Beiträge von HeikeNorge

    Wenn der TSH sowie so schon bei 7 ist, dann sind ft3 und ft4 erstmal egal. Wenn der tsh im normbereich ist, können ft3 und ft4 herangezogen werden, um das feintuning zu machen. Oder aber, wenn man trotz höheren Dosierungen den tsh nicht runterbekommt. Wobei da die erste Frage sein sollte, wann und wie man die Tabletten einnimmt, um eine eventuelle Fehleinnahme auszuschliessen.

    So, hier kam die Kleine jetzt mit dem Zettel nach Hause, wo wir ankreuzen müssen ob sie geimpft werden soll oder nicht (das wird hier standardmässig in der 7. Klasse in der Schule gemacht). Impfstoff: Cervarix.


    HeikeNorge - hast du mehr Info zu den verschiedenen Impfstoffen und der Verfügbarkeit in Norwegen?

    Als E. geimpft wurde, gab es glaub ich nur einen Impfstoff...

    guck mal hier Klick

    Ich finde allerdings nicht, dass es so laufen sollte, sondern, dass die Ärzte da mehr an Infos und Beratung liefern sollten, als nur den Pharma-Flyer aushändigen und dann die "Beratung" als "durchgeführt" betrachten (ich wiederhole mich hier).


    Es tut mir leid, dass ich das bisher nicht klar genug ausgedrückt hatte.

    Mir war das sehr klar. Und bislang ist es bei mir bei allen Impfungen so gelaufen. Eine ausführliche Beratung zahlt keine Kasse.

    Ich finde, eine solche ausführliche Beratung steht in keiner Relation. Man bekommt ja auch nicht bei jeder Medikamentengabe eine Zusammefassung aller möglichen Studien vorgelegt, da wird höchstens die Neben- und Wechselwirkungen vom Beipackzettel durchgegangen (zumal auch eine solch ausführliche Info von den allermeisten gar nicht gewünscht wird). Andere freiverkäuflichen Medikamente und vor allem Ernährungsergeänzungsmittel wie zb. Vitaminpräparate usw. werden meist auch nicht so viel Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei lohnt es sich, da mal einen Blick auf die Packungsbeilage zu werfen, was da alles an Zusatzstoffen usw. drin ist, unglaublich. Und wenn man die Studien dazu lesen würde, was es bringt (oder besser gesagt nicht bringt), das Zeug zu nehmen.

    Dann müsste es weniger Tresen geben, und der Abstand auch dazwischen eingehalten werden und wie gesagt, leiser sprechen.

    In Norwegen wird Abstand gehalten, es gibt Trennwände und trotzdem kann man ziemlich viel hören. Das mit dem leiser sprechen ist halt auch so ne Sache, zum Beispiel, wenn man einen älteren Patienten da hat, der nicht so gut hört (trotz Hörapparaten) oder mit ausländischen Patienten, bei denen lautes und deutliches Reden sehr viel dazu beiträgt, dass sie verstehen, was man gesagt und gemeint hat.


    Und das mit dem off-label use von den Medikamenten, den janos angesprochen hat möchte ich auch nochmal unterstreichen. Gerade bei den Medikamenten, die ich so verschreibe ist das eher die Regel als die Ausnahme. Und bei manchen Medis wirken die Dosierungen, die ich da aufschreibe, manchmal sehr unsinnig. Und trotzdem sind sie für die Grunderkrankung, die ich sie aufschreibe, richtig. Steht halt so nicht im Beipackzettel. Bekomme ich öfter mal Anrufe. Und auch, weil meine Dosierungen andere sind als die, die vorher gegeben worden sind (was ich nicht weiss), und mir sich dann aber manches erklärt. Und mir sich erklärt warum der Patient sagt, das Mittel hilft nicht, das hab ich schon mal probiert. Und doch die Dosierung hab ich vorher genommen und hat sich falsch erinnert... was ich im Übrigen gut nachvollziehen kann, ich nehme genau 2 Medikamente und kann mir die Dosierung nicht merken, ich weiss von dem einen eine ganze und von dem anderen eine halbe :P und Gott sei Dank sind es Medikamente, bei denen man nicht den Hersteller tauschen soll, deswegen bekomme ich immer die gleichen und muss mich nicht an die Dosierungen erinnern.

