Beiträge von rheinländerin

    Wir verbringen Heiligabend bei uns in der Kernfamilie, manchmal kommt noch jemand dazu. Bewusst haben wir keine Dramaturgie entwickelt, aber es haben sich wiederkehrende Elemente etabliert. Erstmal schlafen wir aus und lesen im Bett aus einem weihnachtlichen Buch vor. Beim Frühstück überlegen wir, was wir abends kochen. Es gibt immer ein Konsens-Essen, das alle mögen. Fehlen noch Zutaten, werden sie dann eingekauft. Gegen Mittag oder am frühen Nachmittag schmücken wir gemeinsam den Baum, hören dabei viel und laut Weihnachtsmusik, trinken Tee und essen Kekse. Alle legen ihre Geschenke für die anderen unter den Baum. Der Jüngste darf dann schon ein Geschenk seiner Wahl auspacken. Anschließend gehen wir raus. Wenn wir wieder zu Hause sind, wird gekocht, noch etwas aufgeräumt oder gesaugt. Vor dem Essen singen wir einige Weihnachtslieder, manchmal hat auch jemand Lust, etwas zu musizieren. Nach dem Essen kommt die Bescherung, die gewöhnlich so abläuft, dass der Jüngste schaut, welche Geschenke für ihn sind und die anderen an die übrigen Menschen verteilt. Im Laufe des Abends rufen wir die Großeltrn an, um frohe Weihnachten zu wünschen, ansonsten wird gespielt.


    Das passte bei uns auch mit kleinem Kind schon so, dass es schon immer spät ins Bett ging.


    An Heiligabend besuchen wir bewusst keinen Gottesdienst, da von uns niemand überfüllte Gottesdienste mag und ich als Pfarrerstochter und ehemalige Organistin es sehr mag, wenn die Weihnachtstage nicht nur an Gottesdienstterminen ausgerichtet sind.

    rheinländerin Ich weiß nicht, an welche Altersgruppe du denkst. Ich sehe mind. bis Ende Grundschule viele Kinder, die 1) es gegenüber Fremden nicht schaffen, ihre eigenen Bedürfnisse zu kommunizieren und damit nicht in der Lage sind, die Gastrolle auszufüllen, die du von ihnen erwartest und die 2) sich nicht immer an das halten was für ihre Familie und ihre Eltern wichtig sind. Nicht immer werden alle für die Eltern wichtigen Punkte an kleine Kinder kommuniziert. Von daher finde ich deinen Standpunkt da schon eher befremdlich.

    Ich dachte an jüngere Grundschulkinder. Ich erlebe da Kinder, die bei den Eltern ihrer Freunde kommunizieren, wenn sie etwas brauchen oder es ihnen mit etwas nicht gut geht. Zutreffend ist, dass die Kinder sich woanders nicht immer an das halten, was ihren Eltern wichtig ist, und ob die Eltern alle ihnen wichtigen Aspekte an ihre Kinder kommunizieren, weiß ich auch nicht. Mein Anliegen ist primär, dass es unseren Gästen bei uns gut geht, ich betrachte mich nicht als verlängerter Arm von deren Eltern. (Ausnahme dabei sind ernsthafte gesundheitliche Anliegen.) Wenn mein Kind in anderen Haushalten zu Gast ist, weiß ich doch auch, dass dort manches anderes gehalten wird als bei uns, und wenn ich damit gar nicht einverstanden bin, lasse ich mein Kind nicht dorthin, sondern Verabredungen finden dann nur bei uns statt.

    bei uns ist es normal, dass das Kind auch mal spontan nach der schule wo hingeht, und dann eben anruft und sagt, wo es ist und fragt, wie lange es bleiben darf.. Wie schlimm, wenn das nicht mehr normal ist? und echt, ihr würdet erwarten, dass ihr vorher gefragt werdet, ob das denn ok sei? wart ihr als kinder auch so unspontan?

