Beiträge von rheinländerin

    Wie schön, dass es dem Möpp an seinem Besuchstag im Wald trotz Dauerregens gut gefallen hat! Freut er sich auf den Schnuppertag? Der Platz klingt sehr reich an Möglichkeiten, es wird viel zu entdecken geben!


    Zum Mücken- und Zeckenschutz hatten wir damals im Vorfeld einiges besorgt. Benötigt wurde nichts davon. Es gibt einige wenige Kinder in der Gruppe, über die die Mücken leider extrem herfallen, unser Sohn zählt glücklicherweise nicht dazu. Also gibt's für ihn gar keinen Mückenschutz. Der bisher ausprobierte Zeckenschutz hat sich als nicht wirksam erwiesen, der Kleine sammelt im Sommer trotzdem viele Zecken auf. Wir suchen ihn täglich ab.


    Zum Essen: Auf dem Rückweg vom Kiga im Auto gibt es eine kleine Dose mit Reiswaffeln, Dinkelstangen, etwas Trockenobst, Mandeln o.ä. Zu Hause dann gegen 14.30 Uhr ein kleines Mittagessen (Rest vom Vorabend oder Brot mit Tofu oder Spiegelei, Müsli...) Warm gekocht wird abends.


    Mach Dir bitte nicht zu große Sorgen um den Heimweg vom Kiga! Das Kind wird verschiedene Kleidungsschichten anhaben, und die äußere, verdreckte lässt sich ausziehen und in einen Müllsack stopfen.

    Wie gelingt Euch denn eine Verständigung darauf, was "etwas Schönes für die Familie" ist? Bei uns würde dabei nämlich niemand an Haushaltstätigkeiten denken. Keines der Kinder würde wert darauf legen, beispielweise Schuhe aufzuräumen oder Jacken an die Garderobe zu hängen. Da die Kinder auch zur Familie gehören, könnten diese Dinge also schonmal nicht schön für die Familie sein, weil sie mindestens der Hälfte der Familie gleichgültig sind. So verhält es sich bei diversen anderen Dingen auch.

    Danke für eure Antworten. Ihre Aufgaben sind auch nicht richtig fest, also wenn mal was ansteht, wo sie gut helfen könnte, wird sie drum gebeten. Wie zum Beispiel bei dem gelben Sack, oder mal die Spülmaschine ausräumen.

    Und natürlich schimpfen wir auch oder lassen Konsequenzen folgen (kein gemeinsam Spiel oder ähnliches, weil ich zuviel zu tun habe) aber ich habe das Gefühl, das tangiert sie alles Null. Es ist eher im Gegenteil so, dass sie dann wütend wird, weil sie immer alles tun muss #blink oder unfair behandelt wird. Dabei ist das gar nicht so.

    Oft mach ich es dann einfach schnell selber, weil ich keinen Bock habe stundenlang zu betteln, dass sie mir mal hilft oder ihre Aufgaben erledigt.

    Gleich die Sachen selbst zu machen ohne lange zu diskutieren und die Stimmung zu verschlechtern wäre keine Option? Dann bliebe auch Zeit für gemeinsames Spiel etc. Ich bin leidglich bei von den Kindern ausgelösten Extra-Aufgaben hartnäckig, so möchte ich beispielsweise, dass der Fußboden im Bad trocken gewischt wird, wenn er von der Badewanne aus mit der Wasserpistole vollgespritzt wurde. Ansonsten frage ich, ob mir jemand bei einer Aufgabe helfen möchte, um manches bitte ich auch konkret. Bekomme ich keine Hilfe, mache ich es selbst. Ewige Diskussionen um Hausarbeit sorgen hier zumindest für miese Stimmung, und wenn dann etwas getan wird, dass sich nur auf diese Weise durchsetzen ließ, wird es nicht sorgfältig gemacht. Wichtiger ist mir, dass die Kinder bestimmte Dinge können.

    Die Verknüpfung an die elektronischen Medien wäre nochmal eine Idee. Ich denke sogar, dass das funktionieren könnte, zumindest an manchen Tagen #nägel

    Was für einen Zusammenhang ließe sich da konstruieren? Ich wüßte nicht, wie ich das plausibel machen sollte.

