Beiträge von rheinländerin

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    Hier sind Spielplätze normal geöffnet. Mein 8-Jähriger geht nur gelegentlich auf Spielplätze und spielt dort, so wie es sich ergibt, mit anderen Kindern. Das heißt, er achtet nicht darauf, Abstand einzuhalten. Wenn ich selbst dabei bin, was nicht immer der Fall ist, beachte ich die Abstandsregel. Grundsätzlich rege ich derzeit häufig an, bei Treffen mit einem Freund oder einer Freundin viel oder alle Zeit draußen zu verbringen.

    Alaaf! Mein Sohn feiert Karneval, ääh Fasnacht, in der Notbetreuung, auf dem Weg dahin haben wir BAP und die Höhner gehört. Für mich gab es inzwischen einen Berliner, und ich sitze nüchtern alleine am Computer.

    Die Doku konnte ich noch nicht ansehen. Welche Dinge waren es denn, die dazu führten, dass Deine Tochter sich an der Freien Schule Frankfurt nicht wohlfühlte? Du schreibst von einer lange widerlegten Ideologie, die Euch dort begegnete, was konkret meinst Du damit?


    Mein Sohn besucht eine freie Schule, die ich nicht als sektenhaft abgeschottet erlebe. Es gibt Kooperationen mit anderen Schulen, Einrichtungen und Vereinen, und das Schulleben ist von einer wertschätzenden Haltung gegenüber Menschen mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen, Sprachen, Geschlechtern, Religionen usw. geprägt. Unschöne Dinge passieren gelegentlich, auch gravierende, aber Nachlässigkeit im Umgang damit konnte ich bislang nicht beobachten. Ein Konzept, das auf bestimmten Überzeugungen basiert, gibt es, wie an jeder anderen Schule auch. Ist es das, was Du als Ideologie bezeichnen würdest?

    Mein 8-Jähriger verbringt seit vergangenem Jahr auch deutlich mehr Zeit als vorher mit Notebook, Tablet und Co. Er lernt viel dabei und nutzt die Geräte nicht ausschließlich zum Zocken, und selbst beim Zocken ist die Bandbereite an Möglichkeiten groß. Wir regulieren nicht die mit Tablet und Notebook verbrachte Zeit, sondern die Inhalte. An Bewegung mangelt es dem Kind nicht, es bewegt sich freiwillig viel.


    Was dem Kind sonst noch fast immer Spaß und Freude bereitet:

    Verabredungen mit Freunden

    Brett- und Kartenspiele

    Fußball (auch in der Wohnung mit kleinem Neoprenball), Basketball, Tischtennis, Roller fahren

    Backen

    Geocaching (eigentlich falsch in der Liste, da man mit Gerät mit Bildschirm unterwegs ist)

    durch den Wald stapfen, Tipis aus Totholz bauen, durch große Pfützen springen oder im Matsch rutschen, schnitzen usw.

    Klavier spielen

    Bauen mit Kaplasteinen, Playmobil, Baufix etc.

    Vorlesen

    Baden

    Landkarten und Atlanten anschauen

    Was derzeit hauptsächlich stattfindet, lässt sich meines Erachtens nicht mit dem Begriff "Homeschooling" beschreiben, sondern ist Distanzbeschulung nach engmaschigen Vorgaben und strenger Kontrolle der Schulen. In Baden-Württemberg ist nichtmals zeitliche Flexibilität zur Bearbeitung schulischer Angelegenheiten vorgesehen, sondern es soll täglich frühmorgens eine "Anwesenheitskontrolle" durch Lehrkräfte per Chat, Telefon oder Videokonferenz erfolgen. Zudem wird von den Eltern erwartet, technische und räumliche Voraussetzungen zu schaffen, damit unter Umständen drei Kinder und zwei Elternteile zeitgleich jeweils an einem eigenen Schreibtisch sitzend und mit eigenem Endgerät ausgestattet mit stabilem Internet arbeiten können.


    Verständlicherweise funktioniert diese als "Homeschooling" bezeichnete Form des Distanzlernens häufig nicht gut, überlastet und überfordert sowohl Familien als auch Lehrkräfte. Ich fürchte, dass aufgrund der vielen negativen Erfahrungen mit "Homeschooling" zukünftig eine noch größere Hürde gegeben sein wird, wenn es um Möglichkeiten geht, die Schulraumanwesenheitspflicht zu lockern oder parallel freiere Lernformen zu etablieren.

    Wobei man hier Hausi, Kindi und Schuli sagt. Schrecklich

    #ja Löst bei mir auch sofortigen Fluchtreflex aus. Tatsächlich kenne ich "Schlüpfer" von meiner Oma und die kommt aus Thüringen. War mir aber bisher nicht bewusst. Ich sag stattdessen einfach Unterhose.