    In einer pandemie erwarte ich das ,ja, natürlich. Man weiß doch nicht, wie vorsichtig die anderen gern sein möchten, ob sie mit Risikopatienten zusammenleben, ob dort jemand aktuell gerade krank ist.ist das so absurd, während einer Pandemie mit tausenden Toten weltweit einfach mal kurz nachzufragen ob es OK ist?

    Gäbe es für Dich vielleicht auch so die Möglichkeit, etwas abzuschätzen, mit wie vielen Menschen Dein Kind in Kontakt kommt, wenn es eine Freundin oder einen Freund besucht? Wenn unser 8-Jähriger einen Freund besucht, weiß ich z. B. gewöhnlich, wie viele Menschen in der Wohnung leben, ob eine Familie eher beengt oder in großzügigen Räumlichkeiten lebt, ob die Eltern im Homeoffice oder außer Haus arbeiten, ob es Geschwisterkinder gibt, die potentiell auch Besuch bekommen könnten, ob es einen Garten gibt, in dem gespielt werden kann usw.


    Grundsätzlich bemühen wir uns darum, dafür zu sorgen, dass es unseren Gästen bei uns gut geht. Derzeit heißt das auch, dass wir auf häufiges Lüften und sorgfältiges Händewaschen achten, außerdem informieren wir vorab über das Auftreten irgendwelcher Krankheitsanzeichen bei einem Familienmitglied, sodass andere entscheiden können, ob sie trotzdem zu uns kommen möchten oder nicht. Wenn mein Sohn sich mit einem Kind verabredet, ist das Kind unser Gast, nicht dessen Eltern. Wenn mir der Gast keine weiteren besonderen Anliegen kommuniziert, gehe ich davon aus, dass es keine gibt und er zufrieden ist. Insofern käme ich nicht auf die Idee, gesondert mit Rückfragen auf die Eltern zuzugehen, sondern würde mir wünschen, dass die sich bei Bedarf melden.

    Mein Eindruck in unserem Umfeld ist, dass alle ihre Kontakte einschränken, so weit es ihnen möglich ist. Viel Kontakt fällt schon dadurch weg, dass alles mögliche nicht stattfindet oder geschlossen ist. Was als jeweils möglich angesehen wird, kann jedoch unterschiedlich sein. Ich erlebe z. B. sowohl Eltern, die soziale Kontakte ihrer Kinder außer in der Schule und mit den Geschwistern für nicht nötig erachten, und solche, die das anders bewerten. Alle Familien haben in diesem Jahr auch schon einige Erfahrung damit machen müssen, wie ihre Kinder mit Kontakteinschränkungen zurecht kommen, und diese fließen in die aktuelle Bewertung ein. Welchen Umgang damit würdest Du Dir denn wünschen? Ich kommuniziere meinem Sohn das ganz offen: "Mit A kannst Du Dich bei uns oder bei ihm verabreden, B kannst Du zur Zeit nicht zu Hause besuchen, aber Ihr könnt Euch draußen verabreden, die Eltern von C verbieten ihm zur Zeit, sich mit anderen zu verabreden, D darf sich zur Zeit nur mit einem einzigen Kind verabreden, das bist leider nicht Du usw." Mir ist wichtig, dass mein Sohn nicht den Eindruck bekommt, seine Freunde wollten ihn nicht sehen, denn dem ist nicht so. Es sind die Eltern, die ihren Kindern Vorgaben machen, und da mache ich mich derzeit auch manchmal zum Buhmann, indem ich etwas nicht erlaube. Alles, was in der Schule auch stattfindet, erlaube ich aber auch privat, und dort wird gelacht, mit viel Körperkontakt gespielt und getobt, gemeinsam gekocht, gebacken und gegessen, eng aneinander auf dem Sofa hockend gelesen usw.

    Unser 8-Jähriger verabredet sich ohnehin meist mit einem Kind, aber wechselnden, und führt das so fort. Wenn er draußen unterwegs ist, kommt er mit mehreren Kindern zusammen, z. B. auf dem Fußball- oder Spielplatz oder im Park. Wer alles dabei war, erfahre ich meist erst hinterher. Bei größeren Übernachtungsparties war er bisher noch nicht, sondern das fand und findet als Zweier-Verabredung statt.


