Beiträge von Frisby

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    Erwachsene picky eater kenne ich nicht,

    Die verstecken es oft einfach viel besser, weil sie wissen, dass sie anecken.


    Manchmal bestaune ich Menschen, die im Restaurant ihr Essen bestellen und das quasi komplett umbestellen und vermute dann auch Allergien oder Sensibilitaeten oder eben picky eater.

    Ich schiebe auch gerne Mal Unverträglichkeiten vor, wenigstens teilweise. #schäm

    Vielleicht verwächst es sich ja tatsächlich noch *hoff


    Ich war nie so "schlimm" wie meine Tochter, aber auch schon sehr picky und wirklich erweitert hat sich das erst deutlich nach der Pubertät. Viele Sachen sind nochmal zwischen 30 und 40 dazu gekommen.


    Kennt ihr Erwachsene, die auch so sind?


    Tja, siehe oben. Fleisch habe ich sowieso nie gegessen, aber es gibt auch unzählige Gemüsearten, die ich so gar nicht mag, auch einige von den Standardsachen wie frische Tomaten, Zwiebeln und Paprika. Und mir ist das total unangenehm. Ich versuche es mir, wenn ich woanders esse, nicht allzu sehr anmerken zu lassen. Zu einigen Dingen kann ich mich überwinden. Manche Sachen gehen nie. Es gibt so viele tolle Gerichte, die einfach fantastisch aussehen, die ich aber nicht über mich bringe, zu kochen oder zu essen. Das ist schon sehr anstrengend. Andererseits: andere Menschen sind durch Unverträglichkeiten eingeschränkt. Das ist auch nicht besser. Also lebe ich damit.

    Ich habe lange extra gekocht, aber mittlerweile passiert es auch immer häufiger, dass die 14jährige sich selbst etwas macht und wir dann alle zusammen essen. Schöner fände sie es sicher, wenn ich immer kochen würde, aber sie hat es halbwegs akzeptiert, dass ich dazu nicht immer Lust habe. Sie bringt auch immer Mal kreative Ideen von Tiktok mit. Ich finde den Vorschlag von cashew super: Dein Mann macht die aufwendige Hauptmahlzeit, du brätst die Bratwurst :D

    Weil es jetzt hier zwei Mal erwähnt wurde: wie ist denn das bei diesem niedrig dosierten AB, das über mehrere Monate eingenommen wird? Ist da nicht die Gefahr von Resistenzen sehr groß? Ich hatte das schon öfter gelesen, dass es die Möglichkeit gibt, aber irgendwie immer gleich verworfen...

    Dafür bin ich zu wenig Medizinerin, um das zu beurteilen. Aber mit dem niedrig dosierten AB behandelt man keine akute Blasenentzündung, sondern es kommt erst nach dem akuten Verlauf zum Einsatz. Die Gefahr von Resistenzen ist ja besonders groß, wenn eine Behandlung einer akuten Erkrankung nach der Hälfte abgebrochen wird.

    Ich kann dir Romane zu dem Thema schreiben, nur dass ich über viele Jahre hinweg deutlich mehr, eher so um die 30 schwere Blasenentzündungen in meinem Leben hatte. Die meisten guten Tipps (auf Toilette nach Geschlechtsverkehr, Cranberrysaft, pflanzliche Medikamente etc.) haben keinerlei Wirkung gehabt bzw. waren nicht ausreichend bei mir. Der Urologe sagte mir, dass es Bakterien gibt, die sich in der Blasenwand verkapseln und dort von Antibiotika nicht erreicht werden. Zwischendurch hatte ich über ein Jahr eine chronische Blasenentzündung, zum Glück mit relativ wenig Symptomen. Am Ende war es eine Kombination aus a) Impfung mit Strovac und b) einem niedrig dosierten Antibiotikum, dass ich über mehrere Monate genommen habe. Mittlerweile nehme ich nur noch nach dem Geschlechtsverkehr eine Tablette von dem Antibiotikum. Damit komme ich gut über die Runden und bin nach jahrelanger Ärzteodyssee endlich symptomfrei.

