Beiträge von Arnoli74

    alien Oh, ein Hund ist eine tolle Idee, wenn das Kind da zu begeistern ist und auch zu seiner Aufgabe machen lässt.



    Fitnesscenter ? Eine regelmässige Portion "Eisen äusserlich" finde ich durchaus sinnvoll. Aber die meisten sind hier ab 16 oder bestenfalls 14 Jahre. Für jüngere Teenies also nicht nützlich. Crossfit ist hier übrigens extrem teuer.

    Die Crossfitbox hier bietet spezielle Kurse für Kinder und Teens. Die sind deutlich günstiger, als die Angebote für Erwachsene, die schon ordentlich teuer sind, aber da hängt das Empfinden sicher auch von den regionalen Preisen anderer Sportangebote ab.

    Ich glaube, es ist schon verständlich, was der Unterschied bei euren Aussagen ist. Sonja äußert sich nicht abfällig über andere Menschen oder generalisiert eine abwertende Haltung für eine ganze "Kategorie" von Sportangeboten. Ich hab echt auch gar kein Interesse daran, diese Diskussion fortzuführen und verstehe nicht, warum du es so eine schlimme Zumutung findest, dass ich das kritisiere.

    Ich mache das im Kopf ja auch bei bestimmten Dingen, ich hab zum Beispiel schon immer ein bestimmtes Bild im Kopf, wenn es um Yoga geht. Musste ich halt für mich behalten ODER mich nicht wundern, wenn sich Menschen, die ich damit aburteile auf den Schlips getreten fühlen. Mittlerweile habe ich mich intensiver damit beschäftigt, sehe vieles anders und kann sogar sagen: Zurecht.


    Gerne ist das damit auch für mich beendet, ich empfand es aber auch nicht als so große Sache... und würde selbstverständlich auch Talpa allen Snowboarder- oder Schlittenhundsport-Klischee-Verurteilungen vehement widersprechen

    VivaLaVida


    Ich weiß nicht, wie du darauf klommst, ich würde deine Einstellung nicht respektieren. Das tue ich, warum auch nicht? In dem Fall muss ich aber leider doch anmerken, dass du dich auf abwertende Weise über etwas äußerst, was du in der - von dir reklamierten - Gänze nicht beurteilen kannst.


    Außerdem erscheint es mir seltsam, dass das

    [...] mich der alptraum. lieber laufe ich 10x diese treppe als einmal in solch ein ding zu müssen. die leute da... und überhaupt.

    deine Haltung ist und du trotz dieser in 4 Studios angemeldet warst. Bei denen du die Erfahrung gesammelt hast, dass alle scheiße sind und das OHNE im relevanten Sinne da gewesen sein.


    Ich würde dir da eine differenziertere Einschätzung zutrauen und wundere mich daher, warum du von dem EINEN solchen Ding als deinem Alptraum sprichst und DIE Leute da pauschal abwertest. Es gibt einfach nicht DIE eine Mucki-Bude und wenn dir keines der besehenen Studios zugesagt hat, ändert das daran nichts.

    Doch, ich finde es schon ein bisschen beleidigen, sie begründet es ja mit "die Leute da und überhaupt". Also ich fühle mich nicht beleidigt, keine Sorge. Es ist halt einfach so ein plattes Klischee, dass ich das nicht so stehen lassen will.

    Es gibt natürlich üble Pumper-Buden und es gibt Studios für Reha-Sport und solche, die voll auf Wellness sind und eben auch Studios mit gutem, breiten Angebot, fachlich kompetenter Betreuung etc. Ich wunder mich schlicht, warum es in diesem Punkt auf einmal schick ist, das pauschal abzuwerten und für sich auszuschließen...

    Ja, vielleicht wecke ich da auch die falsche Vorstellung, ich stürme ja nicht mit dem Klemmbrett unterm Arm die Kinderzimmer und plane die Sporteinheiten ;) Es ist bei uns einfach so ein Standard, der mehr gelebt als ständig besprochen wird. Ich sag nicht: Mir ist aufgefallen, dass wir am Sonntag nicht auf die vorgeschriebene Schrittzahl kommen, da müssen wir noch optimieren. Sondern eher sowas wie: Wow, ein ganzer freier Tag, da können wir den ganzen Vormittag rumhängen und am Nachmittag machen wir eine Radtour, einverstanden? Oder wollen wir lieber in die Stadt laufen oder ne Runde durch den Park? So in der Art...

    Wäre es was, was bei uns allen automatisch so ist, wäre wohl wirklich wie mit dem Zähneputzen: Machen alle, der Zahnarzt ist zufrieden, muss ich nicht drüber nachdenken, ist kein Thema.


    Jetzt ist es aber bei uns ein Thema, weil es eben nicht automatisch funktioniert. Daher integriere ich das aktiv in unser "Programm", womit es zum Standard wird und wieder von der Agenda verschwindet sozusagen. Weil es dann für alle ganz normal ist, dass wir z.B. freie Tage nicht komplett inaktiv verbringen.

