Beiträge von Arnoli74

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    Ich wundere mich, wie schwach hier im Strang das GeschlechterUngerechtigkeitsthema beleuchtet wird. Wir leben in patriachalen Strukturen und so wird die Leistung von Männern immer besser bezahlt, sie sind in der besser Position, haben mehr Entlastung und weniger Störung in ihrer Berufsausübung, es wird ihnen mehr zugetraut, sie können flexibler gestalten und das beeinflusst Strukturen von oben. Auch vormals einkommensattraktive Branchen (zu meinen Studienzeiten war das Beispiel immer PR - gibst so gar nciht mehr) sacken im Einkommensvergleich total ab, nachdem Frauen sich das Berufsfeld erschlossen haben.


    DAS ist in meinen Augen der zentrale Mechanismus - wo die Macht sitzt erfolgt die Bewertung und die geht zuungunsten der Frau. Natürlich gibt es auch Frauen, die profitieren, wie die Juristin, die dank männlich-dominierter Branche mit guter Vernetzung in sämtliche Macht-relevanten Strukturen, auch selbst gut verdient. Oder (so ist es bei mir) dank AT-Job im Metall-Unternehmen von der eigentlich machtvoll-männliche Verhandlungspower der Branche profitiert - ohne in der Gewerkschaft zu sein oder überhaupt irgendwas tun zu müssen. Einfach, weil sie mich besser bezahlen müssen dank Selbstverpflichtung. Außerhalb würde ich vermutlich die Hälfte verdienen.


    Ja, es gibt schon Branchen, die Schmerzensgeld zahlen - Rüstung, Tabak... muss einfach heutzutage bisschen was drauflegen. Aber das ist nicht bestimmend würde ich sagen. Ich mach auch was schönes und es würde in schlechter bezahltem Umfeld nicht schöner werden. Für mich klingt das eher nicht der Geschichte, die wir Frauen uns gerne erzählen, nach dem Motto "Geld stinkt" und wer so und soviel verdient, der kann unmöglich was moralisch vertretbares machen. Ich glaube, das ist so ein Glaubenssatz, der den Pimmelclub am Laufen hält... (ups, da hab ich das P-Wort geschrieben, ich hoffe, ihr nehmt's mit nciht krumm).

    Kannst du nicht zukünftig - da will ich nicht drüber reden - am Anfang schreiben? Dann kann man nämlich noch entscheiden ob man persönlich lesen für sinnvoll hält

    Das wird nicht nötig sein, ich will nämlich immer gerne drüber reden #cool Dass ich keinen Diskussionsbedarf habe, habe ich in dem Fall geschrieben, weil die Diskussion ja schon durch war und ich nicht den Eindruck vermitteln wollte, dass ich wieder von vorne anfangen will. Ich habe etwas gelesen, was aus meiner Sicht nicht in Ordnung war und wollte das richtigstellen. Das reicht MIR erstmal.

    Vielleicht war das missverständlich, aber wenn da Diskussionsbedarf besteht, bin ich am Start! Ob das so ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen #nein

    Da hast du völlig recht und ich gestehe, so manches mal amüsiere ich mich selbst bei Twitter über ähnliche Entgleisungen, ich habe...im anderen Thread so auf Twitter reagiert, weil die angebliche seriöse wissenschaftliche Diskussion bei Twitter immr wieder beschrieben wurde und ich weiß nicht mehr von wem, betont wurde Twitter als einzige seriöse Informationsquelle zu nutzen...dass war der Punkt an dem ich mich aufgehängt habe, verstehst?

    Jetzt hab ich gelesen und gelesen und mich aufrichtig gefreut, dass alle Twitter-Freunde und Twitter-Unfreunde sich hier so konstruktiv annähern. Und dann lese ich das und nö, da möchte ich glaube ich schon mal kurz anmerken, dass es so nun auch wieder nicht war. Der Punkt an dem du dich aufgehängt hast war diese Aussage von mir (Zitat aus dem Corona-Strang):

    Gerade Twitter hat für mich - über den gesamten Verlauf der Pandemie total viel Transparenz gebracht. Genau weil auch mal schnelle Einblicke und das schnelle Teilen neuer Information möglich waren - schneller Einblick in den Wissenschaftsdiskurs, Austausch auch zwischen Wissenschaftlern, aber eben auch schnelle Rückmeldung seitens der Wissenschaft an der Presseberichterstattung etc.

