Beiträge von Nele72

    Bei uns ist es ähnlich wie bei Ansadi: die Große lehnt alles "mädchenhafte" total ab.

    Mein Mann hat da von Anfang an sehr massiv darauf hingewirkt und den ganzen rosa Glitzerkram usw. immer sehr abgewertet und Lego und die typischen Jungsspielsachen gepriesen.

    Das hatte schon etwas von Misogynie, fand ich.

    Ich finde das Ergebnis auch eher unglücklich, weil es die Tochter zur totalen Außenseiterin in ihrer Klasse gemacht hat.


    Sie hat natürlich allen Mädchen immer schön aufs Butterbrot geschmiert, was sie von deren Interessen hält. Ziemlich ungeschickt, aber so hatte sie es ja immer gehört.

    Und wenn die Jungs mal wieder beschlossen haben, dass eigentlich alle Mädchen doof sind, dann saß sie völlig zwischen den Stühlen

    Ich bin zwar auch kein Fan von rosa Glitzerkram, aber so finde ich es auch ungünstig.


    Jetzt mit dem Schulwechsel wird es hoffentlich besser. Neue Kinder und mehr Toleranz bei der Tochter.

    Die Kinder haben bei uns nach wie vor überhaupt noch nicht verinnerlicht das es wichtig ist wie ein Wort geschrieben wird, auch ausserhalb eines Diktates.

    Genau das ist auch bei uns das Problem.

    So schön es ist, wenn Kinder fröhlich drauflos schreiben, ohne sich um die Rechtschreibung zu kümmern, so blöd ist es, wenn sie dauerhaft dabei bleiben...


    Mir geht es auch gar nicht darum, eine Methode an sich zu kritisieren. Insofern mag das ja stimmen:

    Was mich am aktuellen Lesen-durch-Schreiben Bashing weiterhin stört sind noch ein paar andere Dinge:

    - Die Methode wurde vor rund 40 Jahren entwickelt, für die damalige Schülerschaft, also in den 70er und 80er Jahren. Wieviel hat sich seitdem verändert und ist es nicht normal, dass das heute nicht mehr passt?

    Ich will nicht darum streiten, ob die Methode vor 40 Jahren unter den damaligen Bedingungen gut gewesen ist. Das mag so sein.

    Aber wenn sie heute nicht mehr zum Erfolg führt, weil

    a) sich die Umstände verändert haben (mehr Schulkinder von nichtmuttersprachlichen Eltern evt.)

    b) eine große Anzahl von Lehrern es nicht schafft, diese Methode gut umzusetzen,

    dann finde ich, dass die Methode momentan nicht taugt, so gut sie in der Theorie auch sein mag.

    Wenn die Methode an die Lehrer solche Anforderungen stellt, dass eine große Anzahl diese nicht erfüllen können - dann ist das für mich insoweit schon ein Mangel der Methode.

    Wenn ein paar tolle Lehrer damit tolle Ergebnisse erzielen, dann taugt sie deshalb allein dennoch nicht für die große Masse.


    Offenbar gibt es doch - im Ergebnis - eine Veränderung zum Negativen.

    Ich kann mich nicht erinnern, dass schon früher von den weiterführenden Schulen über die abnehmende Rechtschreibkompetenz so dermaßen geklagt wurde.

    Und: wenn es eine Methode ist, die nur über 6 Jahre funktionieren kann, dann kann man in der Umsetzung doch nicht nur die (hier) vierjährigen Grundschulen einbeziehen!

    Ich finde, es ist in diesem ganzen Kontext vieles so sehr kompliziert und nicht so einfach durch die einzelne Frau änderbar.

    Die Ausführungen von patrick*star mag ich unterschreiben.


    Mich treffen gewisse Wendungen und Schuldzuweisungen immer sehr, "diese" unemanzipierten Frauen hätten sich "solche" Männer doch ausgesucht, man müsse denen doch nur mal ordentlich "Kontra geben" oder eine "Ansage machen", sie "umerziehen" oder den Mann ansonsten "vor die Tür setzen"...