    und es sich selbst durch ihren restriktiven Umgang mit ihren Daten unnötig schwer machen.

    ach so, das hatte ich vergessen zu erwähnen. das system ist natürlich in norwegen auch nicht ganz gläsern. ausnahmen gibt es da für die gynäkologie und die psychiatrie. nicht nur können andere ärzte die patientenakten der psychiatrischen patienten nicht einsehen, sogar intern in der psychiatrie, sowohl von einheit zu einheit als auch von behandler zu behandler ist die patientenakte nicht einsehbar. sehr hiflreich, echt #rolleyes. da kann man jedes mal wieder von vorne anfangen. und dann ist es natürlich kein wunder, dass man mit manchen patienten auf keinen grünen zweig kommt, es ewige wartezeiten gibt usw. dass man nebenwirkungen und wechselwirkungen nicht beurteilen kann, weil man ja auch nicht sieht, was die patienten da so alles bekommen.


    und ja, es gibt auch patienten, die es nach 10 jahren nicht können. und viele, die es eigentlich können, aber von ihrer diagnose und den umständen, in denen sie sich gerade befinden, so eingeschränkt sind, dass sie es nicht aufnehmen können. das gilt auch den angehörigen und auch den medizinischen kollegen. auch mir.

    Möwe die statistik wird hier vom statistischen zentralbüro gemacht, in dem statistiker arbeiten. man hofft, dass die von statistik ahnung haben. aus sicht des forschers kann ich jedoch sagen, dass man jede statistik, je nachdem welche methode man verwendet, sich auch schön reden kann. allerdings ist die sache bei den totalzahlen eine andere, so und so viele einwohner, so und so viel prozent suizide, dann aufteilung nach geschlecht, alter, staatsangehörigkeit usw. wenn man gewisse faktoren stabil über jahre ansieht hilft das schon ein bisschen.

    und das, was du da beschreibst zu den medikamenten, das kann man manchmal erleben, wenn man denn nicht genau weiss, für welche grunderkrankung das medikament denn gedacht ist und zb. welche zeitintervalle man einhalten soll. wenn der apotheker diese info nicht hat, dann kann er keine konkreten angeben machen. und ehrlich gesagt möchte ich auch nicht in der apotheke stehen und lauthals meine diagnose durch die gegend sagen müssen, das sind ja auch noch andere kunden, die das alles nix angeht. da müssten dann apotheken umgestaltet werden für mehr privatsphäre und nein, trennwände wie hier in norwegen sind nicht ausreichend


    die.lumme die wechselwirkungen und nebenwirkungen kann man aber auch nur dann als solche sehen, wenn man weiss, was der patient denn alles so nimmt und sich somit die nebenwirkungen und wechselwirkungen erschliessen, und man beachte dann das zeitproblem des arztes und des apothekers innerhalb von wenigen minuten eine solche anamnese gemacht zu haben, das geht gar nicht.

    und das inkludiert dann auch die scheinbar harmlosen sachen, die es in der drogerie und over-the-counter zu kaufen bekommt, und die leider weder dem apotheker noch dem arzt bekannt sind, es sei denn man hat bereits einen verdacht und fragt konkret nach. das mit dem konkret ist sehr wichtig, denn sonst bekommt man ganz oft die antwort, ich nehme nichts....ich denke, das kennst du auch. und manchmal auch entrüstete blicke, weil ich leute denken, man frage sachen, die den arzt nix angehen.

    die.lumme ja genau so. wenn man aber seinen kunden veralbert oder sich dieser veralbert fühlt, weil er weiss, dass der apotheker sehen kann, wie lange er das medikament schon nimmt und dann trotzdem fragt nehmen sie das medikament schon lange, dann hat man definitiv einen zuhörer verloren. den satz, bitte denken sie daran, das medikament so und so zu nehmen kann man auch sagen, ohne eine veralberung. und es ist ein ganz grosser unterschied zwischen beratung und belehrung. das erstere geht auch ohne zweiteres, so dass sich die kunden nicht auf die füsse getreten fühlen. gilt natürlich ebenso f¨r den arzt.


    meine grossschreibetaste geht plötzlich nicht mehr. toll.

