Beiträge von Susan Sto Helit

    Was ich mich dabei immer frage:


    Sind bei solchen Studien Regeln zur Vermögensverteilung mitberücksichtigt?


    Also z.B. in Deutschland ist es ja so, dass ich als verheiratete Frau gegenüber meinem Ehemann Anspruch auf Unterhalt habe (und umgekehrt) und im Falle einer Scheidung, wenn vorher kein Ehevertrag geschlossen wurde, ein Anspruch auf Zugewinnausgleich und Versorgungsausgleich besteht.


    Wenn ich mit einer Partnerin oder einem Partner arbeitsteilig leben würde, so dass ich den Großteil des Erwerbseinkommens beisteuere und er/sie dafür den Großteil der reproduktiven Arbeit übernimmt (Haushalt und so), hätte ich eher nicht den Eindruck, die Person auszubeuten, wir partizipieren dann ja jeweils an der Arbeit der anderen.


    Ich hätte jetzt auch kein Problem damit, das stattdessen über eine ausdrückliche Entlohnung zu regeln, aber dann muss man halt u.U. einen Teil des Geldes an den Staat abgeben (Steuern und Sozialversicherungen), was aktuell nicht der Fall ist.

    Ich habe letztens drüber nach gedacht, wie man "Studentenwerk" umstellen könnte. Findet ihr "Studiwerk" passend? "Studierendenwerk" erscheint mir zu sperrig.

    Also, bei uns heißt es schon lange Studierendenwerk und Studierendensekretariat.

    Ich glaube, wenn man das dreimal gesagt hat, kommt es einem nicht mehr sperrig vor...

    Hier ebenso. Das wird schnell selbstverständlich.

    Unterschreib

    Ich kenne sogar Leute, die sich die Mühe machen und mich konsequent IMMER mit Frau Doktor Sto Helit ansprechen.


    Der Aufwand kann also echt nicht das Problem sein.

    Mich würde irgendwie mal interessieren, ob ich hier eher eine Ausnahme bin? Mir ist es so etwas von piepegal, ob jemand z.B. Lehrer, Bauern oder Ärzte sagt und damit beide /alle Geschlechter meint. Es kratzt mich einfach nicht und ich fühle mich nicht benachteiligt!

    Draußen in der Welt bist du damit in großer Gesellschaft.


    Ich finde es schon ziemlich unverschämt, wenn mein Kollege Mails ans Team beginnt mit "Liebe Kollegen" und davon auch, nachdem ich mich beschwert habe, nicht abrückt.

    (Wir arbeiten nicht mehr zusammen.)


    Susan Sto Helit Wie waren denn die Reaktionen in der Kanzlei (das wollte ich schon fragen, als du es gepostet hattest)

    Das wurde bei einem Ladies' Lunch zum Thema Wertschätzende Kommunikation gezeigt. Unsere Reaktionen waren gemischt, natürlich sind wir für angemessene und präzise Kommunikation und haben jede ihre Diskriminierungsstories zu erzählen, stoßen damit allerdings gelegentlich an Grenzen der geschlechtergerechten Kommunikation (z.B. aus rechtlichen Gründen oder in der Zusammenarbeit mit Konservativen).


    Wir haben hinterher auch angemerkt, dass es doch schön wäre, wenn solche Themen nicht (nur) den Frauen präsentiert werden (die im Zweifel schon genug damit zu tun haben), sondern (auch) den Männern.


    Das Video wurde nicht groß kommentiert.

    Ich weiß aber noch ganz genau, dass es mich früher als Kind extrem gestört hat, dass fast alle Charaktere in Kinderserien und -büchern per default männlich bzw. in der Überzahl sind: Der kleine Maulwurf, Hallo Spencer, der Großteil der Sesamstraßenfiguren, Pumuckl, selbst die Maus, zwar selbst nicht sprechend, ist mit männlichen, basslastigen Stimmen unterlegt wenn sie nachdenkt oder sich räuspert.

    Ist das so? In meiner Erinnerung war das nicht so arg. Ich habe z.B. supergerne die Bücher von Enid Blyton und Tina Caspari gelesen und da gibt es ja einige Reihen mit hauptsächlich Mädchen. Märchen haben auch oft weibliche Hauptfiguren (Dornröschen, Allerleirauh, Schneewittchen, Schneeweischen und Rosenrot etc.). Ich hatte früher auch viele Göttinger Kinder- und Jugendbücher aus meinem Großelternhaus, da kamen lauter Mädchen drin vor (Putzi, Iris, Susanne, Doris...). Oder Nesthäkchen und Trotzkopf und Professors Zwillinge. Die enthalten natürlich auch massenweise Rollenklischees, aber gelesen habe ich sie trotzdem gerne.