    Ich habe es mir so nicht ausgesucht - mein Mann hat dieselbe Ausbildung und denselben Beruf wie ich, wirkte anfangs sehr zugewandt, wertschätzend, auf Gleichberechtigung aus, hat mindestens so viel im Haushalt getan wie ich - dann, als die Kinder kamen, nicht mehr - und ich würde letzteres gerne tun, aber es funktioniert nicht bzw. ist rechtlich nicht möglich.


    Ich hatte von Anfang an die engere Bindung zu den Kindern.

    Und es lag nicht daran, dass ich ihn nicht gelassen hätte!

    Wir bekamen dann ja Zwillinge, sozusagen perfekt für zwei Eltern, eh zu viel für einen.

    Aber wenn wir uns abends zur "Schreistunde" die Kinder aufgeteilt hatten, traf ich ihn im Arbeitszimmer an, das schreiende Baby allein auf dem Bett liegend, er selbst saß surfend vor dem Computer.

    Er fand das auch total richtig so: Das Baby schreit eh, dann kann ich es auch einfach aufs Bett legen und schreien lassen und was besseres machen. "Dein" herumgetragenes Baby schreit ja auch (was stimmte)! Er ließ nicht mit sich reden.


    Wenn die Kinder nachts wach wurden, insbesondere wenn sie krank waren, kam er auch sehr schlecht damit zurecht, war oft sehr ungeduldig bis aggressiv mit ihnen.

    Natürlich könnte man dann als Mutter "aus erzieherischen Gründen" trotzdem sagen: "Du bist dran, übernimmt Deinen Part! Ich geh schlafen" - aber ich habe es nicht übers Herz gebracht, die weinenden (dann ggf. auch noch kranken) Kinder diesem genervten und aggressiven Vater zu überlassen, zumal ich anfangs auch durchaus noch Mitgefühl hatte, dass er anscheinend mit dem Schlafmangel schlechter zurechtkam als ich; jeder hat ja andere Grenzen. Von da an habe ich auf seine "Unterstützung" verzichtet und mich mit den Zwillingen und den Krankheiten der Kinder alleine verausgabt. Und dann ging es so weiter...


    Und ich verstehe (so wohl auch patrick*star), dass sich da nichts von alleine ändert und sich inbesondere auch die Männer nicht von sich aus ändern. Warum auch?

    Denn ich muss ehrlich sagen:

    Ich bereue - angesichts der konkreten Umstände - zwar nicht, meine recht guten Karrieremöglichkeiten für meine Kinder geopfert zu haben und nur noch in Teilzeit zu arbeiten.

    Obwohl das ein großes Opfer ist, denn: Ich mag meinen Beruf sehr. Er macht mir viel Freude, ist sinnvoll, es gibt interessanten Austausch mit Kollegen, ich habe überaus viel Freiheit und Selbstbestimmtheit, sehr positives Feedback und viel Anerkennung und eine sehr gute Bezahlung.


    Aber: so sehr ich meine Kinder liebe und gerne um mich habe und die besonderen Momente mit ihnen genieße:

    die Arbeitszeit im Büro ist der entspanntere und (meist) erfreulichere Teil des Tages; wenn ich nach der Arbeit (theoretisch nach 20 Stunden, i.E. meist nach 25-30 Stunden) nach Hause komme, gibt es fast nur noch Hausaufgaben und Streitschlichtung und Vorwürfe der Kinder, was ich alles falsch mache und Orgakram.


    Wenn ich also

    1. wüsste, dass meine Kinder durch ein anderes Elternteil, das zugewandt und liebevoll und ggf. aufopferungsbereit ist , gut betreut würden und

    2. nicht dieses "Muttergefühl" anerzogen bekommen hätte (nämlich: ich als Mutter müsste die engste Bezugsperson für mein Kind sein),

    dann, ja dann wäre ich vermutlich überaus glücklich damit, erfolgreich berufstätig und im übrigen eine "Quality-Time"-Bezugsperson für meine Kinder zu sein.


