Beiträge von Susan Sto Helit

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    enfj-a ich habe hier eine wirklich interessierte, engagierte und kluge dreizehnjährige...

    Ich will sie absolut nicht in der Politik sehen. Ich weiß, dass ist egoistisch, aber solange der Lobbyismus (wann traut man sich endlich diesen elenden Euphemismus abzulegen) die Politik U d damit die Menschen, die Politik machen, vergiftet, möchte ich mein Kind da nicht sehen.

    Wobei es nun wirklich nicht so ist, dass alle Politiker:innen korrupt sind.


    Wir hatten hier in FFM ja gerade den AWO-Skandal rund um unseren alten OB, aber es ist eben noch ein Skandal, weil der Normalfall und die Erwartung eigentlich schon immer noch sind, dass die Amtsträger:innen halbwegs gradlinig sind.

    Rein wirtschaftlich hat das übrigens durch aus einen Vorteil, finde, ich: ich hätte mich trotz Teilzeit stets selbst versorgen können, was der geringer verdienende Partner, der in TZ geht eher nicht kann. Ich verdiene mit 25 Stunden, soviel wie mein Mann bis vor kurzem (da kam eine Beförderung) mit 38 Stunden.

    Ja, und wenn du ein Mann wärst und dein Mann die Frau, wäre die Argumentation wahrscheinlich, dass es sich für deinen Mann ja gar nicht lohnt, arbeiten zu gehen, weil du fast doppelt so viel verdienst wie er und dann kann er doch auch zuhause bleiben.


    So hier im Forum schon echt oft gelesen...

    Aber es ist einfach sehr auffällig, dass der Grund, warum die Mutter zuhause bleibt/"bleiben muss" (sie verdient weniger),

    Ist das denn der Hauptgrund oder einzige Grund? Das war es bei uns naemlich nicht. Und dennoch bin ich zu Hause geblieben. Verdient haben wir damals gleich viel.

    Nein, natürlich nicht. Das merkt man in dem Moment, wo die Frau mehr verdient und auf trotzdem Elternzeit nehmen kann - wo der Mann das nicht "gekonnt" hätte.


    Da ist auch ganz viel "wer will, findet Wege, wer nicht will, findet Gründe". Und es ist halt einfacher, das zu wollen, was die Mehrheit schon vorlebt.

    Die Argumente, die da gefunden werden scheinen dann aber von beiden getragen zu werden? Und die Rückkehr zur Arbeit nach einem Jahr auch? Dann verstehe ich das Problem nicht. Wenn beide zusammen entscheiden, dass die Mutter daheim bleibt ist es doch ok? Und wenn es ein Jahr, drei Monate oder fünf Jahre sind doch auch?


    Das mit den männlichen Nachnamen verstehe ich nicht

    Natürlich darf jedes Paar seine eigene Entscheidung treffen, die werden halt nicht im Vakuum getroffen, sondern in einem gesellschaftlichen Kontext, und da ist es schon auffällig, wenn in vergleichbaren Situationen, die sich vorallem durch das Geschlecht der Beteiligten in den Rollen unterscheiden, immer bestimmte geschlechtsabhänggige Entscheidungen getroffen werden.

    Aber diese Geldprobleme spielen doch bei den Leuten, bei denen es um Karriere geht nicht wirklich eine Rolle? Also wer bei Siemens ins höhere Management aufsteigen will macht das wahrscheinlich nicht, weil sie erst dann in der Lage ist, ihre Familie zu ernähren, sondern weil sie den Job machen möchte.

    Die schrauben einfach ihre Ansprüche hoch und *zack* reicht das Geld auch nicht mehr...

    aber das hat doch nicht mit den von claraluna angesprochenen Arbeitsverhältnissen zu tun, die die Leute dazu zwingen, Doppelverdiener zu werden, damit die ihre Familien ernähren können?


    Insofern als es einen relativ breiten Graubereich gibt zwischen (nicht) können und wollen.


    Aber diese Geldprobleme spielen doch bei den Leuten, bei denen es um Karriere geht nicht wirklich eine Rolle? Also wer bei Siemens ins höhere Management aufsteigen will macht das wahrscheinlich nicht, weil sie erst dann in der Lage ist, ihre Familie zu ernähren, sondern weil sie den Job machen möchte.