    Ja, der Tweet auf den du dich beziehst, hat auch mich etwas nervös werden lassen. Aber es gibt ja echt zig Möglichkeiten, sich einen aktuellen Einblick zu verschaffen - heute Vormittag die RKI-PK, Berichterstattung aller öffentlich-rechtlichen im Fernsehen, Radio, Internet. Würde Twitter für sich stehen, würde ich das kritischer sehen. Aber dort spricht eben jede/r für sich und alle die keine Verantwortung als Medienschaffende haben, sich da zunächst mal keinem Publikum verpflichtet.

    Woraufhin du diese schriebst:

    Arnoli74 nichts für ungut aber gibt keinen wissenschaftlichen Diskurs auf Twitter. Kurznachrichten sind zur Selbstdarstellung vielleicht geeignet aber sicher nicht für einen seriösen wissenschaftlichen Diskurs und ich wünschte wirklich dass Wissenschaftler sich aus dieser trumpesken Art der Selbstdarstellung zurück ziehen würden. Für mehr Transparenz sorgt diese Plattform als absolut unseriöse und ungeprüfte Informationsquelle nicht. Im Gegenteil.

    Und fortan sehr hochfrequent deine Verachtung gegenüber dem Medium und der geradezu absurden Idee, dort könnte sich irgendeine Art von seriöser Information verbergen, von dir gegeben hast. Das war der Punkt, an dem du dich aufgehängt hast, zu diesem Zeitpunkt hatte keiner jemals behauptet "Twitter als einzige seriöse Informationsquelle zu nutzen". Ich hab das auch im Anschluss bei niemandem so gelesen und mir würde auch keine Userin einfallen, die das so vertreten würde. Da erhebe ich aber keinen Anspruch auf vollständige Einsicht...


    Ich finde es ja schön, dass sich dein Eindruck nun scheinbar verändert hat. Aber ich finde, man kann schon auch mal sagen: Ok, vielleicht bin ich da bisschen zu dolle abgegangen... Also könnte man machen.


    Im Nachgang anderen Nutzerinnen hier wirklich unsinnige Aussagen als Beleg für die eigene Überreaktion (sorry, das war nur mein persönlicher, sehr subjektiver Eindruck, den ich hier nur wiedergebe, weil er der Grund dafür ist, warum mir an dieser Richtigstellung gelegen ist) zu unterstellen, finde ich sehr schlechten Stil....


    Der andere Grund, warum mir dieser Hinweis wichtig ist: Ich finde es auch nicht cool, wenn sich Nicht-Wissenschaftler mit wissenschaftlichen Argumenten "schmücken", die sie nicht oder ungenügend durchdringen. Der Bash mit der Hybris ging (wie ich finde unberechtigt) an Xenia und auch wenn ihr euch da schon wieder angenähert habt, bleibt sowas halt schon kleben.

    Dass das so schnell von der Hand ging und es auf der anderen Seite aber völlig ok ist, eimerweise Spott und Häme über die Nutzung und den Bezug auf eine Plattform zu der man kaum Bezug hat (das ist übrigens meine Fachgebiet: Ich maße mir tatsächlich an zu behaupten, dass die Mechanik Sozialer Medien nur durch die tatsächliche Nutzung wirklich zu erfassen ist) hinterlässt bei mir keinen guten Eindruck.

    Da wäre ich für mehr Gleichbehandlung: Entweder dürfen alle nur ne Meinung haben, wenn sie sich wirklich auskennen, ober wir gehen davon aus, dass das jede für sich selbst entscheidet.


    Na ja, wie gesagt. Ich hatte jetzt erst beim Lesen gedacht: Nice, muss ich gar nicht mehr das Fass aufmachen. Aber dann war es mir doch wichtig. Ich schicke gleich mit, dass ich dazu keinen Diskussionsbedarf habe... Mir schmeckte es nur nicht, das jetzt so stehen zu lassen.


    Zum Strang hier:

    Ich mag an Twitter, dass ich von vielen wirklichen Auskenner:innen (sei es der von mir verlinkte Fischblog o.ä. oder direkt von den Wissenschaftler:innen) verständlich Sachverhalte erklärt bekommen kann.

