Beiträge von Havanna

    hm ich habe nur sehr kurz französisch gelernt und habe mir damals für den ersten Frankreich-Urlaub ein paar Brocken zurecht gelegt, hat ein kleeeeeeines bisschen geholfen, wenn ich irgendwas kaufen wollte, wovon ich mehr als 5 Stück kaufen wollte (Obst/Gemüse/Briefmarken) habe ich 14 Stück gekauft, die Zahl wusste ich auswendig ;.-)

    (Ludwid der 14. und so)

    Die Franzosen waren damit ok und freundlich, aber wehe ich gab zu woher ich kam, da waren oft die Schotten dicht. Sofort.

    netter Tourismus ist zB. wie an meinem Heimatort in der Nebensaison, wo die Menschen kommen, die Interesse an der Natur und der Geschichte haben, sich an die Regeln an den Stränden halten und nicht erwarten, dass im November noch das ganze vielfältige Angebot der Gastronomie wie im Sommer verfügbar ist.

    Die erleben nämlich dann die wirkliche Schönheit und lernen die Einheimischen kennen.


    Tourismus macht was mit den Menschen die da leben.

    Ich bin in eine Zeit geboren und damit aufgewachsen, die noch heute als "fette Jahre" bezeichnet werden. Da wurden alle möglichen und unmöglichen Zimmer im Haus vermietet, wir Kinder durften nur auf Zehenspitzen in unserem Zuhause gehen, wehe ein Gast fühlte sich gestört durch "normale Lebensgeräusche", das brach die Hölle los, die Eltern fürchteten um ihre Einkünfte, die sie aber dringend brauchten um ihre Häuser zu bezahlen. Meine beiden Eltern hatten ja noch Hauptjobs dazu.

    Diese Zeiten sind zwar irgendwie vorbei, aber dieses "Alles für den Gast"-Gefühl ist geblieben, manchmal aber auch ins Gegenteil umgeschlagen, gerade bei meiner Generation.

    ja, das meinte ich doch auch, Kiwi.


    Es wird spannend, wenn meine Mutter stirbt und meine Geschwister und ich das Haus verkaufen.

    Keiner von uns lebt ja da, die Bude als "Familien-Ferienhaus" zu halten ist Schwachsinn. Nur muss irgendwie verhindert werden, dass es eine der Investorenfamilien kauft und der Wohnraum verloren ist.

    zu dem Thema, aber nicht ganz Overtourism:

    wir kriegen ja seit ein paar Monaten TLC und HGTV im Fernsehen. Da gibt es Sendungen, wo Menschen (fast nur in den USA oder vllt. mal Mexiko) Häuser bzw. Ferienhäuser auf Inseln suchen. Nun gut, vllt. ist es eine spezielle Macke von mir, aber wenn irgendwo Naturkatastrophen statt finden, interessiere ich mich dafür und denke mir: mensch, ein Haus so dicht am Strand ist wirklich dämlich! Erst recht, wenn der sehr flach ist und er Grund wo diese Häuser gebaut sind auch noch Marschland/Salzwiesen sind, da ist doch vorprogrammiert, dass beim nächsten Sturm/Hurrikan da was gewaltig kaputt gehen könnte.

    Die wollen aber un-be-dingt Meerblick und einen Direktzugang zum Meer. Das kann doch nur schief gehen. Merken die das wirklich nicht?

    Anspruchsdenken, aber auch schlicht kein Risikobewusstsein: Gefahren, die ich kenne, sehe ich - andere nicht. Das sieht man auch in den Bergen... Die "Sandalentouris" nehmen kontinuierlich zu, auch unterstützt von immer besseren Aufstiegsmöglichkeiten, ausgebauten Wegen etc... aber Himmel, es ist immer noch Berg und es ist immer noch gefährlich. Und nein, es ist nicht "der Job" der Bergretterinnen, verstiegene Touris den Berg runter zu bringen - es ist ihr Ehrenamt!


    Liebe Grüsse


    Talpa

    die Berge sind ja nicht so mein Beritt, aber ich erinnere mich noch an die Erzählungen von befreundeten Bergrettern (meine Mutter ist aus den "Bergen" und fuhr jedes Jahr zum Ski ins Allgäu), deckt sich mit dem was Du schreibst und was überall passiert.