    Als unser Kleiner im Kiga noch gewickelt wurde, mussten wir täglich 1-2 Windeln, Feuchttücher und 2 kleine Tüten in den Rucksack packen. Die benutzten Windeln haben wir mittags zur Entsorgung mitgenommen. Gewickelt wurde im Stehen und ausschließlich draußen, nicht im Bauwagen.


    Einteiler (auch Schneeanzüge) sind in unserem Kiga unerwünscht, damit das Wickeln leichter fällt bzw. die Kinder unkomplizierter selbständig Pipi machen können.

    Um nicht zu verhungern, hat unser Sohn gewöhnlich zwei Brote, 2 Apfelschnitze, 2 dicke Scheiben Gurke und 2 Oliven dabei. Auf Abwechslung steht er nicht. An einem Tag wöchentlich wird gemeinsam warmes Frühstück gekocht (kältere Jahreszeit) bzw. Müsli mit Obstsalat gemacht (wärmere Jahreszeit), an einem weiteren Tag bringt ein Kind Zutaten für das Frühstück für alle mit, das dann gemeinsam vorbereitet wird. Außerdem hat öfters jemand Geburtstag oder es ist Weihnachten/Fasnacht/Ostern/Sankt Martin/Nikolaus, dann gibt es noch Kuchen und anderes Süße. Gelegentlich werden auch mal Pommes selbst gemacht oder Holunderblüten ausgebacken, selbst gemachtes Bärlauchpesto mit Baguette gegessen usw.


    Vorbereitet auf den Umgang mit Tieren im Wald habe ich meinen Sohn nicht. Die älteren Kinder kannten sich bereits gut aus und haben den Neuen schnell klargemacht, was geht und was nicht. Eine der wichtigsten Regeln: Keine toten Mäuse anfassen. Außerdem ist bei uns auch immer der Hund der Gruppenleitung dabei, bezogen auf den gibt es auch sehr klare Regeln. Gerade wird hier intensiv mit Hirschkäfern und Mistkäfern gespielt...


    Besonders wichtige Waldregeln außerdem: Immer bei der Gruppe bleiben, nicht auf Stapel mit gefällten Baumstämmen klettern.

    Unmittelbar an der Mauergedenkstätte ist ein Friedhof, einige 100 m vom Naturkundemuseum entfernt befindet sich der Invalidenfriedhof unmittelbar am Kanal. Im Park am Gleisdreieck in Nähe des Technikmuseums lassen sich auch ruhigere Ecken finden.


    Überhaupt finde ich Friedhöfe in Berlin bestens geeignet, um etwas Ruhe zu finden. Es gibt viele parkartige Friedhöfe mit altem Baumbestand umsäumt von hohen Mauern. Hier ein Link zu einer Liste der evangelischen Friedhöfe, Du kannst einfach nach den Stadtteilen schauen, in denen Ihr unterwegs sein werdet: https://evfbs.de/index.php?id=537

    Rahmenbedingungen hier: 7.45 - 13.45 Uhr. Vier Tage wöchentlich sind die Kinder an ihrem festen Platz und in der näheren Umgebung, 1 Ausflugstag. Am Platz steht ein Bauwagen mit Holzofen, keine Toilette, Wasser aus Kanister.


    Unsere tägliche Ausstattung:

    Rucksack - Vaude Puck 10 (Sitzkissen und Regenschutzhülle enthalten)

    Brotdose - Lunchdots

    Trinkflasche - Klean Kanteen

    kleines Handtuch

    Arbeitshandschuhe

    1 Ersatzunterhose

    Sonnenbrille (aufgrund spezieller gesundheitlicher Situation)

    Taschentücher

    wenn Regen prognostiziert ist: je nach Jahreszeit und vorhergesagtem Ausmaß Regenjacke oder -jacke und -hose


    Ersatzkleidung wird bei uns nicht hinterlegt, kleiner Fundus an Kleidung im Kiga vorhanden.


    Wir haben eine Matschhose und eine Regenjacke mit hoher Wassersäule, beide ungefüttert, die ganzjährig bei Bedarf im Einsatz sind, also nicht oft. (Eine Zweitausführung haben wir in 3 Jahren nie vermisst.)