    Haben wir auch an der Oberschule und wird viel genutzt. Die 9.Klässlerin nimmt sich zusätzlich noch Joghurt und Obst mit. Der 11.Klässler nimmt schon lange nichts mehr mit. Die Preise sind sehr human, da viel ehrenamtliche Arbeit drin steckt. Deutlich unter Bäckerpreise. Belegte Baguettes für 1,80€, Brezel 60 Cent, Minipizza 1,40 €. Es gibt auch Salate, Obstsalat, selbst gemachte Wraps, aber natürlich auch viel Ungesundes. Es wird vom Förderverein betrieben und da niemand damit Geld verdienen will, könnte ich die Sachen kaum günstiger zu Hause zubereiten. Die Kinder bekommen zusätzlich zum Taschengeld noch 30€ Essensgeld im Monat. Wieviel sie davon ausgeben ist ihre Sache. Bei Bedarf schmiere ich gerne Brote morgens, aber der Wunsch kommt nur noch selten.

    Was ich irgendwie nicht verstehe - privat finanzieren funktioniert ja auch nicht - meine… ich wäre ja gerne bereit dem Pflegedienst mehr zu bezahlen, aber das ist irgendwie gar nicht vorgesehen?

    Ist nicht erlaubt. Dafür werden Versorgungsverträge mit den Kassen abgeschlossen, die so etwas ausschließen und in denen die Vergütungen genau geregelt sind. (nat natürlich auch gute Gründe) Und selbst wenn es gehen würde, bewege ich mich z.B. in einem Tarifvertrag. Ich kann niemandem spontan mehr Geld geben, selbst wenn er es 1000 mal verdient hat. #hmpf


    Es war in den letzten zwanzig Jahren gewollt, dass ein Effizienzwettbewerb stattfindet. Wer nicht mithalten konnte, hat sich aus der ambulanten Pflege zurückgezogen. Deshalb haben wir gerade ambulant eher weniger große Player, sondern eine sehr kleinteilige Pflegelandschaft mit vielen kleinsten privaten Diensten, die sich diesem Wettbewerbsgedanken auf Kosten der Gesundheit der Mitarbeitenden gebeugt haben. Natürlich werden da auch private Gewinne draus gezogen, so wie es jeder Unternehmer macht und machen muss, aber das größere Problem ist der Effizienzdruck der Kassen.


    Heute ist die Not und der Mangel so groß, dass es gleichzeitig eine Katastrophe wäre, wenn wir den Mitarbeitenden von jetzt auf gleich deutlich mehr Zeit geben würden. Dann müsste jeder Dienst einem Teil der Patienten kündigen, die auch keine Versorgung mehr finden würde. Das gleiche würde passieren, wenn wir in der Pflege sagen würden Vollzeit = 35h. Ich würde das so gut und gerechtfertigt finden, aber weiß auch, dass dann das System sofort kollabiert.

    Schon heute wird ärztliches und Pflegepersonal extrem hofiert und umworben und vieles möglich gemacht, was noch vor ein paar Jahren undenkbar war.

    Das ist alles nichts im Vergleich zu dem, was in meiner Branche aufgefahren wird. Wir sprachen gerade beim Mittagessen davon - das letzte Highlight war eine große Kanzlei, die als Werbe-Event Leute für zwei Tage nach Santorini (!) einlädt.


    Da kann ein aus Sozialbeiträgen finanzierter Bereich nicht mithalten. (Mal abgesehen davon, dass das umweltmäßig auch eine Sauerei ist.)


    Zu Medizin und Ärzten kann ich wenig sagen. Und ich vermute, da ist das System deutlich großzügiger, aber in der Pflege wird uns von den Kassen genau diktiert, was wieviel kosten darf. Ich erinnere mich an Verhandlungen, in denen die Vertreterin der Kassen mit übertriebener Schockiertheit fragte, ob wir wirklich erwarten, dass die Versichertengemeinschaft zwei große Feste pro Jahr (Weihnachtsfeier + Sommerfest) für unsere Mitarbeitenden finanzieren soll. Dieser Kostenpunkt wurde uns natürlich ohne weitere Diskussionsmöglichkeit gestrichen. (Und nein, es ging dabei nicht darum, dass die Krankenkassen uns die Rechnungen für die Feste überweist, sondern es war nur einer von vielen Kostenpunkten in unserer Preiskalkulation.)