    Da komm ich ja auch her #freu


    In dem Zusammenhang fällt mir noch der Spieli ein. Und Leichti. Warum nur?? #eek

    Und Süßis und Fußis. Mir fällt es auch nach vielen Jahren noch schwer, meine Mimik zu kontrollieren, wenn erwachsene Menschen derartige Wörter benutzen.

    Außerdem würde ich bei einem guten Optiker vorbeischauen und die Augen messen lassen, das kostet da nichts.

    Die dürfen meines Wissens bei Kinder nicht messen, weil die zu viel kompensieren können.

    Beim Optometristen als Selbstzahler wärst du aber richtig.

    Wir haben beste Erfahrungen mit einer Orthoptistin in einer augenärztlichen Praxis, das wäre eine Kassenleistung.

    Ich finde Waffen nicht toll, mein Sohn schon. Er spielt seit Jahren mit Waffen, letztlich braucht es dafür nicht mal Playmobil oder eine Nerf, ein Stock genügt. Meiner Beobachtung geht es dabei nicht um Gewaltausübung, sondern darum, sich im Spiel mächtig und stark zu fühlen. Eben ähnlich wie die Prinzessin, die mit besonderen Befugnissen ausgestattet ist, und bei der niemand auf die Idee kommt, das Prinzessin-Spielen zu untersagen.


    Wäre es vielleicht ein Weg, dass Deine Jungs mit Waffen spielen, Du aber nicht? Schließlich macht es ihnen Spaß und Dir nicht, und Du wirst sicher auch Deine Gründe für Deine Abneigung ansprechen.

    Mein Sohn kommt bisher gut klar mit Strumpfhose unter der Jeans und dem gelegentlichen Tragen einer warmen Weste. Alle 20 Minuten wird gelüftet, aber nicht in allen Räumen gleichzeitig. Die Kinder können sich in den ihrer Kohorte zugewiesenen Räumen frei bewegen, sodass die Möglichkeit besteht, einen Raum zu verlassen, falls es dort gerade zu kalt ist. Ohnehin sind viele Kinder recht viel in Bewegung, den ganzen Schultag rumzusitzen, ist zumindest bei den Jüngeren in der Schule meines Sohnes unüblich. Mein Sohn spielt zwischendurch gerne Fußball, damit es ihm nicht kalt wird.


    Die Lehrkräfte und Schulbegleitungen kommen allerdings schlecht mit dem ständigen Lüften zurecht, da sie nicht in dem Umfang wie die Kinder in Bewegung sein und sich den ständig wechselnden Temperaturen weniger entziehen können. Viele sind inzwischen deutlich angeschlagen bis häufig krank, obwohl sie sehr darum bemüht sind, gut auf sich zu achten.

    Wir verbringen Heiligabend bei uns in der Kernfamilie, manchmal kommt noch jemand dazu. Bewusst haben wir keine Dramaturgie entwickelt, aber es haben sich wiederkehrende Elemente etabliert. Erstmal schlafen wir aus und lesen im Bett aus einem weihnachtlichen Buch vor. Beim Frühstück überlegen wir, was wir abends kochen. Es gibt immer ein Konsens-Essen, das alle mögen. Fehlen noch Zutaten, werden sie dann eingekauft. Gegen Mittag oder am frühen Nachmittag schmücken wir gemeinsam den Baum, hören dabei viel und laut Weihnachtsmusik, trinken Tee und essen Kekse. Alle legen ihre Geschenke für die anderen unter den Baum. Der Jüngste darf dann schon ein Geschenk seiner Wahl auspacken. Anschließend gehen wir raus. Wenn wir wieder zu Hause sind, wird gekocht, noch etwas aufgeräumt oder gesaugt. Vor dem Essen singen wir einige Weihnachtslieder, manchmal hat auch jemand Lust, etwas zu musizieren. Nach dem Essen kommt die Bescherung, die gewöhnlich so abläuft, dass der Jüngste schaut, welche Geschenke für ihn sind und die anderen an die übrigen Menschen verteilt. Im Laufe des Abends rufen wir die Großeltrn an, um frohe Weihnachten zu wünschen, ansonsten wird gespielt.


    Das passte bei uns auch mit kleinem Kind schon so, dass es schon immer spät ins Bett ging.


