Beiträge von annaclara

    Ich möchte noch einen Beitrag von HR2 Der Tag zu dem Thema Rechtsextremismus in Hessen verlinken, den ich gut fand, der derzeitige Entwicklungen auch jenseits von Hessen beleuchtet, und viele Stimmen dazu zusammenfasst. Insbesondere auch zur Rolle der Polizei, die von manchen Rechtsradikalen als mögliche Verbündete gesehen werden.


    Mir macht diese Präsenz von rechtsextremen Gedankengut in Polizei, Militär und Verfassungsschutz grosse Angst.


    https://www.hr2.de/gespraech/d…odcast-episode-49114.html

    Trin ich stehe auch auf dem Schlauch, warum mein Beispiel für Dich nicht verständlich ist. Bei mir geht es nicht um Absprachen innerhalb der Familie, bei der nur das Endresultat, falls überhaupt, für mich relevant ist (Dein Beispiel), sondern gemeinsame Diskussionen, bei denen ich relevante Absprachen oder Informationen verpasse (mein Beispiel - die Entscheidung, ob ein Sommerfest vorgeschlagen werden sollte, wird von zwei Personen ohne mich getroffen, und zwar absichtlich in einer Form, in der ich es nicht mitbekomme). Das finde ich unhöflich. Besser kann ich meine Gedanken zu dem Thema nicht erklären.


    Viele Grüße

    Annaclara

    Trin Ich habe da eben nicht Deine (für mich tatsächlich irrelevante) Kinderorga-Diskussion vor meinem inneren Ohr, sondern eher eine thematische, relevante: wir reden über den Elternabend, und ob dort ein Sommerfest vereinbart werden soll, dann unterhalten sich Personen separat und erklären mir dann, dass sie ein Sommerfest doof finden.


    Na ja, ich will jetzt nicht weiter spekulieren, was sie meint, nur erklären, dass ich jedenfalls etwas anderes darunter verstanden habe als Du, und das zB im Arbeitsalltag als ausgrenzend erlebe. (und da geht es nicht um Türkisch oder Syrisch, sondern um Französisch oder Spanisch. )

    Also nochmal.


    Es geht mir nicht darum, mal ein Beispiel, wir Mütter stehen zusammen und quatschen, und eine Mutter ruft ihrer Tochter auf serbisch etwas zu, die grad irgendwo rumturnt.


    Ich meinte explizit, ich bzw wir stehen zusammen und reden, und alle sind der deutschen Sprache mächtig, und dann wird sich in der anderen Sprache unterhalten um dann das Ergebnis dessen, was in der anderen Sprache gesprochen wurde, wieder einfließen zu lassen. Ich kann überhaupt nicht mehr nachvollziehen was da nun abgelaufen ist, und das gibt es schon auch öfter in Elterngesprächen zb.

    Da hatte ich Midna2 in ihrem zweiten Beitrag (hier mit meiner Hervorhebung) anders verstanden.


    Aber ich lasse es jetzt auch wieder ruhen, vielleicht meinte sie ja auch etwas anderes.

    Ich lese bei Nachtkerze eine schwierige Situation heraus - kein Anschluss, und der kulturelle Schock, wieder in D zu sein. Und da finde ich es verständlich, wenn sie es schwieriger findet, auf dem Spielplatz fremde Menschen anzusprechen, die eine andere Sprache sprechen. Das bedeutet ja nicht, dass es nicht ok ist, eine andere Sprache mit den Kindern zu sprechen, oder unhöflich, oder dass diese Menschen da nicht wohnen sollten, sondern einfach, dass es eine sozial ohnehin nicht ganz einfache Situation noch einen Tacken schwieriger macht. ( Nachtkerze , bitte entschuldige, wenn ich das falsch interpretiere=.


    Ich finde, dieses konkrete Gefühl ist erstmal legitim. Genauso, wie es für andere anstrengend sein kann, wenn sich liebgewonnene Kulturen ändern.


    Das kann doch neben einer generellen Akzeptanz der Kulturen stehen, und dass Weltoffenheit und Vielfalt das Leben insgesamt schöner macht?


    Zu den Gesprächen: irrelevante Zusatzinformationen in der anderen Sprache zu klären, kein Thema. Das Gespräch in der anderen Sprache fortzusetzen, wenn das nicht mangelnden Sprachkenntnissen geschuldet ist, und so verstehe ich Midna2 , finde ich schon klar unhöflich und ausgrenzend. Wir haben das oft bei der Arbeit, und ich finde es deutlich besser, in einer Sprache zu bleiben, bei der alle mitkommunizieren können, wenn es um das gemeinsame Gespräch geht.