    Schuhe: Sneakers mit akzeptablem Profil und Gortexmembran (Viking), Wanderschuhe mit Goretexmembran (Meindl), Outdoorsandalen (Keen), gefütterte halbhohe Lederstiefel mit Tex-Membran (Bisgaard), wasserdichte, warme Winterstiefel mit Innenschuh (Meindl Snowy). Gummistiefel haben wir Wunsch der Erzieher auch, aber die würden eigentlich nicht benötigt.


    Jacken: wasser- und winddichte Winterjacke, Wollwalkjacke, dünne Fleecejacke, Regenjacke


    Hosen: robuste Hosen mit wasserabweisenden Pads auf Knien und Po (Engelbert Strauss, Finkid, Elkline), zwei Schneehosen mit Trägern, sonst normale Hosen


    Socken/Strumpfhosen: Baumwollsocken, Funktionssocken mit Wolle, Wollstrumpfhosen


    Unterwäsche: normal, bei Kälte Wolllegings oder lange Skiunterhose


    Obenrum: ganz normales + Lang- und Kurzarmshirts aus Wolle, langärmlige Skiunterhemden, 1 Wollpullover, 1 Wollwalkweste


    Kopfbedeckung: Sonnenhut mit Nackenschutz im Sommer, 1 dünne Wollmütze, 2 warme Wollmützen


    Handschuhe: leider ohne Ende, da häufiger Schwund


    Kleidung und Schuhe kaufen wir teilweise gebraucht, auch innerhalb des Kindergartens wird weiterverkauft. Ausstattungskampf gibt es bei uns zum Glück nicht. Die Kleidung, die der Kleine im Kiga trägt, trägt er auch außerhalb, also keine zusätzlichen Anschaffungen. Die Sachen werden allesamt nicht sofort gewaschen, wenn sie etwas dreckig sind. Bei uns ist es üblich, dass die Kinder morgens angedreckt kommen, das wären sie ohnehin nach 10 Minuten sonst wieder.

    Ja, sicher meine ich das ernst. Ich erinnere mich auch an die eigene Schulzeit. So ein Aufhebens um Kleidung habe ich nicht erlebt. Auch im beruflichen Kontext mit Veranstaltungen mit Studierenden nicht. Das funktionierte und funktioniert gut, auch wenn Leute im Raum sind, die Spaghettiträger, bauchfrei, eine dünne Bluse mit durchscheinendem BH, eine knappe Hose oder eine Jogginghose tragen. Nachvollziehbar ist für mich eine Regelung zum Tragen von Kopfbedeckungen. Seine Kleidung frei zu wählen, heißt doch nicht, sein Ego nicht für das Wohl einer Gemeinschaft zurückschrauben zu können. Ich finde es nur ungünstig, Äußerlichkeiten so eine Bedeutung zuzuschreiben.

    Das Problem sehe ich darin, dass nicht nur in dem Fall, dass sich tatsächlich jemand gestört fühlt, eine Lösung erarbeitet wird, sondern ein Dresscode für alle gilt, der also auch dann Menschen in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt, wenn sich gar niemand gestört fühlt.

    Die Regelung finde ich extrem streng. Gilt die auch für die Lehrkräfte oder nur für die SchülerInnen? Ich hatte gehofft, derartige Prüderie wäre überwunden. Damit ist quasi jegliche Art von ausgeschnittenem Oberteil untersagt, ebenso wie Kleider oder Tops mit dünnen Trägern, wenn die BH-Träger hervorblitzen, sogar spießige Blusen und Hemden aus dünnem Stoff, wenn ein Unterhemd oder BH durchscheint. Sogar die Farbe der Unterwäsche wird damit reglementiert, weiße Hose mit farbiger Unterhose oder dünnes, weißes Shirt mit rotem BH drunter werden zum NoGo.

    Nein, das würde es sicher nicht im Umkehrschluss bedeuten. Es lassen sich auch verschiedene Skills kombinieren oder zu unterschiedlichen Zeitpunkten einsetzen. Außerdem sind nicht alle, die gezielt körperliche Reize einsetzen oder sich gar hochschlagen, inkompetent. Ich kenne auch sehr kompetente Leute, die sowas gemacht haben.

