Beiträge von Hella

    Aber ein R nach einem Vokal macht tendenziell lang. Bart, aber Bank.

    Ich habe hier im Forum gelernt, dass das regional unterschiedlich ist. Anscheinend gibt es Gegenden, in denen das a in Bart kurz ist, aber dafür hört man das r.

    Allerdings ist das dann kein Hochdeutsch mehr. Ist hier durchaus der Fall.

    Ich hab dann mal drauf geachtet: Bei der Tagesschau u.ä. hört man das r. Das scheint also offiziell die richtige Aussprache zu sein.

    Falls das so rübergekommen ist: ich wollte gar nicht sagen, dass die Vokale WEGEN der Schreibung kürzer sind - und überhaupt Verzeihung, dass ich die Rechtschreibung ins Spiel gebracht habe.

    Was ich sagen wollte; Vokale vor Konsonantengruppierungen werden i.A. kurz gesprochen - unabhängig von der Schreibung. (Beim Ausdenken der Rechtschreibung hat man das anscheinend versucht mit Doppelkonsonanten (zumindest im Wortstamm) nachzumachen.)

    Im LRS-Kurs hat mein Sohn gelernt, dass Vokale vor einer Konsonanten-Gruppe kurz sind. Aber eher andersrum: wenn ein Vokal kurz ist, muss danach eine Konsonanten-Gruppe folgen (und wenn nicht, muss man verdoppeln).

    Das passt prinzipiell, es gibt aber viele Ausnahmen (zB kurze Wörter wie Präpositionen oder Artikel: in, das, weg; oder Fremdworte, Vorsilben, Nachsilben).

    Vor dem Kurs hat er fast nie verdoppelt (Brile, komen, Supe), dann verdoppelte er exzessiv (ich binn, Forumm) 🙄


    Keine Regel ohne Ausnahme. Die Sprache ist halt kein Computerprogramm sondern hat sich entwickelt.


    Deine Beispiele mit langem Vokal vor Konsonanten-Gruppen kommen vermutlich aus Sprachen, wo das anders ist. Das kann ich mangels Sprachkenntnissen aber nur für die Dusche bestätigen (frz douche).


    (Übrigens: SprAche auch...; aber sprEchen...) Interessant.

    Sohn, 11, hat TKKG entdeckt. „In welcher Zeit spielt das?“ - 80er - „Ach ja, deshalb darf Gaby nie dahin, wo es gefährlich ist“

    #applaus#applaus#applaus

    - 11-jähriger bemerkt Genderkacke von allein und hinterfragt sie

    - er geht davon aus, dass es heute anders wäre (was nicht ganz stimmt, aber Hoffnung macht)

    Ein Kollege formulierte das mal so: Als Frau kann man ja immer noch heiraten und Kinder kriegen.

    Ja, das ist genau das, was ich ausdrücken wollte. Das wird mit einer wahren inneren Überzeugung vorgetragen und ist die Kehrseite der Medaille, die ich im Kopf hatte.


    Zur "Lust"-Frage und weil da oft der Einwand kommt "also ich als Frau habe auch keine Lust". Stimmt! Wie ich schon sagte: Am Ende ist es eine individuelle Einstellungs- und Prioritätenfrage. Es gibt Frauen, die haben absolut keine Lust auf Care-Arbeit und es gibt Männer, die würden sofort ihren Job hinschmeißen und sich liebend gern um ihre Kinder kümmern, wenn sie eine Frau hätten, die sie versorgt. Alles individuell und alles möglich. Nur ist die individuelle Lust immer der gesellschaftlichen, familiären und milieugebundenen Bedingungen unterworfen, selbst wenn es sich wie eine völlig eigene Überzeugung anfühlt. In der Fraktion "keine Lust" finden sich immer noch mehr Männer. Da ich nicht an die biologische Vorsehung glaube, bin ich davon überzeugt, dass es der gesellschaftliche Konsenz ist. Und davon, dass Frauen, wenn sie keine Lust haben, eher aus Pflichtgefühl die Care-Arbeit übernehmen, weil das ihrer Vorstellung entspricht, bzw. weil die Männer diese Verantwortung abgeben, weil ... naja, wie oben schon ausgeführt, sie diese Verantwortung nicht als ihre empfinden.

