Beiträge von Nele72

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    Ich behaupte mal, dass es für jeden Menschen, der das ausnutzt drei gibt, die weit über ihre Grenzen gehen


    so ist das doch immer und ein funktionierender Sozialstaat kann das mittragen.

    Ich war tatsächlich selber mal Arbeitgeberin einer Kinderfrau, weil wir im Kindergarten nur eine Betreuungszeit von vier Stunden bekommen haben und das nicht ausreichte, damit ich (in Teilzeit) hätte arbeiten können. Auf ihren besonderen Wunsch war das auch kein Mini-, sondern ein Midi-Job.

    Die Kinderfrau war tatsächlich sehr viel krank. Bei jedem grippalen Infekt war sie sofort für eine Woche krank geschrieben, das war so 6-8 mal im Jahr. Und sie betonte immer, dass das ja auch bestimmt in meinem Interesse sei. Na ja, eigentlich nicht. Dann hatte sie noch mehrfach Beschwerden wegen Rücken oder Problemen an den Füßen mit wochenlanger Krankschreibung. Ich habe das natürlich nie hinterfragt, sondern immer freundlich "gute Besserung" gewünscht.

    Aber es war wirklich schwierig für mich, unter diesen Umständen meinen Beruf ausüben zu können. Dann kamen auch noch wochenlange Streiks im Kindergarten dazu.

    Es trifft nicht immer nur große Unternehmen, die das einplanen und ausgleichen können.

    Ja, ich bin sogar selber Klassenelternsprecherin.

    Meine Vertreterin war von dem Verhalten dieses Lehrers, der nicht nur Sportlehrer, sondern auch Klassenlehrer ist, so sehr angefressen, dass sie kurzfristig hinschmeißen wollte, weil er nicht nur sie persönlich aufgrund einer kritischen Nachfrage persönlich angegangen ist, sondern im direkten Zusammenhang auch ihre Tochter im Unterricht...

    Ich bin eigentlich gar nicht so sehr kritisch eingestellt gegenüber dieser Schule (dort war ich früher selber sehr glücklich) oder gegenüber Lehrern im Allgemeinen (meine Mutter war Lehrerin), aber ich bin momentan häufig ratlos, wie unempathisch und auch sexistisch sich Lehrer verhalten.

    In meiner Schulzeit wurde nicht gegendert, aber ich habe niemal derartig abwertendes Verhalten von Lehrern oder Mitschülern erleben müssen, wie das meine Töchter heute erfahren!

    Meine Töchter (10. Klasse) haben sich kürzlich bei mir auch darüber beklagt, dass sie vom Sportlehrer gefilmt wurden; sie müssen offenbar irgendeine Tanz-Choreographie einüben und er habe Probedurchläufe aufgenommen, um das insgesamt besser bewerten zu können.

    Sie sagen, sie wollen nicht, dass ihr Lehrer solche Filme von ihnen auf seinem privaten Handy habe, was ich sehr gut verstehen kann...

    Da ich gerade andere Dinge viel schlimmer finde, mache ich da gerade kein Fass auf. Aber ich finde es auch nicht in Ordnung!

    Krank geschrieben und es geht mir wieder besser? Ich bin KRANK geschrieben, es steht mir sozusagen zu, mich zu erholen, bis es mir wieder gut geht. Da werde ich nicht im "Irgendwie wird es schon gehen"-Zustand meine Krankschreibung beenden.

    Ich glaube, da hängt es sehr davon ab, wie die Tätigkeit gestaltet ist und vertreten wird.

    Bei reiner Präsenztätigkeit ohne "Nacharbeit" ist eine Krankschreibung schon einiges "wert".

    Wenn ich krank geschrieben bin, bleibt meine Arbeit zu 90 % liegen und muss von mir später innerhalb der normalen Arbeitszeit erledigt werden, wie auch immer. Da werde ich natürlich meine "Krankschreibung" so schnell wie möglich beenden, um hinterher keinen unverhältnismäßigen Stress zu haben.

    Mein Hausarzt hat tatsächlich nie aufgrund eines Telefonates eine AU ausgestellt.

    Er hat gesagt, dass er gerade bei grippalen Infekten die Leute sehen und untersuchen möchte, um ausschließen zu können, dass es doch etwas Ernsteres ist.

