Beiträge von Susan Sto Helit

    Mehr als zwei Monate Elternzeit für den Vater könne man sich nicht leisten.

    Ja, ne, ist klar.

    Nuja wenn die Finanzierung des neuen Häusschens und der Autos auf kante gerechnet ist kann ich mir das schon vorstellen


    Wir hätten uns auch ohne Häuschen schlicht nicht leisten können, dass mein Mann in Elternzeit ging. #weissnicht


    Ich erlebe es auch so wie derFabian , dass dahinter schon auch häufig eine Priorisierung steht, jedenfalls wenn die Schwangerschaft halllbwegs geplant war. Dann ist man halt schon vorher in die größere Wohnung gezogen oder hat sich andere finanzielle Verpflichtungen aufgebürdet oder hat Geld für anderes ausgegeben oder anderweitig investiert.


    Das ist ja auch nicht verboten. Man kann doch ehrlich sagen: So und so lebt es sich am besten für uns, und dass der Vater die Kinder dadurch weniger sieht, nehmen wir dafür in Kauf.


    Wie ist das eigentlich, wenn z.B. die Mutter noch studiert und der Vater erwerbstätig ist, könnten dann beide oder nur der Vater Elternzeit nehmen und (ergänzendes) Alg II beziehen? Das müsste doch eigentlich gehen?

    Ich kenne immerhin einen Mann, der ein halbes Jahr Elternzeit genommen hat. 8o Und ein paar Konstellationen, wo die Frau Hauptverdienerin ist.


    Dafür aber auch Kollegen Mitte 30, die meinen, dass man das als Mann ja nicht machen könne, weil man dann signalisiere, keine Lust auf Karriere zu haben.


    Und Leute, die einfach so planen, dass sie sich eine Elternzeit für den Mann nicht leisten können.


    Also da ist echt noch viel Emanzipationspotential.

    claraluna , wieso stützt die Anna aus dem Interview das Patriarchat?


    Ich fand im Interview ein bisschen seltsam, dass die Interviewerin so auf dem Ehevertrag rumgeritten ist. Was glaubt die denn, was man für magische Dinge in einem Ehevertrag regeln könne? Offensichtlich verdient der Marcus ordentlich und ohne Schummelmöglichkeiten, Kinderunterhalt müsste er also auf jeden Fall zahlen, und der Spielraum für nachehelichen Unterhalt wäre bei 5 Kindern eh nicht so beeindruckend.

    Ich habe mich darüber auch gewundert, aber es stimmt natürlich, dass man zumindest längere Unterhaltszeiten und höheren Unterhalt und keine Zuverdienstpflicht und so festlegen kann. Oder Ausgleich für entgangene Lohnerhöhungen und Beförderungen oder so.

    Ich schrieb schon, dass das ein geniales Modell ist, weil beide Parteien da so viel mehr Lebensqualität haben als wenn sich zwei Parteien zerreißen um den Spagat Familienleben / Berufsleben zu vereinen.

    hm... ich finde nicht, dass ich als Hausfrau mehr Lebensqualität hab. Meines Erachtens hat beim traditionellen Modell nur der Mann mehr Lebensqualität. Bzw. derjenige, der nicht zuhause bleibt, egal ob Mann oder Frau.

    Hängt das nicht an dem, was man gerne macht? Ich kenne Frauen, die gerne zuhause sind und keine Lust auf Erwerbsarbeit haben. Und ich kenne Männer, die nicht gerade viel Lust auf Erwerbsarbeit zu haben scheinen, sich aber durchbeißen. Weil, keine Ahnung. Macht man halt so.


    Heißt es nicht immer, zwei Drittel oder mehr der deutschen Arbeitnehmer_innen hätten innerlich gekündigt?


    Da sind bestimmt ein paar dabei, die zuhause glücklicher wären.


    (Ich gehöre nicht dazu, ich hasse Hausarbeit.)


    Bei diesem Beispiel mit Anna und Marcus sehe ich Marcus in größerer Abhängigkeit. Wenn Marcus sich trennt, muss er durch den Unterhalt weiterhin finanziell für die Familie sorgen. Für Anna ändert sich also wenig.


    Aber wenn Anna sich trennt, steht Marcus alleine mit seinem Vollzeitjob und 5 Kindern da. Anna kann als Langzeitarbeitslose noch nicht mal nennenswert Unterhalt zahlen und zum "um die Kinder kümmern" kann man vom Gericht nicht verurteilt werden.

    Das erscheint mir nicht so wahrscheinlich.


    Eher ist es so, dass wenn Anna und Marcus sich trennen, Anna zugemutet wird, halbtags erwerbstätig zu sein, wenn das jüngste Kind in den Kiga kann. Dann hat sie fünf Kinder an der Backe und Druck, selbst Geld zu verdienen. Marcus degradiert sich selbst zum Wochenend-Zahlpapa und zum "um die Kiner kümmern" kann man auch ihn nicht verurteilen.
    Umgekehrt ist er faktisch relativ gut geschützt davor, dass Anna ihn mit den Kindern sitzen lässt, weil sie im Zweifel die stärkere emotionale Bindung an die Kinder hat, weil sie mehr Zeit mit ihnen verbracht hat.

