Beiträge von Gwynifer

    Gwynifer du beantragt für einen so komplizierten therapietermin eine Freistellung?

    Alles, was medizinisch ist, würde ich der Schule mitteilen. Aber nicht beantragen.


    Re attestpflicht: was ist denn da mit der Schweigepflicht der Ärzte? Mir hat mal einer gesagt, er darf der Schule ja noch nicht mal sagen, das das Kind Patient bei ihm sei, bei minderjährigen.

    Was heisst beantragen. Es war schon eher ein Mitteilen denn ein Beantragen. Der Termin stand auch schon, bevor der Termin der Schulaufgabe bekannt war. Mit bekannt werden des Termins der Schulaufgabe habe ich dann in der Schule nachgefragt, was zu tun ist. Gehandhabt wurde es über einen Antrag zur Befreiung. Es stand aber nie zur Debatte, dass der Termin nicht wahrgenommen werden kann.

    Die Schulaufgabe wurde dann sogar verlegt, das war möglich eben WEIL ich früh genug (mehrere Wochen vorher) Bescheid gegeben hatte.

    In Bayern haben die Eltern dafür gesorgt, dass die Arbeiten angesagt werden müssen.

    Ich fand das ohne Ansage besser, das nimmt so die Wichtigkeit

    Nimmt es das?

    Hier (5. Klasse Realschule, Bayern ) haben sich die Lehrer in Mathe und Englisch dafür entschlossen (nicht die Eltern haben dafür gesorgt) , dass in diesen Fächern anstatt 4 unangesagten Schulaufgaben + x unangesagten Exen pro Schuljahr 6 angesagte Leistungstests geschrieben werden. Als Versuch dieses Jahr, gab es vorher nicht.

    Und alle (Lehrer, Schüler und Eltern) sind der einhelligen Meinung, dass eben genau das die Wichtigkeit der Leistungsnachweise nimmt und den Stress bei den Kindern deutlich senkt.

    Diese Lehrer haben nun auch beschlossen, dass sie das so beibehalten wollen in ihren Klassen.

    Hier aktuell Bayern zweite Klasse: es gibt definitiv Grammatikunterricht. Aktuell sind die Wortarten dran (mit lateinischen Begriffen). Satzzeichen, Satzbau etc war in der ersten Klasse dran. Diktate werden auch bereits ab Klasse 2 geschrieben.

    Astridk scheint ähnlich zu wohnen wie wir. Nein, da kommt kein Fahrrad in Frage. Das sind dann etliche Kilometer einfach auf der Landstrasse, ohne Radweg, über Hauptverkehrsstrassen, teils steil bergauf.

    Bei uns fährt das niemand mit dem Rad, auch kein Jugendlicher.

    Wir haben letztes Jahr eine Befreiung für einen Tag bekommen, an dem eine Schulaufgabe angesetzt war. Allerdings ging es dabei nicht um eine Familienfeier sondern um einen Therapietermin im Kinderkrankenhaus, ein ganztägiger Termin, der nur alle 4 Monate stattfindet. Also genau 3x im Jahr.

    Diesen Termin konnte und wollte die Schule nicht verweigern. Alles andere wäre aber nicht möglich gewesen. Eine Befreiung für eine Familienfeier würde es hier nicht geben am Tag einer Schulaufgabe.

    Wir haben in unserer Hauswand noch Einschusslöcher und Luftschutzbunkerpfeile. Vor den Synagogen steht Polizei. Bombenfunde.


    Das Thema kommt auf und muss natürlich auch altersgemäß besprochen werden.

    Das haben wir hier alles nicht. Plattes Land, keine Synagogen, keine Bunker, keine Einschusslöcher. Da kommt das Thema halt nicht auf und wird dann eben auch nicht einfach so mal angesprochen.

    Als ich Kind war, war das anders. Meine Oma hat bei der Bundeswehr gearbeitet und auch viel vom Krieg erzählt.

