Beiträge von amanelil

    AM besten empfehle ich meiner Tochter, sie soll behaupten, sie schreibe die Schweizer Schreibweise, da gibt es kein scharfes s mehr :D, hab ich gelesen.

    Die Schweiz kannte noch nie ein scharfes s. Das gab es bei uns schon vor 40 Jahren nur in Büchern aus Deutschland.

    Das stimmt so glaube ich nicht. Hier um die Ecke gibt es auf jeden Fall noch alte Straßenschilder mit ß drin. Ich finde die schweizer Regelung mit nur Doppel-S sehr unlogisch und verstehe echt nicht, warum die Schweizer hier ein Extrasüppchen kochen. Zumal die Doppel-S-/ß-Regel nach der neuen Rechtschreibung wirklich bestechend einfach und logisch ist. Für die Kinder in der Schule ist es auch doof, finde ich, weil doch die meisten Bücher, die sie in die Hände bekommen in deutscher Rechtschreibung geschrieben sind.


    Edit: da, wo ich herkomme, hat die Maß Bier auch ein langes A

    Meines Wissens nach wird ein Fersensporn in der Fachwelt zunehmend nur noch als Plantarfasziitis diskutiert, also als Entzündung der Faszie der Fußsohle, unabhängig von einer Knochenausziehung.


    Deiner Beschreibung nach könnte es sowas sein...


    Wenn es das ist könnten Crocs helfen, wirklich weiche Einlagen gehen genauso. Hochdosiert Kurkuma mit schwarzem Pfeffer wirkt entzündungshemmend hab ich mal von den Fastenforschern gehört. Ebenfalls häufig erfolgreich ist statisches Dehnen im niedrigen Intensitätsbereich mit länger Dauern und das langsame Ausrollen der Plantarfaszie mit einer Faszienrolle/Igelball/Tennisball.


    Gute Besserung!

    Sedativa aus meiner beuflichen Sicht: Ja, es ist leider normal, sehr viele Leute plagen sich mit Rückenschmerzen und nein, es ist nicht normal, das muss so nicht sein. Dass sich das von alleine wieder löst, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Aber mit einer Kombination aus einer guten therapeutischen Unterstützung und gezielter Bewegung bzw. Training lässt sich da meist sehr viel verändern. Es ist manchmal nicht so einfach, die richtig guten Leute dafür zu finden, bzw. die, die das drauf haben, was dir hilft. Leider sind Therapeuten und qualifizierte Bewegungsleute häufig nicht vernünftig miteinander vernetzt.


    Wenn du Zeit und Muße hast, dich durch Youtube zu wühlen kannst du mal nach Liebscher und Bracht oder Strong and Flex suchen, die beiden Kanäle find ich von den Übungen her ganz gut. (Mich nervt ja meist das Getue und das Gelaber und so, aber das hat ja mit der Übungsqualität nix zu tun) Dirk Beckmann find ich auch gut.


    Mein absoluter Favorit in meiner bisherigen Laufbahn ist das Spiraldynamik-Konzept. Da gibts auch einige Physios, die das als Weiterbildung besucht haben. Damit komme ich in meinem beruflichen Alltag (Leute nach Physio/Schmerztherapie dauerhaft schmerzfrei trainieren) am weitesten. Da gibt es aber leider kaum Videos online.

    Das klingt nach sehr ungünstigen Physiobedingungen, bei eh schon ungünstigen Bedingungen für Physios. Ich hab mich erst letzte Woche in meiner Weiterbildung mit einer Physiotherapeutin unterhalten. Die hat sogar "großzügige" 30 min pro Patient und sagt, es ist viel zu wenig. In der Zeit kann man ein bisschen massieren und behandeln, was ja auch OK ist, aber für wirklich gut Übungen anleiten, sodass der Patient sie korrekt umsetzen kann zuhause reicht ihr das nie und nimmer. Sie sagt auch, dass das was die unterschiedlichen Physios an Therapie machen extrem unterschiedlich ist. Also: alles in allem ist das nicht so einfach.


    Hättest du den die Zeit/Möglichkeiten/finanzielle Ressourcen/etc. das auch jenseits der Krankenkassenfinanzierung anzugehen?

