Beiträge von Veggie-Mama

    Ist es denn keine Option, das Kind zum Termin mitzunehmen? Wir hatten unsere damals beim Notar dabei und es war kein Problem. Wenn Ihr insgesamt zwei Stunden weg seid, dann dauert der Termin wie lange? Eine Stunde? Vielleicht was zum Spielen mitnehmen? Zuhören kann man auch mit Kind auf dem Schoß. Wir hatten damals alle Unterlagen schon vorab zuhause durchgesehen, sodass wir nur nochmal alles gemeinsam durchgegangen sind und ein paar Fragen geklärt haben. War nichts, bei dem Kinder auf keinen Fall dabei sein können.


    Ein kleines Kind nicht zu jemandem geben zu wollen, zu dem es keine Bindung hat, finde ich völlig gesund und natürlich. Das hat nichts mit nicht loslassen können zu tun. Insofern finde ich es gut, wie Du das machst. Meine Kinder werden auch alle nicht fremdbetreut und dass ein Kind in den ersten Jahren die Familie als Zentrum erlebt, ist gut und richtig. Wenn sie soweit sind, erweitern sie ihren Radius von ganz allein. Man muss ihnen nur die Möglichkeit dazu geben, sie aber nicht zwingen.


    Hör auf Dein Bauchgefühl und lass' Dir nichts einreden, Du brauchst Dich nicht zu rechtfertigen. :)

    Ich bin - wieder mal ;) - ganz bei Trin. Meine Kinder wollen mit mir auch nicht über ihre Spielinhalte reden. Sie sind allerdings auch zu dritt und kämen gar nicht auf die Idee, einen Erwachsenen in ihre Rollenspiele einzubeziehen. Wenn mal eins meiner Kinder bei mir auftaucht und mir mitteilt, dass es z.B. gerade ein Dieb ist oder ein Tyrannosaurus auf der Suche nach Fleisch, dann gebe ich höchstens mal einen kurzen Kommentar dazu gab und dann gehen sie wieder. Viel wollen sie dazu gar nicht hören, bloß mal kurz wahrgenommen werden. Ansonsten bevorzuge ich es, Fragen zu stellen. So was in der Art von "Ist das toll, ein Böser zu sein?" oder "Bist du der gefährliche Pirat Schwarzbart?". Ich finde es wichtig, die Kinder in ihrer Fantasiewelt zu lassen und nicht allzu viel daran herumzuphilosophieren. Jedenfalls kenne ich kein Kind, das dies einfordert.

    Wir haben einen Sharan, was kleineres kommt nicht in Frage. Und wenn wir in Urlaub fahren, ist der Kofferraum bis aufs letzte Eck voll. :D Aber er ist im Alltag gut zu fahren und ich mag das Auto sehr. Allerdings ist er schon alt und wir werden uns bald was neues suchen müssen.

    Ich verstehe nicht, wieso freilernen automatisch mit fehlendem Schulabschluss gleichgesetzt wird. Ich selbst habe mein Abitur auch nicht an der Schule, sondern in Eigenregie absolviert. Und habe ein abgeschlossens Hochschulstudium. Es gibt in D viele Möglichkeiten, Schulabschlüsse extern zu machen. Es klingt hier ein bisschen so, als würden Freilernerfamilien ihren Kindern die Zukunft verbauen. Für uns und die Freilerner, die wir kennen, gilt das nicht. Aber bekanntlich führen ja viele Wege nach Rom.


    Wenn man sich die Statistik anschaut, dann braucht man auch keine Angst zu haben, dass bei Abschaffung der Schulgebäudeanwesenheitspflicht plötzlich alle Kinder zuhause bleiben. In den meisten europäischen Ländern machen etwa 1% der schulpflichtigen Kinder Gebrauch vom Heimunterricht. In Kanada sind es etwa 4% recht viele, da wird es aber auch finanziell großzügig unterstützt, wenn man sich meldet. Die Schule ist ja nicht zuletzt auch eine kostenlose Betreuungsmöglichkeit.


    Madrone, wie kann denn gemeinsames Lernen von Homeschoolern bei Euch verboten sein? Wird das überprüft, welche Sanktionen gibt es?

    Ich bin für ein nachfrageorientiertes Recht auf Bildung aller Menschen. Und es leuchtet mir nicht ein, warum in so vielen Bereichen unseres Lebens das Subsidaritätsprinzip herrscht, nur im Bereich der Bildung wird vorausgesetzt, dass die jungen Menschen es allein nicht auf die Reihe kriegen. Im Übrigen finde ich das belgische Modell am ansprechendsten in Europa. Keine Lernfortschrittskontrollen, aber ein Blick auf die Familien in Hinsicht darauf, ob die jungen Menschen Zugang zu Bildung erhalten und in einer förderlichen Umgebung aufwachsen.