    Die schrauben einfach ihre Ansprüche hoch und *zack* reicht das Geld auch nicht mehr...

    Aber spannenderweise nur wenn der Mann der besser verdienende ist. Wenn die Frau das ist, werden dennoch Argumente gefunden, warum denn die Frau zuhause bleiben muss (obwohl es vorher immer anders abgesprochen war) und dann kann auch "nur" ein Jahr zuhause geblieben werden, weil das Geld ja sonst nicht reicht. Wenn man da auf gesellschaftlich wirkende Mechanismen hinweist, ist man ebenso "böse", wie wenn man auf die "Zufälligkeit" der schöneren, männlichen Nachnamen hinweist. #weissnicht

    In der Tat, durchaus auch mein Eindruck, zumindest der erste Teil.

    Aber diese Geldprobleme spielen doch bei den Leuten, bei denen es um Karriere geht nicht wirklich eine Rolle? Also wer bei Siemens ins höhere Management aufsteigen will macht das wahrscheinlich nicht, weil sie erst dann in der Lage ist, ihre Familie zu ernähren, sondern weil sie den Job machen möchte.

    Die schrauben einfach ihre Ansprüche hoch und *zack* reicht das Geld auch nicht mehr...

    Kristina Schröder hat ihr Ministerinnenamt aufgegeben, blieb aber danach weiterhin Abgeordnete, was auch eine Vollzeittätigkeit ist. Sie ist 2013 sogar nochmal direkt gewählt worden (das war nach der Entscheidung, nicht mehr als Ministerin zu arbeiten). Sie hat 2014 ein zweites Kind bekommen und ist erst 2017 aus der Politik ausgeschieden, übrigens ziemlich gleichzeitig mit ihrem Mann.


    enfj-a ja, da kann man gut sehen, was das Elterngeld bewirkt hat.

    Dass es selbstverständlich ist, nach einem Jahr wiederzukommen.

    Ich finde das sehr interessant, wie Menschen sich da selbst beschränken. Es gibt ja immer noch genauso wie vorher für jedes Elternteil Anspruch auf bis zu drei Jahre Elternzeit. Da hat sich überhaupt nichts geändert, nur dass es jetzt für das eine Jahr mehr Geld gibt (was auch nicht für alle stimmt, im Niedriglohnsektor gab es meines Wissens zumindest in bestimmten Konstellationen früher länger Geld).


    Trotzdem orientieren sich mehr Leute an dem einen Jahr.


    Ich kenne ja auch weiterhin recht viele Leute, bei denen der besser verdienende Mann keine Elternzeit nehmen "kann", weil ein bestimmter Lebensstil als wichtiger angesehen wird als die Beziehung des Kindes zu seinen Eltern.

    Ja klar, ist das nicht immer schön und läuft nicht alles optimal. Übrigens ist es auch hier ja so, dass Frau Peschel-Gutzeit dazu befragt wird - wo war eigentlich der Vater der 3 Kinder?


    Meine Mutter sagt auch, dass sie bei der Erziehung ihrer Kinder Fehler gemacht hat, es will nur der Spiegel sie nicht dazu interviewen... Sie war die ersten ca. 12-13 Jahre meines Lebens nicht erwerbstätig. Meine Essstörung habe ich, seit ich ca. 8/9 bin, da hat es also nichts genützt, dass sie zuhause geblieben ist. Meine wichtigste Gesprächspartnerin damals war auch nicht sie, sondern unser Babysitter.


    Heute ist meine Mama eine der wichtigsten Menschen in meinem Leben, aber die traditionelle Aufteilung, in die sie damals gerutscht sind, finde ich auch im Nachhinein nicht toll und finde auch, dass mein Vater sich da auch noch mehr hätte einbringen können. Er hat schon ganz viel gemacht, aber halt z.B. nicht seine Stelle reduziert, damit sie ins Referendariat gehen kann.


    Meine Erfahrung dazu ist außerdem, dass Nicht-Erwerbstätigkeit dann auch oft mit anderem gefüllt wird (z.B. Ehrenamt). Das ist für die Person sicherlich schön, aber dann ist sie eben auch nicht da.

    Interessant!


    Wie war denn das Entfernen? Das scheint ja manchmal etwas komplizierter zu sein.


