Beiträge von Kerstin_Pfalz

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    ich bin ja nun nicht nur selbst dem Schulalter seit langem entwachsen, auch meine Kinder sind es inzwischen.

    Und ich gebe zu, dass ich keine Familie betreue o der je betreut habe, die ihre Kinder an dieser Grundschule in Hamburg hat, schon aus geographischen Gründen.


    Sport in weiterführenden Schulen ist anscheinend seit meiner Schulzeit einen weiten Weg nach vorne gekommen, speziell in der Oberstufe, in der es auch viel Wahlfreiheit gibt (im Rahmen dessen natürlich, dass immer ein Kurs zusammenkommen und ggf. die Ausrüstung greifbar sein muss.


    Aber alle Grundschulen, mit denen ich schon das Vergnügen hatte, sind offenbar sportpädagogisch in den 70ern des vergangenen Jahrhunderts stecken geblieben. Und ich verstehe tatsächlich nicht warum.

    Insofern finde ich solche Projekte in Grunde richtig cool und begrüßenswert, teile aber (es sind ja dieselben Sportlehrerinnen, die sonst im Dreiklang Fußball-Winterbundesjugendspiele-Sommerbundesjugendspiele atmen und zur Abwechslung auch mal Waldlauftag oder Völkerball einschieben) die Skepsis an der Ausführung.


    Wird dieses Ereignis irgendwie vorbereitet - vorbereitendes Training, Theorie, Geschichte und Regelkunde zum Sumo?

    Oder ganz ab davon, wie ist im allgemeinen der Sportunterricht beschaffen? Gut aufbauend, vielfältig, motivierend?

    Gefunden habe ich jetzt u.a., dass Waldorf-Eltern eher überdurchschnittlich gut ausgebildet sind.

    Das ist richtig, erlaubt aber nicht den Umkehrschluss.

    Die Frage hier ist nicht, sind Waldorf-Eltern im Schnitt besser ausgebildet, sondern, entscheiden sich gebildete Eltern im Schnitt eher für Waldorf-Schulen?


    Waldorfschulen kosten Schulgeld - das allein ist ein statistischer Bias gegenüber schlecht ausgebildeten und damit idR schlechter verdienenden Eltern und bedingt einen höheren Anteil an besser ausgebildeten Eltern.

    Was bleibt übrig, wenn ich den Effekt rausrechne? Und kann ich das überhaupt oder ist die Grundgesamtheit zu stark verfälscht?

    Dann können wir mal überlegen, was das - anknüpfend an mein Posting von oben - heißt, wenn Akademiker/innen ihre Kinder lieber in Schulen schicken, deren Methoden vor 100 Jahren von Engeln einem einzlenen Mann, der (meines Wissens) kein Lehrer war, inspiriert wurden.

    Ist es denn ein signifikanter Anteil an Akademikerinnen?
    Also, wieviel Prozent aller Akademikerinnen vertrauen ihre Kinder Waldorfschulen an? Und was sind ihre Gründe dafür?

    Nicht Waldorf - aber für die Auswahl der Lehrmaterialien gibt es den Schulbuch-Ausschuss, in dem Vertreter aus Lehrkörper, zuständiger Verwaltung und Elternschaft eines Schulbezirks jeweils pro Schulform zusammen über die Lehrmaterialien entscheiden.

    Ich hatte genug Schmerzen, um mich dafür irgendwann wählen zu lassen - denn ja, das ist chaotisch.

    Die Kriterien der Entscheidungspersonen sind auch meistenteils eher unwissenschaftlich - ich bin Laiin, was Pädagogik und Didaktik angeht, die anderen Eltern ebenso, und die LehrerInnen und insbesondere Verwaltung haben auch viele Kriterien, die ich jetzt nicht der Didaktik zurechnen würde. Zumindest unter den LehrerInnen kann man aber gut Verbündete für sachliche Richtigkeit und didaktische und strukturelle Geschlossenheit finden.

    Ich möchte nochmal hierauf zurückkommen



    Die Klassenelternvertreterinnen für die Eltern-Lehrer-Konferenz saßen alle 14 Tage Donnerstags mit dem Kollegium, der Geschäftsführung, der Schulsekretärin, dem Beirat (gewähltes Gremium zur Mediation bei Konflikten) und dem Vorstand der beiden Schulvereine zusammen und entschieden über alles Wesentliche in der Schule. Die eigentliche Macht an dieser Schule lag beim Vorbereitungskreis für die Konferenzen, weil dort entschieden wurde, welche Themen zu besprechen seien. Auch in diesem Vorbereitungskreis gab es gewählte Elternvertreterinnen.



    14-tägige Sitzungen sind ja nun recht häufig - ich habe von KiGa bis Abitur meiner beiden Kinder immer viel Beirats-Arbeit an den Schulen gemacht, aber das wäre mir zeitlich schon ein bißchen viel.


    Aber Zeit ist ja nicht alles - du schreibst, "entschieden über alles Wesentliche"


    Da drängt sich mir spontan die Frage auf, was ist wesentlich? Kannst du eine Hausnummer bringen, was das war?


    Personalfragen? Ja, ist zäh in den Schulen meines Wirkens, da hat man viel mit Verwaltungen zu tun...

    Unterrichtsgestaltung und -inhalte (z.B. auf dem Weg durch den Schulbuch-Ausschuss)?

    Bauliche Maßnahmen (da habe ich viel in den Tisch gebissen in Stadtratssitzungen)?

