Beiträge von Havanna

    ich kann mir vorstellen, dass Overtourism an einigen Orten wirklich nur Geld in die Kassen einiger Weniger spült, der Rest hat das Nachsehen.

    In den FB-Gruppen meines Heimatortes lese ich manchmal Gequengel, dass bestimmte Areale nicht zur Brut- und/oder Wurfsaison begangen werden können, oder dass die neuen Häuser das Bild verschandeln (tun sie nicht, sie sind gut designt und weder Plattenbauten noch sonstwie hässlich). Das Gequengel kommt von Touristen, die - um des mal etwas zu überspitzen - meinen, sie hätten die Insel "gekauft", weil sie einmal im Jahr für eine Woche da sind.

    Vergessen wird, dass es eben kaum noch Wohnraum gibt, Zuzug von Außen aber wichtig ist usw.

    ich glaube, es ist ein anderer Schnack, wenn Frau Manou ihre Wohnungen legal als Ferienwohnung vermietet, als wenn der Vermieter von Frau Hansen auf Sylt ihr niedliches Einfamilienhaus nach der Kündigung aufteilt und sehr lukrativ als Ferienwohnungen vermietet, Frau Hansen dann nach Niebüll umziehen muss, weil sie sich als Rentnerin keinen bezahlbaren Wohnraum auf Sylt - ihrer Heimat - mehr leisten kann.

    Letzteres ist NICHT gewollt von den Syltern, nur haben sie kaum Chancen es zu stoppen, es sei denn, die Politik in Kiel macht jetzt mal was dagegen.

    In Hamburg ist es auch nicht (mehr!!) legal, aber es tun noch genug Leute. Wobei da auch zu unterscheiden ist, ob man/frau nur ein Zimmer der Wohnung vermietet wird, damit der Mieter in seiner Bude bleiben kann, oder ganze Mehrfamilienhäuser weg fallen.

    Hier mal ein Artikel aus der heutigen Mopo: https://www.mopo.de/hamburg/il…witter#Echobox=1565756552

    ja, Mondschein, da gebe ich Dir recht.

    zB. in Gegenden von Meck-Pomm, wo halb verfallene alte Herrenhäuser in Wohnhäuser mit Gästezimmer umgewandelt werden, das ist mMn echt klasse. Für die Region (Arbeutsplätze!!) und für die dortige Wirtschaft.

    Ich fang jetzt mal von unten an, weil mir die Aussage sofort ins Auge gesprungen ist.

    Die erweiter ich jetzt glatt nochmal : Mein persönliches Gefühl sagt mir nämlich auch, dass die Wertschätzung nicht nur durch stets verfügbare Unterkünfte flötengegangen ist, sondern auch durch die nahezu uneingeschränkte Reisefreiheit.

    Ich komm aus der ehemaligen DDR, und da war Urlaub was andres als es heute ist. Also nix mit ständig verfügbaren Unterkünften, und von den überhaupt verfügbaren Urlaubsländern red ich gar nicht erst.

    Also ja, auch ich bin der Meinung, dass Urlaub heutzutage eine komplett andere Wertschätzung erfährt, das hat sich irgendwie total geändert. Weil, ist ja alles da. Und alles permanent verfügbar.

    (Das find ich übrigens nicht nur beim Urlaub so, sondern eigentlich so komplett aufs ganze Leben bezogen. Zumindest aufs Konsumleben, Wohnraum klammer ich mal aus, der ist nich da.)

    ganz genau so!

    Und ich bin nicht in der DDR aufgewachsen, aber doch etwas schwieriger da hin und da weg zu kommen.

    Der gefettete Teil ist mir sehr wichtig.

    Ich bestelle weitestgehend nichts mehr, der Paketbote meinte letztens im Treppenhaus, dass er mich kaum noch sieht (andere Nachbarn scheinen ausschliesslich zu bestellen). Ich wohne in einer Stadt, wo ich alles kriegen kann.

    Manchmal aber auch nicht, oder aber ich bin dahin länger unterwegs, dann warte ich eben, bis ich eh in der Ecke bin. (Kreidefarbe!!!).

    Das liegt sicher auch daran, dass wir wenig Geld haben, aber es geht mir auch um den Aspekt des Überkonsums.