    Wie immer und überall gilt auch auf Twitter: trau, schau, wem!

    Ja! Und ja!


    Ich hatte genau das gemeint angemerkt: Twitter war/ist für mich EINE hilfreiche Informationsplattform in Zeiten der Pandemie, weil es mir (als Nicht-Fachfrau in virologischen, epidemiologischen... Fragen) spannende Einblicke in den Diskurs von Wissenschaft, Politik, Verbänden, Fachgesellschaften... gibt, die mir sonst verwehrt geblieben sind.

    Worüber ich nichts gesagt haben, war, welche Bedeutung der Diskurs auf/via Twitter innerhalb der einzelnen Wissenschaftsdisziplinen oder zwischen den einzelnen Fachrichtungen hat.

    Das ist nicht mein Impetus, denn mich interessiert lediglich, was die Menschen, die ich mir für meinen persönlichen Feed ausgesucht haben, so austauschen, was die Schwerpunkte sind, welche Dinge wie besprochen wurden. Worüber Streit herrscht. In meinem Feed sind ein paar WissenschaftlerInnen verschiedener Disziplinen, Wissenschafts- und anderer JournalistInnen, BloggerInnen, die über ihren Job im Gesundheitswesen berichten, verschiedene Medien, Parteien, PolitikerInnen, Fachgesellschaften, RKI, Landesgesundheitsämter.... Ah, FreundInnen mit privatem Content + geteiltem Content....

    Ein bunter Strauß. Sehr heterogen. Und die einzelnen Segmente (wenn man das mal so benennt) pflegen sehr unterschiedliche Stile, bei den eine ist der Selbstdarstellungsanteil höher, beim anderen ist mehr tauschen/sammeln von Infos. Und natürlich verändert sich auch mein Feed, denn mit allen Ereignissen in der Welt ändert sich auch der Personenkreis, dem ich folge und auch da wieder ist eine hohe Diversität vorhanden.

    Es ist also die Regel Nummer 1 jeder Quelle gesondert zu bewerten und niemandes Content blind zu vertrauen.



    Ja, überall wo viele Menschen zusammen kommen, breitet sich das Virus aus. Ich frage mich, woher Du die Gewissheit nimmst, dass es schwerpunktmäßig Schulen sind. Das weiss ja noch nicht mal das RKI, das in seinem heutigen Tagesbericht weiterhin schreibt

    Ich habe keine Gewissheit und das ist eine Aussage die Herr Wieler gestern noch in seiner PK benannt hat und Drosten in mehreren Artikel und im Podcast. Dass es daneben noch andere Felder gibt hat niemand bestritten. Auch nicht, dass das Ausbruchsgeschehen sehr heterogen ist.

    Der Frage kann man sich eben nicht nur über die Infektionsquelle annähern sondern auch über die Altersverteilung der Infizierten.

    Diese 2 Tage mehr mögliche Vor-Quarantäne halte ich für eine untaugliche Maßnahme. Zumal wir, wenn die Ansteckung zu einem nennenswerten Anteil über die Schulen geht, in der Zeit bis dahin eine erheblich gesteigerte Durchseuchung haben werden.

    Joa, der Drosten findets gut, du findest es doof... hat halt jeder seine Meinung, nech?

    Ich muss aber Einräumen, dass ich dein Argument nicht ganz nachvollziehen kan: was meinst du mit dem Anteil der Ansteckung in Schulen? 🤔

    Kerstin_Pfalz Das Virus breitet sich überall da aus, wo (viele) Menschen zusammen kommen, das sind aktuell schwerpunktmäßig Schulen. Vorm Lockdown war das anders... Bei den 2 Tagen geht es nur um einen einzelnen Aspekt, man ermöglicht damit Familien eine kurze Vor-Quarantäne vor dem Weihnachtsbesuch.


    Noch nicht mal Herr Laschet glaubt, dass wir damit die aktuell dramatischen Zahlen in den Griff kriegen... dafür gibt es ja zum Glück gerade einen Lockdown, der sicher viel Spreading verhindert.

    wir saßen in Quarantäne, weil die Oma die Infektion hatte.

    Was möchtest du mir damit sagen?


