Beiträge von rheinländerin

    Wenn es in den Süden gehen soll, ist es im Südosten Europas deutlich günstiger als im Südwesten. Unsere Nachbarn z. B. sind mit einer Fähre von irgendwo in Italien nach Griechenland in Nähe der albanischen Grenze gefahren. Der "Rückweg nach Hause" ist die eigentliche Reise. Albanien, Kosovo, Bosnien und Herzegowina, Koratien, Slowenien, Österreich. Sie sind 5 Wochen unterwegs.

    Erstmal möchte ich Euch Hoffnung machen, dass die Nächte im Familienbett wieder weniger kräftezehrend werden. In dem Alter werden viele Babys mobiler und erweitern eigenständig ihren Bewegungsradius, haben viel weitere Möglichkeiten, die Welt entdecken usw. In der Nacht tanken sie dann viel davon, was tagsüber etwas kürzer kam als in den ersten Lebensmonaten: Muttermilch und Nähe. Außerdem müssen die ganzen aufregenden Erfahrungen irgendwann verarbeitet werden, auch das fällt in unmittelbarer Nähe der vertrauten Eltern leichter.


    Zur Tagesmutter: Einschlafbegleitung gehört aus meiner Sicht zu ihren Aufgaben, ggf. auf andere Weise als zu Hause, aber auch an den Bedürfnissen des Kindes orientiert. Die Einschlafrituale zu Hause und außer Haus können völlig unterschiedlich sein, aber beide für das Kind passen. Am Einschlafen zu Hause würde ich deshalb gar nicht drehen, sondern die Eingewöhnung bei der Tamu beginnen und vorab zu meiner eigenen Beruhigung fragen, wie die Tagesmutter denn Kinder beim Einschlafen begleitet.

    Danke Trin ! Daraus lese ich sehr die hohe Priorität der rechtlichen Absicherung heraus, die für die ErzieherInnen enorm wichtig ist, aber wohl auch manche Hürde mit Blick auf ein pragmatisches Handeln im Alltag mit sich bringt. Ich würde von unseren ErzieherInnen niemals erwarten, sich in rechtlich heikle Situationen zu begeben, bin aber dennoch froh, dass sie es offenbar manchmal tun. So bleibt es mir erspart, zum Kiga fahren zu müssen, um eine Wunde zu desinfizieren oder ein Gel auf stark juckende Stiche zu schmieren. Gewalt wird natürlich nicht angewendet bei Maßnahmen, die nicht lebensrettend sind, sondern die Kinder werden gefragt, ob ein eingerissener Nagel geschnitten oder eine Zecke entfernt werden soll, sie Gel auf juckende Stiche haben möchten usw. Reinigung und Desinfektion von Wunden erfolgen aber ggf. auch gegen den Willen des Kindes, sofern die Eltern ihren Wunsch danach schriftlich hinterlegt haben.

    Leslie Winkle und Trin : Unterscheidet es sich so sehr, was ErzieherInnen in den einzelnen Bundesländern dürfen? Ich bin entsetzt über Eure Berichte. In unserem Kiga werden nämlich von den ErzieherInnen Wunden gereinigt, desinfiziert und mit Pflaster versorgt, Splitter und Zecken entfernt, stark juckende Stiche mit Salbe versorgt, damit sie nicht aufgekratzt werden usw. Die Elternschaft ist durchweg sehr dankbar für die derartige Versorgung.

    Danke für Deine Erläuterungen, Trin ! Mir war nicht bewusst, dass Süßigkeiten von den Kindern so oft für manipulative Zwecke eingesetzt werden. Eigentlich hätte mir das klar sein sollen, denn nicht wenige Eltern nutzen Süßigkeiten ja auch häufig zur Manipulation, sei es zur Belohnung, um das Kind zu irgendetwas zu bestechen oder um gemocht zu werden.