    An Heiligabend besuchen wir bewusst keinen Gottesdienst, da von uns niemand überfüllte Gottesdienste mag und ich als Pfarrerstochter und ehemalige Organistin es sehr mag, wenn die Weihnachtstage nicht nur an Gottesdienstterminen ausgerichtet sind.

    rheinländerin Ich weiß nicht, an welche Altersgruppe du denkst. Ich sehe mind. bis Ende Grundschule viele Kinder, die 1) es gegenüber Fremden nicht schaffen, ihre eigenen Bedürfnisse zu kommunizieren und damit nicht in der Lage sind, die Gastrolle auszufüllen, die du von ihnen erwartest und die 2) sich nicht immer an das halten was für ihre Familie und ihre Eltern wichtig sind. Nicht immer werden alle für die Eltern wichtigen Punkte an kleine Kinder kommuniziert. Von daher finde ich deinen Standpunkt da schon eher befremdlich.

    Ich dachte an jüngere Grundschulkinder. Ich erlebe da Kinder, die bei den Eltern ihrer Freunde kommunizieren, wenn sie etwas brauchen oder es ihnen mit etwas nicht gut geht. Zutreffend ist, dass die Kinder sich woanders nicht immer an das halten, was ihren Eltern wichtig ist, und ob die Eltern alle ihnen wichtigen Aspekte an ihre Kinder kommunizieren, weiß ich auch nicht. Mein Anliegen ist primär, dass es unseren Gästen bei uns gut geht, ich betrachte mich nicht als verlängerter Arm von deren Eltern. (Ausnahme dabei sind ernsthafte gesundheitliche Anliegen.) Wenn mein Kind in anderen Haushalten zu Gast ist, weiß ich doch auch, dass dort manches anderes gehalten wird als bei uns, und wenn ich damit gar nicht einverstanden bin, lasse ich mein Kind nicht dorthin, sondern Verabredungen finden dann nur bei uns statt.

    bei uns ist es normal, dass das Kind auch mal spontan nach der schule wo hingeht, und dann eben anruft und sagt, wo es ist und fragt, wie lange es bleiben darf.. Wie schlimm, wenn das nicht mehr normal ist? und echt, ihr würdet erwarten, dass ihr vorher gefragt werdet, ob das denn ok sei? wart ihr als kinder auch so unspontan?

    In einer pandemie erwarte ich das ,ja, natürlich. Man weiß doch nicht, wie vorsichtig die anderen gern sein möchten, ob sie mit Risikopatienten zusammenleben, ob dort jemand aktuell gerade krank ist.ist das so absurd, während einer Pandemie mit tausenden Toten weltweit einfach mal kurz nachzufragen ob es OK ist?

    Gäbe es für Dich vielleicht auch so die Möglichkeit, etwas abzuschätzen, mit wie vielen Menschen Dein Kind in Kontakt kommt, wenn es eine Freundin oder einen Freund besucht? Wenn unser 8-Jähriger einen Freund besucht, weiß ich z. B. gewöhnlich, wie viele Menschen in der Wohnung leben, ob eine Familie eher beengt oder in großzügigen Räumlichkeiten lebt, ob die Eltern im Homeoffice oder außer Haus arbeiten, ob es Geschwisterkinder gibt, die potentiell auch Besuch bekommen könnten, ob es einen Garten gibt, in dem gespielt werden kann usw.


    Grundsätzlich bemühen wir uns darum, dafür zu sorgen, dass es unseren Gästen bei uns gut geht. Derzeit heißt das auch, dass wir auf häufiges Lüften und sorgfältiges Händewaschen achten, außerdem informieren wir vorab über das Auftreten irgendwelcher Krankheitsanzeichen bei einem Familienmitglied, sodass andere entscheiden können, ob sie trotzdem zu uns kommen möchten oder nicht. Wenn mein Sohn sich mit einem Kind verabredet, ist das Kind unser Gast, nicht dessen Eltern. Wenn mir der Gast keine weiteren besonderen Anliegen kommuniziert, gehe ich davon aus, dass es keine gibt und er zufrieden ist. Insofern käme ich nicht auf die Idee, gesondert mit Rückfragen auf die Eltern zuzugehen, sondern würde mir wünschen, dass die sich bei Bedarf melden.