    Ja im Moment ist das alles Scheiße und das mit den möglichen Optionen mag sein. Solange der Plan der Politik für Kinder und Schulklassen lüften und warm anziehen ist und es genau null andere Gedankengänge dazu gibt (achja, genau Ferientage vorziehen ist ja noch so eine super Idee), solange es völlig nebensächlich ist in wie weit Kinder seelische Schäden davon tragen so lange nehm ich die Maßnahmen echt nicht für voll. Ich ermögliche meinen Kindern so gut es geht Normalität. Sie dürfen sich umarmen (machen sie ja nur mit den besten Freundinnen) und auch miteinander zu dritt zocken. Die Empfehlungen des RKI setzt die Politik ja auch nur um wenn es grad in den Kram passt. Und ich hoffe sehr auf ne kleine Weihnachtsfeier mit Plätzchen und Wichteln. Könnte man ja z.B. auch draußen machen. 1-2 Schulstunden.

    Ich fordere (lies gerne nach, es steht in diesem Strang) auch ganz entschieden besser Konzept für die Corona-Prävention an Schulen. Aber als Reaktion auf den unbefriedigenden Zustand dort ist es tatsächlich ziemlich widersinnig, sich selbst nicht an die Vorgaben zu halten.


    Ich glaube, für Kinder- und auch Seniorenseelen und für uns alle dazwischen ist am besten, wenn die Scheiße bald vorüber ist und möglichst wenig Menschen erkranken und sterben. Wenn wir niemandem das Virus aufgrund von Unachtsamkeit oder Fahrlässigkeit weitergetragen haben und der/die gesundheitlichen Schaden erleidet.

    Für alles, was damit konform geht bin ich offen, für alles andere nicht.

    Nein, Mondschein, weil wir einfach nie zu einem konstruktiven Austausch kommen und mich deine Art zu diskutieren immer anpiekst. Wir hatten uns schon mal vor einiger Zeit darauf geeinigt, dass es doch für unser aller Nervenkostüm und auch für Stimmung in solchen Strängen deutlich besser ist, wenn wir uns einfach freundlich überlesen. Daran wollt ich nur kurz erinnern und um Rückkehr zu diesem Modus Vivendi bitten.


    Danke!

    Ich habe keine Ahnung, was du mir sagen willst, Mondschein, aber ich komme auch hier wieder zu dem Schluss, dass wir beide uns besser einfach gegenseitig unkommentiert lassen. Es führt wirklich meist nicht weiter...

    Da bin ich grundsätzlich anderer Meinung Arnoli74 . Kinder brauchen auch in Pandemiezeiten grundlegende soziale Interaktion. Sie müssen sozialen Umgang lernen und können nicht längerfristig so strenge Maßnahmen durchhalten, ohne Schaden zu nehmen. Je jünger, desto wichtiger ist das. Zumal ihr Risiko schwer zu erkranken sehr klein ist.

    Ich finde es sehr beruhigend, dass Kinder in ihrer gewohnten Umgebung Kinder sein dürfen, auch in der Pandemie und die Maßnahmen nach Alter gestaffelt werden.

    Das sie nicht schwer erkranken hilft der Eltern und Großeltern nicht, denen sie die Infektion weitergeben. Gerade WEIL sie nicht erkranken.


    Ich finde, das klingt immer danach, als hätten wir viele Optionen. Die haben wir nicht. Die Lage wird nur besser, wenn das alle mal langsam verstehen und ihr möglichstes tun. Zum Kindesglück braucht es doch keine Weihnachtsfeier für die 8Klässler. Die Kids haben ihre Familie, den geregelten Alltag, dürfen im Rahmen der Regelungen vielleicht sogar einen Freund/Freundin treffen. Die werden ja nicht ohne Kuscheldecke im Kinderheim abgegeben oder so.

    Ich verstehe die Überspitzung in dem Bereich nciht....

    Das greift natürlich in grundlegendes Sozialverhalten auf - z.B. um mal ein Beispiel zu nennen gibt es keine Verabredungen und noch nicht mal einen gemeinsamen Schulweg für mehr als 2 Kinder. Sie dürfen nicht raufen, sie dürfen nicht kuscheln, sie dürfen sich nicht an den Händen nehmen. Sie dürfen keine Stifte teilen, nicht pfeifen, nicht reinrufen, nicht singen.