    Na, wenn die Kinder das privat können, geht das ja auch. Aber wenn es zu Problemen führt, sei es weil diejenigen, die etwas dabei haben unter Druck gesetzt werden (durch Gebettel oder Erpressung) oder weil die, die etwas mithaben das nutzen um einzelne auszuschließen oder zu erpressen, dann finde ich es gut wenn das Betreuungspersonal das thematisiert.


    (Würde ein Erwachsener seinen Kuchen unter allen außer zwei Kollegen verteilen, würde ich auch hoffen, dass das angesprochen wird.)

    Wenn genug für alle da wäre und nicht jeder etwas bekäme, fände ich das auch nicht in Ordnung. Hat aber jemand nur eine Kleinigkeit mitgebracht, die ohnehin nicht für alle reicht, finde ich schon, dass die Person selbst entscheidet, ob und mit wem sie teilt.

    Als Nicht-Erzieherin kann ich mir das nur schwer vorstellen und frage deshalb nach: Weshalb möchtest Du überhaupt etwas händeln, wenn Kinder etwas Süßes in der Brotdose haben oder für sich und ihre Freunde mitbringen? Ich würde mich nämlich unbehaglich fühlen, wenn andere den Inhalt meiner Brotdose kommentierten, mit vorgäben, mit wem ich etwas teilen sollte usw. Mir kommt gerade nicht der treffende Begriff in den Sinn, aber ich finde irgendwie privat, was ich esse, wem ich davon was abgebe usw.

    Verstehe ich es richtig, dass mit der Aktion auch eine Schweigepflichtentbindung gegenüber dem Gesundheitsamt verbunden ist? Ohne eine solche dürfte die Schule ja weder Daten an das Gesundheitsamt weiterleiten noch könnte das Gesundheitsamt Impfempfehlungen geben.


    Ich würde wohl der Lehrkraft eine kurze Information geben, dass das Kind keinen Impfpass mitbringen wird.

    Ich finde es in Ordnung, sofern das Einverständnis der Eltern eingeholt wurde. Auch an anderen oft gut einsehbaren Plätzen wie Parks oder Gärten, an Ufern von Gewässern usw. sind doch häufig nackte oder teilweise unbekleidete Kinder zu sehen. (Ein am Unterkörper nicht bekleidetes Kind würd ich nicht einmal als nacktes Kind wahrnehmen.)


    Unser (Wald-)Kiga fragt ab, ob die Eltern damit einverstanden sind, dass die Kinder am Platz im Wald oder/und bei Wasserspielen unterwegs ihre Kleidung vollständig ablegen dürfen. Auch wenn die Mehrheit der Eltern mit gelegentlicher Nacktheit einverstanden ist, sehe ich am Platz im Wald selten nackte Kinder, bei Ausflügen an Bäche oder Seen sind aber sicher viele nackig.


    Auch am Nachmittag außerhalb der Kindergartenzeit flitzen die Kinder, mit denen ich so unterwegs bin, im Sommer oft nackig im Park, am Bach und, wenn dort vorhanden, auch auf dem Spielplatz herum. Bzw. ganz nackig sind sie nicht: Aufgrund von möglicherweise herumliegenden Scherben und zur Vermeidung von Bienenstichen achten die meisten Eltern sehr darauf, dass die Kinder Sandalen tragen.

    Boah rheinländerin das wäre mein Traum. Hier feiern immer alle Krippenkinder (3 Stück a 13 Kinder, Wochenend-Geburtstage werden montags nachgefeiert), wenn eins Geburtstag hat - und Fondanttorten sind hier wirklich das Übliche. Das finde ich wirklich zu viel, plus Tütchen und fast täglich ein Eis im Sommer. Ich denke, gerade für die Kinder, die zu Hause komplett ungesund essen (das ist bei uns die Mehrheit), ist es wichtig, auch andere Sachen kennenzulernen. Da finde ich solche Ideen wie ein gemeinsames Kuchen backen (und das muss dann keine Xylit-Bananen-Vollkorn-Ökokiste sein sondern halt z.B. ein Rührkuchen, meinetwegen mit Smarties) super. Ich glaub das schlag ich bei uns mal vor, da ist ja dann der Aspekt backen, gemeinsam was machen etc auch noch dabei.

