Beiträge von Gwynifer

    Ich hab gerade mal die Preise des VRS und MVV verglichen, München ist wohl kaum günstiger ;). Es kommt allerdings ganz stark an, in welchem Ring bzw in welchen Ringen man sich bewegt. Ich hab neulich für eine Fahrt von 3 Stationen 17 Euro gezahlt mit der S-Bahn ;) (ganze drei Stationen, ja.. denn wenn man sich in den Aussenbezirken bewegt muss man soviel zahlen als ob man von der Innenstadt nach Aussen fährt..)

    ja, das klingt sehr traurig und bitter..


    Mein picky hat heute in der Schule bei einem Vortrag tatsächlich geröstete Mehlwürmer probiert...mir war ja klar. Dass er Fleisch gern mag...Aber soooooo gern???

    Ich kann nur von mir sprechen. Die Kleinstadt in der ich mich mehrfach die Woche bewege, ist einfach zu klein, um ein gut ausgebautes Nahverkehrssystem zu haben. Es gibt Busse. Aber das wars. In der Stadt selbst ist alles fußläufig. Ich bin ca 15 km von dieser Kleinstadt entfernt, Bus zur Kleinstadt geht nicht, weil nur ca 4x am Tag ein Bus fährt.

    Wenn ich also in der Stadt direkt zu tun habe stelle ich mein Auto irgendwo auf einem Parkplatz ab und laufe.

    Wenn ich in die Münchner INNENSTADT muss, dann stelle ich mein Auto auf einem Park and Ride Parkplatz ab und fahre mit der U-Bahn.

    Habe ich im Münchner Speckgürtel zu tun (da befindet sich mein Büro), dann fahre ich mit dem Auto, da es meiner Ansicht nach ohne ringförmiges Nahverkehrsnetz wenig Sinn macht, sein Auto auf einem Park and Ride Parkplatz abzustellen, mit der Bahn bis in die Innenstadt zu fahren und mit einer anderen Bahn wieder raus (anders geht es aber nicht, das U-Bahn und auch S-Bahnsystem in MUC ist rein sternförmig, eine Ringstrecke gibt es nicht). Da ist es schneller, den Autobahnring aussen rum zu nutzen und direkt dort hin zu fahren, wo man hin muss.

    Ich käme aber nie auf den Gedanken, in die Innenstadt mit dem Auto zu fahren.

    holly Nein, Realschule ist hier auch Sprengel.. Wir hatten keine Wahlmöglichkeit. Es ist genau eine Realschule zuständig. Bei den Gymnasien hat man insofern Wahlmöglichkeit, dass die Stadt vorgegeben ist. Nur bei besonderen Fachrichtungen könnte man das Gymansium einer anderen Stadt (genauso weit entfernt) auswählen.

    Trotzdem gilt das Schulbussystem nur für Grund- und Mittelschulen. Alle Kinder, die Realschule oder Gymnasien besuchen müssen mit dem mehr schlecht als recht ausgebauten Linienbusnetz fahren.


    Was aber die zusätzlichen Abgaben für Autofahrer anbelangt, die schon mehrfach hier angesprochen wurden. Die zahlen wir bereits mit der 1999 eingeführten und mehrfach angepassten (erhöhten) Energiesteuer auf Kraftstoffe. Sie beträgt bei Diesel: 47,04 Cent/Liter, bei Benzin: 65,45 Cent/Liter, also ca 47% des aktuellen Benzinpreises.

    Das ist doch nicht zielführendes Aufrechnen. Die Bauern sind im übrigen hochsubventioniert 😉 und etliche Gemeinden hier im Umland genießen sprudelnde Steuereinnahmen, die die Stadt nicht hat aber dank Infrastruktur erst die Menschen anzieht.


    Erde ist fast matsche. Städte im Kollaps. Es muss sich was tun. 1-2 Personen im Auto und individuell, das ist nicht mehr leistbar. Also muss das so verteuert werden (im Gegenzug alternative Fortbewegung angepasst) . Ebenso ist es ja bei Flugreisen. Schlicht zu günstig

    Dann sollte aber VORHER der Nahverkehr so ausgebaut werden, dass er auch nutzbar ist. Hier im Umland München ist es den Kindern nicht möglich, die Nachmittagsbetreuung der Sprengelschule zu nutzen wenn sie nicht abgeholt werden. Die Schule endet um 16 Uhr, der Bus geht um 15 Uhr 40. Der nächste dann um 17 Uhr 30. Die Kinder stehen also von 16 Uhr bis 17 Uhr 30 Sommer wie Winter auf der Strasse. Im winter ist es dann aber dunkel. Die Kinder sind 10 Jahre alt, wer lässt sein Kind bei Dunkelheit so lange auf der Strasse rumstehen?