    Noch ein Beispiel: Im ambulanten Bereich gibt die Kasse uns vor, dass ein Weg von einem Patient zum anderen genau 8,7 Minuten lang sein darf, damit er noch auskömmlich finanziert ist. (inkl. Parkplatzsuche in der Großstadt, ggf. Parkschein ziehen, warten dass ein Patient öffnet + Treppenhaus) Genauso dürfen wir den MA maximal 8% der Arbeitszeit für Tätigkeiten geben, in denen sie nicht pflegen oder Auto fahren. Das sind bei einem 6h Arbeitstag genau 28 Minuten für die Vor- und Nachbereitung der ambulanten Tour, Patientenschlüssel sortieren, für sämtliche Fortbildungen, sehr viele davon verpflichtend, Kommunikation mit Ärzten, Kollegen, Qualitätsmanagement, Teamsitzungen, Tanken, sponante Ausfälle und Absagen von Patienten, Toilettengänge (!) Alles immer mit der Begründung, dass die Versichertengemeinschaft keine Verschwendung duldet. Und im nächsten Moment bekommt man um die Ohren gehauen, dass wir Arbeitgeber doch endlich mal für bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege sorgen sollen. #blink

    Zwar bekommt jeder theoretisch alles, eine auf dem Papier optimale Versorgung, aber eben keine gute oder einfühlsame oder zumindest sichere Behandlung oder Pflege mehr.

    Und der Rückblick an die "gute alte Zeit" in den 80er und 90er Jahren, als noch nicht all die bösen privaten Dienstleister in Pflege und Gesundheit unterwegs waren, ist doch auch völlig verklärt. Damals lag man im Pflegeheim im 3-Bett-Zimmer. Das ist doch für keinen von uns oder unserer Elterngeneration jetzt noch vorstellbar. Neue Heime werden nur noch mit Einzelzimmern gebaut. (zu Recht!)

    Und an vielen Krebsarten ist man einfach schnell gestorben, ob jung oder alt. Heute können wir die Lebenserwartung bei Krebs mit einer Vielzahl an Therapien viel häufiger deutlich erhöhen oder den Krebs gleich komplett besiegen. Aber ja, auch das erfordert hohe personelle und therapeutische Kapazitäten im Gesundheitswesen im Bereich Vorsorge, Therapie und Nachsorge. Ich gönne das jedem Einzelnen von Herzen, aber ich bin sicher, es wird bald eine Zeit geben, in der wir im Sinne einer Triage entscheiden müssen, wem wir welche Leistungen zuteilen und wer leer ausgeht #crying Und dann bin ich wieder bei dem Zitat von oben:

    was da auf uns zukommt macht Corona zum Spaziergang im Sommerregen. #angst

    Sag ich ja. Man muss an den Bedingungen sehr viel ändern, damit die, die anfangen, nicht so unglaublich schnell wieder aufhören

    Und wie genau willst du das machen, wenn der Bedarf einfach viel größer als das Angebot ist? Du musst z.B. die Notaufnahme schließen, um die Mitarbeitenden vor Überlastung zu schützen. Klar, das wird zum Teil auch gemacht, aber das geht nur punktuell und wenn ein Krankenhaus das macht, dann haben die anderen Notaufnahmen umso mehr zu tun.


    Genauso ist es hier schon ein großes Problem, einen Platz im Pflegeheim zu finden. Ganz besonders, wenn es um schwere Pflegen oder psychisch auffällige Pflegebedürftige geht. Ja, einerseits muss das Personal in den Pflegeheimen geschützt werden. Wenn es nicht genug gibt, dann können eben nicht alle Zimmer belegt werden. Aber als Pflegebedürftiger kannst du dann nur hoffen, dass du Angehörige hast, die das übernehmen und die nicht massiv überfordert sind mit der Pflege. Das schlimmste Elend sehe ich immer noch in Privathaushalten. Es fällt nur weniger auf und wird nur oberflächlich kontrolliert.

