Beiträge von amanelil

    Das bringt mich auch zu dem Gedanken, dass man beim Barfußlaufen ja nicht mit dem Fersengang, sondern über den Ballen bzw. mittig und dann erst nach hinten abrollen sollte. Ich glaube, dass dies fürs Barfußlaufen, gerade wenn man es nicht gewohnt ist, ganz wichtig, weil man ja eben keine künstliche Federung hat. Die Expertinnen korrigieren mich bitte falls ich Unsinn erzähle!


    Ich mache auch mit den Barfußschuhen automatisch kleinere Schritte und fuße vorsichtiger, bedächtiger auf, aber manchmal, gerade wenn ich im Stress schneller laufe, muss ich mich auch daran erinnern nicht so zu trampeln Vielleicht hilft das ja jemandem.

    Der Ballengang ist durchaus sehr umstritten. Kleinere Schritte und sanfter Aufsetzen ist eine gute Idee. Das beste an online verfügbarem Statement zum Ballengang hab ich hier gefunden:
    https://www.barefoot-academy.c…rte-gangart-des-menschen/

    Mit manchem, was der sagt bin ich zwar auch nicht so ganz einverstanden, aber den Beitrag finde ich ziemlich gut.

    Bei Fersensporn macht es meist Sinn weich zu betten.
    Über etwas mehr Sohle oder nicht kann man sich bei Barfußschuhen (oder auch überhaupt) immer streiten. Ich finde ein bisschen mehr Sohle unter dem Fuß bei viel Laufen auf harten, ebenen Untergründen nicht verkehrt. Viel wichtiger finde ich den Nullabsatz (für die allermeisten Füße), aber den gibt es außer bei Sneakern oder Hallenballsportschuhen kaum. Hallenballsportschuhe haben keine Sprengung, weil das wohl die Wahrscheinlichkeit für Spunggelenksverletztungen erhöht.


    Strong and Flex finde ich auch ziemlich gut. Aber ja, da muss man sich durchwühlen.


    Nein, Spiraldynamik als solches ist keine Kassenleistung. Manche Physios/Ergos rechnen das halt über die normalen Physio/Ergorezepte ab. Geht aber zumindest hier in CH nur mit Schummeln. Weil die Physiorezepte hier sind auf 9x20 min ausgestellt, d.h. es müssen 9 Termine sein und es dürfen keine 2 am gleichen Tag sein. Wenn ich aber wirklich vernünftig mit einem Patienten arbeiten möchte, dann sind 20 Minuten verdammt kurz. Wenn ich die Bewegungsmuster von jemandem analysieren, erklären was warum wieso und dann noch behandeln/Übungen vermitteln soll, dann braucht das doch meist etwas länger.


    Soweit ich weiß ist die ganze Physiotherapie deutlich weniger evidenzbasiert als man allgemein so annimmt. Mein Prof sagte, dass die Krankenkassen sie bezahlen, weil das historisch halt so gewachsen ist. ich hab jetzt nur kurz gegoogelt um zu sehen, ob mein Wissen da stimmt. Das erste, was ich gefunden habe, ist dass evidenzbasierte Physiotherapie noch was recht junges ist und es wohl tatsächlich nur recht wenig Forschung gibt. Für Manuelle Therapie scheint es z.B. keine wissenschaftliche Evidenz zu geben.

    melone , gerne auch per PN, aber wo wohnst du denn? Es gibt auf der leider uralten Spiraldynamik-Website auch eine Liste mit Therapeuten. Ja, häufig sind das Ergos oder Physios mit Zusatzausbildung. Für die solltest du dann eigentlich ein Rezept bekommen. Aber: Physio-Rezepte sind ja meist 6 oder 9x20 min das ist schon seeehr wenig. Erfahrungsgemäß braucht das meist etwas mehr Zeit.


    Der Orthopäde sagt das nicht, weil er es höchstwahrscheinlich schlicht nicht weiß. Ich bin zunehmend entsetzt über den Mangel an Wissen über Bewegung bei Ärzten, Physios, Sportwissenschaftlern, Trainern etc. Wichtig finde ich hierbei: Das ist nicht den einzelnen Menschen anzulasten, die sind meist bemüht und geben ihr bestes. Das Wissen wird schlicht in den normalen Ausbildungen nicht vermittelt. Das muss man sich mühsamst zusammensuchen.


