Beiträge von Nele72

    Nele Das ist bei Tageseltern aber fast immer die Konstellation 5 Kinder unter drei.

    Ja, ich weiß, aber 5 Kinder unter 1,5 Jahren, davon 3 unter 1 Jahre finde ich noch mal heftiger.

    Den "älteren" zwischen 1,5 und 3 Jahren könnte man ja vielleicht ein wenig erklären, warum sie jetzt warten müssen.


    Ich finde, der Tagesvater klingt völlig überfordert, was ich angesichts der Konstellation auch kein Wunder finde.

    Ich will jetzt doch noch mal schreiben, was ich mir beim letzten Mal verkniffen hatte:


    Ich kenne mich nicht gut aus mit dem, was Tageseltern leisten können, aber ich hatte spontan Zweifel, ob irgendjemand so vielen so kleinen Kindern "bedürfnisorientiert" gerecht werden kann.

    Es ist halt so:

    Als unsere Zwillinge geboren wurden, war die Große zwei Jahre alt. Ich habe dann alle drei Kinder ein Jahr lang ganz alleine betreut (bis die Große mit drei Jahren in den Kindergarten kam).

    Das zwar also quasi eine "Mini-Krippe", habe ich immer gedacht. Für den Haushalt hatte ich sogar noch für 10 Stunden in der Woche eine Haushaltshilfe.

    Aber ich fand, dass ich den Kindern absolut nicht gerecht werden konnte und war wirklich unglücklich damit!

    Mir ist klar, dass es als Mutter anders ist, da ich für die Kinder ja grundsätzlich 24 Stunden am Tag, auch nachts, auch am Wochenende zuständig war (mein Mann hat schon auch was gemacht, allerdings sehr ausgewählt).


    Aber trotzdem: auch tagsüber haben die Kleinen so oft so viel länger warten und ausharren und weinen müssen als m.E. gut für sie war, weil ich mich halt nicht verdoppeln konnte.

    Die Große hatte in dieser Zeit eigentlich Interesse, auf die Toilette zu gehen, aber das ging halt nicht, da ich mich um die Kleinen kümmern musste, die halt noch schlechter warten konnten.

    Es ging halt bei uns nicht anders, ich hatte halt plötzlich zwei Babys und keine Betreuung für die Große, aber gut für die Kinder fand ich das eigentlich nicht...

    Und 3 Kinder unter 1 bzw. 5 Kinder unter 1,5 Jahren kann man aus meiner Sicht als einzelner nicht betreuen, ohne dass die Kinder da sehr, sehr zurückstecken müssen!

    Ich weiß nicht, wie das gehen soll!

    Ich hätte an der gesamten Grundsituation große Zweifel.


    LG Nele

    Ich finde jedenfalls bedenkenswert, dass Russland nach kurzer Zeit von der ewigen Sommerzeit wieder Abstand genommen hat.


    Weiterhin finde ich als "objektives" Argument interessant, das m.W. Wissenschaftler sagen, für Kinder wäre es (aufgrund Biorhythmus) besser, wenn die Schule später beginnen würde. Die Sommerzeit bedeutet ja im Ergebnis nur, dass die Schule noch früher anfängt...

    Könntest Du vielleicht eine Babysitterin finden, die sich an den Nachmittagen dann auch um die Hausaufgaben kümmert?


    Das ist zwar kein Ersatz für die gemeinsam verbrachte Zeit, aber dann fiele wenigstens diese lästige Pflicht weg, wenn Du nach Hause kommst und Ihr könnt die restlicher Zeit des Tages noch etwas entspannter genießen.

    Zum Thema "Windeln oder nicht" muss ich sagen, dass bei uns der Spruch "Das Gras wächst nicht schneller..." absolut richtig war.

    In so einigen Dingen war bei uns irgendetwas bedenklich/problematisch (Frühgeburt/late Talker), aber insoweit so ganz und gar gar nichts.


    Dabei hatte ich da schon etwas Bedenken, denn als die Große 2 Jahre alt war, wurden die Zwillinge geboren, und von da an herrschte bei uns das Chaos.