    Die deutsche Schulpflicht ist eben typisch deutsch: Kontrollzwang, Angst vor Andersdenkenden und Pseudo-Pluralismus. Hier herrscht ein Klima des Misstrauens gegenüber jungen Menschen, Selbstbestimmung ist nur in der Theorie erwünscht und sowieso wissen ja alle besser, was für das Kind gut ist als das Kind selbst. Ausnahmen gibt es nicht, denn wo kämen wir hin, wenn das alle machten?! Am Ende entstehen noch haufenweise Parallelgesellschaften... *Ironie off*


    Bei meinen Kindern braucht jedenfalls niemand die Freiheit bei dem Zwange zu kultivieren, die sind nämlich schon frei. Und sollen es auch bleiben.


    In einer ganz üblen Phase hab ich sogar mal eine Strichliste gemacht, ein Strich für jede Situation, in der ich nicht laut geworden bin. Klingt bescheuert, hat mir aber sehr gut geholfen.


    #ja Ich habe mal in einer ganz schlimmen Phase mir jeden Tag einen Smilie in den Kalender gemalt, wenn ich den Tag ohne Schreien geschafft habe.


    Das blöde ist ja, dass man erstmal Kraft investieren muss, um aus so einer Spirale rauszukommen. Bei uns ist es so, wenn ich selber ein bisschen aufgetankt habe, kann ich besser mit den Kindern umgehen, die dann wiederum viel umgänglicher sind. Hier hilft nur, sich hinzusetzen, Ideen zu sammeln und ein paar kleine Veränderungen einzuführen.


    Ich bin ja 24/7 mit den Kindern zusammen und was ganz wichtig ist, sind Ich-Zeiten. Also Zeiten, in denen ich mal meine Ruhe habe. Geht natürlich mit Säugling nicht, aber größeren Kindern kann man schon erklären, dass jetzt mal eine Stunde jeder was allein macht. Am besten mit der Aussicht auf was schönes Gemeinsames danach. Dann habe ich auch wieder Spaß an und mit den Kindern, wenn ich zwischendurch mal durchatmen kann. Wir haben z.B. heute Vormittag gebastelt, dann gab es Mittagessen und jetzt bin ich im Büro und die Kinder in ihrem Zimmer. Nachher wollen wir dann Popcorn machen und einen Film gucken. So versuche ich, jedem Tag ein bisschen Struktur zu geben und mal ein Highlight einzubauen. Am einen Tag gibt's Kinderbesuch, wir machen einen Ausflug, eine Einkaufstour, was auch immer. Und rausgehen, rausgehen, rausgehen. Das bringt hier ganz viel Entspannung.


    Und am Wochenende die Kinder aufteilen. Einen Teil übernimmt der Papa und die Mama hat mal nur ein Kind oder zwei. Das kommt einem gleich vor wie Urlaub. Vor allem, weil sich die Kinder einzeln ganz anders verhalten und da nicht diese anstrengende Gruppendynamik entsteht.

    Wir wechseln uns normalerweise ab. Außer, einer ist krank oder hat schlecht geschlafen oder so. Dann macht der andere mal öfter. Das Fertigmachen fürs Bett übernimmt zum größten Teil der Papa, das finde ich sehr angenehm. ^^
    Festes Ritual haben wir eigentlich nicht. Nach dem Abendessen wird vorgelesen oder gespielt, je nach Uhrzeit gehen die Kinder dann nochmal in ihr Zimmer und so ab 19 Uhr werden sie bettfertig gemacht. Das zieht sich dann oft eine Weile und so etwa 20 Uhr liegen alle im Bett. Im Bett wird noch ein bisschen gequatscht und gekuschelt. Bis der Einschlafbegleiter aus dem Schlafzimmer kommt ist es meist ungefähr 20.30 Uhr. Der Große bleibt manchmal länger auf und wird dann nochmal einzeln ins Bett gebracht. :wacko:


    Bei Einschlafzeiten von 90 bis 120 Minuten bei Euch frage ich mich, ob die Kleine vielleicht noch nicht müde ist? Je kleiner unsere Kinder waren, umso später sind sie müde gewesen. Gerade, wenn noch Mittagsschlaf gemacht wird.

    Puhh, das ist echt heftig. Ich kann in solchen Situationen weder ruhig bleiben noch den Mund halten. Wahrscheinlich hätte ich das ganze ziemlich ruppig kommentiert und wäre dann weitergefahren. Diskutieren bringt, glaube ich, nicht viel. Und ob man es für das Kind besser macht, wenn man die Konfrontation sucht, bezweifle ich auch. Echt schwierig... :S


    Ich finde übrigens, das ist ein ganz anderes Kaliber als nur ein unschöner Umgangston. Das ist beleidigend und demütigend.

    Ich würde es so erklären, wie es ist. Auf unserem Reiterhof ist dieses Jahr auch ein Pony eingeschläfert worden, das schon recht alt und sehr krank war. Die Kinder haben immer wieder nach ihm gefragt und ich habe es ihnen so erklärt: Dass Tiere, die sehr krank oder sehr alt sind, manchmal schlimme Schmerzen haben. Und damit die Tiere nicht mehr diese Schmerzen aushalten müssen, gibt ihnen der Tierarzt eine Spritze. Durch diese Spritze sterben die Tiere, das nennt man einschläfern.


