Beiträge von Hella

    Was beim Twitter-Vergleich fehlt, ist die Komponente sexueller Lust bei den Täterinnen, oder hab ich da was falsch verstanden?

    Ich denke, die ist irrelevant. Und gerade weil sie nicht in der Analogie vorkommt, wird deutlich, dass es um (zwar sexualisierte) Gewalt geht, um sonst nichts. Ob die Täter dabei Lust empfinden, ist ganz schnurz. Für das Opfer sowieso.

    Ich finde das spannend, dass manche schreiben, Wickie musste ein Mädchen sein, denn sie wollten sich mit ihm/ihr identifizieren können.

    Also ich hab mich ganz einfach mit Peter Pan, Robin Hood und all den männlichen Figuren identifizieren können. Meine Söhne identifizieren sich auch mit Mia (von Mia and me) oder den Mädchen von den Drei !!!


    Will heißen: Zum Identifizieren muss die Figur doch nicht das eigene Geschlecht haben.

    Den Petersdom fand ich auch unkatholisch beeindruckend. Man kann da aufs Dach und geht innen in der Kuppel schräge Gänge hoch. Und oben gibt's sowohl ein Klo als auch einen Souvenirshop. Echt! Mal abgesehen von der Aussicht.


    Außerdem empfehle ich:

    Caracalla Therme

    Ostia Antica

    Colosseum

    Shevek naja, ich will jetzt nicht genau schreiben, wo ich wohne. Aber die Zahl stimmt schon. Mein Sohn ist der einzige ohne Migrationshintergrund in der Klasse und für die drei Parallelklassen gibt es nur eine kleine (8 Kinder?) Gruppe, die christlichen Reli-unterricht hat, katholisch und evangelisch zusammen.


    Ich sage übrigens nicht, dass ich hier weg will. Ich sage nur, anderswo wäre es leichter. Und mir war wichtig zu sagen, dass man sich fremd fühlen kann, ohne rechtes Gedankengut zu verherrlichen. Man kann es auch als Herausforderung betrachten und sich freuen, dass die Kinder dieses Fremdheitsgefühl nicht haben, weil das hier ihre Heimat ist.

    Trin ich bin mir sicher, dass es Leute gibt (wie z.B. offensichtlich dich), die sich in einer homogenen Gruppe, zu der sie nicht gehören, nicht fremd fühlen. Ich finde es aber legitim und normal, wenn es einem anders geht.

    Natürlich kann man fragen, warum sich jemand ausgeschlossen fühlt innerhalb einer Gruppe Fußballfans (ich kenne die Lieder nicht, ich verstehe nicht, was spannend daran ist, ich mag keinen Alkohol) anstatt die Gemeinsamkeit zu sehen und sich einfach wohl zu fühlen.


    Besonders wichtig finde ich diese Frage in Bezug auf mein letztes Beispiel: Welche "Tags" sind es, die dazu führen, dass ich mich als nicht-dazugehörig empfinde, obwohl wir alle in der gleichen Stadt wohnen, zur gleichen Uhrzeit in die gleiche Richtung fahren und alle friedliebende Menschen sind? Das ist - in der Situation, die mir gerade vorschwebt - nicht die Nationalität allein. Auf einem "multikulti-Fest", an der (sagen wir mal) Uni mit ganz vielen Nationalitäten, in einer multinationalen weltoffenen Gruppe würde ich mich vermutlich gar nicht fremd fühlen, selbst wenn ich die einzige weiße Deutsche wäre.


    Anderes Beispiel: 80% der Mütter der Klasse meines jüngeren Kindes habe gerade Bayram gefeiert. Ich nicht. Wenn wir uns auf Klassenfesten sehen, bilden diese Frauen eine Gruppe mit gemeinsamen Ritualen, Hidschab und dem unausgesprochenen gemeinsamen "Background" mit langen Sommern in anderen Ländern bei der Familie, der einfach nicht meiner ist.

    Ich bin nicht offiziell ausgeschlossen, ich kann prima mit denen quatschen und wir sind auch gut zusammen im Elternbeirat - auf einer oberflächlichen Ebene. Aber "drin" bin ich nicht in dieser Gemeinschaft. Das soll nicht heißen, dass ich gerne hätte, dass sie alle Christinnen wären oder Atheistinnen oder dass ich was gegen sie und ihren Hintergrund hätte. Es ist auch interessant, sich auszutauschen, eine Frau war auch schonmal auf einem Konzert mit mir in der Kirche und ich war mit ihr in der Moschee. Ich würde sagen, wir sind vermutlich ein spitzen Beispiel für gelebte Integration.