    Ich finde, Männer können sich auch Safe Spaces schaffen. Wenn sie es angenehmer finden, ohne Frauen zu trainieren, dann können sie sich da gerne darum kümmern. Aber nein, DAS ist ja dann doch zu mühsam.

    Hm, diese Argumentation finde ich jetzt nicht so überzeugend.

    Genau das haben doch Männer seit Jahrzehnten sehr engagiert und erfolgreich gemacht und sich "Safe Spaces" geschaffen, zu denen Frauen keinen Zutritt hatten. Studentenverbindungen, Rotary, Fußballvereine...

    Also, ich finde diesn "nur für Frauen"-Kurs absolut legitim und richtig, aber die genannten Argumente dafür finde ich problematisch. Ich denke nicht, dass Männer Probleme hätten, noch viel mehr "Safe Spaces" unter Ausschluss von Frauen zu organisieren, wenn man so argumentiert.

    Ich würde auch sagen, dass es um die strafrechtlichen Ermittlungen gegen die Autofahrerin wegen Körperverletzung bzw. verkehrsrechtliche Ordnungswidrigkeiten geht.

    Das dürfte so Standard sein. Direkt nach dem Unfall vor Ort stellt die Polizei zwar Fragen und hält das Ergebnis auch kurz in Vermerkform fest, aber eine förmliche und detaillierte Aufnahme der Zeugenaussagen mit Unterschrift usw. erfolgt ja in der Regel nicht. Daher werden die Zeugen dann immer noch mal hinterher vernommen, bei Verkehrsunfällen meist schriftlich durch Übersendung eines Fragebogens mit der Bitte um Darstellung des Geschehens. Ich könnte mir vorstellen, dass man das bei einem 10-jährigen Zeugen schlicht lieber mündlich machen möchte, da ihn eine schriftliche Darstellung vielleicht überfordern würde und auch, um einen Eindruck von ihm zu bekommen und etwas zu den genauen Verletzungsfolgen zu erfahren.

    Wenn es meine Familie betreffen würde, würde ich da einfach mit meinem Kind hingehen und es diese Aussage machen lassen. Du darfst auf jeden Fall dabei sein. Eine Aussage bei der Polizei ist zwar tatsächlich nicht verpflichtend, aber es ist doch eigentlich gut, wenn so etwas verfolgt wird.

    Einen Anwalt würde ich dafür nicht konsultieren. Ich sehe da gerade kein wirkliches Risiko für Euch, wenn Dein Kind da einfach hingeht und alles wahrheitsgemäß schildert.

    das ist ein demokratisches Instrument und wenn eine Abgeordnete sich weigert, Briefe zu lesen und das auch öffentlich so zugibt, dann sollte das auch öffentlich gemacht werden.

    Wenn einzelne Personen, die sonst an der Formulierungshürde gescheitert wären, auf diesem Wege einem Abgeordneten ihre Anliegen mitteilen, ist das ja eine gute Sache.

    Wenn das dazu führt, dass einfach viel mehr Briefe geschrieben werden (wie in Deinem Beispiel mit dem Berliner Bürgermeister), ist ja klar, dass die einzelnen Briefe dann nicht mehr gelesen werden (können), geschweige denn persönlich beantwortet.

    Der Ansatz, dass solche Briefe eben deshalb ernster genommen und schwerer gewichtet werden, weil sich ein Wähler die Zeit genommen und hingesetzt und mühevoll persönlich formuliert hat, geht dabei ja auch völlig verloren und entwertet ja dieses Instrument.

    Vielleicht rüsten die Abgeordneten aber auch auf und lassen die Briefe per KI auswerten und beantworten, dann schreibt die KI der KI...

    Ich denke, es ging Spinosa um diesen Beitrag hier:

    Mondschein Kennst Du den Gender-Leisure-Gap nicht (Freizeit-Gap)? Den Gender-Pay-Gap und den Gender-Lifetime-Earning-Gap auch nicht? Gender-Care-Gap, Gender-Role-Models, Gender-Representation-Gap? Nie gehört?

    Gibt zu allem belastbare Zahlen und sehr aussagekräftige Studien. Damit wird's klarer.

    Ich habe das tatsächlich auch als sehr herablassend, überheblich und belehrend empfunden.

    Übrigens kenne ich diese ganzen "Gaps" auch nicht alle, finde das auch nicht zwingend nötig und möchte trotzdem mitdiskutieren und nicht nur vom überlegenen Wissen anderer Userinnen "lernen" dürfen, die zumal meist ganz bestimmte Ansichten zu dem Thema haben, ohne auf eine solche Weise abgekanzelt zu werden.

