Beiträge von Gwynifer

    waschbär Doch das KANN schon vorkommen. Nur kommt es halt stark auf die Lehrperson an. Bei G. waren solche Aufgaben in der Tat die gesamte 5. Klasse dran. Immer als Zusatzaufgaben in Schulaufgaben und Exen. Klar, nicht immer so einfach wie in dem Beispiel, das geht ja auch deutlich schwieriger ;)

    Aber trotzdem ist es Blödsinn DESWEGEN Latein zu wählen!! Denn wie gesagt, alles kann, nichts muss! Und auch in Englisch jetzt sind solche Aufgaben immer mal wieder mit dabei. Warum dann nicht auch in Französisch?

    Ja, DAS kann ich bestätigen.. Englisch habe ich in meinem Auslandsjahr in UK gelernt (während des Studiums). Vorher hatte ich ein schlechtes Denglisch, traute mich kaum zu sprechen. Englische Filme angucken? Nie im Leben (..mittlerweile kann ich keine Synchronisationen mehr angucken so falsch klingt das für mich)..Ich bin sehr froh um die heutigen Möglichkeiten. Mein Sohn spricht Mitte der 5. Klasse besser Englisch als ich in der 11. Natürlich noch mit viel weniger Wörtern und Grammatik, aber er spricht, versteht englische Videos, wendet es einfach an.

    Das ist der ganz große Vorteil von lebendigen Sprachen..

    Aury Das ist leider völlig normal, das war bei G. auch so.

    Jede Schulaufgabe besteht aus 2 Teilen: Übersetzungsteil und Grammatik-/Fragenteil. Der Übersetzungsteil zählt 3-fach, der andere Teil 1-fach. Im Grammatik-/Fragenteil muss man Grammatikfragen beantworten, sich ein Stückchen lateinischen Text durchlesen und Fragen dazu beantworten (wie in Englisch auch), Zusatzfragen zu den behandelten Themen beantworten, den Inhalt von übersetzten Textstücken aus dem Buch können etc..

    Latein als erste Fremdsprache startet ab Klasse 5, also 5-10 und nicht 6-10. Nach Campus gibt es dann andere Bücher ;)

    Man hat nicht Campus B von Klasse 5-10. Mein Sohn hatte Latein als 1. Fremdsprache ;)

    Campus B hiess das Buch. Bei Euch kann es aber evtl eine andere Version sein, denn 1. oder 2. Fremdsprache kann ja anders aufgebaut sein. Es gibt nämlich auch noch ein Campus A.

    Zu welcher Gruppe jedes einzelne Wort gehört kann man nur auswendig lernen. Und die ganzen Endungen auch. Und im Satz muss man dann entscheiden, was jedes Wort heisst, zu welcher Gruppe es gehört und wie dann die korrekt Übersetzung im Zusammenhang ist.

    Das ganz neue Buch kenne ich nicht, nur das vom letzten Jahr (das war aber auch bereits Lehrplan Plus und ganz neu). Die Sätze sind immer noch so fad ;)


    Das hier gibt einen ganz guten Überblick über den Stoff, ist zwar 5. Klasse, aber bei Deiner Tochter ist es ja auch das erste Jahr Latein dann.

    https://schule-mit-erfolg.de/g…aufgaben-latein-gymnasium

    hier gibt es ganz viele kostenlose Übungen zum Download.. da kann man sich gut mal angucken, was man so macht im ersten Jahr Latein. Wie Arbeitsblätter und Schulaufgaben aussehen könnten..


    https://www.lernwolf.de/latein


    vielleicht gingt Euch das weiter..

    Meine Tochter hat jetzt in der 10. endlich auch wieder ein wenig Spass an der Sprache Dank der guten Lehrerin und Dank an Ovid und Dank an das Lexikon das sie mitnehmen dürfen.

    Ovid ist aber doch Philosophie

    Nein, das ist ein Dichter ( und ist teils sehr ... ähm ... deftig)

    Äh ja.. daran erinnere ich mich auch gut.. da gab es rote Öhrchen beim Übersetzen in der 10. Klasse.. lol..

    Naja, langsam herantasten.. nicht wirklich. G. hat davon letztes Jahr (also in Klasse 5) ALLE Deklinationen und ALLE Konjugationen gelernt.

    Konjugationen allerdings nur im Aktiv, aber alle Zeiten. Klar, kommen dann die ganz schwierigen Zeiten und Spezialfälle der Grammatik später. Aber trotzdem ist das schon eine ganze Menge für so junge Kinder.


    Ja, ein Verb in der A-Konjugation ist immer gleich, aber man muss halt bei jedem Wort erst mal sicher sein, in welche Gruppe es gehört.