    Das liegt dann wohl daran, dass Geschichte entweder der Lehrerin/dem Lehrer oder der Schule an sich nicht wichtig genug war. Denn Teil des Lehrplanes ist es sowohl in der 2. als auch der 4. Klasse.

    Ich bin allerdings nicht dafür, eine so schwerwiegende Zeit in der Grundschule "anzureissen". Mehr wäre zeitlich aber kaum möglich. Dann lieber später und angemessen. Oder es müsste halt ein anderes Thema weggelassen werden. Die sind aber auch nicht unwichtig.

    Jette mein Großer ist Jahrgang 2007 und hatte auch bereits den Lehrplan Plus in der 4. Klasse. Die Kleine ist 2011 und ganz aktuell in der zweiten Klasse. Beide Kinder hatten in der jeweils zweiten Klasse das Thema Schulgeschichte (bei der Kleinen ist das gerade ein paar Wochen her).


    Die Zeit von den Kelten bis zur Neuzeit wurde bei meinem Großen damals sehr sehr ausführlich behandelt. Schwerpunkte waren die Kelten und Römer, die Bajuwaren, Hunnen etc und die Völkerwanderung. Ich war dann zur Vertiefung privat noch in einem Keltenmuseum hier in der Nähe und bei einer Keltenschanze (das hatte die Lehrerin zeitlich einfach nicht mehr untergebracht, es gibt an der Schule schon relativ viele zusätzliche Termine aufgrund der Kooperation mit einem großen Profiorchester). Dann das Mittelalter. Jeweils wurde die Bauweise behandelt, die Gesellschaftsformen, das Leben allgemein, Nahrung, Kriege, Glaubensformen etc etc.

    Also wirklich viel Stoff (inkl 2er Proben, drum weiß ich das alles auch so genau, ich "musste" ja abfragen helfen). Völlig aussen vor ist natürlich schon die neuere Geschichte (also das zwanzigste Jahrhundert mit dem 1. und 2. Weltkrieg) - das ist aber auch definitiv kein Stoff für ein Grundschulkind.

    Ähm, also bei uns (auch Bayern) gibt es viele Elemente, die mit Geschichte zu tun haben. Es wird in der 4. Klasse die Zeit von den Kelten bis zur Neuzeit durchgenommen - und das sehr sehr ausführlich. Ausserdem gibt es "Schul"geschichte (wie war Unterricht und Schule in früheren Jahren) in der 2. Klasse.

    Ich finde das für Grundschulkinder erst mal absolut ausreichend.

    Noch ne dumme Frage zum jetzigen Abitur: es müssen ja alle die Matheprüfung ablegen und es gibt keine Leistungskurse mehr. Heißt das, dass Mathe-Cracks sich nur über die P-/W-Seminarwahl austoben können?


    Was ich bisher über die Freitagsprüfung gehört habe, lässt mich vermuten, dass die Leute im 14-Punkte-Segment trotzdem gut damit klar kamen. Aber die Unterteilung in Grundkurs/Leistungskurs -Niveau früher scheint mir ja doch sinnvoll.


    Dass Physik einen NC hat(te) war mir gar nicht klar. Liegt vermutlich daran, dass damals die Jungs eh Wartesemester durch Zivildienst oder Bundeswehr hatten, dann konnten die, die ich kenne, anschließend gleich starten.

    Das war damals kein NC, der über die ZVS gesteuert wurde. Das waren lokale NC's, von Uni zu Uni verschieden (manche Unis hatten auch gar keinen). Drum schrieb ich, dass der NC an meiner Uni damals so war ;).

    Kann gut sein, dass Du einfach niemanden kennst, der an einer Uni studiert hat, die einen NC in Physik hatte. Für mich war das damals aber halt einfach die nächstgelegene Uni (120 km). MUC wollte ich nicht, irgendwas in Franken auch nicht. Aber da ich den Schnitt ja hatte war es auch kein Problem ;).

    Ob es diese lokalen NCs überhaupt noch gibt, weiß ich nicht.