    VivaLaVida Na, du scheinst ja einen guten Einblick in die Fitnesszentren dieser Welt zu haben... es lebe das Vorurteil würde ich sagen. Aber da bist du nicht alleine, das begegnet mir oft.


    Mein Fitti ist auch ganz schlimm, lauter schrecklich normale Menschen aller Altersklassen, man kann Badminton und im Sommer Beachvolleyball spielen, Yoga, Pilates, Rückengymnastik machen... Oder Krafttraining, oder Tanzkurs... autogenes Training... Und noch unzählige andere Dinge... Ein übler Ort also....

    Jetzt wäre halt die Frage, was du machen würdest, wenn du es nötig hättest, die darüber Gedanken zu machen. Denn du befindest dich ja in der scheinbar in der beneidenswerten Lage, dass es auch so läuft, weil du ohnehin viel Alltagsbewegung hast und dein Kind intensiv Sport treibt. Was wäre denn, wenn das anders wäre? Würdest du dann statt Bewegung einzuplanen (weil sie sonst ja nicht stattfindet) lieber einen Bewegungsmangel in Kauf nehmen, für dich oder deine Kinder?

    Eigentlich ja nicht, schreibst du selbst - wenn ich das richtig verstehe, den der vorgeschlagene Spaziergang wäre ja auch zu planen.


    Warum ist es dann nötig, das so negativ zu kommentieren bzw. überhaupt als negativ zu empfinden. Ich sage ja auch nicht: Ach mensch, er wäre ja viel schöner, wenn ich einfach nie ein Kind ans Zähneputzen erinnern müsste - das stress mich ja schon. Ich nehme das bei diesem und vielen anderen Themen einfach hin, dass Kinder Begleitung brauchen und ich Dinge, die mir wichtig sind entsprechend "einplanen" und vermitteln muss. Das betrifft die Schule, das Zusammenleben, die gegenseitige Mithilfe etc. In all den Bereich ist es völlig normal, dass nicht alles von alleine funktioniert. Aber bei Bewegung (und oft auch bei Ernährung) ist es dann böse oder komisch oder zumindest anstrengend, etwas planerischer vorzugehen.

    Dabei bewegen wir uns einfach alle zu wenig - ich hab gerade gehört, dass nur 14 % aller Menschen ausreichend Bewegung haben - passt zu meiner Alltagserfahrung. Ist also nicht so richtig Typsache.


    Sommerwind Puh, klingt schwierig. Ich hab gerade noch gesehen, dass der Ortsansässige Crossfit Box-Betreiber auch ein Kinder-Workout am Wochenende anbietet. Crossfit wird ja auch hoch gehandelt bei den Kids, vielleicht wäre das ja was?

    Ansonsten ja, der Schulweg schiene mir auch geeignet - ich würde vermutlich darauf hinwirken, dass er mit dem Rad fährt. Laufen oder früher aus dem Bus aussteigen scheinen mir irgendwie schwer durchsetzbar und ich vermute, es werden viele Kinder mit dem Rad zur Schule kommen. Was den Rückweg angeht, würde ich auf Gewöhnung setzen: Je öfter man das fährt, umso leichter fällt es. Das könnte schon auch eine positive Erfahrung für ihn sein. Falls ihr das Ticket selbst zahlt könntest du die Kosten, die dann wegfallen ja sogar als "Bonus" ausloben und damit gemeinsam was nettes unternehmen (Freizeitpark, Trampolin-Halle o.ä.).

    @Mitspracherecht: Hab ich vergessen, natürlich hat jeder Mitspracherecht - ich versaue mir meine knappe Freizeit ja nicht gerne damit, muffige Kinder zu den Park zu treiben.


    Und ich merke schon, dass es bei dem bewegungsunwilligeren Kind viel öfter auf gemeinsame Aktivitäten hinausläuft, bzw. wir bei gemeinsam Aktivitäten gezielt mehr Bewegung einbauen. Fahren nicht mit dem Auto ins Kino oder Restaurant sondern laufen und suchen uns die Orte auch so aus. Überhaupt lasse ich das Auto am WE überwiegend stehen (außer um in mein Fitnessstudio zu kommen #schäm - aber das verrate ich keinem) und auch das wird überwiegend ohne murren akzeptiert.

    Das ist doch spannend. Magst du das genauer ausführen?

    Hat jeder Mitspracherecht? Bringt ihr gezielt Sport unter, oder einfach "bewegte Aktivitäten", wäre ein Museumsbesuch zb. auch etwas, was ihr durchaus unter "Bewegung" verbuchen würdet?

    Kommt es vor, dass ein Kind nicht mit mag, besteht diese Option? Was ist mit eigenen Plänen des Kindes? Werden die miteinbezogen?