    Insofern verstehe ich absolut, dass die Väter da keine Ambitionen haben, etwas an der bestehenden Lage zu ändern. Das ist für sie super so!!!

    Mein Vater - in der Regel 60-70 Stunden pro Woche berufstätig und so häufig am Wochenende oder über Wochen auf Dienstreise - war übrigens für mich immer die engste Bezugsperson in meinem Leben.

    Mit meiner Mutter, die immerhin für uns drei Kinder zu Hause blieb, bis ich 6 Jahre alt war und danach wieder berufstätig war, hatte ich immer meine Probleme.


    Insofern denke ich, dass die meisten Männer durch das bisherige Rollenmodell nur gewonnen haben. Warum sollten sie es ändern?

    dass soviele jüngere männer so konservativ sind und warum frauen das mitmachen.

    Bei meinem Mann schlug die konservative (?) Einstellung genau da durch, als die Kinder kamen. Vorher empfand ich unsere Partnerschaft als absolut gleichberechtigt und auf Augenhöhe (wir haben sogar denselben Beruf); mit den Kindern wurde er plötzlich Macho (und schlimmeres).

    Blöd ist halt, dass es ab diesem Zeitpunkt sehr viel schwieriger ist, sich zu trennen...

    Ehrlich? Das ist der zentrale Teil des Deutschunterrichtes. Ohne Rechtschreibung funktioniert es nicht.

    Und nicht nur des Deutschunterrichtes...

    Auch in anderen Fächern werden doch in der weiterführenden Schule Arbeiten abgewertet, wenn die Rechtschreibung zu fehlerhaft ist.

    Und den weiterführenden Schulen ist auch egal, ob das System evt. erst nach der 6. oder 7. Klasse funktionieren kann, die erwarten korrekte Rechtschreibung ab der 5. Klasse.


    Das ist alles so absurd.

    Bei einem Elternabend zu Beginn der 3. Klasse der Grundschule forderten einige Eltern von der Lehrerin massiv (in einer Form, die ich eher unangenehm fand), dass mehr Diktate geschrieben werden müssten.

    Aber die Antwort der Lehrerin war verblüffend: es sei ihnen aufgrund der Vorgaben des Kultusministeriums neuestens gar nicht mehr erlaubt, Diktate zu schreiben!

    Es dürften nur noch Kombi-Tests geschrieben werden, in denen die Rechtschreibung höchstens ein Drittel der Note ausmachen würde. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...

    Die Lehrerin war bereit, zusätzlich zwei Übungsdiktate zu schreiben, aber natürlich ohne Benotung!


    Bei meiner Tochter in der 5. Klasse wird es auch gar nicht besser mit der Rechtschreibung, trotz aller Beteuerungen der Grundschullehrerin, das komme schon noch von alleine...

    Kürzliche hat sie in einem Aufsatz (Hausaufgabe) ganz viele Wörter falsch geschrieben, die schon in der Aufgabenstellung im Deutschbuch vorkamen. D.h., sie hatte die Wörter richtig als Vorlage vor Augen und hat sie trotzdem falsch geschrieben. Sie fragt sich beim Schreiben eines Aufsatzes halt gar nicht, wie man ein Wort richtig schreibt. Kommt ja auf den Inhalt an, ist ja kein Diktat, dann ist es doch egal...!

    Und bei ihr hilft es leider auch gar nicht, dass sie eine absolute Leseratte ist, das färbt auf ihre Rechtschreibung kein bisschen ab.


    Früher gab es bei uns bis zur 7. Klasse noch eine extra Note, also eine Note für Deutsch, eine Note für Rechtschreibung.

    Und ich finde, dass man mit dieser Vernachlässigung der Rechtschreibung genau das tut, was dem deutschen Schulwesen immer vorgeworden wurde, nämlich die Kluft zwischen Kindern aus bildungsnäheren und bildungsferneren Elternhäusern zu vertiefen.


