Beiträge von Nele72

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    Mein Rat wäre, so zu entscheiden, wie es für das Kind jetzt und in der näheren Zukunft passend erscheint und nicht so sehr langfristig zu planen und auf die ferne Zukunft zu schielen.


    Nach meiner Erfahrung verläuft die Entwicklung von Kindern und ihren (sozialen) Fähigkeiten vielmehr in Sprüngen und durch Wachsen/Reifen als durch kontinuierliches "Training". Es war bei uns nie hilfreich, zu überlegen, was ein Kind in z.B. 6 Monaten "können muss" und das daher jetzt schon mal "zu üben". Im Zweifel ist das bis dahin eine Überforderung und das Kind hätte es 6 Monaten später ohnehin gekonnt. Oder eben auch nicht...

    Im Setting Kindergarten ist ohnehin auch noch mal alles anders, da kann Programm und alles andere sowohl leichter oder auch schwerer fallen als bei einer Tagesmutter, egal was vorher geübt wurde.


    Und auch was das Organisatorische angeht, würde ich die Entscheidung nicht zu sehr von möglichen künftigen Entwicklungen abhängig machen; im Bereich der Kleinkindbetreuung ist doch alles sehr schnelllebig. Auch die "neue" Tagesmutter hört vielleicht in einigen Monaten wieder auf, wegen Krankheit, Schwangerschaft, Umzug, Überforderung, weil es doch nicht so "ihres" ist...

    Da muss man einfach immer auf kurzfristige Änderungen gefasst sein. Jetzt einen Kompromiss einzugehen im Hinblick auf erwartete zukünftige Entwicklungen zahlt sich da oft nicht aus.

    Nur zum Verständnis: mit "Not" meinte ich vorhin nicht nur finanzielle Not. Schon auch, aber nicht nur.

    Ja, es gibt bestimmt auch andere Nöte, die sich durch solch ein Verhalten ausdrücken.


    Aber meine Erfahrung ist: leider handeln nicht nur Menschen "in Not" unsolidarisch und egoistisch.

    Und leider betrifft das gelegentlich auch die eigenen Kinder, so sehr man es sich anders wünscht.

    Ich würde daher zum Schutz der gesamten Familie das Geld besser sichern, so bitter das ist.

    Und daneben würde ich weiterhin versuchen, eine etwaige "Not" eines der Kinder herauszufinden.


    Letztlich: auch wenn ich durch irgendwelche Maßnahmen einen Dieb auf frischer Tat ertappen würde, wäre damit ja noch nicht bewiesen, dass derjenige/diejenige auch für die übrigen Diebstähle in der Vergangenheit verantwortlich war.
    Vielleicht hat sich ein Geschwisterkind durch die früheren Taten motiviert gefühlt...

    Mag unwahrscheinlich sein, ist aber möglich.


    Aber weiterhin: eine - insbesondere heimliche - Videoüberwachung in der familiären Wohnung ginge für mich überhaupt gar nicht!

    Fändet Ihr es okay, wenn z.B. Euer Mann den Verdacht hätte, Ihr betrügt ihn und würde zu Eurer Überwachung heimlich Videokameras in der gemeinsamen Wohnung installieren?

    Wenn ich aber sicher wäre, dass es eines unserer Kinder ist, das uns beklaut, würde ich wohl eine Webcam installieren. damit ich dann zielgerichtet tatsächlich mit dem verantwortlichen Kind reden könnte.

    Webcam mit Ansage oder heimlich?

    Aber eigentlich egal. Videoüberwachung im geschützten Bereich der eigenen Wohnung finde ich das gruseligste, was man jemandem antun kann, das würde ich niemals machen!

    Solange man nicht sicher weiß, wer der Täter ist, sondern nur Vermutungen anstellt, kann man aber niemanden ernsthaft zur Rede stellen.

    Das machen zwar einige so, aber das hat m.E. eine ganz fatale Wirkung,, wenn man am Ende falsch liegt.


    Diebstähle zu erschweren kann das Problem manchmal aber tatsächlich lösen, weil es in vielen Fällen aus Gedankenlosigkeit geschieht oder eben, weil die Versuchung zu groß ist. Da muss nicht immer ein Problem dahinterstecken, das man unbedingt lösen muss.

    Ich habe mal einen Radiobericht darüber gehört.

    Da hieß es, dass in früheren Zeiten bei Schiffsunglücken (Motto "Rette sich wer kann") meist nur wenige Frauen überlebten.

    Dann gab es tatsächlich diese Maxime, durch die z.B. beim Untergang der Titanic deutlich mehr Frauen als Männer gerettet wurden. Letztlich sei es aber nie so wirklich generell umgesetzt worden, im Schnitt war die Überlebenschance von Frauen bei Schiffsunglücken weiterhin immer schlechter als die von Männern.


    Egal ob Katastrophen, Schiffbruch, ……

    Immer heissen es Frauen und Kinder zuerst,

    Hast Du das denn schon mal im echten Leben so mitbekommen, dass das "immer" so heißt, oder nur in Filmen so gesehen?

    Ich würde ja vermuten, dass die Regeln heute vorsehen dürften: "hilfsbedürftige Personen zuerst"...

    Okay, meine Beckenvenenthrombose hat sich genau so geäußert (als einziges Symptom), das fiel mir bei Deiner Beschreibung als erstes ein, aber ich wollte keine Panik verbreiten.

    Wenn Du es aber eh auf dem Schirm hast, ist es ja gut.