    Das ist wie an der See, wenn die alten Fischer nicht mehr rausfahren, weil sies in den "Knochen spüren" (aka Wetterbeobachtung und entsprechende Vorhersagen ;-) ), das es ungemütlich werden kann und da noch die Trottel mit ihren für Schwerwetter untauglichen Booten raus fahren und dann von den Seenotrettern raus gefischt werden müssen.

    Und noch was - viele Touristen haben keine Ahnung von Gefahren und dann braucht es extra Sicherheitsvorkehrungen und Massnahmen am Meer zB. Auch das muss bezahlt werden. Mit Bademeistern und Einsatzkräften etc.

    selbst wenn es Bademeister, bzw. bewachte Strände gibt, schützt das nicht vor Idioten, die meinen, die Regeln gelten nicht für sie! Grad erst an der Ostsee wieder: https://www.ndr.de/nachrichten…-Bucht,badeverbot170.html

    Wir wussten als Kinder schon, wann wir besser nicht ins Wasser gehen, wegen zu viel Wellengang usw. Außerdem kannten uns die Rettungsschwimmer und wenn wir es doch taten, gabs echt Ärger.

    Manchmal beschleicht mich der Eindruck, dass solche Gefahren einfach ignoriert werden, einfach weil "man ja schliesslich einen Urlaub an der See bezahlt hat und das muss auch erlebbar sein".


    Kann es sein, dass bei einigen Menschen das überhöhtes Anspruchsdenken einfach den gesunden Menschenverstand aushebelt?

    ich kann mir vorstellen, dass Overtourism an einigen Orten wirklich nur Geld in die Kassen einiger Weniger spült, der Rest hat das Nachsehen.

    In den FB-Gruppen meines Heimatortes lese ich manchmal Gequengel, dass bestimmte Areale nicht zur Brut- und/oder Wurfsaison begangen werden können, oder dass die neuen Häuser das Bild verschandeln (tun sie nicht, sie sind gut designt und weder Plattenbauten noch sonstwie hässlich). Das Gequengel kommt von Touristen, die - um des mal etwas zu überspitzen - meinen, sie hätten die Insel "gekauft", weil sie einmal im Jahr für eine Woche da sind.

    Vergessen wird, dass es eben kaum noch Wohnraum gibt, Zuzug von Außen aber wichtig ist usw.

    ich glaube, es ist ein anderer Schnack, wenn Frau Manou ihre Wohnungen legal als Ferienwohnung vermietet, als wenn der Vermieter von Frau Hansen auf Sylt ihr niedliches Einfamilienhaus nach der Kündigung aufteilt und sehr lukrativ als Ferienwohnungen vermietet, Frau Hansen dann nach Niebüll umziehen muss, weil sie sich als Rentnerin keinen bezahlbaren Wohnraum auf Sylt - ihrer Heimat - mehr leisten kann.

    Letzteres ist NICHT gewollt von den Syltern, nur haben sie kaum Chancen es zu stoppen, es sei denn, die Politik in Kiel macht jetzt mal was dagegen.

    In Hamburg ist es auch nicht (mehr!!) legal, aber es tun noch genug Leute. Wobei da auch zu unterscheiden ist, ob man/frau nur ein Zimmer der Wohnung vermietet wird, damit der Mieter in seiner Bude bleiben kann, oder ganze Mehrfamilienhäuser weg fallen.

    Hier mal ein Artikel aus der heutigen Mopo: https://www.mopo.de/hamburg/il…witter#Echobox=1565756552

    ja, Mondschein, da gebe ich Dir recht.

    zB. in Gegenden von Meck-Pomm, wo halb verfallene alte Herrenhäuser in Wohnhäuser mit Gästezimmer umgewandelt werden, das ist mMn echt klasse. Für die Region (Arbeutsplätze!!) und für die dortige Wirtschaft.

    Ich fang jetzt mal von unten an, weil mir die Aussage sofort ins Auge gesprungen ist.

    Die erweiter ich jetzt glatt nochmal : Mein persönliches Gefühl sagt mir nämlich auch, dass die Wertschätzung nicht nur durch stets verfügbare Unterkünfte flötengegangen ist, sondern auch durch die nahezu uneingeschränkte Reisefreiheit.

    Ich komm aus der ehemaligen DDR, und da war Urlaub was andres als es heute ist. Also nix mit ständig verfügbaren Unterkünften, und von den überhaupt verfügbaren Urlaubsländern red ich gar nicht erst.