    Interessanter Weise erzählen einem das aber hauptsächlich Frauen. Meine Kollegen könnten ohne weiteres Stunden reduzieren. Wollen sie nicht. Oder sie sagen "Meine Frau will das aber" und geben kampflos auf. Warum nur ist das so? (Also die Frage ist rhetorisch, ich habe da ein paar Ideen...)

    teil doch mal Deine Ideen - mich würde das wirklich interessieren.

    Naja, am Ende ist es eine persönliche Entscheidung. (Fast) immer. Daher wäre die Frage für mich: Wodurch wird diese individuelle Entscheidung beeinflusst? Was bringt Frau A dazu, zu sagen "Ich mache Karriere, mein Mann ist für die Kinder zuständig" und Mann B dazu "Ich mache Karriere, meine Frau ist für die Kinder zuständig"? Das sind auch Fragen nach dem Familieneinkommen etc, aber dann auch die simple Frage "Kann ich es mir vorstellen, hauptsächlich zu Hause zu sein und für die häuslichen Angelegenheiten zuständig zu sein?" Und für mich ist das ein Knackpunkt.

    Ich glaube, ein wichtiger Grund, dass es mehr Männer gibt, die sich spontan und persönlich für den Beruf entscheiden, ist der, dass es sich nicht wie eine Entscheidung anfühlt, sondern einfach immer schon so mitgedacht war. Ähnlich wie die Tochter des Juristen und der Juristin nie darüber nachgedacht hat, ob sie Abi machen sollte oder lieber eine Ausbildung. Es stand in ihrer Lebensplanung irgendwie nie zur Debatte. So fühlt sich für die Jurist*innen-Tochter die Ausbildung als besonderer Schritt an und für den Mann das Dasein als Hausmann. Oder selbst als Berufstätiger in Teilzeit. Dieser Schritt braucht besondere Argumentation, vor sich selbst und vor der Gesellschaft. Das ist vielleicht analog zur Nachnamens-Frage zu sehen. Während sich die Mädchen in ihrer Kindheit überlegen, wie sie heißen werden, wenn sie ihren Schwarm heiraten und sich so schonmal an den Gedanken gewöhnen, nicht für immer so zu heißen, wie sie heißen, machen das Jungen nicht und müssen ggf. umdenken, wenn es um die Nachnamens-Frage geht. (Jedenfalls war das in meiner Kindheit so - vielleicht hat sich das geändert).


    Vielleicht sind es auch so Vorahnungen, dass den Familien mit diesem Modell Steine in den Weg gelegt werden (wie Runa schrieb) oder dieses Modell ständig hinterfragt wird und gerechtfertigt werden muss, die davon abhalten. (Wobei es mir vorher nicht klar war, dass ICH nie gefragt werden würde, warum ich Teilzeit mache, mein Mann aber dauernd. Aber wir haben es ja auch gemacht :D)


    Das sind jedenfalls die Gedanken, die ich mir zu den Vätern in meinem Umkreis gemacht habe, die voll arbeiten mit Frau in Teilzeit - kurz zusammengefasst: nie hinterfragte gesellschaftliche Rollenzuweisungen und keine Lust auf Care-Arbeit (die ja, wie in meinem anderen Post schon angedeutet auch zum Rollenverständnis gehört und schon bei Jungen und Teenagern gefördert oder ausgetrieben werden kann).

    Ich glaube, ein Schlüssel zu mehr Gleichberechtigung und Aufteilung der Lasten ist, den WUNSCH danach bei den Männern hervorzurufen / gesellschaftlich akzeptabel zu machen. Wenn mir Kollegen erzählen, sie wollten nach der Geburt (nur) 2 Monate Elternzeit nehmen, kann ich das nie so richtig verstehen, weil ich mich auf diese Zeit immer wahnsinnig gefreut habe. Ich finde es auch jetzt großartig, dass ich (teilzeit arbeitend) richtig VIEL ZEIT mit meinen Kindern und meiner Familie verbringen kann. Da ich es finanziell nicht muss (habe das richtige studiert), habe ich gar keinen Drang, mehr Stunden zu arbeiten, weil ich die (Achtung Schnulze) Liebe und die Wärme und das morgendliche Kuscheln, die Familienausflüge nicht missen möchte.