    Ich fands toll, dass ich im Juli mit meiner besten Freundin für einen Tag in Cuxhaven war, wir haben eine gemeinsame Bekannte in der Kurklinik besucht und danach dann eben noch ein bisschen Nordseeluft schnuppern können.

    Das war für mich schon gefühlter Luxus. Oder demnächst irgendwann wieder als Tagesreise in die Umgebung zu fahren.

    Dann aber mit den Kindern. Wir mögen das sehr.

    Havanna Ich habe auch nur von Rügen gesprochen. Das Problem mit dem Wohnraum auf kleinen Inseln ist mir bekannt und ich finde es schlimm. Auf Rügen kann man noch ganz gut leben, wenn man die Hochburgen meidet. Und selbst da wohnen Menschen.

    die Nordseeinseln sind ja noch kleiner als Rügen und da sitzt das Problem eben bei den Leuten die Erbmasse (Häuser) aufkaufen und dann ist der Wohnraum verloren.

    Eine Schulfreundin hat das Haus ihrer verstorbenen Mutter an Leute verkauft, die das ganze Jahr dort wohnen. Obwohl ihr die "Aufkäufer" mehr geboten haben. Und es können ja nicht alle Sylter, Norderneyer usw. nach Rügen ziehen ;-)

    Und so siehts halt auch manchmal in einigen Küstenorten aus.

    Bettburgen sind auch entsetzlich, keine Frage.

    Manchmal habe ich den Eindruck, dass die Wertschätzung eines Urlaubs verloren geht, wenn stets und ständig preiswerte Unterkunft verfügbar ist. Das hat sowas Beliebiges: mal eben ein Wochenende Air BnB nach St.Peter-Ording, übern Feiertag nach Berlin usw.

    ich bin auf einer Insel aufgewachsen, da gibts kaum noch Wohnraum, der muss mühsam neu gebaut werden, weil die alten Häuser, die auf den Markt kommen, zum großen Teil von ein/zwei Familien aufgekauft werden und zu Ferienwohnungen umgewandelt werden. Die sehen auch keine soziale Verantwortung, leider.

    Ja, die Menschen dort leben zum großen Teil vom Tourismus, aber das ist doch ein Schuss ins Knie, wenn Restaurants schliessen müssen, weil es keinen Wohnraum für Personal oder junge Familien mehr gibt. Total krank!

    In Hamburg gibt es dichte AirBnB-Netze, da wohnen keine normalen Mieter mehr.


    Ich fahre ja nun wenig weg, aus finanziellen Gründen, aber früher war ich oft in kleinen (manchmal auch hygienisch sehr schwierigen) Hotels, habe so tolle Städte und Gegenden gesehen.

    Seit einiger Zeit denke ich, dass dieses "zwanghafte Reisen-müssen" eine Menge durcheinander bringt.

    Ganz, ganz schlimm finde ich eben Kreuzfahrten, ökologisch und menschlich.

    Wenn in Hamburg viele Kreuzfahrtschiffe anlegen, dann merke ich das, weil die Luft einfach schlechter ist, denn viele der Schiffe nutzen den Landstrom nicht, sondern blasen lustig ihre Abgase in die Luft.

    Zudem profitiert die Wirtschaft in den Orten nicht sooo viel davon. Außer vllt. die die etwas fragwürdige Andenken-Industrie.

    Eher selten kaufen die Kreuzfahrer die vor Ort produzierten Dinge (wie jetzt zB. in Norwegen gestrickte Pullover oder oder), weil die eben teurer sind, als die irgendwo in China produzierten Teile.

    Die selbe Tasse von Edinburgh kannste in Hamburg, Mallorca oder St. Lucia kaufen. Nur eben mit angepasstem Motiv.


    Zudem kommt dazu, dass ich ein wenig über-empfindlich(?) bin, weil ich eben in einem Tourismus-Ort aufgewachsen bin, der wachsende Tourismus hat dazu geführt, dass ein Tier fast ausgestorben ist, weil es als super schick galt, das wenigstens einmal während des Urlaubs zu essen. Hat sich zwar etwas reguliert, dank der Arbeit der Wissenschaftler vor Ort und der Einsicht der Fischer, aber trotzdem... Auch das sind Folgen des Über-Tourismusses.

    genau, bei Ebbe können die Barkassen nicht in die Speicherstadt, da die Fleete ja auch ziemlich schnell verschlicken.