    Das ist echt total unterschiedlich, hier sind ja manchmal nur mein und manchmal auch mehrere Kinder am Start, hängt also davon ab und natürlich auch von der sonstigen Planung. Eigentlich ist die Unterscheidung auch (fast) nur zwischen "Zuhause rumhängen" und "Aktivität draußen", solange letztere nicht rein sitzender Natur ist. Wenn es z.B. nur um ein WE mit meinem Sohn geht, überlegen wir halt, was so ansteht und wenn nix ansteht, überlegen wir, wo wir was einbauen können. Oft radeln wir dann vormittags einfach gemeinsam zum Markt, sind vielleicht 30 Minuten radeln und ca. 30 Minuten rumlaufen, da muss ich eh hin und so können wir es verbinden. Wenn er darauf keinen Bock hat kann es sein, wir gehen zu zweit joggen (also Kind und ich) oder in mein Fitnessstudio zum Badminton spielen oder schwimmen. Auch ein Museumsbesuch zählt und sogar eine ausgedehnte Shopping-Tour. Es gibt echt viele Möglichkeiten und hat schon auch viel mit Gewohnheiten zu tun. Der Markt-Einkauf ist nämlich eigentlich gesetzt, das machen wir meistens zusammen.

    Wenn ein schöner Sonntag ohne Plan vor uns liegt überlegen wir, ob wir eine Radtour machen oder in die Stadt laufen (hin und zurück ne Stunde Weg) und ein Eis essen. Oder ob er einen Freund treffen und mit dem was draußen machen will. Ich gehe auch mal mit in die Trampolinhalle oder in den Kletterwald.

    Ich suche einfach recht gezielt viele Wege, Bewegung anzubieten und einzubauen. Das tut eigentlich nicht weh und ich bekomme das meist unbewaffnet hin ;)

    Na, aber das ist doch eh irgendwie albern: Natürlich kann man einen Teenager zu nichts zwingen. Wenn ein Mensch sich verweigert hat man schlechte Karten, besonders, wenn er groß und kräftig genug ist, um sich nicht wegtragen zu lassen.

    Trotzdem gibt es wohl in den meisten Familien Dinge, die einfach "gesetzt" sind. Die mit hoher Prio versehen und von den Eltern entsprechend thematisiert und verfolgt werden.


    Z.B. spreche ich mit meinem Kind und den Kindern meines Mannes nicht ständig übers Zähneputzen. Dass wir aber nicht mit ungeputzten Zähnen das Haus verlassen ist allen klar. Das fordere ich auch entsprechend nachdrücklich ein. Irgendwie musst ich noch keinen (auch keinen Teenager) Körperlich überwältigen und zur Zahnbürste greifen, sie haben es dann schon gemacht.

    Ich habe auch noch kein Kind gewaltsam in die Schule verfrachtet, niemandem den rauszubringenden Müll um den Bauch gebunden oder eigenhändig in passende Kleidung gesteckt. Trotzdem gehen alle schulpflichtigen täglich zur Schule, erledigen überwiegend vereinbarte Pflichten im Haushalt und begleiten uns bei Essenseinladungen nicht in Joggingbuxe sondern angemessen bekleidet.


    Gegen Verweigerung in all diesen Bereichen hätte ich kein Rezept, ich wüsste also tatsächlich nicht, wie ich es dann erzwingen sollte. Aber ich hab schon eine Idee, wie ich Kinder und insbesondere mein Kind bei Themen, die ich für wichtig halte, zur Kooperation bewege.

    Und da ist vielleicht der Unterschied: Ich finde es wichtig für die Gesundheit, sich ausreichend zu bewegen und gebe das - schon auch als Forderung - weiter. Ich bin nicht einverstanden damit, das ganze WE rumzugammeln, ich finde es wichtig und gesund auch Bewegung unterzubringen. So planen wir z.B. unsere Wochenenden und bringen alles unter. Auch Rumhängen wird bedacht, aber es ist eben auch klar, dass nur Rumhängen keine Option ist. Und so wäre es auch, wenn die Woche tägliches Rumhängen erlauben würde (ist nicht so bei uns, weil auf die Betreuung meist Sport oder Instrument folgt). Auch dann wäre klar, dass wir einen Plan brauchen, der Bewegung beinhaltet.


    Von mir aus darf jeder sport treiben, soviel er mag. Mich stört nur das Belehren. Dass man kein gesundes Leben führen kann, wenn man keinen Sport treibt. Bzw wenn doch, wäre es garantiert noch besser mit Sport.

    Für Erwachsene kann ich 100 % unterschreiben. Und zwar weil ich Belehrungen immer übergriffig und nutzlos finde. UND weil es eben tatsächlich keine Sport braucht, wenn man trotzdem ausreichend Alltagsbewegung hat.

    Aber das war ja nicht der Impetus dieses Stranges. Hier ging es um ein Kind und zwar um eines, dass eben offensichtlich bereits gesundheitliche Auswirkungen durch Bewegungs-Mangel hat. Der führt also offensichtlich kein gesundes Leben, was seine Mutter sorgt. Deswegen fragt sie hier, wie sie damit umgehen könnte.