    Schülerinnen mit Problemen (auch in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt/ Ausländeramt / ...)? - Das waren tatsächlich die häufigsten außerordentlichen Sitzungen, denn Probleme muss man ja besprechen wenn sie auftreten, und die halten sich nicht an einen normalen Sitzungsturnus.

    Es gibt keine gesonderte Auswertung der verschiedenen Schulen - wäre aber in der Tat eine interessante Fragestellung.



    eine Reihe kluger und reflektierter Eltern, viele davon promoviert in unterschiedlichen Fachrichtungen und auch Lehrkräfte staatlicher Schulen, die ihre Kinder in Waldorfschulen geschickt haben und damit durchaus zufrieden waren.

    Es muss ja irgendeinen Grund haben, warum Menschen, die im Beruf evidenzbasiert und kritisch arbeiten, für ihre Kinder eine Schule wählen, deren Inhalt und Konzept nach Deiner Aussage "von Engeln inspiriert ist" und keiner Fachdiskussion standhält. ..und dann machen diese Kinder extern ihr Abitur und studieren damit erfolgreich Medizin, Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften ...

    Hier steckt allerdings die Antwort schon drin - die Kinder kommen aus dem "Bildungsbürgertum", aus akademisch vorgeprägten Haushalten mit überdurchschnittlichem Einkommen und guter Bildung der Eltern - diese Kinder machen generell die besseren Schulkarrieren, das bessere (und häufiger als andere) Abitur und studieren überdurchschnittlich häufig.

    Bias in der Grundgesamtheit, würde ich sagen.

    sh. hier https://www.n-tv.de/panorama/N…ssig-article24548163.html


    Wesentlich ist aber auch:


    In Schulzeugnissen darf laut einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vermerkt werden, wenn Teilleistungen bei der Benotung außer Acht gelassen wurden.

    ...

    Eine solche Regelung dürfe aber nicht nur auf Fälle der Legasthenie - also einer Lese-Rechtschreib-Störung - begrenzt werden.

    Drei ehemalige Abiturienten aus Bayern hatten somit Erfolg mit ihren Verfassungsbeschwerden, weil es bei Schülerinnen und Schülern mit anderen Behinderungen keine Zeugnisvermerke gab, obwohl einzelne Teilleistungen nicht bewertet wurden. Daher würden die Betroffenen benachteiligt, die Vermerke seien verfassungsrechtlich nicht gerechtfertigt, erläuterte Harbarth.

    ....

    "Damit werden die Urteile des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs rechtskräftig, wonach den Beschwerdeführern ein Abiturzeugnis ohne Zeugnisbemerkung auszustellen ist."


    Ich bin ein Fan von heißem Tee und kuschelig-warmen Klamotten bei kühler Atemluft.


    Und das Geheimrezept meiner Oma - Salbeitee mit Knoblauch und Honig. Schmeckt weniger strange als es klingt und wirkt zumindest zuverlässig psychologisch

    Bei Verdacht auf Pilz würd ich mich in einer Apotheke beraten lassen und ein Antimykotikum kaufen - auf "von selbst weggehen" wollte ich mich nicht verlassen.


    den Schuppenflechte-Teil würd ich erst mal mit dem bewährten Hausmittel "schwarzer Tee" probieren (also Kompresse von saustark gebrühtem schwarzem Tee) - bei mir zumindest langt das in den allermeisten Fällen. Aber Schuppenflechte ist ein bißchen... sie hat Persönlichkeit; was dem einen Menschen hilft, ist beim nächsten potentiell wirkungslos.

    In der Tat kann ich mich nicht recht entscheiden, was ich übler finde - einen Lehrkörper, der hinter einer menschenfeindlichen Aussage steht und deshalb einen derart gestalteten Drachen als Sinnbild des Bösen zum Abschuss freigibt und sich jetzt bloß rausreden will oder einen Lehrkörper, der sinnentleert Rituale durchführen lässt - die für die Kinder ja durchaus sinnerfüllt sein können! - und dem sein Erziehungsauftrag anscheinend am Gesäß vorbeigeht.

    Nein, nicht über die Außenwirkung, sondern über die Aussage, die die SchülerInnen selbst mit der rituellen Darstellung aka Drachen-Verbrennung einer Überwindung des Bösen verbinden bzw. verbinden sollen - also über den eigenen Erziehungsauftrag.


    Tradition an unserer Schule, dass Schüler:innen den Drachen mit Themen schmücken, welche sie besonders bewegen.

    Themen, die die Schulgemeinschaft bewegen repräsentieren das Böse aka den Drachen?


    Repräsentation von Frauen, Queerness und nicht-heteronormativer Lebensführung kamen auch noch die Wünsche und Ideen von Fußballfans aus der Klasse, ihre Lieblingsvereine zu integrieren.

    Also all das, was die SchülerInnen positiv besetzt sehen repräsentiert das Böse?


    eine außerordentliche Unüberlegtheit: Die Repräsentation von Themen der Schüler:innen hat im Kontext einer Drachenverbrennung und damit des “Bösen” nichts zu suchen!

    Dem Satz zumindest kann ich uneingeschränkt zustimmen - aber wenn DAS die Tradition gewesen ist, wo hatte die Lehrerschaft da um Himmels willen die ganzen Jahre das pädagogische Gehirn geparkt? Erziehungsziele? Hat das echt niemand je überdacht und alle sind durch traditionalisierte Rituale geschlafwandelt?

    Auch, ja - das Projekt selbst ist ja beendet worden und existiert nur noch im Internet als "Link-Sammlung". Aber ich dachte, es könnte ein Nachfolge-Teil sein, was sich mehr auf die Mütter konzentriert.