    Gleiches Problem Schulende 11 Uhr 15 (das kommt regelmässig vor). Bus geht um diese Uhrzeit gar keiner, der nächste geht um 12 Uhr 40.

    Wartemöglichkeiten in der Schule gibt es keine. Die Kinder stehen schlicht und ergreifend knappe 1.5 Stunden auf der Strasse.

    So läuft das hier im Umland München (50 km von MUC entfernt in Orten ohne Sbahn-Anschluss). Und da wundert sich tatsächlich jemand, dass der Nahverkehr nicht genutzt wird wenn ca 4x am Tag ein Bus geht? Schulbusse gibt es nämlich nur für die Grundschule und die Mittelschule, nicht aber für Realschule und Gymnasium, auch wenn es sich bei diesem um die Sprengelschule handelt.


    Wohnungen IN München sind schlichtweg nicht zu finden, selbst wenn man gerne dorthin ziehen würde. Bezahlbare Wohnungen gehen unter der Hand weg, für zigtausende Menschen fehlt Wohnraum.

    Quadratmeterpreise um die 25 Euro sind keine Seltenheit.

    Ich stimme Dir zu, ich find diese Gedanken auch furchtbar.. es klingt danach, das Kind zu "brechen".. wenn nur der Hunger groß genug ist, wird es seine "Anstellerei" schon sein lassen und essen.

    Allerdings haben die allermeisten schon auch betont, dass Hungern lassen keine wirkliche Option wäre. Ich kann Dich aber verstehen, wie das auf Dich wirken muss, wenn du sowas erlebt hast..

    Möwe

    Mein Kind ist schon unterhalb der 3% Kurve. Er ist 1.55 groß und wiegt 33 kg (mit 12 Jahren). Das ist bereits jetzt starkes Untergewicht. Das Kind besteht quasi nur aus Muskeln (er ist dazu super sportlich). Und er würde einfach hungern, ja. Und noch weniger werden. Bei einem Kind, das etwas mehr Reserven hat wäre ich wohl entspannter, aber so? Wir waren schon 2x wegen eines Magen-Darm-Infektes im KH weil das Kind kurz davor war, auszutrocknen.

    Ich bin definitv kein Picky eater, ich esse (fast) alles.. (ok, Innereien esse ich nur Leber, sonst nichts). Das wars aber auch schon, sonst esse ich wirklich alles (nicht alles schmeckt mir, ich esse es aber trotzdem). Und trotzdem finde ich, das Salzkartoffeln komplett anders schmecken als Pellkartoffeln. Letztere mag ich sehr gern, Salzkartoffeln esse ich, sie schmecken mir aber nicht besonders.


    Iverna Mein Picky Eater hat auch nie Brei gegessen, nicht einen Löffel. Auch keinen Griesbrei. Er hat 16 Monate voll gestillt und dann am Tisch mitgegessen. Man konnte ihn auch als Kleinkind nie austricksen. Die ganzen Spielchen, bei denen Gerichten Namen gegeben werden.. wie "Rittermahlzeit" - oder was man sich da alles einfallen lassen kann. Hat nie geklappt. Er hat sich das Essen angeschaut, analysiert was drin ist und dann gesagt.. esse ich oder esse ich nicht. Und das auch mit 2 Jahren schon. Das konnte schon im Kindergarten nie jemand glauben, bis sie es selbst erlebt haben..


    @Süssigkeiten: mein Picky Eater isst auch kaum Süsses. Er mag bestimme Gummibärchen, Lakritz (!!) - die darf er nur nicht, bestimme Lutscher und Kaubonbons. Das wars. Keine Schokolade, keine Riegel, keine Kekse, keine Bonbons, nichts.

    Kuchen geht nur Erdbeerkuchen und Krapfen. Kein Kleingebäck, keine Torten, nichts..