    Ich finde das bereits bestehende Übergewicht auch aus anderem Grund einen wichtigen Punkt in der Geschichte: Zuviel Gewicht dämpft eben leider auch die Bewegungsfreude. Das sage ich aus eigene Erfahrung, das beobachtet ich und davon bin ich überzeugt: Je mehr Gewicht, desto weniger Spaß macht Bewegung, desto anstrengender und körperlich belastender wird Bewegung. Das ist auch eine Art Teufelskreis, weil sich negative Einflussgrößen verstärken. Ich will jetzt niemandem auf den Schlips treten und ja, es gibt auch sehr sportliche und fitte dickere Menschen und sicher auch Kinder. Trotzdem hat man einen klaren Nachteil im direkten Vergleich und der ist ja gerade für Kinder sehr wichtig. Es ist sicher für dickere Kinder und Jugendliche sehr frustrierend, bei sportlichen Aktivitäten schneller schlapp zu machen, langsamer zu sein etc. Das bildet oft ein zusätzliches Hemmnis, was wiederum besondere Anforderungen an die Eltern stellt. Da muss man dann mMn einfach mehr machen, mehr anbieten, mehr unterstützen, mehr ausprobieren lassen, mehr gemeinsam bewegen. Den Alltag auf Potenziale abklopfen etc.

    Und auch das ganz sachlich, nicht mit Schuldzuweisung und Druck. Sondern klar als Unterstützung, weil das Kind die offensichtlich braucht.

    Sommerwind , mein Sohn ist hier seit neustem bei einer tollen Tanzschule und macht Street- und Breakdance. Das ist richtig Sport und alle findens cool. Die Schule bzw. einige Teams nehmen sehr erfolgreich an entsprechenden Wettbewerben teil, ist also nicht eine reine Kinderbespaßung. Abe die schaffen es auch gut, alle mitzunehmen, die Gruppen sind in meiner Wahrnehmung sehr gemischt... Wenn du magst schicke ich dir gerne ne PN mit der website


    Ansonsten finde ich es komisch, wie hier Alltagsbewegung von Sport getrennt wird. Sommerwind hätte wohl kein Problem, wenn das Kind genug Alltagsbewegung hätte. Das ist ja scheinbar nicht der Fall. Und das ist natürlich ein wichtiger Punkt ohne den es auch nicht geht, der aber heutzutage echt zäh zu bearbeiten ist, weil sich für's Entertainment niemand mehr bewegen muss, das Smartphone, die Konsole, der Laptop immer griffbereit ist.

    Vielleicht triggert einen das Thema, weil man selbst mit Sport nichts anfangen konnte, nur ist es heute leider einfach noch mal eine andere Geschichte. Die Zahl an übergewichtigen Kindern steigt einfach und ist nicht mehr mit der in unserer Jugend vergleichbar. Und bei der Aussage geht es mir nicht um einzelne, das ist ne Statistik, die aber zeigt, dass das Probleme mittlerweile viele betrifft. Genau, wie ich verhindern wollen würde, dass mein Kind irgendwann anfängt zu rauchen, Alkohol oder andere Drogen im gesundheitsschädlichen Maße zu konsumieren, muss ich auch versuchen, die Gesundheitsrisiken durch Fehlernährung und Bewegungsmangel abzuwenden. Das ist doch einfach Elternaufgabe. Da hilft Zwang natürlich trotzdem nicht, aber man muss doch trotzdem darauf einwirken.


    Wenn ich eine erwachsene, schlanke Frau bin, die jede Treppe hochkommt und lange Spaziergänge gut durchhält, die Energie hat und insgesamt "in Bewegung" ist, komm ich super ohne Sport aus. Da kann ich mir die No-Sports-Haltung super leisten, bin ja trotzdem fit und gesund.

    Das Kind von dem hier die Rede ist, ist das aber scheinbar nicht. Übergewichtig ist ein großes gesundheitliches Risiko, genau wie (unabhängig davon) auch der Bewegungsmangel ein Risiko darstellt. Da können die Eltern doch schlecht einfach sagen, mach einfach so weiter, du bist auch ohne Sport ok. Genauso wenig wie sie vermitteln sollen, dass mit dem Kind was nicht stimmt. Es ist schwierig, aber durch den Eiertanz der dann entsteht wird es nicht leichter. Daher bin ich ganz bei Fürchel und dem Zahnputzbeispiel: Manches muss halt irgendwie eingebaut/umgesetzt werden, eine bestimmte Dosis an Bewegung sollten Kinder haben, und wie sie die erreichen ist nicht ausschlaggebend.

    Ich habe in sofern Glück, dass mein Kind "seinen" Sport früh gefunden hat, und sich das seither selbst am laufen hält, weil Mannschaftssport und er wichtiger Teil dieser Mannschaft, da muss man dann hin, weil es um mehr geht als um einen selbst. Darüber hat er mindestens zweimal pro Woche eher dreimal entsprechende Bewegung und was man auch nicht vergessen darf: Auch da muss er hin. Es ist nicht nur die Stunde Training, er läuft auch zur Bahn, zum Bus, zum Platz.... jetzt hat er noch Tanzen für sich entdeckt auch da zwei Stunden Training + hinkommen....

    In dieser Zeit kann er nicht zuhause chillen, die Snack-Lage checken etc.