    Also vorher den Tidenkalender für die Landsungsbrücken angucken:

    http://www.exnatura.de:9099/locations/1718.html


    Super ist auch - wenn auch etwas umständlich- mit dem 36er Bus (hält an der U-Bahn S.Pauli) nach Blankenese zu fahren. Der fährt eine Art Sightseeing-Strecke, an der Elbe lang, durch Ottensen, Nienstedten und Blankenese. Dann in Blankenese in den 189er Bus (Richtung Wedel) umsteigen und dann auf der Wiese vorm Schulauer Fährhaus mit grandiosem Elbblick picknicken.

    Der Ausblick könnte dann so aussehen (fotografiert in Schulau/Wedel letzte Woche). Wenn ihr etwas dichter am Anleger seid, könnt Ihr auch die Schiffsbegrüßungsanlange hören.

    bnkerhkzt.jpg

    meine Tochter schminkt sich dezent und mittlerweile auch gekonnt. Ohne falsche Wimpern. Liegt aber auch daran, dass falsche Wimpern blöd sind mit ner Brille.

    Die Phasen wo sie aussah wie eine miese Drag-Queen, sind vorbei. Zum Glück!


    Aber ich gebe zu, dass ich mich bei manchen Mädels immer noch erschrecke, wenn ich sie sehe. Da entgleitet das Contouring und Wimpern kleben doch noch mal hin und wieder. Aber sie werden das lernen.

    ich war mit meiner Tochter in der Augenklinik, die ist ganz im Norden der Stadt, also wirklich im Norden. Da hats geregnet am Nachmittag, als wir fertig waren und zum Bus sind. Nicht doll, aber immerhin.

    Hier war absolut nichts! Niente, nothing, nix

    #haare

    Und es ist so scheisse schwül...

    hier isses nur unfassbar schwül! Als könnte frau die Luft aufschneiden und irgendwo anders stapeln.

    Zwar "nur" 25 Grad, aber fühlt sich genau so fies an, wie gestern die 31 Grad


    Und nachher muss ich mit der Pubertöse in die Augenklinik, auf den Termin haben wir ne Weile gewartet, also verschiebe iss nich. Mir graut davor! Weden doppeltem Schienenersatzverkehr sind wir 2 Std unterwegs.

    Hoffentlich erwischen wir klimatisierte Busse.

    Hier ebenfalls Norddeutschland. Es grummelt seit 18:30 Uhr weit entfernt. Kein Regen. Keine Abkühlung.

    Aber außer an Geburtstagen zieht jedes Gewitter bekanntlich an uns vorbei...


    Die Kleine und ich sind voller Hitzepickel/juckender Pusteln. Schlaf wird überbewertet.

    dann hören wir das selbe Grummeln! Ich gück grad in Deine Richtung und da hat sich am Himmel wieder alles aufgelöst, was sich vorhin da noch fröhlich an dunklen Wolken gebildet hat. ÄTZEND

    jetzt reichts echt mal!

    Mir war so unendlich heiß heute, es wurde ein Gewitter versprochen, was sich von 14 Uhr auf 17 Uhr verschoben hat. Aber NICHTS ist passiert. Es wurde nur noch heißer.


    Hinter den Ohren und hinten am Hals bin ich schon ganz wund vom Schwitzen, obwohl ich mich da immer mal wieder abspüle.

    Zwar grummelt es seit ca. 15 min, aber hey, das wird wieder an uns vorbei ziehen.

    Jaennchen joa, hier auch! Bis auf die Außenrollos, die haben wir nicht. Nur sämtliche Zimmer nach Südwesten.

    Neulich habe ich das mal wieder versucht mit Fenster zu. Ich war den Nachmittag über unterwegs und als ich nach Hause kam, wars hier drin so heiß wie im Backofen, inkl. stickiger Luft.

    Jetzt lasse ich die Fenster wieder auf kipp und ziehe nur die Vorhänge zu. Wobei heute der Wind ordentlich hilft, deswegen auch in der Wohnküche ein Fenster ganz offen, mit vorgezogenem Vorhang.