    Meines Wissens gibt es so viele Auszubildende in Pflegeberufen wie noch nie zuvor.

    Das ist gut möglich. Und trotzdem gibt es noch viel mehr offene Ausbildungsplätze als Interessenten. Es wird vorne und hinten nicht reichen, um auszugleichen, was im Bereich der Baby-Boomer in den nächsten Jahren in Rente geht. Zumal es die meisten aus den bekannten Gründen nicht schaffen, den Job bis 68 zu machen.


    Ich konnte von drei angebotenen Ausbildungsplätzen einen besetzen und hoffe inständig, dass die Bewerberin nicht abspringt. Das alles schon mit verhältnismäßig guten Bedingungen. (Bezahlung nach Tarif, 13. Monatsgehalt, 31 Tage Urlaub)

    Schon heute wird ärztliches und Pflegepersonal extrem hofiert und umworben und vieles möglich gemacht, was noch vor ein paar Jahren undenkbar war.

    Und wer sagt: Das passt nicht zusammen mit den schlechten Arbeitsbedingungen und dem Stress und der Arbeitsverdichtung. Doch leider. Es sind ja nicht unbedingt die Krankenhäuser, die sich brechend volle Notaufnahmen wünschen, viel zu viele Notrufe und hochdemente Geriatriepatienten, die eigentlich eine 1:1 Betreuung bräuchten und selbst dann noch eine große psychische Belastung darstellen. Es gibt das Personal einfach nicht und es gibt auch kaum Bewerber für die Ausbildung zum Krankenpfleger/in - das wird sich also auf Jahre absehbar nicht ändern. Auch die privaten Krankenhäuser und Pflegeheime zahlen große Summen, allein für die Unterschrift einer Krankenschwester unter einen Arbeitsvertrag. Und auf der anderen Seite stehen die vielen Nutzer des Gesundheitswesens und daraus ergibt sich von ganz allein die Überlastung. Natürlich kann und muss man endlich unguten Entwicklungen entgegenwirken. (z.B. unnötige, aber lukrative OP´s) Und vielleicht kann man ein paar wenige Leute in den Job zurückholen, denen aber gleichzeitig auch zig andere Optionen offen stehen. Aber das verschafft uns maximal kurz Zeit zum Luftholen. Nicht viel mehr.

    Ich hab keine Hoffnung auf Verbesserung, die Bevölkerung altert unaufhörlich und was da auf uns zukommt macht Corona zum Spaziergang im Sommerregen. #angst


    Dem schließe ich mich an. Sicher gibt es viele furchtbare Auswüchse der Privatisierung im Gesundheitswesen, aber mir scheint es, dass die romantische Hoffnung besteht, mit einem verstaatlichten Gesundheitswesen wären alle Problem weg. Die Überalterung ist meiner Meinung nach ein viel, viel größeres Problem. Jeder sieht es bei den eigenen Angehörigen und teilweise schon bei sich selbst. Die gesundheitlichen Baustellen nehmen mit jedem Lebensjahr zu. Und für jede "Baustelle" wünscht man sich die beste Versorgung, evtl. auch noch mit einer Zweitmeinung und einer Meinung aus einem anderen Fachbereich z.B. erst zum Orthopäden, dann doch zum Chirurgen. Das ist alles total nachvollziehbar. Es werden immer neue (teure) Therapien entwickelt, so dass wir mit all unseren "Baustellen" sehr alt werden können, meist ist dafür regelmäßige, ärztliche Begleitung nötig oder auch eine Reha. Und während man mit seinen gesundheitlichen Problemen älter wird, tun sich neue Probleme auf, die neue Fachärzte, Krankenhausbesuche, Reha etc. benötigen. So sehr ich jeden Einzelnen verstehe, der versucht die beste Versorgung für sich zu bekommen, so sehr starre ich als Akteur im Gesundheitswesen auf das riesige Versorgungsproblem, was sich heute erst in Ansätzen zeigt und trotzdem schon so dramatisch ist. Ich weiß einfach nicht, wie die Masse an alten, multimorbiden Patienten bewältigt werden soll. Es ist mir völlig unklar und ich muss das immer wieder verdrängen, um nicht in Panik zu verfallen. Und da hilft auch kein staatliches Gesundheitswesen. Auch in dem wird "Krankenschwester/ -pfleger" kein Traumjob sein. Schon heute wird ärztliches und Pflegepersonal extrem hofiert und umworben und vieles möglich gemacht, was noch vor ein paar Jahren undenkbar war. Trotzdem will es keiner machen. Es gibt so viel attraktivere Jobs, die weniger mit Ausscheidungen, Elend und Not zu tun haben und die körperlich viel weniger belastend sind und in denen man Familie und Job viel besser vereinbaren kann. Und selbst wenn es durch Zauberhand und extrem viel Geld doch zu einem Traumjob wird, dann können nicht die wenigen jungen Menschen, die nachkommen, alle nur im Gesundheitswesen arbeiten. Irgendwie muss das ganze ja bezahlt werden.