    Ganz viele Eltern, mit denen ich spreche, bringen ihren Kindern die Rechtschreibung jetzt in Eigenregie bei, beim ersten Kind warten sie vielleicht noch bis zur 4. Klasse, beim zweiten greifen sie konsequent ab der 1. Klasse ein und korrigieren und üben und versuchen nachmittags, Defizite auszubügeln. Dem "System" zu vertrauen, dass es einfach funktioniert, ist keine gute Idee, wie ich selbst feststellen musste.

    Und wenn Eltern (aus irgendwelchen Gründen) das nicht können, dann haben ihre Kinder doch anscheinend keine Chance, das in der Schule richtig zu lernen.


    Und natürlich achte ich als Arbeitgeber bei Bewerbungen auf die Rechtschreibung, wenn ich die Wahl habe...

    Ich bin auch gespannt!

    Mit dem Wechsel Winterzeit-Sommerzeit bin ich immer gut klargekommen, da ich mich schnell umstellen konnte und durchaus Vorteile gesehen habe.


    Ich persönlich kenne viel Leute, die die Zeitumstellung blöd finden, aber mit der eigentlichen "Sommerzeit" und der "Winterzeit" eigentlich ganz zufrieden waren.

    Letztlich bin ich mir nicht sicher, dass die wirklich die Sommerzeit (mit den entsprechenden Folgen) im Winter wollen würden!

    Da wird es doch wirklich ganz arg spät hell, gerade für die Kinder auf dem Schulweg fand ich das bislang schon fast problematisch!


    Bin sehr gespannt...

    Bei uns in der Familie finde ich die Entwicklung ziemlich schlimm und irgendwie "klassisch".


    Ich bin früher eigentlich recht gut und gerne Auto gefahren, hatte ab 19 Jahren immer ein eigenes Auto.

    Mein Mann kann nicht gut ertragen, wenn ich fahre und will immer selber fahren. Ich soll aber immer mit aufpassen, was mir schwer fällt, weil ich als Beifahrerin unglaublich schnell müde werde und einschlafe. Das mag er gar nicht. Ihn nervt auch, wenn ich auf dem Handy tippe. Wenn er sich verfährt, bin ich schuld.

    Am Anfang schien es noch logisch, dass er fährt, weil ich hinten saß und die Kinder beruhigte. Später wolle ich wieder mehr fahren, da hatte er dann immer Ausreden, warum er heute unebedingt fahren müsse. Eine Zeit lang habe ich es auch etwas genossen, da es bequem war, aber mir war klar, dass das auf Dauer nicht gut ist.


    Wenn man zu lange nicht fährt, verliert man einfach die Übung und Souveränität und bekommt schlimmstenfalls Angst. Ich kenne so viele Frauen, die "nicht mehr fahren". Oder eine gleichaltrige Kollegin, die mir sagte, sie würde für den Weg zu mir etwas länger brauchen, "denn ich fahre ja keine Autobahn mehr". Und für mich verliert man damit einfach ein Stück Freiheit und Spontaneität wird abhängig vom guten Willen des Mannes oder anderer Leute. Vieles geht ja auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Taxi, aber eben auch nicht alles (z.B. kann man in unserer Stadt mit drei kleinen Kindern nicht Taxi fahren, weil Taxis keine drei Kindersitze dabei haben). Ich habe bei mir gemerkt, dass es bei mir auch schon anfängt und ich Gründe finde, warum ich lieber die Bahn nehme, obwohl es dreimal so lange dauert und mit drei Kindern total umständlich und eigentlich bekloppt ist.


    Wir fahren jetzt insgesamt gar nicht viel Auto. Wir wohnen in der Großstadt und sind super an den ÖPNV angebunden, manchmal wird das Auto wochenlang nicht bewegt.