    Und noch was: ich würde an deiner Stelle jetzt nicht blind anfangen, tiefe Hocke zu üben. Höchstwahrscheinlich wirst du unbewusst da genau verstärkt in deine Fehlhaltungen reinknallen.

    uh, Tine88 so pauschal würde ich das nicht sagen. Die meisten Übungen in den Videos sind vom Prinzip her sinnvoll und hilfreich, das ist ja auch das, was du festgestellt hast. Ich finde sie häufig zu wenig präzise angeleitet bzw. ausgeführt. Aber da sind die Vermittlungsmöglichkeiten per Video hat teilweise auch begrenzt. Wirklich nicht gut finde ich die Videos, wo Roland über Hüfteuger dehnen beim Gehen oder auf den Fußaußenkanten laufen als Knickfußausgleich redet. Das meinem fachlichen Stand nach einfach Blödsinn, was er da erzählt, da gibt es nun wahrlich besseres.


    Und man darf halt nicht vergessen, dass hinter L&B auch eine riesen Marketingmaschinerie steckt und die richtig viel Geld scheffeln. Dafür behandeln sie dann ihre Therapeuten wirklich unsäglich. #stumm So. Und mehr schreibe ich dazu nicht öffentlich, das ist mir zu heikel.

    Mein Senf dazu von fachlicher und persönlicher Seite:


    - die Liebscher und Bracht Übungen sind eigentlich alter Wein in neuen Schläuchen. Ziemlich gut systematisierte Dehnung. Die Systematisierung ist, wenn überhaupt, das Neue. Ob die aber für den Laien in den Videos erkennbar ist frage ich mich schon seit längerem, vielleicht könnt ihr mich da mal erhellen. Die Videos finde ich teils OK, teils eine Katastrophe. Von funktionellen Übung sollte Roland allerdings die Finger lassen, da hat er mMn keine Ahnung und verzapft absoluten Quatsch. Die L&B-Therapie funktioniert meiner Erfahrung nach richtig angwendet in erstaunlich vielen Fällen erstaunlich gut. Roland persönlich (ich kenn den #angst) finde ich mehr als unsympathisch #stumm. Mit Beweglichkeitstraining kann man aber tatsächlich in vielen Fällen wirklich viel erreichen und dauerhafte Schmerzlinderung hinbekommen.


    - bei Knick-Spreizfüßen würde ich maximal ergänzend mit Dehnung/Beweglichkeit arbeiten. Da würde ich mir einen guten Spiraldynamik-Therapeuten suchen und trainieren. Das geht. Fußgeschichten kann man häufig sehr gut trainieren. Gerade bei Knickfüßen geht das wunderbar. Wahrscheinlich ist dein Spreizfuß aus dem Knickfuß entstanden, sodass der auch automatisch besser wird, wenn du nicht mehr knickst. Ansonsten trainiert man den halt auch noch explizit zusätzlich. Meine Fußproblematik hab ich damit sehr gut in den Griff bekommen und bei meinen Klienten funktioniert das auch wunderbar, vorausgesetzt, sie üben regelmäßig in der ersten Zeit. Das ist halt gleichzeitig Vor- und Nachteil: Du kannst aktiv was verändern, dauerhaft. Du musst dafür dann aber halt auch regelmäßig deine Übungen machen, wenn es erfolgreich sein soll. Das braucht anfangs eben etwas Disziplin und Hartnäckigkeit.


    - Einlagen können zur Entlastung zwischendrin oder erstmal sehr sinnvoll sein, bieten aber halt nur eine passive Lösung des Problems. Nimmst du die Einlagen weg, ist alles beim Alten. Der Fuß lernt nichts, weil er nur passiv unterstützt wird. Das soll bei sensomotorischen Einlagen anders sein, aber damit hab ich keine Erfahrung.


    - ich halte Barfußschuhe grundsätzlich für eine sehr sinnvolle Erfindung, weil dadrin der Fuß im Gegensatzt zu den meisten anderen Schuhen, immerhin so ungefähr das tun kann, was er sollte. Der Umkehrschluss, dass sobald ich einen Barfußschuh anziehe, der Fuß das auch tut ist aber leider nicht richtig. Wenn der Fuß eine physiologisch sinnvolle Bewegung, Kraft und Beweglichkeit verloren hat, braucht er zusätzlich zu der neuen Freiheit meist gezielte Anleitung. Bodenhärte ist meiner derzeitigen Meinung nach nicht sooo das Problem, wenn man sich gut koordiniert. Aber s.o., das braucht meist Anleitung.