    Ich denke, es geht insgesamt darum, Bewegung ins Leben zu bringen. Theoretisch kann man das sogar durch ein neues Nicht-Sport-Hobbie erreichen. Eigentlich ist alles gut, was einen vom Zuhause-Chillen abhält. Wir haben auch ein Kind in der Familie, das übergewichtig ist und Chillen jeder Bewegungsaktivität vorzieht. Da helfen auch mal Haushaltsaufgaben, wie Einkäufe übernehmen, Altglas wegbringen, was zur Post bringen. Oder auch Pokemon go. In den Ferien Kletter- oder Tennis-Camp. Ansonsten: Immer laufen, wenn es möglich ist. Oder Öffis benutzen statt Auto, weil auch da mehr Bewegung nötig ist.


    Ich fürchte, ich schreibe wirr heute, was ich sagen will: Zur Bewegung anhalten ist für mich Aufgabe von Eltern im Sinne der Gesundheiterziehung. Wenn Kinder es nicht gewohnt sind sich im Alltag regelmäßig und ausreichend zu bewegen nehmen sie gesundheitlichen Schaden. Das kann leider nicht durch "das Kind annehmen wie es ist" gelöst werden.

    Ich finde es gut und richtig, das sachlich zu thematisieren. Ich finde es auch ehrlich gesagt Quatsch Unsportlichkeit als "gute Sache" zu reklamieren. Entweder ich bin fit, habe Energie, meine Muskulatur ist gut entwickelt, so dass die Körperhaltung passt und ich allen Anforderungen gewachsen bin -> Dann ist es total egal, ob ich Mucki-Buden mag oder doof finde, ob ich gern jogge oder lieber walke, Yoga mache oder diesen Effekt anderweitig erziele. Irgendeinen Grund gibt es auf jeden Fall, wenn ein Mensch körperlich fit ist. Menschen die nur sitzen, sich kaum bewegen und keine Sport machen sind in der Regel unfit, haben verkümmerte Muskeln und einen mangel an Kondition. Das ist ungesund. Kann man als Erwachsenen für sich entscheiden, für das Kindeswohl ist es nicht zuträglich.

    Mmh, ich finde es ist einfach ein anderer Ansatz, an einem Ort „Urlaub“ zu machen, mit Ankommen, Aklimatisieren... oder ob ich bei einem kurzen Aufenthalt, die Gelegenheit nutzen und viel Input bekommen will. Ich hätte jetzt eher auf letzteres getippt, weil ja keiner aus den USA hier rüberfliegt für 3 Tage. Ich hätte München vorgeschlagen, gerne mit Ausflug nach Innsbruck oder auf die Zugspitze... oder auch Heidelberg - München. Finde ich beides entspannt machbar in 3 Tagen. Für ambitioniertere Reisende hätte ich Heidelberg - München - Berlin vorgeschlagen.

    In die andere Richtung finde ich auch Köln - Hamburg gut machbar 🙈

    Auch ich backe gern Kuchen...😀 wär ja nich schöner wenn Kuchen backen ein Symbol für unemanzipiert wäre...tatsächlich gibt es noch mehr Dinge die ich mag, die man in diese Kategorie einordnen könnte...wenn man unbedingt wollte....

    Ich koche sehr gerne und auch gut, backen kann ich auch und mit etwas Mühe sieht es auch schon aus. Letzte Woche habe ich zu einem Anlass für KollegInnen gebacken und was kam ständig: DU kannst so backen??? Das hätte ich ja nicht gedacht! Nee, ist klar: Frau mit Karriere MUSS in häuslichen Dingen auf jeden Fall ein Totalausfall sein, anders ist das nicht zu erklären... gnraf....



    Ehrlich gesagt gab es auch hier im Forum schon (vielleicht nicht unbedingt hier im Thread) Kommentare und Beitraege, die genau das implizierten - wer zu Hause bleibt, ist unemanzipiert, folgt gedankenlos dem patriarchischem Rollenbild. Ich habe mich da schon deutlich unwohl in eine Ecke gedrängt gefühlt, nur weil ich derzeit in meinem Leben Hausfrau bin. Vor einigen Jahren war ich voll berufstätig mit zwei kleinen Kindern.


    Und ich halte mich fuer emanzipiert, backe dennoch gerne Kuchen - aufräumen und putzen hingegen koennte ich anderen ueberlassen.

    Ja, so bekommen wir halt alle unserere Schublade. Ich habe die von dir genannte sicher hier im Forum auch schon aufgemacht. Da nutzt dann natürlich auch der Disclaimer, der genauer beschreiben soll, wer gemeint und vor allem wer nicht gemeint ist, oft nichts. Verstehe ich, geht mir im umgekehrten Falle ja auch nicht anders...

    Ich finde trotzdem, dass es möglich sein sollte, Aussagen über andere Lebensmodelle zu treffen, und man dazu vom Gegenüber verlangen darf, dies auch differenziert zu betrachten. Es ist - um mal auf die Hausfrau zu kommen - eben oft tatsächlich genau das was du beschreibst: Viele Paare entscheiden sich für die klassische Rollenteilung und machen sich zu wenig Gedanken. Sie verteilen die Risiken nicht gerecht und kümmern sich wenig/gar nicht darum, dass der gewählte Zustand eine Benachteiligung der Frau darstellt. Da ist nicht das zu Hause bleiben das Problem und auch nicht, dass sie die Care-Arbeit erledigt, sondern die Tatsache, dass sie gegen Risiken, die mit einer ziemlich hohen Eintrittswahrscheinlichkeit vorhanden sind, nicht abgesichert ist, dass sie sich in existenzielle Abhängigkeit begibt und sich nicht absichert.