    Daroan Rücksichtnahme der Schülerinnen und Schüler untereinander erachte ich auch für wichtig. Ich würde aber hoffen, dass eine SchülerIn, die sich von der Kleidung einer MitschülerIn beeinträchtigt fühlt, das Gespräch sucht und um Rücksichtnahme bittet. Die meisten MitschülerInnen unseres Großen sind in der Hinsicht nicht gerade zurückhaltend, da wird sehr offen kommuniziert, wenn was stört. Ggf. könnte so ein Gespräch ja auch von einer Lehrkraft unterstützt werden.


    Um Schwierigkeiten im sozialen Miteinander zu verhandeln und tragfähige Kompromisse auszuhandeln, kann Schule doch ein gutes Übungsfeld sein. Aber pauschale Regelungen für alle zu treffen, auch wenn gar keine konkreten Schwierigkeiten bestehen, halte ich für unangebracht.


    Ja, daraus isst das Missverständnis entstanden. Ich hatte auch noch den eingangs von Kiwi verlinkten Artikel sowie einige andere in Erinnerung, aus denen hervorging, dass es den Schulleitungen um unanstößige Kleidung ging, weil man das eben so macht. Ich fände es günstiger, so transparent zu argumentieren, dass die LehrerInnen nicht in kompromittierende Situationen geraten sollten. An diversen Schulen sind tatsächlich auch Jogginghosen untersagt, und denen würde ich nun wirklich kein solches Potential zuschreiben.


    Es geht nicht um unangenehm - es ist schlichtweg so, dass es Mädels gibt, die das als Prüfungsvorteil gezielt benutzen oder gezielt den Lehrer damit belästigen (nicht zufällig - absichtlich kokettieren bei neuen Lehrern und wenns ihm unangenehm ist immer noch zudriglicher werden) oder den Lehrer damit erpressen ("Wenn Sie mir keine mündliche 1 geben, sag ich dass Sie mir auf den Busen gestarrt haben"). Und das sind alles drei nicht nur moralisch sondern auch gesetzlich verbotene Dinge.

    Und wie willste durchsetzen dass nur die Mädels, die sich nicht so verhalten halb-Busenfrei rumlaufen dürfen und die anderen nicht?



    Sicher gibt es solche Mädels. Im Berufsleben ist es auch nicht unüblich, Äußerlichkeiten gezielt einzusetzen. Ich halte es für bigott, Dresscodes u.a. mit dem Argument der Förderung der Arbeitsmarkttauglichkeit einzuführen und gleichzeitig im Berufsleben durchaus übliche Strategien, um Vorteile zu erlangen, zu untersagen.


    Ich habe vor einer Weile mal mit einem Sportlehrer (Typ: jung, dynamisch und nett) gesprochen, der meinte, er fände das so schwierig wenn seine Schülerinnen, die gerade erst ein Verständnis für sich selbst als sexuelle Wesen entwickeln, das dann in seinem Unterricht ausprobieren. Er wüßte dann auch nicht wirklich wie er gut damit umgehen soll. Einerseits fühlt er sich wie (Zitat) "ein geiler alter Bock" wenn er den Mädels auf den leicht bekleideten Körper starrt (und es kommt wohl öfter vor, dass die Mädchen damit bewusst versuchen seine Aufmerksamkeit zu erregen) andererseits ist es als Sportlehrer ja wirklich seine Aufgabe auch die Körperbewegungen zu sehen. Es fühlt sich für ihn falsch an, aber er will auch nicht einzelnen Mädchen ein (sicher super-peinliches) Gespräch über ihre Klamotten aufdrücken (wobei er das in sehr krassen Fällen schon gemacht hat).

    Die Gespräche wären doch wohl eher für den Sportlehrer peinlich, oder? "Ich möchte kurz etwas mit Dir besprechen. Wenn ich Deinen leicht bekleideten Körper sehe, macht mich das so an, dass ich mich kaum auf den Unterricht konzentrieren kann. Könntest Du bitte andere Kleidung wählen?"


