Beiträge von Susan Sto Helit

    Ich verstehe den Ansatz nicht. Willst du kündigen oder bist du noch unsicher?


    Wenn du dir sicher bist, nimm das Kündigungsschreiben zweifach mit, gib es ihm im Gespräch und lass dir die Kopie odee Zweitschrift unterschreiben.


    Danach könnt ihr euch ja noch über deine Motive unterhalten, falls sie ihn interessieren.

    Äh, Mädchen - warum stand da nicht Pilotin? Überall hinfliegen ohne lästiges Leute bedienen?
    Ich erinnere mich zwar nicht mehr, aber ich gehe stark davon aus, weil ich keine Ahnung hatte, dass ich als Mädchen mal Pilotin hätte werden können.

    Co-Pilotinnen hat die Lufthansa erst ab 1986 ausgebildet, ab 1988 durften sie dann mitfliegen.

    Erst 2000 wurde dann eine zum ersten weiblichen Lufthansa Kapitänin befördert.


    Frauen im Polizeidienst gab es in Bayern auch erst 1990, zu andern Bundesländern hab ich da grad nichts genaueres gefunden.

    kraaaaasssss.



    Ich weiß nie so genau, wenn ich mit meinem Kind rede, wie ich die Erzieher und Erzieherinnen der Kita als Gruppe bezeichnen soll. Erzieher und Erzieherinnen ist sehr lang und umständlich. Erzieherinnen würde die Minderheit der männlichen Erzieher unsichtbar machen, sage ich aber trotzdem manchmal. Und manchmal sage ich Erzieher. Erzieher:innen habe ich tatsächlich noch nie gesagt.

    ich spreche häufiger das :innen. Das finde ich eine gute Lösung.

    Ich finde, die einzig sinnvolle, richtige und sprachlich, grammatikalisch richtige Form der Geschlechtsneutralen Sprache ist die Abschaffung der weiblichen Form.

    Das finde ich überhaupt nicht. Im Gegenteil, da mach ja das generische Femininum noch mehr sinn, da ist wenigstens die männliche Form auch enthalten.


    Für andere adjektive gibt es ja auch keine Endung - 'blau' steht vor 'Auto'

    Natürlich gibt es Endungen für Adjektive: Das blaue Auto oder auch ein blaues Auto.

    Adjektive haben genauso Endungen entsprechend des Geschlechts wie Nomen.


    Sie meinte eine Endung, die an das Substantiv angehängt wird. Zum Beispiel Autoble für ein blaues Auto und Autoro für ein rotes Auto.


    Klingt eigentlich ganz hübsch. Autoge, Autogre, Autoschwa, Autogra, Autowe...


    :D

    Wenn du Frauen sichtbar machen willst, geht das im Englischen halt nur so. "Woman scientist" wird auch verwendet. Oder "Lady scientist" habe ich auch schon gesehen.

    Viva ist wieder da! #laola


    Der zitierte Artikel ist der gleiche, den Kit neulich verlinkt hat, richtig?



    Ich finde mich in den Überlegungen nicht wieder. Ich finde es aktuell eher geschickt, dass wir die Möglichkeit haben, das Geschlecht sichtbar zu machen und damit gegen die soziale Prägung anzuarbeiten.


    Im Englischen ist es übrigens durchaus üblich, das dann durch den Zusatz female/male zu tun - und zwar jeweils NUR bei dem Geschlecht, das unterrepräsentiert ist. Da ist dann von einer male nurse oder einer female scientist die Rede. Die Kunstfigur "Man who has it all" nimmt das ganz nett aufs Korn:


    https://twitter.com/manwhohasitall/

    Mir hilft ja wie gesagt die Eisenhower-matrix. Alles was nicht wichtig oder dringend ist, fliegt raus. Aber was einem wichtig ist, ist eben unterschiedlich.

    Wobei wichtig nkcht gleich dringend ist und die eigentliche Kunst in meinen Augen ist, beides zu unterscheiden und sich erst um die wichtigen, nicht eiligen Sachen zu kümmern, und dann um die nicht wichtigen, eiligen.

    Mein Chiropraktor (Amerikanische Chiropraktik) hat meinen 30 Jahre alten, rezidivierenden Fersensporn mit einer einzigen, allerdings höchst unangenehmen Behandlung beseitigt. Bin jetzt seit ein paar Jahren beschwerdefrei.