    Ich nehme jetzt aber manchmal bewusst das Auto in der Stadt, obwohl es auch anders ginge, weil ich nicht auch in so eine Angst hereinrutschen will. Mit der Fahrpraxis auf langen Fahrten ist es schwieriger, weil dann meist mein Mann dabei ist. Ich habe mich zwar auch schon durchgesetzt und bin gefahren, aber er kritisiert dann die ganze Zeit so viel an meinem Fahrstil herum, dass ich total nervös werde und wirklich Fehler zu machen drohe.

    Bei uns an der Grundschule wird das auch so gehandhabt und für meine Kinder ist das völlig nach hinten losgegangen.


    Von wegen spiererisches Heranführen an die Sprache und so...

    Meine Große hatte zwei Jahre einen solchen Englischunterricht mit dem Ergebnis, dass sie sagt, dass sie Englisch hasst und einfach nicht kann... Ich hoffe, jetzt in der 5. Klasse auf der neuen Schule wird es vielleicht besser.

    Und letzte Woche hat der Englischuntericht bei den Zwillingen begonnen und die eine kam völlig aufgelöst nach Hause: die Lehrerin habe nur Englisch geredet und auch nicht gesagt, was das heiße und sie habe nichts verstanden und das sei so schrecklich gewesen usw. Für unsere Nachbarstochter in der gleichen Klasse war das hingegen kein Problem.


    Bei mir früher wurde der Englischunterricht auch ausschließlich auf Englisch gehalten, aber da war ich schon in der 7. Klasse und kam gut damit klar.

    Wir haben allerdings auch von Anfang an mit Büchern und Texten gearbeitet. Mit rein mündlicher Ansprache in der fremden Sprache wäre ich vielleicht auch nicht so gut zurecht gekommen.

    Altersfrage? Typfrage? Ich weiß nicht...

    Schlag ein Nele72

    Läuft bei uns

    Ja, schlag ein! #rolleyes#haare


    Über die Unkenntnis angesichts der mutmaßlichen Durchseuchung hatte ich mich ja auch gewundert.

    Also - wenn selbst die Apothekerin (die mir als Expertin für eine "Wurmberatung" herbeigerufen wurde, nachdem die erste Apothekenkraft meinte, mit "sowas" kenne sich sie ja nun gar nicht aus) sagte, Madenwürmer seien ja soooo selten und ein Befall sooo unwahrscheinlich, und mich abfragte, wo sich meine Tochter denn die bitteschön wohl geholt haben könne ...


    Hat mich angesichts dieses und diverser anderer threads hier schon etwas irritiert.

    Uns hat es jetzt auch erwischt.

    Meine Tochter klagte gestern Abend über ein Jucken am Po seit zwei Tagen.

    Ich bin dann heute in die Apotheke gegangen, um vorsichtshalber Molevac zu kaufen, ich hatte irgendwie ein komisches Gefühl, insbesondere nachdem dieser thread hier dauernd auftauchte.


    Die Apothekerin wollte mir das Mittel erst gar nicht verkaufen!

    Sie meinte, ich solle erst mal abwarten, ob ich wirklich etwas sehe und dann ggf. zum Apothekennotdienst gehen.

    Erstens sei das Mittel so teuer (was ja ein netter Hinweis war).

    Und zweitens sei es absolut unwahrscheinlich, dass meine Tochter Madenwürmer hätte, die seien soooo selten und kämen fast nie vor.

    Das hat mich schon etwas gewundert...


    Heute abend haben wir dann in der Toilette lebende Beweise gesichtet und ich war doch sehr froh, dass ich das Mittel gekauft hatte und meine aufgebrachte Tochter gleich behandeln konnte.

    Ich habe ihr Bett abgezogen und Bettwäsche und Handtücher und Unterwäsche bei hohen Temperaturen in die Maschine gesteckt. Ich hoffe, das reicht.


    Jetzt stellt sich nur die Frage, ob sich noch jemand angesteckt hat. Die Zwillinge meinen, bei ihnen juckt nix...

    Aber die eine Packung reicht jetzt eh nicht für alle.