    Die Große hatte ab 2 Jahren Interesse an der Toilette, wir haben sie dann auch daraufgesetzt, aber ich hatte absolut keine Zeit, lange danebenzustehen (wie sie es wollte), während doch beide Zwillingssäuglinge weinten... außer dem Kind die Toilette nicht absolut zu verweigern, haben wir wirklich ganz und gar gar nichts gemacht in Bezug auf "Töpfchenerziehung"...


    Und trotzdem haben alle drei Kinder im Alter zwischen 3 und 3 1/2 Jahren (im Kindergarten, der das gar nicht problematisierte oder großartig thematisierte) gesagt, dass sie ab morgen keine Windel mehr bräuchten. Und waren ab dann von heute auf morgen trocken. Ohne jede Vorbereitung/Training! Kein einziger Unfall mehr (nicht einmal nachts!).

    Das fand ich schon faszinierend!


    Von daher weiß ich nicht, wie viel "Erziehungsauftrag" man da von den Eltern einfordern oder bemängeln muss...

    Wir haben das bislang nur beim Bronzeabzeichen so gemacht, aber ich denke, das wird bei Silber genau so gehen:


    Wir sind in einem Schwimmbad zur Schwimmaufsicht gegangen und haben gesagt, die Kinder würden gerne das Bronzeabzeichen ablegen.

    Der Schwimmmeister hat gesagt, er komme in zehn Minuten vorbei.

    Dann hat er den Kindern gesagt, wie viele Bahnen sie schwimmen sollen und hat die Zeit gestoppt, sie tauchen lassen, ein paar Regeln abgefragt etc., am Ende den Ausweis ausgefüllt, wir haben bezahlt, fertig. Ging ganz unspektakulär und problemlos ohne Verein.

    Hallo Julchen86,

    ich kann Deinen Unmut verstehen, aber bei uns war das damals ganz anders:

    Ich jahrelang eigentlich nie "ernsthaft" mit den Kindern zusammen gegessen, weil das einfach eh nicht ging.

    Die Große war zwei Jahre alt, als die Zwillinge geboren wurden... Wir haben insofern jahrelang nie gemeinsam "gegessen" (also in dem Sinne, dass auch ich die Erwartung gehabt hätte, jetzt in Ruhe essen zu können und satt zu werden). Gemeinsames Essen war eignetlich immer nur Kindermanagement, evt. ein bisschen versuchtes Begleitessen (und mein "ernsthaftes" Essen war dann vorher oder hinterher).

    "Unfälle" der Kinder beim Essen fand ich immer sehr nachvollziehbar. Ich bin selber eher ungeschickt und würde daher unter gar keinen Umständen meinen Kindern Vorwürfe wegen eines umgekippten Glases machen wollen... das passiert mir selbst andauernd und ich fühle mich schlecht genug dabei!!!


    Ich weiß nicht, ob dieses "getrennte" Essen gut ist.

    Aber ich muss sagen, dass ein "gemeinsames" Essen bei uns viele Jahre lang nicht (ohne Stress) funktioniert hätte!


    LG Nele

    Ich glaube übrigens auch, dass es sich zusätzlich negativ auswirkt, dass die Kinder jetzt in Druckbuchstaben schreiben lernen, während wir früher erst mal nur in verbundener Schreibschrift geschrieben haben. Dann kommt man gar nicht auf solche Ideen wie Großbuchstaben mitten im Wort zu schreiben, weil das gar nicht geht. Man nimmt das Wort von Anfang an mehr als Gesamtheit wahr und nicht als Aneinanderreihung von Buchstaben nach irgendwelchen Regeln. Ich selber mache übrigens auch mehr Fehler, wenn ich in Druckbuchstaben schreibe als in Schreibschrift.

    Wenn ich mir früher unsicher war, wie man ein Wort richtig schreibt, habe ich mir beide Versionen hingeschrieben und dann sofort gesehen/gefühlt, welche Version richtig ist.


    Und ja: ich sehe auch die Vorteile beim Vorziehen der Druckbuchstaben. Früher gab es für die Leseanfänger sogar extra gedruckte Bücher in Schreibschrift, das ist heute nicht mehr nötig.