    Trotzdem fühlte ich mich weniger fremd z.B. im Rückbildungskurs, den lauter "westliche" Frauen besucht haben, wir hatten schneller eine gemeinsame Ebene, es war einfach weniger anstrengend.


    Edit: Shevek ich sehe du hast inzwischen auch geschrieben, vielleicht erklärt dieser Post genauer, was ich gemeint habe.

    Auf ein "Man hört ja kein Deutsch mehr" ist mir leider nur ein einziges Mal die richtige, spontane Antwort gelungen: "Cool, gell?!"

    Man könnte auch sagen: "Dafür sind da keine Nazis - das ist doch klasse!"

    Wenn das denn in der Situation stimmt. Nur weil die eine andere Sprache sprechen, heißt das ja nicht, dass sie keine Rechten sind.


    Ich bin zwar nicht Nachtkerze , aber ich möchte hier widersprechen, weil ich die Situation, die sie beschreibt, kenne. Und ich habe in ihrem Post kein "diffuses Unbehagen über Ausländer" herausgelesen, sondern eine konkrete, schwierige Situation.


    Vielleicht mache ich mich jetzt unbeliebt, aber ich kenne sowohl das Gefühl "schade, hier spricht keiner deutsch (und das in der deutschen Stadt)" als auch den "großen Bruder" dieser Aussage, nämlich das Gefühl, mich fremd zu fühlen. Das habe ich, wenn ich unter lauter, sagen wir mal, Bergmännern (nicht rassistisch) als auch in einer Straßenbahn voller Fußballfans (nicht rassistisch) als auch in einer Straßenbahn voller Menschen mit völlig anderem kulturellem Background als mein eigener (rassistisch?). Die ersten Gefühle sind legitim, das letzte nicht?


    Nur, weil verblendete Nazis diese Sprüche übertrieben und in menschenverachtender Weise nutzen, ist nicht jedes Gefühl in der Situation menschenverachtend und Nazi-Gedankengut und "ausländerfeindliches Klima". Die Differenzierung finde ich doch wichtig.

    Bei den ganzen weiteren Fragen dazu, ob man zum Beispiel Tipps und Ratschläge bekommt oder selbst welche teilt, kommt es auch gar nicht darauf an, ob es um das Thema Kinder oder etwas anderes geht :)

    Oft geht es einfach gar nicht um Tipps und Ratschläge, sondern um Austausch, Plaudern und Diskussion zu verschiedenen Themen, ganz ohne Tipps bekommen und geben.

    Aber ist ja auch egal, du hast dir bestimmt was gedacht bei deinen Fragen!

    Danke für die Antwort!


    Und nocht eine Anmerkung: Die Fragen gehen ganz stark davon aus, dass es hier um Tipps und Tricks zum Elternsein geht. Das war wohl mal der Grund hier anzufangen, aber ich habe schon lange keine Tipps und Tricks mehr ausgetauscht. Jetzt geht es (mir) eher um Horizonterweiterung, Plaudern, politische Gedanken und Austausch auf ganz anderen Ebenen. Nur zur Ergänzung, warum (vermutlich) einige der langjährigen User*Innen nicht so viele Ratschläge zum Elternsein (und Informationen, die für die Kinder wichtig sind) geben und bekommen. Wir sind eher aus anderen Gründen hier.


    Schreibst du uns am Ende was zu den Ergebnissen der Befragung?

    Frau könnte auch einfach Lehrerinnen sagen, Männer sind dann tatsächlich enthalten.

    Das klappt leider genausowenig, wie "Lehrer" für Frauen. Weil das Suffix -in das Geschlecht als weiblich markiert. Wenn ich "Tischchen" sage, ist die große Bankett-Tafel nicht enthalten.

    Außerdem: Wäre es nicht schön, wenn sich niemand "mitgemeint" fühlen müsste?


    Lehrende, Lernende, Studierende, Forschende...



    Krankenschwester und Kindergärtnerin sagt hier kein Mensch mehr.