    Bei mir ist der Bluterguss fast verheilt und ich merke kaum noch was von dem Stäbchen (kann es aber noch tasten). Nachdem ich meine Impfung (in den anderen Arm) bekommen hatte, hat es Abends und am nächsten Morgen gejuckt, da habe ich mich gefragt, ob es einen Zusammenhang gab. #gruebel Aber sonst bisher weiterhin alles tutti.

    Mit hormoneller Verhütung war ich nach dem Ding dann aber ein für alle Mal durch. Und bin dann zu NFP gekommen. Hätte ich irgendwie auch früher ohne so eine gesundheitlich äusserst besch*** Zeit haben können. Aber ihr wisst ja, mit Erfahrungen ist es wie mit Apfelkuchen...

    Wie ist es mit Apfelkuchen?


    Mir wäre NFP viel zu unsicher, ich bin dafür auch glaube ich zu impulsiv. Mein Plan ist im Prinzip, wenn alles gut geht, jetzt 2x das Stäbchen zu haben und entweder habe ich bis dahin doch noch den TraumvatermeinerKinder gefunden oder ich denke als nächstes über eine Sterilisation nach.

    Kein Wunder sind Männer erfolgreicher - die wissen, dass sie jemanden brauchen, der sie unterstützt, damit sie ihre Karriere forcieren können.

    Leider gibt es immer noch zu wenige Männer, die bereit sind, ihre Frau entsprechend zu unterstützen :(


    Sheryl Sandberg (die Facebook-Managerin) sagte mal, die wichtigste Karriereentscheidung einer Frau ist, welchen Partner sie wählt. Da ist schon was dran.


    Wobei ich auch Frauen kenne, die es ohne unterstützenden Partner geschafft haben, sowohl in meinem Bekannten- und Verwandtenkreis als auch bekanntere Persönlichkeiten wie Lore Maria Peschel-Gutzeit

    https://de.wikipedia.org/wiki/Lore_Maria_Peschel-Gutzeit

    Das sind aber eben oft sehr leistungsstarke, selbstbewusste Frauen. Da muss man ja auch erstmal hinkommen bzw. das so stemmen können.

    Aber dass mal jemand ehrlich sagt, dass sie sich nicht so kümmern kann wie "normale" Mütter... ich hoffe doch sehr, dass das ausgesprochen wird

    Die Frage richtete sich ja nach Berufstätigkeit der Mutter im Kleinkindalter, ohne irgendwelche Angaben dazu, wie viel Berufstätigkeit und was genau Kleinkindalter heißt.


    Die Bundeszentrale für Politische Bildung sagt dazu:


    Abhängig vom Alter des jüngsten Kindes verändert sich die Erwerbstätigenquote – insbesondere der Mütter – deutlich. Mehr als ein Drittel (36 %) der Mütter, deren jüngstes Kind im Krippenalter von unter drei Jahren war, war berufstätig. Erreichte das jüngste Kind das Kleinkindalter von drei bis fünf Jahren, gingen bereits doppelt so viele (72 %) einer Erwerbstätigkeit nach.

    Quelle: https://www.bpb.de/nachschlage…eit-von-familie-und-beruf


    Demnach IST die normale Mutter eines Kleinkindes berufstätig.


    Mein privater Eindruck ist übrigens, dass die Frage ob berufstätig oder nicht nur beschränkte Auswirkungen darauf hat, wie sich Mütter um ihre Kinder kümmern.

    Ich habe jahrelang symptothermal mit den iButton verhütet, das war so eine Nerd-Bastellösung. Damit muss man nicht nach dem Aufwachen messen und es klappte auch bei unregelmäßigem Schlaf in der Stillzeit.


    Jetzt gibt es etwas ähnliches kommerziell, „trackle“ heißt das Dingens, aber dazu habe ich keinerlei Erfahrungen.

    Daran dachte ich auch gerade. Hat das für dich gut funktioniert?

    Ich finde gar nicht dass die Sängerin so sehr nuschelt? #schäm

    Zustimm. Ich find den Text ziemlich klar.


    Ich habe jetzt erst gelesen, dass @Susan sto heilt es schon aufschrieb, dann höre ich jetzt nicht weiter 😊

    Uff, wenn du es so klar findest, schau doch mal meinen Mitschrieb durch, da sind einige Stellen, bei denen ich mir auch beim fünften Hören nicht sicher war...