    Und ich weiß, dass es Kinder gibt, die große Schwierigkeiten damit haben, eine Schreibschrift zu lernen. Aber das dürfte doch letztlich eine Minderheit sein, für die man dann Ausnahmen machen kann. Aber im Grundsatz halte ich flüssiges Schreiben mit der Hand für eine wichtige Kulturtechnik, die ich möglichst vielen Kindern nahebringen wollen würde. Und ich finde, sie hilft auch bei der korrekten Rechtschreibung.

    Bei uns ist es ähnlich wie bei Ansadi: die Große lehnt alles "mädchenhafte" total ab.

    Mein Mann hat da von Anfang an sehr massiv darauf hingewirkt und den ganzen rosa Glitzerkram usw. immer sehr abgewertet und Lego und die typischen Jungsspielsachen gepriesen.

    Das hatte schon etwas von Misogynie, fand ich.

    Ich finde das Ergebnis auch eher unglücklich, weil es die Tochter zur totalen Außenseiterin in ihrer Klasse gemacht hat.


    Sie hat natürlich allen Mädchen immer schön aufs Butterbrot geschmiert, was sie von deren Interessen hält. Ziemlich ungeschickt, aber so hatte sie es ja immer gehört.

    Und wenn die Jungs mal wieder beschlossen haben, dass eigentlich alle Mädchen doof sind, dann saß sie völlig zwischen den Stühlen

    Ich bin zwar auch kein Fan von rosa Glitzerkram, aber so finde ich es auch ungünstig.


    Jetzt mit dem Schulwechsel wird es hoffentlich besser. Neue Kinder und mehr Toleranz bei der Tochter.

    Die Kinder haben bei uns nach wie vor überhaupt noch nicht verinnerlicht das es wichtig ist wie ein Wort geschrieben wird, auch ausserhalb eines Diktates.

    Genau das ist auch bei uns das Problem.

    So schön es ist, wenn Kinder fröhlich drauflos schreiben, ohne sich um die Rechtschreibung zu kümmern, so blöd ist es, wenn sie dauerhaft dabei bleiben...


    Mir geht es auch gar nicht darum, eine Methode an sich zu kritisieren. Insofern mag das ja stimmen:

    Was mich am aktuellen Lesen-durch-Schreiben Bashing weiterhin stört sind noch ein paar andere Dinge:

    - Die Methode wurde vor rund 40 Jahren entwickelt, für die damalige Schülerschaft, also in den 70er und 80er Jahren. Wieviel hat sich seitdem verändert und ist es nicht normal, dass das heute nicht mehr passt?

    Ich will nicht darum streiten, ob die Methode vor 40 Jahren unter den damaligen Bedingungen gut gewesen ist. Das mag so sein.

    Aber wenn sie heute nicht mehr zum Erfolg führt, weil

    a) sich die Umstände verändert haben (mehr Schulkinder von nichtmuttersprachlichen Eltern evt.)

    b) eine große Anzahl von Lehrern es nicht schafft, diese Methode gut umzusetzen,

    dann finde ich, dass die Methode momentan nicht taugt, so gut sie in der Theorie auch sein mag.

    Wenn die Methode an die Lehrer solche Anforderungen stellt, dass eine große Anzahl diese nicht erfüllen können - dann ist das für mich insoweit schon ein Mangel der Methode.

    Wenn ein paar tolle Lehrer damit tolle Ergebnisse erzielen, dann taugt sie deshalb allein dennoch nicht für die große Masse.


    Offenbar gibt es doch - im Ergebnis - eine Veränderung zum Negativen.

    Ich kann mich nicht erinnern, dass schon früher von den weiterführenden Schulen über die abnehmende Rechtschreibkompetenz so dermaßen geklagt wurde.

    Und: wenn es eine Methode ist, die nur über 6 Jahre funktionieren kann, dann kann man in der Umsetzung doch nicht nur die (hier) vierjährigen Grundschulen einbeziehen!