    Das kann eigentlich nicht sein, denn die steuerliche Begünstigung ist eine direkte Ableitung aus dem Grundgesetz und ich (nur ein klitzekleinwenig juristisch bewandert auf einem gaanz anderen Gebiet.... also total ahnunglos hier) vermute, der Schutz von Ehe und Familie kann hier nicht ersatzlos gestrichen sondern nur im Sinne eines Zeitgemäßen Verständnis angepasst werden.


    Wie kommst du denn immer darauf, dass es ersatzlos gestrichen würde? Das ist gerade bei dem Thema wirklich der allerunwahrscheinlichste Fall, nicht nur wegen s.o. sondern auch wegen der enormen politischen Bedeutung.



    Hast du schon mal überlegt, dass es vielleicht genau das ist, was nicht in allen Beziehungen klappt? Meine Ehe ist leider daran gescheitert, ich weiß also recht sicher, dass nicht jeder bei sich selbst anfangen kann... und nein, das war nicht absehbar, denn vor dem Kind waren wir selbstverständlich gleichberechtigte Partner auf Augenhöhe - ich sogar so emanzipiert, dass mir gar nicht in den Sinn gekommen wäre, dass irgendwas anderes als 50:50 in alle Lebenslagen das Modell der Wahl ist.


    Was jetzt passiert ist, ist noch verrückter: Mein "neuer" Mann und ich leben so, alles 50:50 und zwar aus einem tiefen Selbstverständnis heraus, aber leider hat die Welt sich trotzdem nicht verändert... mmmh.... also nein, ich gebe vielen die Schuld, aber mir geb ich sie nicht. Ich bin auch die Gesellschaft, aber mein Lebensmodell und die Einstellung meines Mannes ist trotzdem scheinbar nicht mehrheitsfähig und sie hat keine Strahlkraft. Um mich herum verändert sich leider nix...


    Dein "würden das alle so machen" macht im Prinzip die Frage zur Antwort. Denn die Frage ist ja: Warum machen das nicht alle? Darauf zu antworten: Wenn das alle so machen würden, würden es alle so machen ist irgendwie... äh, keine Hilfe.... Weil es eben nicht die Lösung ist sondern das Ergebnis, welches wiederum dazu führen würde, dass der Zustand stabil bleibt...


    Verstehe ich ehrlich gesagt gar nicht. Also, warum ist das so auf Väter gemünzt, worum geht es dabei? Die juristische Frage ist ja eigentlich: Was konstituiert Elternschaft und was für Rechte/Pflichten hängen daran. Dein Vorschlag ist eher die Abschaffung der Vaterschaft (auf Wunsch) was wiederum ein massiver Eingriff in das Recht des Kindes ist.

    Ich verstehe auch ehrlich den Zusammenhang nicht...

    Ich stimme zu, dass sowas wie eine Unterhaltspflicht des Staats gegenüber Kindern - im Prinzip ein bedingungsloses Grundeinkommen für Kinder - ein konsequenter Schritt wäre. Das geht in eine ähnliche Ecke wie Familiensplitting etc. denn Ziel ist ja immer die Existenzsicherung. Hat dann auch nichts damit zu tun, ob die Eltern getrennt oder zusammen sind....


    Ich persönlich habe kein Interesse daran, Väter qua biologistischer Annahmen aus der Pflicht zu lassen. Ich hätte kein Kind bekommen, wenn mein damaliger Mann nicht dazu gestanden hätte, das mit mir gemeinsam durchzuziehen. Ich finde Kinder haben Recht auf beide Eltern (und hilfsweise zu allen festen Bezugspersonen). Ich fände, er hätte theoretisch auf die selben "Rechte" am Kind, bzw. finde ich, wer sich kümmert, darf auch mitbestimmen. Da wird es dann oft schwierig, in unserem Fall kümmert er sich nicht/kaum, da ist die Gesetzeslage einfach schlapp, denn im Zweifel bliebe mir nur ein Sorgerechtsstreit.

    Ich finde mich als Mutter schon wichtig für mein Kind, aber ich finde den Vater genauso wichtig.

    Das verstehe ich jetzt nicht so wirklich. Sind die Frauen, die für Emanzipation gekämpft haben, die selben, die in deiner Jugend Hausfrauen waren? Das kriege ich gerade nicht zusammen.

    Ich kenne das so, dass die Frauen, die in den 60er- und 70er-Jahren für die Gleichstellung der Frau gekämpft haben, genau nicht die waren, die dann später Hausfrau wurden. Die wenigen Frauen, die ich aus dieser Generation kenne, die da aktiv waren sind alles samt aus dem wissenschaftlichen Umfeld, Frauen, die damals studiert haben und ihrer Profession in jeden Fall irgendwie treu geblieben sind. Ein Kindergarten mit Mittagsschließzeit hat die auf jeden Fall nicht abgehalten. Wie die Karrieren dann verlaufen sind und dass auch keine Vorstand in einem DAX-Unternehmen ist, liegt in diesen Fällen an der Ausrichtung, den eigenen Zielen und Idealen.