    Was wir derzeit anders als sonst halten: Wir treffen uns nur noch mit Eltern, mit denen wir befreundet sind.


    Ich täte mich etwas schwer mit Deinem Wunsch, Dir dabei helfen zu sollen, die Umsetzung Deiner Verbote bei Deiner Tochter zu erleichtern. Es ist doch immer so, dass unterschiedliche Kinder unterschiedliche Dinge dürfen, und es vorkommen kann, als Eltern damit vor dem eigenen Kind in der "Buhmann-Rolle" zu landen.

    Das Problem mit Tests an Kindern ist,dass sie sehr oft falsch durchgeführt werden.

    Ein richtig durchgeführter Test macht keine Freude. Je kleiner das Kind, umso fieser.

    Bei 10 jährigen ist es schon eine Herausforderung anständig die rachenhinterwand abzustreifen ohne Tränen und ohne das Mittagessen noch einmal zu sehen. Deshalb glaube ich an eine hohe Dunkelziffer bei den Schülern

    Schoko

    Aus diesem Grund werden hier bei Kindern teilweise Analabstriche gemacht, ich weiß aber nicht, wie verbreitet diese Art der Testung ist. Weißt Du vielleicht Näheres dazu?

    Eine Weihnachtsfeier in der Schule sehe ich zur Zeit nicht.

    Bei uns gab es heute Martinstüten. Es sollte gefeiert werden ... hahaha aber wie?

    Singen absolut verboten. Frei bewegen in der Klasse wegen Sitzplan verboten. Essen und Trinken wegen Maskenpflicht verboten. Also gab es Tüten und dann wieder Unterricht.


    Das wird Weihnachten nicht anders sein.

    Kann vielleicht eine kleine Weihnachtsfeier draußen stattfinden? An der Schule meines Sohnes gab es ein Martinsfeuer, einen Mini-Laternenumzug mit Singen über das Außengelände, warmen Punsch, und es wurde auch Essbares geteilt. Die Teilnahme war nach Voranmeldung möglich, sodass nur die Kinder mitgemacht haben, denen das sehr wichtig war.

    An der mit rund 150 Schüler*innen von Jahrgang 1-10 recht kleinen Schule meines Sohne gibt es für alle eine Ankommenszeit von 8-8.30 Uhr, damit sich nicht alle zeitgleich in Eingangsbereichen, Garderoben und Fluren knúbbeln. Die Schüler*innen wohnen eher verstreut und nutzen überwiegend Fahrrad, ÖPNV oder Elterntaxi für den Schulweg, wenige kommen zu Fuß. Die Schüler*nnen sind in jahrgangsübergreifende Kohorten aufgeteilt, jeder Kohorte sind feste Lehrkräfte und ein Gebäudebereich zugeordnet. Es wurden zusätzliche Essensausgaben eingerichtet, sodass jede Kohorte auch dann in ihrem Gebäudebereich bleiben kann.


    Bei uns ist der Zugang zu Tests für Kinder leicht, und es werden viele Kinder getestet. Wir sind bisher in der glücklichen Situation, dass noch keine Kohorte in Quarantäne musste und es weder bekanntermaßen infizierte oder erkrankte Schüler*innen oder Lehrkräfte gab. Einzelne Personen sind oder waren in Quarantäne als KP1 eines Haushaltsmitglieds.

    In BW wären direkte Verwandte (Eltern, Geschwister) von der Regelung ausgenommen. Bei euch vielleicht auch? Wie es aber bei Schwager usw. wäre, weiß ich nicht.

    hier BaWü ist das nicht mehr der Fall. 10 Personen. Keine Ausnahme für Verwandtschaft oder (zwei) Haushalte. Ich war auch extrem erstaunt, dass das jetzt nicht mehr zählt. Und es ist auch ganz sicher das private Zusammentreffen damit gemeint. Weil ja im Moment die bösen Familienfeiern an allem Schuld sind (so wie vor ner Weile noch die Reiserückkehrer und davor die Schulen/Kitas usw.).

