Beiträge von annaclara

    Von wegen "unbeschwerte Jahre" und so: Wäre es eigentlich vom Stressfaktor her WIRKLICH so ein gravierender Unterschied, wenn der William jetzt schon König wär? Ich meine, der Medienzirkus lässt sich doch so oder so kaum noch steigern. Und was die Verpflichtungen angeht, ja ist Königsein in einer konstitutionellen Monarchie denn so viel zeitaufwäniger als der Job als Prinz und Hubschrauberpilot? Vor allem bei Auslandsreisen z.B. zu Hochzeiten anderer Königshäuser und so lässt sich die Queen doch meistens von ihren Kindern und Enkeln vertreten, da sind Willi und Kate ja jetzt schon oft genug in der Pflicht, das Gleiche gilt für Charity-Engagements. Was macht die Queen eigentlich den ganzen Tag, wenn sie nicht grade ein paar Schauspieler und Musiker in den Adelsstand erhebt? Also vielleicht bin ich da sehr blauäugig, aber ist das Arbeitspensum von so einem Monarchen wirklich größer als das eines ganz normalen Arbeitnehmers und größer als das Pensum, das Willi und Kate jetzt schon bewältigen?


    Doch, das ist schon nochmal anders. Ich weiß nicht, wie das mit den Arbeitszeiten ist, aber die Königin hat Verpflichtungen als Staatsoberhaupt (z.B. Jede Woche eine Diskussion mit dem Premierminister), die über das Zeremonielle, dass William und Kate übernehmen, hinausgehen. Die Beschreibung unten ist sicher nicht ganz neutral, aber kommt mir glaubwürdig vor.


    Ich war schon beeindruckt, als sie vor einer Weile bei mir bei der Arbeit war und in den 90 Minuten oder so 200 Leute in Kleingruppen getroffen hat. Und für meine britischen Kollegen war das eine Riesensache (ich fand es auch spannend und habe mich gefreut, in einer der Kleingruppen zu sein).



    http://www.royal.gov.uk/HMTheQ…nsworkingday/Morning.aspx
    http://www.royal.gov.uk/HMTheQ…workingday/Afternoon.aspx
    http://www.royal.gov.uk/HMTheQ…nsworkingday/Evening.aspx


    Hier der Morgen.
    The Queen's working day begins like many people's - at her desk.


    After scanning the daily British newspapers, The Queen reviews her correspondence.


    Every day, 200-300 (and sometimes many more) letters from the public arrive. The Queen chooses a selection to read herself and tells members of her staff how she would like them to be answered.


    This enables Her Majesty personally to see a typical cross-section of her daily correspondence. Virtually every letter is answered by staff in her Private Secretary's office or by a lady-in-waiting.


    The Queen will then see, separately, two of her Private Secretaries with the daily quota of official papers and documents. This process takes upwards of an hour.


    Every day of every year, wherever she is, The Queen receives from government ministers, and from her representatives in the Commonwealth and foreign countries, information in the form of policy papers, Cabinet documents, telegrams, letters and other State papers.


    These are sent up to her by the Private Secretaries in the famous 'red boxes'. All of these papers have to be read and, where necessary, approved and signed.


    A series of official meetings or 'audiences' will often follow. The Queen will see a number of important people.


    These include overseas ambassadors and high commissioners, newly appointed British ambassadors, senior members of the British and Commonwealth Armed Forces on their appointment and retirement, and English bishops and judges on their appointment.


    Each meeting usually lasts 10 to 20 minutes, and usually The Queen and her visitor meet alone.


    The Queen may also meet a number of people who have won prizes or awards in a variety of fields such as literature or science, to present them individually with their prize.


    If there is an Investiture - a ceremony for the presentation of honours and decorations - it begins at 11.00am and lasts just over an hour. The Queen usually meets around 100 people at each Investiture to present Orders, decorations and medals.


    The Queen will often lunch privately. Every few months, she and The Duke of Edinburgh will invite a dozen guests from a wide variety of backgrounds to an informal lunch. Occasionally, the guest list may consist of far fewer people, such as a newly appointed or retiring Governor-General and their guest.


    If The Queen is spending the morning on engagements away from her desk and other commitments, she will visit up to three venues before lunch, either alone or jointly with The Duke of Edinburgh.


    On a regional visit, The Queen and The Duke of Edinburgh lunch with a wide variety of people in places ranging from town halls to hospitals.

    Das macht mich sooo sauer. Mir tat Sabine Lisicki sehr leid, aber wenn ich diese Kommentare lese, bin ich so froh, dass Frau Bartoli gewonnen hat. Wie furchtbar, so angefeindet zu werden. Und wie abgrundtief frauenverachtend.