    Es gibt sogar Studien, dass das Ansehen eines Jobs oder eines Jobbereichs sinkt, wenn da plötzlich viele Frauen reingehen, und auch die Löhne sinken.

    Ja, Lehrkräfte zum Beispiel. Oder umgekehrt Informatik.

    Möwe JNein, eine Phantasiewelt soll es auch nicht sein #zwinker

    Warum eigentlich nicht?


    Kinderbücher sind doch sonst auch viel ausgedacht - ich habe tolle Kinderbücher zuhause über Erdberinchen Erdbeerfee, Felix Nadelfein, Tatatuk, die kleine Biene Sonnenstrahl, Kasimir ... und Grimms Märchen, wo die Stiefmutter auf heißen Kohlen tanzen muss und sich die Stiefschwestern die Füße verstümmeln.


    Alles Fantasiewelt.


    Überhaupt sind letztlich alle Romane und Kurzgeschichten ausgedacht, das unterscheidet sie doch gerade von Sachbüchern.


    Eines meiner Lieblingsbücher ist "In Otherlands" von Sarah Rees Brennan (ein Fantasy-Roman, leider meines Wissens noch nicht auf Deutsch verfügbar). Da kommen Elfen vor, die eine sexistische matriarchale Gesellschaftsstruktur leben. Großartig und zum Totlachen, und ein schöner Spiegel für Selbstverständlichkeiten unserer Gesellschaft.

    Die Mittlere hat letzten Sommer das erste Mal rasiert und dann beschlossen, dass es ihr zu aufwenig ist und sie dann lieber nicht mehr schwimmen geht und lange Kleidung trägt.

    Das finde ich schon ganz schön krass. Das heißt ja, sie verzichtet auf einen Teil des gesellschaftlichen Lebens, weil sie sich nicht schön genug findet.


    Ich gehe auch mit unrasierten Beinen schwimmen (und mit Kleidergröße 52/54) und bisher hat nie jemand was gesagt oder blöd gekuckt. Der Person würde ich (inzwischen) aber auch was husten, ich bin doch nicht als Deko auf der Welt...

    Hast Du schon mal ein Instrument gespielt und hast damit musikalische Grundkenntnisse (Noten lesen in Violin-und Bassschlüssel, Rhythmik, etc)?

    Ja, ich habe mehrere Jahre Geigenunterricht gehabt. Violinschlüssel kann ich problemlos lesen, Basschlüssel nicht so gut, müsste mit etwas Übung aber auch gehen.

    Hallihallo,


    Mein Vater hat mir sein altes Keyboard überlassen und ich hätte Lust, mich nochmal ein bisschen autodidaktisch am Klavierspielen zu versuchen. Keine größeren Ambitionen, dafür reicht meine Zeit nicht, aber vielleicht kann ich ja irgendwann "Für Elise" spielen ;-) oder Weihnachtslieder begleiten.


    Habt ihr unter diesen Voraussetzungen Empfehlungen für eine Klavierschule? (Also ein Buch mit Übungen, Erklärungen und Stücken)


    Liebe Grüße

    Susan

    Natürlich muss man auch als Lehrerin den eigenen Job können...


    In meiner Schule gab es weit überwiegend Frontalunterricht und riesige Unterschiede zwischen dem Lärmpegel und Mitarbeit bei verschiedenen Lehrkräften. Bei derselben Klasse. Die Lehrkräfte, die unsicher wirkten oder einfach nur nicht genug Energibe ausstrahlten, hatten total verloren (wir waren keine besonders nette Klasse, bei uns wurde insgesamt viel auf den Schwachen heumgetrampelt, auch zB auf Klassenkameraden mit spastischn Lähmungen...).


    Der wesentliche Faktor, den ich da ausmachen konnte, war, welche Autorität und Souveränität und Energie die Lehrkraft ausstrahlte.


    Das kann man mE lernen. Ich übe das für die 3 Vorträge, die ich im Jahr halte, auch - Inhalte souverän vemitteln.


    Wenn mein Job wäre, 22 Vorträge pro Woche zu halten (#kreischen) wäre das GANZ oben auf meiner Prioritätenliste. Aus reinem Selbstschutz.