    Also ja, auch ich bin der Meinung, dass Urlaub heutzutage eine komplett andere Wertschätzung erfährt, das hat sich irgendwie total geändert. Weil, ist ja alles da. Und alles permanent verfügbar.

    (Das find ich übrigens nicht nur beim Urlaub so, sondern eigentlich so komplett aufs ganze Leben bezogen. Zumindest aufs Konsumleben, Wohnraum klammer ich mal aus, der ist nich da.)

    ganz genau so!

    Und ich bin nicht in der DDR aufgewachsen, aber doch etwas schwieriger da hin und da weg zu kommen.

    Der gefettete Teil ist mir sehr wichtig.

    Ich bestelle weitestgehend nichts mehr, der Paketbote meinte letztens im Treppenhaus, dass er mich kaum noch sieht (andere Nachbarn scheinen ausschliesslich zu bestellen). Ich wohne in einer Stadt, wo ich alles kriegen kann.

    Manchmal aber auch nicht, oder aber ich bin dahin länger unterwegs, dann warte ich eben, bis ich eh in der Ecke bin. (Kreidefarbe!!!).

    Das liegt sicher auch daran, dass wir wenig Geld haben, aber es geht mir auch um den Aspekt des Überkonsums.

    Ich fands toll, dass ich im Juli mit meiner besten Freundin für einen Tag in Cuxhaven war, wir haben eine gemeinsame Bekannte in der Kurklinik besucht und danach dann eben noch ein bisschen Nordseeluft schnuppern können.

    Das war für mich schon gefühlter Luxus. Oder demnächst irgendwann wieder als Tagesreise in die Umgebung zu fahren.

    Dann aber mit den Kindern. Wir mögen das sehr.

    Havanna Ich habe auch nur von Rügen gesprochen. Das Problem mit dem Wohnraum auf kleinen Inseln ist mir bekannt und ich finde es schlimm. Auf Rügen kann man noch ganz gut leben, wenn man die Hochburgen meidet. Und selbst da wohnen Menschen.

    die Nordseeinseln sind ja noch kleiner als Rügen und da sitzt das Problem eben bei den Leuten die Erbmasse (Häuser) aufkaufen und dann ist der Wohnraum verloren.

    Eine Schulfreundin hat das Haus ihrer verstorbenen Mutter an Leute verkauft, die das ganze Jahr dort wohnen. Obwohl ihr die "Aufkäufer" mehr geboten haben. Und es können ja nicht alle Sylter, Norderneyer usw. nach Rügen ziehen ;-)

    Und so siehts halt auch manchmal in einigen Küstenorten aus.

    Bettburgen sind auch entsetzlich, keine Frage.

    Manchmal habe ich den Eindruck, dass die Wertschätzung eines Urlaubs verloren geht, wenn stets und ständig preiswerte Unterkunft verfügbar ist. Das hat sowas Beliebiges: mal eben ein Wochenende Air BnB nach St.Peter-Ording, übern Feiertag nach Berlin usw.

    ich bin auf einer Insel aufgewachsen, da gibts kaum noch Wohnraum, der muss mühsam neu gebaut werden, weil die alten Häuser, die auf den Markt kommen, zum großen Teil von ein/zwei Familien aufgekauft werden und zu Ferienwohnungen umgewandelt werden. Die sehen auch keine soziale Verantwortung, leider.

    Ja, die Menschen dort leben zum großen Teil vom Tourismus, aber das ist doch ein Schuss ins Knie, wenn Restaurants schliessen müssen, weil es keinen Wohnraum für Personal oder junge Familien mehr gibt. Total krank!

    In Hamburg gibt es dichte AirBnB-Netze, da wohnen keine normalen Mieter mehr.


    Ich fahre ja nun wenig weg, aus finanziellen Gründen, aber früher war ich oft in kleinen (manchmal auch hygienisch sehr schwierigen) Hotels, habe so tolle Städte und Gegenden gesehen.

    Seit einiger Zeit denke ich, dass dieses "zwanghafte Reisen-müssen" eine Menge durcheinander bringt.

    Ganz, ganz schlimm finde ich eben Kreuzfahrten, ökologisch und menschlich.