    Eine Ausnahme: Schokolade geht in Form von Fruchtspiessen.. aber da ist es die Kombi mit dem frischen Obst und die eiskalte, sehr dünne Schoki.

    Mein Kind mag zum Beispiel Käsefondue aber keine Käsespätzle. Nun könnte man sagen, ist ja beides Käse.

    Trotzdem kann man beides absolut nicht vergleichen. Das Kind mag die Spätzle daran nicht.

    Tatsächlich mag es aber auch Spätzle als Beilage nicht (mehr). Bei uns ist es auch wirklich eher so, dass ein Lebensmittel komplett abgelehnt wird.

    Ok, das gilt nicht für Knödel.. Kartoffeln werden gern gegessen, aber nicht als Knödel.. die sind zu glibschig/matschig und schmecken ja auch nicht wirklich wie Kartoffeln..

    Beim Gemüse essen beide Kinder vieles gegart nicht, dafür aber roh. Das kann ich aber verstehen, denn roh schmeckt vieles halt anders als gegart. Ich selbst esse sehr gerne Äpfel frisch, aber Äpfel als Kompott? Nein danke.

    Bei uns gibt es auch so Lieblingsessen, die wochenlang täglich mehrfach verlangt werden. Das sind hier im Wechsel:

    Pommes, Schinkennudeln, Nudeln mit Hackfleischsauce.. gerade ist letzteres dran..

    Das dauert dann ein paar Wochen, dann wechselt das wieder. Zwischendrin werden aber schon auch andere Sachen mal gegessen. Gar so krass wie bei einigen von Euch ist es bei uns ja nicht, zumindest nicht zuhause, wo ich gut um die Unverträglichkeiten rumkochen kann.

    Bei uns ist es nicht die Konsistenz, hier ist es ganz klar ein SCHMECKT NICHT, mag ich nicht, ess ich nicht.

    Dazu kommt dann die Zöliakie, ausserdem Probleme mit Fruktose und Histamin. Da ist der Speiseplan eh schon winzig klein, durch das "mag ich nicht" wird er noch viel viel kleiner.

    Zwingen geht gar nicht, das Kind probiert ja, befindet das schmeckt nicht und isst dann einfach nichts. Gewicht ist unterhalb der 3% Perzentile, da wird man dann auch irgendwann unentspannt was Hungerstreiks anbelangt.

    Immerhin isst das Kind aber 3-4 mal am Tag einen Rohkostteller (Karotten, Gurken, bisschen Orange und Nektarine, Melone, was halt so geht mit FI), und leider ziemlich viel Fleisch. Süssigkeiten isst G. sehr wenig, lieber ne Wurst oder ein Stückchen Fleisch..schon immer.

    Im Moment lass ich ihn, wenn ich ihm das auch noch wegnehme bleibt quasi nichts mehr übrig. Ich will auch keinen Machtkampf aus dem Essen machen. Irgendwann wird der Speiseplan schon wieder größer werden.

    Unterwegs ist allerdings eine Katastrophe.. letzte Woche wieder.. Kind sitzt vor der Speisekarte, Tränen in den Augen.. Mama, da ist ja nichts dabei was ich überhaupt essen DARF.. jo, war auch so.. es gab nichts, was ohne Gluten gewesen wäre (ausser Pommes pur, bei denen man dann nur hoffen konnte, dass sie in einer extra Fritteuse gemacht wurden).

    Als ob der Verzicht auf einen Sportkurs etwas daran ändern würde, dass es nunmal Städte gibt. In denen Wohnraum für zigtausend Menschen fehlt. Es gibt schlichtweg keine Wohnungen... Wer sich das nicht vorstellen kann, den lade ich gerne dazu ein, in München eine Wohnung zu finden :). Was hier bei der Wohnungssuche abgeht ist für Menschen, die das noch nicht erlebt haben schlicht kaum vorstellbar...

    In der Schweiz ist aber auch der Verdienst ein klein wenig höher als hier ;). Und nein, ich meinte nicht Dich.

    Es wurde die Frage gestellt, warum man denn überhaupt mit dem Auto fahren wollen würde. Dafür habe ich Gründe genannt. Dann kam die Frage auf, warum man denn in einer Stadt arbeiten, aber nicht wohnen würde. Auch dafür habe ich Gründe genannt.