    Juana Doch, in BaWü darf weiterhin Opa seinen 96. Geburtstag mit seiner Frau, seinen 3 Geschwistern, 5 Kindern und deren Partner*innen, 14 Enkel*innen und deren Partner*innen sowie sowie 18 Urenkelinnen feiern. Zusätzlich darf er aber nur eine Nachbar*in einladen. Die Maßgabe von 10 Personen oder zwei Haushalten darf überschritten werden, wenn die Teilnehmenden in gerader Linie verwandt oder Partner*innen in gerader Linie Verwandter sind. Ebenso dürfen weiterhin zwei 20er WGs (2 Haushalte) miteinander feiern. Die Verordnung unterscheidet auch explizit zwischen Ansammlungen und Veranstaltungen (insbesondere private Feiern), woraus ich schließe, dass nicht jede private Zusammenkunft eine Feier im Sinne der Verordnung ist, sondern dass ggf. unterschiedliche Regelungen getroffen werden könnten.

    https://www.baden-wuerttemberg…andes-baden-wuerttemberg/


    Ich denke, es bleibt auch mit diesen Regelungen erforderlich, mit den Menschen im eigenen privaten Umfeld zu besprechen, wie und in welchem Rahmen Treffen gestaltet werden sollen. In meiner Herkunftsfamilie haben sich z. B. die jüngeren Generationen darauf verständigt, den Wünschen der ältesten und teilweise auch sehr kranken Familienmitglieder zu entsprechen. Wer seine Enkelkinder sehen möchte, darf sie sehen, und wer seinen 85. Geburtstag feiern möchte und schon sehr traurig ist, seine außerfamiliären Weggefährten und langjährigen Nachbar*innen nicht einladen zu können, kann den Anlass wenigstens im Kreis der Familie begehen.

    Wenn ich an Äußerungen diverser Politiker*innen denke, würde ich die Formulierung so deuten, dass mit Feiern wirklich Feiern gemeint sind, nicht jegliche private Zusammenkünfte. Im Frühling gab es zeitweise Kontaktbeschränkungen im Privaten ohne Bezug zu konkreten Anlässen, derzeit in den meisten Bundesländern nicht. Eine Verschärfung der Regulierung wäre dann der nächste Schritt.

    Für die SuS sind geteilte Klassen ideal. Aber wie lange können die LuL das stemmen?

    Das ist für meinen Spezialisten die Katastrophe in Tüten. Er braucht jedesmal am Übergang zwischen Ferien und Schule eine Woche, um in den anderen Alltag hinein zu kommen. In dieser Woche nässt er ein, kaut Löcher in seine Kleidung, schlägt andere und sich selbst - zuhause, in der Schule verhält er sich in dieser Zeit überangepasst. Haben wir ständige Wechsel der Beschulung, dann lernt er nichts, sondern ist mit ständigem Veränderungverdauen mehr als ausgelastet, ich komme zu nichts mehr neben dem fortwährenden Katastrophenmanagement und Zappelchen läuft auf standby.

    Für Familien mit pflegebedürftigen Kindern bricht mit der Schule ja auch die ganze externe Unterstützung weg. So ein Kind kann nicht allein vor dem Rechner lernen. Wir haben ja das Glück, dass der Spezialist extrem schnell Sachverhalte begreift, aber die Kinder, denen nicht eine besondere Begabung das Lernen erleichtert, verlieren so schnell mal ein Schuljahr an Wissen. Das ist per Distanzunterricht nicht aufholbar.

    Sollte es wieder eine Kombination aus Präsenzbeschulung und Fernlernen geben, hat unsere Schule angekündigt zu erfragen, ob es Kinder gibt, die ausschließlich zu Hause bleiben oder ausschließlich Präsenzbeschulung wollen. Man beabsichtige, Lösungen zu finden, mit denen alle zurechtkommen. Vielleicht könntet Ihr ggf. mit der Schule darüber ins Gespräch kommen, ob für den Spezialisten eine konstante Beschulung durchführbar wäre?