    Wenn in Hamburg viele Kreuzfahrtschiffe anlegen, dann merke ich das, weil die Luft einfach schlechter ist, denn viele der Schiffe nutzen den Landstrom nicht, sondern blasen lustig ihre Abgase in die Luft.

    Zudem profitiert die Wirtschaft in den Orten nicht sooo viel davon. Außer vllt. die die etwas fragwürdige Andenken-Industrie.

    Eher selten kaufen die Kreuzfahrer die vor Ort produzierten Dinge (wie jetzt zB. in Norwegen gestrickte Pullover oder oder), weil die eben teurer sind, als die irgendwo in China produzierten Teile.

    Die selbe Tasse von Edinburgh kannste in Hamburg, Mallorca oder St. Lucia kaufen. Nur eben mit angepasstem Motiv.


    Zudem kommt dazu, dass ich ein wenig über-empfindlich(?) bin, weil ich eben in einem Tourismus-Ort aufgewachsen bin, der wachsende Tourismus hat dazu geführt, dass ein Tier fast ausgestorben ist, weil es als super schick galt, das wenigstens einmal während des Urlaubs zu essen. Hat sich zwar etwas reguliert, dank der Arbeit der Wissenschaftler vor Ort und der Einsicht der Fischer, aber trotzdem... Auch das sind Folgen des Über-Tourismusses.

    genau, bei Ebbe können die Barkassen nicht in die Speicherstadt, da die Fleete ja auch ziemlich schnell verschlicken.


    Also vorher den Tidenkalender für die Landsungsbrücken angucken:

    http://www.exnatura.de:9099/locations/1718.html


    Super ist auch - wenn auch etwas umständlich- mit dem 36er Bus (hält an der U-Bahn S.Pauli) nach Blankenese zu fahren. Der fährt eine Art Sightseeing-Strecke, an der Elbe lang, durch Ottensen, Nienstedten und Blankenese. Dann in Blankenese in den 189er Bus (Richtung Wedel) umsteigen und dann auf der Wiese vorm Schulauer Fährhaus mit grandiosem Elbblick picknicken.

    Der Ausblick könnte dann so aussehen (fotografiert in Schulau/Wedel letzte Woche). Wenn ihr etwas dichter am Anleger seid, könnt Ihr auch die Schiffsbegrüßungsanlange hören.

    bnkerhkzt.jpg

    meine Tochter schminkt sich dezent und mittlerweile auch gekonnt. Ohne falsche Wimpern. Liegt aber auch daran, dass falsche Wimpern blöd sind mit ner Brille.

    Die Phasen wo sie aussah wie eine miese Drag-Queen, sind vorbei. Zum Glück!


    Aber ich gebe zu, dass ich mich bei manchen Mädels immer noch erschrecke, wenn ich sie sehe. Da entgleitet das Contouring und Wimpern kleben doch noch mal hin und wieder. Aber sie werden das lernen.

    ich war mit meiner Tochter in der Augenklinik, die ist ganz im Norden der Stadt, also wirklich im Norden. Da hats geregnet am Nachmittag, als wir fertig waren und zum Bus sind. Nicht doll, aber immerhin.

    Hier war absolut nichts! Niente, nothing, nix

    #haare

    Und es ist so scheisse schwül...

    hier isses nur unfassbar schwül! Als könnte frau die Luft aufschneiden und irgendwo anders stapeln.

    Zwar "nur" 25 Grad, aber fühlt sich genau so fies an, wie gestern die 31 Grad


    Und nachher muss ich mit der Pubertöse in die Augenklinik, auf den Termin haben wir ne Weile gewartet, also verschiebe iss nich. Mir graut davor! Weden doppeltem Schienenersatzverkehr sind wir 2 Std unterwegs.

    Hoffentlich erwischen wir klimatisierte Busse.

    Hier ebenfalls Norddeutschland. Es grummelt seit 18:30 Uhr weit entfernt. Kein Regen. Keine Abkühlung.

    Aber außer an Geburtstagen zieht jedes Gewitter bekanntlich an uns vorbei...


    Die Kleine und ich sind voller Hitzepickel/juckender Pusteln. Schlaf wird überbewertet.

    dann hören wir das selbe Grummeln! Ich gück grad in Deine Richtung und da hat sich am Himmel wieder alles aufgelöst, was sich vorhin da noch fröhlich an dunklen Wolken gebildet hat. ÄTZEND