    Was genau in diesem Zusammenhang "das" Problem oder "die" Lösung ist, kann sich ja auch nicht aus Studien ergeben und dazu kann es auch keine objektive, wissenschaftlich eruierbare Wahrheit geben.

    Auch nach meinem Eindruck bestreitet doch niemand, dass es Strukturen gibt, durch die Frauen - trotz rechtlicher Gleichberechtigung - in vielen Belangen benachteiligt werden.

    Aber über die Frage, wie man darauf einerseits als Einzelperson und andererseits der Staat durch Gesetze reagieren sollte und was das genaue Ziel einer Veränderung sein sollte, gehen die Meinungen teilweise auseinander. Und das ist ja auch okay so.

    Und hältst Du es für Zufall, dass es in allen patriarchalen Ländern die Sportarten überproportional vertreten (und damit gefördert) sind, die von Männern bevorzugt werden?

    Nein, das ist bestimmt kein Zufall und natürlich werden Frauen benachteiligt.

    Ich bezweifele aber, dass es sinnvoll ist, gleich viel Sendezeit für Bundesliga-Frauenfußball zu fordern, da eben nicht das gleiche Interesse daran besteht und m.E. (in Deutschland) auch nie bestehen wird, weder von Männern noch von Frauen.

    In meiner Jugend wurde ja im Fernsehen quasi von morgens bis abends Tennis übertragen, und zwar Damen- und Herrentennis gleichermaßen, denn "wir" hatten ja Boris UND Steffi und alle wollten Tennis schauen und kannten die Herren- und Damenweltrangliste auswendig. Heute interessiert das fast niemanden mehr und es wird kaum noch darüber berichtet, obwohl insbesondere das Damentennis qualiltativ sicher sehr viel besser geworden ist. Irgendwelche Sehgewohnheiten scheinen da keine große Rolle gespielt zu haben und zu spielen.

    Sportberichterstattung ist doch irgendwie nie fair oder logisch, so viele Sportarten finden im Fernsehen quasi gar nicht statt, egal ob männlich oder weiblich betrieben und egal, wie attraktiv die Sportart zum Zuschauen ist (Fußballspiele sind ja eigentlich oft gar nicht so spannend, sie dauern lange und es fallen häufig wenig oder gar keine Tore). Es wird das übertragen, was die Leute sehen wollen oder wo viel Geld vorhanden ist und eingesetzt wird.

    In Deutschland ist eben die Fußballbundesliga der Herren bei sehr vielen Menschen, vor allem Männern, von besonderem Interesse; in anderen Ländern sind es andere Sportarten. Und bei sehr vielen Fans gilt das Interesse m.E. auch mehr dem Event und Gruppengefühl und der Tatsache, dass es eben so verbreteitet von Interesse ist und man mit jedem darüber reden kann als dem konkreten Sport an sich. Das kann man aber nicht aus Fairnessgründen "einfach so" auf den Frauenfußball übertragen.

    Ich fühle mich da auch nicht verpflichtet, mich aus Solidarität für etwas zu interessieren, für das ich mich einfach nicht interessiere.

    Dass Frauen benachteiligt werden und in der Sportförderung große Ungerechtigkeiten bestehen, will ich natürlich keinesfalls bestreiten.

    Gibt es, sonst würden sie ihn nicht produzieren. Und ich glaube wirklich, dass sich viele Mädchen sehr darüber freuen würden.

    Mit Sicherheit würden sich viele Mädchen darüber freuen, aber darum geht es ja gar nicht.

    Bei meiner Tochter und ihren Klassenkameradinnen, die auch an diesem Zukunftstag bei der Bundeswehr teilnehmen (übrigens alle 15 (Mindestalter) oder 16 Jahre alt) ist es jedenfalls sehr negativ angekommen, dass die Jungs eine Switch und die Mädchen einen Föhn gewinnen können. Und das, obwohl alle diese Mädchen m.E. sehr viel / viel zu viel Geld für Kosmetik und Schminke ausgeben und den Föhn sicher super fänden.

    Aber durch diese vorgegebene Differenzierung haben sie sich alle sehr abgewertet gefühlt (man hätte ja auch einfach sagen können, dass der Gewinner sich zwischen Switch und Dyson entscheiden kann).