Beiträge von annaclara

    ich hab hier ja auch 2 Jungs & bin mal gespannt, wie sich das so entwickelt, vor allem, weil bei meinem Mann & mir viele Geschlechterklischees umgedreht sind.
    der Große hat von Anfang an jungstypische Interessenschwerpunkte, das kam ganz von alleine, denn wir hatten fast nur geschlechtsneutrale Sachen (in den Bauernhofbüchern fand er z.B. nur die Fahrzeuge interessant). für Rosa & Glitzer hat er sich nie interessiert, aber es war neutral, hat sich einfach nicht ergeben. dass das jetzt verabscheut wird, kam erst im Kindergarten & zwar von den Mädchen! da gab's wohl eins, das immer vehement behauptet hat, das sei nix für Jungs, nur Mädchen dürfen damit spielen, & die Jungs haben im Umkehrschluss beschlossen, die Dinge jetzt einfach blöd zu finden


    aber es gibt echt Mädchen, die behaupten, sie können kein Mathe, obwohl sie's offensichtlich können?! DAS finde ich wirklich skurril bis erschreckend


    Hallo Ida,


    Das ist jetzt eher ein Physikbeispiel, aber ich fand es sehr prägend, als ich angefangen habe, zu unterrichten. Und aus der Erfahrung heraus - ja, das gibt es echt und viel.


    Ich bin Physikerin und war zu dem Zeitpunkt in Oxford. Soll heißen, die Erstsemester, die ich betreut habe, hatten alle schon ein ziemlich schweres Aufnahmeverfahren hinter sich, hatten sich selbst Physik ausgesucht - waren also sowohl interessiert als auch begabt und von ihrem Umfeld unterstützt. Und selbst da hatte ich immer wieder junge Frauen dabei, die 'das kann ich einfach nicht' gesagt haben bzw. ihre Praktikumspartner erst mal haben machen lassen. Und das war wirklich frauenspezifisch, das habe ich bei den Männern nie erlebt. (Und bei meinen Studienfreundinnen gab es viele, die fest davon überzeugt waren, dass ihre Stipendien, Studienpreise, Förderung etc. eigentlich Irrtümer waren, und sie gar nicht wirklich verdient waren). Und das werden selbsterfüllende Prophezeiungen, wenn man das oft genug sagt, glaubt es das Umfeld und behandelt einen entsprechend. Und ohne Übung und Unterstützung wird das dann natürlich oft auch nichts.


    Ich glaube allerdings nicht, dass das nur die MINT Fächer betrifft. Ich bin inzwischen in die Wirtschaftswissenschaften abgewandert und beobachte das auch in dem und anderen Fächern. Für mich spiegelt das die gesellschaftliche Erwartung an (manche) Mädchen - erstmal zurückhalten, nicht zu arrogant auftreten, nur nicht zuviel fordern, man könnte ja protzig oder eingebildet rüberkommen. Sieht man auch sehr schön, wenn es um Körperhaltung geht, wie Männer und Frauen verschieden Raum einnehmen.


    Es gibt noch einiges zu tun bei der Emanzipation...


    Viele Grüsse
    Annaclara

    Nur mal so als eine weitere Perspektive, ich interviewe gerade und ich würde aus allen Wolken fallen, wenn der Bewerber mir persönliche Details wie Familienstand oder Hobbies mitteilen würde. Das ist hier (England) absolut unüblich,und danach zu fragen wäre ziemlich illegal. Auch Alter und Fotos sind nicht normal. Das geht bei uns so weit, dass die Lebensläufe ohne Angabe von Namen sortiert werden (also wen man interviewt und wen nicht). Klar, manchmal erzählen es Menschen von sich aus, aber ich würde mich nicht getäuscht fühlen. Ich wäre nur etwas irritiert, wenn eine Kollegin gleich nach Stellenbeginn geplant schwanger wird, weil das einfach viel Arbeit macht. Aber selbst dann...


    Natürlich gäbe es ein Problem, wenn man wegen der Kinder den Job nicht gut machen könnte und da extra Zugeständnisse erwarten würde, die nicht abgesprochen waren. Aber das gäbe es auch, wenn Kollegen ansonsten Forderungen stellen würden.

    annaclara: DAS verstehe ich überhaupt nicht, was du da aufgeschrieben hast. Vielleicht bin ich auch einfach zu müde.

    Tut mir leid, es war eigentlich nur als ein Beispiel gedacht, dass Ungleichungen sehr praktisch sind, wenn man rausfinden will, ob etwas reicht. Ob das jetzt beim Nähen ist (reicht der Stoff), bei der Arbeit (reicht das Geld) oder beim Handyvertrag (Sarsaparilles Beispiel ist da viel klarer - wo komme ich besser weg?)


    Und ich dachte, dass es einfach der Fachbegriff Ungleichung sein könnte, der manche abschreckt, aber das das Denken dahinter vielleicht doch öfter im Alltag vorkommt, und dann auch Sinn macht.

    Vielleicht ist es auch einfach eine Frage der Begriffe? Das Konzept kommt im täglichen Leben schon vor, denke ich. Z.b. ich brauche mindestens 30 pro Tag, um über die Runden zu kommen. Von meinem Lohn von 3 pro Stunde behalte ich nur zehn Prozent, weil der Rest an Steuer abgezogen wird. Und ich muss jeden Tag vor der Steuer eins in die Krankenkasse einzahlen. Wieviele Stunden muss ich mindestens arbeiten, damit das hinhaut?


    (3x -1)/10>30.


    Oder die Raummiete ist 30. Jeder Teilnehmer zählt 3, aber ich muss von den Gesamteinnahmen eins an die Mithelfenden abtreten. Die Steuer ist wieder so, dass mir nur zehn Prozent vom Gewinn bleiben. Wie viele Teilnehmer brauche ich mindestens, damit die Veranstaltung stattfinden kann?

    Ich habe eine ganz klare Erinnerung an eine Zeit, in der ich so 18 Monate gewesen sein muss (unsere Veranda wurde neu mit Parkett ausgelegt, und ich kann mich noch genau erinnern, wie ich das vom Arm meiner Mutter aus betrachtet habe und interessant fand). Dass das in dem Alter war, weiß ich aber nur von meiner Mutter, ich kann mich an das Ereignis erinnern, nicht mein Alter zu dem Zeitpunkt. Danach werden die Erinnerungen immer häufiger, positiv wie negativ, und sind typischerweise mit starken Gefühlen (Ärger, Freude, trauer) oder Schreck (Treppe runterfallen, mit Stuhl umkippen) verbunden.

    Hallo Hörnchen,


    Ich wollte Dir nur noch schnell einen weiteren Vorschlag zum ausprobieren dalassen - als ich eine Weile Einschlafprobleme hatte, haben mir nicht zu spannende Hörbücher (Sachbücher und so), Sprechradio etc geholfen. Wenn man dabei einschläft, gut, und ansonsten hat man zumindest etwas positives, auf das man die Gedanken lenken kann, muss sich also nicht zu sehr quälen, hält sich aber gleichzeitig nicht mit Spannung wach.


    Liebe Grüsse
    Annaclara