    Ich denke gerade in den letzten Tagen oft, dass wir uns in vielen Bereichen an den Arbeitskraftmangel anpassen können. Wir können weniger fliegen, dann haben wir keinen Ärger mit fehlendem Flughafenpersonal. Wir können weniger ins Restaurant. Das macht ohnehin nicht so viel Spaß, wenn der Service fehlt oder schlecht ist. Aber wir können nicht verhindern, dass wir krank werden und dass wir auf Medizin und Pflege angewiesen sind. Selbst wenn wir den cleansten Lifestyle pflegen und all die üblen Zivilisationskrankheiten vermeiden, dann werden wir eben mit 100 Jahren dement ... Was sollen wir nur tun? Uns demnächst mit unseren Eltern um Facharzttermine und Krankenhausbetten duellieren? #crying

    Ganz wichtig: Auch wenn es Dinge gibt, die dein Vater selbst kann, es aber häufig vergisst oder nur noch mit Motivation macht, dann muss das unbedingt erwähnt werden. Ansonsten: Ehrlich sein, auch wenn es unangenehm ist oder weh tut. Wenn dein Vater sich besser darstellt, als er es in Wirklichkeit kann, dann muss deine Mutter oder du das klarstellen. Die Prüfer können das auch nicht immer sofort erfassen, was der Realität entspricht und was Wunschdenken oder Scham ist.


    Ich mache seit über 10 Jahren beruflich immer mal wieder MDK Prüfungen mit und fand die Prüfer bis auf eine Ausnahme immer fair und gerecht. Es geistert ab und zu das Gerücht, der MDK will Geld sparen und vergibt deshalb keine Pflegegrade. Das kann ich nicht bestätigen und macht auch keinen Sinn, da der MDK unabhängig von den Kranken- und Pflegekassen ist.


    Von dem was du schreibst, würde ich mit einem Pflegegrad 1 rechnen. (nur Haushalt und Begleitung zu Terminen) Damit ist kaum etwas gewonnen. Andererseits schreibst du, dass er ohne sie im Pflegeheim wäre. Kannst du das genauer erklären? Das muss dann ja doch mehr sein als "nur Haushalt".

    Ich würde es dann machen, wenn du das Ganze als eine Art Entspannungsmaßnahme und "mal rauskommen" für dich verbuchen kann. Für den Lebenslauf und fürs Familieneinkommen sind der kleine Stundenumfang vermutlich nicht so richtig lohnend, oder? Aber wenn du dich bei gesicherter Kinderbetreuung darauf freuen kannst, 2,5h gemütlich mit dem Zug anzureisen, dabei zu lesen und dann in ein spannendes Arbeitsfeld einzutauchen, dann hast du auf jeden Fall einen Mehrwert. Unter allen anderen Umständen würde ich es sein lassen.