    Das finde ich sehr beunruhigend...

    Ja, die ganze Pandemie ist irgendwie eine ziemlich beunruhigende Angelegenheit. Für alle. Sich und andere zu schützen finde ich daher eher wieder beruhigend. Von daher finde ich es beunruhigend, wenn andernorts solche Dinge ohne Beschränkung möglich sind.


    Das sind übrigens die aktuellen RKI-Empfehlungen für den Schulbetrieb - die Empfehlungen werden fast überall deutlich unterschritten. Die Wocheninzidenz liegt ja irgendwo bei 150 im Schnitt, die Positivrate bei über 7%...


    Image


    kam hier gerade vorbeigetwittert...


    Die sind da recht klar - und die aktuellen Lock down-Regeln sind es eigentlich auch...

    Weihnachtfeiernde Kinder in Klassenstärke sehe ich nicht...

    Ich denke, hier geht es ja nicht um die Weihnachtsfeier ansich, sondern um normales Sozialverhalten von Kindern.

    Wenn wir Schulbildung priorisieren, dann müssen wir die Umsetzung so planen, dass die sozialen Einschränkungen nicht so extrem sind, dass sie für die Kinder zu Qual werden. Entweder wir erlauben einen altersentsprechenden sozialen Umgang in der Schule oder es müssen Einschränkungen im Regelbetrieb vorgenommen werden.

    Dazu gehört für mich natürlich, dass die Kinder während der Schulzeit essen dürfen. Dazu gehört, dass sie sich unterhalten können. Dazu gehört, dass sie miteinander interagieren können. Je nach Alter gehört da auch das freie Spiel dazu etc.

    Regelungen, die grundlegendes Sozialverhalten zu stark einschränken, sind meines Erachtens nicht haltbar.

    Das verstehe ich ehrlich gesagt irgendwie schon und dann auch wieder nicht. Also Kinder sind Kinder und natürlich müssen sie essen. Aber natürlich leben sie auch in dieser Situation und die ist halt für alle ein große Einschränkung. Das greift natürlich in grundlegendes Sozialverhalten auf - z.B. um mal ein Beispiel zu nennen gibt es keine Verabredungen und noch nicht mal einen gemeinsamen Schulweg für mehr als 2 Kinder. Sie dürfen nicht raufen, sie dürfen nicht kuscheln, sie dürfen sich nicht an den Händen nehmen. Sie dürfen keine Stifte teilen, nicht pfeifen, nicht reinrufen, nicht singen.

    Sie machen viel weniger in Kleingruppen - und wenn dann nachmittags über Zoom.

    Und das ist alles nicht schön. Aber das ist es doch für niemanden. Warum kann das Kindern nicht zugemutet werden? Die Kinder in meinem Umfeld machen das gut und betrachten das jetzt als ihren Beitrag. Sie merken auch, was fehlt werden sich dessen bewusst. Ich finde mein Job ist, das zu begleiten und auch zuzulassen. Aber ich finde es auch in Ordnung, das nicht ändern oder kompensieren zu können. Das ist jetzt halt so...

    So, zu einem sind es bei meinen Sohn nur 17 Kinder und sie sitzen da den ganzen Schultag ohne Maske. Wo da jetzt so viel mehr Risiko sein soll, weil sie ein Keks essen ist für mich wirklich nicht klar.

    Und ja ich bleibe dabei, alles was den Zusammenhalt fördert ist dieses Jahr ausgefallen. Klassenausflug, Laternefest, etc.

    Ja, da finde ich es gut wenn es einen kleinen "Ausflug" aus dem Schulalltag gibt.

    Außerdem reden wir hier nicht von einer Woche Weihnachtsfeier (wobei ich das so auch nicht nennen würde - sie feiern ja gar nicht richtig), sondern maximal 2 Schulstunden. So ist es zumindest bei uns.

    Aber wir werden da wohl auch nicht zusammen kommen.

    Na ja, ich dachte, alle Kinder würden auch im Unterricht MNS tragen. Wenn sie das eh nicht tun ist das zwar eigentlich viel schlimmer - aber dann können die tatsächlich Weihnachten feiern. Allerdings wenn die Entscheidung zwischen Schule bis Freitag vor Weihnachten OHNE Weihnachtsfeier und Schule bis Dienstag MIT Weihnachtsfeier ist, ist völlig klar, welche Wahl die aktuell angesagte ist. Das hat echt nichts mit meiner Meinung zu tun.


