Beiträge von Hella

    Schön, dich zu lesen und vielen Dank für diesen Augenöffner! So hatte ich das noch nie gesehen

    ich bitte um entschuldigung, wenn es schon gesagt wurde, aber dieser zug ist leider in d abgefahren, weil sich die afd diesen gedankengang, wie er im artikel geschildert wurde, zu eigen gemacht hat.

    im februar 2020 hat die afd fraktion im bayerischen landtag einen antrag eingebracht, dass das sprachliche gendern sofort aufzuhören hätte und m.w. sogar untersagt sein solle in staatlichen stellen....

    Oh, das gefällt mir nicht. Aber sowieso glaube ich, dass der Zug abgefahren ist. Das hatte ich ja schon geschrieben. Dann hätten die feministischen Anstrengungen früher in eine andere Richtung gehen müssen. (Ich glaube nicht, dass die Afd den "Raberich" und den "Ärzterich" promotet, insofern fühle ich mich gerade gut, dass ich doch nicht Afd-nah bin. :D)

    Nachschub: Vielleicht hätte die ganze feministische Energie der letzten Jahrzehnte eher dahin gegen sollen, die Lehrer wahrhaftig umzudefinieren als neutral.

    Zum Beispiel indem konsequent die Lehreriche und Ärzteriche und Polizisteriche als solche benannt worden wären. Dann hätte die Semantisierung von "Lehrer", "Arzt" und "Polizist" sich verengen und wahrhaft generisch werden können.

    Sie hätte ihre Energie vielleicht auch darauf verwenden können, eine neue sächliche Form , die beide Geschlechter beinhaltet ,zu etablieren.


    Weshalb dieses Hochhalten der männlichen Variante?

    Ich würde die "männliche" Variante gerne umdefinieren zur neutralen, auch Anisp , ähnlich wie bei "die Lehrkraft". Die Lehrkraft ist grammatisch weiblich, biologisch männlich oder weiblich.


    Aktuell ist "der Bundeskanzler" grammatisch männlich, biologisch weiblich oder männlich - die feministische Sprachwissenschaft arbeitet daran, ein Bewusstsein zu schaffen, das "den Bundeskanzler" auch biologisch eindeutig männlich konnotiert.


    Das bringt aber Probleme, wie ich finde. Ist Angela Merkel die erste Bundeskanzlerin oder die achte? Ist sie der achte Bundeskanzler? Logisch gesehen ist sie keins der drei (es sei denn, ich will ihre Weiblichkeit betonen, dann ist es der erste Fall).


    In meiner neuen Welt könnte ich sagen "Angela Merkel ist der achte Bundeskanzler. Vor ihr gab es übrigens sieben Bundeskanzleriche, sie ist die erste Frau im Amt."


    Und weil jemand fragte, wie das dann mit den Pronomen wäre: In meiner neuen Welt wäre das so ähnlich wie mit den Mädchen (die ja auch nur grammatisch sächlich sind):


    Dort drüben steht der aktuelle Bundeskanzler. Sie heißt Angela Merkel.

    Dort drüben steht die neue Lehrkraft. Er heißt Heinz Müller.


    In meinen Augen wäre es dann (nur dann) wirklich neutral und gerecht, wenn die Männer ihre eigene Form kriegten. Dann wäre das Maskulinum nicht mehr eine Form, die beides sein kann, also ein generisches Maskulinum, sondern einfach ein grammatisches Geschlecht (geschichtlich aus dem generischen Maskulinum entstanden, das schon - aber eben weiterentwickelt).

    Nachschub: Vielleicht hätte die ganze feministische Energie der letzten Jahrzehnte eher dahin gegen sollen, die Lehrer wahrhaftig umzudefinieren als neutral.

    Zum Beispiel indem konsequent die Lehreriche und Ärzteriche und Polizisteriche als solche benannt worden wären. Dann hätte die Semantisierung von "Lehrer", "Arzt" und "Polizist" sich verengen und wahrhaft generisch werden können.

    Ich hatte, glaub ich, spaßeshalber schon mal geschrieben, dass man dann das generische Femininum einführen und bei Männer, die aufs Gendern bestehen, ein "-erich" anhängen soll. Dann bin ich Lehrerin und der Kollege - wenn er denn drauf besteht, ein Lehrerinerich. Und eigentlich auch ein Kolleginerich.

    Bevor ich den Artikel gelesen und ein bisschen daran herumgedacht habe, hätte ich hier unterschrieben. Aber EIGENTLICH wäre es am allerbesten, "Lehrer" wäre das Wort für alle, "Lehrerin" das Wort für die weiblichen Lehrer und "Lehrerich" das für die männlichen Lehrer. Dann wäre das ganze Mitgemeine obsolet.


    edit (weil kurz vergessen...): noch martita. Auch das hätte ich bis dahin unterschrieben und habe oft so argumentiert. Sehr überzeugt. Und natürlich hast du recht.

    Aber die "-er" Endung wird auch auf Dinge bezogen: Akkuschrauber, Filter, Tranquilizer - Dinge, die etwas tun, bewirken. In diesem Sinn ist diese Endung nicht männlich sondern drückt aus, dass etwas getan wird. Und in diesem Sinne, bin ich gerade bekehrt worden :D, fände ich den Gebrauch der Sprache sehr viel besser.

    Der Artikel hat nämlich vollkommen recht. Es ist sprachlich und für den Sinnzusammenhang absolut unerheblich, ob die Person, die mich operiert einen Penis hat oder eine Vulva.