    Ich finde, es ist in diesem ganzen Kontext vieles so sehr kompliziert und nicht so einfach durch die einzelne Frau änderbar.

    Die Ausführungen von patrick*star mag ich unterschreiben.


    Mich treffen gewisse Wendungen und Schuldzuweisungen immer sehr, "diese" unemanzipierten Frauen hätten sich "solche" Männer doch ausgesucht, man müsse denen doch nur mal ordentlich "Kontra geben" oder eine "Ansage machen", sie "umerziehen" oder den Mann ansonsten "vor die Tür setzen"...

    Ich habe es mir so nicht ausgesucht - mein Mann hat dieselbe Ausbildung und denselben Beruf wie ich, wirkte anfangs sehr zugewandt, wertschätzend, auf Gleichberechtigung aus, hat mindestens so viel im Haushalt getan wie ich - dann, als die Kinder kamen, nicht mehr - und ich würde letzteres gerne tun, aber es funktioniert nicht bzw. ist rechtlich nicht möglich.


    Ich hatte von Anfang an die engere Bindung zu den Kindern.

    Und es lag nicht daran, dass ich ihn nicht gelassen hätte!

    Wir bekamen dann ja Zwillinge, sozusagen perfekt für zwei Eltern, eh zu viel für einen.

    Aber wenn wir uns abends zur "Schreistunde" die Kinder aufgeteilt hatten, traf ich ihn im Arbeitszimmer an, das schreiende Baby allein auf dem Bett liegend, er selbst saß surfend vor dem Computer.

    Er fand das auch total richtig so: Das Baby schreit eh, dann kann ich es auch einfach aufs Bett legen und schreien lassen und was besseres machen. "Dein" herumgetragenes Baby schreit ja auch (was stimmte)! Er ließ nicht mit sich reden.


    Wenn die Kinder nachts wach wurden, insbesondere wenn sie krank waren, kam er auch sehr schlecht damit zurecht, war oft sehr ungeduldig bis aggressiv mit ihnen.

    Natürlich könnte man dann als Mutter "aus erzieherischen Gründen" trotzdem sagen: "Du bist dran, übernimmt Deinen Part! Ich geh schlafen" - aber ich habe es nicht übers Herz gebracht, die weinenden (dann ggf. auch noch kranken) Kinder diesem genervten und aggressiven Vater zu überlassen, zumal ich anfangs auch durchaus noch Mitgefühl hatte, dass er anscheinend mit dem Schlafmangel schlechter zurechtkam als ich; jeder hat ja andere Grenzen. Von da an habe ich auf seine "Unterstützung" verzichtet und mich mit den Zwillingen und den Krankheiten der Kinder alleine verausgabt. Und dann ging es so weiter...


    Und ich verstehe (so wohl auch patrick*star), dass sich da nichts von alleine ändert und sich inbesondere auch die Männer nicht von sich aus ändern. Warum auch?

    Denn ich muss ehrlich sagen:

    Ich bereue - angesichts der konkreten Umstände - zwar nicht, meine recht guten Karrieremöglichkeiten für meine Kinder geopfert zu haben und nur noch in Teilzeit zu arbeiten.

    Obwohl das ein großes Opfer ist, denn: Ich mag meinen Beruf sehr. Er macht mir viel Freude, ist sinnvoll, es gibt interessanten Austausch mit Kollegen, ich habe überaus viel Freiheit und Selbstbestimmtheit, sehr positives Feedback und viel Anerkennung und eine sehr gute Bezahlung.


    Aber: so sehr ich meine Kinder liebe und gerne um mich habe und die besonderen Momente mit ihnen genieße:

    die Arbeitszeit im Büro ist der entspanntere und (meist) erfreulichere Teil des Tages; wenn ich nach der Arbeit (theoretisch nach 20 Stunden, i.E. meist nach 25-30 Stunden) nach Hause komme, gibt es fast nur noch Hausaufgaben und Streitschlichtung und Vorwürfe der Kinder, was ich alles falsch mache und Orgakram.