    Ich erinnere mich, dass mir mal eine Psychotherapeutin erklärt hat, dass man kurzfristig abgesagte/vergessene Termine bei einer Psychotherapie bezahlen muss, weil Patienten sonst manchmal dazu neigen, Termine zu vergessen/krank zu werden, wenn sie in der nächsten Stunde etwas unangenehmes erwarten, also um einem Ausweichverhalten entgegenzuwirken.


    LG Nele

    Es ist einfach immer schwierig, wenn Eltern da unterschiedliche Einschätzungen bzgl. der Gefährlichkeit und "Tragbarkeit" von Risiken haben.


    Mein Mann hat z.B. unsere Große früher gerne auf dem Fahrrad bei kurzen Strecken vor sich auf die Stange gesetzt, da das eine Rad keinen Kindersitz hatte.

    Ich war dagegen und fand es zu gefährlich. Er fand, da könne faktisch gar nichts passieren, da er ganz vorsichtig und nur im Schritttempo auf dem Radweg fahren würde.

    Anfangs habe ich dagegen argumentiert, irgendwann habe ich es gelassen, weil es eh nichts genützt hat.

    Und ich war mir auch nicht ganz sicher, ob er recht hatte und ich nur überängstlich bin.


    Eines Morgens kam er zurück (kurzer Weg zum Kindergarten) und hielt mir wortlos ein blutüberströmtes Bündel Mensch entgegen...

    Er war langsam und vorsichtig gefahren, aber beim Fahrrad hatte aufgrund eines technischen Defekts plötzlich das Vorderrad blockiert und beide waren über den Lenker gefallen.

    Tochter hatte sich beide Schneidezähne ausgeschlagen, zum Glück nur Milchzähne.

    Ich habe mir dann selber auch Riesenvorwürfe gemacht, dass ich das nicht unterbunden hatte; obwohl ich es ja anfangs erfolglos versucht hatte.


    Ich bin froh, dass er keinen Motorroller hat. Mir wäre es auch zu gefährlich.

    Ich glaube das ist es, was mich so wütend macht gerade. Wieso muss ich als Frau ein blödes Gefühl dabei haben, wenn ich einfach mein Familienleben planen und trotzdem arbeiten möchte? Ja, mich machen diese Umstände wütend und wünschte, ich könnte einfach zu meinem Chef gehen und sagen: Pass auf, ich will hier in dem Unternehmen bleiben, ich mag meinen Job und möchte außerdem auch noch in absehbarer mit dem zweiten Kind schwanger werden. Und dann wäre alles geklärt und es gäbe keine Probleme.

    Das verstehe ich zwar.


    Aber andererseits denke ich: Welcher Mann würde sich verpflichtet fühlen oder auch nur auf die Idee kommen, zu seinem/seiner Vorgesetzen zu gehen und zu sagen: Wir planen übrigens demnächst ein zweites Kind, ich wollte nur Bescheid sagen...

    Es ist schon was dran, dass Kinder in dem Alter manches einfach noch nicht können.


    Sogar der Gesetzgeber hat das eingesehen und für die Schuldfähigkeit von Kindern im Straßenverkehr eine spezielle Ausnahmevorschrift geschaffen, wonach Kinder unter 10 Jahren nie für im Straßenverkehr von ihnen verursachte Schäden haften (sonst gilt: unter 7 Jahren).


    Aber das Problem ist ja nicht nur die Haftung für Schäden anderer, sondern dass im Zweifel auch das Kind zu Schaden kommt.


    Ich finde es aber trotzdem interessant, dass es eben wissenschaftlich belegt ist, dass Kinder im Straßenverkehr in diesem Alter vieles entwicklungsbedingt noch nicht besser oder zuverlässiger können können.


    LG Nele

    Meine Tochter (4. Klasse) schreibt z.B. immer frei.

    Sie hat ganz tief verinnerlicht, dass es auf den Inhalt ankommt und nicht auf die Rechtschreibung, wenn es kein Diktat ist.