    Und nein, es braucht auch keine Woche... 2 Stunden reicht mit 18 Menschen in einem Raum ganz entspannt aus.


    Aber wo ist denn bitte noch keine Maskenpflicht im Unterricht?

    Ich fange mal von hinten an: ich glaube, ich habe deinen Punkt verstanden und gebe dir recht: vielleicht bin da dir gegenüber zu persönlich geworden und habe dir eine Haltung unterstellt, die du gar nicht vertrittst. Das tut mir leid!

    Mein ABER an der Stelle war, dass du diesen Begriff des unreifen Aktionismus gewählt hast, was ich in dem Moment als eine ziemlich persönliche Abwertung gegenüber alljenen gelesen habe, die vorher schrieben, dass sie es gut finden. Deswegen hab ich dir auch rückgemeldet, dass mir die Aussage sehr polarisierend scheint.

    Das führe ich auch gerne aus, denn in der aktuellen Lage gibt es halt für keinen der Beteiligten die eine, die richtige Geschwindigkeit zur Entscheidungsfindung. Die Lage ist halt volatil - das Virus wechselt das Tempo und noch jede bislang von wem auch immer getroffene Entscheidung kam entweder zu früh oder zu spät. Zumindest wird das immer so diskutiert.

    Nun habe ich verstanden, dass du gar nicht die Maßnahme selbst mit dem Ausdruck belegt hast, sondern eher was der Laschet so insgesamt treibt. Und da sind wir ganz nah zusammen - und da finde ich die Aussage auch angebracht, denn dem geht es - meiner Meinung nach - nicht darum das richtige zu tun sondern darum die beste Figur dabei zu machen. Das kotzt mich wahnsinnig an, weil er auch einfach schlecht beraten ist und bei mir damit das exakte Gegenteil erreicht. Dabei hätte er auch gute Leute, die richtig Dinge sagen - in seinem Kabinett und auch in der Wissenschaft. Aber irgendwie fehlt im da der richtige Instinkt.


    Was die Einschätzung der Maßnahme angeht bin ich tatsächlich ganz anderer Meinung - spätestens wenn ich es umdrehe wird es für mich ziemlich klar: Ausgerechnet diese Jahr den letzten Schultag so nah an die Weihnachtstage zu legen ist einfach eine sehr schlechte Idee.

    Die Kinder essen doch eh zusammen im Klassenraum und ja doch ich finde es wichtig! Gerade die Grundschüler:innen.

    Sie dürfen sowieso so vieles nicht.

    Genau so funktioniert Infektionsschutz eben nicht. Einmal weniger Kontakt verringert das Risiko - das Essen & Trinken im Klassenraum (im Falle meines Sohnes sind das dann 30 Kinder die sehr eng sitzen) ist nicht erlaubt, weil das das RKI empfiehlt, sondern weil es eben nicht anders geht. Es gibt den gesellschaftlichen Konsens, dass Schule sehr wichtig ist und dass wir nur Präsenzunterricht so richtig können, und dieser Übereinkunft folgt dann, was eben darauf folgt. Z.B. das Kinder nicht ohne Essen und Trinken auskommen...

    Siehe oben + Warum liest du denn nicht, was ich schreibe? Das Risiko wird in Schulen in Kauf genommen, weil es scheinbar vielerorts nicht anders geht. Nicht weil es risikoarm ist. Somit würde ich annehmen, dass es wenig Sinn macht, das Risiko noch öfter als nötig in Kauf zu nehmen und nicht noch unnötig auszudehnen. Daher würde ich die Weihnachtsfeier einfach streichen.


    Das Essen und Trinken ohne MNS ein Risiko ist in einem voll besetzten Klassenzimmer ist auch keine Meinung sondern ein Fakt. Anhand dieser Tatsache muss dann eben eine Entscheidung getroffen werden. Meine MEINUNG ist, dass wir im Schulkontext schon deutlich mehr als genug Risiken in Kauf nehmen.


    Es gibt so viele gute Ansätze um Schulen sicherer zu machen, die allesamt nicht/kaum angewandt werden, da steht die Weihnachtsfeiert ganz hinten.