    Ist vielleicht einen Versuch wert?

    Weißt du, wie er das gemacht hat? Also hat er dir das Wirkprinzip seiner Behandlung erklärt? Das würde mich interessieren.

    Hey,


    ich dachte, nachdem das Thema jetzt etwas etabliert ist, lohnt sich nochmal eine Frage in die Runde :)


    Ich bekomme von meiner Arbeitgeberin Wegwerfmasken gestellt und habe ein paar wenige selbstgenähte aus Stoff, aber hätte ich gerne etwas schööööönes.


    Habt ihr Tipps für hübsche, gut sitzende gekaufte Stoffmasken?


    Gerne brillenträgerinnentauglich.


    Liebe Grüße

    Susan

    Dazu hatte ich gestern einen interessanten Artikel gelesen:

    https://www.tagesspiegel.de/ku…h-schlimmer/26140402.html


    Ich bin mir auch immer noch nicht sicher, wo ich meine Position verorte, aber ich finde diese Sichtweise sehr nachdenkenswert #gruebel

    Ich finde es auch interessant, aber stimme ihr nicht unbedingt zu.


    Der Sinn des Genderns ist, wie sie selbst schreibt, Frauen bzw. das unterrepräsentierte Geschlecht sichtbar zu machen. Meines Wissens funktioniert das durchaus. Die englische Sprache hat diese Möglichkeit eingeschränkter, hat aber das gleiche Problem der mangelnden Sichtbarkeit.


    Es ist richtig, dass wir das nur fürs Geschlecht machen, nicht für andere Bereiche - nach meinem Verständnis liegt das daran, was in unserer Sprache mit wenig Zusatzaufwand möglich ist. Sehr wohl kämpfen aber auch andere Gruppierungen um Sichtbarkeit, dann eben mit den verbleibenden anderen Mitteln.


    Auf mich wirkt es ein bisschen so, als wäre ihr die weibliche Form nicht cool genug ("nur eine Schriftstellerin, kein Schriftsteller") und sie würde die Möglichkeit sehen, durch die Verwendung der männlichen Form in den Genuss der größeren Strahlkraft männlicher Berufsbezeichnungen zu kommen.

    Danke Susan Sto Helit für´s Mitnehmen auf deine Reisen! Ich lese alle deine Reiseberichte mit Genuss und bin schon gespannt, wohin es dich als nächstes verschlägt (wenn man irgendwann wieder leichter reisen kann als aktuell).




    Danke! Heute ist mein letzter Tag und es regnet, von daher muss ich mal schauen, was ich heute Nachmittag überhaupt noch mache.


    Ich habe von diesem Urlaub nicht so viele Bilder, aber vielleicht reicht es zusammen mitdem nächsten für einen Thread zu Corona-Reisen. #zwinker

    Ihr Lieben, das Ende naht :)


    Ehe wir uns zum Abschluss noch einmal den schönen Künsten widmen, hier einmal eine Umschau an einer Kreuzung in Washington - vielleicht wird hier besser deutlich, was ich damit meine, dass mir die Stadt vergleichsweise europäisch vorkam:





    Der letzte Tag



    Am Samstagmorgen packte ich meinen Koffer, stellte ihn im Hotel unter und begab mich zu meinem letzten Ziel auf dieser Reise: Dem National Museum of Women in the Arts.


    https://nmwa.org/


    Das Museum stellt auschließlich Skulpturen, Installationen und Gemälde von Frauen aus. Nach eigener Darstellung ist es das einzige Museumauf der Welt mit diesem Ansatz. Der Schwerpunkt liegt auf dem 18.-20. Jahrhundert.


    Ich weiß nicht, woran es liegt, aber ich habe selten in einem Museum so viele verschiedene Stücke gesehen, die mich "ansprachen". Ich zeige euch ein paar davon; es würde mich wirklich interessieren, ob euch die Stücke auch gefallen oder sie euch interessieren (soweit das über Fotos geht) oder ob es nur mir so geht.


    Eines meiner Lieblingsstücke waren die Hirsche von Patricia Paccinini:


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    https://nmwa.org/art/collection/stags/


    Erstmal finde ich sie handwerklich toll und ästhetisch ansprechend.


    Dann finde ich sie einfach witzig. So interaktiv und "sprechend", es ist ohne weiteres klar, was passiert.