    Theoretisch stimme ich dir zu. Praktisch nur für manche (nämlich die von dir genannten) Beispiele. Sprachlich gibt es einfach einen Unterschied zwischen dem Suffix -er, das man an den Verbstamm anhängt um die Person zu benennen, die das Verb ausführt (Ein Lehrer lehrt) und dem Suffix -end, das das Partizip bildet, eigentlich ein Adjektiv, das man auch substanitvieren kann. Das ist ein bisschen wie die Verlaufsform im Englischen. Ein Lehrender lehrt gerade im Moment.


    Darum passt diese Form auch nicht wirklich für mich. Und schon gar nicht bei so Sachen wie Anfangender (statt AnfängerIn) und Spielende (statt "Spieler 1 wirft den Ball"), oder Besserwissender.


    Es wäre schon praktisch, ein Wort zu haben, was das für alle könnte. Im Moment geht das noch nicht, deshalb auch:


    Ich kann das Argument verstehen, dass jemand nicht ständig geschlechtlich angesprochen werden möchte - allerdings verstehe ich nicht, warum es dann besser ist, mit dem falschen Geschlecht angesprochen zu werden?

    Genau. Das ist das Dilemma. Ich entscheide mich aktuell dafür, lieber mit großem I mitgenannt und sichtbar zu sein. Aber ich komme im Moment ins Zweifeln, ob das das Ziel der Bemühungen sein kann.

    Freda : es gibt aber eben Experimente und Untersuchungen, dass Kinder dann halt doch eine männliche Person zeichnen, wenn von Arzt, Pilot oder Lehrer gesprochen wird.


    ja, das eigentliche problem ist ja, das hatten wir auch schon mal, dass berufe (und überhaupt alles) im deutschen ein geschlecht haben. da ist mir das englische deutlich sympathischer.

    Faszinierenderweise glauben wohl vor allem wir Deutschsprachigen, dass englische Berufsbezeichnungen kein "Geschlecht" haben: diese Experimente mit Kinderzeichnungen wurden zuerst im englischsprachigen Raum durchgeführt und waren sehr entlarvend.

    Ich ziehe daraus einen anderen Schluss: Nämlich dass die neutrale Form auch nichts nützt, wenn es darum geht, Klischees und Rollenbilder zu umgehen; dass die Rollenbilder weit tiefer verankert sind. Morphologisch ist im Englischen "ballet dancer" genau gleich gebildet wie "fire fighter". Grammatikalisch haben sie kein Geschlecht. Dass die Kinder eine Ballerina und einen Feuerwehrmann zeichnen, liegt nicht an der Morphologie.

    (Dass die deutsche Morphologie die Rollenbilder verstärkt, davon bin ich überzeugt, aber das ist was anderes).

    Für mich funktioniert das halt aktuell im Deutschen (noch?) nicht. Im Moment wären Frauen bei "die Lehrer" mitgemeint. Ich nehme die männliche Form und meine alle.


    Der Schritt, die Frauen erstmal sichtbar zu machen, war ganz wichtig, weil es eben keine neutralen Begriffe sind, sondern männliche. "Mit"gemeint zu sein, gefällt mich auch nicht.

    Die Sache ist halt, dass man natürlich anzweifeln kann, dass was anders wird, wenn andere an die Macht kommen.
    Wenn die an der Macht bleiben, die da sind, weiß man, dass nichts anders wird.

    Da gab es doch neulich auch einen Thread dazu, welcher war das noch? Da hat auch jemand gesagt, dass das weiblich-dranhängen an männliche Bezeichnungen eine unnötige Mehrinformation ist, die jetzt den Status "wichtig" bekommt. Das fand ich super einleuchtend, insbesondere im Licht der ganzen Transgender-Debatte. Eigentlich sollte das völlig egal sein, und keine Erwähnung in der Bezeichnung finden. Man stelle sich vor, es hätte die sprachliche Möglichkeit gegeben, die Hautfarbe zu taggen. Das meine ich gar nicht als Strohmann-Argument, sondern tatsächlich ist die Hautfarbe i.d.R. von ähnlicher Wichtigkeit für die Berufsbezeichnung wie das Geschlecht und zum Glück nicht Teil der Wortaussage.