    Das Wort ducere ist konsonantische Konjugation zum Beispiel, und nicht e-Konjugation (obwohl es in der Mitte auch ein e hat wie parere, das e-Konjugation ist).

    Dann gibt es viele Endungen, die bei den Konjugationen und Deklinationen gleich sind, aber trotzdem natürlich völlig andere Bedeutungen haben. Beispiel:

    Die Endung "is" gibt es ganz oft.. die kann auf ein Verb in der 2. Person Singular hindeuten genauso wie auf den Dativ/Ablativ Plural bei einem Substantiv. Die Endung "a" kann Imperativ (Befehlsform) eines Verbs sein oder aber Nominativ oder Akkusativ Plural bei einem Substantiv Neutrum. die Endung "em" ist entweder Akkusativ Singular eines Substantivs oder aber Präsens Konjuktiv Aktiv (ich würde lieben). Etc etc etc, dazu gibt es unzählige Beispiele. Das alles muss man unterscheiden lernen. Das kann man nur, wenn man das sicher und gut abrufbar gelernt hat.

    Und dann muss man verdammt genau hinschaun um die Unterschiede, die teilweise ja nur einzelne Buchstaben sind, zu erkennen.

    Ja, das muss man alles auswendig können und nein, das darf man nicht nachschlagen. Ab Klasse 10 darf man ein Wörterbuch verwenden. Vorher muss man auch alle Wörter auswendig wissen, mit allen ihren Bedeutungen.

    Und es ist eben nicht "weiß ich eins weiß ich alle".. siehe mein obiges Posting.. es gibt ganz viele verschiedene Gruppen die alle leicht unterschiedliche Endungen haben. Die bringt man super schnell auch durcheinander. Hermines Beispiel war nur eine einzige dieser verschiedenen Gruppen!

    Und alle unregelmässigen Verben fehlen da noch komplett ;) . Das sind quasi alles Ausnahmen die man auch alle lernen und wissen muss.

    ich erklär mal ein paar Begriffe:

    - Konjugation ist das Beugen der Verben (Tunwörter). Es gibt verschiedene Gruppen in Latein: a-Konjugation (Beispiel: parare = vorbereiten), e-Konjugation (parere= gehorchen), i-Konjugation (audire = hören), konsonantische Konjugation (ducere = ziehen). Dann gibt es noch ganz viele unregelmässige Verben. Die Verben werden in diese unterschiedlich Konjugationen eingeteilt und haben innerhalb einer Gruppe die gleiche Endung, untereinander aber leicht unterschiedliche Endungen für die verschiedenen Zeiten, Aktiv, Passiv etc. Dann gibt es ganz viele verschiedenen Ausnahmen von diesen Regeln..

    - Deklination ist das Beugen von Substantiven (Hauptwörter) und Adjektiven (Eigenschaftswörtern) (Beugen = Wörter werden in die verschiedenen Fälle gesetzt). Auch da gibt es verschiedene Gruppen. A-Deklination, a-Deklination, o-Deklination, i-Deklination, u-Deklination, e-Deklination und gemischte Deklinationen. Auch hier sind die Endungen je Gruppe gleich, untereinander aber leicht unterschiedlich.


    - eine Konjunktion ist ein Verbindungswort: "und" zum Beispiel..


    So, das war ein ganz kurzer Ausflug in die Grundzüge der Lateinischen Sprache..

    Also ich passe.. entweder sind da Wörter fies abgekürzt oder es fehlen Wörter.. die Endungen passen nicht wirklich zusammen. Im ersten Satz:

    Ich hab da einige Fragezeichen:

    - ist das am Ende ein ACI oder eine Sonderform von exoptare?

    - wohin mit dem Adjektiv im Dativ/Ablativ? worauf bezieht es sich? Keins der Substantive steht im Dativ/Ablativ??


    Mein Lateinabi ist fast 30 Jahre her...

    Hermine psst.. das ist aber A-Konjugation und nicht A-Deklination (Konjugation heisst es bei Verben, Deklination bei Substantiven und Adjektiven)...


    Wenn man dieses Beispiel nimmt:

    fabulas = 2. Person Singular von fabulari = du plauderst, denkst Dir eine Geschichte aus

    fabulas = Akkusativ Plural von fabula = den Geschichten

    fabulatis = 2. Person Plural von fabulari = ihr plaudert, denkt Euch Geschichten aus

    fabulis = Ablativ Plural von fabula = durch die Geschichten (der Ablativ ist ein Fall, den es Deutschen nicht gibt)

    fabularum = Genitiv Plural von fabula = der Geschichten

    fabulari = Infinitiv von fabulari = plaudern, erzählen

    fabulamus = 3. Person Plural von fabulari = wir erzählen


    Und das sind jetzt nur Beispiele aus dem Präsens Indikativ, da ist noch gar keine andere Form dabei wir fabulamur (3. Person Indikativ Präsens passiv)....