    Einer Frau, der ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit bzw. Eigenständigkeit wichtig ist, ist es nicht so ein Dorn im Auge, dass man heute nicht mehr mit einem Gehalt eine Familie ernähren kann. Denn darin lag eben auch die Gefahr, dass dann auch tun zu wollen und tun zu können. Das ist ja die zentrale Kritik am Ehegattensplitting (die letzte Chance, aus einem mittleren Bruttoeinkommen ein Familieneinkommen zu machen....)

    Und ganz ehrlich, dein zweitens? Da frage ich mich immer: Wo gibt es denn bitte diese bösen Einrichtungen, die mein Kind von 6 bis 18 Uhr "fremd"betreuen (ich komme auch nach langen Jahren der Diskussion einfach noch nicht über diese Wort hinweg, weil ich es aus tiefem Herzen ätzend finde)

    Ich kenne ernsthaft niemanden, der je für Emanzipation gekämpft hat und jetzt traurig ist, dass die armen kleinen Babies jetzt alle mit 3 Monaten täglich für 12 Stunden in die Kita müssen.

    DENN: Diesen Effekt hatte der Kampf ja gar nicht! Ja, es gibt jetzt Betreuungsplätze für Kinder unter 3 und das ist ein großer Gewinn und ein großer Erfolg und es trägt auf jeden Fall zur Wahlmöglichkeit bei! Denn muss niemand nehmen, der wird einem auch heute noch nicht aufgedrängt, denn diese Plätze sind spärlich und teuer. Genau wie Schulbetreuungsplätze oder gar Ganztagsschulen. Wir sind einfach ncoh nicht bei einem Kinderbetreuungsangebot (in Westdeutschland) das in der Lage wäre Kinder über Gebühr fremdzubetreuen, daher würde ich die Frauen, von denen du da sprichst, gerne kennenlernen um mehr zu erfahren.


    Gleichberechtigung hat einen Hauptansprechpartner, dass sind die Männer, die die Last mit uns tragen müssen. Wenn die das nicht tun, haben wir schon verloren. Dann gibt es noch den politischen Rahmen, die Arbeitgeber, die Betreuungssituation. Alle wichtig, alle Einflussgrößen, aber wenn der Kern nicht passt, wird es nicht funktionieren.

    Andersrum: Wenn sich Paare heutzutage einig sind, dass sie gemeinsam das Leben wuppen und beide zu Familie und Einkommenssicherung beitragen wollen, haben sie vieles selbst in der Hand: Der richtige Wohnort mit der passenden Infrastruktur hilft, die passende Wahl von Job und Arbeitgeber ist entscheidend, die richtige Einteilung und gegenseitigen Unterstützung bei Aus-/Weiterbildung und Karriere-Planung ist ein Muss.

    Trotzdem gibt es Hindernisse, Dinge, die nicht zu überwinden sind. Es gibt Berufe, die sind nicht kompatibel und Ausbildungswege, da springt einfach nie ein einigermaßen einträgliches Einkommen raus. Es gibt Menschen, die müssen 50 Wochenstunden arbeiten um die Miete zu zahlen... Und starre Arbeitgeber gibt es wie Sand am Meer.

    Heute muss man noch viel kämpfen und das wäre ja genau die Forderung: Das muss leichter werden! Es muss leichter werden, dass Kind betreuen zu lassen, so wie das nötig ist und es muss leichter und für alle möglich sein, in der Familienphase die Arbeitszeiten anzupassen.

    Gleichstellung heißt nicht, dass die Kinder alle in die Kita müssen, damit fortan Mama und Papa dem Konzern dienen. Es heißt: Holt was besseres für euch raus, Frauen, in dem ihr euch von eurem Partner die Unterstützung holt, die ihr ihm auch gebt.

    Auch bei 2 40h-Jobs ist es möglich, dass die Kinder von 9 bis 15 Uhr betreut sind und danach bei Mama oder Papa. Aber da müssen beide ran! Da muss einer die Früh und einer die Nachmittagsschicht machen. Und dann muss der Frühschicht-Papa auch den Kinderzahnarzttermin mitmachen, die erste Maschine Wäsche anstellen und morgens alles regeln, was zu regeln ist. Oder Nachmittags den Kindergeburtstag ausrichten, die Brocken für den Schwimmunterricht packen und Spielverabredungen koordinieren.

    Es ist doch so: Frauen werden wahnsinnig, weil sie die Doppelbelastung alleine abbekommen. Und Männer mögen das System, weil sie nichts davon abbekommen (außer der gestressten Frau). Das muss aufhören, denn regeln sich mMn auch vielen Ding außenrum.