    Ich bin keine Sportlehrerin, aber wenn ich Seminare oder Workshops mit einer größeren Gruppe leite, hätte ich gar nicht die Möglichkeit, mich so ausgiebig dem Äußeren einer Teilnehmerin oder eines Teilnehmers zuzuwenden, dass ich davon wirklich abgelenkt sein könnte, weil ich meine Konzentration viel zu sehr für andere Dinge benötige.

    Sich als SchülerIn mit Blick auf die eigene Kleidungswahl zu fragen, wie man seine Lehrerin in bauchfreiem Oberteil oder den Lehrer mit Maurerdekolleté fände, hielte ich nicht für zielführend. Hier in D besteht Schulpflicht. Ich wüßte nicht, warum zur Teilnahme an einer Maßnahme verpflichtete Schüler und SchülerInnen auch noch dazu beitragen sollten, (manchen) LehrerInnen den Job angenehmer zu gestalten. Das Lehrpersonal ist doch freiwillig in der Schule, und ihm war sicher vor der Berufswahl bekannt, im Rahmen der Berufstätigkeit auf sehr unterschiedlich gekleidete Menschen zu treffen.

    Das wiederum vernachlässigt doch sehr den Blick darauf, dass es sich bei Schule oft um eine zutiefst menschelnde Angelegenheit handelt.

    Nein, echt, ich hab jetzt schon ein paar Mal mit einer Antwort angefangen - aber ich ärgere mich eigentlich nur. …

    Warum Schülerinnen und Schüler auch noch dazu beitragen sollten, (manchen) LehrerInnen den Job angenehmer zu gestalten?

    Weil auch Lehrer Menschen sind - sogar obwohl sie freiwillig den Beruf gewählt haben. Und weil wir keine Sklaventreiber sind, gegen die sich die hilflos in der Schule eingepferchten Untergebenen um jeden Preis zur Wehr setzen sollten.

    Ich ärgere mich auch darüber, so missverstanden zu werden. Selbstverständlich finde ich es richtig und wichtig, dass SchülerInnen den LehrerInnen keinen Schaden zufügen. Ich würde Dir auch nicht wünschen, dass jemand vor Dir sitzt, der so stinkt, dass Dir übel wird. Hier in der Diskussion geht es um die Kleidungswahl, darum das manche Lehrkräfte es angenehmer finden, nicht mit Menschen in Hotpants und knappem Oberteil, Jogginghose und Muskelshirt etc. zu begegnen, obwohl dadurch niemandem ein Schaden entsteht. SchülerInnen aufzubürden, für solche Annehmlichkeiten zu sorgen, halte ich für unangemessen, da dadurch meines Erachtens deren persönliche Freiheit unverhältnismäßig eingeschränkt wird.

    Hier ziehen sich solche oder ähnliche Diskussionen bis in den Kindergarten hinein, und ich tue mich schwer damit. Ich denke, wenn am Arbeitsmarkt Skills gefordert sind, reicht es, sie dort zu zeigen, nicht in der Schule. (Ich habe auch als Studentin im Sommer bei Hitze knapp bekleidet in stickigen Hörsälen gehockt und tags darauf bei der Konferenz ein Kostüm getragen.) Eine Berufsausbildung sollte meines Erachtens dazu dienen, Skills zu erlernen, die für die spätere Berufstätigkeit gebraucht werden. In manchen Berufen zählt auch die Wahl der Kleidung dazu, in anderen ist das irrelevant, in wieder anderen gibt es Berufsbekleidung. Mir sagt die inzwischen extrem ausgeprägte Fokussierung auf Verwertbarkeit am Arbeitsmarkt nicht zu, Bildung und Verwertbarkeit am Arbeitsmarkt sind zwei verschiedene Dinge.


    Sich als SchülerIn mit Blick auf die eigene Kleidungswahl zu fragen, wie man seine Lehrerin in bauchfreiem Oberteil oder den Lehrer mit Maurerdekolleté fände, hielte ich nicht für zielführend. Hier in D besteht Schulpflicht. Ich wüßte nicht, warum zur Teilnahme an einer Maßnahme verpflichtete Schüler und SchülerInnen auch noch dazu beitragen sollten, (manchen) LehrerInnen den Job angenehmer zu gestalten. Das Lehrpersonal ist doch freiwillig in der Schule, und ihm war sicher vor der Berufswahl bekannt, im Rahmen der Berufstätigkeit auf sehr unterschiedlich gekleidete Menschen zu treffen.


