Beiträge von Junora

    Ich steh gerade etwas auf dem Schlauch und hoffe auf Tipps!


    Ich habe die letzten jahre überwiegend im Homeoffice freiberuflich gearbeitet. Seit Sommer letzten Jahres hat sich mein Job (Bereich Journalismus) dahingehend verändert, dass ich sehr viel fahre, zu Außenterminen, einmal die Woche in die Redaktion, zu Sitzungen usw. Das merke ich inzwischen sehr deutlich an meinen Tankkosten.


    Meine Frage ist jetzt, wie ich das steuerlich geltend machen kann. Muss ich für jede Fahrt ein Fahrtenbuch führen? Ich habe ja diverse wechselnde Einsatzorte, wie müsste sowas dann aussehen? Im Internet hatte ich gelesen, Fahrtenbuch wäre ein zweischneidiges Ding. Aber Pauschale ansetzen geht ja irgendwie auch nicht, oder?


    Gibt es unter den Raben Freiberufler in einer ähnlichen Situation?


    Danke!#blume

    Ich möchte nochmals was zur Ricola Werbung nachwerfen: Ricola AG ist ein Schweizer Unternehmen und wenn sich ein Schweizer Unternehmen über Schweizer Klischees lustig macht, dann ist das für mich völlig OK. Da gibt es einige, zB. auch die Werbung für Appenzeller Käse.

    Danke, Daroan! Das wollte ich auch schreiben. Es ist doch etwas bedeutend anderes, wenn man sich über sich selber lustig macht. Abgesehen davon, wie vorher schon erwähnt, dass eine Frendherrschaft und Unterdrückung in der Schweiz ein paar hundert Jahre länger her ist als in Afrika.

    Aber wo wird sich denn im Umckaloabo-Spot lustig gemacht, und über wen?? Da tanzen doch keine "baströckigen Wilden" rum, deren Heilpflanze dann mildtätig von den klugen Weißen zu einem "echten" Medikament gemacht wird. (ja, ich weiß, das ist ein Holzhammer-Beispiel)

    Das finde ich gerade so schwierig und den bedeutenden Unterschied zwischen Rassismus und Klischee.

    Das Medikament Umckaloabo kenne ich auch schon seit ner halben Ewigkeit, damals gab es m.E. noch keine Radiospots dafür und ich kann mir meine Oma bildlich vorstellen, wie sie das "Umcko ...ähm Umka ..ähm" in der Apotheke bestellen will. Weil es das evtl. damals nur als geschriebenen Begriff gab und es vielen Menschen schwer fällt, vom Geschriebenen auf das Gesprochene zu switchen, wenn es nicht genau unserem Sprachgebrauch entspricht. Daher finde ich es sogar sinnvoll, das Wort zu vertonen, weil man es sich dann besser merken kann.

    Den Pharma-Hintergrund inkl. Patent, Stiftung und Co. geht für mich schon in die Richtung klassischer postkolonialistischer Ausbeutung und Aneignung. Trotzdem: Der Spot selbst ist m.E. nicht rassistisch, wenn ich die Rassismus-Definition heranziehe.

    Auch nicht jeder Werbespot mit einer Frau ist sexistisch, dafür müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein.


    100 xEdit wegen tausend Buchstaben an vollkommen falschen Stellen

    Dem stimme ich grundsätzlich zu, sehe es in der Werbung aber nicht. Ich hatte das zuerst (also den Jingle) auch eher mit Australien assoziiert, dachte, ich hätte im Radio ein Didgeridoo gehört.


    Sonst dürfte man Produkte/Inhaltsstoffe aus Afrika ja gar nicht mehr bewerben, weil immer das Gefälle "mitgedacht" werden könnte. Das fände ich ziemlich problematisch.

    Ich find die auch alle doof und klischeehaft, aber auch alle nicht rassistisch. Auch beim Umckaloabo-Sport nicht, weil da eben keiner Menschengruppe irgendwelche pauschalen Eigenschaften zugeschrieben werden, um daraus Minderwertigkeit abzuleiten.

    Und mir fallen auf Anhieb Leute ein, mit denen ICH nicht ostafrikanisch essen gehen würde, weil sie es rassistisch finden, mit den Händen zu essen. Sie finden die Esskultur dieser Menschen gehört ihnen und sollte kein "besonderes Erlebnis für Weiße" sein.