    Es gibt von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung Leitlinien für Kitas, ich weiß aber nicht ob da auch Süßes drin vorkommt. Und bindend sind die auch nicht. Tut mir echt leid, ich kann dich gut verstehen!

    Ja, mein Sohn findet es auch traumhaft, weil das nämlich absolut nicht wenige Süßigkeiten sind. Fast jede Woche gibt es irgendeinen Feier-Anlass, montags oft Milchreis oder Grießbrei, freitags süße Brote, im Sommer bei Ausflügen auch mal ein Eis. Und das Highlight im Winter bei Eiseskälte: Marshmallows rösten im Feuer.

    Ein generelles Süßigkeitenverbot stelle ich mir schon deshalb sehr schwer vor, weil mit allen Eltern im einzelnen diskutiert werden müsste, was als Süßigkeit betrachtet wird. Dann kommen sicher Eltern, die Zucker weniger problematisch finden, aber die Menge des Fettverzehrs regulieren möchten. Auch Diskussionen über Vollkornbrot vs. helles Brot, Butter vs. vegane Margarine usw. kämen zumindest in unserem Kiga auf.

    War es bislang schon so, dass sich die Kinder ihre Brote selbst schmierten oder brachten sie bislang ihr Frühstück mit? Wenn nun jedes Kind Brot pur mitbringen soll, würde ich meinem Kind zusätzlich noch andere Sachen wie Obst oder Gemüse mitgeben.


    Dass es bezüglich der an Geburtstagen mitgebrachten Dinge keine Regelung gibt, finde ich o.k. Ich fände es auch seltsam, speziellen Vorgaben zu begegnen, wenn ich anlässlich meines Geburtstages für die KollegInnen bei der Arbeit etwas mitbrächte.


    Um das Mitbringen von Süßigkeiten ohne speziellen Anlass einzuschränken, würde ich versuchen, Gleichgesinnte aufzutun und das Thema beim Elternabend ansprechen oder mit Unterstützung des Elternbeirates kommunizieren.


    In unserem Kiga läuft es so: Jedes Kind bringt an 3 Tagen wöchentlich sein eigenes Frühstück mit. Süßigkeiten in der Frühstücksdose sind unerwünscht, aber nicht verboten. Das Frühstück soll abfallfrei sein, sodass verpackte Süßigkeiten schonmal wegfallen. An einem Tag wöchentlich bringt eine Familie das Frühstück für die ganze Gruppe mit. Die Kinder schmieren dann Brote und schnibbeln Obst und Gemüse. Es gibt dann auch Brote mit süßem Aufstrich, aber nicht überwiegend. An einem weiteren Tag wird im Winter ein warmes Frühstück gekocht, gewöhnlich Gemüsesuppe oder Grießbrei/Milchreis mit Obst, im Sommer gibt es Müsli mit Obst.


    An seinem Geburtstag bringt jedes Kind etwas mit, üblich sind (Rühr-)Kuchen oder Muffins. Motivtorten mit Fondant oder Cupcakes mit üppigen Toppings gab es noch nie, sowas scheint der Elternschaft zu aufwendig zu sein. Süßigkeitentüten zu verteilen ist nicht üblich.


    Außer der Reihe gibt es bei speziellen Anlässen (Weihnachten, Fasnacht, Ostern, Schulanfängerverabschiedung, Verabschiedung von Praktikanten) Süßigkeiten, manchmal kochen oder backen die Kinder auch selbst etwas Süßes, z. B. Kekse in der Weihnachtszeit, selbst gesammelte Holunderblüten in Pfannkuchenteig im Frühling usw. Einfach so bringt niemand außer der Reihe Süßigkeiten für alle mit.

    War es bislang schon so, dass sich die Kinder im Kiga ihre Brote selbst schmierten oder brachten sie bislang ihr vorbereitetes Frühstück mit? Wenn nun jedes Kind Brot pur mitbringen soll, würde ich meinem Kind auf jeden Fall zusätzlich noch andere Sachen wie Obst oder Gemüse mitgeben.