    Interessanter Weise erzählen einem das aber hauptsächlich Frauen. Meine Kollegen könnten ohne weiteres Stunden reduzieren. Wollen sie nicht. Oder sie sagen "Meine Frau will das aber" und geben kampflos auf. Warum nur ist das so? (Also die Frage ist rhetorisch, ich habe da ein paar Ideen...)

    Darum versuche ich meinen Kindern dieses "Ihr könnt alles, was ihr wollt" zu vermitteln mit der Einschränkung - "Man muss sich arrangieren." Die Perspektive für meine Kinder soll sein: Suche dir eine Arbeit, die dich (und deine Kinder) auch noch ernähren kann, wenn du viel Zeit mit den Kindern verbringen wirst. Suche dir eine*n Partner*in, mit der du das Projekt "Leben" gemeinsam angehen kannst. Denke nicht "die Kinder werden schon irgendwie nebenher laufen." Denke bei der Planung deiner Karriere eine mögliche Elternschaft mit.

    Da ist jetzt viel Planung dabei (und die geht nicht immer, das ist mir klar). Aber in meiner Jugend wurden nur gefragt "Kind oder Karriere?" Und meistens war es so, dass die Mädchen sich überlegt haben "Kind oder Karriere?" und die Jungs darüber gar nicht weiter nachgedacht haben und sich in ihre Ausbildung/den Beruf gestürzt haben. Bei den JUNGS muss sich was ändern. Die Jungs müssen anfangen sich diese Gedanken zu machen. Wenn das Baby (und die dazugehörige versorgende Mutter) erstmal da ist, ist es zu spät für eine Änderung alter - meist unterbewusster - Glaubenssätze.


    Ich bin sehr froh, dass meine Kinder lernen: Ich kann als Junge kochen, putzen, waschen etc. und das ist normal. Papa geht zum Elternabend. Papa arbeitet Teilzeit. Papa übt mit mir Vokabeln. Ich freue mich darauf, selber Papa zu werden und meine Kinder umsorgen zu können.

    Ich glaube, (nur?) so können sie einmal Männer werden, die selbstverständlich (!) mehr als 2 Monate Elternzeit nehmen. Nur wenn es solche Männer gibt, werden rechtliche Möglichkeiten auch ausgeschöpft werden.

    ob er sich erfolgreich gegen die Abmahnung gewehrt hat, weiß ich gar nicht,

    Hat er nicht (nichtmal versucht), sondern einfach das Logo geändert. Ich meine, das hat ihm dann zusätzliche Sympathien eingebracht, weil er nach dem Verlesen des Briefs quasi achselzuckend und augenrollend Folge geleistet hat.

    Schön, dich zu lesen und vielen Dank für diesen Augenöffner! So hatte ich das noch nie gesehen

    ich bitte um entschuldigung, wenn es schon gesagt wurde, aber dieser zug ist leider in d abgefahren, weil sich die afd diesen gedankengang, wie er im artikel geschildert wurde, zu eigen gemacht hat.

    im februar 2020 hat die afd fraktion im bayerischen landtag einen antrag eingebracht, dass das sprachliche gendern sofort aufzuhören hätte und m.w. sogar untersagt sein solle in staatlichen stellen....

    Oh, das gefällt mir nicht. Aber sowieso glaube ich, dass der Zug abgefahren ist. Das hatte ich ja schon geschrieben. Dann hätten die feministischen Anstrengungen früher in eine andere Richtung gehen müssen. (Ich glaube nicht, dass die Afd den "Raberich" und den "Ärzterich" promotet, insofern fühle ich mich gerade gut, dass ich doch nicht Afd-nah bin. :D)