    Ich empfand das immer anders, für mich gehört das wie die Stäbchen beim japanischen Essen dazu. Aber ich fange wirklich das Grübeln an.

    Also ich glaube, da gibt es mehrere Szenarien: Wenn es in einem Restaurant ok (oder vielleicht sogar gewollt bzw angeboten wird) ist, kann man das ruhig machen, Wenn ich jetzt mit meinem Freund essen gehe und ihn frage, warum er nicht lieber mit den Händen isst, weil "das macht ihr doch alle so" - dann ist das verallgemeinernder Rassismus (und er würde mich auslachen).

    Das Wörterbuch sagt:


    1. (meist ideologischen Charakter tragende, zur Rechtfertigung von Rassendiskriminierung, Kolonialismus o. Ä. entwickelte) Lehre, Theorie, nach der Menschen bzw. Bevölkerungsgruppen mit bestimmten biologischen Merkmalen hinsichtlich ihrer kulturellen Leistungsfähigkeit anderen von Natur aus über- bzw. unterlegen sein sollen

    2. dem Rassismus (1) entsprechende Einstellung, Denk- und Handlungsweise gegenüber Menschen bzw. Bevölkerungsgruppen mit bestimmten biologischen Merkmalen "der offene Rassismus der weißen Regierung, der Nazis"


    Das sehe ich hier nicht, es kommen m.E. gar keine Menschen vor, oder gibt es dazu vll. nen bebilderten Spot? Ich finde es bei solchen Beispielen echt schwer, von Rassismus zu reden, wenn gar kein bezug zu Menschen hergestellt wird. Der "weise schwarze Mann" kommt doch nicht vor, das ist doch eine mögliche Interpretation des Hörers, die er aber auch lassen kann. ich denk nicht an dunkelhäutige Medizinmänner, wenn ich den Spot höre. Wenn ich lese, dass das eigentlich ne schnöde Geranie ist und ich auch in meinen Blumenkübel beißen könnte, dann machen sich da bei mir eher andere Zweifel breit, warum ich das in der Apotheke kaufen soll.

    (Ich finde das übrigens gut gemacht, in der HInsicht, dass man sich durch die Melodie den Namen tatsächlich gut merken kann. Ich weiß sofort, wie das heißt, dabei hab ich das noch nie gekauft. Wie das Halsmittel heißt, das ich seit Monaten kaufen will, vergesse ich immer wieder.)

    Das kam mir allerdings auch in den Sinn. Also verbunden mit der Melodie kann man sich die Silben leichter merken und der Wiedererkennungswert ist ziemlich hoch.


    Edit:

    Wenn ich in meinem afrikanischen Lieblingsrestaurant esse und dort eritreische oder äthiopische Tänze aufgeführt werden, ist das trotz Authentizität VOLL Klischee

    Ist das dann nicht eher Folklore? Ich finde es immer schwierig, wenn man zu viel reflektiert (also vor allem das eigene Verhalten) und dadurch die Berührungsängste noch größer werden. ich frage mich bei Sushi oder asiatischem Essen auch nicht, ob ich das jetzt mit Stäbchen essen darf oder nicht. Ich mach es, wenn ich glaube, es halbwegs elegant über die Bühne zu bringen, Suppen sind z.B. raus.^^ Im Restaurant fände ich mit den Händen zu essen insgesamt nicht besonders "schick", aber rassistisch?

    Das hab ich eben über den Begriff gefunden:


    „Umckaloabo“ setzt sich aus zwei Begriffen der Zulu-Sprache zusammen: ‚umKhulkane’ heißt so viel wie „Beschwerden/Erkrankung der Lunge“, ‚uUhlabo’ bedeutet „Schmerzen im Brustbereich“. Damit ist auch der traditionelle Gebrauch der Wurzel dokumentiert.

    Quelle: http://www.arzneipflanzenlexikon.info/kapland-pelargonie.php


    Ich finde das jetzt nicht so schlimm, wenn auch nicht besonders schlau.


    Mir persönlich tut es mehr weh, wenn mein Partner im Bus als Scheißnigger beschimpft wird, wenn er sich irgendwo einmischt, wo andere Leute bedrängt werden.

