Beiträge von Susan Sto Helit

    Unsere Katze ist nicht nach Hause gekommen, ich mache mir solche Sorgen. #crying Sie ist noch nie über Nacht weg geblieben und kam auch beim Regen nicht, was sie sonst immer macht...


    Gute Besserung, salesi ,ich hoffe, du kannst jetzt schlafen.

    Oh je, ich drücke dir die Daumen, dass sie wiederkommt.

    Das fängt schon mit der Teilnehmerzahl an. Das waren gerade mal 101 studenten pro Gruppe.

    Und jede Gruppe hat nur max oder murat bearbeitet.

    Aussagekräftiger wäre es gewesen, wenn beide Gruppen beide Namen bearbeitet hätten, die Anzahl der Fehler gleich, jedoch unterschiedliche, gemischt in den Gruppen.

    Ich finde es gerade gut, dass es so konzentriert ist. Zum Beispiel: Wenn du verschiedene Fehler hast, kannst du schwieriger beurteilen, ob die unterschiedlichen Bewertungen auf die verschiedene Fehler zurückzuführen sind.

    Die Anzahl der Teilnehmenden finde ich für eine soziologische Studie schon ganz gut. Du musst die Probandinnen und Probanden ja erst einmal irgendwo herbekommen.

    Für größere Studien brauchst du idR mehr staatliche Unterstützung (wie bei der von Towfigh, die ich weiter oben verlinkt habe).

    Ein seriös klingender Daniel zum frech klingenden max hätte ich sinnvoll gefunden.

    Und ein wohlklingender dilan zum mürrisch klingenden murat.


    Bei Dilan wüsste ich nicht, ob das ein Mädchen- oder ein Jungenname ist.


    Und die Mädels. ....eigentlich kann man allerhöchstens draus ableiten, dass männliche Kinder mit nichtdeutschen Namen benachteiligt sind. Das muss nicht automatisch auf nichtdeutsche weibliche Namen zutreffen.

    Das (genauso wie die Erweiterung um neue Namen) wären einfach Erweiterungen der Studie oder mögliche Folgestudien.


    Du müsstest dann weitere Faktoren berücksichtigen, wie etwa, ob Mädchen und Jungs bei gleicher Fehlerzahl unterschiedlich bewertet werden. Das macht es komplizierter.


    Aber nirgends fällt das Wort signifikant.

    Einen signifikanten unterschied würde ich auch im Artikel der Hochschule genau so erwähnen und benennen.

    Doch, die Ergebnisse waren signifikant (ich habe in die Originalstudie geschaut):


    "The results for the main effects in Model 1 show that performance level, migrant background, and the implicit associations predicted 57.3% (adjusted R2) of the variance of the grade. [...] migrant background also affected the grades (β = 0.11, p < 0.05). The dictation was graded less favorably when a student was assumed to have a migrant background (M = 3.09, SD = 1.37) compared to a student without a migrant background (M = 2.76, SD = 1.27). The implicit attitudes had no statistically significant main effect on the grade (β = -0.16, p = 0.230)."

    https://www.frontiersin.org/ar…/fpsyg.2018.00481/full#h5


    Das ist ja eine Pressemitteilung, da kann man sich mit Fachjargon etwas zurückhalten.

    objektive Bewertung ist utopisch.

    Das fängt beim lieblingsschüler an und hört beim migrationshintergrund noch lange nicht auf.


    Gerade bei Aufsätzen gibt es da viel Spielraum.

    Man kann allerdings schon sich bemühen.

    Zum Beispiel war es bei meiner Schwester an der Schule so, dass VOR jeder Klassenarbeit der Erwartungshorizont festgelegt wurde.

    Bei uns gab es das nicht.

    Mich würde sehr interessieren, was bei weiblichen Namen rausgekommen wäre.

    Was bei männlichen verglichen mit weiblichen Namen rausgekommen wäre.

    Vielleicht hilft dir das weiter?

    Etwas anderes Thema, aber ähnliche Richtung:

    https://www.towfigh.net/emanue…ristischen-examina-2.html

    Die Studie hat erhebliche Schwächen

    Magst du dazu etwas erläutern? Ich kenne mich mit Studiendesign nicht so gut aus, daher würde mich interessieren, was du an der Studie bemängelst.

    moin


    ist schon etwas älter, aber lief mir eben über den Weg:


    https://www.uni-mannheim.de/ne…-tuerkischem-hintergrund/


    Max versus Murat: schlechtere Noten im Diktat für Grundschulkinder mit türkischem Hintergrund


    Eine neue Studie zeigt, dass Grundschulkinder mit ausländischen Wurzeln im Fach Deutsch von angehenden Lehr­kräften schlechter benotet werden – bei gleicher Leistung. Das fanden Forschende vom Lehr­stuhl Pädagogische Psychologie der Universität Mannheim heraus.


    Pressemitteilung vom 23. Juli 2018

    Druckversion (PDF)

    In einer experimentellen Studie konnten die Forschenden zeigen, dass angehende Lehr­erinnen und Lehrer schlechtere Diktat-Noten für Schüler mit ausländischen Namen vergeben, auch wenn die Anzahl von Fehlern in den Diktaten gleich war. 204 Studierende einer Pädagogischen Hochschule im Alter von durchschnittlich 23 Jahren haben an dieser Studie teilgenommen. Ausschlaggebend für die unterschiedliche Benotung war allein der Name der Schüler: Während die eine Gruppe ein Diktat von „Max“ benotete, erhielt die andere Gruppe ein identisches Diktat, allerdings von „Murat“. Die Anzahl der gefundenen Fehler war dabei gleich, unabhängig davon, ob das Kind vermeintlich deutsch oder türkisch war. Dennoch leiteten die Beurteiler aus der gleichen Anzahl von Fehlern unterschiedliche Noten ab – mit Nachteil für die vermeintlich türkischen Schüler. Offensichtlich liegt das Problem also nicht in der Ermittlung der Fehler, sondern in der Notensetzung.