    Angeknackste Rippen sind echt unangenehm und das, was du beschreibst, klingt danach. Schlimm ist das aber nicht, es verheilt von selber wieder. Schlimm wäre z.B. ein offener Bruch oder wenn sich ein Rippenteil nach innen in die Lunge bohren würde. Ich gehe davon aus, dass du das aber sehen würdest oder so Schmerzen hättest, dass du nicht mehr gemütlich bei den Raben fragen würdest.

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    Bei angeknacksten Rippen macht man soweit ich weiß in der Regel nix außer evtl. Schmerzmedikation. Selbst bei einfach gebrochenen Rippen nicht, weil die gut muskulär/faszial gehalten sind.


    Wenn es mir nur beim Bücken wehtäte würde ich nix weiter machen.


    Gute Besserung!

    Was mir sehr wichtig war: die Schmerzen entwickeln sich unabhängig von der Zerstörung der Gelenke. Will sagen, dass schon kleinste Schäden enorme Schmerzen machen können, aber andersherum auch völlig kaputte Gelenke schmerzfrei sein können.


    das halte ich für einen _ganz_ wichtigen Hinweis.


    so wie ich das kenne wird bei Arthrose Bewegung durchaus empfohlen. Macht auch Sinn, den ein Knorpel ernährt sich durch einen Wechsel zwischen Be- und Entlastung. Dein ganzes Sportprogramm aufgeben ist denke ich nicht angezeigt.


    Was ich dir aber sehr empfehlen würde: zusätzlich zu dehnen, falls du nicht sehr beweglich oder gar überbeweglich bist. Wie die.lumme sagt: wahrscheinlich v.a. Streckermuskulatur trainieren, ist meist auch eine gute Idee. Was ich aber noch viel wichtiger finde: lass dich mal von jemandem anschauen, der fit ist in Spiraldynamik (oder AiM das kenne ich aber nicht so gut). Deine Knieprobleme hängen wahrscheinlich mit deinen Rückenproblemen zusammen. Es kann gut sein, dass beide die Ursache in physiologisch nicht sinnvollen Alltagsbewegungsmustern haben. Mit einer Veränderung derselben kann man häufig sehr viel an Schmerzfreiheit erreichen.


    Mikronährstoffe etc. können auch helfen, da bin ich aber nicht die Spezialistin dafür.

    Ein unbeweglicher Brustkorb und ein verspanntes Zwerchfell können all diese Symptome auslösen. Ich bin gespannt, ob dein MRT was bringt, würde mir an deiner Stelle aber keine allzu großen Hoffnungen machen.


    Bist du sehr druckempfindlich wenn du rechts oder links von deiner Brustbeinspitze mit den Fingerspitzenz versuchst reinzudrücken?


    Falls ja, such mal nach Liebscher & Bracht Zwerchfell Übung, das könnte helfen.

    Ansonsten würde ich Brustkorb Mobilisation probieren, v.a. Rotation im oberen Brustkorb. Also oberhalb vom BH-Verschluss.

    Wenn dir die L&B Übungen geholfen haben, wäre auch eine Option zu einem L&B Schmerztherapeuten zu gehen. Hexenschuss kann man damit in der Regel ziemlich gut therapieren. Also schmerzgekrümmt rein, eine Stunde später mit leichtem Restschmerz oder schmerzfrei raus ist keine Seltenheit. Leider halt nicht KK anerkannt.

    Bei Brüchen werden ja meist ca. 6 Wochen als Heilungszeit angegeben. Bei einem Bruch würde ich alles was weh tut meiden. Der Knochen braucht Ruhigstellung um wieder zusammen zu wachsen. Das geht nicht so gut, wenn sich die Teile des gebrochenen Knochens immer wieder leicht gegeneinander verschieben.
    Wenn du viel Laufen musst - und Pflege ist meist ja viel Laufen, würde ich mich krank schreiben lassen, solange ich nicht schmerzfrei laufen kann. Falls du beim Laufen noch Schmerzen hast, wirst du automatisch Ausweich- und Schonhaltungen annehmen, die dann deinen ganzen Körper beeinflussen und sich gerne z.B. als Becken-/Rücken- oder Nackenverspannungen bis Schmerzen zeigen.

    Deiner Beschreibung nach würde ich auf einen Hexenschuss tippen. Bei einem BSV strahlen die Schmerzen meist seht deutlich in die Beine aus. Solange du aber nicht die oben beschriebenen Notfallanzeichen hast, ist das für deine momentane Situation auch nicht so wichtig, was es nun genau ist. Die Therapie ist die Gleiche. Schmerzmittel, Belastung reduzieren aber leicht bewegen sobald irgendwie möglich, Wärme, wenn sie hilft, mit Geduld aushalten...


    Gute Besserung!