    Hier noch eine Stimme für eine gute Physiotherapie bzw. ein vernünftiges Training.
    Hat die Physio dir bei der Schulter geholfen?


    Es gilt nach wie vor der alte Spruch "Gegen Rücken hilft Muskel"

    Das würde ich nicht so ohne weiteres einfach unterschreiben. Klar spielt die Muskelmasse bzw. die Kraft eine Rolle. Beweglichkeit und Koordination sind allerdings auch nicht zu unterschätzen. Ein gutes Training beachtet mMn möglichst viele Faktoren der Bewegung (Kraft, Beweglichkeit, Haltung, Ansteuerungsfähigkeiten, Bewegungsmuster... ). Einfach nur die Rückemuskeln zu trainieren meiner Erfahrung nach ist oft nicht zielführend.


    Bei Rückenschulen empfehle ich dir, sehr genau auf die Qualifikationen und das Konzept zu achten. Es gibt sehr gute und weniger gute. Ich finde es immer wieder entsetzlich, mit wie wenig Ausbildung häufig solche Kurse angeboten werden dürfen.


    Und noch ein Input aus meinem Studium: Mein Orthopädie-Prof sagte immer, dass es nicht mal eine eine Korrelation gäbe zwischen optischen Wirbelsäulenzuständen sichtbar in einem Röntgen/MRT und Schmerzzuständen. Es gibt es anscheinend gar nicht so selten, dass man z.B. wegen Lunge röngt und optisch grauslige aber schmerzfreie Wirbelsäulenzustände findet und Leute mit massiven Schmerzen, bei denen alles auf dem Bild soweit OK aussieht. Eine vermeintliche Kausalität zwischen im Bild dargestellter Situation und Schmerzzustand ist also durchaus mit Vorsicht zu genießen. Das ist mir sehr geblieben.

    eine Versteifung zwischen C1 und C2 wird die eine stärkere Einschränkung in der HWS-Rotation bescheren, laut Lehrbuch hast du in der HWS pro Seite insgesamt 50° Rotation, wovon 35° zwischen C1 und C2 passieren. Die BWS kann aber eigentlich auch gut rotieren, kompensierbar ist das also ein Stück weit. Die Segmente, die um die Versteifung drumrum die Kompensation übernehmen, werden dadurch stärker belastet und man sollte schauen, dass sich keine Hypermobilitäten entwickeln.


    Hat einer der Ärzte die Möglichkeit von Physiotherapie in den Raum gestellt? Ich bin bzgl. HWS nicht die absolute Spezialistin, aber ich würde an deiner Stelle versuchen abzuklären, ob durch ein gezieltes Training der HWS-nahen Muskelstränge etwas Stabilisierung geschaffen werden kann. Da du ja momentan beschwerdefrei und die Geschichte grenzwertig ist, würde ich das versuchen, bevor ich einer OP zustimme, die neben den Einschränkungen ja auch ein OP-Risiko hat.

    Das bringt mich auch zu dem Gedanken, dass man beim Barfußlaufen ja nicht mit dem Fersengang, sondern über den Ballen bzw. mittig und dann erst nach hinten abrollen sollte. Ich glaube, dass dies fürs Barfußlaufen, gerade wenn man es nicht gewohnt ist, ganz wichtig, weil man ja eben keine künstliche Federung hat. Die Expertinnen korrigieren mich bitte falls ich Unsinn erzähle!


    Ich mache auch mit den Barfußschuhen automatisch kleinere Schritte und fuße vorsichtiger, bedächtiger auf, aber manchmal, gerade wenn ich im Stress schneller laufe, muss ich mich auch daran erinnern nicht so zu trampeln Vielleicht hilft das ja jemandem.

    Der Ballengang ist durchaus sehr umstritten. Kleinere Schritte und sanfter Aufsetzen ist eine gute Idee. Das beste an online verfügbarem Statement zum Ballengang hab ich hier gefunden:
    https://www.barefoot-academy.c…rte-gangart-des-menschen/

    Mit manchem, was der sagt bin ich zwar auch nicht so ganz einverstanden, aber den Beitrag finde ich ziemlich gut.