    EDit: hier sollte eigentlich der Beitrag von Susan Sto Helit zum Wimbledonthema zitiert werden. Sorry!

    Ich finde es nett - es mag sein, dass sie nicht hundert Prozentig auf gerade diesen Engel steht, aber für mich klingt das 'mit bedacht ausgesucht und herzlich gemeint' und alle bedacht. Und das ist (meiner Meinung nach) das wichtigste.


    Und Du kannst es auch echt nicht wissen - manche mögen keine Nippes, für andere ist das praktische dann doch nicht praktisch oder zu unromantisch. Du hast doch eine gute Mischung!

    Ich finde es auch sehr interessant - vor allem beobachte ich bei mir genau das, was Du beschreibst, Susan Sto Helit - wenn ich wirklich viel arbeite und an meine Grenzen komme, aber das kurzzeitig nicht ändern kann, tendiere ich dazu, mehr zu essen. Vor allem mehr Zucker. In der Hoffnung, dass das auch extra Energie bringt. In der Situation bin ich dann schon angespannt, dass ich das Gefühl habe, nicht auch noch dabei 'kontrolliert' sein zu können. Das ist schlecht, weil ich dann in eine Zuckerspirale gerate und das Gefühl habe, immer mehr zu brauchen.


    Deswegen bin ich nicht übergewichtig, aber es hat mir so drei bis fünf Kilos mehr eingebracht als ich gern hätte. Abnehmen ist schwer, vom Stress abgesehen halte ich eigentlich mein Gewicht von selbst, um abzunehmen, muss ich Hunger haben. Essen vergessen passiert mir so gut wie nie, und dann geht es mir schlecht.


    Mein Stoffwechsel ist ziemlich Null acht fünfzehn, bei so 2000 plus extra für Sport, je nachdem wieviel. (Soll heißen, wenn ich zähle, weil ich besagte 3 bis 5 Kilos reduzieren möchte, nehme ich bei 1400 plus Sportkalorien gut ab).


    Typischer, nicht Diättag


    Frühstück
    Vollkornmüsli (3 bis 4 EL) mit Banane und Handvoll Erdbeeren, Vollmilchjoghurt, Tee mit Milch


    Mittags
    Z.b. Grosse schüssel Couscous mit verschiedenem Gemüse, Falafel, geröstetem Gemüse, Wasser


    Nachmittags/morgens - ja nachdem, was so da ist. Obst, Kekse/Schokolade, Gemüse, Joghurt, getrocknetes Obst...


    Abends
    Tomaten und Karotten mit balsamico, Brot mit Ziegenkäse (zwei, drei Scheiben, je nach Größe des Brotes)
    Wasser
    Glas Wein
    Gefrorerene himbeeren mit mehr Joghurt (zu den Stresszeiten oft auch Eis, Schokolade).

    So von außen klingt es ein bisschen so, als ob Du Deine Gesundheit etwas zu tief auf der Prioritätenliste hast? Wenn Du jetzt einen Unfall hättest, würdest Du doch noch viel mehr Zeit verlieren, als wenn Du jetzt etwas anderes sausen lässt, zum Arzt gehst, ganz regelmäßig die Eisentabletten nimmst, Infusionen hast, dich um Deine Gesundheit kümmerst.


    Wenn man schon so schlapp ist, ist es sicher schwer, aber auch wichtig, ich mache mir richtig Sorgen, wenn ich das so in der Reihe lese...


    Liebe Grüsse
    Annaclara

    Hier noch eine Stimme für Iberogast. Und bei mir gibt es dann, Kindheitserinnerungen sei Dank, Salzstangen und Cola oder Zwieback. Ist wahrscheinlich rein psychologisch, aber vielleicht gibt es bei Dir ja auch so etwas, was unter 'Magen beruhigend' abgespeichert ist?


    Von Tee ist mir auch schon noch schlechter geworden, aber manchmal scheint Kamille zu helfen. So richtig klappt aber nur Stress abstellen, dann ist es magisch weg...


    Gute Besserung!

    Mein Zahnarzt schickt seine Patienten nach Ermessen weiter zur Hygienikerin nebenan - ich bin seit zwei Jahren bei ihm, und er fand es bei sämtlichen Kontrollterminen nicht nötig, da Zustand gut. Bei Kollegen schlägt er öfter Hygienikerin vor. (der Zahnarzt ist bei der Arbeit 'integriert'). Ich entnehme dem, dass es ganz auf die individuellen Zähne und Putzzustand ankommt, ob es Sinn macht. Ich war in der Vergangenheit schon mal, und konnte keinen überwältigen Unterschied feststellen.