    War hier auch so, bei uns kam noch dazu, dass wir die Konstellation Angestellter mit PKV und Freiberuflerin hatten. D.h. bei der Krankenkasse (bis ich endlich in der Künstlersozialkasse war) wurden unsere Gehälter zusammengerechnet und halbiert, was für mich 500 Euro nur Krankenkasse (ohne Rentenversicherung) ausgemacht hat. Dazu Steuerklasse 5, d.h. für mich pro Vierteljahr ca 1000 Euro Vorauszahlungen, bedeutete dann in der Praxis, dass von meinen ca 1300 Euro Honorar jeden Monat nur knackige 450 übrig geblieben sind, und wie thumbelina richtig erwähnt hat, gedanklich meine Berufstätigkeit "Schuld" an den Hortkosten war. Ich musste mich für jeden beruflichen Einsatz rechtfertigen ("Lohnt sich bei dir ja eh nicht, die paar Mäuse geb ich dir aus der Portokasse" - natürlich nie geschehen), Ehemann hat saftig zurückbekommen jedes Jahr, dank getrennter Konten hab ich null vom Splitting profitiert (selbst schuld).


    Inzwischen bin ich alleinerziehend und habe mehr Netto als jemals zu Ehezeiten, aber das ist ein anderes Thema#rolleyes

    Wir auch, mein erster Urlaub seit 2 Jahren und der erste ohne Kind seit 12 Jahren :(. Auf Spiegel steht, die deutschen TC-Unternehmen hätten noch keine Insolvenz angemeldet, aber das ist dann ja sicher nur noch eine Frage der Zeit.

    Ich warte mal ab, viel machen kann man ja jetzt anscheinend eh noch nicht.

    Ich glaube, es ist eine andere Art von Angst. Dass Beziehungstaten wahrscheinlicher sind, weiß ich. Für mich (bzw. meine Einordnung dieser Ängste, ich selbst habe von dem Vorfall erst durchs Forum erfahren) spielt die Wahllosigkeit eine Rolle, das Gefühl "es könnte jeder sein", auch wenn das nicht rational ist, aber das ist etwas, das Ängste ausmacht.

    Grundsätzlich stimme ich dem zu, finde es so aber arg plakativ. Sich EINE Organisation rauszupicken, wo dann 1 Jahr Spendenaufkommen gegengerechnet wird, geht doch total dran vorbei. Es gibt doch noch zig Organisationen, die für humanitäre Zwecke arbeiten, Plan, Brot für die Welt, Terre de Femmes, Ärzte ohne Grenzen, da hörts doch nicht auf. Und das Spendenvolumen (Bei Notre Dame sind doch sicher weltweite Spenden gemeint, oder? Mich würde dann auch interessieren, wie das weltweite Spendenvolumen für humanitäre Zwecke ist) Wenn man die jetzt alle zusammennehmen würde, würde da auch ne andere Summe zusammenkommen. Außerdem sehe ich das so, dass für akute "Katastrophen" immer schnell mehr zusammenkommt als bei dauerhaften Problemen. Ob der Wiederaufbau eines Gebäudes ohne Verletzte (nach meinem Wissensstand zumindest) so wichtig ist wie Hilfe bei einer humanitären Notlage, ist natürlich Ansichtssache.


    Nichtsdestotrotz sind 880 Millionen eine krasse Summe für die kurze Zeit.

    "Der Zipferlake" nach Lewis Carroll. In der 6. Klasse in einer 10-Minuten-Pause gelernt, weil unser Deutschlehrer uns ne Tafel Schokolade in Aussicht gestellt hat, wenn wir es schaffen. Meine Freundin und ich haben es hingekriegt (es gab dann weiße Schoko mit Crisp) und das ist das einzige Gedicht, das ich jetzt über 20 jahre komplett fehlerfrei rezitieren kann^^

    Preschoolmum Ich hab braune Heilerde da und schon versucht, die zu trinken *grusel* - Als Gesichtsmaske habe ich es aber schon für gut befunden, wollte aber hauptsächlich mein Inneres behandeln ^^. Ich guck mal nach Kapseln, danke!


    Das mit der Flüssigkeit habe ich auch gelesen, das hab ich auf dem Schirm.:)


    Nova Danke für den Tipp mit dm, dann könnte ich ja einfach mal was holen gehen.