    Für mich fühle es sich nicht stimmig, sondern nach einer Form der Altersdiskriminierung an, Kindern und Jugendlichen Kleidungsvorschriften zum Schulbesuch zu machen. Ausnahme ist die Funktionalität, wenn sie für spezielle Dinge benötigt wird. Ich kann doch auch nicht meine Chefin bitten, zum nächsten mehrstündigen Meeting XXL-T-Shirts mit Firmenlogo bereitzuhalten, da mich der Anblick sich abzeichnender Brustwarzen von Kollegin A, Speckröllchen unterm hautengen Oberteil von Kollegin B oder herausquellendes Brusthaar von Kollege C so irritieren, dass meine Konzentration auf das Meeting beeinträchtigt ist. In meinen Augen ist es Ausdruck sozialer Kompetenz, damit zurechtzukommen, dass Menschen unterschiedlich gekleidet sind.

    Dem ehemaligen Frühchen wollten wir im 1. Lebensjahr keine Impfungen zumuten, außerdem sind aus unserer Sicht manche Impfungen erst in höherem Lebensalter relevant, weil entweder in höherem Alter schlimmere Komplikationen mit einer Erkrankung einhergehen können oder weil das Kind erst dann in Situationen mit einem ggf. erhöhten Ansteckungsrisiko gelangen könnte. Berücksichtigt bei unseren Entscheidungen haben wir auch, dass wir keine fernreisende Familie sind. Für eine Tetanus-Impfung haben wir uns entschieden, als das Kind etwa 14 Monate alt war. Masern-Impfung und Titerkontrolle gab es vor Eintritt in den Kindergarten mit knapp 3 Jahren.


    Wir sind mit der Entscheidung nicht mehr ganz zufrieden, weil wir vorhatten, den Impfschutz etwas auszuweiten und dies mangels verfügbarer Einzelimpfstoffe bislang scheiterte.

    Ritter, Piraten und Polizei begleiten uns schon seit einiger Zeit als wichtige Interessen- und Spielgebiete. Das sehe ich bei fast allen Jungen aus dem Kindergarten. Bei den Mädchen sind es zeitgleich eher Prinzessinnen, Elfen und Co. Letztlich ist in meinen Augen beides dasselbe: Es geht darum, stark zu sein und Macht auszuüben (im Spiel und in der Phantasie), weil bewusster wird, dass man als kleines Kind doch eigentlich recht wenig Macht hat, häufig stärker eingegrenzt wird, als man es wollte usw.


    Zum Thema Ritter mag mein Sohn auch Sachbücher, z. B. Frag doch mal die Maus: Ritter und Burgen oder Wieso, weshalb, warum: Wir entdecken die Ritterburg.


    Die Waffenbegeisterung meines Sohnes teile ich zwar nicht, aber besonders das Interesse für Ritter eröffnet Anknüpfungspunkte zu so vielem: Besichtigen von Burgen und Ausstellungen, Hören mittelalterlicher Musik, Gespräche über das Leben, Arbeiten und Wirtschaften in anderen historischen Kontexten, über Konflikte und Kriege, Geschlechterrollen u.v.m. Insofern bin ich froh, dass mein Sohn sich für Ritter interessiert, weil wir bei diesem Thema leicht Schnittmengen unserer Interessen finden und es auch mir dann Freude macht, etwas gemeinsam zu vertiefen.

    Ihr werdet aushalten müssen, dass es keinen Konsens zu dem Thema gibt. Wenn Deine Schwester mit ihren Kindern dann nicht mehr bei Deinen Eltern sein möchte, wenn Ihr da seid, ist es so. Ich würde nicht davon ausgehen, dass sie das 9 Monate durchzieht, schon alleine, weil ihre eigenen Kinder sie drängen werden, da zu bleiben. Die Kinder wollen sich ja sehr gerne sehen und sind daran gewöhnt, das häufig zu tun. Entzieht ihre Mutter ihnen plötzlich diese Möglichkeit, könnte es sehr anstrengend für sie werden...