    Nur leider ist im Deutschen das männliche Geschlecht automatisch in der Grundform enthalten (und das "innen" nur ein Anhängsel). Meine Vorschläge für den Ausweg aus dem Dilemma (ach wär das schön, wenn man sowas einfach beschließen könnte):

    A) Durch exzessiven Gebrauch der jetzt männlichen Form für alle wird der "männliche" Anteil vergessen und durch ein Suffix deutlich gemacht: Man könnte z.B. "Lehrer" sagen für alle, "Lehrerin" für die Frau und "Lehrerich" für den Mann.

    B) Es gibt neue Wörter für alles.


    C) "Das Geschlecht ist eine wichtige Information, die Frauen bleiben Suffix-Anhängsel und die Transgender sind im Sternchen mitgemeint." finde ich nach reiflicher Überlegung jedenfalls doof. Ich fand es neulich unheimlich erleichternd als beim Kindergeburtstag nur Jungs anwesend waren und ich einfach sagen konnte "Fänger und Läufer und Mitspieler".

    Ich bin ein Leuchtkäfer, ich bin ein Leuchtkäfer #sonne

    Ich glaube, ich wäre schon das erste Mal verschnupft gewesen, wenn ich zu ihr als Osteopathin gekommen wäre, sie aber Kinesiologie macht und ich das bezahlen soll. Da ist man doch total überrumpelt.

    Ja, genau, da liegt man da und sie kommt mit einer guten Idee daher. Irgendwie hoffe ich, dass das halt der Einheitspreis ist und es egal ist, ob sie 40 Minuten an mir rumdrückt oder Steine legt. Vom Preis her. Denn eigentlich war ich ja fürs Rumdrücken da und das hat sie in der Zeit ja nicht gemacht. Aber ich war ja auch neugierig und sie war mir empfohlen worden als "eigentlich-Schulmedizinerin-aber-Osteopathie macht sie auch", insofern hab ich erstmal vertraut als sie sagte, sie wolle da noch was diagnostizieren. Dass sie da mit Muggelsteinen um die Ecke kommt, hatte ich nicht erwartet!

    Ich habe das Gefühl, dass die Darmbakterienpräparate generell ziemlich teuer sind, und dass man die wohl immer (?) selbst zahlen muss. Jedenfalls hatte mir bei meiner AB-Behandlung im Herbst die Ärztin auch ein Darmaufbaupräparat aufgeschrieben, das ich selber bezahlen musste. Was in Algen Hilfreiches drin sein soll, weiß ich nicht.

    Das Ding ist, dass ich ja wegen was ganz anderem da war und sie tatsächlich etwas "entdeckt" hat (ohne dass ich es gesagt hatte), das mit schon lange Probleme macht (das hab ich ihr aber noch nicht verraten). Daraufhin holte sie die Murmeln raus. Jetzt denke ich, vielleicht kann so eine Stuhluntersuchung ja wirklich was helfen? Da wäre ich sogar bereit was dafür zu bezahlen. Aber ich sträube mich noch, weil wegen ihr wisst schon. Hokuspokus und Betrug und so. Ich lasse mich so ungern veräppeln. ( Preschoolmum : Ich hab nochmal auf dem Formular geschaut, tatsächlich ist die Praxis eingedruckt...)

    Die Algen sollen Schwermetalle ausleiten... Die haben die Steine auch entdeckt (das hätte ich ihr aber auch ohne Steine sagen können, dass ich die in mir habe, so wie vermutlich alle anderen Erwachsenen, die ich kenne...).


    Frag sie doch einfach mal. Meinen Osteopathen kann man super fragen, und er erklärt dann auch gut und geduldig. Und auch wenn ich bei vielen Sachen eine andere Sicht habe, höre ich ihm einfach zu und kann es ihm lassen, und er lässt mir, wenn ich etwas davon nicht möchte.

    Ich hab sie gefragt. Biophotonen. Da hab ich mir das gedacht, was Almarna schrieb, und dass sie lieber weiter Osteophathie machen soll und die Zeit nicht mit Erklärungen verschwenden, und dass ich dann daheim mit den Stichworten google. Aber das war nicht von Erfolg gekrönt. Ich hab auch diesen Wikipedia-Eintrag gefunden und eine Menge zu Kinesiologie, aber keine Steine und keine Verbindung des einen mit dem anderen...


    Auf jeden Fall danke für eure Gedanken, vielleicht kommt ja noch eine Expertin, die genau weiß, was das ist! ( lilu war das was interessantes kontroverses? Bist du die Expertin, die ich suche?)