    Mich würde mal interessieren, wieviel es kosten würde, sämtliche Klassenzimmer mit einer richtig guten Lüftungsanlage auszustatten. So im Vergleich zu Maut-Debakel, Gorch-Fock-Sanierung oder gar Banken-Rettung.

    Hier wird ja die Schule im laufenden Betrieb neu gebaut.

    Kosten für eine Schule für ca. 1300 SuS: Anfangs 66 Mio Euro. Inzwischen sind wir schon bei 2 Jahren Bauverzug wegen Schlamperei der Bauleitung und bei 70 Mio. Ich bezweifle dass das ausreicht.

    Aaaber: Der erste Bauabschnitt ist fertig und bezogen und die Lüftungsanlage ist so effizient, dass die Fenster zu bleiben dürfen. Die SuS werden sich also im Winter auf Musik, Bio und Physik freuen, weil diese Fachschaften in den Neubau umgezogen sind.

    Hier auch Neubau im laufenden Betrieb: Abriss eines nicht sanierungsfähigen Gebäudeteils im Oktober 2019, geplanter Bezug des Neubaus im Dezember 2020. Es sieht alles danach aus, dass es klappt. Es dreht sich allerdings um eine deutlich kleinere Privatschule mit sehr engagierter Geschäftsführung, einigen Lehrkräften, die enormes Engagement in das Bauvorhaben stecken und Eltern, die für den Bau und auch auf der Baustelle arbeiten müssen.

    Mein Sohn, ehemaliges Waldkindergartenkind, meint pragmatisch, dass sie in der kalten Jahreszeit in der Schule eben die richtigen Sachen anziehen und sich viel bewegen müssten. Ballspiele und Fangen in Schneehose, Wollmütze und Handschuhen, Knobelaufgaben lösen bei Schatzsuchen (wegen der Bewegung), mit Decken am Feuer sitzen und so. Bislang findet er die Vorstellung nicht schlimm, mal schauen, wie es weiter geht. Noch ist es nicht Winter, und er trägt jetzt schon in der Schule Thermostrumpfhosen unter der Jeans, Woll-Langarmshirt und Fleecejacke, Loop und Armstulpen.

    Na ok find ich das auch nciht. Aber nachdem das die offiziellen Stellen so beschlossen haben, dass "sich die Kinder eben warm anziehen müssen" und Nachbesserungen bzgl. Lüftung ziemlich utopisch sind in der kurzen Zeit fürcht ich, es ist egal was ich davon halt. Ändern kann ichs nicht.

    Mich wundert auch, dass Lehrer*innen unter diesen Voraussetzungen arbeiten. In den Hochschulen, in die ich Einblicke habe, arbeitet niemand so, und sollte das von den Leuten erwartet werden, würde der Personalrat sofort Rabatz machen und jeden kleinen Aspekt finden, der nicht mit der Arbeitsstättenverordnung kompatibel ist.


    Ich habe auch Zweifel daran, ob Eltern verpflichtet werden können, ihre Kinder in gesundheitsgefährdende Rahmenbedingungen zu schicken oder massig Outdoorkleidung etc. für die Teilnahme am Schulunterricht anzuschaffen. (Wenn die Kleidung so funktional sein soll, dass man darin ohne Bewegung nicht auskühlt, muss man schon tief in die Tasche greifen.)

    nevermore Viel Spaß beim Pirat*nnengeburtstag! Wir hatten mal eine Piratenparty an einem Bach geplant und mussten sie dann wetterbedingt im Wald stattfinden lassen, da es extrem heiß war und am Bach kein Schatten. Auch im Wald ließ sich das Motto gut umsetzen, obwohl wir wegen der Brandgefahr auf das Lagerfeuer verzichten mussten. Es gab dann schlicht aus dem Vorrat unter Deck Butterbrezeln, einen Berg Gurken mit Kräutersalz und eine Schüssel Cocktailtomaten. Alle konnten mit der Hand zugreifen und waren zufrieden.