    So habe ich es meinen Kindern erklärt und es war okay für sie. Sie hatten dann noch die eine oder andere Frage, was genau das Pferd hatte, wie alt Pferde werden etc. Aber sie hatten kein Problem damit. Ich glaube sowieso, dass für kleine Kinder das Thema Tod nicht diesen Schrecken hat wie für uns Erwachsene. Wir sehen öfter mal tote Tiere beim Spazierengehen, das gehört einfach dazu.


    Traurig ist es trotzdem. Armes Pony. :(

    Frohe Weihnachten!


    Bei uns gibt es heute Abend Kartoffelsalat mit vegetarischen Würstchen und für die Kinder Käsespieße. Zum Nachtisch einen bunten Früchtekuchen. Und die leckeren Schokoplätzchen, die ich in den letzten Tagen mit Klauen und Zähnen verteidigen musste. :D
    Morgen weiß ich noch nicht genau, vielleicht Semmelknödel mit Pilzrahmsoße und Salat.
    Übermorgen schauen wir mal, worauf wir Lust haben. Wahrscheinlich eher was Leichtes.


    Raclette machen wir an Silvester.

    Es kommt drauf an, mit welcher Erwartungshaltung man sowas anschafft, finde ich. Wir haben schon länger das LÜK Bambini, dafür gibt es sogar schon Hefte ab 2 Jahre. Es liegt in einer Kiste mit anderen Lernmaterialien, z.B. Schreib- und Rechenheften, und wer will, kann es sich einfach nehmen. Ich mache das eigentlich auch nur am Anfang mit den Kindern zusammen und wenn sie das Prinzip verstanden haben, machen sie es allein. Hier ist aber keiner wirklich begeistert davon.
    Ich finde nichts Schlimmes daran, es zwanglos anzubieten. Meine Kinder gehen nicht in den Kindergarten und auch nicht in die Schule, daher hat es jetzt nicht wirklich was mit Förderbesessenheit zu tun. Es ist ein Angebot von vielen, nicht mehr und nicht weniger. Ob sie es nutzen, bleibt ihnen ganz allein überlassen.
    Ich warte meist ab, bis die Kinder ein Interesse an etwas zeigen, z.B. beim Großen ist das jetzt Rechnen, und dann besorge ich Material dazu, von dem ich denke, dass es gefallen könnte. Da steht keinerlei Druck dahinter.

    Als meine Kinder drei Wochen alt waren, habe ich immer versucht zu schlafen, wenn sie geschlafen haben. Da bin ich nicht so lange aufgeblieben, das kam erst viel später. Feste Rituale einführen zu wollen halte ich bei so kleinen Kindern für unsinnig. Babyphone haben wir nie gehabt und es kam nicht in Frage, die Kinder in dem Alter allein schlafen zu lassen. Entweder waren sie also bei uns im Wohnzimmer, meist im Arm vom Papa oder mir, oder ich habe mich mit Baby hingelegt.
    Das mit dem Rhythmus und strukturiertem Abendablauf kam erst später, mit mehreren Monaten.

    Wenn es nichts gab, was meine Kinder unbedingt haben wollten, dann habe ich ihnen nur eine Kleinigkeit geschenkt, z.B. ein Buch oder Schleichtier. Und den Rest des Geldes in die Spardose gesteckt. 19 Monate ist ja echt noch jung, wenn sie größer werden, dann wachsen auch die Wünsche und dann ist es praktisch, mal ein Extra vom gesparten Geld kaufen zu können.


    Ansonsten fällt mir für das Alter ein:
    - Kugelbahn
    - Lego
    - Schaukelpferd
    - Obstgarten-Spiel (das für die Kleinen)
    - Klangbaum


    Aber in dem Alter haben meine am liebsten mit irgendwelchen Haushaltsgegenständen gespielt, wie Wäscheklammern, Schüsseln, Kochlöffel etc. ^^

    Mein Großer hat heute die Mittlere aufgeklärt:
    A.: "B., Du kannst aber alleine kein Baby haben. Da musst Du Dir einen Mann suchen und der muss seinen Penis in Deine Scheide stecken. Findest Du das eklig?"
    Das war beim Einschlafbegleiten und ich musste mir echt in die Faust beißen. Sie hat es übrigens nicht weiter kommentiert.


    Immer wieder schön ist auch:
    B.: "Du A., wir können nicht zusammen wohnen, wenn wir erwachsen sind, weil ich will ja ein Baby. Und Bruder und Schwester dürfen kein Baby miteinander haben!"


    Der Große meinte heute übrigens ganz cool:
    A.: "Ich will mal kein Kind haben."
    Ich: "Wieso denn nicht?"
    A.: "Ich will lieber Sport machen und meine Ruhe haben."


    Alles klar. :D
    Ein bisschen nervt's ja, dieses ewige Baby-Thema. #yoga

    Meine Vierjährige fragt auch immer ganz fasziniert. Ich habe erklärt, dass Frauen halt einmal im Monat bluten und dass das nichts Schlimmes ist und auch nicht wehtut und bei ihr auch irgendwann so sein wird.
    Bis jetzt reicht es ihr noch. Der Große fragt zum Glück nicht nach, dem würde diese Erklärung nicht mehr reichen.