    Ja, und dann muss man gucken, wer bloß die Methode wechselt.

    das ist ja eventuell nur möglich bei denen, die mehrere Versuche gestartet haben, die anderen können die Methode nicht wechseln ;), da könnte es nur sein, dass sie sich von vorneherein für eine andere Methode entschliessen.

    Da aber die Selbsmordraten seit Jahren stabil sind (von statistischen Schwankungen abgesehen und davor die Prozentanzahl der Männer höher war, die eher andere Methoden als Vergiftung wählen) ist davon auszugehen, dass entweder von vorne herein andere Methoden gewählt werden, andere Medikamente oder Mittel zur Verfgiftung heran gezogen werden oder oder).

    In UK gibt es Paracetamol im Supermarkt. Ist da die Suizid-durch-Paracetamol-Rate höher?

    keine Ahnung, das könntest du ja mal googlen. Ebenso, ob der Supermarkt auch unzählige Packungen rausgeben darf oder dort auch nur eine gewisse Anzahl (pro Einkauf) verkaufen darf (wie das hier sowohl im Supermarkt als auch an der Tankstelle der Fall ist).


    Wichtig ist daran zu denken, dass mit dieser Restriktion die Rate gesenkt werden sollte, also man muss die Zahlen von vorher und nachher vergleichen und nicht die Zahlen zwischen den Ländern.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand aus Versehen mit Paracetamol vergiftet sinkt genau nämlich nicht, weil es meistens Kinder sind, die sich aus Versehen mit Paracetamol vergiften. Auch die Statistik zur Vergiftung ausversehen ist nicht gesunken. Da man aber keine bessere Alternative als diese zur Hand hat, behält man diese bei.


    Bei "echten Suizid-Kandidaten" würde auch ein Gespräch des Apothekers darüber, dass Paracetamolvergiftungen sehr unangenehm sein können meistens nix bringen, weil ja den Leuten nicht auf der Stirn steht, dass sie sich umbringen wollen und man dadurch nicht erkennen kann, wer solche eventuelle "Kandidaten" denn sein sollen. Diese Kandidaten unterscheiden sich nämlich durch NIX von Nicht-kandidaten, sonst wäre es ja ganz einfach, für nahe Angehörige oder medizinisches Personal diese zu erkennen und Suizide zu verhindern. Ist es aber nicht. Leider.

    Und pauschal allen, die ein Schmerzmittel kaufen wollen, die Aufklärung über einen Suizid reinzudrücken ist ein Ding der Unmöglichkeit... und birgt ausserdem die Gefahr, jemanden eventuell noch auf Gedanken zu bringen oder Gedanken in die Tat umzusetzen lassen. Denn für diese armen verzweifelten Leute ist das Leben so sehr unangenehm, dass sie sich umbringen wollen, die stören sich dann nicht daran, dass sie eventuell noch durch ein paar Tage mehr Unannehmlichkeiten durch Paracet zu erleiden haben.

    Das wird hier daran scheitern, dass sehr viele Rezepte nicht korrekt ausgestellt sind und nachgebessert werden müssen. Das geht auf Papier, aber nicht elektronisch (weil Dokument und so).

    Das geht elektronisch tatsächlich sehr schnell und einfach, denn: auch der Arzt sitzt hier am PC, kann per Knopfdruck das fehlerhafte Rezept zurückziehen und ein neues, korrektes reinlegen. Ganz schnell, ganz unkompliziert.