    Mein Eindruck in unserem Umfeld ist, dass alle ihre Kontakte einschränken, so weit es ihnen möglich ist. Viel Kontakt fällt schon dadurch weg, dass alles mögliche nicht stattfindet oder geschlossen ist. Was als jeweils möglich angesehen wird, kann jedoch unterschiedlich sein. Ich erlebe z. B. sowohl Eltern, die soziale Kontakte ihrer Kinder außer in der Schule und mit den Geschwistern für nicht nötig erachten, und solche, die das anders bewerten. Alle Familien haben in diesem Jahr auch schon einige Erfahrung damit machen müssen, wie ihre Kinder mit Kontakteinschränkungen zurecht kommen, und diese fließen in die aktuelle Bewertung ein. Welchen Umgang damit würdest Du Dir denn wünschen? Ich kommuniziere meinem Sohn das ganz offen: "Mit A kannst Du Dich bei uns oder bei ihm verabreden, B kannst Du zur Zeit nicht zu Hause besuchen, aber Ihr könnt Euch draußen verabreden, die Eltern von C verbieten ihm zur Zeit, sich mit anderen zu verabreden, D darf sich zur Zeit nur mit einem einzigen Kind verabreden, das bist leider nicht Du usw." Mir ist wichtig, dass mein Sohn nicht den Eindruck bekommt, seine Freunde wollten ihn nicht sehen, denn dem ist nicht so. Es sind die Eltern, die ihren Kindern Vorgaben machen, und da mache ich mich derzeit auch manchmal zum Buhmann, indem ich etwas nicht erlaube. Alles, was in der Schule auch stattfindet, erlaube ich aber auch privat, und dort wird gelacht, mit viel Körperkontakt gespielt und getobt, gemeinsam gekocht, gebacken und gegessen, eng aneinander auf dem Sofa hockend gelesen usw.

    Unser 8-Jähriger verabredet sich ohnehin meist mit einem Kind, aber wechselnden, und führt das so fort. Wenn er draußen unterwegs ist, kommt er mit mehreren Kindern zusammen, z. B. auf dem Fußball- oder Spielplatz oder im Park. Wer alles dabei war, erfahre ich meist erst hinterher. Bei größeren Übernachtungsparties war er bisher noch nicht, sondern das fand und findet als Zweier-Verabredung statt.


    Was wir derzeit anders als sonst halten: Wir treffen uns nur noch mit Eltern, mit denen wir befreundet sind.


    Ich täte mich etwas schwer mit Deinem Wunsch, Dir dabei helfen zu sollen, die Umsetzung Deiner Verbote bei Deiner Tochter zu erleichtern. Es ist doch immer so, dass unterschiedliche Kinder unterschiedliche Dinge dürfen, und es vorkommen kann, als Eltern damit vor dem eigenen Kind in der "Buhmann-Rolle" zu landen.

    Das Problem mit Tests an Kindern ist,dass sie sehr oft falsch durchgeführt werden.

    Ein richtig durchgeführter Test macht keine Freude. Je kleiner das Kind, umso fieser.

    Bei 10 jährigen ist es schon eine Herausforderung anständig die rachenhinterwand abzustreifen ohne Tränen und ohne das Mittagessen noch einmal zu sehen. Deshalb glaube ich an eine hohe Dunkelziffer bei den Schülern

    Schoko

    Aus diesem Grund werden hier bei Kindern teilweise Analabstriche gemacht, ich weiß aber nicht, wie verbreitet diese Art der Testung ist. Weißt Du vielleicht Näheres dazu?

    Eine Weihnachtsfeier in der Schule sehe ich zur Zeit nicht.

    Bei uns gab es heute Martinstüten. Es sollte gefeiert werden ... hahaha aber wie?

    Singen absolut verboten. Frei bewegen in der Klasse wegen Sitzplan verboten. Essen und Trinken wegen Maskenpflicht verboten. Also gab es Tüten und dann wieder Unterricht.


    Das wird Weihnachten nicht anders sein.

    Kann vielleicht eine kleine Weihnachtsfeier draußen stattfinden? An der Schule meines Sohnes gab es ein Martinsfeuer, einen Mini-Laternenumzug mit Singen über das Außengelände, warmen Punsch, und es wurde auch Essbares geteilt. Die Teilnahme war nach Voranmeldung möglich, sodass nur die Kinder mitgemacht haben, denen das sehr wichtig war.

    An der mit rund 150 Schüler*innen von Jahrgang 1-10 recht kleinen Schule meines Sohne gibt es für alle eine Ankommenszeit von 8-8.30 Uhr, damit sich nicht alle zeitgleich in Eingangsbereichen, Garderoben und Fluren knúbbeln. Die Schüler*innen wohnen eher verstreut und nutzen überwiegend Fahrrad, ÖPNV oder Elterntaxi für den Schulweg, wenige kommen zu Fuß. Die Schüler*nnen sind in jahrgangsübergreifende Kohorten aufgeteilt, jeder Kohorte sind feste Lehrkräfte und ein Gebäudebereich zugeordnet. Es wurden zusätzliche Essensausgaben eingerichtet, sodass jede Kohorte auch dann in ihrem Gebäudebereich bleiben kann.


    Bei uns ist der Zugang zu Tests für Kinder leicht, und es werden viele Kinder getestet. Wir sind bisher in der glücklichen Situation, dass noch keine Kohorte in Quarantäne musste und es weder bekanntermaßen infizierte oder erkrankte Schüler*innen oder Lehrkräfte gab. Einzelne Personen sind oder waren in Quarantäne als KP1 eines Haushaltsmitglieds.