    Was die Lehrerin dazu genau gesagt hat, weiß ich nicht.

    Wenn ich ihr bei den Hausaufgaben zeigen will, was sie falsch geschrieben hat, interessiert sie das nicht, denn: Ist ja kein Diktat!

    Sie schreibt auch die Wörter falsch, die sie schon als Lernwörter/Merkwörter gelernt hat. Im Diktat konnte sie die.

    Und - wie schon gesagt - sie schreibt auch dasselbe Wort in einem Satz unterschiedlich, für sie ist das völlig irrelevant.


    Ich habe der Lehrerin beim Elternsprechtag gesagt, dass ich darin ein Problem sehe, aber die meinte, das gibt sich, die Tochter sei prima in Rechtschreibung.

    Ich habe damals (eingeschult 1979 in Nds.) in der Schule erst Schwungübungen gemacht, dann Schreibschrift gelernt. Druckschrift kam erst später, und ich weiß gar nicht mehr, ob wir die nur gelesen oder auch selber zu schreiben geübt haben. Deshalb gab es damals ja auch Erstlesebücher in Schreibschrift. Ich konnte allerdings schon vor der Einschulung (Druckschrift) lesen.


    In der Schule meiner Töchter wird zunächst Druckschrift gelehrt und danach soll Schreibschrift nur noch "angeboten" werden, d.h. es wird ein Übungsheft durchgearbeitet und dann können die Kinder frei entscheiden. Zum Glück schreiben meine Töchter ganz gerne in Schreibschrift.


    Ich selber finde es viel schwieriger, in Druckschrift richtig zu schreiben, da muss ich mich viel mehr konzentrieren und kann auch schon mal einen Buchstaben vergessen. In Schreibschrift läuft das bei mir viel automatisierter ab und ich muss gar nicht über die Rechtschreibung nachdenken.

    Bei meiner Großen hat bislang das (Viel-)Lesen leider gar keinen Einfluss auf die Rechtschreibkompetenz gehabt. Darauf hatte ich auch gehofft!

    Sie hat schon sämtliche Harry-Potter-Bände gelesen und liest insgesamt sehr viel, aber das scheint bei ihr gar keinen Effekt zu haben.

    Ich kann immer gar nicht verstehen, wie sie diese Wörter dauerend liest und dann keine Ahnung hat, wie man sie schreiben könnte...


    Ich weiß noch, dass ich in der vierten Klasse in Rechtschreibung recht sicher war. Ich wusste, wie die meisten Wörter geschrieben werden.

    Bei den Wörtern, bei denen ich mir unsicher war, habe ich mehrere Versionen probiert und dann "gesehen", welches die richtige war.


    Ich habe gerade einen Text von meiner Tochter bekommen, den sie für ihre Schwester geschrieben hat. Eine DIN A 4-Seite, mindestens 20 Rechtschreibfehler.

    U.a.: pasiert, gestolen, Fahrad, geöfnet, verblüft, forsichtig, Fotto, Holte, am nästen Morgen, ehnlich, Artickel, Gefenknis, übrikens, belonung, gekrikt, wolte.

    Ich bin mir recht sicher, dass davon einige schon "Lernwörter" waren.


    Edit: Ich kann mir aber auch vorstellen, dass durchaus noch andere Umstände eine Rolle spielen als die "Schreiben nach Gehör-Methode".

    Wir haben damals ja zuerst Schreibschrift gelernt und ich glaube, dass man durch die verbundenen Buchstaben die Wörter mehr als "Gesamtheit" wahrgenommen hat.

    Deswegen hat es mir vermutlich - neben dem visuellen - etwas gebracht, verschiedene Rechtschreibmöglichkeiten auszuprobieren und zu schauen, was sich richtig "anfühlt" (das mache ich heute noch manchmal so - und es stimmt eigentlich immer, abgesehen von der Rechtschreibreform...).

    Dieses Abschreiben mit Druckbuchstaben bringt viel weniger, finde ich.