    Bei Fersensporn macht es meist Sinn weich zu betten.
    Über etwas mehr Sohle oder nicht kann man sich bei Barfußschuhen (oder auch überhaupt) immer streiten. Ich finde ein bisschen mehr Sohle unter dem Fuß bei viel Laufen auf harten, ebenen Untergründen nicht verkehrt. Viel wichtiger finde ich den Nullabsatz (für die allermeisten Füße), aber den gibt es außer bei Sneakern oder Hallenballsportschuhen kaum. Hallenballsportschuhe haben keine Sprengung, weil das wohl die Wahrscheinlichkeit für Spunggelenksverletztungen erhöht.


    Strong and Flex finde ich auch ziemlich gut. Aber ja, da muss man sich durchwühlen.


    Nein, Spiraldynamik als solches ist keine Kassenleistung. Manche Physios/Ergos rechnen das halt über die normalen Physio/Ergorezepte ab. Geht aber zumindest hier in CH nur mit Schummeln. Weil die Physiorezepte hier sind auf 9x20 min ausgestellt, d.h. es müssen 9 Termine sein und es dürfen keine 2 am gleichen Tag sein. Wenn ich aber wirklich vernünftig mit einem Patienten arbeiten möchte, dann sind 20 Minuten verdammt kurz. Wenn ich die Bewegungsmuster von jemandem analysieren, erklären was warum wieso und dann noch behandeln/Übungen vermitteln soll, dann braucht das doch meist etwas länger.


    Soweit ich weiß ist die ganze Physiotherapie deutlich weniger evidenzbasiert als man allgemein so annimmt. Mein Prof sagte, dass die Krankenkassen sie bezahlen, weil das historisch halt so gewachsen ist. ich hab jetzt nur kurz gegoogelt um zu sehen, ob mein Wissen da stimmt. Das erste, was ich gefunden habe, ist dass evidenzbasierte Physiotherapie noch was recht junges ist und es wohl tatsächlich nur recht wenig Forschung gibt. Für Manuelle Therapie scheint es z.B. keine wissenschaftliche Evidenz zu geben.

    melone, gerne auch per PN, aber wo wohnst du denn? Es gibt auf der leider uralten Spiraldynamik-Website auch eine Liste mit Therapeuten. Ja, häufig sind das Ergos oder Physios mit Zusatzausbildung. Für die solltest du dann eigentlich ein Rezept bekommen. Aber: Physio-Rezepte sind ja meist 6 oder 9x20 min das ist schon seeehr wenig. Erfahrungsgemäß braucht das meist etwas mehr Zeit.


    Der Orthopäde sagt das nicht, weil er es höchstwahrscheinlich schlicht nicht weiß. Ich bin zunehmend entsetzt über den Mangel an Wissen über Bewegung bei Ärzten, Physios, Sportwissenschaftlern, Trainern etc. Wichtig finde ich hierbei: Das ist nicht den einzelnen Menschen anzulasten, die sind meist bemüht und geben ihr bestes. Das Wissen wird schlicht in den normalen Ausbildungen nicht vermittelt. Das muss man sich mühsamst zusammensuchen.


    Und noch was: ich würde an deiner Stelle jetzt nicht blind anfangen, tiefe Hocke zu üben. Höchstwahrscheinlich wirst du unbewusst da genau verstärkt in deine Fehlhaltungen reinknallen.

    uh, Tine88 so pauschal würde ich das nicht sagen. Die meisten Übungen in den Videos sind vom Prinzip her sinnvoll und hilfreich, das ist ja auch das, was du festgestellt hast. Ich finde sie häufig zu wenig präzise angeleitet bzw. ausgeführt. Aber da sind die Vermittlungsmöglichkeiten per Video hat teilweise auch begrenzt. Wirklich nicht gut finde ich die Videos, wo Roland über Hüfteuger dehnen beim Gehen oder auf den Fußaußenkanten laufen als Knickfußausgleich redet. Das meinem fachlichen Stand nach einfach Blödsinn, was er da erzählt, da gibt es nun wahrlich besseres.