    Ich tue das meinem Kind nicht an, es hat nach der 5. Klasse das Gymi verlassen. Wir wollten unser Kind nicht kaputt machen. Das ist es nicht wert ;)

    Dafür ist er nun ein Jahr älter (mit Latein als erster Fremdsprache konnte er an der Realschule nichts mehr anfangen), aber egal. Dann ist er halt 1 Jahr später fertig als andere.


    Und ich oute mich auch.. ich war die eine 1,3 in meinem Jahrgang. Meine Zwillingsschwester war einer der beiden 1,1. Beide haben wir damit Physik studiert. Ich war fleissig, ja aber hab mich nicht übermässig gestresst oder so ;).


    Wir hatten damals im Physik Leistungskurs auch nur 3 der 5 Themen überhaupt besprochen. Zwei waren dann aber im Abi völlig überzogen. Also blieb nur Relativitätstheorie als Prüfungsaufgabe. Ein theoretisches Konstrukt mit 2-facher Lichtgeschwindigkeit (man lernt aber den gesamten LK lang, dass Lichtgeschwindigkeit das Maximum ist). War auch gewöhnungsbedürftig. Seltsame Aufgaben gab es also auch schon vor 30 Jahren..

    An meiner Uni in meinem Fach (Physik) war damals 1991 der NC bei 1.7. Soviel zu ein 2er vor dem Komma reicht. mir hätte er nicht gereicht. Und Physik war und ist das einzige Studium, das für mich in Frage gekommen ist.

    Eine 1.0 gab es in meinem Abi-Jahrgang an meiner Schule auch nicht. Es gab zwei 1.1 und dann eine 1.3

    Ich finde schon, dass der Stress für die Schüler am Gymnasium im Vergleich zu früher deutlich mehr geworden ist (aus eigener Erfahrung mit meinem Sohn letztes Jahr. Sooo krass war das damals bei mir lange nicht. Von Abi sprechen wir da noch gar nicht. Da fing der Stress schon in der 5. Klasse an. Und das nicht, weil ich ihm den Stress gemacht hätte. Das ging ganz klar von der Schule aus!

    aber dann könnte man doch die sache mit der hochschulzugangsberechtigung gleich ganz umgestalten.


    dann müssten doch auch leute mit hauptschulabschluss studieren dürfen, sofern sie einen genügend hohen wissenstand in ihrem studienfach haben oder wissen, wie sie sich den im laufe des studiums noch aneignen können. oder verstehe ich da gerade etwas nicht?

    Aber genau das gibt es doch schon seit Jahren. Man kann mit einem Meisterbrief an einer Universität studieren, auch wenn man nur einen Hauptschulabschluss hat. Und auch ohne Meisterbrief gibt es Möglichkeiten nach Ausbildung für ein fachgebundenes Studium, ganz ohne jegliches Abitur (allgemein oder Fach).

    Da die ALLGEMEINE Hochschulreife eben allgemein in Deutschland gültig ist und auch die Noten in Fächern mit Zulassung über Notendurchschnitt von allen SuS in D gleich gewertet werden sollten meines Erachtens alle Bundesländer die gleichen Prüfungen schreiben, deutschlandweit. Nur so ist eine faire Vergleichbarkeit gegeben.

    Den Aufgabenpool gibt es längst nicht für alle Fächer und auch nicht alle Bundesländer nutzen ihn. Ausserdem werden lange nicht alle Aufgaben aus dem Pool genommen, das ist doch nur ein Bruchteil. Experten sprechen von zur Zeit 5% Abdeckung wenn man das gesamte Abitur betrachtet.

    Damit bleibt die krasse Chancenungleichheit weiterhin bestehen.

    Meine Kleine ist eine richtigen Puppenmami.. sie hat sich sogar zum 8. Geburtstag noch eine gewünscht und spielt regelmässig damit..Seit sie ca 6 Jahre alt ist auch viel intensiver als früher