    Ich formuliere (sehr) wichtige Sachen manchmal vor - bei mir gehe ich von so 150 - 180 Wörter pro Minute aus. Ich spreche tendenziell eher zu schnell als zu langsam und bemühe mich, am unteren Ende zu bleiben.


    Den eigentlichen Vortrag mache ich dann übrigens trotzdem frei mit Stichpunkten, aber es einmal durchformuliert zu haben, hilft mir, die Argumente komplett durchzudenken.


    Edit sagt noch, ich zähle die Wörter mit Word Word count, weil die Seiten viel zu sehr von Zeilenabstand, Buchstabengrösse etc abhängen. Fünf Minuten waren knapp zwei Seiten.

    Zitat von »annaclara«



    [quote='Bina','index.php?page=Thread&postID=451141#post451141']Ich kenne das, klassischer ins-bett-geh Spruch. Und ich bin auch aus Heidelberg und das ist NICHT in hessen!


    #schäm ich hatte sogar extra noch gegooglelt, weil ich mir nicht sicher war, und da offensichtlich die falsche Seite erwischt. Wenn das meine Großmutter wüsste...

    Ich kenne das auch - ich glaube, von meinem Vater (aus der Pfalz). Seine Eltern waren aus der Pfalz und aus Heidelberg (also auch Hessen). Ein netter Spruch, oft beim ins Bett gehen gebracht. Wie bei Dir eher Alltag, auf jeden Fall nicht negativ besetzt.


    Und jetzt hoffe ich, dass jemand schreibt, wo es herkommt, das interessiert mich jetzt nämlich auch!

    Ann, ich finde die Bücher von Tamora Pierce und Diana Wynne Jones haben starke Heldinnen und sind einfach toll (und zumindestens bei letztere für viele verschiedene Altersgruppen vorhanden). Und Joan Alken - kennst Du Wölfe ums Schloss, z.B.?

    Ich würde es, glaube ich, ganz neutral formulieren.


    Erst als Einstieg: ich habe noch ein persönliches Anliegen - passt es gerade?
    (Antwort)


    Ich bin in der xx. Woche schwanger, und würde gern das weitere Vorgehen mit Ihnen/Dir besprechen.


    So ähnlich habe ich das Gespräch auch schon mal von der anderen Seite geführt und fand das sehr passend.


    Und herzlichen Glückwunsch!

    ich hab hier ja auch 2 Jungs & bin mal gespannt, wie sich das so entwickelt, vor allem, weil bei meinem Mann & mir viele Geschlechterklischees umgedreht sind.
    der Große hat von Anfang an jungstypische Interessenschwerpunkte, das kam ganz von alleine, denn wir hatten fast nur geschlechtsneutrale Sachen (in den Bauernhofbüchern fand er z.B. nur die Fahrzeuge interessant). für Rosa & Glitzer hat er sich nie interessiert, aber es war neutral, hat sich einfach nicht ergeben. dass das jetzt verabscheut wird, kam erst im Kindergarten & zwar von den Mädchen! da gab's wohl eins, das immer vehement behauptet hat, das sei nix für Jungs, nur Mädchen dürfen damit spielen, & die Jungs haben im Umkehrschluss beschlossen, die Dinge jetzt einfach blöd zu finden


    aber es gibt echt Mädchen, die behaupten, sie können kein Mathe, obwohl sie's offensichtlich können?! DAS finde ich wirklich skurril bis erschreckend


    Hallo Ida,


    Das ist jetzt eher ein Physikbeispiel, aber ich fand es sehr prägend, als ich angefangen habe, zu unterrichten. Und aus der Erfahrung heraus - ja, das gibt es echt und viel.


    Ich bin Physikerin und war zu dem Zeitpunkt in Oxford. Soll heißen, die Erstsemester, die ich betreut habe, hatten alle schon ein ziemlich schweres Aufnahmeverfahren hinter sich, hatten sich selbst Physik ausgesucht - waren also sowohl interessiert als auch begabt und von ihrem Umfeld unterstützt. Und selbst da hatte ich immer wieder junge Frauen dabei, die 'das kann ich einfach nicht' gesagt haben bzw. ihre Praktikumspartner erst mal haben machen lassen. Und das war wirklich frauenspezifisch, das habe ich bei den Männern nie erlebt. (Und bei meinen Studienfreundinnen gab es viele, die fest davon überzeugt waren, dass ihre Stipendien, Studienpreise, Förderung etc. eigentlich Irrtümer waren, und sie gar nicht wirklich verdient waren). Und das werden selbsterfüllende Prophezeiungen, wenn man das oft genug sagt, glaubt es das Umfeld und behandelt einen entsprechend. Und ohne Übung und Unterstützung wird das dann natürlich oft auch nichts.