    Fehlerhaft ist hierzb. schon, wenn der Arzt einen Fachausdruck verwendet hat: zb. bei Salbutamol den Verwendungszweck "bei akuter Obstruktivität" draufgeschrieben hat anstelle von bei akutem Atembeschwerden. Für mich ist die laienhaftere BEschreibung durch den Apotheker auch nicht besser, ich sehe da genauso viele potentielle Missinterpretationsmöglichkeiten durch den Patienten (ich meine, beim Sport kann man ja auch durchaus mal schwer Luft kriegen ;) und anscheinend wählen viele norwegische Wintersportler diese Interpretation und haben deswegen, obwohl kein Asthma, einen imensen Verbrauch an Asthmamedikation, nicht nur Inhaler, sondern soagr Verstäuber!)

    Solche Änderungen werden allerdings hier ohne Ab- und Rücksprache mit dem Arzt vom Apotheker durchgeführt. Das wäre in D undenkbar, denn in D ist ein Dokument ein Dokument... das wird hier anders gesehen und ich finde das bedenklich... zumal im Falle von Asthma alle Patienten zur Atemsprechstunde geschickt werden, wo ihnen die Begrifflichkeiten (eben genau das Wort Obstruktivität) und Symptome erklärt werden, ebenso die Benutzung von Inhaler und Verstäuber, ebenso wie man den Spacer benutzen und reinigen lassen soll, damit er sich nicht elektrostatisch auflädt. Das ganze wird auch "abgeprüft" nach dem Gespräch. Ob der PAtient ein solches GEspräch erhalten hat, sieht der Apotheker auch, denn er kann auch einsehen, wer der Erstverschreiber der Medikation war, wenn die nachfolgenden Medikationen vom Allgemeinmediziner ausgeführt werden.

    HeikeNorge meintest du mich mit dem Hinweis zu den wechselwirkungen?

    Ja, klar. Aber wenn Beratung durch apotheken sein soll, würde ich da einfach eine Bemerkung erwarten. Evtl. die Frage, ob der Arzt das so entschieden hat.

    Und eben kein “hier bitte, 25,80 bitte.“

    nein, ich meinte Reinländerin, die ich auch zitiert habe und auf ihre Frage an mich geantwortet habe.

    HeikeNorge das mit den Schmerzmitteln finde ich super! Die letale Dosis ist da erschreckend schnell erreicht und die sind ja auch recht günstig...

    es ist so ein bisschen Augenwischerei, denn die Suizidzahlen durch Schmerzmedikamente ist durch Einführung dieser Regel nicht gesunken; ebenso wenig kann kontrolliert werden, ob die suizidgefährdete Person dann das nicht eben genauso macht wie ich, nämlich drei Apotheken abklappern bis man die potentiell toxische Dosis von 10 g Paracetamol (bei Erwachsenen) zusammen hat. Oder sich bereits einen Vorrat anlegen.

    Ich frag mich, warum das Augenmerk so sehr auf den Kindern liegt und nicht auf ALLEN Menschen, schließlich profitiert man in jeder Art von der Impfung, egal welchen HPV Virus man bereits hatte, auch viele Kinder sind ja wohl bereits infiziert, ohne jemals Sex gehabt zu haben.

    Wieso sollte nicht flächendeckend geimpft werden, genau wie bei Masern etc. Der Herdenschutz greift ja auch da. Und wenn man sich bereits auf dem Klo beim abwischen auch die High Risk Viren von seinen eigenen Händen übertragen kann, dann sollte ja eigentlich jeder geimpft werden, um keinen weiteren anzustecken . Unwahrscheinlich aber wohl möglich. Wie gesagt sind mir die Ansteckungsmöglichkeiten nicht ganz klar. Man hat die Viren womöglich überall auf der Haut , kann sich aber nur bei jemanden anstecken, der erkrankt ist #gruebel

    Mein Frauenarzt meinte damals , ich müsse mich erst wieder testen lassen, wenn ich den Partner Wechsel, war auch ordentlich teuer damals , hab 80 DM bezahlt und fühlte mich bisher eigentlich sicher.