    So denke ich mir das auch, undine . Ich habe gerade waschbare pads zum Abschminken gekauft, und jetzt gelesen, dass das schlecht ist, weil ich nicht Biomascara verwende, und damit giftige Stoffe in den Wasserkreislauf kommen. Und jetzt? Existierende Mascara und anderes wegschmeissen? Weiterbenutzen, aber mit Wattepads? Ich habe jetzt entschieden, dass ich, giftig oder nicht, die Sachen, die ich schon habe, erst mal aufbrauche. Wenn ich die nächste Mascara kaufe, dann probiere ich eine Biomarke aus. Aber ob das jetzt die optimale Lösung ist...

    Was für Schwächen meinst Du JooBoo ? Ich fand es eigentlich gerade gut, dass sie versuchen, so viele Faktoren wie möglich außer der Herkunft auszuschalten, also Junge mit Junge zu vergleichen und verschiedene Namen zu testen, um die zu nehmen, die am wenigsten unterschiedliche Sympathien etc auslösen.


    Ich habe mir die Statistik nicht im Detail angesehen, aber es schien mir grundsätzlich sorgfältig durchdacht und gearbeitet.

    In der Studie bekam jede/r TeilnehmerIn ein Diktat vorgelegt mit der Information, dass es von Max or Murat geschrieben wurde, und dafür Fehler identifiziert und eine Note festgelegt. In der Methodik wird auch erklärt, dass in einem namenlosen Test im Schnitt nicht alle Fehler gefunden werden, egal welcher Name. Damit hat man etwas Varianz beim Fehlerfinden und etwas Varianz beim Festlegen der Note aufgrund der Fehler, die hier die Teilnehmer gemacht haben.

    Also, telefonieren tue ich. Mit Familie und engen Freunden.


    Aber wenn ich mein Smartphone dabei habe, schaue ich auf selbiges statt nach dem Weg zu fragen. In meiner Smartphonelosen Vergangenheit fand ich Passanten nicht soo hilfreich. Oft wussten sie nicht, wo das Ziel ist, oder schickten mich in die Irre...

    Lexika - nein, alles online. Dafür benutze ich meine Kochbücher in Papierform viel.

    Ich würde es erlauben, wenn mein Kind daran interessiert wäre, eben weil es für viele so spielmässig ist, aber selbst vermeiden. Ich habe das einmal vor Jahren gemacht und fand es sehr stressig und musste dauernd daran denken, wie sich wohl Leben im Kriegszustand anfühlt. Für mich kein positives Adrenalin. Aber ich mag auch Feuerwerk deswegen nicht, ich bin da eher empfindlich.

    Ich lerne sie nicht auswendig, aber ich mag sie auch. Ich würde Deiner Liste jetzt erst mal Auden hinzufügen!


    Musee des Beaux Arts

    W. H. Auden

    About suffering they were never wrong,

    The old Masters: how well they understood

    Its human position: how it takes place

    While someone else is eating or opening a window or just walking dully along;

    How, when the aged are reverently, passionately waiting

    For the miraculous birth, there always must be

    Children who did not specially want it to happen, skating

    On a pond at the edge of the wood:

    They never forgot

    That even the dreadful martyrdom must run its course

    Anyhow in a corner, some untidy spot

    Where the dogs go on with their doggy life and the torturer's horse

    Scratches its innocent behind on a tree.

    In Breughel's Icarus, for instance: how everything turns away

    Quite leisurely from the disaster; the ploughman may

    Have heard the splash, the forsaken cry,

    But for him it was not an important failure; the sun shone

    As it had to on the white legs disappearing into the green

    Water, and the expensive delicate ship that must have seen

    Something amazing, a boy falling out of the sky,

    Had somewhere to get to and sailed calmly on.


    oder dieses

    In Memory of W. B. Yeats

    W. H. Auden, 1907 - 1973

    Code

    I

    He disappeared in the dead of winter:

    The brooks were frozen, the airports almost deserted,

    And snow disfigured the public statues;

    The mercury sank in the mouth of the dying day.

    What instruments we have agree

    The day of his death was a dark cold day.

    Far from his illness

    The wolves ran on through the evergreen forests,

    The peasant river was untempted by the fashionable quays;

    By mourning tongues

    The death of the poet was kept from his poems.

    But for him it was his last afternoon as himself,

    An afternoon of nurses and rumours;

    The provinces of his body revolted,

    The squares of his mind were empty,

    Silence invaded the suburbs,

    The current of his feeling failed; he became his admirers.

