Beiträge von rheinländerin

    Wenn Ihr so nah am Kindergarten wohnt, könnte dann vielleicht manchmal eine andere Familie mit ähnlichem Heimweg Euer Kind mit abholen? Dann fiele die Option auf auszudehnende Exklusivzeit mit Mama weg. (Wäre natürlich nur vorübergehend denkbar, aber es könnte sich ja auch um eine Phase handeln, die bald vorüber ist.)


    Wir hatten ein Waldkindergartenkind, deshalb konnte ich über Jahre Teile des Heimweges bei allen Kindern beobachten. Der Weg aus dem Wald dauerte bei allen länger als in den Wald, da ein Kiga-Tag anstrengend ist. Die meisten hatten einen fahrbaren Untersatz, selbst fahren mit anderen gleichzeitig ging am schnellsten. Ansonsten Sitz oder Hänger und Essbares in die Hand, notfalls ein Smartphone.

    Porridge mit Apfelmark/Obst aus dem Glas und Mandeln/Nüssen

    Spaghetti aglio e olio (wenn vorhanden, noch irgendwas dazu wie Petersilie, Parmesan, Oliven, Cocktailtomaten)

    Nudeln mit Butter und Parmesan

    Fisch-Fertiggericht (Fischstäbchen, Schlemmerfilet o.ä.) mit Reis

    Kartoffeln mit Quark

    Nudeln mit Pesto

    Spiegelei mit Rohkost und Brot

    (Fertig-) Spätzle mit Käse

    Reis mit einem Glas indischer oder asiatischer Fertigsoße aus dem Bioloaden und evtl. noch vorhandenem Gemüse

    Nudelsuppe (Gemüsebrühe, Suppennudeln, noch vorhandenes Gemüse, Backerbsen)

    Also soweit die Lehrerin mir sagte, fängt er wohl erstmal an, macht so drei vier Aufgaben und dann ist Ende. Er schweift ab und dann automatisiert es sich wohl einfach und er ist einfach nicht mehr greifbar für die Lehrer. Ich habe eben nochmal mit ihm gesprochen. Er findet es einfach voll langweilig, Aufgaben zu machen, er möchte lieber spielen. Ist zwar eine Erklärung, aber was mache ich damit?


    Wir sind derzeit recht weit außerhalb. Würden wir näher ran ziehen, die nächste wirklich größere Stadt wäre Hannover oder hildesheim, gäbe es natürlich einige Optionen. Eine Montessori Schule hatte ich bereits ins Auge gefasst, vielleicht ist das Konzept eher was für ihn. Wobei die großstadt wohl noch deutlich mehr zu bieten hat. Hier aufm Land eher weniger, da geht das Kind im die regelschule und mit viel Glück gibt's im übernächsten Dorf ne Förderschule, das wars dann häufig aber auch.

    Die Erklärung Deines Sohnes klingt nachvollziehbar. Im Spiel oder im Rahmen selbst gestellter Herausforderungen lässt sich ja auch viel lernen! Zu dieser Art von Lernbedürfnis passende Schule gibt es aber sehr wenige. Ich würde zunächst in verschiedene Richtungen überlegen:


    Wären Veränderungen an den Rahmenbedingungen möglich, die evtl. dazu beitragen könnten, dass das Kind den Unterricht zwar weiterhin langweilig findet, aber etwas angepasster mitmacht? (Falls jetzt in der Nachmittagsbetreuung Verzicht auf solche, direkt nach oder schon morgens vor der Schule ausgiebig draußen austoben, morgens früher aufstehen und Spielzeit zu Hause einplanen, irgendwas zum dezenten Spielen/Kneten in der Hand mitgeben)


    Wie abwechslungsreich ist denn die Unterrichtsgestaltung? Ließe sich nach etwas mehr Differenzierung fragen?


    Informationen über Schulen mit anderen Lernformen recherchieren und evtl. mal hospitieren oder einen Tag der offenen Tür besuchen. Vielleicht ließe sich dadurch auch ein Eindruck bekommen, wie das Kind auf eine auf andere Weise vorbereitete Umgebung und Lernformen anspricht. Eine freie, ländlich gelegene Schule mit Lernfreiheit in NDS wäre z. B. diese: https://www.freie-schule-heckenbeck.de/ Ich habe auch einen Sohn, der fast nur selbst bestimmt lernt und sonst verweigert. Er besucht eine Partnerschule der verlinkten.


    An weitere Diagnostik würde ich übrigens nicht denken, wenn ich Deine Schilderungen lese. Schulanwesenheitspflicht oder/und klassischer Unterricht sind nicht für alle Kinder ein günstiges Setting zum Lernen. Ich würde aber sehr auf die familiären Ressourcen schauen bezüglich der Frage, ob eher weitere Bemühungen erfolgen, um die Situation in der jetzigen Schule zu verbessern oder ob ein Schulwechseln evtl. mit Umzug angestrebt wird. Aufwendig dürfte leider beides sein.