    Meines Wissens nach ist der Innenmeniskus (der keine Knorpelschicht ist sondern eine Knorpelscheibe, die vom Innenband fixiert wird) der einzige Knorpel im Körper, der vaskulär (also mit Blutgefäßen) versorgt wird, immerhin im äußeren Drittel. Ein Innenmeniskus hat also eine deutlich höhere Chance zu heilen, als alle anderen Knorpel. Aber auch da ist inzwischen umstritten, ob Knorpel unter gewissen Umständen nicht doch regenerierfähig ist.

    Weitere Risse können natürlich immer entstehen, bei gesunden wie bei eingerissenen Menisken, bei einem schon eingerissenen kommt es drauf an, wo, wie lange und wie der Verlauf des Risses ist ob es wahrscheinlich ist, dass es noch weiter einreißt.


    Den Meniskus zu entlasten mit Spannungsreduktion in der umliegenden Muskulatur und Faszie sowie einer Organisation des Beines in einer koordinierten Beinachse ist generell zu empfehlen, bei gesundem wie eingerissenen Meniskus, vor oder nach einer OP.


    Eine OP hat immer ein OP-Risiko, auch wenn dieses im Fall einer Kniearthroskopie relativ klein ist. Ich kenne mindestens 2 Fälle, die einen Meniskusschaden ohne Operation mit Training und Geduld wieder vollständig funktionsfähig hinbekommen haben (Wie das im bildgebenden Verfahren aussehen würde, weiß ich nicht, weil mangels Indikation bei wiedererlangter Funktionsfähigkeit natürlich kein weiteres MRT gemacht wurde). Wenn Knorpelteile frei im Gelenk rumschwimmen und dieses blockieren oder es schnappt, dann ist eine OP wahrscheinlich eine gute Sache.


    Aoide Im Lotussitz dreht der Unterschenkel meist in Außenrotation, v.a. wenn eine fehlende Hüftbeweglichkeit ausgeglichen werden soll. Außenrotation des Unterschenkels ist für das Knie bzw. den Innenmeniskus großer Stress.

    nur kurz, ich muss kochen und hab nicht viel Zeit:


    - Oberschenkelvorderseite dehnen ist eine gute Idee. Ergänzen könntest du hier durch Oberschenkelinnen- und außenseite.

    - Beinrückseite dehnen, Oberschenkel und Wade
    - das ganze Bein, also alles oben genannte, könntest du mit einer Faszienrolle/kugel ausrollen, besonders auch die Kniekehle, den Bereich um das Wadenbeinköpfchen
    und rund um den Knöchel (ein Tennisball o.ä. tut es für den Anfang auch)

    (dazu findest du bei Youtube unter Liebscher&Bracht viele Videos. Die Ideen und Übungen sind grundsätzlich gut, die Ausführung teilweise alles andere als gut, leider. Und Roland finde ich teils fürchterlich nervig.)


    - in der Bewegung auf deine Beinachse achten: das Knie sollte sich immer gerade über den zweiten Zeh beugen. Beim Gehen/Stehen/Treppe steigen Füße gerade ausrichten, die Linie von Mitte Ferse und zweiter Zeh geht gerade aus, das Knie folgt dann dieser Linie. Es sollte nicht nach innen abhauen oder Slalom fahren. Dabei dreht der Oberschenkel leicht nach außen, der Unterschenkel leicht nach innen. Falls das Knie nach innen abhaut beim Beugen braucht es mehr Oberschenkelaußenrotation.

    soweit ich weiß macht man bei einfach (also nicht offen, völlig verschoben o.ä.) gebrochenem kleinen Zeh nix außer evtl. tapen. Da kannst du selber probieren, ob dir das bzgl. Schmerzen hilft.

    das verlinkte Video von annaclara ist von den Übungsideen her gut und brauchbar, die Ausführung von Adriene würde ich so allerdings nicht zum Nachahmen empfehlen. Sie knickt (wie ganz viele) ganz häufig im Übergangsbereich von Lenden- zu Brustwirbelsäule und ihre unteren Rippen kommen weit nach vorne oben, anstatt unten hinten in der Integration zu bleiben.

    Möwe


    aus meiner fachlichen Sicht dazu noch ein paar Hinweise:

    - mit den Übungen von Liebscher&Bracht (die übrigens nix bahnbrechend neues sind sondern nur Dehnung recht gut strukturiert) kann man sehr gut arbeiten, häufig bringen sie wirklich Erleichterung. Aaaber: Roland hat auch einiges ungeeignetes in den Videos drin und die Übungsausführung ist teilweise alles anderes als optimal. Sämtliche Bauchdehnungsvarianten würde ich erstmal weglassen und mich auf Gesäß und Hüftbeuger konzentrieren.