    Wenn ich also

    1. wüsste, dass meine Kinder durch ein anderes Elternteil, das zugewandt und liebevoll und ggf. aufopferungsbereit ist , gut betreut würden und

    2. nicht dieses "Muttergefühl" anerzogen bekommen hätte (nämlich: ich als Mutter müsste die engste Bezugsperson für mein Kind sein),

    dann, ja dann wäre ich vermutlich überaus glücklich damit, erfolgreich berufstätig und im übrigen eine "Quality-Time"-Bezugsperson für meine Kinder zu sein.


    Insofern verstehe ich absolut, dass die Väter da keine Ambitionen haben, etwas an der bestehenden Lage zu ändern. Das ist für sie super so!!!

    Mein Vater - in der Regel 60-70 Stunden pro Woche berufstätig und so häufig am Wochenende oder über Wochen auf Dienstreise - war übrigens für mich immer die engste Bezugsperson in meinem Leben.

    Mit meiner Mutter, die immerhin für uns drei Kinder zu Hause blieb, bis ich 6 Jahre alt war und danach wieder berufstätig war, hatte ich immer meine Probleme.


    Insofern denke ich, dass die meisten Männer durch das bisherige Rollenmodell nur gewonnen haben. Warum sollten sie es ändern?

    dass soviele jüngere männer so konservativ sind und warum frauen das mitmachen.

    Bei meinem Mann schlug die konservative (?) Einstellung genau da durch, als die Kinder kamen. Vorher empfand ich unsere Partnerschaft als absolut gleichberechtigt und auf Augenhöhe (wir haben sogar denselben Beruf); mit den Kindern wurde er plötzlich Macho (und schlimmeres).

    Blöd ist halt, dass es ab diesem Zeitpunkt sehr viel schwieriger ist, sich zu trennen...

    Ehrlich? Das ist der zentrale Teil des Deutschunterrichtes. Ohne Rechtschreibung funktioniert es nicht.

    Und nicht nur des Deutschunterrichtes...

    Auch in anderen Fächern werden doch in der weiterführenden Schule Arbeiten abgewertet, wenn die Rechtschreibung zu fehlerhaft ist.

    Und den weiterführenden Schulen ist auch egal, ob das System evt. erst nach der 6. oder 7. Klasse funktionieren kann, die erwarten korrekte Rechtschreibung ab der 5. Klasse.


    Das ist alles so absurd.

    Bei einem Elternabend zu Beginn der 3. Klasse der Grundschule forderten einige Eltern von der Lehrerin massiv (in einer Form, die ich eher unangenehm fand), dass mehr Diktate geschrieben werden müssten.

    Aber die Antwort der Lehrerin war verblüffend: es sei ihnen aufgrund der Vorgaben des Kultusministeriums neuestens gar nicht mehr erlaubt, Diktate zu schreiben!

    Es dürften nur noch Kombi-Tests geschrieben werden, in denen die Rechtschreibung höchstens ein Drittel der Note ausmachen würde. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...

    Die Lehrerin war bereit, zusätzlich zwei Übungsdiktate zu schreiben, aber natürlich ohne Benotung!


    Bei meiner Tochter in der 5. Klasse wird es auch gar nicht besser mit der Rechtschreibung, trotz aller Beteuerungen der Grundschullehrerin, das komme schon noch von alleine...

    Kürzliche hat sie in einem Aufsatz (Hausaufgabe) ganz viele Wörter falsch geschrieben, die schon in der Aufgabenstellung im Deutschbuch vorkamen. D.h., sie hatte die Wörter richtig als Vorlage vor Augen und hat sie trotzdem falsch geschrieben. Sie fragt sich beim Schreiben eines Aufsatzes halt gar nicht, wie man ein Wort richtig schreibt. Kommt ja auf den Inhalt an, ist ja kein Diktat, dann ist es doch egal...!

    Und bei ihr hilft es leider auch gar nicht, dass sie eine absolute Leseratte ist, das färbt auf ihre Rechtschreibung kein bisschen ab.


    Früher gab es bei uns bis zur 7. Klasse noch eine extra Note, also eine Note für Deutsch, eine Note für Rechtschreibung.