    „Unsere Studie liefert neue Ansatzpunkte für die Lehr­kraftausbildung“, sagt Meike Bonefeld von der Universität Mannheim, die die Auswertungen geleitet hat. „Vor allem die Bewertungs­standards sollten vereinheitlicht werden, damit angehende Lehr­erinnen und Lehrer in Zukunft Noten nach objektiveren Standards vergeben“.

    Im vergangenen Jahr hat das Team um Professor Oliver Dickhäuser untersucht, wie sich der Migrations­hintergrund von Schülern auf ihre Mathe-Noten auswirkt. Dafür haben die Bildungs­forscher 1.500 Gymnasiasten im Verlauf von zwei Schuljahren regelmäßig auf ihre Mathe­kenntnisse geprüft. Auch dabei kam heraus, dass Migrantenkinder im Fach Mathematik bei gleicher Sprachfertigkeit und sozialer Herkunft im Vergleich zu ihren Mitschülern ohne Migrations­hintergrund schlechter bewertet wurden.

    Im weiteren Verlauf ihrer Studien wollen die Forscher herausfinden, wie die Urteilsprozesse der Lehr­erinnen und Lehrer bei Notenvergabe ablaufen und was die Gründe für die festgestellten Unterschiede sind. Diese Mechanismen zu verstehen und zu durchbrechen, sei eine wichtige Herausforderung für zukünftige Forschung, so Bonefeld.

    Das Open Access-Manuskript „(Biased) Grading of Students‘ Performance: Students‘ Names, Performance Level, and Implicit Attitude" ist erschienen in der Zeitschrift Frontiers in Psychology im Juni 2018.

    Fragt ihr Passanten nach dem Weg?

    Ja.

    Ich werde auch immer noch nach dem Weg gefragt.


    Fragt ihr in Bus und Bahn nach dem richtigen Bahnhof?

    Ja, und ich werde auch gefragt.


    Fragt ihr nach der Uhrzeit?

    Ja.


    Benutzt ihr Lexika in Buchform?

    Sehr selten, aber ja, doch, kommt vor.


    Telefoniert ihr privat, mehr als zu sagen, dass ihr gleich da seid oder das Brot vergessen habt... Also führt ihr privat so richtige Telefonate?

    Ja, fast jedes Wochenende und tw. auch unter der Woche.

    ich bin in einer mittelgroßen Stadt aufgewachsen. Meiner Erinnerung nach durften wir im Kindergarten-Alter alleine auf den Spielplatz und dann irgendwann auch die Flusswiesen in der Nähe. Zu Kiga und Schule sind wir immer gelaufen oder geradelt, das waren 800 Meter. Ebenso zu Freundinnen, zu Hobbys oder zur Kirche, alles nicht weit, alles spätestens ab 8 Jahre alleine prima machbar.


    Jetzt wohne ich in einer Großstadt, finde aber den Unterschied nicht so arg groß. In meinem Viertel gibt es auch viele kleine Parks und Sträßchen.

    Eva : das kommt aber auch auf die Schule an. Als ich auf die Waldorfschule ging, war da noch richtig viel Elternengagement gefordert, und die Eltern haben sich fast alle mega viele Gedanken gemacht. Das ist bestimmt nicht ganz weg, aber die klassische Mama, die von September bis November Vormittags in Basarkursen Puppen näht und Puppenstuben schreinert, ist definitiv weniger geworden. Inzwischen ist viel mehr darauf ausgerichtet, dass beide Eltern erwerbstätig sind und mehr Geld als Zeit haben. Es gibt eine Kantine (wir gingen mittags nach Hause), Ganztagskiga (meiner endete um 12), usw.

    Ich habe diesmal von meiner Mitarbeiterin, die einen russischen Migrationshintergrund hat Blumen bekommen und mich sehr gefreut. Ansonsten gibt es meist irgendwelche women only business networking chi chi Veranstaltungen, da war ich aber diesmal nicht.

    Ich bezweifle, dass man bei Latein davon reden kann, dass es irgendwie klingt.

    Wenn Engländer Latein reden, klingt es in meinen Ohren wie englisch. Wenn Deutsche Latein reden, sagen wir, dass es wie Latein klingt, aber Engländer sagen sicher auch, es klänge wie Deutsch.

    Es gibt nicht wirklich Ausspracheregeln für Latein, weil es niemand mehr im Original spricht.

    Dochdoch...:

    Käsar und Kikero gingen kum Konkil, Käsar mit Kylinderhut und Kikero in Kivil!


    #freu

    Mei, ich habe bis anhin meine Kenntnisse zu mittelalterlicher Heldendichtung aus der Schule nicht anwenden können. Aber ich hatte eine Menge Spass damit, damals!

    Uns ist in alten mæren wunders vil geseit
    von helden lobebæren, von grôzer arebeit, von fröuden hôchgezîten, von weinen und von klagen,

    von küener recken strîten muget ir nu wunder hœren sagen

    :D kann ich immer noch auswendig, nur die Schreibweise musste ich nachschauen.


    Ich finde die Kenntnis von Sagen und Bibelgeschichten schon hilfreich, weil dann Museumsbesuche (in Museen mit Bildern und Skulpturen) und so mehr Spaß machen. Was natürlich sinnlos ist, wenn man eh nicht ins Museum geht. Aber für mich hat sich der ganze Sprach-, Geschichts- und Religionsunterricht in dieser Hinsicht gelohnt.