass der globale Süden auch sichtbar ist, wenn man nicht auf dem Fußboden sitzt.


    (...ob es solche Globen überhaupt schon gibt?)

    Ich nutze in der Schule gerne Google Earth aus genau diesem Grund -> verzerrungsfrei, ungewohnte Perspektiven und es gibt ganz viel zu entdecken. Aber auch für die Hause sehr schön. Geoguessr ist auch cool, um per Zufall die Welt zu entdecken.

    Projekte planen:

    - Recherche

    - Datenbanken/Archivieren

    - Daten strukturieren, klassifizieren, auswählen, interpretieren

    - Darstellungswechsel (Kartographie - Karten digital und analog erstellen, Diagramme in verschiedenster Form erstellen und nutzen können, Schemata und Modelle entwerfen/weiterentwickeln)

    - Präsentieren (zusammenstellen)

    - Neues entwickeln

    - Möglichkeiten der Verbreitung kennen und nutzen

    - Vernetzung

    Kita von 1-6 Jahren: ein Wickeltisch mit Treppe, 3 Toiletten ohne Tür aber mit Zwischenwänden, 1 abschließbare Toilette und noch eine weitere für das Personal (je Gruppe das Ganze, wobei ich mir nicht sicher bin, ob alle Gruppe immer gleich ausgestattet sind).


    Zusätzlich gab es zwei abschließbare Toiletten direkt beim Gartenzugang.

    ich hatte heute ein Meeting mit dem Pressesprecher einer größeren Firma. Und es war so toll: der hat wunderbar inklusiv gesprochen. Mal mit Pause, mal mit Gerundformen, mal nur männlich, mal nur weiblich, mal neutral formuliert. Ganz und gar selbstverständlich, ohne aufgesetzt zu wirken. Das ist mir erst hinterher bewusst geworden und begeistert mich.

    Mir fällt es immer wieder bei den Podcasts auf, die ich so höre, dass da ganz viele ganz selbstverständlich die Pause beim Sprechen machen. Das hört sich dann auch gar nicht mehr aufgesetzt an, sondern sehr normal. Ich denke schon, dass das eine gute Chance hat, sich gerade bei der jüngeren Generation durchzusetzen.

    Bei der Gaming-Sendung, die meine Kinder schauen, ist das auch Standard.

    Krass! Und das in Berlin. #blink Hier besuchen die meisten Kinder das Fach Lebenskunde und einige Religion - das sind zudem Randfächer, also nie mitten am Tag und es kann daher auch ganz abgewählt werden. Ab der Oberstufe gibt es dann Ethik*, das ist dann Pflichtunterricht. Ab der 9. Klasse heißt es an der Schule hier dann Philiosphie.


    *Ethik ist ein Schulfach mit Rahmenlehrplan und allem drum und dran. Kein Film-Fach.

    Ich sag jetzt hier sicher was falsches#angst aber ich finde das Verhalten des Mannes jetzt nicht so schlimm. Klar der Druck hinsichtlich Rock ist nervig. Würde mich auch ärgern. Aber ich finde es grundsätzlich ok - als Mann oder Frau - auch mal Wünsche hinsichtlich Kleider zu machen in der festen Partnerschaft. Ich meine das ist ja kein fremder Mensch, der einem da möglicherweise sexualisiert, sondern eine Beziehung in der eine gewisse gegenseitige Sexualisierung durchaus gewünscht ist. Natürlich soll man weder bedrängen, noch sich selber verbiegen. Aber dem Partner auch mal optisch eine Freude zu machen, ist doch nicht unfeministisch.

    Ich habe es ja schon einmal geschrieben: Mich hat vor allem die Beliebigkeit irritiert. Es wurde sich kein bestimmtes Kleidungsstück gewünscht, in dem die Partnerin gern gesehen wird - das hätte ich sehr gut verstehen können - sondern hauptsache Kleidchen oder Rock. Das ist ja nun ein weites Feld. Mir fallen aus dem Stand soviele Arten von Kleidern und Röcken ein... Hauptsache unten offen? Da frage ich mich in der Tat warum.

    Ich sehe es wie tulan. Ich finde auch das Hauptsache Kleid/Rock so merkwürdig. Wenn ein ein ganz bestimmtes Kleidungsstück an jemandem gefällt ist das was völlig anderes. Dann habe ich das an der Person ja auch schon gesehen. Er weiß doch gar nicht, wie ein x beliebiger Rock jetzt aussehen würde.

    Ich hoffe, ich bekomme jetzt nicht gleich einen Shitstorm ab, aber das ist doch kein Freibad, sondern ein Wasserspielplatz für Kinder, oder?

    Irgendwie finde ich es da tatsächlich auch unpassend, zwischen den Kindern mit entblößter Brust rumzuhüpfen. Geht das nur mir so?

    Würde es sich um einen Springbrunnen an einem öffentlichen Platz handeln, fände ich es übrigens weniger befremdlich.

    Und am Badestrand kommt es inzwischen praktisch nicht mehr vor, würde mich aber auch nicht im geringsten stören, weil wir in den späten 80ern fast alle „oben ohne“ gebadet haben. Das war völlig normal. Auch hier in Bayern.

    Muss ich da jetzt meine Wahrnehmung überdenken, oder gibt es gute Gründe, sich vor Kindern weniger entblößt zeigen zu wollen als vor Erwachsenen?

    Ich kenne nur eine andere Plansche in Berlin, aber da "hüpfen" eigentlich generell keine Erwachsenen rum, diese liegen in Sichtweite auf der Decke und freuen sich über ein paar ruhige Minuten. Im Gegensatz zu Freibädern ist das kein stehendes Wasser, sondern läuft permanent ab, quasi Duschen im Freien für Kinder. Nach dem Artikel zu urteilen, war die Frau einfach nur auf der Familiendecke und wurde da angesprochen. Sie hat sich nicht "nackt" anderen Kindern aufgedrängt.

    Nach Berlin kommen aber auch viele der Freiheit wegen und bringen ihre Ansichten von falsch/richtig mit... Ich habe schon oft Frauen oben ohne gesehen z.B. am Weißen See oder anderen Parkanlagen und keiner hat sie verscheucht.

    In einer Boulderhalle habe ich mal einen langen Aushang gesehen, wo darum gebeten wurde, dass alle gegenseitig Rücksicht nehmen sollen und daher alle gebeten werden, sich nur vollständig bekleidet im Trainingsbereich zu bewegen (auch Oberkörper immer bedecken). Das fand ich eine gute Lösung und war auch ausführlich begründet.

    @ lebenspraktische Dinge: Vieles kann sich aber auch über normale Grundfertigkeiten erschlossen werden. Daher finde ich die momentane Ausrichtung in den modernisterten Lehrplänen auch so sinnvoll. Welche Kompetenzen brauche ich als Basis, um mir darauf aufbauend weiteres Wissen und weitere Fertigkeiten anzueignen. Das Gegenteil vom Nürnberger Trichter. Fast alle Fächer können zudem ja viele Dinge durchaus einbauen, es lernt sich ja generell leichter, wenn ein lebenspraktischer Bezug vorhanden ist.

    Eine Ausnahme ist Werken, Handarbeit und Gärtnern in der Grundschule (hier bis Klasse 6). Das fände ich schon schön, um Sachen neu kennenzulernen, auch wenn das Elternhaus da keinen Bezug zu hat. Die Gewichtung in der Stundentafel finde ich manchmal etwas merkwürdig, da wäre meiner Ansicht nach gut Platz dafür.