    Jetzt nicht mehr wirklich...#hmpf

    Das mit dem Herdenschutz wird ja versucht, aber eben über die jüngere Generation, unsere Kinder, weil da die Chancen am grössten sind, dass sie noch nicht in Kontakt mit dem Virus waren.


    Das mit dem Partnerwechsel und dem negativ für HPV ist auch so eine Sache: Es gibtverschiedene Theorien zur Latenz. Eine davon ist, dass eine Infektion viele Jahre lang in der Grundschicht der Schleimhaut "ruhend" bleiben kann, ohne dass eine aktive Virusproduktion stattfindet, sprich die zervikale Untersuchung ist normal und der HPV-Test negativ. Nach vielen Jahren kann eine solche latente Infektion reaktivieren, Zellveränderungen und einen positiven HPV-Test hervorrufen. Dies kann sowohl bei Männern als auch bei Frauen auftreten. Weil diese Möglichkeit besteht, kann ein HPV-Test zB. auch nicht als "Ehebruchstest" verwendet werden.

    Inwieweit eine Impfung eventuell doch nützlich ist, vor den schlummernden Viruen zu schützen, ist unklar, aber denkbar.


    Noch etwas zu Infektionen mit HPV und im Säuglings-oder Kleinkindesalter, verdeckt da eventuell Trigger:

    in NOrwegen ist das so, dass der Arzt ein "online-Rezept" erstellt; dieses Rezept liegt in einem intranet, auf das alle Apotheken im Lande Zugriff haben. Als Patient geht man dann in die nächstbeliebige Apotheke, sagt seine Sozialversichungsnummer und legt seine ID vor und die Apothekerin händigt einem das Medikament aus. Das gilt auch so für BTM. Wenn jemand anderes das Medikament holen möchte und der Patient volljährig ist, dass muss eine Vollmacht ausgefüllt werden und die ID des Patienten und des Abholers vorgelegt werden

    Wow, das wäre eine Entlastung! Kann die Apotheke auch einsehen, welche weiteren Medikamente ein Patient nimmt und evtl. zu möglichen Wechselwirkungen beraten?

    Ja, das kann sie; die Apotheke sieht alles, was der Patient an verschriebenen Medikamenten einnimmt und wieviele Medikamente denn wo (bei anderen Medikamenten) bereits abgeholt worden sind.

    Und da kommen dann die Nachteile mit einem solchen System zum Vorschein: man wird zum gläsernen Patienten, nicht nur den Ärzten gegenüber, sondern auch noch den Apothekern! Ob man das immer will? Und man taucht in jeder Statistik (anonym auf), weil durch dieses System jedes Medikament einer Diagnose (die ja auch auf dem Rezept draufsteht) zugeordnet werden kann. Datenschutztechnisch gesehen jedenfalls eine sehr dubiöse Sache. Dieses System gibt es in allen skandinavischen Ländern, die deswegen auf der Welte bekannt sind für ihre Registerstudien. In diesen Registern wird halt alles abgespeichert, so was gibt es in den anderen Ländern nicht und wird mit erstauntem Blick kommentiert, dass die Einwohner der skandinavischen Länder das mit sich so machen lassen. Ich persönlich sehe ganz klar die Nachteile daran.