    Und ich finde, dass man mit dieser Vernachlässigung der Rechtschreibung genau das tut, was dem deutschen Schulwesen immer vorgeworden wurde, nämlich die Kluft zwischen Kindern aus bildungsnäheren und bildungsferneren Elternhäusern zu vertiefen.


    Ganz viele Eltern, mit denen ich spreche, bringen ihren Kindern die Rechtschreibung jetzt in Eigenregie bei, beim ersten Kind warten sie vielleicht noch bis zur 4. Klasse, beim zweiten greifen sie konsequent ab der 1. Klasse ein und korrigieren und üben und versuchen nachmittags, Defizite auszubügeln. Dem "System" zu vertrauen, dass es einfach funktioniert, ist keine gute Idee, wie ich selbst feststellen musste.

    Und wenn Eltern (aus irgendwelchen Gründen) das nicht können, dann haben ihre Kinder doch anscheinend keine Chance, das in der Schule richtig zu lernen.


    Und natürlich achte ich als Arbeitgeber bei Bewerbungen auf die Rechtschreibung, wenn ich die Wahl habe...

    Ich bin auch gespannt!

    Mit dem Wechsel Winterzeit-Sommerzeit bin ich immer gut klargekommen, da ich mich schnell umstellen konnte und durchaus Vorteile gesehen habe.


    Ich persönlich kenne viel Leute, die die Zeitumstellung blöd finden, aber mit der eigentlichen "Sommerzeit" und der "Winterzeit" eigentlich ganz zufrieden waren.

    Letztlich bin ich mir nicht sicher, dass die wirklich die Sommerzeit (mit den entsprechenden Folgen) im Winter wollen würden!

    Da wird es doch wirklich ganz arg spät hell, gerade für die Kinder auf dem Schulweg fand ich das bislang schon fast problematisch!


    Bin sehr gespannt...

    Bei uns in der Familie finde ich die Entwicklung ziemlich schlimm und irgendwie "klassisch".


    Ich bin früher eigentlich recht gut und gerne Auto gefahren, hatte ab 19 Jahren immer ein eigenes Auto.

    Mein Mann kann nicht gut ertragen, wenn ich fahre und will immer selber fahren. Ich soll aber immer mit aufpassen, was mir schwer fällt, weil ich als Beifahrerin unglaublich schnell müde werde und einschlafe. Das mag er gar nicht. Ihn nervt auch, wenn ich auf dem Handy tippe. Wenn er sich verfährt, bin ich schuld.

    Am Anfang schien es noch logisch, dass er fährt, weil ich hinten saß und die Kinder beruhigte. Später wolle ich wieder mehr fahren, da hatte er dann immer Ausreden, warum er heute unebedingt fahren müsse. Eine Zeit lang habe ich es auch etwas genossen, da es bequem war, aber mir war klar, dass das auf Dauer nicht gut ist.


    Wenn man zu lange nicht fährt, verliert man einfach die Übung und Souveränität und bekommt schlimmstenfalls Angst. Ich kenne so viele Frauen, die "nicht mehr fahren". Oder eine gleichaltrige Kollegin, die mir sagte, sie würde für den Weg zu mir etwas länger brauchen, "denn ich fahre ja keine Autobahn mehr". Und für mich verliert man damit einfach ein Stück Freiheit und Spontaneität wird abhängig vom guten Willen des Mannes oder anderer Leute. Vieles geht ja auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Taxi, aber eben auch nicht alles (z.B. kann man in unserer Stadt mit drei kleinen Kindern nicht Taxi fahren, weil Taxis keine drei Kindersitze dabei haben). Ich habe bei mir gemerkt, dass es bei mir auch schon anfängt und ich Gründe finde, warum ich lieber die Bahn nehme, obwohl es dreimal so lange dauert und mit drei Kindern total umständlich und eigentlich bekloppt ist.


    Wir fahren jetzt insgesamt gar nicht viel Auto. Wir wohnen in der Großstadt und sind super an den ÖPNV angebunden, manchmal wird das Auto wochenlang nicht bewegt.