    Wenn alle im Büro manchmal am Nachmittag einen Kindergeburtstagstermin unterbringen oder ein kotzendes Kind von der Kitaabholen oder an 3 Tagen die Woche pünktlich um 15 Uhr den Griffel fallen lassen (na, dabei hat doch jeder an eine Frau gedacht, oder?) gibt es nicht mehr "die Mutti", dann müssen Frauen nicht mehr mit dieser Abwertung leben, weil dann alle Menschen mit Kindern "Mutti"mäßig handeln müssen. Wenn eine Minderheit zur Mehrheit wird hört Diskriminierung schlagartig auf! Und wenn es nicht mehr um Probleme einer Minderheit geht, gibt's oft auch gute, passende Lösungen.


    Wie man das durchsetzt? Ich weiß es nicht! Aber es ist ein Thema was im Zwischenmenschlichen zuhause ist und von der Gesellschaft gefüttert wird. Ich habe kürzlich einen Kollegen in einem Meeting vor versammelter Mannschaft kritisiert, weil er sagte, er müsse (häppchenessenderweise) aufpassen, dass er sich nicht bekleckert, sonst bekäme er Ärger mit seiner Frau. Ich hab ihn sehr ruhig gefragt, warum er das jetzt gesagt hat. Nur weil es witzig ist, oder weil er uns darüber informieren wolle, dass bei ihm zuhause die Frau für die Wäsche zuständig ist? Ob ihn das stolz macht, dass das so ist? Oder warum das witzig sein sollte? Und warum? Der hasst mich jetzt...

    Es ist immer noch so in meinem Umfeld: Unter (einem bestimmten, noch sehr verbreitetem) Typ Mann ist die "dienende Frau zuhause" ein Prestigeobjekt. Das kann er sich leisten, da muss die Frau nicht arbeiten. Das gönnt er sich und sonnt sich darin, dass er niedere Tätigkeiten abgenommen bekommt und sich betüddeln lassen kann. Das ist auch ein starkes Argument: Er hat ja eine Familie zu ernähren! Eine ganze! Jawohl....


    Es ist völlig anachronistisch, es sollte so nicht sein. Trotzdem steht es mitten im Raum, wie ein rosa Elefant....

    Arnoli74 Mein Post im gesamten bezog sich auch nicht nur auf dich, sondern auf den gesamten Thread. Von daher waren insbesondere die letzten Absätze eher allgemein. Das kam sicher nicht so gut raus.


    Allerdings: Du sagst es geht nicht um Vollzeitarbeit, aber mal ernsthaft, wie sollen denn sonst viele Frauen ihre Existenz absichern? Bei mir ginge das nur über einen Vollzeitjob und auch dann hätte ich wohl einfach zu viele Kinder um uns wirklich unabhängig zu unterhalten. Und hier in den Diskussionen taucht ja auch immer wieder die "Teilzeitfalle" auf.

    Nun habe ich nicht studiert, keine Karierre in irgendeinem Sinne gemacht. Von daher wohl allgemein von Anfang alles falsch gemacht. Nicht unbedingt selbst verschuldet. Ich war damal sehr krank.

    Auf der anderen Seite frage ich mich wie realistisch es ist, dass alle Frauen einen richtig guten Beruf haben. Auch wenn ich damit hier im Forum (gefühlt?) eher die Minderheit bin, in meiner Stadt und in meinem Umfeld aber nicht. Viele die ich kenne müssten ganztags arbeiten um sich halbwegs abzusichern. #gruebel

    Ich meinte, dass es in der Beziehung nicht zwingend um Vollzeit geht. Wenn du einen Beruf hast, bei dem du in (z.B. vollzeitnaher) Teilzeit gut arbeiten kannst und dann - falls nötig - im Fall, dass dein Partner ausfällt, aufstocken und den Lebensunterhalt verdienen kannst, ist alles gut. Wenn du das auch nach komplettem Berufsausstieg wieder kannst (und dein Partner währenddessen noch angemessen fürs Alter vorsorgen kann), noch besser.


    Denn ja, als AE wird es richtig ungemütlich, viele, viele AE müssen viel mehr arbeiten als in der Beziehung und haben wesentlich schlechtere Bedingungen dafür. Das ist die beschissene Realität, die viele Frauen viel zu spät erkennen.

    Es kann also sein, dass du als AE keine Auswahlmöglichkeiten mehr hast, was häufig eben der Grund ist, warum staatliche Transferleistungen die letzte Option sind. Und das ist sehr oft sehr verständlich, hat aber eben trotzdem mit Entscheidungen zu tun, die das (Ex) Paar gemeinsam getroffen hat.


    Ich würde immer empfehlen, dass man sich auf den Fall so gut wie möglich vorbereitet. Die ist ja nicht in Stein gemeißelt, was frau verdienen kann. Man kann sich weiterbilden oder den Bereich wechseln, Berufserfahrung sammeln oder sich spezialisieren... Warum arbeiten Paare nicht viel mehr gemeinsam daran, dass auch die Frauen ein auskömmliches Einkommen erzielen können. Auch das geht nicht immer, hören tu ich es allerdings nie!

    Ich höre aber ständig, dass sie zuhause bleibt, weil er sooo viel mehr verdient. Ich höre nie, dass er zuhause bleibt, damit sie den nächsten Karriere machen und mehr verdienen kann...