    Ich glaube allerdings nicht, dass das nur die MINT Fächer betrifft. Ich bin inzwischen in die Wirtschaftswissenschaften abgewandert und beobachte das auch in dem und anderen Fächern. Für mich spiegelt das die gesellschaftliche Erwartung an (manche) Mädchen - erstmal zurückhalten, nicht zu arrogant auftreten, nur nicht zuviel fordern, man könnte ja protzig oder eingebildet rüberkommen. Sieht man auch sehr schön, wenn es um Körperhaltung geht, wie Männer und Frauen verschieden Raum einnehmen.


    Es gibt noch einiges zu tun bei der Emanzipation...


    Viele Grüsse
    Annaclara

    Nur mal so als eine weitere Perspektive, ich interviewe gerade und ich würde aus allen Wolken fallen, wenn der Bewerber mir persönliche Details wie Familienstand oder Hobbies mitteilen würde. Das ist hier (England) absolut unüblich,und danach zu fragen wäre ziemlich illegal. Auch Alter und Fotos sind nicht normal. Das geht bei uns so weit, dass die Lebensläufe ohne Angabe von Namen sortiert werden (also wen man interviewt und wen nicht). Klar, manchmal erzählen es Menschen von sich aus, aber ich würde mich nicht getäuscht fühlen. Ich wäre nur etwas irritiert, wenn eine Kollegin gleich nach Stellenbeginn geplant schwanger wird, weil das einfach viel Arbeit macht. Aber selbst dann...


    Natürlich gäbe es ein Problem, wenn man wegen der Kinder den Job nicht gut machen könnte und da extra Zugeständnisse erwarten würde, die nicht abgesprochen waren. Aber das gäbe es auch, wenn Kollegen ansonsten Forderungen stellen würden.

    annaclara: DAS verstehe ich überhaupt nicht, was du da aufgeschrieben hast. Vielleicht bin ich auch einfach zu müde.

    Tut mir leid, es war eigentlich nur als ein Beispiel gedacht, dass Ungleichungen sehr praktisch sind, wenn man rausfinden will, ob etwas reicht. Ob das jetzt beim Nähen ist (reicht der Stoff), bei der Arbeit (reicht das Geld) oder beim Handyvertrag (Sarsaparilles Beispiel ist da viel klarer - wo komme ich besser weg?)


    Und ich dachte, dass es einfach der Fachbegriff Ungleichung sein könnte, der manche abschreckt, aber das das Denken dahinter vielleicht doch öfter im Alltag vorkommt, und dann auch Sinn macht.

    Vielleicht ist es auch einfach eine Frage der Begriffe? Das Konzept kommt im täglichen Leben schon vor, denke ich. Z.b. ich brauche mindestens 30 pro Tag, um über die Runden zu kommen. Von meinem Lohn von 3 pro Stunde behalte ich nur zehn Prozent, weil der Rest an Steuer abgezogen wird. Und ich muss jeden Tag vor der Steuer eins in die Krankenkasse einzahlen. Wieviele Stunden muss ich mindestens arbeiten, damit das hinhaut?


    (3x -1)/10>30.


    Oder die Raummiete ist 30. Jeder Teilnehmer zählt 3, aber ich muss von den Gesamteinnahmen eins an die Mithelfenden abtreten. Die Steuer ist wieder so, dass mir nur zehn Prozent vom Gewinn bleiben. Wie viele Teilnehmer brauche ich mindestens, damit die Veranstaltung stattfinden kann?

    Ich habe eine ganz klare Erinnerung an eine Zeit, in der ich so 18 Monate gewesen sein muss (unsere Veranda wurde neu mit Parkett ausgelegt, und ich kann mich noch genau erinnern, wie ich das vom Arm meiner Mutter aus betrachtet habe und interessant fand). Dass das in dem Alter war, weiß ich aber nur von meiner Mutter, ich kann mich an das Ereignis erinnern, nicht mein Alter zu dem Zeitpunkt. Danach werden die Erinnerungen immer häufiger, positiv wie negativ, und sind typischerweise mit starken Gefühlen (Ärger, Freude, trauer) oder Schreck (Treppe runterfallen, mit Stuhl umkippen) verbunden.

    Hallo Hörnchen,


    Ich wollte Dir nur noch schnell einen weiteren Vorschlag zum ausprobieren dalassen - als ich eine Weile Einschlafprobleme hatte, haben mir nicht zu spannende Hörbücher (Sachbücher und so), Sprechradio etc geholfen. Wenn man dabei einschläft, gut, und ansonsten hat man zumindest etwas positives, auf das man die Gedanken lenken kann, muss sich also nicht zu sehr quälen, hält sich aber gleichzeitig nicht mit Spannung wach.


    Liebe Grüsse
    Annaclara