    Ich nehme jetzt aber manchmal bewusst das Auto in der Stadt, obwohl es auch anders ginge, weil ich nicht auch in so eine Angst hereinrutschen will. Mit der Fahrpraxis auf langen Fahrten ist es schwieriger, weil dann meist mein Mann dabei ist. Ich habe mich zwar auch schon durchgesetzt und bin gefahren, aber er kritisiert dann die ganze Zeit so viel an meinem Fahrstil herum, dass ich total nervös werde und wirklich Fehler zu machen drohe.

    Bei uns an der Grundschule wird das auch so gehandhabt und für meine Kinder ist das völlig nach hinten losgegangen.


    Von wegen spiererisches Heranführen an die Sprache und so...

    Meine Große hatte zwei Jahre einen solchen Englischunterricht mit dem Ergebnis, dass sie sagt, dass sie Englisch hasst und einfach nicht kann... Ich hoffe, jetzt in der 5. Klasse auf der neuen Schule wird es vielleicht besser.

    Und letzte Woche hat der Englischuntericht bei den Zwillingen begonnen und die eine kam völlig aufgelöst nach Hause: die Lehrerin habe nur Englisch geredet und auch nicht gesagt, was das heiße und sie habe nichts verstanden und das sei so schrecklich gewesen usw. Für unsere Nachbarstochter in der gleichen Klasse war das hingegen kein Problem.


    Bei mir früher wurde der Englischunterricht auch ausschließlich auf Englisch gehalten, aber da war ich schon in der 7. Klasse und kam gut damit klar.

    Wir haben allerdings auch von Anfang an mit Büchern und Texten gearbeitet. Mit rein mündlicher Ansprache in der fremden Sprache wäre ich vielleicht auch nicht so gut zurecht gekommen.

    Altersfrage? Typfrage? Ich weiß nicht...

    Schlag ein Nele72

    Läuft bei uns

    Ja, schlag ein! #rolleyes#haare


    Über die Unkenntnis angesichts der mutmaßlichen Durchseuchung hatte ich mich ja auch gewundert.

    Also - wenn selbst die Apothekerin (die mir als Expertin für eine "Wurmberatung" herbeigerufen wurde, nachdem die erste Apothekenkraft meinte, mit "sowas" kenne sich sie ja nun gar nicht aus) sagte, Madenwürmer seien ja soooo selten und ein Befall sooo unwahrscheinlich, und mich abfragte, wo sich meine Tochter denn die bitteschön wohl geholt haben könne ...


    Hat mich angesichts dieses und diverser anderer threads hier schon etwas irritiert.

    Uns hat es jetzt auch erwischt.

    Meine Tochter klagte gestern Abend über ein Jucken am Po seit zwei Tagen.

    Ich bin dann heute in die Apotheke gegangen, um vorsichtshalber Molevac zu kaufen, ich hatte irgendwie ein komisches Gefühl, insbesondere nachdem dieser thread hier dauernd auftauchte.


    Die Apothekerin wollte mir das Mittel erst gar nicht verkaufen!

    Sie meinte, ich solle erst mal abwarten, ob ich wirklich etwas sehe und dann ggf. zum Apothekennotdienst gehen.

    Erstens sei das Mittel so teuer (was ja ein netter Hinweis war).

    Und zweitens sei es absolut unwahrscheinlich, dass meine Tochter Madenwürmer hätte, die seien soooo selten und kämen fast nie vor.

    Das hat mich schon etwas gewundert...


    Heute abend haben wir dann in der Toilette lebende Beweise gesichtet und ich war doch sehr froh, dass ich das Mittel gekauft hatte und meine aufgebrachte Tochter gleich behandeln konnte.

    Ich habe ihr Bett abgezogen und Bettwäsche und Handtücher und Unterwäsche bei hohen Temperaturen in die Maschine gesteckt. Ich hoffe, das reicht.


    Jetzt stellt sich nur die Frage, ob sich noch jemand angesteckt hat. Die Zwillinge meinen, bei ihnen juckt nix...

    Aber die eine Packung reicht jetzt eh nicht für alle.