    Was auch wichtig ist, dass dein Putzmann seine Arbeitszeit bei dir dokumentiert. Wir haben das so gelöst, dass wir in ein kleines Heftchen jeweils das Datum reinschreiben und das dann mit Uhrzeit und Unterschrift ergänzt wird.

    Unser Steuerberater hat uns dazu geraten.

    Wozu braucht man das denn? Wegen Mindestlohns? Edit: nee, die Dokumentationspflicht gilt nicht für Privathaushalte.


    Ich wollte in den Arbeitsvertrag reinschreiben, dass er früher gehen kann, wenn er eher fertig ist, und wenn er nicht fertig wird nach 4h nur Bescheid sagen soll, dass die Zeit nicht gereicht hat und gehen.


    Freda: Überweisung mache ich sowieso, ich würde einen Dauerauftrag einrichten. Barzahlung würde ich zu oft vergessen.


    Ich habe jetzt einen wunderschönen Arbeitsvertrag entworfen #freu undmir ungefähr 10 Fragen für die Minijob-Zentrale notiert. #rolleyes

    Was auch wichtig ist, dass dein Putzmann seine Arbeitszeit bei dir dokumentiert. Wir haben das so gelöst, dass wir in ein kleines Heftchen jeweils das Datum reinschreiben und das dann mit Uhrzeit und Unterschrift ergänzt wird.

    Unser Steuerberater hat uns dazu geraten.

    @wozu braucht man das denn? Wegen Mindestlohns?


    Ich wollte in den Arbeitsvertrag reinschreiben, dass er früher gehen kann, wenn er eher fertig ist, und wenn er nicht fertig wird nach 4h nur Bescheid sagen soll, dass die Zeit nicht gereicht hat und gehen.


    Überweisung mache ich sowieso, ich würde einen Dauerauftrag einrichten.

    Ich habe auch eine Haushaltshilfe, angemeldet über die Knappschaft Bahn/See, seit 11 Jahren. Da muss man sich um nichts weiter kümmern. Wenn sie einmal angemeldet ist, bekommt man alle halben Jahre von der Minijobzentrale alle Abgaben/Versicherungen vom Konto abgebucht.


    Wie funktioniert das bei Gehaltserhöhungen?


    Ich wollte eigentlich eine jährliche Gehaltserhöhung einbauen (mein eigenes Gehalt passt sich auch an, da finde ich das fair).


    Meldet man dann jeweils neu?

    Ich wohne in Frankfurt.


    Meine Überlegunge war, dass das hochgerechnet auf eine volle Stelle mit 40h einem Monatsgehalt von 3000 Euro entspräche, aber mit höherem Netto., das erschien mir für eine Stelle ohne formalen Abschluss auch hier vertretbar? Momentan zahle ich an Helpling 15 Euro pro Stunde plus Trinkgeld, aber davon gehen ja noch Provision und Steuern ab. Die 15 Euro hatte er selbst festgesetzt, meine vorherige Putzfrau hat mehr gekriegt.


    Die Jobs aufzulisten ist eine gute Idee!

    Hallo zusammen,


    ich habe leichtsinnigerweise meinem Putzmann angeboten, dass wir von Helpling auf Arbeitsvertrag umstellen.


    Er hat wohl noch einen Job, der mehr als Minijob ist.


    Ich habe verstanden, dass ich ihn bei der Minijob- Zentrale anmelden kann und dann ziehen die die Abgaben von meinem Konto ein und ich zahle ihm monatlich sein Gehalt aus.


    1. Wie funktioniert das, falls er

    A) individuelle Besteuerung wünscht? Muss ich dann Lohnsteuer vom Lohn einbehalten?


    B) selbst in die Rentenversicherung einzahlen will? Wie berechne ich das und wer muss das wohin zahlen? Würde das auch mit eingezogen oder müsste ich das selbst irgendwohin überweisen?


    C) einen weitern Minijob annimmt, ohne mich zu informieren, und damit die 450-Euro-Grenze überschreitet? Betrifft mich das dann irgendwie?


    2. Wann ist es sinnvoll, individuelle Besteuerung zu wählen? Gibt es da eine Faustregel mit Beträgen?


    Die FAQs der Minijob-Zentrale habe ich gelesen, aber bin nicht so recht schlau daraus geworden.


    3. Welche Angaben brauche ich von ihm außer Name und Adresse? Sozialversicherungsnummer? etin? Bei individueller Besteuerung irgendwas zu Lohnsteuermerkmalen?


    4. Gibt es Infos zu Minijobs auf Englisch? Ich weiß nicht, wie gut sein Deutsch ist, wir sprechen immer Englisch miteinander.


    5. Brauche ich eine extra Versicherung oder so, falls bei der Arbeit was kaputtgeht (an ihm oder an meiner Einrichtung...)


    6. Findet ihr 300 Euro im Monat (inklusive seiner Abgaben, aber ohne meine) okay für einen halben Tag pro Woche? Er macht seine Sache ordentlich, hat vorher im Hotel gearbeitet und macht auch immer so Sachen wie Geschirr spülen oder das Bett frisch beziehen. Die Wohnung hat 73 qm.


    #flehan


    Susan