    Dann laden sie zum Nachdenken ein. Paccinini erzählt hier etwas darüber, wie sie selbst zu dieser Skulptur kam:


    https://artsearch.nga.gov.au/detail.cfm?irn=193272


    Ich habe dazu Assoziationen von Technologie, die lebendig wird - wer erinnert sich noch an KITT? oder Wall-E? R2D2? Toy Story?


    Gleichzeitig erinnert es mich an Qualityland von Mark-Uwe Kling mit dem selbstfahrenden Auto - wie wäre es, wenn man das weiterspinnt und die autonom fahrenden Autos auch die Statuskämpfe ihrer Besitzer autonom ausfechten?


    *


    Als nächstes seht ihr ein Werk von Joana Vasconcelos - ein umhäkelter Porzellanwolf. Ich find's einfach nur sehr, sehr witzig.


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    Joana Vasconcelos, Viriato, 2005


    Der Kontrast zwischen Wolf/Hund (wild, natürlich, aggressiv) und Gehäkeltem (häuslich und brav), dazu die Überzeichnung des Spießbürgerlichen (ein Porzellantier wie dieses ist ja nun nicht gerade Kunst ... und Häkeldeckchen wohl das Symbol schlechthin für Spießigkeit - aber zusammen sind sie kreativ und kunstvoll und unerwartet).


    Joana Vasconcelos macht sonst auch größere Installationen, schaut mal hier, ist das nicht cool?

    http://www.joanavasconcelos.com/obras_en.aspx


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    Bei diesem Werk gefiel mir, dass es so leicht und zart und elegant und verspielt wirkt, obwohl es eigentlich aus Metall ist:


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    Lynda Benglis, Eridanus, 1984


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    Natürlich gibt es auch eine Nana!


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    Niki de Saint Phalle


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    Dieses Bild hier fand ich im Original sehr berührend, weil es so eine innige Stimmung vermittelte:


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    Marie Danforth Page, Her littlest one, 1914


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    Wusstet ihr, dass die Sängerin Sarah Bernhardt auch Bildhauerin war?


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    Aus der Beschreibung des Museums (übersetzt):

    Das Thema dieser Arbeit wurde inspiriert durch eine tragische Szene, die Bernhardt möglicherweise selbst miterlebt hat: eine Bretonische Großmutter hält ihren sterbenden Enkel, der sich in einem Fischnetz verfangen hatte. Bernhardt basierte ihre Komposition auf Michelangelos bekannter Pietà, bei der die Jungfrau Maria den gekreuzigten Jesus in Armen hält.


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    Julie Roberts, Séance, 1996


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    Oberflächlich thematisch verwandt, aber künsterlisch ganz anders diese Stadtszene, die mich zugleich an van Goghs Caféterrasse am Abend erinnert:


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    Georgie Mills Jessup, Rainy Night, Downtown, 1967


    Jessup ist eine Künstlerin aus Washington D.C., und die abgebildete Straße ist beim Museum um die Ecke.


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    Thematisch ganz anders, aber doch mit einer ähnlich heimelig-verlassenen Grundstimmung


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    Elizabeth Adela Armstrong Forbes, Will-o'-the-Wisp, ca. 1900


    Aus der Beschreibung des Museums (übersetzt):


    Basierend auf "Die Feen" des Irischen Dichters William Allingham, zeigt Will-o'-the-Wisp die Geschichte von Bridget, die vom "kleinen Volk" entführt un in die Berge verbracht wurde. Sieben Jahre später kehrte Bridget zu ihrem Dorf zurück, nur um es verlassen vorzufinden.

    Um die geheimnisvole Atmosphäre zu unterstreichen, setzte Forbes die fantastische Geschichte in eine stimmungsvolle Herbstlandschaft. Der kunstvolle Eichenrahmen greift die Äste aus dem Gemälde auf und enthält Verse aus Allinghams Gedicht.


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    Bei diesen Bildern liebe ich die Ästhetik und das leicht Surreale:


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    Es ist wie eine Entführung in eine Traumwelt...