    Ich würde komplett draußen feiern: Schatzsuche und Lagerfeuer. Kapitänin XY trommelt ihre Mannschaft anlässlich ihres Geburtstages zusammen, außerdem braucht sie dringend Hilfe bei der Suche nach einem geheimnisvollen Schatz. Treffpunkt in der Piratenbucht (beliebiger Platz draußen), wo es dann erst Muffins oder ein Stück Piratenkuchen auf die Hand, bevor die Schatzsuche startet. Einen hübsch gedeckten Tisch brauchen Piraten zum Glück nicht...


    Einige weitere Ideen für Aufgaben:

    Wasser schöpfen muss gekonnt sein, falls hohe Wellen über Bord schwappen, damit das Schiff nicht kentert. 2 große Eimer in 20 m Abstand aufstellen, einer davon gefüllt mit Wasser. Jedes Kind bekommt ein saugfähiges Schwammtuch. Das Wasser aus dem vollen Eimer muss in den leeren gebracht werden.

    Piraten müssen regelmäßig üben, sich vor Feinden zu verstecken. => Verstecken spielen.

    Piraten müssen auch dann schnell laufen und hart arbeiten können, wenn die Beine müde sind oder weh tun. Übung: Jeder Pirat läuft eine Runde mit einem aufgeblasenen Luftballon zwischen den Beinen.

    Es kann vorkommen, dass Piraten gefangen genommen und gefesselt werden. Dann ist das Essen gar nicht so leicht. Übung: Seemannsbrezel (kleine Salzbrezelchen) vom Tau (langer Bindfaden) essen, während die Hände auf dem Rücken sind.

    In meinem Bundesland dürfen Kitas und Schulen die Annahme von Kindern mit Schnupfen eigentlich nicht verweigern, aber einige versuchen es wohl. Ich bin ziemlich sicher, dass unser Kinderarzt in solchen fällen keine Kindkrankbescheinigungen ausstellt. Er berichtete mir, in engem Austausch mit Kolleg*innen darüber zu sein, wie sie sich auf ihre kinderärztliche Tätigkeit fokussieren und von anderen Anliegen abgrenzen können.


    Grundsätzlich (auch vor Corona) versucht unser Kinderarzt, nicht ärztlich behandlungsbedürftige, infektiöse Kinder aus der Praxis fern zu halten: War man im selben Quartal schon dort, gibt es eine Kindkrankbescheinigung per Post, ansonsten muss ein Elternteil mit der Versichertenkarte in die Praxis kommen.

    Beim Kinderarzt war gestern der ganze Hof voller Menschen.


    Mein Sohn wollte nur schnell zum anschauen da hin, mit Termin und eine Stunde später war er immer noch nicht zurück, da habe ich mir dann richtige Sorgen gemacht und bin hinterher. Der Kinderarzt meinte jeder mit auch nur dem kleinsten Kratzen im Hals würde jetzt bei ihm aufschlagen.


    Seit gestern hat er nicht mehr gehustet. Ich ärgere mich fast, ihn zum Arzt geschickt zu haben.

    Bei unserem Kinderarzt darf man nur noch mit Termin erscheinen, Patienten mit leichten Erkältungssymptomen und gutem Allgemeinbefinden erhalten keinen. Die Mitarbeiterinnen fragen am Telefon oder per Mail explizit danach und organisieren die Terminvergabe nach Dringlichkeit.

    Ich wünsche Euch alles Gute und lese mal mit. Bei meinem Sohn, allerdings ohne Symptome, kam es gestern bei einer kardiologischen Abklärung zu einem ganz ähnlichen Befund. Es hieß, wir sollten eine Gerinnungsdiagnotik machen, sonst nichts.

    Ach rheinländerin, bei euch kommt ja auch viel zusammen. Was genau passiert denn bei der Gerinnungsdiagnostik?

    Ich habe mich noch nicht darum gekümmert, vermute aber, dass Blut abgenommen wird, um Neigung oder Risiken hinsichtlich des Entstehens von Thrombosen zu ermitteln. Wenn der Kleine in dieser Hinsicht die Disposition meiner Familienseite aufgesammelt haben sollte, wäre das doof.