    (Wie ich, die ich im beruflichen Zusammenhang für das gesprochene Binnen-I bekannt bin, das jetzt praktisch umsetzen soll, weiß ich noch nicht. Vermutlich bleib ich erstmal dabei... Es ist ja auch eine politisch-feministische Frage. Und man stellt sich auf eine Seite.)

    [aus dem Artikel] Sind die Berufsbezeichnungen inhärent männlich und brauchen daher eine parallele weibliche Form, oder sind sie inhärent generisch und wirken nur deswegen männlich, weil sie historisch nur von Männern ausgeführt werden durften?

    Schön, dich zu lesen und vielen Dank für diesen Augenöffner! So hatte ich das noch nie gesehen.

    Hella, ich hab so aus Stegreif nichts, gucke aber bei Gelegenheit gern am Computer. Hier im Thread sind eigentlich viele Quellen versammelt.

    Das wäre nett! Die Wuellen hier erkennt sie nicht an. Ich bräuchte was aus einer wissenschaftlichen Publikation oder so. (Vielleicht habe ich das hier auch nur überlesen, das wäre ja blöd).

    dabei weiß man inzwischen wieviele Auswirkungen ein VitD-Mangel auch auf andere gesundheitliche Aspekte wie die Infektanfälligkeit, Stimmung etc. hat.

    Ob jemand kurz was dazu sagen könnte, wer in diesem Fall "man" ist? Eine Quelle vielleicht, die meine Ärztin, die nur das Ärzteblatt gelten lässt, in dem offensichtlich nur was von Osteoporose drinsteht (?), anerkennt? Das wäre super! Danke!

    Und das zu einer Zeit, wo das N-Wort noch normal war.

    Wahrscheinlich gerade deshalb. Ich wäre als Kind nie auf die Idee gekommen, dass mit „schwarzer Mann“ ein Schwarzer Mann gemeint sein könnte, da ich diese Bezeichnung nicht kannte.


    Trotzdem finde ich das Spiel heute unangebracht. Eben weil die Kinder heute den bpoc assoziieren können.

    Habe mir gerade das verlinkte LGBTQ-Buch angeschaut. Am*z*n-Beschreibung:

    Zitat
    Entdecke die inspirierenden Geschichten von 53 queeren Künstlern, Schriftstellern, Innovatoren, Sportlern und Aktivisten von der Antike bis heute!

    Wenigstens bei dem Buch hätten Sie doch das Sternchen nehmen können #rolleyes


    Es klingt aber toll - ich glaub ich bestell es (anderswo...) für meine (allem Anschein nach nicht queeren) Kinder.


    Der eine Sohn übrigens liebt die 3!!! und kann gar nicht genug davon bekommen ("Endlich mal sind es nicht nur die Jungs, die die Chefs sind. Und sowas wie Popstars, Liebe und Handys und so kommt in den 3??? gar nie vor") Weil er ein Junge ist, halte ich mich für sehr progressiv, dass ich ihn da unterstütze. Wäre er ein Mädchen, fände ich es vermutlich fürchterlich #freu.

    Oh, das finde ich krass und bin gerade froh in einem anderen Bundesland zu leben!! Auch wenn sie nichts weitererzählt, möchte ich ü-ber-haupt nicht, dass die Elternvertreterin weiß, was über mein Kind gesprochen wird. Schon gar und vor allem nicht, wenn ich selbst das nicht weiß!


    Das Prozedere fühlt sich mehr als unzulässig an. Transparenz hin oder her.

    Danke!!!

    Entschuldigung, dass ich nichts weiter dazu geschrieben habe, ich war nur kurz so geschockt, weil ich nicht damit gerechnet habe. Man muss dazu sagen, ich habe zwei Jungs, die Fans von Mia and me sind, bei Mario Kart als Peach fahren und bei Zelda die Quests mögen, die man nur im Frauenkostüm machen kann. Das ging mir nah.


    Insofern: Ja, ich empfehle das Video auf jeden Fall auch. Wenn man trigger-gefährdet ist, kann man einfach ausmachen, wenn er anfängt von Jungs zu sprechen.

    Wenn ausschließlich Frauen Kleider tragen, ist dies die gemeinsame Truppe (nicht die u.a. hosentragende Gesamtlehrerschaft) -> Lehrerinnen

    Wenn Frauen und Männer Kleider tragen -> Lehrer

    Also, wenn von 100 anwesenden Lehrkräften 51 Frauen sind, die Englisch unterrichten, kann man leider völlig korrekt sagen "Die meisten Lehrer dieser Schule unterrichten Englisch".

    Selbst wenn in der Englischfachschaft kein einziger Mann ist.

    Das wurde bei einem Ladies' Lunch zum Thema Wertschätzende Kommunikation gezeigt.

    Ach so, nur für die Frauen. Ich hatte irgendwie gedacht, es sei an alle gegangen mit dem Ziel das bei euch besser durchzusetzen - und habe mir vorgestellt, welcher Aufschrei bei uns los wäre, würde ich dieses Video an alle versenden #angst. Mache ich lieber nicht.

    LilliMarleen danke, dass du das Video nochmal zitiert hast, gestern hatte ich es noch gesucht und nicht gefunden :). Ja, hier bist du die Minderheit.


    Susan Sto Helit Wie waren denn die Reaktionen in der Kanzlei (das wollte ich schon fragen, als du es gepostet hattest)


    @Maus und Elefant: Die Maus ist die große Schwester vom Elefant, der der kleine Bruder ist. Die Ente ist irgendwie ihr nerviges Haustier.