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    Deborah Mesa-Pelly, Rosy, 1999


    Aus der Beschreibung des Museums (übersetzt):

    "Mesa-Pelly fotografiert Bühnenbilder, die sie in ihrem Studio erbaut. Ihre weiblichen Subjekte, die an Alice im Wunderland erinnern, wirken als brächen sie gerade zu wundervollen Abenteuern auf. Sie spähen in den Eingang einer Schrank-Höhle, erklimmen einen Kamin oder verschwinden durch ein improvisiertes Portal in eine unsichtbare Welt. Mit markanter Beleuchtung und leicht grellen Farben, haben Mesa-Pellys Bilder eine theatralische Wirkung, aber die Künstlerin sagt: Ich mag, dass diese Dinge möglich sein könnten. Es ist sehr wichtig, dass sie einen Fuß in der Wirklichkeit behalten."


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    Ähnlich in der Ästhetik und doch wieder anders, und hier gefällt mir auch wieder die Interaktion:


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    Justine Kurland, Raft Expedition (links) bzw. Grassland Drifters, beide 2001


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    We come full circle und finden im NMWA als eines der Ausstellungsstücke einen Haarkranz ... eine (wesentlich kunstvollere) Variante dieser seltsamen Art von viktorianischem Kunsthandwerk war auch im Dorfmuseum in Wickenburg am Anfang meiner Reise ausgestellt:


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    Links: Sonya Clark, Hair Wreath, 2012

    Rechts: Haarkranz, ca. Jahrhundertwende, ausgestellt im Western Museum, Wickenburg, Arizona, https://westernmuseum.org/


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    Das hier fand ich einfach niedlich, ich steh so auf Miniaturen:


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    Dieses Portrait hing im großen Treppenhaus und ich glaube, das ist eines von denen, bei denen einem die Augen folgen, oder was meint ihr?


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    Mein Lieblingsbild ist dieses - ein Hoffnungsschimmer und Moment der Leichtigkeit und Fröhlichkeit:


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    Zanele Muholi, Katlego Mashiloane and Nosipho Lavuta, Ext. 2, Lakeside, Johannesburg, 2007


    Aus der gleichen Reihe, auch sehr berührend:

    https://nasher.duke.edu/artwork/17907/


    Muholi ist eine südafrikanische Künstlerin und Aktivistin. Sie hat im Winter eine Ausstellung in der Tate Modern! *macht sich eine Notiz im Kalender*


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    Wir beenden den Besuch mit einem Appell an uns alle:


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    Barbara Kruger, Untitled (We Will No Longer Be Seen and Not Heard),1992


    WE WILL NO LONGER BE SEEN AND NOT HEARD.


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    Vom Museum(sshop... in dem ich noch die teuersten Duftkerzen meines Lebens erstanden hatte :D) lief ich zurück zum Hotel, holte meinen Koffer ab und nahm ein letztes Uber zum Flughafen Baltimore-Washington (BWI).


    Von dort ging am Samstagnachmittag mein Flug nach Frankfurt.


    Am Sonntagmorgen, 25. August 2019 um neun Uhr Frankfurter Zeit landeten wir.


    Zurück nach Hause nahme ich ein Taxi. Mit 150 Stundenkilometern über die Autobahn zu rasen - hui! Das kam mir auf einmal doch sehr schnell vor.


    Zuhause war die Wohnung noch heile (*winkt zu MeineRasselbande *), nur die Balkonpflanzen hatten es nicht überlebt. #taetschel


    Eine Woche verbrachte ich noch mit Ausruhen (inklusive Kopfschmerzen, der Jetlag war diesmal deutlich stärker als nach dem Hinflug #yoga ), dann begann mein neuer Job - sehr nett mit dem Kanzlei-Sommerfest im Palmengarten.


    *


    Ihr lieben #rabe#rabe#rabe, Susan went to the USA (and came back).


    Vielen Dank, dass ihr mit mir noch einmal in die Vergangenheit gereist seid! Ich habe gelernt, dass Erinnerungen bei jeder neuen Erinnerung überschrieben werden - also sind wir quasi wirklich gemeinsam gereist, denn die Reise durch meine Erinnerungen im Sommer 2020 ist nicht dieselbe Reise wie die, die ich im Sommer 2019 gemacht habe. Wunderschön war es nochmal (so ohne Hitze und wehe Füße ^^) und ihr wart eine fantastische Reisebegleitung. #danke


    Wehmütige Grüße aus Amsterdam #luftballon


    Susan




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    Blick aus dem Flugzeug.