    - Cantienica ist mMn auch mit großer Vorsicht zu genießen. In den Videos sowie in den Büchern stehen, gehen sitzen dort alle mit einem Hohlkreuz, unbeweglichem Brustkorb und übermäßiger Spannung im Lendenwirbelsäulenbereich. Die Ansätze sind teils sehr gut und hilfreich, aber nicht bis zum Ende sinnvoll durchdacht und ausgereift. Nicht-Skoliose-Betroffene brauchen nicht so viel Spannung, wie sie mit ihrem Training hintrainiert, sondern schaffen sich damit oft neue Probleme (zudem finde ich die Sprache unsäglich, aber das ist Geschmackssache)


    dieses Übungsprogramm hier finde ich recht sinnvoll: https://blog.css.ch/de/bewegun…ebungen-fuer-den-ruecken/

    wobei ich bei Übung 1 mit großer Vorsicht rangehen würde und sie eher weglassen, wenn der Rücken schon weh tut. eine Gesäßdehnungsvariante fehlt mir allerdings.


    am sinnvollsten finde ich immer den Ansatz, an der Alltagsbewegung zu schrauben: für den unteren Rücken ist empfehlenswert, ihn bei aufgerichtetem Becken recht stabil zu halten. Rotationsbewegungen in den Brustwirbelsäulenbereich zu verschieben (da gehört die Rotation nämlich eigentlich anatomisch gesehen hin), Beugung und Streckung (kann die Lendenwirbelsäule besser, aber sie sollte auch nicht alleine dafür verantwortlich sein) ein Stück weit ins Hüftgelenk.

    Sorry, dass ich jetzt erst antworte.

    Ich habe oben ja schon geschrieben, dass ich davon ausgehe, dass Fehlstellungen reversibel sind solange es nicht verknöchert ist. Wenn bei dir die meisten Facettengelenke schon verknöchert sind, dann gehe ich auch davon aus, dass da nicht mehr viel zu machen ist bzgl. Reversibilität und es sinnvoll ist, sich um das drumrum zu kümmern.


    Trotzdem halte ich das Bild vom Knochengerüst nicht für besonders hilfreich. Aber das ist hier vielleicht etwas OT.


    Ich würde dir mit einer Steilstellung allerdings raten, Kronenpunkt nach oben in die Länge dehnen à la Cantienica sein zu lassen.

    Ich habe dein Röntgenbild nicht gesehen, aber solange eine Wirbelsäule nicht künstlich versteift ist oder total verknöchert durch zu lange Immobilisation oder Krankheit, warum soll das irreversibel sein?


    Ich sehe in meinem Unterricht Lenden- und Halswirbelsäulen die sich aus dem übermäßigen Lordosen, Brustwirbelsäulen die sich aus übermäßigen Kyphosen raustrainieren lassen, Fußfehlstellungen und Schulterfehlstellungen, die wegtrainiert werden können, warum sollte sich bei einer Steilstellung nichts machen lassen?


    Ja, das braucht Zeit, Know-How, Geduld und Durchhaltewille um das durch Training zu beeinflussen. Manchmal geht auch nicht mehr unendlich viel, wenn es schon sehr weit fortgeschritten ist.

    Aber es ist zu hinterfragen, ob die Kausalkette: "die HWS ist in Steilstellung und deshalb sind Muskeln und Fazien drumrum verspannt" so gilt oder ob sie nicht eigentlich umgekehrt werden müsste.


    Auch zu hinterfragen ist m.E. Kräftigung. Wenn du einen Muskel trainierst und er hypertrophiert hat er meist eine höhere Ruhespannung einen höheren passiven Widerstand als ein nicht hypertrophierter Muskel. Ob du diesen Effekt bei eh schon zuviel Spannung möchtest, wage ich zu bezweifeln.


    Cantienica sehe ich inzwischen recht kritisch. Die Idee und das was sie schreibt ist ja ganz gut. Sie hat sich auch sehr viel aus der Spiraldynamik abgeguckt. Aber wenn ich die Werbevideos gucke, scheint das in der Umsetzung nicht so ganz zu funktionieren. Dann laufen da alle mit einem überaufgespannten Hohlkreuz, total verspanntem Kreuzbein und unkoordinierten unteren Rippen rum. Ich möchte mich nicht in diese Richtung trainieren und kann es niemandem empfehlen.