    Es wurde ja schon Diverses abgeklärt, insofern würde ich nicht unbedingt vermuten, dass das Verhalten pathologische Ursachen hat. Vielleicht lernt das Kind einfach anders besser als herumsitzend? Sollte es freie Schulen in erreichbarer Nähe geben, bei denen mehr Bewegung möglich ist und nicht den kompletten Vormittag in großer Gruppe in einem Raum verharrt werden muss, würde ich versuchen, in Kontakt zu kommen. An eine Schule mit Lernfreiheit dachte ich wie eine andere Mitschreibende auch, aber die sind wirklich rar.


    Wohin würdet Ihr denn ggf. umziehen bzw. an welche demokratische Schule habt Ihr gedacht?

    tja, genau in der Woche war der Abschied einer Erzieherin. Und dann war selbst der FSJer krank geworden... Wir haben nur eine Gruppe, derzeit keine springer.

    rheinländerin meinst du Kinder oder Erzieher*in? Wird beides gesucht :) landkreis KA sind wir...

    Ich meinte Kinder, aber Ihr seid leider zu weit entfernt.


    Hoffentlich ist Eure Gruppe bald nicht mehr so von Erkrankungen gebeutelt! Wir hatten das Glück, dass der Träger mehrere Waldkiga-Gruppen hatte, es auch AnerkennungspraktikantInnen gab und irgendwann eine Springerin als Krankheitsvertretung. An drei Tagen in vier Jahren reichte auch das nicht, dann durfte "Kindergarten" für diejenigen, die ganz dringenden Betreuungsbedarf hatten, freundlicherweise bei zwei Familien zu Hause stattfinden.

    Ich suche immer noch nach einer schmalen gefütterten Matschhose mit Latz. Alle bisher angeschauten sind an der Hüfte viel zu weit.

    Schmale Matsch-/Regenhosen mit Latz habe ich bisher noch nicht gesehen, da die Hosen gewöhnlich so geschnitten sind, dass andere Kleidung darunter getragen werden kann.


    Falls Du eine Hose für nass-kaltes Wetter suchst, könntest Du vielleicht nach einer gebrauchten Schnee-/Skihose mit Latz schauen. Unserem schmalen Kind passte z. B. Finkid Toope gut, die hat einen Gummizug an der Hüfte und ist wirklich wasserdicht.


    Von Reima haben wir auch immer wieder schmal geschnittene, warme, wasserdichte Hosen, allerdings ohne Latz. Ob es auch Modelle mit Latz gibt, weiß ich nicht.

    Um selbst Unterlagen zügig auffinden zu können, finde ich es hilfreich, möglichst viel zu scannen und mit Tags zu versehen. Gerne würde ich die Bilder mal alle in pdfs umwandeln, auf die eine Volltextsuche anwendbar ist...


    Leider ist aber meiner Erfahrung nach eine parallele Aktenführung in Papierform unerlässlich, da der Transfer von Daten von privaten Devices zu Arzt- und Klinikrechnern entweder nicht oder nur sehr umständlich möglich ist. An einem einfach nutzbaren System für die Unterlagen in Papierform scheitere ich bisher. Wie ordnet Ihr denn die Unterlagen? Chronologisch, nach medizinischen Fachrichtungen, nach jeweiliger Erkrankung? Ihr kennt vielleicht die Herausforderungen: Für einen Termin in einer Spezialambulanz werden alle Unterlagen der letzten x Jahre zu Erkrankung A benötigt, die nächste Ambulanz wünscht Vorbefunde zu A und C, für den SBA, das Pflegegeld, die Eingliederungshilfe sind wieder andere Dinge vorzulegen usw. Und aus eigenem Interesse sollte auch eine kompakte Zusammenschau für Notfallsituationen vorhanden sein.

    Wenn Ihr eine passende Matschhose habt, ließe sich dann vielleicht eine warme Wollstrickhose bzw. Leggings von Disana darunter ziehen? Die sind enorm weit und dehnbar. Dazu bei Bedarf evtl. noch Thermoleggings? Bei Interesse könnte ich später einen Link zum gemeinten Modell heraussuchen.

    Bevor es ins kalte Auto ging, habe ich dem Kleinen meist eine Wollfleecejacke, warme Wollsocken und eine Mütze angezogen. In der Babyschale gab es eine dünne Wolldecke dazu. Vor dem Einbinden ins Tuche habe ich die Wollfleecejacke meistens wieder ausgezogen, da es dem Kleinen im Tuch auch ohne Jacke warm genug war. Getragen habe ich ohne Cover mit geöffneter Jacke/Mantel. Während des Bindens war es dann natürlich nicht so gemütlich, aber ich fand es nicht bedenklich, dass es dem Baby auch mal einige Minuten kalt sein könnte.

    Munterer, gut entwickelter Fötus und beidseits kein Notching würde ich als beruhigendes Fazit mit aus dem Termin nehmen. Falls nicht unmittelbar ein zeitnaher Folgetermin vereinbart wurde, wäre das auch ein positives Signal.


    Falls Du sehr besorgt sein solltest, könntest Du in Erwägung ziehen, in einigen Wochen einen weiteren US machen zu lassen. Warst Du zum Feinultraschall in einer darauf spezialisierten Praxis, in die Du wieder gehen könntest?