    Und man darf halt nicht vergessen, dass hinter L&B auch eine riesen Marketingmaschinerie steckt und die richtig viel Geld scheffeln. Dafür behandeln sie dann ihre Therapeuten wirklich unsäglich. #stumm So. Und mehr schreibe ich dazu nicht öffentlich, das ist mir zu heikel.

    Mein Senf dazu von fachlicher und persönlicher Seite:


    - die Liebscher und Bracht Übungen sind eigentlich alter Wein in neuen Schläuchen. Ziemlich gut systematisierte Dehnung. Die Systematisierung ist, wenn überhaupt, das Neue. Ob die aber für den Laien in den Videos erkennbar ist frage ich mich schon seit längerem, vielleicht könnt ihr mich da mal erhellen. Die Videos finde ich teils OK, teils eine Katastrophe. Von funktionellen Übung sollte Roland allerdings die Finger lassen, da hat er mMn keine Ahnung und verzapft absoluten Quatsch. Die L&B-Therapie funktioniert meiner Erfahrung nach richtig angwendet in erstaunlich vielen Fällen erstaunlich gut. Roland persönlich (ich kenn den #angst) finde ich mehr als unsympathisch #stumm. Mit Beweglichkeitstraining kann man aber tatsächlich in vielen Fällen wirklich viel erreichen und dauerhafte Schmerzlinderung hinbekommen.


    - bei Knick-Spreizfüßen würde ich maximal ergänzend mit Dehnung/Beweglichkeit arbeiten. Da würde ich mir einen guten Spiraldynamik-Therapeuten suchen und trainieren. Das geht. Fußgeschichten kann man häufig sehr gut trainieren. Gerade bei Knickfüßen geht das wunderbar. Wahrscheinlich ist dein Spreizfuß aus dem Knickfuß entstanden, sodass der auch automatisch besser wird, wenn du nicht mehr knickst. Ansonsten trainiert man den halt auch noch explizit zusätzlich. Meine Fußproblematik hab ich damit sehr gut in den Griff bekommen und bei meinen Klienten funktioniert das auch wunderbar, vorausgesetzt, sie üben regelmäßig in der ersten Zeit. Das ist halt gleichzeitig Vor- und Nachteil: Du kannst aktiv was verändern, dauerhaft. Du musst dafür dann aber halt auch regelmäßig deine Übungen machen, wenn es erfolgreich sein soll. Das braucht anfangs eben etwas Disziplin und Hartnäckigkeit.


    - Einlagen können zur Entlastung zwischendrin oder erstmal sehr sinnvoll sein, bieten aber halt nur eine passive Lösung des Problems. Nimmst du die Einlagen weg, ist alles beim Alten. Der Fuß lernt nichts, weil er nur passiv unterstützt wird. Das soll bei sensomotorischen Einlagen anders sein, aber damit hab ich keine Erfahrung.


    - ich halte Barfußschuhe grundsätzlich für eine sehr sinnvolle Erfindung, weil dadrin der Fuß im Gegensatzt zu den meisten anderen Schuhen, immerhin so ungefähr das tun kann, was er sollte. Der Umkehrschluss, dass sobald ich einen Barfußschuh anziehe, der Fuß das auch tut ist aber leider nicht richtig. Wenn der Fuß eine physiologisch sinnvolle Bewegung, Kraft und Beweglichkeit verloren hat, braucht er zusätzlich zu der neuen Freiheit meist gezielte Anleitung. Bodenhärte ist meiner derzeitigen Meinung nach nicht sooo das Problem, wenn man sich gut koordiniert. Aber s.o., das braucht meist Anleitung.

    Angeknackste Rippen sind echt unangenehm und das, was du beschreibst, klingt danach. Schlimm ist das aber nicht, es verheilt von selber wieder. Schlimm wäre z.B. ein offener Bruch oder wenn sich ein Rippenteil nach innen in die Lunge bohren würde. Ich gehe davon aus, dass du das aber sehen würdest oder so Schmerzen hättest, dass du nicht mehr gemütlich bei den Raben fragen würdest.

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