    Ich hatte als Kind auch große Schwierigkeiten mit Entscheidungen, sowohl bzgl. solcher "Bäckerentscheidungen" (ohne langfristige Konsequenzen) als auch wegen Dingen, die ich einerseits wollte, mich aber andererseits nicht so recht traute.


    Mir hat da - anders als einige andere das beschrieben haben - eher geholfen, dass ich diese Entscheidung nur einmal treffen musste und es dann auch (erst mal) dabei bleibt, das war bei uns so "Familienpolitik".

    Also: genau überlegen, abwägen, entscheiden und dann nicht mehr ändern; oder zumindest bis zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr hinterfragen.


    Das heißt nicht, dass man nicht über einen späteren Ausstieg diskutieren kann, wenn sich herausstellt, dass die Entscheidung Folgen hat, mit denen man nicht klar kommt und total unglücklich damit ist. Aber ich fand es eher extrem belastend, wenn etwas hinterher immer wieder zur Diskussion gestellt wurde und ich die Entscheidung hätte ändern können und daher erneut treffen musste.


    Entscheidungen treffen IST tatsächlich anstrengend.


    "Ich bin ein freier Mensch und niemand darf mich zwingen" ist bei uns so ein Leitsatz.

    Und das finde ich für den Alltag auch schwierig.


    Also: ich finde es sehr wichtig, das immer zu wissen und in wichtigen Extremsituationen auch entsprechend zu handeln.

    Aber letztlich bin ich im Alltag so vielen Zwängen unterworfen, denen ich mich zwar widersetzen kann, aber oft zu sehr hohen Kosten. Sei es die Straßenverkehrsordnung, die Schulpflicht, die Weisung meines Lehrers/Vorgesetzten...

    Ja, das entspricht der Gesetzeslage.

    Wenn man allerdings den Arbeitgeber wechselt und in der zweiten Jahreshälfte eine andere Stelle antritt, dann wird der Urlaub angerechnet, den man schon beim ersten Arbeitgeber genommen hat. Dann steht einem evt. für den Rest des Kalenderjahres kein weiterer Urlaub mehr zu.

    Bei uns war es so, dass unsere Mittlere ca. vom 1. bis zum 2. Geburtstag ihre Zwillingsschwester biss.

    Immer vollkommen unvorhersehbar und aus dem Nichts. Das gab teils blutige Wunden, manchmal durch die Kleidung hindurch.

    Wir haben natürlich immer gesagt "Nicht beißen!" und auch alles mögliche andere versucht, aber eigentlich hat nichts geholfen, außer die beiden möglichst nicht aus den Augen zu lassen, aber so richtig verhindern konnte man es nicht. Manchmal reichte es, wenn ich mich kurz umgedreht habe.

    Ich war damals wirklich froh, dass sie nicht in einer Betreuung war und dort andere Kinder gebissen hat, das hätten die anderen Eltern vermutlich nicht "witzig" gefunden...


    Es hörte dann irgendwann einfach so von selber auf!

    In Niedersachsen werden in der Unter- und Mittelstufe in den Hauptfächern (Deutsch, Mathe, Fremdsprachen) pro Halbjahr zwei Klassenarbeiten geschrieben und in allen übrigen Fächern (auch Musik und Kunst) eine Klassenarbeit pro Halbjahr.

    Diese sog. "Wiederholungen" hatten wir früher (in Nds) auch, heute scheint das nicht mehr üblich zu sein.

    Es gab da leider etliche Lehrer, die das ganz übel zum Bloßstellen einzelner Schüler vor der ganzen Klasse genutzt haben, zumal man dann auch immer nach vorne an die Tafel kommen musste.


    Aber einzelne Schüler auf irgendeine Frage ohne Meldung dranzunehmen, ist ja noch mal was anderes.

    Ich möchte das gerne schreiben, weil es das einfach auch so gibt, also Kinder, die ganz einfach so alleine einschlafen.


    Meine Große war so ein Baby: sie hat von Geburt an 5-6 Stunden durchgeschlafen (im Krankenhaus wurde ich gebeten, sie nach spätestens drei Stunden zu wecken und zu stillen), zu Hause bin ich dann in den ersten Wochen (oder Monaten?) oft bis 1 Uhr wachgeblieben und habe noch mal gestillt, aber dann hat sie ganz überwiegend bis morgens 7.00/8.00 Uhr durchgeschlafen.


    Und ich habe sie bis ca. zum 1. Geburtstags abends einfach in ihrem Schlafsack in ihre Wiege (später Kinderbett) gelegt und sie war da total zufrieden, hat uns freundlich angelächelt oder ihre Hände angeschaut oder ihr Kuscheltier und ist dann einige Zeit später eingeschlafen. Ich war total irritiert, weil ich ja "wusste", dass das eigentlich so nicht funktionieren kann, habe versucht, irgendwelche Rituale einzuführen mit Singen und was weiß ich, aber meine Tochter schien das alles nicht zu brauchen und eher zu stören.

    Irgendwann nach dem 1. Geburtstag kam dann eine Fremdelphase und es änderte sich total, danach ist sie lange sehr schlecht und nur neben mir in meinem Bett eingeschlafen, bis wir mit 2,5 Jahren den Mittagsschlaf abgeschafft haben.

    Mit drei Jahren wollte sie dann in ihr eigenes Zimmer ziehen und hatte dann auch nie wieder Probleme damit.


    Dass es auch ganz anders gehen kann (und eben von den Kindern und nicht den Eltern) abhängt, weiß ich von unseren Zwillingen. Die schliefen zwar tagsüber jederzeit und überall ein, aber abends nur beim Stillen und kamen eigentlich jede Nacht zu mir, bis sie ca. 10/11 Jahre alt waren.