    Ebenfalls Hallo! Gedankenkarussel. Kind hat seit Wochen neue Symptome, die ich gerne verdrängen würde, Schulbegleitung ist ein Griff in die Tonne, Kind vermisst seine Großeltern, die keinen Kontakt haben wollen, wenn sie einräumen müssten, dass ihr Enkelkind behindert und pflegebedürftig ist und auch als solcher Mensch ernst genommen werden sollte.

    Auch wenn sich Schulen an Infotagen besonders präsentieren, hatten wir schon den Eindruck, hilfreiche Einblicke in Atmosphäre und Arbeitsweise zu erhalten. Sind die Räume er liebevoll gestaltet oder karg und nüchtern? Welche Art von Räumen, welches Material und welche Möglichkeiten gibt es überhaupt? Wie gehen die an dem Tag anwesenden SchülerInnen miteinander um? Wie wirken die Lehrkräfte, und welche Themen sprechen sie an? usw.


    Ob das Thema "Bildungsfreiheit" mit Bezug auf die für Euch in Betracht kommende Freie aktive Schule relevant ist, erschließt sich mir noch nicht ganz. Gemeint ist damit, dass die Kinder lernen können, was sie wollen, dass es Angebote und vorbereitete Räume gibt, die genutzt werden können, aber nicht müssen.

    Gibt es Möglichkeiten wie Infotage etc., um die Freie aktive Schule näher kennen zu lernen? Oder hast Du schon etwas über Bildungsfreiheit gelesen? So ließe sich herausfinden, ob das Konzept für Eure Kinder und auch Euch Eltern passen könnte.


    Wenn Du nach einer Schule ohne Druck und Trubel suchst, wäre ich eher unsicher, ob eine Schule mit Lernfreiheit die passende sein könnte. Trubel gibt es dort gewöhnlich mehr als an anderen Schulen, und der Anforderung zu begegnen, sich ohne Vorgaben zum Lernen täglich viele Stunden beschäftigen zu müssen, kann durchaus auch als Druck empfunden werden, gerade von Kindern, die zuvor anderes gewöhnt waren. Abi zu machen, ist auch nach dem Besuch einer freien Schule möglich, aber nicht dort, sondern z. B. an einer anderen Schule oder im Rahmen einer Externenprüfung.


    Hast Du Informationen darüber, wie die Chancen auf einen Schulplatz stehen? Unser Kleiner besucht eine freie Schule, in der jährlich ca. 3-8 Plätze an Kinder vergeben werden, die keine Geschwisterkinder oder Kinder von MitarbeiterInnen sind. Diese wenigen Plätze sind sehr begehrt, es gibt Familien, die exra der Schule wegen aus weit entfernten Städten hier her ziehen. Dieses Jahr gab es einen einzigen Schulplatz für einen Seiteneinsteiger, der kam als Geschwisterkind eines Erstklässlers.

    Hier wohnt auch ein Geräuscheproduzent. Ich habe übrigens nicht den Eindruck, dass er sich schlechter auf etwas konzentrieren kann, wenn er Geräusche macht, und bin ziemlich sicher, dass er in der Schule genauso viel davon produziert wie zu Hause. Bei manchen Tätigkeiten trägt er in der Schule einen Gehörschutz, weil er sich durch Geräusche anderer in seiner Konzentration beeinträchtigt fühlt, aber der hält natürlich nicht davon ab, selbst auch Geräusche zu machen. Wenn ich alleine zu Hause oder unterwegs bin, höre ich keine Musik mehr, sondern bin unendlich froh über Ruhe.

    Die Situation klingt sehr komplex, und ich denke, es könnte hilfreich sein, verschiedene Ebenen separat zu betrachten. Der Fokus soll darauf liegen, dass Deine Tochter weniger unter Verhaltensweisen des Nachbarkindes leidet. In dem Zusammenhang ist irrelevant, wie andere Familien aus der Umgebung über die Nachbarsfamilie sprechen, ob der Nachbar auf seiner Terasse raucht, ob es Schwierigkeiten aufgrund eines gemeinsamen sanierungsbedürftigen Balkons gibt usw.


    Außerdem würde ich in Betracht ziehen, dass das Nähe- oder Abgrenzungsbedürfnis Deiner Tochter zur Nachbarsfamilie nicht deckungsgleich mit dem elterlichen Abgrenzungsbedürfnis sein könnte. Es könnte thereotsich auch vorkommen, dass Deine Tochter eine beste Freundin hat und Ihr als Eltern mit ihr und deren Familie eigentlich nichts zu tun haben möchtet.


    Dann kommt noch die Ebene der Einstellungen dazu. Dir scheint es z. B. unangenehm zu sein, wenn materielle Dinge stark in den Vordergrund gerückt werden, für Deine Tochter könnte das anders aussehen.


    Wenn es jetzt darum gehen soll, dass es Deiner Tochter im Umgang mit dem Nachbarskind geht, würde ich versuchen, wirklich nur auf die Beziehung zwischen den Kindern zu schauen und zu überlegen, was Deine Tochter bräuchte, um mit oder ohne das Nachbarskind gut klar zu kommen.