    Now he is scattered among a hundred cities

    And wholly given over to unfamiliar affections,

    To find his happiness in another kind of wood

    And be punished under a foreign code of conscience.

    The words of a dead man

    Are modified in the guts of the living.

    But in the importance and noise of to-morrow

    When the brokers are roaring like beasts on the floor of the

    Bourse,

    And the poor have the sufferings to which they are fairly

    accustomed,

    And each in the cell of himself is almost convinced of his

    freedom,

    A few thousand will think of this day

    As one thinks of a day when one did something slightly unusual.

    What instruments we have agree

    The day of his death was a dark cold day.


    II

    Code
    1. You were silly like us; your gift survived it all:
    2. The parish of rich women, physical decay,
    3. Yourself. Mad Ireland hurt you into poetry.
    4. Now Ireland has her madness and her weather still,
    5. For poetry makes nothing happen: it survives
    6. In the valley of its making where executives
    7. Would never want to tamper, flows on south
    8. From ranches of isolation and the busy griefs,
    9. Raw towns that we believe and die in; it survives,
    10. A way of happening, a mouth.

    III

    ps von Euch angeregt, habe ich gerade mal einer Firma geschrieben, sie möchten bitte aufhören, mir Post zu schicken. Die Kataloge wandern direkt in den Papiermüll, dann brauchen sie auch gar nicht erst gedruckt und hierher transportiert werden...

    Die Sachen, die bei mir richtig problematisch sind, sind nur mit deutlichen Komforteinbussen änderbar - ich reise viel für die Arbeit, ich mag gern gut beheizten und grosszügigen Wohnraum...


    Was ich trotzdem mache, auch wenn es nicht so einen grossen Einfluss hat, wie der Wohnraum: kein Auto, sondern mit dem Fahrrad durch die Gegend fahren, wo es geht, Zug statt Flugzeug, Plastik vermeiden, wo es einfach ist (-> wiederverwendbare Einkaufstüten dabei haben, auf dem Market loses Gemüse etc kaufen), regional kaufen (zZ Kohl, Kartoffeln, Karotten statt Paprika, Avocado, Tomaten), grösstenteils vegetarisch (dh Fleisch im Schnitt so einmal alle zwei Monate), Sachen teilen und weitergeben (Nachbarschaftsportal, Oxfam etc).


    Ich fühle mich da aber sehr unzureichend. Mein Klimafussabdruck ist nicht super.

    Ich glaube, ehrlich gesagt, dass die Familien mit sechs Kindern wirklich nicht diejenigen sind, bei denen die Vermeidung des Individualverkehrs anfangen sollte. Oder diejenigen, die dann stundenlang unterwegs sind, weil Job und Wohnraum nicht zueinander passen.


    Ich sehe aber schon zB bei der Arbeit eine Reihe von Kollegen ohne Care Verantwortung, bei denen ich weiss, dass sie a) normale Arbeitszeiten und b) gut ausgebauten Zugang zu Nahverkehr haben (plus ein wirklich hochsubventioniertes Jobticket), bei denen ich solche Zwänge nicht sehe, und die einfach lieber Auto fahren und das auch so sagen. Finde ich individuell auch vollkommen verständlich. Ich habe definitiv meine eigenen Klimaschwächen. Aber gesamtgesellschaftlich fände ich es trotzdem besser, wenn auf den Ausfallstrassen dann nicht für diese Pendler (ein Mensch pro Auto) wieder Doppelspuren eingeführt werden, wie die FDP es bei der letzten Landtagswahl gern gehabt hätte, sondern der Fahrradweg und das Bahnnetz besser ausgebaut wird, und das Autofahren für die, die es sich leisten können (!), etwas mehr erschwert wird, damit sie doch mal die S-Bahn ausprobieren.

    Mondschein das verstehe ich nicht ganz. Es ist doch besser, etwas dichter in der Stadt zu wohnen als draussen noch mehr Flächen zu versiegeln, oder? Die Menschen sind ja so oder so da, und ich dachte, es wäre gesamt effizienter für den ökologischen Fussabdruck, in Städten zu wohnen als in vielen kleinen Siedlungen auf dem Land?


    Hier in Frankfurt finde ich zB, sie sollten mal prioritisieren, die Autobahn zu umbauen, so dass man den Lärm nicht hört. Damit würde auf einen Schlag viel zusätzlicher exzellenter Wohnraum frei, der gut angebunden etc ist.