    Wenn ich das richtig verstehe, sind sowohl die Flohsamenschalen als auch Bentonit und Zeolith für Reinigung/Abtransport verantwortlich - müsste ich dann nicht noch Probiotika nehmen, um die Flora aufzubauen? Wir hatten doch auch mal eine Rabin, die sich super mit Gesundheitsdingen auskennt, war das die.lumme ? Oder erinnere ich mich da falsch?#nägel

    Hallo ins Rabenrund,


    weil ich immer mal wieder Probleme habe mit der Verdauung, aber besonders auch mit meiner Haut (juckender Ausschlag uf der Stirn, Trockenheit, regelmäßig Pickelausbrüche im Bereich Stirn/Wangen usw, plötzliche rote Stellen mit Juckreiz usw.) und irgendwie nichts an Cremes oder Pflege hilft, überlege ich, ob ich meinen Darm mal etwas pflegen könnte. Ich kann mich an den Beginn der Probleme (Haut) etwa um meinen 30. Geburtstag erinnern, d.h. ich krampfe jetzt schon seit 3 Jahren mit mehr oder minder starken Beeinträchtigungen herum (teilweise hab ich das Gefühl, ich müsste mir das Gesicht abziehen #haareund geh dann auch echt nicht gern aus dem Haus). Momentan ist es wieder extrem schlimm und ich merke, wie sehr mir das auch auf die Stimmung schlägt.


    Jetzt fiel mir ein, dass ich um den Dreh herum auch eine Blinddarm-OP hatte mit Antibiotika usw. Eventuell ist also mein Darm irgendwie nicht okay. Ich habe zwar nächste Woche auch endlich mal einen Hausarzttermin, würde aber gern trotzdem mal sowas wie eine Kur machen (wird ja sicher eh nicht von der KK bezahlt, also auf eigene Faust).

    Bei den ganzen Mittelchen habe ich das Gefühl, viel falsch machen zu können und bin jetzt auch Flohsamenschalen mit Betonit usw. gestoßen.

    Hat eine von euch damit Erfahrungen gemacht bzw. Tipps, die euch geholfen haben, den Darm auf die Reihe zu kriegen?


    Dankeschön #blume

    Jedes Mal wieder, wenn ich auf den Parkplatz von famila komme und das große Banner sehe, auf dem


    PROPAGANDASTATION steht.



    oder Propangas. Ja, vielleicht eher Propangasstation.

    Das erinnert mich daran, dass ich mal mit einem offenbar Gläubigen eine Diskussion über genau dieses Händeschütteln hatte. Ich habe versucht, ihm zu erklären, dass die Deutungsweisen bei uns andere sind und dass ich als emanzipierte Frau es eher als Beleidung empfinde, wenn man mir die Hand verweigert, weil ich eine Frau bin. Das Ende des Gesprächs war, dass er mir an den Kopf warf, meine Meinung und mein Empfinden würden ihn einen Scheißdreck interessieren (ja, das ist kein O-Ton, kommt dem aber nahe). Ob ich so eine Art von "Respekt" haben möchte, bezweifle ich allerdings. Dass man sich auf einen Konsens einigt, bei dem jedem Rechnung getragen wird, finde ich in Ordnung. Wenn mir aber ein "Respekt" aufgenötigt wird, den ich so gar nicht will und mir dann noch zu verstehen gegeben wird, dass meine Meinung nichts wert ist (Mensch, warum nur, vielleicht, weil ich eine Frau bin? Oder ne Ungläubige?), dann hörts bei mir auf. Aber Religionen und ich sind eh ein Thema für sich, braucht also keiner jetzt mit der Islamophobiekeule zu kommen.


    Ich denke inzwischen, schon allein wegen der krass patriachalen Aufstellung vieler Glaubensrichtungen, dass die Definition von "Respekt" im Kontext von systematischer Frauenunterdrückung und -benachteiligung für mich kein Kriterium mehr ist. Respekt funktioniert im Übrigen auch nicht nur in eine Richtung. Hier sehe ich aber, dass "Respekt" nur ein Wort innerhalb eines zutiefst männlichen Machtverständnisses ist. Und nö, das entschuldige ich nicht. Davon ab hatten wir die Händeschüttelthematik hier im Forum schon, als der Fall in der Schweiz aktuell war, ziemlich ausführlich diskutiert.


    Meine Mutter erzählte da auch von ihrem Nachbarn, der mit seinen strengen Vorschriften die halbe Stadt in Atem hält, weil er seine Umgebung dafür verantwortlich macht, dass er als Gläubiger nicht mit Schwein, Alkohol usw. in Berührung kommt. Hatte aber selbst gar keine Probleme damit, bei einer Feier bei sich, zu der auch Hindus eingeladen waren, nur Rind zu servieren. Was denn? Hauptsache, alle nehmen auf IHN Rücksicht.