    Die Apotheken nehmen ihre Beratungsfunktion auch sehr ernst. In den Apotheken muss man immer ewig warten bis man dran kommt. Alle Medikamentenausgaben werden von einem approbierten Apotheker kontrolliert, bevor die Medikamente ausgegeben werden. Es wird jedes Mal gefragt, ob man das Medikament schon vorher hatte (was mich immer wieder verwundert, da die Medikamentengeschichte auch einsehbar ist und es gesehen werden kann, wie lange man das Medikament nimmt), es wird jedes Mal kontrolliert, ob die aufgeschriebene Einnahmeweise mit der der Packungsbeilage übereinstimmt...wasmanchmal auch nervig ist, wenn man zB. ein AB für eine Borreliose-Behandlung einnehmen muss, dann muss man ganz anders dosieren und geben, wird auch so im Packzettel angegeben, aber von den Apotherkern oft nicht bedacht, dass es keine "Standardinfektion" ist Das führt dann zu Rückrufen bei den Ärzten, ob die Beschreibung denn so stimmt. Das ist einerseits gut als Kontrolle bei Fehlern, auf der anderen Seite oft auch nervig und auch die Apotheker machen manchmal Quatsch. Egal wie, bei Besuchen in der Apotheke muss man immer nen Zettel ziehen, ca. 10-20 Minuten warten und dann nochmal 10 Minuten am Counter stehen, bis die alles fertig gemacht und kontrolliert haben... da überlegt man sich ganz oft, ob man das Medikament denn jetzt wirklich braucht oder ob man lieber noch ein bisschen wartet.

    Und manchmal will man einfach nur ein over-the-counter-Schmerzmittel kaufen ohne sich dann noch ein Gespräch über eventuelle Wirkungen, Dosierungen usw. anzuhören. Und nicht zu 10 verschiedenen Apotheken gehen müssen, nur weil man mehrere Schmerzmittel in verschiedenen Dosierungen braucht (weil man mehrere Kinder in verschiedenen Körpergewichten hat) und man die nicht ausgehändigt bekommt, weil man nur 2 Packungen pro Tag von ein und derselben Apotheke ausgehändigt bekommt (um dem Suizid durch Schmerzmittel ein wenig vorzubeugen).


    Zu den Wechselwirkungen: die können aber müssen nicht auftreten und manchmal gibt es keine andere Wahl als auszuprobieren, ob die eventuell auftreten oder nicht, weil keine andere Therapiemöglichkeiten zur Hand sind. Das gleiche gilt für Nebenwirkungen. Der menschliche Körper ist halt keine Maschine, sehr individuell und man kann nicht voraussehen, was eventuell passiert oder nicht. Das nennt sich dann Risiko-Nutzen-Abwägung.

    Noch einmal: Ich bin nicht gegen die Impfung.

    Dann hatte ich das wohl missverstanden. Für mich hatte sich das so angehört, da du geschrieben hattest, dass du deine Tochter unvernünftig findest, weil sie die Impfung will

    Da sollte es zumindest vernünftiges Material für Laien von der Stiko geben....

    Das wäre doch mal ein super Vorschlag, den du der Stiko unterbreiten könntest: die Infos, die es zb. auf der Seite des RKI gibt als Flyer auszudrucken und ins Wartezimmer zu legen.


    Hier werden keine Flyer mehr ausgelegt, weil in Umfragen gerausgekommen ist, dass die Jugend von heute nicht mehr an Info in Papierform interessiert ist, die wollen Info nur noch im Netz haben. Aus ärztlicher Sicht finde ich es schwierig dem entgegenzukommen, denn es fällt mir deutlich einfacher einen Flyer, den ich in der Praxis habe, hervorzuzaubern, als mich an alle Links für alle Infoseiten zu erinnern und diese per Email usw. zu verschicken (abgesehen davon, dass das Email schreiben mehr Zeit kostet, die dann im Patientengespräch fehlt).


    Ich würde das auch ganz toll finden, wenn es Flyer von der hiesigen Stiko gibt, dass man alle 10 Jahre Tetanus, Diphterie, Polio und Keuchhusten auffrischen lassen sollte. Das wird hier nämlich sträflich vernachlässigt und wenn überhaupt nur bei Verletzungen in der Notaufnahme oder bei Terminen zur Impfungen für Fernreisen zur Sprache gebracht. Wie gut, dass die Norweger so gerne Fernreisen unternehmen.