    Dass es bezüglich der an Geburtstagen mitgebrachten Dinge keine Regelung gibt, finde ich o.k. Ich fände es auch seltsam, speziellen Vorgaben zu begegnen, wenn ich anlässlich meines Geburtstages für die KollegInnen bei der Arbeit etwas mitbrächte.


    Um das Mitbringen von Süßigkeiten ohne speziellen Anlass einzuschränken, würde ich versuchen, Gleichgesinnte aufzutun und das Thema beim Elternabend ansprechen oder mit Unterstützung des Elternbeirates kommunizieren.

    Den taz-Artikel fand ich ein bisschen deprimierend. Die taz plappert ja so ziemlich alles ungeprüft nach, was hier an Russlandkritischem verbreitet wird.

    Der Kommentar meint nun, dass das Problem hier daraus bestehen würde, dass die Lügner mit ihrer Lüge prahlen und damit die Journalisten bloßstellen.


    Aber eigentlich sind das Problem doch eher die Journalist/innen, die alles ungeprüft nachplappern.

    Genau. Das hat für mein Empfinden unerträgliche Ausmaße angenommen.

    Ich finde es unverantwortlich. Es geht ja nicht um ein klein wenig sportliche Betätigung, die jederzeit guten Gewissens abgebrochen werden kann, sondern um möglichst gute Ergebnisse. Noch dazu die Haltung des Sprtlehrers, 15 Runden anzustreben... Und Ramadan ist auch noch.

    Könntest Du Dich etwas heraus- oder sogar zurückziehen, wenn Kinderbesuch da ist oder wirst Du häufig stark involviert und gebraucht?


    Wenn Besuch unmittelbar nach dem Kiga mit zu uns kommt, erlebe ich es manchmal, dass zunächst gar nicht so sehr miteinander gespielt wird, sondern jedes Kind erstmal so vor sich hin dröselt und offensichtlich etwas Ruhe braucht. Das funktioniert natürlich nur, wenn beide das so wollen. Zum Runterkommen und Ausruhen hilft hier notfalls auch, die Kinder 30 Minuten irgendein Video schauen zu lassen und einen Teller mit Apfelschnitzen und Keksen dazu zu stellen. (Also gezielt etwas, bei dem die Kinder sich kaum bis nicht miteinander beschäftigen müssen und sich kaum bewegen.)

    Uns wurde ein Kinderwagen geschenkt, weil es ohne nun wirklich absolut nicht gehe. Er wurde selten benutzt. An ergänzender Ausstattung haben wir gebraucht: Matratzenbezug, Moltontuch als Unterlage im Kopfbereich, leichte Schurwolldecke.


    Einen Regenschutz hatten wir nicht. Die Wanne des Kinderwagens hatte eine Auflage, die sich mit Reissverschluss befestigen ließ und gelegentlich bei Regen als zusätzlicher Schutz zum Einsatz kam. War Regen absehbar, wurde das Kind getragen, weil sich dann ein Regenschirm benutzen lässt. Einen Fußsack oder eine dicke Decke speziell für den Kiwa hatten wir nicht, Einkaufsnetz und Wickeltasche auch nicht.

    Innerhalb meiner Generation und meines familiären Kontextes hat die Person, die mit keinem ihrer Kinder zusammenlebt und in einem Umfeld mit sehr günstigen Lebenshaltungskosten lebt, die meisten Kinder: Drei Kinder mit drei unterschiedlichen Partnerinnen. Ein weiteres Drittkind ist gerade unterwegs. Ansonsten gibt es unter den 35-50 Jährigen etwa gleich viele mit keinem, einem und zwei Kind(ern). Unsere Familienangehörigen leben zu 90% in deutschen Großstädten mit hohen Lebenshaltungskosten. Ich würde mich jedensfalls sehr freuen über weitere Kinder im familiären Kontext, rechne aber nur sehr vereinzelt damit.