    Die Liste ist endlos fortzuführen, die Endungen der Konjugationen und Deklinationen sind sich sehr sehr ähnlich. Man muss immer super genau hinschaun um entscheiden zu können um welches Wort es sich genau handelt und um welche Form. Ganz oft gelingt das dann nur durch Anwendung anderer Grammatikregeln (weil die Formen schlicht und einfach gleich sind).

    Das ist jetzt doch mal eine ganz andere Meinung. Also doch eine Verbesserung. Habt ihr nebenbei noch Coaching gemacht irgendwas mit Konzentrationstraining oder so? Ansonsten hat es wohl einfach klick gemacht oder es kam doch vom Latein. Warum hat ihre Tochter unbedingt Latein wählen wollen? Motiviert ist meine nur wenn sie das Interesse an was hat.

    Ich glaube das wichtigste Argument war, dass ihre Rechtschreibprobleme in Latein keine Rolle spielen.

    Da wage ich zu widersprechen. Zumindest bei meinem Sohn gab es auch Deutsch-Latein zu übersetzen, in Schulaufgaben und in Vokabeltests. Jedes einzelne falsch geschriebene Wort war ein Fehler, der einen Punktabzug gab.

    Da konnte man dann schnell im Zusatzteil ne 5 oder 6 haben deshalb..


    Die Zusammenfassung als den Leitfaden ist für mich nichts als Progaganda, Werbung, um die "tote" Sprache lebendig erscheinen zu lassen. Zumindest bei meinem Großen hat sich das leider dann sehr relativiert im Unterricht und auch in den Büchern. Es hört sich alles gut an, aber nochmal: wenn es nicht zum Kind passt (und dazu haben wir nun wirklich genug Beispiele gegeben WAS und WIE in Latein zu lernen ist), dann nützt das alles nichts.

    Ich habe aber das Gefühl, Du hast Dich sowieso schon auf Latein festgelegt und suchst eine Bestätigung dieser Meinung ;)

    Ob Latein zu Deinem Kind passt werden wir Dir aber nicht sagen können ;) (für mich hört es sich allerdings immer noch nicht so an).

    Ich finde auch den Fokus auf das "hat es Dir was gebracht bei xy.." sehr schwierig und unglücklich. Denn wenn man mit der Art und Weise zu Lernen und Arbeiten, wie es Latein nunmal fordert, nicht klar kommt, dann nutzt es alles nichts, wenn ANDEREN Latein bei xy was gebracht hat. Dann wird man selbst an Latein verzweifeln.

    Meines Erachtens sollte darauf der Fokus ein.. kann das Kind damit klar kommen oder nicht.

    Könnte mal einer paar Beispiele von gängigen schweren Vokabeln machen die man so lernen muss? Hab leider das Buch nicht mehr da.

    Also was so richtige Brocken sind zum Verzweifeln?

    Das man mal so einen Anhaltspunkt hat?

    Am schwersten fand mein Sohn in der Tat die verschiedenen Konjugationen der Verben in den verschiedenen Zeiten (und deren ganzen Ausnahmen). Und dann dazu die Deklinationen der Substantive und Adjektive, die auch auf die gleichen Buchstaben enden. Oft erkennt man nur aus dem Zusammenhang, welche Wortart nun denn wirklich vorliegt und was das Wort heissen muss.

    Einzelne Beispiele von Vokabeln werden Dir nichts bringen, es ist die Kombination in der Anwendung. Und diese Schwierigkeit erkennt man auch nicht in den ersten Wochen, das dauert. Da muss man wirklich mal alle Konjugationen in den verschiedenen Zeiten durch haben, dann treten die Probleme auf..


    undine Also in Bayern 5. Klasse ist schon Familie und Frauen eins der Themen. Später, wenn man die einzelnen historischen Schriftsteller übersetzt, dann nicht mehr, aber gerade am Anfang sind es ja Texte, die in der Neuzeit verfasst wurden (die Themen der 5. Klasse in Bayern hab ich ja schon alle einige Seiten vorher aufgeschrieben).

    Ähm, der Vorschlag kam aber doch von der Oma, richtig? Sie ist doch ein erwachsener Mensch, wenn sie anbietet, Geld dazu zu legen warum solltest Du das nicht einfach annehmen?